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30.04.2010 19:18    |    taue2512    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: Beschleunigungstest, CC, DSG, Passat, VCDS, Video

Kurz vor der bald anstehenden Inspektion meines CC wollte ich mal einem weit verbreiteten Mythos auf den Grund gehen: In vielen Foren im Internet und Threads hier auf Motor-Talk wird ja bisweilen auf heftigste darüber diskutiert, ob das automatische 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen (DSG) in irgendeiner Weise die Fahrleistungen oder gar die Fahrdynamik negativ beeinflusst.

 

Performance-Tests spielen auch in meinem beruflichen Leben eine wesentliche Rolle, aus diesem Grunde habe ich mir überlegt, dass ich einmal einen kleinen Praxistest wage: Mein Passat CC, die GPS-Applikation GTx für mein NOKIA N97 und VCDS angeschlossen am CAN-Bus im Logging-Modus, sowie eine lange gerade Strecke und insgesamt drei Versuchsläufe unter praktisch identischen Bedingungen.

 

Ich wollte mit dieser Testreihe mal genauestens überprüfen, wie die Beschleunigungskurven in den drei verschiedenen Modi des 6-Gang-DSG meines 140PS TDI verlaufen weil subjektiv gesehen die Beschleunigung im Sport-Modus stärker empfunden wird – und insbesondere ein für alle Mal klären, ob im handgeschalteten Modus des DSG ein „Otto-Normalfahrer“ wie ich bessere Werte erzielen kann als der Kollege Computer.

 

Zuallererst einmal die offiziellen Herstellerangaben für meinen Passat CC und dem Motor aus dem offiziellen Volkswagen-Infomaterial:

 

Motor-Talk ;-)Motor-Talk ;-)

 

Fahrzeug-Leergewicht: 1.560 kg

Max. Leistung: 103 kW (140 PS) bei 4.200 U/min

Max. Drehmoment: 320 Nm bei 1.750 – 2.500 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h

Beschleunigung (0 - 80 km/h / 0 – 100 km/h): 6,9 s / 9,8 s

 

Kernfrage: Sind die knapp 7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 80 km/h, beziehungsweise die rund 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h gemäß der Herstellerangabe zu unterbieten?

 

Erster Lauf: DSG vollautomatisch auf Stufe "D"

 

Zugegeben: Im normalen „Alltagsmodus“ ärgert man sich so manches mal schon über die kleine Gedenksekunde des DSG, gerade in brenzligen Verkehrssituationen. Da fährt man z.B. seelenruhig auf eine Kreuzung zu, will links abbiegen und möchte im Angesicht des herannahenden Verkehrs seinem Auto noch schnell die Sporen geben. Steht man bereits geht das alles recht zügig, Probleme bekommt man jedoch ab und zu wenn der Wagen noch ein wenig zuvor ausrollt (gerade im 2. Gang), dann bemerkt man regelrecht das die Blackbox des Getriebes eifrig hin-und her rechnet, um ein paar Millisekunden später zum Entschluss zu kommen das in dieser Situation der erste Gang doch angebrachter zu sein scheint.

 

Inklusive dem dann anstehenden Gangwechsel vergehen zwar beileibe keine großen Ewigkeiten, aber der Prozess ist schon für den Fahrer ein wenig nervig. Da drückt man das Gaspedal durch und es kommt einfach zunächst mal gar nichts zurück.

 

So, doch nun zum ersten Testlauf: Das Auto ist vorher auf Betriebstemperatur gefahren worden. VCDS ist mit einem Hex+CAN-USB-Kabel an der Diagnosebuchse des Passats angeschlossen und alle relevanten Messwertblöcke wie Drehzahl, Tempo und der derzeit eingelegte Gang werden im Turbo-Modus permanent in eine CSV-Datei mitgeloggt - die Bahn ist frei, also los geht’s…runter mit dem Gaspedal auf das Bodenblech. Das Auto beschleunigt sanft und fast ohne merkliche Leistungsunterbrechungen, die Antriebsräder verlieren zu keiner Zeit den Grip, lediglich ganz am Anfang ist ein kleiner Regeleingriff seitens der ASR bemerkbar.

