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19.08.2018 23:28    |    jennss    |    Kommentare (34)

Welche Smart-Variante könnte die erfolgreichste werden, wenn alle 3 angeboten werden?

Smart EDSmart ED

Smart will ab 2020 nur noch elektrische Autos anbieten. Ich finde die Entscheidung sinnvoll. Die Nachfrage nach dem Smart ED ist derzeit so groß, dass es 11 Monate Wartezeit gibt. Man könnte das Auto evtl. noch gezielter auf den E-Antrieb ausrichten. Dass auch ein Rex (RangeExtender = kleiner Benzinmotor mit Generator) damit raus wäre, sehe ich noch nicht unbedingt. Ein E-Auto mit Rex wird oft noch zu 90% elektrisch gefahren.

 

Interessant dürfte die Frage sein, wie viel kWh das nächste Modell bekommen wird. Größer wird das Auto wohl nicht werden, denn darauf beruht seine ganze Idee (ForTwo). Der jetzige Elektro-Smart hat einen Nefz-Wert von 160 km und viele schaffen den sogar fast real. Tendenziell werden die Zellen bei neueren E-Autos kompakter. Ich sehe bei einem neuen Smart folgende Möglichkeiten:

 

  • Es bleibt bei einem 17,6 kWh-Akku, jedoch mit neuen Zellen kompakter gebaut, so dass man nun ~30 l. mehr Kofferraum bekommt (statt 260 nun 290 l.), 22000 €
  • Es bleibt bei einem 17,6 kWh-Akku, mit neuen Zellen, und dazu kommt ein Rex, bei gleichem Kofferraumvolumen, 26000 €
  • Es gibt einen größeren Akku von ~24 kWh (Reichweite steigt von 160 auf 220 km Nefz), 25000 €

 

Ich habe weiterhin Nefz-Werte statt WLTP geschrieben, um die Vergleichsmöglichkeiten zum bisherigen Modell zu haben. Der Rex dürfte wohl etwa 30 l. Volumen schlucken, wie auch beim BMW i3, bei dem der leere Platz ohne Rex jedoch nicht als Kofferraum freigegeben ist. Welche Smart-Variante könnte die erfolgreichste werden, wenn alle 3 angeboten werden? Die Preise sind grob abgeschätzt, passen hoffentlich ungefähr.

j.

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09.08.2018 14:51    |    jennss    |    Kommentare (18)

leaf-tsi-225xeleaf-tsi-225xe

Ich hatte jetzt mit einem Freund ein (WhatsApp-)Gespräch über Autos. Mein Leasingvertrag vom PlugIn Hybrid BMW 225xe läuft in 2 Jahren aus und ich könnte ihn voraussichtlich für ca. 23500 € übernehmen (NP 44000 €, dann 3 Jahre alt, 60000 km). Er meinte, das würde er nicht machen, denn bis dahin ist die E-Technik schon wieder weiter und der Hybrid sei veraltet, weil es derzeit technisch so rasant vorangeht. Er würde ihn zurückgeben. Bei mir ist jetzt noch keine Entscheidung nötig, aber ich finde, das ist ein interessantes Thema: Welches Risiko geht man derzeit mit den unterschiedlichen Antriebssystemen bzgl. Wiederverkaufswert/Wertverlust ein, wenn man ein Auto kaufen und nicht leasen will?

 

- Ist ein Verbrenner problemlos kalkulierbar und risikoarm, weil die Technik ausgereift und nahezu zuende entwickelt ist?

 

- Ist ein Kauf von einem E-Auto mit vermutlich hohem Verlust behaftet, weil sich die (Akku-)Technik noch weiterentwickeln wird und die Reichweiten bald steigen werden?

 

- Ist ein PlugIn-Hybrid genauso betroffen von der schnellen Entwicklung im Bereich der E-Technik und speziell Akkutechnik wie ein reines E-Auto?

 

Ich denke, es gibt sicherlich so manche potentielle Käufer, die lieber abwarten mit der Elektromobilität, weil sie Angst haben, zu viel Wert zu verlieren, wenn es technisch schnell vorangeht. Andererseits sind die Verbrenner in Anbetracht der immer neuen Abgasregelungen auch nicht unbedingt so sicher. Vielleicht ist Euro 6d-Temp in 3 Jahren schon wieder out und es drohen selbst dafür Fahrverbote in Citys? Das wird wohl selbst einem ganz alten E-Auto nicht passieren :).

