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Meine Leben mit BMW. (WIEDER DA!)

16.07.2008 23:49    |    bruno violento    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: BMW, Probefahrt, Siebener, Technik, Wasserstoff

Heute habe ich mir einen kleinen Traum efüllt:

Ich durfte eine kleine Runde mit dem BMW Hydrogen 7 drehen, da die Niederlassung über eine überraschende Anzahl der wasserstoffgetriebenen Siebener verfügt.

 

Ich will jetzt nicht über den Klimawandel, Energiebilanzen und globale Erwärmung schwadronieren, denn davor quillt dieses Forum langsam über.

 

Auch die Kosten, die dieser kleine Marketinggag der Niederlassung beschert, sollen hier nicht Thema sein (auch wenn ich überrascht war).

 

Zuerst die Ernüchterung: Ein 7er wie jeder andere. Einen Unterschied zu einem ottogetriebenen Siebener habe ich höchstens im Antritt festgestellt - 260 PS und 390 Nm sind schon verhältnismäßig unspektakulär für einen modernen V12 - zum Vergleich, der E65 760i, auf dessen Motor das Triebwerk des H7 basiert, steht mit 445 PS und 600 Nm deutlich stärker im Saft.

 

Aus München hört man, dass der Grund für die geringe Leistung im bivalenten Antrieb begründet ist, denn da in Deutschland nur 6 Tankstellen Wasserstoff anbieten wurde ein zusätzlicher, herkömmlicher Ottokraftstofftank im Fahrzeug belassen, der die Reichweite des H7 von 200 auf 700 km erhöht.

Bei einem Motor, der rein auf Wasserstoffverbrennung ausgelegt ist, soll möglicherweise der Nachteil geringer sein.

 

Eine Fahrt in einem Siebener ist immer ein Genuss, so auch in einem E68.

Die Enttäuschung darüber, dass das Fahrgefühl sich nicht relevant von einem E65 unterscheidet, wich mit der Zeit der Begeisterung darüber, dass die Serienproduktion eines wasserstoffgetriebenen Verbrennungsmotors ohne Einbußen an praktischer Nutzbarkeit unmittelbar bevorstehen könnte - fände man nur ein Mittel, Wasserstoff mit geringerem Energieaufwand herzustellen.

 

In deutschen Großstädten sind Wasserstoffverbrenner (Nicht zu verwechseln mit Brennstoffzellenautos, die ebenfalls mit Wasserstoff betrieben werden, aber auf einem anderen Prinzip basierend) kein ungewohnter Anblick mehr, man erinnere sich an die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs, die seit vier Jahren Fahrgäste transportieren (erkennbar an den Tanks auf den Dächern und der auffälligen Kriegsbemalung).

 

Selbst so teure Technik zu fahren ist natürlich immer spannend, egal wie spektakulär oder unspektakulär das objektive Fahrerlebnis wirklich ist.

 

Um aber den Bogen zur eingänglichen Frage zu spannen:

Trinken würde ich das Wasser, das aus der Abgasanlage tropft, dann aber doch nicht, denn ich habe mal gehört, der osmotische Druck würde Magenblutungen verursachen.


16.07.2008 23:56    |    meehster

Das mit dem osmotischen Druck hast Du richtig gehört. Also: Nicht trinken! Sollte man mit Autoabgasen eh nicht tun ;)


16.07.2008 23:58    |    bruno violento

Mach ich auch eher selten...


17.07.2008 06:54    |    fufeuch

Ist halt destilliertes Wasser, was da rauskommt - reines H2O eben, ohne jegliche Mineralstoffe, die es dem Körper somit wegen des Konzentrationsgefälles (hab ich mal in Chemie gehört - lang ist´s her...) so schnell entziehen würde, dass die (Körper-)Zellen das nicht bewerkstelligen können und kaputtgehen. *klugscheiß*


17.07.2008 09:38    |    AR147

LOL bis du an osmotischen Blutungen stirbst, musst du immer noch viele Liter destiliertes Wasser trinken! Prinzipiell nur 10-20% weniger als normales Wasser. Das mit dem "Tod durch Destiliertes Wasser" ist eher in den Bereich völkisches Halbwissen einzuordnen. Kannst ruhig ne Tasse trinken, keine Angst. Sonst wäre auf den handelsüblichen Abfüllungen auch ein Hinweis darauf zu finden.