 

Recht zügig geht’s in Richtung 80, dann weiter auf 100 km/h. Vom Gefühl her schätze ich glatt das das deutlich unter 10 Sekunden waren.

 

Mal nachsehen:

Hmmmh, glatte 10 Sekunden, wobei VCDS sagt das es eine Messtoleranz von 0,28 Sekunden gibt.

 

DSG (Normal)DSG (Normal)

 

Zweiter Lauf: DSG vollautomatisch auf Stufe "S"

 

In der Einstellung „Sport“ zeigt sich das DSG recht nervös und in langsameren Geschwindigkeitsbereichen oft ein wenig ruppig. Subjektiv empfindet man als Fahrer, dass es wirklich schneller vorangeht wenn man auf das Gaspedal drückt. Abstände zum Vordermann im Stop & Go-Verkehr werden zur Geduldsprobe in puncto richtiger Dosierung des Gaspedals. Es fällt auf das die Regelelektronik beim Beschleunigen den Drehzahlmesser sehr viel weiter bis fast in den Begrenzer laufen lässt, das bemerkt man nicht nur an der deutlich lauteren Geräuschkulisse während der Fahrt.

 

Manchmal irrt Kollege Computer jedoch bei der sanften Gaswegnahme in Geschwindigkeitsbereichen um die 75 km/h, da schaltet das Getriebe trotzig einen Gang zurück und man befindet sich plötzlich Drehzahlmäßig für einen längeren Zeitraum fast im roten Bereich.

 

Zurück zum Startpunkt von vorhin, DSG eine Stufe nach hinten schalten auf Sport und das gleiche Spiel nochmal. Erster Eindruck: Wer hat mir da vorne einen anderen Motor eingebaut? Der Unterschied in der Schaltcharakteristik wird sehr deutlich, die Drehzahlnadel springt viel schneller in den roten Bereich. Zwar drehen auch jetzt keine Antriebsräder durch, die Tendenz zum Gripverlust ist aber deutlicher zu spüren als vorhin – dies wird aber dank der elektronischen Helferlein wirksam gezügelt.

 

Man spürt aber sozusagen deutlich mehr „Schmackes“ in der Beschleunigung und nicht zuletzt auch im Sound…Wenn das nun keine eineinhalb Sekunden Unterschied waren, dann kneife mich bitte jemand.

 

Mal nachsehen:

Überraschung! 10,1 Sekunden (+/- 0,3 Sekunden) von 0 auf 100, also im Grunde genauso schnell wie vorhin. Die Beschleunigung und Gangwechselaktionen im Modus „Sport“ habe ich allerdings als wesentlich ausgeprägter empfunden.

 

DSG (Sport)DSG (Sport)

 

 

Dritter Lauf: DSG manuell geschaltet

 

Okay, kommen wir nun zur Königsdisziplin: Dem manuell geschalteten DSG. Der Ganghebel wird dazu einfach wie bei allen anderen Automarken von der Stufe D weiter nach rechts gedrückt. Ein Druck nach vorne am Ganghebel schaltet nun einen Gang hoch, ein Zug nach hinten einen Gang zurück. Wobei letzteres (das runter schalten) übernimmt das Getriebe dann auch wieder vollkommen automatisch, zum Beispiel beim ranfahren an eine Ampel und beim anschließenden wiederanfahren liegt dann automatisch der erste Gang an.

 

So, das gleiche Spiel zum dritten und hoffentlich letzten Mal – zurück auf die Ausgangsposition. Wahlhebel auf D, und rechts rüber gedrückt. Die MFA zeigt den ersten Gang als eingelegt an.

 

Ein Blick auf die Herstellerdaten: Das maximale Drehmoment liegt wie bereits erwähnt laut VW zwischen 1.750 und 2.500 U/min an, die maximale Leistung hingegen erst bei 4.200 U/min, die typische Diesel-Charakteristik eben. Bedeutet für mich im manuellen Modus als Fahrer kurz vor dem roten Bereich, der im CC im Instrument bei 5.000 U/min beginnt manuell hochzuschalten, damit der nächste Gang bei rund 1.800 U/min einsteigt um das maximale aus dem Motor herausholen zu können. Preisfrage: Kommt man da überhaupt bis hoch in den 6. Gang? Die Antwort darauf gibt uns die Excel-Tabelle: Nein!