 

Interessant finde ich, dass Teslas derzeit sehr hohe Wiederverkaufswerte erreichen, obwohl Tesla in der Anfangsphase qualitativ noch nicht so optimal war. Das dürfte darin begründet liegen, dass sie nahezu konkurrenzlos auf dem Gebrauchtmarkt sind. Überhaupt: Gebraucht ist gebraucht und so wird es außer Tesla nicht mal eben gebrauchte E-Autos mit großer Reichweite geben. Man muss dann eben im Bereich um Reichweiten von 300 km NEFZ bzw. 200 km real oder so schauen. E-Autos mit solchen Reichweiten werden gewöhnlich nicht für Langstrecken gekauft und für Kurzstrecken werden sie auch nicht schlechter. Letztlich entscheidet die Nachfrage über die Preise. Würdet ihr in 2021 z.B. einen 4 Jahre alten eGolf (300 km Nefz, 80000 km) für ca. 18000 € kaufen? (das wäre etwa der Preis für einen Golf GTI mit gleichem Neuwert von ~40000 €).

Ich selbst halte PlugIn-Hybriden dabei in Sachen Reichweite aus dem Schneider und vielleicht für die Fahrzeuge mit dem kleinsten Wertverlust.

 

Die Sache mit der Reichweite ist also die eine. Die andere Sache ist, wie haltbar die Technik ist. Teslas große Akkus scheinen eine sehr gute Haltbarkeit zu haben. Ich denke da an einen Ecomento-Bericht über ein Model S, das nach 320000 km nur 6% Kapazitätsverlust hat. Bei einem eGolf dürfte es mehr sein, da die Kapazität nicht so groß ist, aber wenn es vielleicht 3x so viel ist, also 18% nach 320000 km wäre das immer noch sehr gut. Man muss bedenken, dass Verbrenner ja auch nicht ewig halten und zudem im Alter schrittweise teurer zu warten sein können, weil immer mal eines der vielen Teile kaputt gehen kann, bis sich die Reparaturen irgendwann nicht mehr lohnen. Und da liegt der negative Punkt für Hybriden: Der Verbrenner ist voll "verschleißfähig" und der Akku klein. Allerdings wird der Akkuverschleiß durch das langsame Laden sicherlich nicht direkt mit E-Autos bei Schnellladung vergleichbar sein. Weiterhin teilt sich der Verschleiß beim Hybrid auf. Ich habe jetzt bei nur 41 km Nefz-Reichweite (real 20 bis 30 km) einen E-Anteil von ca. 50%, d.h. der Verbrenner wird nach 60000 km nur ca. 30000 km gelaufen haben.

 

Mit Leasing ist man derzeit wohl fein raus, aber das kommt für manche ja prinzipiell nicht in Frage. Wie schätzt ihr die Lage der Wertverluste ein. Oder ist das für euch beim Kauf kein Thema bzw. ihr lasst euch einfach überraschen, wie es später aussieht?

j.

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08.08.2018 01:45    |    jennss    |    Kommentare (12)

guenstigstromernguenstigstromern

Mit Elektroautos ist das ein bisschen wie mit iPhones: Neue, günstige Modelle gibt es kaum, man muss sich dann mit älteren begnügen. Das Problem bei so manchen älteren iPhones: Viele hatten kleine Speicher. Das Problem bei alten E-Autos: Die geringe Kapazität. Somit sind ältere E-Autos bis auf ein paar Ausnahmen nur als Zweitwagen sinnvoll. Und genau diese Ausnahmen sind besonders interessant, wenn man etwas relativ Universelles sucht.

 

Entweder hatten schon frühe Modelle große Akkus oder sie hatten einen RangeExtender (kleiner Benziner mit Generator zur Reichweitenverlängerung). Große Akkus gab es da nur von Tesla und die liegen eben in der Oberklasse (Model S) oder beim Roadster (gebraucht ab ca. 65000 €). Die Modelle mit RangeExtender sind der BMW i3 Rex (ab 2013) und der Opel Ampera (1. Generation ab Anfang 2012). Oder kennt ihr noch mehr nennenswerte Modelle, die schon vor gut 5 Jahren auf dem Markt waren?