 

 

Zitat:

Aus München hört man, dass der Grund für die geringe Leistung im bivalenten Antrieb begründet ist, [...] Bei einem Motor, der rein auf Wasserstoffverbrennung ausgelegt ist, soll möglicherweise der Nachteil geringer sein.

Auch das halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich.


17.07.2008 12:30    |    simmu

Was die Busse da auf dem Dach haben sind in den meisten Fällen keine Wasserstofftanks. Da sollte im Regelfall Methan drin sein, bei anderen Modellen ist einfach nur die Klimaanlage auf Dach gerutscht. Also nix mit Öko.


17.07.2008 13:08    |    Speed4Me

Zitat:

 

Was die Busse da auf dem Dach haben sind in den meisten Fällen keine Wasserstofftanks. Da sollte im Regelfall Methan drin sein, bei anderen Modellen ist einfach nur die Klimaanlage auf Dach gerutscht. Also nix mit Öko.

Denke das ist sehr verschieden, was da auf dem Dach ist - je nach Hersteller. Bei uns sitzt da die Batterie der Hybridbusse.

 

PS: Ein paar mehr Tankstellen gibt es schon! Aber die Tankstellendichte hält sich schon sehr in Grenzen.

 

http://www.netinform.net/.../H2Stations.aspx?Continent=EU&StationID=-1


17.07.2008 19:25    |    Halbgott

Ich denke nicht, dass sich Wasserstoff durchsetzen wird. Aber das ist ja auch nicht das Thema...

 

Nicht jeder kann/darf so einen Wagen bewegen. Da gratuliere ich :)

Dafür habe ich schon vor Wochen das neue I-drive vom 7er in den Händen gehabt und damit gespielt :)


17.07.2008 20:43    |    bruno violento

@Simmu: Zumindest bei den ersten HVV-Bussen mit Wasserstoff war, soweit ich weiß, der Tank auf dem Dach, weil er noch keine Vakuumummantelung hatte und man zu viel Angst hatte, der Wasserstoff könnte sich in den Fahrgastraum verflüchtigen.

@AR147: Schmeckt aber auch scheiße.

@Speed4Me: War meine Zahl wohl schon etwas älter... auch wenn auf der Karte anscheinend auch die meines Wissens nicht öffentlich zugänglichen Bus-Tankstellen stehen.

@Halbgott: Nicht schlecht, und? Wie ist es? ähnlich wie im E70?


17.07.2008 21:14    |    Halbgott

SO sah es aus. Im E 70 saß ich bisher nicht.

 

Ist aber sehr simpel und intuitiv zu bedienen. Hatte bisher keine Erfahrung mit dem I-drive und habe dennoch recht schnell das Ziel im Navi eingeben können.

Konnte es auch nur ein paar Minuten testen :(


17.07.2008 21:16    |    bruno violento

Und wo hattest du die Gelegenheit, wenn ich fragen darf?


18.07.2008 08:15    |    Halbgott

Gute Kontakte zu Entwicklern, die die Technik privat im Alltag testen sollen, machen da so einiges möglich ;)


18.07.2008 16:56    |    Bastified

Ach ihr mit euren osmotischen Werten...:p

 

Ich würds jedenfalls mal probieren. Wenns nicht schmeckt kannmans ja immernoch als Bügelwasser benutzen. :D


18.07.2008 19:20    |    bruno violento

Probiert hab ich in frühester Kindheit natürlich einmal, aber da es nicht besonders schmeckt war's ein denkbar kleiner Schluck.