 

Technische DatenTechnische Daten

 

Jetzt kommen wir zur Physik, um die optimalen Schaltpunkte zu errechnen. Denn die sogenannte Radzugkraft (Raddrehmoment) ist hierbei sehr entscheidend. Diese ist abhängig von der Getriebecharakteristik und der Leistungskurve des Motors.

 

Um das Raddrehmoment für einen Passat CC 140 TDI berechnen zu können, müssen wir erst mal wissen auf welchen Reifen das Auto steht, um deren Abrollumfang zu errechnen. Meiner einer fährt 235/45/17’er, das macht rechnerisch 1.968mm an Umfang. Auf der Website hier gibt es einen Online-Rechner und wer’s nicht glaubt kann mit einem flexiblen Maßband gerne selber nachmessen.

 

So, das ganze hauen wir dann zusammen mit den einzelnen Übersetzungsverhältnissen des Gebtriebes in eine der überall im Web erhältlichen allwissenden Excel-Tabellen und schon erhalten wir so das maximale Raddrehmoment für jeden einzelnen Gang bei X Umdrehungen des Motors. Bei einigen dieser Tabellen sollte man aber darauf achten, das das DSG von Haus aus 2 unterschiedliche Achsübersetzungen nutzt - für die ersten 3 Gänge eine und für die restlichen eine andere.

 

Die Ergebnisse der Excel-Tabelle belegen meine zuvor aufgestellte These: In den ersten drei Gängen fährt man diese wegen der Getriebeabstufung bis auf 4.300 U/min komplett aus, die Gänge vier bis sechs hingegen sollte man optimaler weise „nur“ bis etwas über 4.000 U/min ausfahren.

 

Also los geht’s – volle Konzentration ist nun gefragt. Die ersten beiden Gänge werden sehr schnell und konzentriert von mir gewechselt, der Gasfuß bleibt beim antippen des Wahlhebels fest in seiner untersten Position auf dem Bodenblech. Ab dem zweiten Gang hat man etwas mehr Luft und Zeit den richtigen Schaltpunkt zu erwischen, wobei die Drehzahlnadel für die mageren 140 PS sogar in diesem Bereich ein doch recht imposantes Tempo vorgibt.

 

In Anbetracht der Schaltarbeit habe ich als Fahrer komplett den Zeitbezug verloren, ich kann beim besten Willen vom Gefühl her nicht sagen ob dieser Lauf nun der beste von allen war oder nicht. Tendenziell jedoch würde ich sagen: Nicht schlecht und wenn überhaupt, dann auch nur sehr knapp besser als der allererste Test.

 

Mal nachsehen:

Den Sprint von 0 – 100 km/h habe ich wieder in 10 Sekunden geschafft (+/- 0,3 Sekunden). Also mehr oder weniger ein absoluter Gleichstand!

 

DSG (Manuell)DSG (Manuell)

 

FAZIT

 

Die verschiedenen Getriebeeinstellungen Normal, Sport oder Manuell liegen bei richtigem Einsatz haarscharf beieinander. Zumindest beim 140 PS Diesel Passat CC gibt es so gut wie keine Unterschiede in den drei verschiedenen Modi. Das einzige was auffällt ist, das das Tempo 100 im manuellen DSG-Modus laut VCDS und GTx knapp 3m früher, nämlich schon nach 163.3m statt 166.2m (also mit eineinhalb Reifenumdrehungen weniger) erreicht wird - aber das macht den Kohl ja nun wirklich nicht fett. Die einzige Möglichkeit auf Kosten der Langlebigkeit des Getriebes ein paar hundertstel Sekunden herauszuholen, ist die sogenannte "Launch Control".

 

Dazu deaktiviert man als erstes das ESP, falls AUTO HOLD eingeschaltet war ist dieses nun ebenfalls automatisch ausgeschaltet. Danach den Wählhebel in Position "S" und dabei den linken Fuss auf der Bremse lassen. Mit dem rechten Fuss kann man nun Vollgas geben - die Drehzahl steigt währenddessen kurz auf etwa 1.300 U/min an, fällt allerdings nach ein paar Sekunden wieder rapide von alleine ab. Nun heisst es bei diesem Spiel genau im richtigen Moment den Fuss von der Bremse zu nehmen und voilá: Wir machen eine gute halbe Sekunde beim Sprint von 0 auf 100 wett!