 

Weiterhin wären da noch frühe PlugIn-Hybriden, die jedoch nicht so hohe E-Anteile erreichen wie die RangeExtender-Modelle und näher am Benziner liegen als am reinen E-Auto (obwohl auch PlugIns oft über 50% E-Anteil schaffen). Der Audi A3 e-Tron kam immerhin auch schon 2013 auf den Markt, mit 8,8 kWh, kostet gebraucht aber noch mindestens ca. 25000 €. Soweit ich mal bei Mobile.de geguckt habe, fangen einige Amperas mit allerdings sehr hohen Laufleistungen über 200000 km bei ca. 10000 € an. Um die 15000 € gibt es schon einige mehr. Der BMW i3 mit dem kleinen 60 Ah-Akku (18,8 kWh) und Rex (38 PS) liegt noch minimal bei rund 20000 €. Also wer gerne viel elektrisch fahren möchte, keine 2 Autos nutzen kann und nicht so viel Geld zur Verfügung hat, wird bei den RangeExtender-Modellen vielleicht fündig. Leider gibt Modelle mit RangeExtender nur sehr wenig, also von Opel und BMW, was mir nicht einleuchtet, denn Ampera und i3 dürften wohl in vielen Fällen ca. 70 bis 90% E-Anteil erreichen, womit sie nah am reinen E-Auto liegen. Im Mitsubishi Outlander ist zwar auch ein Rex, aber aufgrund der PlugIn-typischen Reichweite liegt er nicht so nah am E-Auto.

 

Der Ampera kam vielleicht ein bisschen zu früh für den Run auf E-Autos und zudem war er ziemlich teuer für nur 150 PS (43900 €), aber er war ein Vorreiter des folgenden Elektrotrends. BMW hat es radikaler und vielleicht schlauer angestellt. Der i3 war nicht als reines Vernunftsauto ausgelegt, sondern setzte die Priorität auf unkonventionelle Lösungen wie Carbonkarosse, gegenläufige Türen und einen Innenraum aus ökologischen Materialien. Er sprach (spricht) damit Kunden an, die das Besondere wollten - und fanden. Dies dürfte die passende Strategie für die frühe Elektroautozeit gewesen sein, die auch bei der Kundschaft Pioniere verlangt, die sich trauen, sich auf etwas Neues einzulassen. Lustigerweise liegt das auch erst 5 bis 6 Jahre zurück. Wir sind eigentlich immer noch in der "frühen Elektroautozeit". :)

 

Tesla Model S

Ab 2012

Minimum auf Mobile.de derzeit ca. knapp 40000 € und >200000 km

Max.-Leistung (kurzzeitig) ab ca. 235 PS (ganz am Anfang und der aktuelle S75 D ohne Komfortpaket liegt auch so um die 250 PS herum)

Akku ab 40 kWh (die allerersten), aber dann schon bald mit mindestens 60 kWh

https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Model_S

 

Opel Ampera

Ab 2012

Minimum auf Mobile.de ca. 10000 €

Max.-Leistung (kurzzeitig?) 150 PS

Verbrenner-Leistung 86 PS

Akku 16 kWh

https://de.wikipedia.org/wiki/Opel_Ampera

 

BMW i3 Rex

Ab 2013

Minimum auf Mobile.de ca. 20000 €

Max.-Leistung (kurzzeitig) 170 PS

Verbrenner-Leistung 38 PS

Akku 18,8 kWh (netto)

https://de.wikipedia.org/wiki/BMW_i3

 

Ansonsten: Die günstigen, neuen E-Autos kommen ja nun auch bald, schon unter 20000 €, jedoch mit dem Problem der kleinen Akkus und teilweise auch ohne Schnellladung. Modelle mit entspannteren 60 kWh kommen erst jetzt langsam für ca. 40000 € neu.

 

Den frühen Modellen ohne besondere Reichweiteneinschränkungen (und dazu zähle ich auch den i3 Rex trotz nur 9 L.-Tank, da man schnell tanken kann) gebührt meiner Meinung nach eine besondere Anerkennung, insbesondere auch dem recht unterschätzten Ampera der 1. Generation.

j.

