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26.11.2022 05:50    |    jennss    |    Kommentare (180)

Welcher Ioniq wäre eher eure Wahl?

Beide sind gleich teuer (siehe Konfigurator-Screenshots), wobei der 6er in der Basis trotz ca. 10% weniger Akkukapazität rund 12% weiter kommt. Beim größeren Akku (229 PS) kommt der 6er nach WLTP rund 21% weiter (614 km vs. 507 km), bei 800 € niedrigerem Preis.

Aber Reichweite ist nicht alles. Die kleine Heckklappe stört viele. Und man sitzt niedriger. Dafür spart man etwa 20% Fahrkosten, was ihn indirekt deutlich günstiger macht als den 5er.

 

Der 6er ist wie ein EQE, jedoch mit 800 V-Akku und weniger Optionen (Hecklenkung, Schiebedach u.v.m.). Bemerkenswert am 6er ist, dass er mit nur 77,4 kWh fast die Reichweite des EQE 300 mit 89 kWh schafft (614 vs. 629 km). In Sachsen Effizienz liegt der Iconiq 6 damit trotz der Größe und des extremen Schnellladens nahezu auf dem Level des Ur-Ioniq (38 kWh, 311 km nach WLTP).

 

Was hat sich Hyundai wohl dabei gedacht, den Basis Ioniq 6 in der Kapazität (53 kWh statt 58 kWh) und Leistung (151 PS statt 170 PS) ggü. dem Ioniq 5 zu beschneiden? Beim 6er lohnt der Aufpreis zum großen Akku mehr als beim Ioniq 5.

 

Für welchen Ioniq würdet ihr euch entscheiden?

j.

 

Konfigurator Ioniq 5

 

Konfigurator Ioniq 6

 

Konfigurator EQE

 

PS: (nach Kommentar von notting)

Reifengrößen:

6er: 7,5 J x 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 225/55 R 18 Bereifung

 

5er: 7,5 J x 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 235/55 R 19 Bereifung

 

Beim Ioniq 5 gibt es keine 18", vermutlich wegen des Designs. Der Reichweitenvorteil des Ioniq 6 liegt also nicht nur an der Aerodynamik.

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06.11.2022 20:32    |    jennss

Windkraft in Schleswig Holstein (nahe Büsum)Windkraft in Schleswig Holstein (nahe Büsum)

Der Krieg mit seiner Energiekrise macht uns die Kostbarkeit der Energie deutlich. Russland pusht mit dem Krieg auch den Ausbau der Regenerativen Energien im Westen und damit den Abschied von der Abhängigkeit von der fossilen Energie. U.a. in Verbindung mit der Elektromobilität werden wir sparsamer. Es bezieht sich aber auf alle Bereiche, vor allem Haus und Auto. Das Interesse an Solarenergie auf dem Dach ist gestiegen, auch weil die Leute gerne eine Möglichkeit haben, sich im Notfall ein wenig mit Energie selbst versorgen zu können. Supermärkte wollen ihre Dächer für Solarenergie nutzen. Probleme mit Windkraftgegnern müssen jetzt gelöst werden. Die Krise beschleunigt alles.

 

Haben wir bisher mit der fossilien Energie noch so um uns geworfen, weil es alles außer den Kosten keine großen Hindernisse gab, so bremst uns die Elektromobilität auch wegen der Reichweite der Fahrzeuge Energie zu verschwenden. Aber auch bei fossilem Kraftstoff und AdBlue ist man jetzt viel mehr bemüht zu sparen. Es ist zu beobachten, dass manche auf der Autobahn viel langsamer (100 bis 120 km/h) fahren, als sie könnten, nicht nur mit E-Auto. Das spart Geld und Aufwand in der Energieproduktion. Ohne den Krieg und der damit verbundenen Energiekrise hätte es wohl deutlich länger gedauert mit der Energiewende, auch wenn wir zunächst aus Gründen der sicheren Energieversorgung jetzt noch die Laufzeit der Atomkraftwerke um ein paar Monate verlängern. Also wenn man versucht, diesem schrecklichen Krieg etwas Positives abzugewinnen, dann ist es die Beschleunigung des Ausbaus der Regenerativen Energien und damit auch Speicherlösungen zu finden.

 

Die Energiekrise zeigt uns auch, dass manche Bundesländer mit dem Ausbau der regenerativen Energien getrödelt haben. Als Vorbild würde ich hier Schleswig-Holstein sehen. Die haben sogar eine Überproduktion an regenerativen Energien. Im Süden Deutschlands hat man konservativ noch lange auf alte Energien gesetzt. Das rächt sich jetzt.

 

Die Energiekrise bewirkt ein Umdenken im Thema Energie. Verschwendung wird zunehmend erkannt. Natürlich gibt es auch E-Autos, die den alten Zeitgeist bedienen und eine Höchstgeschwindigkeit von z.B. 260 km/h ermöglichen (Ein bisschen Spaß muss sein :D), aber es sind nicht viele auf dem Markt. Ein Tempolimit ist mit der Elektromobilität nicht mehr wirklich nötig.

