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M0tti

über Golf II GTI und dem täglichen Autoleben

25.03.2012 22:28    |    Dr Seltsam    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: Golf, II (19E), VW

Soderle. Das Wetter ist, wie mittlerweile jeder wissen dürfte, momentan absolut Porno. Die Vögel schreien von den Dächern, die Motorräder brüllen durch die Täler und die Knospen krachen auf. Zeit auch für Motti und mich etwas Lärm zu machen. Frühlingswetter ist Bastelwetter.

 

Entsprechend machten wir uns auch diesen Samstag wieder am Golf zu schafen. Unser Plan sah so aus, dass einer den entfleuchten Gaszug wieder einfängt und einer die Zündkerzen ausbaut, prüft und wieder einbaut. Da es aber im Pedalraum des Golf eng zugeht, war klar, dass ich diese Fahrt gewonnen hatte. Manchmal ist es eben nicht gut, der mit den langen dünnen Fingern zu sein ;)

 

Während Motti also zufrieden mit seinem neuen Werkzeugkasten genüsslich die Zündkerzen ausbaute, betrieb ich etwas Golfyoga.

 

Dazu wird die Fahrersitzlehne ganz nach hinten gefahren und der Proband auf den Sitz gelegt. Verkehrtrum. Also Füße zum Dachhimmel, Kopf übern Fußraum hängen und dann am Lenkrad in die Abgründe ziehen. Hängt man dann erst mal kopfüber dort unten, hört man das Herr R (Freund seiner Mutter) mit seinem 190 E kommt und das amüsierte lachen wenn der Kollege mit den Zündkerzen entspannt im Sonnenschein steht, während man kopfüber in der Grotte hängt.

 

Alsbald versucht man nun an die Pedale zu kommen. Dazu empfiehlt es sich, wie ich erst später rausfand, erst mal die Abdeckung des Sicherungskastens abzubauen um etwas Bewegungsfreiheit zu gewinnen. Dabei krachte mir dann auch gleich das verschollne Servicebuch entgegen, womit Motti sich vergnügt in die Sonne setzte um etwas darin zu schmöckern.

In diesem Buch fanden sich die ABEs, 2 alte TÜV-Berichte, Bedienungsanleitung, Serviceheft und diverser unnötiger Kram.

 

Währenddessen überlegte ich mir, was man der freiwilligen Feuerwehr erzählt, wenn sie einem mit verkanteter Hand aus dem Fußraum des Golf schneiden müssen. Zum Glück hab ich meine Hand da irgendwie wieder rausbekommen, allerdings sind das linke Handgelenk und die rechte Fingeroberseite immer noch nett zerkratzt. Alsbald hatte ich aber den neuen Haltegummi in das Pedal gefummelt und den Gaszug wieder eingehangen.

 

"Motti, setz dich ma rein und trett ma das Gas". Gesagt, getan, abgesprungen. Zeit für die nächste Yogarunde. Derweil räumte der Herr der Scheune schon etwas hinten rum, um dann endlich den Trecker um zuparken. Wir erinnern uns, der Trecker steht da, wo eigentlich der Golf hin muss. Zweiter Versuch, zweiter Test, drittes mal Golfyoga hieß es entzwischen für mich.

 

Mittlerweile war der R6 von Herr R repariert und der Trecker bereit zum um parken. Ich stürzte wieder aus dem Motorraum hervor ( ja, die Umstehenden haben sich herrlich amüsiert ) und wir checkten nochmal den Gaszug. Und! Er hielt!

 

Motti war in der Zwischenzeit mit den Zündkerzen fertig geworden, der Trecker der etwas unter Frühjahrsmüdigkeit litt hatte sich zum um parken überreden lassen und eine Batterie war aufgetrieben wurden. Nun der nächste entscheidende Moment: Lebt die Elektrik überhaupt noch?! Oder ist da alles hinüber?!

 

Schlüssel drehen, Zündung an und! Vitalzeichen! Der Golf lebt, zumindest elektrisch. Alle Lampen und Birnchen flackerten, wenn auch etwas müde. Nach 8 Jahren funzelte er mit müden Augen in die Umgebung, auch wenn das Fahrerauge erst mit einem sanften Tritt durch Herr R zum Dienst zu bewegen war.

Das Video dazu könnt ihr hier bestaunen:

 

Herrlich. Wo wir schonmal am Schlüsseldrehen sind, können wir das Ding eigentlich gleich voll durchdrehen. Sprit da, Öl da, Kerzen und Gaszug repariert. Nur. Wir hatten die Rechnung ohne die Technik gemacht. Oder besser gesagt die nachgerüstete Wegfahrsperre. Diese stellte sich zwischen uns und das Anlassen. Der Chip am Schlüssel sprach nicht mit dem Transponder im Fahrzeug, einfach ausbauen geht auch nicht, da die Anlage ihre Tentakel überall hat.

 

Schweigen im Wald nun, es wurde dunkel. In der Nacht suchte und durchforstete Motti das Internet. Über die Wegfahrsperre war nix zu finden, aber in der Bedienungsanleitung der Wegfahrsperre fand sich etwas, was am nächsten Tag ausprobiert werden wollte.

Mithilfe der ABE für die alten Alufelgen konnte rausgefunden werden was der Golf früher für Felgen hatte (siehe Bild 9).

 

 

Der nächste Tag brach an und Motti wollte probieren ob die Wegfahrsperre überhaupt noch ein Zeichen von sich gibt. Denn der Empfänger sollte Blinken oder Ähnliches.