 

DSG (Sport mit Launch Control)DSG (Sport mit Launch Control)

 

Wie das genau mit dem Launch Control geht habe ich nun ebenfalls im Video mit aufgenommen.

 

 

Mag sein das bei anderen Motorenkombinationen in Verbindung mit dem DSG dieser kleine Vorsprung mit steigender Motorleistung immer größer und zunehmend wichtiger wird.

 

Alle drei Tests habe ich mit komplett ausgeschalteter Klimaanlage und ohne weitere eingeschaltete Verbraucher gefahren, elektronische Helfer wie Lane-Assist und ACC waren ebenfalls komplett ausgeschaltet. – Passat CC „pur“ also.

 

Jedes Mal beschleunigte der CC im Bereich von glatten 10 Sekunden (mit ausnahme des Launch-Control-Tests), was sich abzüglich der Messtoleranz erfreulicherweise mit der Herstellerangabe deckt.

 

Ehrlich gesagt habe ich ein solches fast deckungsgleiches Resultat nicht erwartet. Und ihr?


30.04.2010 19:22    |    ronbooo

Sehr schöner und interessanter Bericht. ;) D*A*N*K*E

 

greetz Ron...


30.04.2010 19:39    |    chrissmith

Super Bericht! Von solchen bäuchten wir eine Menge mehr !! Danke!

 

Vielleicht etwas zu den Schaltzeitpunkten:

 

KFZ Theorie: Fahrwerte mit Excel vergleichen


30.04.2010 20:12    |    Roger66

Netter Vergleich !

 

Zitat:

was sich abzüglich der Messtoleranz erfreulicherweise mit der Herstellerangabe deckt.

Hier solltest Du nochmal überdenken, dass die Toleranz nicht immer abzuziehen, sondern ggf. auch zu addieren ist. Gerade bei den größten Rad-Reifen-Kombinationen leidet der Beschleunigungswert nämlich.

 

Hast Du beim DSG die Launch Control verwendet ?

 

Gruß

Roger


30.04.2010 20:19    |    taue2512

Nein, Launch Control habe ich nicht verwendet, wie man im Video hören kann.

 

Ob mein CC auch Launch Control hat, hatte ich noch gar nicht getestet. Werde ich aber demnächst mal tun, theoretisch funktioniert diese ja nur im Modus Manuell oder "S" bei ausgeschaltetem ESP wenn ich mich an den Scirocco erinnere. Danach Fuss auf die Bremse und die Drehzahl auf 2.200 U/min halten, beim loslassen der Bremse kuppelt das DSG dann ein...


30.04.2010 20:27    |    docfraggler

zweifelsohne ein interessanter test, wenngleich ich allerdings nicht viel anderes erwartet habe. wie dem auch sei, das tolle wundergetriebe wird mir dadurch auch nicht sympathischer.

 

 

gruesse vom doc


30.04.2010 20:42    |    Sp3kul4tiuS

anders hätte jetzt nicht geedacht das über

Zitat:

ob das automatische 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen (DSG) in irgendeiner Weise die Fahrleistungen oder gar die Fahrdynamik negativ beeinflusst

geredet wird ;)


30.04.2010 21:04    |    taue2512

So, war eben gerade draussen - hat leider inzwischen ein wenig geregnet. Überraschung: A.) Der 140 PS TDI hat Launch Control B.) Es bringt 0,5 Sekunden... 


30.04.2010 22:03    |    Trackback

Kommentiert auf: VW Golf VI:

 

Launch Control beim 2.0 TDI 140PS

 

[...] Control (getestet am Passat CC, Bj. 2008)

2.) Es bringt von 0 auf 100 "nur" 0,5 Sekunden

 

Beweisvideo: http://www.motor-talk.de/.../...st-hoffentlich-widerlegt-t2691811.html 

[...]

 

Artikel lesen ...


30.04.2010 22:55    |    mithras666

Ja gut... und?

Dass der Motor durch den "S"-Mode nich mehr Dampf kriegt, ist ja wohl logisch, die Änderung bezieht sich ja AFAIK auf Schaltzeiten bzw. -drücke und das "ausreizen" des Drehzahlbereichs. Das letzteres im Diesel keinen Sinn macht is ja auch allgemein bekannt.

