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02.08.2011 13:20    |    rallediebuerste    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: 24h, Fotos, nordschleife, Nürburgring, Rennen, rennstrecke

 

Hinweis:

Dieser Blogartikel wurde leider nie fertiggestellt, da unmittelbar nach dem 24h-Rennen in meinem Privatleben einiges passiert ist, auf das ich auch gerne verzichtet hätte. Dementsprechend fehlt(e) mir etwas die Motivation, den Artikel fertigzustellen.

Da ich in den letzten Tagen aber öfter mal drauf angesprochen wurde, ob ich nicht wenigstens die Fotos veröffentlichen mag, habe ich mich entschlossen, das ganze erst mal so weit zu veröffentlichen wie ich damals gekommen bin, und den Beitrag dann später bei Gelegenheit ("irgendwann mal") zu einem würdigen Ende zu bringen.

 

Ich bitte an der Stelle einfach mal um Euer Verständnis und hoffe, ihr habt wenigstens etwas Spaß an den Fotos und der Einleitung :)

 

 

Ein Höhepunkt im Kalender eines jeden Motorsportbegeisterten ist sicherlich das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Hier stürzen sich ein mal jährlich weit über 200 Autos aller Leistungsklassen - vom Seat Ibiza bis zum 600PS V8 Rennboliden - auf die Rennstrecke und fahren volle 24 Stunden lang was die Kisten hergeben.

 

24 Stunden Rennen 201024 Stunden Rennen 2010Die vergangenen Jahre war ich immer privat oben, habe mich mit ein paar Freunden - bewaffnet mit Klappstuhl und Einweggrill - an die Strecke gesetzt und bei Wind und Wetter, praller Sonne und in einem Jahr auch bei Schnee (!) ausgeharrt, das Rennen beobachtet, mit den anderen Fans gefeiert, mitgefiebert und bin am nächsten Tag müde aber glücklich nach Hause gefahren.

 

2011 aber sollte ich das legendäre Eifelrennen einmal aus einer ein wenig anderen Perspektive kennenlernen. Ich hatte nämlich das große Glück, den Ring auf Einladung von Nissan zu besuchen, die dieses Jahr mit zwei 370Z am Start waren. So richtig mit Hotel statt Schlafsack, Shuttleservice statt Fußweg und Catering statt Einweggrill...

 

 

Mini Coupé - nicht schön, aber langsamMini Coupé - nicht schön, aber langsamFreitag, 24. Juni. Ich habe gerade ins Hotel eingecheckt (Zimmer mit Blick auf die Strecke - wie geil ist das denn bitte?), und bewege mich mal Richtung Fahrerlager. Gerade läuft der SEAT Leon Supercopa - nichts übermäßig interessantes - also kann ich mich hier mal in Ruhe etwas umsehen. Immer wieder interessant ist, wie unterschiedlich die Teams so ausgestattet sind. Neben den Werksteams mit ihren riesigen Trucks, Werbezelten mit Holzfußboden, Ausstellungsfahrzeugen, VIP-Bereichen und allem pi pa po, stehen überall auch kleine Wohnwagen und Anhänger der privaten Teams rum, die aber mindestens ebenso liebevoll eingerichtet sind.

 

Aus gut unterrichteten Quellen habe ich erfahren, dass auch MT-Tom dieses Wochenende zu Gast ist, also verabreden wir uns kurzerhand zu einem kleinen Pläuschchen bei einer Currywurst. Tom erzählt mir, dass Motor-Talk quasi auch beim Rennen dabei ist - nämlich als Partner des Continental-Teams, das mit einem gelb-schwaren Artega GT an den Start geht. Also neben den zwei Nissans, dem Tittenschlitten und dem Hyundai Coupé meines KFZ-Schraubers noch ein weiterer Kandidat, dem ich die Daumen drücken muss!

 

Woran erkennt man die Werksteams?Woran erkennt man die Werksteams?Leider ist es seit ein paar Jahren so, dass man beim 24h-Rennen als Normalsterblicher nicht mehr in die Boxengasse darf. Da stehen unfreundlich guckende Damen und Herren in hässlichen Jacken an der Tür und gucken noch unfreundlicher, wenn man rein will. Früher ging das alles problemlos, da konnte man sich alles mal aus nächster Nähe ansehen und auch den einen oder anderen netten Plausch mit Mechanikern und Fahrern halten (wenn sie gerade mal Zeit hatten)... naja, ein weiterer Punkt für die "früher war alles besser"-Liste.