Herr R war diesmal mit seinem Dienstwagen bereit und gab Starthilfe. Also der Empfänger blinkte und erkannte den Chip am Schlüssel nicht mehr.

Da die sog. Masterkarte schon vor längerem aufgetaucht ist wurde dann der Chip neu angelernt und dann der große Moment…

Also Schlüssel drehen. Und. Ein Keuchen. Kurz, knapp, nicht viel. Aber

 

ER LEBT!!!!

 

Es hörte sich so an als würde man einen Wagen mit zu schwacher Batterie starten, deshalb haben wir das starten auf nächste Woche verschoben. Es war schon recht spät und wenn, dann hätten wir es durchziehen müssen und ihn direkt zu seinem neuen Platz fahren müssen.

Nächste Woche gehen wir nochmal mit frischer Batterie, die, die wir verwendeten war nicht mehr die Neuste, und versuchen es nochmal. Und spätestens dann sollte er endlich wieder aus eigner Kraft atmen, husten, röcheln und seine Kolben schwingen.


19.03.2012 19:48    |    M0tti    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: 17 M, aufbauen, Doc, dr. seltsam, Ford, Golf, golf2, GTI, Oldtimer, restauration, Taunus, Wiederbeleben

Nun viele haben ja schon die bisher erschienenen Artikel über die Golf 2 Restauration gelesen, aber wie kam ich dazu?

 

Angefangen hat es mit einem völlig anderen Auto...

Ein Ford Taunus P3 Cabrio. Ich kenne den Wagen schön länger und er steht auch bei uns, jedoch gehört er niemandem aus der Familie.

 

Meine Tante (KFZ Mechanikerin) hat einen Bekannten, wem dieses Cabrio gehört. Dieser Bekannte wollte den Wagen von der Karrosse wieder besser haben. Also wurde einiges geschweißt und erneuert. Dies hat die Begeisterung zu Autos in ihr geweckt und dieses Auto war der Grund warum sie KFZ-Mechanikerin geworden ist.

Dann fuhr das Cabrio wieder einige Zeit lang und zum Ende der 90er war dann die Zylinderkopfdichtung defekt und sollte gemacht werden. Der Besitzer wollte die Teile besorgen und nunja... nun sind wir in diesem Jahr und er steht noch immer bei uns.

 

Er steht recht gut geschützt in der Ecke und als ich mit Dr. Seltsam über unser Gelände schlich und ihm ein bischen was "rumführte" fiel ihm der P3 direkt ins Auge. Er erzählte mir, dass der Wagen sehr selten ist und er es wert wäre wieder aufgebaut zu werden.

 

Die Idee gefiel mir und über die nächsten Wochen sammelte ich Infos über das Auto und an einem Tag öffneten wir mal die Tür um ein Blick in den Innenraum werfen zu können.

 

Durch Dr.Seltsam bekam ich auch an einen Kontakt zu einem Ford-Club. Zudem rechneten wir mal zusammen durch, was ein Wiederaufbau kosten könnte...

Wir kamen auf um die 20.000€. Dort war dann auch der Kaufpreis für den Wagen an sich mit einberechnet. Zudem hatten wir noch nicht mit dem Besitzer gesprochen. Also war die Summe nicht ganz klar, jedoch war ich mir sicher: das ist mir zu viel. Hinzu kommen noch ein paar andere Punkte.

Zum Beispiel, dass die Teile nicht wirklich sehr einfach zu bekommen sind und auch, dass der Kontakt aus dem Ford-Club immer sehr lange zum Antworten brauchte.

 

So schwand der Gedanke immer mehr. Es ist schade, denn ich mag den P3 und ein Oldtimer war schon immer ein Traum von mir, aber dieses Projekt wäre zu groß für mich gewesen.

 

Dann schaute ich nach alten Mercedes. Sehr stark gefiel mir der R107, jedoch wäre das wohl noch teurer geworden. Alleine für den Wagen würde ich meine 7.000€ hinlegen.

In den Winterferien war ich wieder am Suchen bei autoscout24 und dann fiel mir wieder der Golf 2 meiner Mutter ein.

 

Ich wusste nicht viel über ihn, nur eben, dass meinte Mutter ihn Ende der 80er gebraucht kaufte und er schon ein Unfall hinter sich hat, er schon einen 2. Motor bekam und es ein GTI ist.

Nachdem ich an einem Wochenende sowieso recht lange wach war eröffnete ich hier im Golf 2 Forum folgenden Thread und wollte dann eigentlich ins Bett gehen.

 

Die Resonanz war jedoch so schnell und gut, dass ich wach blieb um schnell zu Antworten. Als meine Mutter dann wach war half sie mir auch noch dabei und ich konnte sie das ein oder andere fragen.

Zudem konnte ich viele Kontakte knüpfen und weiß was auf mich zukommt. Desweiteren kenne ich die Details des 1984er Golf 2 GTIs inzwischen auch recht gut und freue mich schon sehr auf das Schrauben :)

 

Nun sind wir schon beim 4. Teil des Projektes. Nächstes Wochenende werden Dr. Seltsam und ich vermutlich (je nach Wetter) den Golf starten und an seinen neuen Platz fahren. Dort wird er, hoffentlich, über die Osterferien zerlegt werden. Zumindest schon mal so weit, dass schauen können wie die Karosse aussieht.

