Urlaubsfahrt mit ID.3/58 kWh : jennss
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15.08.2022 20:27    |    jennss    |    Kommentare (48)

Wir haben jetzt unsere erste richtige Urlaubsfahrt mit dem ID.3 gehabt. Wir sind von ca. Hamburg nach Österreich (Saalbach-Hinterglemm) gefahren. Da ich von uns vieren der einzige Fahrer war, sind wir Hin- und Rückfahrt jeweils in 2 Etappen gefahren und haben dabei auch gleich Freunde in Frankfurt besucht, bei denen wir übernachteten. In Nürnberg haben wir dann noch die 4. Person dazu geholt und auch auf der Rückfahrt wieder abgesetzt, inkl. Übernachtung dort.

 

Insgesamt fand ich den ID.3 sehr ideal dafür. Ich fahre auch auf der Autobahn gerne elektrisch. Schnelle Reaktionen bei "Gas"-geben sind bei Spurwechseln praktisch und das ganze Fahren ist mit E-Auto komfortabel. In unbekannten Orten ist ein E-Auto antriebsmäßig schon etwas Entspannendes. Unser ID.3 hat noch SW 2.3, d.h. eigentlich ist es schon 2.4 mit ausgetauschter Batterie, aber in der Info steht noch 2.3. Ich hoffe, bei SW 3.0, die ich demnächst erwarte, wird einiges besser sein.

 

Hier ein paar Punkte:

 