Unnötig zu erwähnen, dass ich es trotzdem geschafft habe, und so kann ich mir schon einmal ein paar der Schätzchen ansehen, die hier morgen an den Start gehen werden. Der Wahn-Sinn... aber dazu später mehr.

 

Danach geht's raus aus der Box, schnell noch ne Currywurst reinpfeifen, und dann noch ein wenig mit Tom an der Strecke lang, Fotos vom zweiten Qualifying machen, Gummi und Benzin schnüffeln und schon mal Rennatmosphäre tanken. Herrlich!

 

DriftmobilDriftmobilHeute abend steht noch Drift Challenge an der Müllenbachschleife an, also lassen wir uns vom VIP-Shuttle dorthin bringen. Wir schauen uns ein wenig um, und es entspinnt sich folgender Dialog: "Ja, schon mal ganz nett und so, aber so RICHTIG geil wäre es, wenn wir nicht an der Außenkurve, sondern auf der Innenseite stehen könnten." - "Ja, das gäbe geile Fotos. Aber das wird ein bisschen knapp. Wir haben nur noch 15 Minuten bis zum Start." - "Ach komm, das schaffen wir!"

...

Haben wir natürlich nicht. Die komplette Drift Challenge verpasst. Aber gut, man kann nicht alles haben.

 

Naja, dafür geht's dann mit dem Team von Nissan zu einem leckeren Essen, bei dem wir Holger Eckhardt, einem der Fahrer der 4-Liter 370Z, eine Menge Löcher in den Bauch fragen können. Anschließend wird der Abend bei einem gemütlichen Abend mit viel Eifelgeist in der Cockpit-Bar des Hotels ausklingen gelassen. Gegen Mitternacht wanke ich langsam in Richtung Bett, denn ich weiß jetzt schon: morgen abend werde ich nicht viel Schlaf bekommen.

 

StartaufstellungStartaufstellungAm Samstag morgen werde ich von einem ohrenbetäubenden Lärm geweckt. Draußen tobt die Mini-Challenge, und ich habe wohl gestern abend vergessen, das Fenster zu schließen. Naja, wenn du schon wach bist, kannste auch schon mal 'ne Runde rumlaufen. Also schnappe ich mir die Kamera, drücke mir schnell 'ne Currywurst in den Hals, stelle mich mal hierhin, mal dorthin, schieße zwei, drei, vier (hundert) Fotos, und vertreibe mir die Zeit, bis um 16:00 Uhr endlich das 24-Stunden-Rennen losgeht.

 

Zum Start habe ich mich mit ein paar Freunden auf der Mercedes-Tribüne verabredet, von wo aus man schön das Starterfeld und die erste Schikane einsehen kann. Um 15:30 werden die Zuschauer gebeten, das Starterfeld zu verlassen, und um 15:55 ist auch endlich der letzte verschwunden. Ein Gridgirl hält ein Schild hoch "2 Minutes", Unruhe macht sich auch im Publikum breit.

"1 Minute", gleich geht's los!

Erste StartergruppeErste Startergruppe

 

 

(... to be continued)


02.08.2011 23:11    |    Olli the Driver

Vielen Dank für die erstklassigen Bilder. Bin gespannt auf die Fortsetzung des Berichtes.


02.08.2011 23:36    |    UHU1979

Die Bilder gefallen mir wirklich sehr gut, weil sie auch die Stimmung gut einfangen. Vielen Dank für den Artikel.


08.08.2011 19:08    |    Halbgott

Daumen hoch. Sehr schöne Bilder und der Beginn des Blogs macht eigentlich Spaß auf mehr. :)


11.08.2011 09:27    |    Trackback

Kommentiert auf: g-j´s Block:

 

Treffpunkt Digitale Fotografie - Euer perfektes Bild

 

[...] Mitzieher habe ich am 24h-Rennen bis zum kalten Kotzen geübt - mit mal mehr und mal weniger Erfolg. Die Ergebnisse kann man in meinem Blog sehen. Schaut doch mal rein und hinterlasst mir 'nen Kommentar ;)

...überhaupt ist konstruktive Kritik immer [...]

 

Artikel lesen ...


12.08.2011 12:48    |    XC70D5

Danke für den ersten Teil des Artikels. Die Bilder muss ich mir noch in Ruhe ansehen.

 

Wer noch nie in der Cockpit-Bar dem Eifelgeist verfallen ist, war auch nie wirklich am Ring :p :rolleyes:

 

 

Gruß

 

Martin


Deine Antwort auf "besser spät als nie: 24 Stunden Nürburgring (viele Fotos)"

Angeberecke

Mein Blog hat am 06.08.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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