 

PS: Gerade bemerkt: Mein Blog hat die Blogempfehlung bekommen. Freue mich, danke! :)

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05.08.2018 17:56    |    jennss    |    Kommentare (123)

Seit einigen Jahren, oder wohl genauer gesagt seit es den BMW X5 gibt, werden SUVs immer erfolgreicher. SUVs und auch kleinere Vans wie der VW Touran mauserten sich zum Mainstream :eek:. Für jemanden wie mich aus der Liegeradrennszene war das immer der völlig falsche Trend :mad:, eine überflüssige Energieverschwendung. Rennliegeradler optimieren ja gerne ihre Aerodynamik, also im Gegensatz zu (aufrechten) Rennradfahrern nicht nur bei Helm, Sitzposition und Outfit, sondern auch bei den Anbauteilen wie Heckverkleidung oder gar Vollverschalung (der Stundenweltrekord liegt bei 91,55 km/h). Cw x A (= aerodynamische Formgebung x Stirnfläche) war also immer das große Thema beim Schnellfahren. Beim Auto ist das nicht viel anders. Man wird jedoch nicht nennenswert langsamer bei schlechterer Aerodynamik, sondern verbraucht "nur" mehr Sprit. Auch gerade im neuen "Zeitalter der Elektromobilität" ist Aerodynamik ein Schlüssel zu viel Reichweite.

 

Trotzdem. Jetzt verstehe ich den Trend besser. Denn ich habe gerade einen Bandscheibenvorfall. Bürojobs sind da natürlich nicht ideal, aber das Autofahren muss die Situation ja nicht noch verschlimmern. Als ich noch den Golf 7 hatte, bin ich immer davon ausgegangen, dass es den älteren Leuten bei höheren Autos nur um das Einsteigen oder die erhöhte Sicht über andere Verkehrsteilnehmer geht und dafür wäre ich nie bereit, die Aerodynamik zu opfern. Doch es ist mehr, wie ich beim Umstieg auf unseren jetzigen BMW 2er Active Tourer recht schnell festgestellt habe: Der Sitz ist nicht nur ggü. der Straße höher (was dem Einstieg zugute kommt), sondern auch ggü. dem Innenboden. Erst heute habe ich mich wieder in einen Golf 7 gesetzt und -Schreck- das ist ja echt grausam, wenn der Rücken gerade nicht so fit ist. Man sitzt deutlich gekrümmter, weil die Beine vergleichsweise hoch liegen. So geht es jedenfalls mir. Mit 30 habe ich das nie so bemerkt, aber wenn man viel Auto fährt, ist es auch für jüngere Menschen sicher nicht vorteilhaft, den Rücken schon unnötig zu belasten. Ich bin jetzt 51 und zähle mich noch nicht zum alten Eisen (naja :D), aber schon mit 40 geht es langsam los, dass der Körper etwas nachlässt. Bandscheibenvorfälle sollen viele Menschen haben, früher oder später. Ich bin schon langsam auf dem Weg der Besserung und konnte auch schon wieder die Strecke Hamburg - Köln fahren. Mit dem Golf wäre das jedoch sicher nicht so beschwerdefrei verlaufen.

 

Also Leute, bei aller Faszination zu guter Aerodynamik: Habt Verständnis dafür, wenn die Menschen gerne etwas höher sitzen und sich damit leider die Stirnfläche versauen. Es ist zwar nicht das umwelfreundlichste Fahren (+0,3 l. beim 2er AT?), aber trotzdem gesund :D.

 

Mir war eigentlich immer klar: So dumm kann der Mainstream nicht sein. Wahrer Erfolg muss einen wirklichen Grund haben und kann nicht nur ein Sommerhit sein. Verstehen wollte ich es dennoch lange nicht ;). Ein Active Tourer ist nur ca. 7 cm höher als ein Golf 7 und die scheinen zum großen Teil der gesunden Sitzposition zugute zu kommen. Ich denke jetzt, dass das eine gut angelegte Spriterhöhung ist :).

 

Btw: Auch bei den E-Autos ist die hohe Bauweise doch gar nicht so unpassend, denn so lassen sich viele kWh im Auto-Bodenbereich unterbringen*. Aber wie sieht es eigentlich z.B. bei einem Opel Ampera-e aus? Ist der Bodenbereich innen so erhöht, dass man die bequeme Sitzhaltung wie in einem Active Tourer damit wieder verliert?

j.

 

* Hinweis: Ja, ein flacher Tesla Model S hat auch viele kWh, aber der ist auch sehr lang und breit.

 

PS: Beim Fahren habe ich natürlich Schuhe an. Bin da nur schnell für's Foto zum Auto gegangen.

PPS: Beim Liegerad fährt man durch einen flachen Sitzwinkel übrigens auch wieder bequem.

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