 

Die allgemeinen Energiekosten bei Strom und fossilen Energien tragen ebenfalls zum Energiesparen bei und werden hoffentlich irgendwann wieder etwas sinken.

 

Es gibt Bereiche der Elektromobilität, die an politische Themen grenzen. Das ist für mich im Blog immer eine Schwierigkeit, weil hier politische Meinungen aufeinander treffen können und die Kommentare bissig und provozierend oder gar beleidigend ausfallen können. Bitte haltet euch mit den Ursachen im politischen Bereich zurück und betrachtet vor allem die Auswirkungen auf den Energiesektor.

j.

 

PS: Habe wieder allerlei interessante Links in den Text gepackt.

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04.11.2022 23:51    |    jennss    |    Kommentare (20)

Welcher reizt euch mehr zu besitzen?

Was beim neuen Smart #1 auffällt, ist das rundliche Design und manche sehen eine Ähnlichkeit zu Mini. Der neue Smart #1 Brabus ist mit monströser Leistung ausgestattet (428 PS), so dass man da schon eine neue Generation von Hot-Hatches sehen kann. Was der GTI 1976 begründet hat, scheint im Brabus eine neue Steigerung zu finden, wie sie noch keiner zuvor hatte (der Audi RS3 ist eine andere Preisklasse) - wenn man mal von der limitierten Höchstgeschwindigkeit absieht, die ich selbst auch von sekundärer Bedeutung für den Sport & Spaß sehe. Die Leistung übersteigt die von GTI und Golf R, aber preislich liegt er dazwischen. Überhaupt ist der Preis neben der kurzen Karosserie bei dieser Leistung die Sensation. Kein anderes Auto für 48990 € bzw. in 2023 ca. 44000 € nach Abzug der Umweltprämie schafft den 0-100-Sprint unter 4 Sekunden. Klar, 0-100 ist nicht alles, aber man kann davon ausgehen, dass die anderen Geschwindigkeitsbereiche ebenfalls sehr gut gehen, zumal kein Getriebe Schwächen reinbringen kann. Grenzen wird die recht hohe Bauform setzen, doch im Alltag wird man da nicht allzu viel von spüren, denke ich, weil man auf den Straßen kaum an Kurvengrenzbereiche kommen kann.

 

Nun fragt sich, was Mini denn dagegenzusetzen hat. Zu finden ist der Mini Countryman John Cooper Works (JCW) mit 306 PS und immerhin 5,1 s. auf 100 für 51800 €. Die 250 km/h sind natürlich ein Vorteil, zumal man sie beim Verbrenner auch noch mit hoher Reichweite nutzen kann, sofern man sie auf den Straßen überhaupt ausfahren kann. Die 3,9 s. des Brabus sind meiner Einschätzung nach spaßiger, aber 5,1 s. sind ja auch nicht schlecht. Doch ein E-Antrieb kann alles noch spontaner und unverzögerter hinbekommen, was den Fahrspaß nochmals steigert. Nur Motorsound bietet er nicht. Da wird jeder seine eigenen Prioritäten setzen. Interessanterweise bekommt man bei Smart ein rotes Dach nur beim Brabus, wie bei Mini nur beim JCW. Also da hat sich Smart klar an Mini orientiert.

 

Wo ich beim Mini einen klaren Vorteil sehe, ist das optionale Schiebedach. Dafür ist der Brabus in seiner Ausstattung bereits ziemlich komplett, inkl. AC 22 kW-Lader (DC 150 kW), (festes) Panoramaglasdach, adaptiver Tempomat (ACC) mit Stop & Go-Funktion, HeadUp-Display u.v.m.

 

Man kann sich natürlich fragen, ob man das Geld wirklich in solche Fahrleistungen stecken will oder lieber in Reichweite. Für 46800 € (bzw. ca. 39600 € nach Abzug der Umweltprämie in 2023) bekommt man z.B. beim Skoda Enyaq mit 204 PS/8,5 s. ein großes Auto mit 544 km nach WLTP (und mit 265 PS Allrad für 49050 € bzw. ca. 44000 € n.A.d.U., bei 6,9 s. auf 100, 527 km). Aber 3,9 s. sind halt echt eine Granate und was Besonderes, wie damals der GTI mit seinen ca. 9 s. auf 100. Und mit 400 km nach WLTP kann man auch schon ganz ordentlich Langstrecken fahren, wie ich selbst erlebt habe (ID.3, 417 km nach WLTP).

 

Wie seht ihr den Smart #1 Brabus auf dem Markt? Wird er eine neue (elektrische) Generation von Hot-Hatches begründen, wie damals der Golf GTI?

 

Und eine Umfrage hänge ich auch mal dran, ganz primitiv Verbrenner vs. E-Auto, weil das mit dem Mini als Konkurrenz so gut passt :).

j.

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