Also so richtig überraschend isses jetzt nicht... oder?

 

greetz


30.04.2010 23:23    |    Trackback

Kommentiert auf: VW Golf VI:

 

Launch Control beim 2.0 TDI 140PS

 

[...] Control (getestet am Passat CC, Bj. 2008)

2.) Es bringt von 0 auf 100 "nur" 0,5 Sekunden

 

Beweisvideo: http://www.motor-talk.de/.../...st-hoffentlich-widerlegt-t2691811.html 

Schön das Du den alten Thread ausgegraben hast.

Aber der Passat CC ist nun mal kein Golf, weil der [...]

 

Artikel lesen ...


30.04.2010 23:30    |    252003

Schon beeindruckend die 10 s! Denn welches Auto hat schon serienmäßiges Leergewicht...

Hut ab, TOLLES GETRIEBE!

Joki


01.05.2010 07:00    |    Probekiller

tachchen zusammen!

 

super bericht, ganz ehrlich!

mit fundierten werten liest es sich 1000 mal besser als irgendwelche

"manuelle-stopuhr-berichte"!

BIG THX dafür!

 

ich hatte diese woche das vergnügen das VW-DSG in einem ibiza cupra

zu testen, naja - sagen wir mal auszuprobieren. ;)

und ich bin schon ein wenig begeistert was die gangwechsel über 2 kuplungsscheiben

im alltagsverkehr angeht.

das oben beschriebene problemchen mit der gedenkpause des getriebes beim

abbiegen habe ich bei meinem BMW-SMG1 auch. nervig und hier und da sogar durchaus

mal brenzlig.

was mich erstaunt ist, das dieses manko nicht behoben ist - man bedenke das die

entwicklungszeit zwischen den 2 getrieben immerhin ca 10-15 jahre beträgt.


01.05.2010 07:13    |    andyrx

was für ein aufwendiger und interessanter Bericht!!

 

....einfach klasse gemacht;)

 

mfg Andy


01.05.2010 10:09    |    AR147

Warum sollte eine Automatik auch im Sportmodus schneller beschleunigen, als in anderen Modi? Ich nehme an, dass da ganz andere Parameter verändert werden, zum Beispiel höhere Allgemeindrehzahl. Wenn man dagegen Durchtritt, wird es immer aufs gleich rauskommen, nämlich auf eine optimale Beschleunigung, und zwar in allen Modi.

 

Hat so ein "moderne Automatik" eigentlich noch Kickdown? Bin das letzte Mal einen alten Audi mit Automatik gefahren, nicht unbedingt repräsentativ nehme ich an.


01.05.2010 11:22    |    Chris.E

Hi,

 

@AR147

Ja, es gibt den Kickdown immernoch. Fühlt sich so an, als wenn man mit dem Gaspedal dann einen kleinen Knopf drückt. Nachgeschaut ob es den wirklich gibt hab ich noch nicht.

Kickdown entfällt aber eigentlich komplett wenn man eh im S-Modus ist. Da schaltet der ja eh runter wenn man bisschen mehr Gas gibt.

 

 

Noch allgemein:

Bei meinem Passat Variant 2.0 TDI (noch Pumpe-Düse) ist angegeben, dass die Übersetzung vom Getriebe zur Achse in den Gängen 1 bis 4 und 5 + 6 gleich ist. Also nicht 1 bis 3 und 4 bis 6 wie oben geschrieben.


01.05.2010 12:04    |    patti106

Toller Bericht.

 

Bis man aber die Launch Control aktiviert hat, hat man die 0,5 Sekunden auch weider verspielt. Also nichts für den spontanen Ampelstart.:D


01.05.2010 12:34    |    252003

Porsches PDK beschleunigt im Sport-Plus Modus tatsächlich 0,2 s schneller. Ganz gleich sind die Modi ja nicht.

Joki


01.05.2010 12:47    |    \/R6

6,9s sind ja sehr optimistisch ab Werk.

Ich brauche mit nem BMW E30 und knapp 200ps bei 1080kg 6,8s von 0 auf 100Km/h, wohlgemerkt mit Semisslicks. Also quasi kein Schlupf.

