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M0tti

über Golf II GTI und dem täglichen Autoleben

05.03.2024 02:10    |    M0tti    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: C-Klasse, daily, LPG, Mercedes, nachfolger, rost, S202

Normal im Einsatz, Freunde in Köln treffen
Normal im Einsatz, Freunde in Köln treffen

Immer habe ich gedacht "der 202 macht noch was" und "das kann man beheben, is doch nix", aber leider war es im Mai 2023 so weit. Geplant war für 2023 eine Überholung der Hinterachse inkl frischem Hinterachsträger (meiner wurde vom TÜV bemängelt), Schweißen von der Reserveradmulde und diverse Arbeiten am Motor.

Leider wurde aus den ganzen Plänen nichts da während eines Besuches bei einem Freund festgestellt wurde, dass die Karosse doch schlimmer dran ist als gedacht. Und das genau einen Monat bevor der TÜV fällig wurde.

 

Direkt nach der Feststellung gabs dann Überlegungen "Einfach gleiche Modell holen und Sachen umbauen" "Was isn mit der Gasanlage?" "Ja oder Diesel, ne geht wegen Plakette net" usw usw. Suchen nach Fahrzeugen ergaben mögliche Kandidaten im Preisbereich um die 5.000€ - das war mir zu viel. Der Rost würde nämlich auch hier wieder kommen und ein Umbau würde dauern und hätte auch wieder Geld gekostet - Eintragung der Gasanlage z.B.

Zu anderen Baureihen gab es auch viele Überlegungen und auch sogar Markenoffen geschaut für einen neuen Daily. Viel suchen, viel überlegen und auch "Vielleicht doch den 202 machen?" oder "einfach was für 1000€ kaufen und öfters mal Wagen wechseln, hätte auch was" usw usw.

 

Nach viel Hin und Her landete ich dann aber doch wieder bei einem Mercedes - oh Wunder. Geworden ist es dann ein Wagen, welchen ich früher schon gemocht habe, aber eigentlich nie infrage kam.

Logisch wäre natürlich eine C-Klasse als S204 gewesen, aber hier empfand ich den Kofferraum als zu klein. Nächst logischer Schritt also E-Klasse. 211er? Ohja gerne! Lange gesucht und auch mit einem Bekannten telefoniert, der sich sehr gut mit der Baureihe auskennt. Nach dem Telefonat suchte ich dann nach einem S212... Nicht weil die 211er schlecht sind, sondern weil gute so teuer waren, dass man dafür auch schon einen 212er bekommen hat.

 

Anbei noch Bilder von den letzten großen Fahrten des 202: Rahmen für ein Motorradprojekt. Dies war einmal eine Fahrt nach fast Berlin und auf dem Rückweg vorbei bei meinem Bekannten. Hier gab es dann leider auch die Hiobsbotschaft über den Kombi. Den einzelnen Rahmen habe ich eigentlich nur für die Anbauteile gekauft - was man so macht, wenn manche Teile schwierig zu bekommen sind. Mehr dazu auch in einem Blog, wenn es soweit ist.

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05.03.2024 02:19    |    M0tti

Huch, ja gut wollte ich eigentlich heute Mittag veröffentlichen, aber passiert eben, wenn man wach geworden ist und "mal kurz" über den Blog drüberlesen will.

05.03.2024 08:27    |    dodo32

...den neuen alten gleich mit Seilfett behandeln. Dann hast Du das Rostproblem nicht wieder ;)

05.03.2024 09:50    |    M0tti

War am 202 gemacht worden, auch die Hinterachse wo wir Teile getauscht hatten wurde mit Fett behandelt. Die Türen/Anbauteile hatten wir 2016 getauscht gegen "bessere" mit weniger Rost. Auch diese haben wir mit Fett behandelt und gemacht und getan. Vielleicht habe ich damals auch einfach eine schlechte Karosse erwischt, wer weiß.