Ein Werkzeugkasten habe ich mir auch jetzt bestellt und hoffe er wird einen guten Job leisten :)

 

Also mehr im nächsten Blog über den Golf. Wollte euch nur zeigen wie alles anfing ;)


11.03.2012 22:04    |    Dr Seltsam    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Golf, II (19E), VW

Lange wars still um den Golf. Das geb ich zu. Ich glaub über 1 Monat ist seit dem letzten Blog über ihn vergangen, aber es war auch nicht ganz einfach. Zuerst das rheinische Winterwetter. Immer wieder kalt, nass und regnerisch und das alles gepaart zugleich mit Wind. Einfach auf gut Deutsch, ein ungemütliches Scheisswetter bei dem man nicht mal seine Schwiegermutter aus dem Zug wirft.

 

Als das Wetter dann besser wurde, wurde erst der Herr der Scheune der uns eine große und wichtige Stütze ist kurz außer Gefecht gesetzt und als er wieder fit war, setzen bei Motti und mir die Prüfungen ein. Wenig Zeit, jeder musste zum Lernen ran. Außerdem musste erst der neue Golfplatz freigeräumt und der neue Lagerplatz für den Trecker ausgebaut werden und erst dann kann der Golf endlich umziehen.

 

Dazu brauchten und brauchen wir aber den Herr der Scheune ( HDS ), den es ist nunmal sein Revier und auch heute war er leider schon anderweitig gebucht. TROTZDEM! Nicht den Kopf hängen lassen, den es geht vorran!

 

In den letzten Wochen haben Motti, der HDS und ich fleißig geräumt und umgeschichtet. Unser "Golfplatz" wurde freigeräumt, alles ist jetzt endlich einsatzbereit. Auf dem Titelbild erkennt ihr zudem einen kleinen, aber historischen Schritt: Das erste Neuteil wurde eingebaut. Gut, nur ein Stück vom Ölstab, aber, jeder große Reise fängt mit einem kleinen Schritt an.

 

Heute nun nieselte und fiselte es wieder, aber wir entschlossen uns trotzdem noch vor dem umziehen des Golfs endlich die Motorenfrage in Angriff zu nehmen: Dreht sich das Teil überhaupt?!

 

Drehter sich nicht, dann hätten wir ein gravierendes Motorproblem und unerfreuliche Mehrkosten. Drehter sich, würde als nächstes der Startversuch erfolgen. Also, ran an den Spass. Zeit für ein bisschen "Golf spielen". Nachdem wir den Ölstab mit seinem Neuteil erfreut hatten ( das Alte war uns abgebrochen ), förderten wir aus den Untiefen der Scheune erst einmal einen alten Wagenheber zu tage.

 

Auch wenn er grausam aussah, dass Ding tuts noch. So wie wir den Wagenheber unter den Wagen gerollt hatten, war auch ein weiterer Bekannter von Motti zur Stelle - Herr R (der Freund von seiner Mutter). Der erinnerte uns daran das es praktisch ist, auf matschigen Grund erst etwas unter zu legen, bevor der Wagenheber eher die Welt runter als den Wagen rauf drückt.

 

Gesagt getan, ein Brett war schnell gefunden, welches aber ein echter Wanabe war und nur so tat als seis robust. Nach etwas suchen wurde der faule Kamerad durch eine Steinplatte ersetzt und endlich erhob sich der Golf in die Lüfte. Mit dem Ende des Radschlüssels aus meinem Fiesta wurde die Radkappe ab gehebelt und mit dem Fachwissen von Herr R die Radmuttern aus ihren verrosteten Positionen gelockt.

 

Ok, wir haben teilweise einfach auf den Radschlüssel eingetreten. Bei dem Wetter bekommt man aber auch Frust :D

 

Herr R hatte aber mehr für uns auf Lager als nur Frustrationsbewältigung, auch einen passenden Schrauberkasten förderte er zu Tage. Nun das Ding zusammengesteckt, eingepasst auf diese kleine unscheinbare Verankerung da am Motorblock. Kurz durchgeatmet. Gespannte Blicke. Motti an der Kurbel, Herr R am Motorblock und ich am Dummschwätzen. Motti dreht, ich halt die Luft an und Herr R bemerkt.

 

Da dreht sich was.

 

Jup, es drehte sich. Und wies sich drehte. Motti konnte da unten natürlich nix erkennen und so tauschten wir die Position. Nachdem nun Motti sich überzeugt hatte, dass der Motor sich drehen ließ, bemerkten wir die hereinbrechende Dunkelheit und mussten die Arbeiten einstellen. Und nebenbei bemerkt, der heutige Tag bestätigte unsre Theorie das der Golf vielleicht aus eigner Kraft zu seinem Krankenzimmer rollt.

 

Denn am Freitag hab ich mich mal als Zirkusaffe ausprobiert und in den Fußraum geschwungen. In Teamarbeit hatten M und S festgestellt, dass der Gaszug irgendwie locker war. Golf 2 Fahrer kennen den Trick mit dem ausgehangen Gaszug, wir lernten ihn an diesem Tag kennen.

Da ich die dürre Gestalt bei uns bin, versuchte ich ihn wieder einzuhängen. Allerdings ist der Haltegummi hinüber. Neuteile sind bestellt und unterwegs, nach einer Gebühr von 93 Cent für einen neuen Gummi richten wir demnächst erst mal den Gaszug. Da auch das Getriebe sich sauber schalten lässt, dürfte es gut drin sein das wir den Golfwagen mit einem lockern Schwinger ins Loch setzen.

 

Es geht also vorwärts und da jetzt auch der Frühling kommt und die Klausuren überstanden sind, steht der Eröffnung der Golfspiele nichts mehr im Weg :)

Weitere Blogs folgen, wir melden uns mit Videos und Fotos wieder, sobald der Golf anfängt zu röcheln.