  • Die Belüftung im ID.3 fand ich nicht gut. Schwerpunkt beim "Auto"-modus sind die mittleren Düsen und die bedeuten Zugluft. Die sind auch schlecht einzustellen, da Richtung und Durchlassstärke kombiniert in einem Schalter sind. Oben/Mitte/Unten kann man in der Software nur ein- oder ausschalten, aber die Stärke nicht einzeln regeln, nur gemeinsam. Die Vorklimatisierung funktioniert offenbar nur, wenn mittlere Düsen nicht mechanisch geschlossen sind, sondern auf Zugluft stehen (muss ich noch mal nachprüfen). Ich habe zuletzt meist nur die obere Lüftung recht stark eingeschaltet, die anderen Bereiche aus. Die obere ist sonst eher schwach, wenn man alle drei Bereiche eingeschaltet hat.
  • Den 77er Akku habe ich überraschend nicht vermisst. Unsere Etappenlängen lagen bei ca. 200 km. Mehr am Stück mochten wir selbst kaum. Maximum pro Etappe waren 239 km mit 15,8 kWh/100 km und 105 km/h Schnitt (Foto), ohne Stau und schnelle Abschnitte, wobei noch 90 km im Akku waren. Maximal am Tag waren es 620 km, ansonsten meist zwischen 500 und 600 km. Die Reichweite liegt also bei rund 290 bis 330 km pro Akkuladung, aber ich bin meist schon mit ca. 30% an die Ladesäule gefahren, weil wir gerne Pausen machen. :)
  • Wir hatten einige Staus, daher sind die Schnitte oft nur bei ca. 88 km/h. Ich bin dann auch mal zeitweise 160 km/h gefahren. Alle Tage lagen die Verbräuche zwischen ca. 17 und 18,9 kWh/100 km, bei etwa 25 bis 32 Grad. Den 15,8er-Etappenverbrauch hatte ich bei recht gleichmäßger Fahrt am Sonntag.
  • Ich habe zumeist das Routing von der ABRP-App übernommen. Es gibt auch ein Routing im VW-System, aber ich traue der ABRP-App mehr.
  • Die Zieleingaben (auch Raststätten) für's Navi waren teils umständlich. Das Senden eines Ziels aus der WeCharge-App ans Auto kam nicht an. Erst 2 Tage später, als wir schon zuhause waren, erschien die Meldung vom Senden - zu spät. Das wird mit SW 3.0 hoffentlich besser.
  • Die Navidaten sind oft nicht aktuell. Manche Ladesäulen fehlten oder haben falsche kW-Angaben und es gibt nicht so viel POIs im System wie bei Google, weswegen man oft die genaue Adresse raussuchen muss.
  • Die Ladezeiten waren für uns völlig problemlos. Einen 800 V-Akku vermisse ich für Langstrecken nicht, denn unsere Pausen waren allermeist länger als wir zum Laden brauchten. Dann war das Auto schon manchmal auf 100%, obwohl das für die Fahrt nicht nötig war und 80% gereicht hätten Wir haben die Reise nicht so durchgepowert, wie es vielleicht manch andere machen. Einen 800 V-Akku oder auch den großen mit 77 kWh/400 V sähe ich jedoch bei langen Tagestouren im Vorteil, wenn man am Zielort nicht laden kann, sondern extra einen Ladestop machen muss. Auf der Langstrecke hat uns das Laden eigentlich gar keine Zeit gekostet, weil wir die Pause eh machen wollten. Mit Verbrenner muss man dann zuerst noch zur Tankstelle, bezahlen und danach auf einen Parkplatz fahren. Das konnten wir uns sparen und waren in der Pause mit dem E-Auto vielleicht sogar schneller.
  • Schlecht war jedoch an einer Raststätte die fehlende Ausschilderung der Ladesäulen. So war das bei der Aufteilung der Spuren vor einer Tankstelle ein Glücksspiel. Ich bin leider in die falsche Spur (rechts neben der Tankstelle vorbei) gefahren und musste dann zu den Ionity-Ladesäulen gegen den Verkehr 100 m zurück fahren. Mein Ladenachbar mit ID.4 hat es übrigens genauso gemacht. Zum Glück war auf dem Parkplatz gerade kein Gegenverkehr.
  • Ich habe etwa zur Hälfte Ionity-Ladesäulen genutzt. Ansonsten auch EnBW, Allego etc. Zweimal gab es Durchfahrtslader, also anhängertauglich. Habe bis auf ein mal immer die WeCharge-Karte von VW genutzt. Nur an einer alter 50 kW-Ladesäule ging die nicht. So habe ich dort Shell Recharge genommen. Gut, wenn man eine zweite Karte hat.
  • Wir wollte an einem Tag nach Salzburg, doch wir hatten einen Reifenschaden, bei 100 km/h an der Landstraße gab es plötzlich eine rumpelige Fahrt und ich habe gleich geahnt, dass ein Reifen kaputt ist. Immerhin fuhr es sich nicht unsicher. Den genauen Grund weiß ich leider nicht. Bei der Panne erschien kurz eine Meldung, jedoch nicht mehr in den Benachrichtigungen der Leiste von oben. Vielleicht war der Reifen vorgeschädigt vom Überfahren eines Riemens mit Schnalle (wohl abgeflogen von einer Fahrradmontage am Heckträger) vor 2 Wochen auf der Autobahn bei ca. 100 km/h? Ich konnte der Schnalle nicht mehr ausweichen und schon mein Vordermann fuhr drüber. Danach sah ich jedoch keinen Schaden am Reifen. Bekommen haben wir bei VW in Österreich leider keinen Conti, sondern einen Bridgestone, der aber auch gut läuft, sitzt nur nicht ganz so elegant auf der 20"-Felge (Felge steht über).
  • Die Leistung des ID.3 gefiel mir auch auf der Autobahn sehr gut. Selbst da sehe ich den Vorteil der schnellen elektro-Reaktion ohne Schaltvorgänge.
  • Bergab war der Verbrauch sehr niedrig, was wohl auch am Rekuperieren lag. Ein E-Auto ist in den Bergen was Feines. Bei 28 km hatte ich z.B. mal 6,0 kWh/100 km, über 99 km dann noch 10,0 kWh/100 km.
  • 1x war ein 4fach Durchfahrtslader tatsächlich voll besetzt, d.h. 3 Autos und 1x defekt. Bin dann zur nächsten Raststätte gefahren statt zu warten.
  • An einer Ionity-Ladesäule stand ein EQS SUV neben mir. Haben uns kurz unterhalten. Ladepausen sind in dem Punkt wie Raucherpausen, nur gesünder :). Man trifft sich an der Ladesäule und kommt leicht ins Gespräch. Also wer mit Rauchen aufhören will, sollte es ersatzweise mal mit E-Auto probieren ;).
  • Einmal hatte ich bei 18% 125 kW. Ich dachte, das kommt erst mit SW 3.0.
  • Der ID.3 hat für 4 Personen mit Gepäck genug Platz, jedenfalls, wenn man keine 4 Riesenkoffer mitnimmt.

 

Schlappe 58 kWh und ein 400 V-Akku sind schon ganz prima für die Urlaubsfahrt.

j.