05.03.2024 13:33    |    dodo32

Hmmm, ja, eine schlechte Basis ist natürlich nicht so gut. Wenn ich mir allerdings die vorderen Felgen anschaue, kann's von der Pflege her nicht soooo genau gegangen sein. ;) Gerade im Winter nicht wöchentlich (!) gedampft und gewaschen sondern nach dem Motto "ist ja eh gleich wieder dreckig", einfach weiter gefahren. ;) Ich bin seit geraumer Zeit davon überzeugt, dass Rostschäden in mindestens 90% aller Fälle vermeidbar sind. Klar, wenn werksseitig gepfuscht wurde hilft das nicht so viel aber besser als nix...

05.03.2024 14:16    |    M0tti

Die Bilder die du oben siehst sind _alle_ aus Mai. Das auf dem Parkplatz ist vom 31.05, da ist recht wenig mit Salz ;) . Zudem hatte der Wagen da einige längere Strecken hinter sich und zu dem Zeitpunkt war der Nachfolger schon begutachtet und gekauft worden.

 

Ich habe im Winter immer darauf geachtet, dass ich das Salz runter bekomme und sogar regelmäßig ne Unterbodenwäsche mache. Nur bei über 330.000km und eben schlechtem Blech kann man irgendwann nicht mehr viel machen. Den Schweller auf der Beifahrerseite hatte ich ja auch 2018 schweißen lassen. Die Türen und Kotflügel sind 2016 gegen rostfreie Exemplare getauscht worden und mit Wachs eingesprüht worden. Leider ohne Erfolg. Auch diverse Rostbeseitigungsversuche meinerseits (z.B. Radläufe hinten) habe ich gemerkt, dass dies einfach nach spätestens 2 Jahren wieder kommt. Mag jetzt an falscher Beseitigung oder falschen Produkten gelegen haben, jedoch WURDE versucht die Karre am Leben zu halten. Damals als die Hinterachsteile gemacht wurden hatten wir extra alles mit Wachs eingeschmiert, um den Rost fern zu halten.

06.03.2024 12:48    |    _RGTech

Oh haaa! Das kam nun irgendwie unerwartet, vor allem nachdem schon so viel Arbeit reingeflossen ist.

Noch unerwarteter ist, dass du den schon unter "ehemalige Fahrzeuge" stehen hast - sag bloß er ist schon weg :eek:

 

 

Dass der Rost wiederkommt, ist bei der von Grund auf "versauten" Lackierung in dieser Ära nicht zu vermeiden. "Pflege" heißt hier "fahr nicht bei Salz", alles andere ist witzlos.

06.03.2024 16:30    |    enrgy

Das alte Leid mit den verschimmelten Wasserlackbädern?

Montag bis Mittwoch - Lack ok

Donnerstag bis Samstag - Rost juchee!

 

und, wieRGTech schon richtig schreibt: Salz meiden, Wasser meiden, Feuchtigkeit meiden...die beiden letzten Puntke fallen für ein Nutzfahrzeug natürlich raus...

06.03.2024 18:08    |    RichardRex

Unser alter W202 C180 elegance Automatik und rosenholzmetallic von EZ 15/02/1994 fährt immer noch fast täglich, immer noch erster Motor, erster Automat - sollte jetzt circa 270000km haben (fährt die Schwägerin) - gut, ein paar kleine Macken, ein paar Roststellen - Bremsen sind vorne jetzt fällig, dazu Reifen - ansonsten läuft - und läuft - und läuft.

08.03.2024 16:28    |    63er-joerg

Der Sohn eines guten Bekannten hat es folgendermaßen gemacht.

Vor etwa 2 Jahren hat er auf seinen alten Touran quasi den letzten Stempel bekommen, der TÜVler hat noch ein Auge zugedrückt. Jetzt stand er vor der Frage, was mache ich denn jetzt ? Er hat sich ebenfalls im Lager von MB umgesehen, 190, C-Klasse oder E-Klasse.