13.02.2012 17:26    |    Dr Seltsam    |    Kommentare (15)

So, jetzt steht da also dieser Käfer zwischen uns und unsrem Golfprojekt. Da wo der Golf durchmuss, steht der Käfer. In voller zierlicher breite versperrt er den Weg und weigert sich zur Seite zu gehen. Zeit dem Käfer zum krabbeln zu bewegen.

 

Man erinnert sich, der Käfer sollte ja eigentlich in seine Garage rollen, weigerte sich aber anzuspringen. Erste Idee und erster Trick waren dann das Benzin in die Benzipumpe zu bekommen. Doch selbst als das Benzin in der Pumpe war, tja, da wollter immer noch nicht.

 

Bereit für Plan B. Wies aussah lags weniger an der Pumpe als vielmehr am Anlasser. Also wieder Opa Iwans Methode Nr.1 gewählt und mit dem Hammer mit zärtlichen Schlägen das Ding zur mitarbeit überredet bzw das versucht. Weichgeklopft wollte der Anlasser dann auch arbeiten, allein ihm fehlt der zündende Funke der Idee.

 

Also, Zündspule raus, Zündspule saubergemacht, Zündspule wieder eingebaut, nochmal versucht, scheisse im Glas. Zeit extrem zu werden, also wurde etwas Benzin direkt in den Vergasser geschüttet, der Herr der Scheune meint das geht und wenn er meint das geht, dann machen wir das auch mit seinem Käfer.

 

Der Käfer aber. Nunja. Er hat hämisch gelacht und den Sprit zu allen Seiten wieder ausgespuckt. Allerdings nicht aus dem Vergaser, sondern aus den Benzinschläuchen.

 

Nun also, die xte Baustelle, Benzinschläuche. Wie das im Wirtschaftswunderland BRD so ist machen Samstag um 12 schon alle dicht. Benzinschläuche kaufen war also nicht. ABER! Da liegen noch ein paar Säureschläuche rum, dick, sicher und fett genug um das Benzin zu leiten. Und auch noch in passender Länge.

 

Also, Schläuche gerreinigt, Schläuche angepasst, Schläuche angesteckt und

 

http://www.youtube.com/watch?...

 

RANG RANG RANG RANG. Es lebt! Der Käfer hustet und schnieft wieder vor sich hin, anfangs noch etwas rappelig fing er sich dann aber noch. Der HDS spielte noch etwas an der Justierung und der Käfer rollte auf eignen Reifen richtung Garage.

 

Nicht ohne vorher nochmal "PFFFF" zu sagen und sich einen Reifen platzen zu lassen. Der Herr Käfer, verwöhnt isser. Bis der sich mal bewegt. Aber wenigstens ist jetzt "Bahn frei" um endlich den Golf in die Garage zu wuchten. Sollte dann das Wetter auch noch mitspielen ( wofürs aber nächste Woche schlecht aussieht, Regen, nass und schmuddelig ), werden wir dann mal sehn was man am Golf so drehen kann.

 

Sie verstehen schon. Golf. Drehen. Es geht los. Etc.


04.02.2012 22:51    |    M0tti    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Anfänger, C-Klasse, Führerscheinprüfung, Mercedes, Probezeit, Prüfung, Rückblick, W202

... und ein paar Stunden war es so weit: Meine Führerscheinprüfung stand mir bevor.

 

Ich war sehr aufgeregt und nervös über das Ganze. Was wenn ich ein Fehler mache? Was wenn ich den Wagen abwürge?

Um 9:30 traf ich mich mit meinem Fahrlehrer und wir fuhren noch etwas im Prüfungsgebiet rum. Er erklärte mir worauf ich achten soll und was die schweren Stellen sind. Noch etwas über die Autobahn und dann war es so weit.

Wir hielten wieder und hinter uns hielt ein anderes Fahrzeug.

 

Man muss dazu erwähnen, dass ich meine Praxis bei einem anderen Lehrer gemacht habe, als meine Theorie. Dies lag daran, dass, als ich mit den Fahrstunden anfangen wollte, mein Theorielehrer schon sehr viele Schüler hatte und mich an ein Kollegen gab.

So fuhr ich meine ersten Fahrstunden in einem Opel Vectra, welcher nach einem Abwürgen nicht richtig lief und auch andere Macken hatte.

Dies war im Sommer 2009. Im September kam ich dann auf ein Berufskolleg und der Wunsch ein Führerschein zu haben verstärkte sich, also nahm ich ab ca. Oktober wieder Fahrstunden.

Der Fahrlehrer hatte sein Vectra mit Hilfe der Abwrackprämie gegen ein Opel Meriva getauscht.

 

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Die 3 (Mein Praxislehrer, mein Theorielehrer und der Prüfer) standen also alle da und dann sagte mein Praxislehrer zu mir: Setz dich schon mal ins Auto und beruhig dich, wir kommen gleich. Nun die 3 sind dann erst mal ein Kaffee trinken gegangen. Ich surfte im Internet und machte mir Gedanken: Wenn alles schief geht, dann steht der Swift noch weiter rum. Wenn alles glatt geht, dann kannst du ihn nächste Woche anmelden und damit zur Schule fahren.

Dann hast du kein Weg mehr von 1 1/2 Stunden hin und 1 1/2 Stunden zurück. Dann sind es nur noch 30 Minuten. Oh bitte lass nix schief gehen!

 

Nach 15 nervenaufreibenden Minuten kamen die 3 wieder, mein Theorielehrer wünschte mir noch viel Glück und stieg wieder in sein Auto.