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15.08.2022 22:30    |    CivicTourer

Und das Laden ./. Tanken

 

- und ch muss halt eben nicht alle 250km tanken. Kann wohl aber Pause machen

- wo hast Du Pause gemacht zum Laden? Wir frequentieren dazu mittlerweile keine überfüllten Raststätten mehr mit teurem aber dafür mittelprächtig bis schlechtem Essen und 5000 Leuten in der WC-Schlange. Wir machen gerne Pause abseits der Bahn, in schönen Landgasthöfen. Auch für den Hund sind Raststätten für die Pause absolut kacke = auch für den fahren wir etwas raus. Da ist eben nix zum Laden … also würde uns mit unserem Verhalten das eAuto auf Reisen damit nerven, dass wir erheblich mehr Rast machen müssten und zum Laden blöd im Auto hocken - oder eben Pause machen wo wir es blöd finden.

15.08.2022 22:40    |    jennss

Ich kann das bei euch nicht einschätzen, aber ich habe keine Probleme mit Raststätten. Wir haben aber auch keinen Hund. Es gibt auch Rastplätze außerhalb der Autobahn. Gerade Ladesäulen liegen gelegentlich auf Autohöfen, weil man dort beide Richtungen mit sehr vielen Ladeplätzen zusammenlegen kann. 2 oder 3 mal hatten wir solche. Man müsste die ABRP-Planung aber genauer abchecken, wenn man normale Raststätten meiden will. Evtl. kann man die Planung so konfigurieren, dass keine Raststätten direkt an der Autobahn gewählt werden. Die Routenplaner in Autos sind auch unterschiedlich gut. Ich glaube, die besten hat Mercedes, aber ich kenne sie selbst nicht genau. Grundsätzlich stehen Ladesäulen aber natürlich nicht nur direkt an der Autobahn :). Wenn man mit E-Auto anfängt, lernt man die Ladesäulen über die Apps zu finden.

 

Wenn es dich stört, schon nach 250 km Pause zu machen, dann wäre der 77er Akku für euch von Vorteil. Damit sind wohl so 400 Autobahnkilometer drin.

j.

15.08.2022 22:55    |    tomcat092004

Danke für den Bericht und deine Eindrücke von der Tour.

Die Reichweite wäre mir tatsächlich zu gering (Zwangspause wegen Laden, aber das kann mit dem größeren Akku umgangen werden).

15.08.2022 22:58    |    jennss

Wie groß sind denn bei euch die Etappen zwischen den Pausen? Ich hätte eigentlich auch bis ca. 300 km gehen können, aber das wäre mir zu lang. Beim 77er geht es wohl bis etwa 400 km. "Zwangspause" sehe ich jetzt nicht so, da ich ja eh Pause machen will. Und ich spare mir halt die Fahrt zur Tankstelle vor der Pause. Es ist etwas Umgewöhnung, aber eigentlich echt "kein Ding".

j.

15.08.2022 23:23    |    rufus608

Gibt es auch Ladesäulen mit überdachten Parkplätzen davor?

:rolleyes: Ah ja, jetzt habe ich das 1. Foto auch wahrgenommen, scheint aber die Ausnahme zu sein lt. deinen Ladefotos.

15.08.2022 23:25    |    jennss

Ja, stellenweise, aber nicht überall. Steckerverbindungen können Regen vertragen.

Beim Aufmacherfoto hier sind die Ladeplätze überdacht und anhängertauglich.

j.

 

PS: Ich habe nicht alle Ladeplätze hier gepostet :). Es war noch eine andere Station überdacht und anhängertauglich, aber die hatte ich nicht fotografiert, weil ich da weitergefahren bin (eine Säule war defekt und die anderen 3 besetzt). War auch der einzige Ort, wo alles besetzt war.


Bild

15.08.2022 23:27    |    rufus608

Na ja, wird sich noch alles ändern mit der Zeit. Kommt Zeit kommt Dach ;-)

15.08.2022 23:30    |    jennss

Ja, denke ich auch. Vor allem sind die HighSpeedCharger (300+ kW) schon erstaunlich weit, also 50er hatte ich auf der Strecke kaum. Bei 50 kW-Ladesäulen bin ich auch etwas kritisch. Die sind oft alt und nicht immer gut gepflegt. Dach und anhängertauglich wird der nächste Schritt sein.

j.

16.08.2022 08:32    |    pico24229

Interessanter Bericht. Das Bild mit den beiden Schafen sieht aus als ob die vor einer Fototapete liegen :)

16.08.2022 09:32    |    rufus608

Wieviel zahlst Du unterwegs für ne kwh?

16.08.2022 11:58    |    tomcat092004

Jennss

Wann ich Pause mache, hängt von vielen Faktoren ab.