 

Er bekam dann einen Tipp aus dem Freundeskreis, er solle mal drei Dörfer weiter fahren zu einem älteren Ehepaar, die hatten einen W124 T. Sie wollten ihn verkaufen und was kleineres holen. Er fuhr hin, stellte sich vor und bekundete sein Interesse. Wenn Sie uns ein wenig helfen, sagte der Mann, einen guten Kleinwagen zu finden, können Sie den Wagen haben.

 

Das T-Model war im allgemeinen guten Zustand, einige Kratzer, Reifen runter, SD ohne Funktion und noch bissel "Kleinkram". War glaube ich ein 96er. Er bekam ihn für angemessenes Geld und hatte 2 Jahre Zeit zum Aufbau. Es ist ein richtig schickes tolles Auto geworden. Über Geld spricht man nicht er sagte aber 5-stellig musst schon anlegen für alles. Dafür hat er ein wirklich schönes T-Model...

 

Gruß Jörg.

11.03.2024 14:54    |    TheGhost1987

Tja wie schon auf anderem Kanal mitgeteilt, es war dann doch überraschen wie fertig der Wagen war....

 

Schade, wirklich schade, Ich weiß was an Mühe drin steckte und wie Du an der Büchse gehangen hast.

Vor allem auch das Auto hat dich ja lange begleitet aber das wäre in der Tat ein Fass ohne Boden geworden.

 

Freu dich am besten dass Du Ihn gehabt hast und er zumindest in teilen weiterlebt. Der Kampf gegen den Rost am 202 ist immer gefühlt ein Kampf gegen Windmühlen. Auf jeden Fall hat der Wagen dir eins beschert was unbezahlbar ist, jede Menge Schrauber Erfahrung. :)

13.03.2024 10:14    |    pico24229

Schade aber auch gut. Dann gab es einen guten Grund mal einen neuen zu kaufen :)

Bei mir war es genauso.

14.03.2024 18:43    |    mb70000

Man muss jeden 202 zerlegen um an den Rost zu kommen. Wenn man es außen schon sieht, sind viele Meter Schweißnaht nötig.

Beide Stoßstangen, vordere Kotflügel, Schwellerverkleidungen, Reserverad, Batterie, muss alles runter bzw. raus. Das Blech hinter der Batterie über dem Abschlepphaken ist bei allen durch. Abschlepphaken ist nicht mehr lieferbar--> nachbauen macht Freude, Teppiche vom Innenraum auch raus!

S, und jetzt mit dem Schlackenhammer alles abklopfen, auch die Karosseriestopfen im Bodenblech und dann schweißen. Da bleibt vom originalen Lack eh nix mehr übrig. Und danach den Lack neu aufbauen, dann hält es.

18.03.2024 15:18    |    motorina

Bekanntes Problem, aber ich habe meine schwarze Rostlaube jetzt 11 Jahre gefahren, obwohl ich den S202 schon vor 4 Jahren entsorgen wollte. Aber der TÜV-Prüfer klebte immer wieder eine neue Plakette auf das hintere Kennzeichen.

Bevor ich mir im Januar einen TÜV-Termin holen konnte, wollte der Benz 4 Tage nach abgelaufener TÜV-Plakette (12/2023) am 04.Januar plötzlich nicht mehr: LiMa ladet nicht mehr - also sofort nach einem Nachfolger gesucht und in zwei Tagen das exakt gleiche Modell S202 220CDI Esprit Selection gefunden - nur in silber mit erheblich weniger Rost und ein paar km weniger auf dem Tacho. Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu machen, wenn gerade mal Zeit ist.

... und die gute Limo C180 mit sehr wenigen km und kaum Rost bleibt noch in der Halle abgemeldet und wird nur ab+zu mal bewegt.

Einen Nachfolger der 202-Serie wollte ich nicht ... gefällt mir nicht und hat mir zu viele Elektronikteile verbaut. Dewegen gab es so gut wie keine Ersatzalternative ...

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