Dann ging es los. Von den Befehlen des Prüfers geleitet fuhr ich. Etwas durch die Stadt, dann auf die Autobahn, dann wieder kurz durch die Stadt und nach 20 Minuten stand ich dann wieder an dem selben Fleck.

 

Der Prüfer schreib etwas auf Papiere und reichte mir was zum Unterschreiben. Ich unterschrieb und wollte es ihm wieder nach hinten reichen (so wie 2 oder 3 andere Papiere, welche ich vor der Losfahrt unterschrieben habe). Mein Fahrlehrer und der Prüfer lachten kurz und der Prüfer meinte dann "Nein das ist ihr Führerschein. Sie haben bestanden!".

 

Ich bedankte mich und war überglücklich. Meine Mutter holte mich dann ab und wir haben zur Feier des Tages chinesisches Essen geholt :)

 

 

Was dann geschah ist Geschichte und steht alles in meinem Blog.

Das Auto hat mir so vieles erleichtert und gab mir ein stückchen Freiheit. Zudem habe ich so sehr viele Leute kennengelernt. Durch den Kauf meines Mercedes habe ich bei den Treffen auch so einige Leute kennen gelernt mit denen man ein Hobby / eine Leidenschaft teilt.

 

Ich hoffe, dass meine weiteren Autojahre so wunderbar werden wie die vergangenen 2 Jahre.

Natürlich gab es auch ein paar Ereignisse, welche nicht so erfreulich waren.

 

In den letzten 2 Jahren bin ich mit meinen Autos insgesammt 33.000 KM gefahren. Und bestimmt noch weitere 1.000 oder mehr mit anderen Autos^^

Inzwischen sehe ich mich auch nicht mehr als Fahranfänger und habe auch keine großen Probleme mehr, wenn ich mal ein anderes Auto fahren muss.

Ich würde mich zwar nicht als DEN perfekten Autofahrer bezeichnen und ich würde auch mal sagen, dass mir noch einiges an Erfahrung fehlt um das zu behaupten, aber ein Anfänger bin ich nicht mehr.

 

Weiterhin freue ich mich auf die nächsten Jahre und besonders auf den wohl hoffentlich in ca. einem Jahr fahrbereiten GTI :)

 

Grüße,

Motti


04.02.2012 14:13    |    M0tti    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: blog, blogempfehlung, danke, doc, dr. seltsam, golf, gti, käfer, leser, m0tti, motti

ktaghktagh

Soeben wollte ich ein Blog vorbereiten, welcher morgen oder heute Abend auch veröffentlocht wird, und sehe dann etwas: Mein Blog ist die aktuelle Blogempfehlung!

Mit einem breiten Grinsen machte ich mich an das Schreiben dieses Artikels...

 

Ich möchte meinen treuen Lesern danken, die schon seit erscheinen meines ersten Artikels mitlesen und natürlich auch bei denen die zwischendurch auf den Zug aufgesprungen sind.

Weiterhin auch bei Dr. Seltsam, meinem "Pressesprecher", welchen ich hier über dieses Forum kennen gelernt habe und der mir mit den Blogs über den GTI hilft. Großes dank dafür.

 

Zu guter letzt bedanke ich mich natürlich auch beim Motor-Talk Team für dieses wunderbare Forum :)

Hier findet man wirklich zu allem eine Antwort!

 

Damit dieser Blog nicht ganz so leer wird:

Heute Abend oder morgen folgt noch einer mit mehr Inhalt - worüber verrate ich noch nicht ;)

Ob heute an dem Käfer von meinem Onkel gearbeitet wird, kann ich leider noch nicht sagen. Sollte dies der Fall sein, dann werde ich wohl morgen ein Blog vorbereiten bzw der Doc wird aus meinen Erzählungen ein Blog zusammenbasteln. Leider kann er heute nicht dabei sein, aber ich bedanke mich für die Hilfe der letzten Wochen.

Weiterhin freue ich mich auf das gemeinsame Schrauben am GTI - das wird super^^

 

Grüße und noch ein scnhönes Wochenende (oder bis heute Abend zu dem anderen Blog),

Motti


02.02.2012 00:05    |    Dr Seltsam    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Golf, II (19E), VW

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So, wie im letzten Blog zu erfahren präsentiert sich die Lage so, dass wir erst mal einen neuen Unterschlupf für den Golf brauchten. Dazu war aber erst mal ein Käfer aus seinem zu ziehen, dann ein andrer Platz von allerhand Zeug zu befreien um dann final einen Trecker um zuparken, damit die Landmaschine Platz für den Golf macht.

 

Der Platz muss dann noch wetterdicht gemacht werden und dann kanns endlich losgehen kann. Also eine Menge Vorbereitung bevors wirklich losgeht ;)

 

Aber irgendwann muss man aber irgendwo mal anfangen. Also fingen wir gestern beim Käfer an. Man möge sich erinnern, der Herr der Scheune ( HDS ) wollte erst mal seinen Käfer bergen bevor er an das für uns nötig Umstellen des Traktors geht.

Also wurde der Traktor angekurbelt. Und aus seinem Standplatz gefahren, wo später mal das Domizil für den Golf entstehen soll:

 

http://www.youtube.com/watch?v=2jT3BI8RVS0&feature=youtu.be

 

Und, wie kriegt man jetzt einen Käfer aus seinem Stall geschleppt?! Nun, einen Schlepper hatten wir schon. Blöd nur das Käfer sich hinter Ziegelsteinen an eine Wand gekuschelt verbarg und dann auch noch seinen Draht zum Anlasser versteckte. Anlassen war also nicht. Bereit für Plan B. Zu aller erst wurde der Käfer wie ein widerspenstiges Kind aus seinem Häuschen gezerrt nachdem wir alles beiseite geräumt hatten was da so an Pfählen und Steinen rumlag.

