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14.11.2009 16:35    |    rallediebuerste    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: GPS, holland, politi

Da hab ich nicht schlecht gestaunt, als ich das grad im Radio gehört habe...

 

Holland krempelt sein Verkehrssteuersystem radikal um. Laut Tagesschau soll jeder Autofahrer 3 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Dafür fallen die pauschale jährliche KFZ-Steuer und die 25%ige Neuwagensteuer weg. Klingt ja erst mal nicht schlecht...

 

"Aha, und wie stellen die fest, wie viele Kilometer ich so im Jahr fahre?"

Ganz einfach: per GPS-Überwachung!

 

Wahnsinn! Der feuchte Traum eines jeden totalitären Überwachungsstaates: jedes KFZ in Holland wird also mit einem GPS-Empfänger ausgestattet, der genau mitprotokolliert, wann und wo jedes einzelne Auto unterwegs ist. Hach, wenn George Orwell das noch mitbekommen könnte!

 

 

Naja, hauptsache die Umwelt gerettet...


14.11.2009 18:03    |    murxer666

Hm. Wenn die wissen wer wann wo ist, wissen die auch wie schnell der zu dem zeitpunkt ist.....

Tückisch:::

 

Murxer,

(der das französische System mit Videomaut und leeren Autobahnen gut findet)

14.11.2009 19:14    |    Druckluftschrauber2011

Ach du kacke. Bei solchem Vorgehen habe ich immer Angst, dass sich ganz schnell Nachahmer finden :(

 

Was ich aber nicht nachvollziehen kann. Angenommen ich habe mein PKW in der Tiefgarage geparkt. Da habe ich ja kein GPS Signal. Zumindest sollte es die Wände und Decken nicht durchdringen. Wenn ich nun aber die Antenne in dieser Tiefgarage irgendwie abschirmen kann, so dass auch beim Verlassen dieser kein Empfang zustande kommt, dann ist das System doch anfällig.

 

Was machen die Niederlande eigentlich, wenn die US Regierung das GPS für die zivile Nutzung ausschaltet?

Galileo ist ja noch nicht in der Luft.

 

Fragen über Fragen

14.11.2009 19:16    |    Achsmanschette15

Zitat:

dann ist das System doch anfällig.

ich gehe davon aus, das beim einbau/wartung der gps-systeme die km-stände protokolliert werden.......

14.11.2009 19:21    |    Druckluftschrauber2011

Dann stellt sich aber auch die Frage, wer all die Wagen umrüstet bzw. dafür aufkommt. Da muss ja komplexe Technik eingebaut werden. Und wenn es nur um die Kilometerstände geht, dann könnte auch jeder Fahrer am Ende des Jahres durch DEKRA, TÜV etc. die Fahrleistung am Tag X bestätigen lassen.

Wäre sicher günstiger und genau so anfällig, dank Tachojustierung, die sicher dann auch beim mitloggen des GPS möglich ist.

14.11.2009 21:24    |    JWck

Ich habe das vorhin in der Tagesschau gehört und habe mich direkt danach gefragt: Wer denkt sich so einen Schwachsinn aus?

 

Und mittlerweile habe ich die gleichen Fragen wie wahrscheinlich alle hier: Wer bezahlt die Technik, wer garantiert die Fehlerfreiheit der Überwachung und wer garantiert mir eigentlich, dass auf die Daten, die erhoben werden, wenn das Auto "verfolgt" wird nicht noch andere zugreifen können. Immerhin lässt sich somit das Leben eines Bürgers sehr genau nachverfolgen, ich finde heraus, wann er das Haus verlässt und wieder betritt, ich sehe, wohin er fährt und kann daraus genaue Schlüsse über die Aktivitäten der Bürger ziehen.

Und werden eigentlich ausländische Autos auch irgendwie zur Kasse gebeten? Zahlen Holländer bei Fahrten im Ausland?:confused:

 

Überwachungsstaat...

14.11.2009 22:05    |    mr. mountain

Totale Überwachung:

Mein Eindruck ist sowieso der, dass die Staaten die Bürger nur noch besteuern und überwachen wollen.

Siehe auch Schäuble, der die Verbindungsdaten der Bundesbürger sehr lange speichert.

Wenn der deutsche Staat solche Pläne umsetzt, rufe ich schon jetzt alle freiheitsliebenden Staatsbürger auf: "Wehrt Euch!!!" Lasst Euch nicht bespitzeln.