 

Zum Vgl. kann man sich ja auch die Zeiten vom 6er Golf GTi anschauen, da frag ich mich wie die in Wolfburg bei 140 Pferdchen auf über 1500kg so Zeiten hinkriegen wollen.


01.05.2010 12:56    |    Crazen

Super geschrieben. Weiter so!


01.05.2010 13:07    |    taue2512

@VR6: Die oben angegebenen 6,9 sind fuer den Sprint von 0 auf 80. ;)


01.05.2010 13:14    |    kasimir77

Hab auch mal sonen Video über die Launch Control gemacht, allerdings mit 200 PS.

 

Ganz schön materialbeanspruchend ... :rolleyes: :D

 

www.youtube.com/watch

 

LG Kasimir


01.05.2010 13:22    |    taue2512

@252003: Und gerade weil bei Porsche das genau so ist beim Beschleunigen, habe ich auch gedacht das sollte so beim aehnlich CC sein. In Normalprogramm steht ja der Komfort im Vordergrund, d.h. fruehes schalten und niedrigere Drehzahlen (weniger Laerm). Das sich das nun faktisch aber rein gar nichts mit dem S-Programm nimmt habe ich nicht erwartet da dessen Beschleunigung - vor allem beim anfahren - subjektiv rasanter empfunden wird.

 

Das ein "Zaubergetriebe" nicht mehr PS aus einem Motor holen kann ist mir klar, aber das sogar das Normalprogramm derart ausgereizt und optimiert ist... :confused:


01.05.2010 13:25    |    Sp3kul4tiuS

das früh schalten ist ja bei normalem Fahren!!

 

Wenn das Pedal voll durchgetreten wird, warum sollte er früh schalten? Soll das Programm denken ach der will langsamer beschleunigen?

Das ist der Unterschied!

Bei Vollgas will der Fahrer, dass das Fahrzeug schnell beschleunigt. Gänge werden bis zum Optimum ausgefahren.

Bei S wird aber früher runtergeschaltet, falls der Fahrer gleich wieder aus der Kurve beschleunigen will! ;)

Das Drehzahlniveau wird in so einem Programm höher gehalten

Normalmodus heißt spät runterschalten, da der Verbrauch niedriger sein soll.

Vollgas ist = Vollgas


01.05.2010 13:28    |    Roger66

@kasimir77:

 

Du musst noch an Deinem Blinker rechts arbeiten - sonst geht das schon ganz gut :D.


01.05.2010 13:36    |    kasimir77

@Roger66:

 

Ich kam vom Notstreifen und hatte dann genug damit zu tun, bei spulenden Reifen den Spurwechsel zu machen

und das Handy zu halten ...

 

Ist auf jeden Fall suboptimal gelaufen ... :D


01.05.2010 13:37    |    taue2512

Der Blinker rechts ist cool weil Understatement. ;)


01.05.2010 13:56    |    Roger66

Zitat:

Der Blinker rechts ist cool weil Understatement. ;)

:D:D:D


01.05.2010 15:25    |    Jubi TDI/GTI

Zitat:

[.....] die Drehzahl steigt währenddessen kurz auf etwa 1.300 U/min an, fällt allerdings nach ein paar Sekunden wieder rapide von alleine ab. [.....]

Warum.... ? :confused:

 

Reine Schutzfunktion, da der CC nicht wirklich ein LC hat? :confused:


01.05.2010 16:51    |    taue2512

Ich denke das bevor wir hier - basierend auf reinen Vermutungen - Annahmen zum Vorhandensein von LC bei 140 PS TDI aufstellen wie in dem weiter oben von mir eingebrachten Thread, sollten wir besser Tatsachen miteinander vergleichen.

 

Letztenendes ist es ja nicht der Motor, der vorgibt ob LC vorhanden ist, sondern lediglich die Software der Mechatronik des DSG-Getriebes.

 

Ein Vorschlag: Wir dumpen hier mal alle VCDS Infos fuer das Getriebe, inklusive der SW-Revisionsnummer.


01.05.2010 18:57    |    kasimir77

Also beim Benziner jedenfalls pegelt es sich konstant bei so 3.200 Touren ein,

wie auch ansatzweise auf meinem Vid erkennbar :eek:

 

LG Kasimir :cool:

 

der auch meint : Vollgas ist Vollgas, egal in welchem DSG-Modus (für den Beschleunigungserfolg).