Müdigkeit, Vorankommen, fahre ich mit oder ohne Begleiter, Wetter und noch einiges mehr.

Wenn es läuft, mache ich auf meiner Stammstrecke (600km) nach 300km (ca.2,5h Fahrt) eine Pause. Das ist die Frühstückspause, da ich gern früh morgens starte. Meist brauche ich keine weitere Pinkelpause und wenn es eben läuft, so ist die Zeit kein Thema, da ich die km zügig abspulen kann. Meine Reisegeschwindigkeit ohne Tempolimit liegt bei 130 bis 160 km/h. Bis auf Baustellen gibt es nur wenige Begrenzungen auf 120km/h.

16.08.2022 14:10    |    romeon

vielen Dank! Du schreibst:

 

> Die Ladezeiten waren für uns völlig problemlos. Einen 800 V-Akku vermisse ich für Langstrecken nicht,

> denn unsere Pausen waren allermeist länger als wir zum Laden brauchten. Dann war das Auto schon

> manchmal auf 100%, obwohl das für die Fahrt nicht nötig war und 80% gereicht hätten

 

Wie lange waren denn eure Pausen? ;)

16.08.2022 15:58    |    jennss

Zitat:

@rufus608 schrieb am 16. August 2022 um 09:32:45 Uhr:

Wieviel zahlst Du unterwegs für ne kwh?

Da musste ich jetzt selbst erstmal gucken. Ich lade ja zu 90 oder eher 95% zuhause für ca. 30 Ct.. Daher habe ich mir die Preise unterwegs gar nicht so genau angesehen, weil das kaum ins Gewicht fällt bei 35000 km/Jahr. Ich habe bei WeCharge den Tarif für 2,99 € und sehe jetzt, dass ausgerechnet Ionity ungünstig war, wo ich wohl gut die Hälfte geladen habe, siehe Anhang. Würde ich auch im Alltag bei Ionity, hätte ich den Tarif für 9,99 € gewählt.

j.


16.08.2022 16:02    |    jennss

Zitat:

@romeon schrieb am 16. August 2022 um 14:10:53 Uhr:

 

Wie lange waren denn eure Pausen? ;)

Zwischen 30 und 60 Minuten. Hatte zumeist ja auch noch etwa 30% im Akku. WC plus essen plus gucken nach Mitbringseln... Da kommen einige Minuten zusammen :).

j.

16.08.2022 16:04    |    jennss

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 16. August 2022 um 11:58:25 Uhr:

Jennss

Wann ich Pause mache, hängt von vielen Faktoren ab.

Müdigkeit, Vorankommen, fahre ich mit oder ohne Begleiter, Wetter und noch einiges mehr.

Wenn es läuft, mache ich auf meiner Stammstrecke (600km) nach 300km (ca.2,5h Fahrt) eine Pause. Das ist die Frühstückspause, da ich gern früh morgens starte. Meist brauche ich keine weitere Pinkelpause und wenn es eben läuft, so ist die Zeit kein Thema, da ich die km zügig abspulen kann. Meine Reisegeschwindigkeit ohne Tempolimit liegt bei 130 bis 160 km/h. Bis auf Baustellen gibt es nur wenige Begrenzungen auf 120km/h.

Für dich wäre dann der 77er Akku zu empfehlen, wenn du diese Strecke oft fährst.

j.

16.08.2022 17:58    |    tomcat092004

Im Moment fahre ich sie weniger, würde dennoch den großen Akku nehmen.

Das läßt einem mehr Spielraum.

16.08.2022 20:27    |    Sp3kul4tiuS

nach Österreich sind wie aus dem Norden auch immer über zwei Tage gefahren.

Pausen 15-20 Minuten. Mittag dann eine Stunde. Aber wie oft keine Ahnung.

Bin beim letzten Mal (erstes Corona Jahr) A24 und A9 sehr lange Strecken 150 ( Tacho160) gefahren.

 

Auf der Hintour habe ich 8,88, 7,56 und 9,47 als Schnitt SuperPlus auf Spritmonitor gelesen. Letzte Tankfüllung war dann aber für 2 Wochen genug und passierte bei Ankunft.

Auf der Rücktour kam ich nicht unter 8. Da Hatte ich es wohl eiliger.

17.08.2022 07:40    |    PIPD black

Zitat:

@jennss schrieb am 16. August 2022 um 16:02:11 Uhr:

Zwischen 30 und 60 Minuten. Hatte zumeist ja auch noch etwa 30% im Akku. WC plus essen plus gucken nach Mitbringseln... Da kommen einige Minuten zusammen :).

j.