Ein ganzes Volk mittels Bewegungsprotokollen zu überwachen ist pervers.

Ich schlage hier schon einmal vor, dass dann jeder sein Auto abmeldet.

Danach muss ein Generalstreik den Staat in die Knie zwingen. Wir kriegen die Staatsmacht nur über das Geld...die laufenden Steuern fehlen ganz schnell und nach 8 Tagen hätten wir Merkel und Konsorten am Boden.

1984 wird langsam Realität....

15.11.2009 01:15    |    XC70D5

Wer das bezahlt? Wer hat den Kat bezahlt? ...den RPF?

 

Wer fahren will muss zahlen, ganz einfach...

 

 

Gruß

 

Martin

15.11.2009 01:16    |    Achsmanschette15

Zitat:

Ich schlage hier schon einmal vor, dass dann jeder sein Auto abmeldet.

wie kommen die leute dann zur arbeit?!

Zitat:

Wir kriegen die Staatsmacht nur über das Geld...

schonmal drüber nachgedacht wer hartz4, rente usw. auszahlt?! der staat bekommt dich, aber du NICHT den staat! denn diejenigen die den staat steuern haben genug finanzille-(staats)-reserven um sich ihr gehalt weiter zu zahlen!

Zitat:

und nach 8 Tagen hätten wir Merkel und Konsorten am Boden.

und dann?! wen willste denn an die front haben?! die linke, die geld verprasst ohne auch nur ansatzweise nachzudenken wo das geld herkommt?! die rechten?! die tierschutzpartei?!

15.11.2009 10:27    |    Druckluftschrauber2011

Zitat:

Wer fahren will muss zahlen, ganz einfach...

So ist es.

 

Und eine Generalstreik ist in Deutschland wegen solcher Sachen wohl mehr als unrealistisch.

Dann doch lieber den anderen normalen Weg. Petitionen, Streiken usw. Hat bei der Zensursula Debatte ja bisher augenscheinlich auch geholfen :)

15.11.2009 20:12    |    mr. mountain

@MagirusDeutzUlm

Ich will sicher keine Linkspartei oder Neonazis an der Führung.

Dennoch greift eine Totalüberwachung in die Grundrechte der Bürger ein.

Ich bin mir z.b. nicht sicher, ob das Recht auf Freizügigkeit mittels der Überwachung nicht eingeschränkt wird. Ich will mit diesem Post in erster Linie aufrütteln und zeigen, welche Gefahren sich hinter solchen Techniken für jeden Einzelnen verbergen.

Wenn der Staat soche Maßnahmen ergreifen würde, dann wäre ich auch dafür, dass wir alle unsere Muskeln spielen lassen. Dies bedeutet, wir haben als Steuerzahler mehr Macht, als wir denken.

Ausserdem haben z.B. die Franzosen schon oft gezeigt, was die Bürger bewirken können.

 

Zusammengefasst: Mittels GPS können von jedem Fahrzeughalter Bewegungsprofile erstellt werden.

Was wäre der nächste Schritt: Ein Chip unter die Haut, um auch die Fußgänger zu kontrollieren?

Dies kann nicht in unserem Sinne sein. Ich bin gespannt, wie die Holländer auf diesen Vorschlag reagieren.

15.11.2009 20:34    |    Achsmanschette15

Zitat:

Wenn der Staat soche Maßnahmen ergreifen würde, dann wäre ich auch dafür, dass wir alle unsere Muskeln spielen lassen.

*lol*

viel spaß beim alleingang, bei dem du kläglich scheitern wirst......

 

bei der lkw-maut, bei der man auch bewegungsprofile erstellen kann, wollten auch alle speditionen streiken....und?! was ist draus geworden?! RICHTIG! die maut wird immer teurer!

Zitat:

Ausserdem haben z.B. die Franzosen schon oft gezeigt, was die Bürger bewirken können.

die franzosen haben eine ganz andere mentalität als die deutschen (die schon von kleinauf in die wiege gelegt bekommen, schön still zu sein und nix gegen andere zu sagen da wir zwei weltkriege "angefangen" haben!), und daran scheiterts! in der anonymität des inets wirst du zwar viel zustimmung finden, wenns dann aber daran geht gesicht zu zeigen stehste alleine da!