Nur beim LC wird halt der Start 'optimiert', leider nicht unbedingt beim Frontkratzer :(


02.05.2010 10:37    |    Probekiller

also für MEIN verständniss, drückt sich ein LC-start

dadurch aus, das die räder eben NICHT durchdrehen...oder zumindest nur minimal

oder seh ich das falsch???


02.05.2010 11:48    |    emil2267

beim beschleunigen von 0-100km/h komm ich wenns flott gehen soll auch nie in den höchsten (5) gang :D

 

muss dann blöderweise aber auch genau bei kurz vor tacho 100 den dritten einlegen,da sonst nix mehr passiert,ausser dass einem die ohren klingeln,drum meid ich die gegenden meist eh,schon allein um den 20jahre alten bock nicht ins nirvana zu pfeffern :eek:

 

drum find ich die ganzen spielereien bei solchen autos,gerade dieseln recht überflüssig

 

hätte bis jetzt gedacht,dass das dsg im allgemeinen recht komfortabel wäre,gerade bei tdi`s,aber dass die schaltvorgänge dann doch so verzögert & langatmig sein sollen,verwundert mich grad schon ?!

 

zum rest,S-modus,launch control,leistungszenit bei 4200U/min im diesel & beschleunigung,dass hört sich schon nach ner menge action an,da passiert in dem auto bestimmt einiges,ehe die fuhre auf 100 is :D


07.05.2010 12:09    |    25plus

Echt lustig, wie man den Fahrer mit dem DSG und der Leistungsentfaltung eines Diesels verarschen kann. Am schnellsten war die Beschleunigung natürlich im Modus D bzw. beim manuellen Gangwechsel. Schließlich verliert der Motor ab 4500 U/min extrem an Leistung. Da der Wagen im Sportmodus den Motor ausdreht, wodurch die Leistung extrem abfällt und damit auch die Beschleunigung, meint man beim Hochschalten, dass der Wagen deutlich schneller beschleunigen würde. Das ist aber nicht der Fall.

Theoretisch kann man diese Werte auch berechnen. Schaltet das Getriebe oder der Fahrer optimal, beschleunigt der Wagen um 0,4 Sekunden schneller auf 100 km/h als im Sportmodus. Vielleicht schaltet das Getriebe im Sportmodus schneller oder die beschleunigten Massen im Motor schleppen den Wagen kurzfristig etwas stärker voran... am Endergebnis ändert das jedoch nichts, im Sportmodus ist er auch in der Realität am langsamsten.

 

Hier die theoretischen Werte:

Sportmodus: 0-100 km/h: 167,66 m, 9,91 s

Optimal: 0-100 km/h: 158,94 m, 9,47 s

 

Im Anhang noch ein Bildchen...



26.08.2010 00:42    |    Trackback

Kommentiert auf: Audi A3 8P & 8PA:

 

Wie erlange ich Maximale Beschleunigung beim S3 ??

 

[...] machst bitte ich um folgendes:

1. video posten

2. ausführlicher bericht

 

gruß oli

 

dazu dieser link:

www.motor-talk.de/.../...ythos-ist-hoffentlich-widerlegt-t2691811.html

[...]

 

Artikel lesen ...


27.04.2011 15:20    |    Vari35i

Zitat:

Ein Vorschlag: Wir dumpen hier mal alle VCDS Infos fuer das Getriebe, inklusive der SW-Revisionsnummer.

Hat den jetzt mal jemand Infos dazu? Würde das gerne mal ausprobieren.


27.04.2011 15:53    |    taue2512

Hier die Daten aus VCDS von meinem CC:

 

Code:
Address 02: Auto Trans        Labels: 02E-300-0xx.lbl
   Part No SW: 02E 300 051     HW: 02E 927 770 AJ
   Component: GSG DSG AG6     431 1818  
Revision: 04843012 Serial number: 00000806100992
   Coding: 0000020
   Shop #: WSC 05311 000 00000


Deine Antwort auf "Schnell, schnell, schnell: Ein DSG-Mythos ist (hoffentlich) widerlegt"

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