 

Danach kam dann der knifflige Part. Einfach "rausrangieren" schräg weg war nich. Also Zeit für etwas Muskelkraft. Erst zu dritt das Heck um einen halben Meter nach Links versetzt, dann das gleiche mit der Front. Dann hockte sich der HDS wieder auf seinen Trecker, Motti stellte sich zum Einweisen daneben und ich saß blind wie der sprichwörtliche Maulwurfe am Steuer des Käfers. Spiegel alle verstellt, Scheiben verdreckt und hauptsächlich auf Mottis wachsames Auge angewiesen.

Und natürlich wie Käferfreunde wissen, der Wagen hatte keine Servo, es war also ein ganzschönes reißen am Lenkrad und mehr als einmal fragt ich mich "isses jetzt kaputt oder is das wieder nur sone extraschwere Stelle?!"

 

Und ja, wir rammten ein paar Steine auf dem Weg nach draußen. Zum Glück nur mit dem Gummi an der vorderen Stoßstange. Hat Käferchen aber gut überstanden :)

 

Zwei gefühlte Muskelfaserrisse später und eine Bizepzerrung im Anmarsch stand der Käfer dann auch mit der Schnauze Richtung Hofausfahrt. Unten. Am Abhang. Also den Trecker umrangieren, Käfer dran, Käfer hochschleppen. Ich wieder blind, aber zum Glück hat Motti gute Augen.

 

Wir wollten dann eigentlich noch den Motor des Golfs von Hand drehen um den Lauf der Zylinder zu checken, leider hatte sich der vierte Mitarbeiter, "Sonne", kurz nach der Käferbergung einfach so verdrückt und uns im Dunkeln tappen lassen. Muss das also noch warten. Bis das Domizil wohl fertig ist.

 

Ganz ohne neue Golfinfos will ich hier aber keinen stehen lassen. Was aufjedenfall noch wie am ersten Tag funktioniert sind die Türmechanismen, also Schloss und Scheibenversenkung. Die Scheiben gehen runter wie frisch geölt, auch die Schlösser lassen sich noch problemlos bedienen.

 

Wies jetzt weitergeht, hängt davon ab wie schnell der HDS den Traktor umquartiert kriegt. Sobald der erst einmal seinen Standplatz geräumt hat, können wir den Golf umsetzen und dann kanns auch endlich richtig losgehen :)


22.01.2012 14:00    |    Dr Seltsam    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Golf, II (19E), VW

Soderle, nach kurzer Standzeit gibts jetzt wieder neues vom 84er Golf 2.

 

Eigentlich war für heute, den 21.1.2011 der Wiederbeatmungsversuch geplant. Mit etwas Liebe und roher Kraft sollte der Patient heute wieder ins Leben reanimiert werden. Zumindest vorerst um zu sehen wie schlimms um den Motor wirklich steht.

 

Eigentlich. Uneigentlich hatten wir zwei Probleme. Das Erste, zum Schrauben braucht man einen Platz. Option Nr.1 derer wir uns fast sicher waren, eine Werkstatthalle direkt ums Eck, viel wegen Unlust des Besitzers aus. Option Nr.2 hat vor einiger Zeit ein Orkan abgedeckt und in Option Nr.3 stand ein Techno-Trecker.

 

Problem Nr. 2, es siffte wie Sau und da hat man keine Lust auf massive Außenarbeiten unter ungeschütztem Himmel. Das ist kein Winter, dass is Schrott :(

 

Zu dem speziellen Trecker komm ich gleich nochmal. Nun erst mal zum Platzproblem. Zum Glück war der Herrscher der Scheune vor Ort, ein näherer Verwandter von Motti und beging mit uns den Platz. Nach Sichtung aller Lücken, Kammern und überdachter Örtlichkeiten entschieden wir uns für den Standplatz des Techno-Treckers.

 

Dazu musste erst mal allerdings der Techno-Trecker weg. Welcher praktischerweise dem Herr der Scheune gehörte, unpraktischerweise aber seinen neuen Standplatz an eine Wage, diverse Bretter, einen Rasenmäher ohne Räder und ähnliches abgegeben hatte. Der HDS will jetzt erst mal den Standplatz räumen, den Trecker umparken und dann endlich können wir uns nach kurzer Umsortierung und Einrichtung dem Golf widmen. Wiegesagt, es hat wirklich aus Kübeln geschüttet, sonst hätten wirs schon angegangen.

 

Zum Anlassen, genauer ANKURBELN sind wir heute aber trotzdem noch gekommen. Und jetzt lös ich auch auf, warum der Traktor ein Techno-Trecker ist. Das gute Stück ist noch gefühlt von vor dem ersten Weltkrieg und nunja, wie alle alten Gefährte hat er ein sehr charakteristischen Motorsound der je nach Einstellung verdächtig nach Techno klingt. Außerdem wird er noch per Kurbel gestartet und der HDS wollte mal sehn ob das gute Stück nach 1 1/2 Jahren noch läuft.

 

Hätten wir also nebenbei also auch geklärt woher die Technomusik herkommt und warum sie noch heute so gern auf dem Land gehört wird. Genau, den sie kommt ja vom Bauernhof. Bauer hatte keine Instrumente, also musste er improvisieren.