15.11.2009 22:07    |    Achsmanschette46734

...ein bischen französische Mentalität wäre hier in Deutschland schön !

 

Dort würden schon bei der Idee hunderte Autos brennen und der Verkehr wäre wochenlang blockiert !

 

Aber...dafür sind wir Deutschen zu feige !

 

Ralf

 

 

PS: Wenn das holländische System allerdings dazu beiträgt, dass hier bei uns weniger "Fahranfänger mit gelben Kennzeichen" und "Mobilheimen" unsere Strassen unsicher machen, soll mir das bitte recht sein !

15.11.2009 23:10    |    Multimeter47054

Neben der Überwachungs-Frage stelle ich mir die Frage, wo bei diesem System die Gerechtigkeit bleibt.

Jemand, der im Jahr mit einem alten Auto 25.000 km fährt um überhaupt etwas auf den Tisch zu bekommen zahlt wesentlich mehr, als einer der mit seiner neuen S-Klasse im Jahr nur 15.000 fährt. Spätestens an diesem Punkt dürfte so ein System in D-Land durch den ADAC, Schreihals-Oskar und Konsorten gestoppt werden.

 

Das war mein erster Gedanke zu diesem Schwachsinn. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass solch ein System in den Niederlanden bestand haben wird. Blöd, wenn man heute unter dem Deckmantel der Anti-Terror-Politik oder wie in diesem Fall zum Schutze der Umwelt lauter Schweinereien machen kann und keiner merkt es.

 

Gruß

 

Simon

16.11.2009 01:42    |    mr. mountain

..das die Spediteure die LKW-maut klaglos hinnahmen, verstehe ich bis heute nicht.

Gerade weil wir Deutschen schwer in die Puschen kommen und bisher alles schlucken,

sollten wir jetzt schon unsere Meinung deutlich machen.

16.11.2009 07:13    |    UHU1979

Zitat:

Spediteure die LKW-maut klaglos hinnahmen, verstehe ich bis heute nicht.

Vielleicht, weil diese die Kunden zahlen, ebenso wie die Dieselzuschläge ...

16.11.2009 10:23    |    XC70D5

In Deutschland müssen wir doch gar keine Angst haben, dass sowas kommt. Das Mautsystem eignet sich doch auch hervorragend für die PKW-Maut/-Überwachung. Da braucht man dann nur die Box zum Abrechnen, wenn man nicht jede Fahrt einzeln am Terminal blechen will...

 

 

Gruß

 

Martin

04.12.2009 07:55    |    Emmet Br0wn

Hab den Artikel und die Info erst jetzt entdeckt.

 

Eine schlimmer Vorstellung.

 

Und das sowas gerade aus Holland kommt, dem europäischen Hort der "liberalen Menschlichkeit"... Tsss.

26.03.2010 13:41    |    Schattenparker51619

Sind die Steuern in den Niederlanden dermaßen hoch?

 

Ein Beispiel mit deutschen Steuern:

 

Ich zahle für meinen VR6 208 € Steuern im Jahr.

 

Ich habe 2009 rund 21000 km zurückgelegt und dafür in Deutschland demnach 208 € gezahlt.

 

Hätten wir das selbe Prinzip wie oben und ich die 21 000 km x 0,03 € nehme, dann komme ich auf = 630 €

 

Bis 2018 wollen die das ja auf 6,7 Cent steigern, was 1407 € pro Jahr ausmachen würden...

 

Weiß jemand wie sich die Steuern in den Niederlanden bisher berechnet haben? Vielleicht macht es für die Holländer ja kaum Unterschied, für mich wäre es auf jeden Fall fürchterlich.

10.06.2012 10:11    |    Standspurpirat11464

Ich bezahle in Holland € 856,- pro Jahr. Dass geht nach gewichtsklasse und Art des Brennstofs Benzin/Diesel/LPG, und Wohnsitz. BMW 520i Bj. 2003, Benziner, Friesland, 12000 km pro Jahr fahre Ich. 12000 x € 0,03 = € 360,- dass würde für mich also billiger sein.

 

 

Hier kann mann selber berchnen.

 

http://hoeveelwegenbelasting.nl/?...

Deine Antwort auf "Zugekifft? Holland führt Zwangs-GPS-Überwachung für alle Autos ein."

Angeberecke

Mein Blog hat am 06.08.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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