Dazu muss ich sagen, dass mir abe stinknormales Wasser auch nicht besonders schmeckt;)

 

Hab übrigens neulich ein Angebot von einem Fahrzeugaufbereiter gelesen, der ganz geheimnisvolles "Osmosewasser" bei der Reinigung benutzt, der den Schmutz porentief aus dem Autolack zieht... :rolleyes:


18.07.2008 19:23    |    Halbgott

Wohl eher keine Wasserflecken hinterlässt...


18.07.2008 19:25    |    bruno violento

Das stand da aber erst als vierter oder fünfter Grund, warum jeder, der sein Auto ohne Osmosewasser wäscht, ein armseliges Würstchen ist.

 

 

Zitat:

von KÖNIGPARTNER GmbH:

... werden weder Putz- noch Reinigungsmittel benötigt, dadurch umweltschonend


23.09.2008 23:07    |    Trackback

Kommentiert auf: BMW News:

 

Das BMW Concept 7 Series ActiveHybrid

 

[...] Meine Eindrücke zum Thema

[...]

 

Artikel lesen ...


05.08.2014 20:28    |    BMWFreak100

Hallo,

 

bin zum ersten Mal in deinem Blog.

Ich bin so ein richtiger BMW Freak, sammle und habe fast alles was man als BMW Freak so brauchen kann, da können wir uns sicherlich gut unterhalten und austauschen;)

Nun zum Artikel,

 

ich finde es sehr schade das BMW den E68 nicht in die Serienproduktion aufgenommen hat.

Es ist ein wirklich schönes Fahrzeug, hab bestimmt riesig Spaß gemacht so ein Fahrzeug zu fahren.

Inzwischen sind die bestimmt schon verschrottet worden:(


05.08.2014 22:41    |    bruno violento

Moin, ich freue mich immer, Gleichgesinnte kennenzulernen :)

Ich fand den auch klasse, aber wahrscheinlich ist die Brennstoffzelle für die Zukunft einfach effizienter. Mal sehen was die Zukunft noch bereit hält.


06.08.2014 18:24    |    BMWFreak100

Ich hab mal gehört das die herstellun der Treibstoffe dafür zu teuer sind.


06.08.2014 21:37    |    bruno violento

Brenstoffzellen werden ja auch mit Wasserstoff betankt, das Grundproblem ist also das selbe. Aber die Brennstoffzelle verbraucht viel weniger davon.

Die beiden Grundprobleme sind, dass die Herstellung von Wasserstoff sehr energieintensiv und damit teuer ist. Da er außerdem sehr flüchtig und hochentzündlich ist, ist das Speichern auch sehr aufwendig. Beim H7 hat BMW hier aber schon ganze Arbeit geleistet, indem sie einen Tank mit vielen dünnen Schichten und jeweils einem Vakuum dazwischen entwickelt haben. So wird sichergestellt, dass der Wasserstoff sich durch die Außenhaut des Tanks verflüchtigt und in den Innenraum gelangt.


07.08.2014 17:47    |    BMWFreak100

Wahrscheinlich hat BMW deswegen die Active Hybrid Modelle auf den Markt gebracht.


Deine Antwort auf "Abgase trinken!?"

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Vor 15 Jahren beschloss ich, mein Hobby zum Beruf zu machen und mich in Vollzeit mit Autos zu beschäftigen. Nach den Berufsausbildungen zum KFZ-Mechatroniker und Automobilkaufmann verkaufte ich 5 Jahre lang Zubehör für BMW und MINI Automobile. Seit vier Jahren arbeite ich als BMW Genius und teile meine Begeisterung für die Marke BMW.

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WIEDER DA -Nach fünf Jahren Pause gibt es wieder viel Neues zu berichten! Ich liebe Autos. Zum Glück erlaubt mir mein Beruf, mich den ganzen Tag mit ihnen zu beschäftigen. Hier könnt Ihr mich bei den spannendsten Erlebnissen aus 15 Jahren mit den Marken BMW und MINI begleiten.

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