Klang in etwa so, nicht unser aber der Klang passt ziemlich gut:

 

http://www.youtube.com/watch?v=9ku0zLMEGDM

 

Anschließend wollten wir noch etwas am Golf machen und da das Ding dank anhaltenden Regen gut eingeweicht war, haben wir gleich mal das Moos abgewischt ( besser: Motti hat gewischt und ich hab blöde Kommentare gegeben ) und das Blech bestaunt. Und ja, es muss lackiert werden. Der Lack ist quasi abwischbar was ja wohl nicht ganz Sinn der Sache ist.

Verfluchte wasserbasiernde Lacke :D

 

Anbei oben sieht man, dass wir schon ein bisschen ein (Lenk)rad abhaben uns an sowas zu wagen. Die ersten Ersatzteile sind also schon eingetrudelt. Die GTI-Maske, Modell "Zorro" mit dem roten Rahmen lungert auch schon rum, sowie diverse andre Dinge die wir brauchen.

 

Nächste Woche versuchen wirs dann nochmal. Sofern der Platz frei ist und der Regen vielleicht etwas nachgelassen hat. Und wenn das nicht geht. Naja. Machen wir Party.

 

Wie ihr ja jetzt wisst, die Musik haben wir schon :)

 

Und ja, ich weiß der Hund sitzt im Golf Cabrio und nicht im Golf GTI. Aber das lag da halt so rum und sah gut aus :)


21.01.2012 17:16    |    M0tti    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Anfänger, Erstes Auto, MA, Schlachtwagen, Suziki, Suzuki, Swift, Winter, zweites auto

Länger als ein halbes Jahr ist es her, dass ich mein Swift still gelegt habe. Seit diesem Tag habe ich auch versucht ihn zu verkaufen. Erst im Bekanntenkreis, dann natürlich auch Online, aber wirklich gemeldet hat sich niemand.

 

Nun stand er dort rum. Zwischendurch startete ich ihn auch noch mal und ließ den Motor warm werden. Inzwischen wurde er seit September nicht mehr gestartet. Weiterhin habe ich ihn als Lager "missbraucht", denn ich habe einige Teile die ich für mein Mercedes habe dort drin gelagert. Ich war erstaunt wieviel ich in den kleinen Swift reinbekommen habe, aber gut.

 

Der Schlachtwagen steht auch noch hier. Der Örtliche Suzukihändler hatte kleines Interesse bekundet (denke mal eher aus nettigkeit), aber erst mal mangelte es am Platz beim Händler und so blieb er stehen. Sein Diest war getan. Die Antriebswellen und das Getriebe wurden in meinen Swift eingebaut und der Zweck war erfüllt.

 

Am Donnerstag (12.01) sah ich jedoch einen Zettel bei uns am Tor hängen "Habe interesse an Autos, egal ob Teilgeschlachtet oder Motorschaden". Erst habe ich den Zettel einfach weggeschmissen, doch dann rief ich an und bot zuerst mein Swift an.

Er würde die Wagen nur schlachte und da ist im der zu Teuer (hatte gesagt ich wölle 500€ dafür). Naja, dann erzählte ich von dem Schlachtwagen und wir einigten uns auf ein Betrag. Samstag war es dann soweit: Er wurde geholt und wird weiter geschlachtet. Es war zwar nicht einfach ihn dort weg zu bekommen - vor allem da er nah am Golf stand - aber wir haben es geschafft.

Meine Mutter hat ihn mit ihrem Mitsubishi von seinem Standort gezogen und dann wurde er langsam den Privatweg runter gezogen. Der LKW passte dort nicht wirklich rein. Dannach wurde er aufgeladen. Sein Dienst bei mir war getan und so ist er endlich weg (endlich wieder was platz).

 

Doch was ist mit meinem Swift? Weiter rumstehen? Nein!

Meine Schwester hatte schon öfters mal überlegt, ob sie ihn von mir abkauft, da sie den Wagen schon sehr oft mal gefahren ist und immer sehr begeistert war.

Nun am Sonntag (15.01) sagte sie mir, dass sie den Wagen nimmt / sich ausleihen würde. Ihr geht der öffentliche Nahverkehr in ihrer Stadt auf die Nerven und vor allem ist es sehr kalt. Vorerst nimmt sie den Swift bis ca. April, jedoch vermute ich, dass sie ihn länger fahren wird - man gewöhnt sich einfach zu sehr daran.

 

Montags habe ich ihn freigeräumt und wollte den Swift dann auch mal starten - der Dr. Seltsam war live per Telefon dabei (musste eh was wegen dem GTI-Projekt mit ihm besprechen) und naja... die Batterie war flach. Das passiert, wenn man vergisst sie abzumachen :/

Am Dienstag halfen wir per Starthilfe nach und er wurde bzgl. Tüv und mal checken zum örtlichen Suzukihändler gebracht und freitags konnte meine Schwester ihn mit Kurzkennzeichen holen. Es musste das ein oder andere erledigt werden, aber die Standzeit hat er gut weggesteckt. Am Sonntag fährt sie mit ihrem Auto nach Hause (knappe 350 KM) und meldet ihn am Montag an.

 

Ich hoffe sie hat soviel spaß mit dem Kleinen wie ich ihn hatte. Er war mein Ticket zur Unabhängigkeit und war stets treu. Weiterhin würde es mich freuen euch in wenigen Monaten mitteilen zu können, dass er komplett in die Hand meiner Schwester übergegangen ist. Ich wüßte zwar nicht wie lange sie ihn dann noch fahren würde, jedoch macht es mich zumindest glücklich das 3-Zylinder-Go-Kart auf der Straße zu sehen :D

 

Grüße,

Motti


07.01.2012 23:39    |    Dr Seltsam    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: Golf, II (19E), VW

Nun, schön das ihr hier her gefunden habt. Hier nun der Blog, der sich um den 84er, ach warte, Sie wissen noch gar nicht worums hier geht?!

 

Also von Anfang. Auf einer Obstwiese irgendwo im Süden von NRW steht ein Golf. Dies ist aber nicht irgendein Golf. Dieser Golf ist ein GTI. Und er wurde am 27.9.1984 zugelassen. Und ist damit einer der ersten Golf GTI der zweiten Serie. Und das hier ist seine Geschichte und seine Zukunft.

 

Nach 84 gingen die Jahre ins Land. Im Jahr 88 wechselte er zu einem hier bekannten User namens Motti, besser gesagt seiner Familie. Familie Motti hatte nun also einen GTI und fuhr diesen auch Land auf, Land ab. Bis nach Bremen und vielleicht 1 Km weiter wozu Motti mir schon folgende Geschichte erzählt hatte:

 

„Wir fuhren Richtung Bremen und nutzten diese Gelegenheit um unser Navi zu testen. Als wir dann auf eine Autobahn, ich vermute mal, dass es die A1 war, abbogen sprach das Navi dann folgenden Satz: „Bitte folgen Sie dem Straßenverlauf 318KM!“. Von meiner Mutter kam ein kurzes ächzen und sie nahm den Weg auf sich. Der Golf fuhr die KM ohne Probleme und dieser Satz prägte sich in unserer Familie ein und wird zu passenden Gelegenheiten genutzt “

 

Doch so richtig gut liefs nicht für den GTI. Erst fuhr ihm einer hinten rein, dann ging der Motor bei 192.100 KM kaputt und musste komplett gewechselt werden. Natürlich nur gegen einen originalen von VW! Das neue Jahrtausend fing dann auch noch schlecht an mit einem unverschuldeten Besuch in der Fahrertüre. Dies wurde mit einer neuen Fahrertür behoben. 2003 war dann soviel auf einmal hin, dass man sich entschloss den Wagen "erst mal" auf die eigne Obstwiese zu stellen. Vorerst.

 

Es wurde 2004. Es wurde 2005. Es wurde 2006. Und der Golf stand und stand. Irgendwann wurde es 2010 und der Gedanke und Plan reifte den Wagen wieder fit zu machen. 2011 kam und drohte zu gehen. Niemand wollte und konnte sich so recht von dem Familienschmuckstück trennen, so fristete er weiter sein Dasein unterm Apfelbaum. Man erinnerte sich an freudig an Geschichten wie der Reifenplatzer nahe Lohmar auf der A3 oder das undichte Schiebedach (All diese Geschichten kommen noch gesondert in einem Artikel).

 

Irgendwann war dann der Punkt erreicht. Der Wagen sollte wieder laufen. Es war einfach ein Jammer wie er da so vor sich hingammelte. Rostig, dreckig, der Himmel kommt runter und die Spinnen ziehen ein. Ende 2011 dann faste Motti den Entschluss: Der Wagen wird reanimiert! An dem Wagen hingen und hängen so viele Erinnerungen, so viele Geschichten, sowas schmeißt man nicht weg.

 

Nach kurzer Suche auf Motor-Talk fand M einige hilfsbereite Motor-Talker die sich mit dem Thema Golf 2 GTI auskennen. Seine Mutter sagte ja, dass Konto sagte ja, der Wille sagte ja, alle sagten ja und nun sind wir hier. Bei der Wiederherstellung des Golfs.

 

In den folgenden Monaten werdet ihr hier sehen, wie der Golf langsam wieder ins Leben zurückgeholt wird. Die Pläne sind schon gemacht, vom ersten geplanten Motortest Ende Januar bis zum "strippen" der Karosse und rüber zum Lackieren, schweißen, Motor überholen und was sonst noch alles gemacht werden muss. Wer helfen will und wenns auch nur gute Ideen sind, der ist herzlichst eingeladen sich hier einzumischen und zu melden.

 

Konstruktive Kritik wird immer gern gesehen, egal ob Hinweise zur Technik, zu Teilequellen oder zur Historie und Geschichte des GTI. Vor ein paar Tagen waren Motti samt Mutter nochmal auf Tauchgang im Keller und förderten noch ein paar original VW-Kleinteile sowie einen um ein I verkürzten GTI-Schriftzug zu Tage ( Zitat der Mutter „wer macht den sowas?!“ ).

 

Es geht also los. Der Golf kehrt zurück. Es wird dauern, es wird sicher nicht immer freudvoll sein, aber hier werdet ihr sehen, es ist möglich. Und nun möchte ich nur noch eins sagen: Bleibt dran, abonniert diesen Blog und unterstütz Motti, wenn auch nur moralisch in seinem Vorhaben. Ich finds ein starkes Stück und ehrenvoll das er sich vorgenommen hat den Golf wieder herzurichten und freue mich auf den Tag, an dem das erstemal der Golf wieder zufrieden vor sich hinbrabelt.

 

Bei weiteren Fragen, kann euch der Meister sicher persönlich weiterhelfen. Die Blogbetreuung, Pflege und Texte werden größtenteils von mir als "Pressesprecher" übernommen, da Motti schon genug mit dem eigentlichen Projekt zutun hat und sich da nicht noch um einen guten Blog kümmern muss und soll. Natürlich werden alle Texte in Absprache mit ihm erscheinen und er wird sicherlich gern bereit sein das ein oder andre zu beantworten zum Golf.

 

Also, genug der Worte. Freuen wir uns auf eine MT-Liverestaurierung

 

Es grüßt

 

Dr Seltsam - Pressesprecher


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Mein Blog hat am 06.02.2012 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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