Wäre es nicht schlauer, wenn man eh mehr Pause macht als dass man fährt, die Autobahn zu verlassen und Überland zu gondeln?:confused:

Da kann man die Gegend genießen, findet schönere Naherholungsgebiete und kann dann auch die Rekuperation viel besser nutzen und höhere Akkureichweiten erreichen.

17.08.2022 09:39    |    Gasmob

Interessanter Beitrag, zeigt uns auch den überzogenen Reichweitenstress einiger, die Batterie ist offensichtlich groß genug. Wer mehr möchte, kann mittlerweile auch größere Speicher kaufen, bis vor ein paar Jahren noch undenkbar. Also ist bei der Elektromobilität alles im grünen Bereich, der Rest ist Geschmacksache, gut so.

Lediglich bei den Kosten für das Laden ist noch Potential, für den Alltag aber auch eher nicht.

17.08.2022 10:18    |    romeon

ich kann natürlich auch nur von uns ausgehen, wenn ich sage, dass solche Pausenzeiten deutlich über den gewünschten liegen. Wenn wir in den Urlaub (und natürlich auch zurück) fahren, dann ist nicht der Weg das Ziel, sdn das Ziel das Ziel. Da halten wir im Normalfall nicht alle 2 Stunden für eine Stunde an, das verlängert die Fahrt um die Hälfte. Normal für uns sind um die 20 Minuten alle ~3 Stunden: Gang zur Toilette, eine Kleinigkeit zum Essen und weiter gehts, ggfs mit Fahrerwechsel.

 

Das mag bei anderen natürlich anders aussehen, letztlich hat man sich mit ggfs anderen Gegebenheiten auch irgendwie zu arrangieren.

17.08.2022 18:27    |    Old Faithful

Wir sind gerade mit dem Tesla Model 3, großer Akku (75 kWh netto) RWD im Urlaub in Schweden. Auf der Herfahrt sind wir 700 km gefahren mit 4,5 Stunden dazwischen Fähre plus Wartezeit von Frederikshavn nach Göteborg. Zweimal haben wir zwischendurch geladen, einmal Jütland (Randers) und einmal 150 km nordöstlich von Göteborg (Jung). Ich habe auch die ADAC/EnBW-Karte, habe aber auf der Hinfahrt wegen der unübertroffenen Zuverlässigkeit und weil immer mindestens 6, oft auch 16, 20 oder mehr Anschlüsse zur Verfügung stehen, mich ganz auf die Supercharger gestützt. Das hat auch immer geklappt, zumal das mit automatischer Akkukonditionierung (= Heizung) und Navigation auf den Punkt verbunden ist. Geschwindigkeit, wo immer es ging 120 km/h, gelegentlich 130, in Schweden max. 110 km/h.. Verbrauch 120 kWh, Durchschnitt für die gesamte Strecke 17,3 kWh/100 km. Drei Erwachsene, Gepäckraum voll. Nachmittags 26-30 Grad Lufttemperatur, immer Klimaanlage an. Ladepausen dauerten 30 und 25 Minuten, an Superchargern älterer Generation, die max. 130 kW lieferten. Neuere, die bis 250 kW liefern, hätten die Pausen, nach meinem Eindruck, allenfalls um 5 Minuten verkürzt.

Fazit: entspannt.

Man kann viel Tüfteln, wenn man die günstigste Lademöglichkeit suchen will. So bin ich hier auf die Vattenfall inCharge App gestoßen, die AC-Laden für 30 Cent/ kWh (3 SEK) und DC mit 250 kW für 25 Cent/kWh (2,5 SEK, kein Schreibfehler!) anbietet und tatsächlich abrechnet. Habe darüber hinaus noch Shell Recharge, Plugsurfing und Fortum.

17.08.2022 21:02    |    jennss

Zitat:

@PIPD black schrieb am 17. August 2022 um 07:40:34 Uhr:

Wäre es nicht schlauer, wenn man eh mehr Pause macht als dass man fährt, die Autobahn zu verlassen und Überland zu gondeln?:confused:

Da kann man die Gegend genießen, findet schönere Naherholungsgebiete und kann dann auch die Rekuperation viel besser nutzen und höhere Akkureichweiten erreichen.

Landstraße statt Autobahn über 1000 km? Das wäre mir zu umständlich, mit Lastwagen, ständig überholen und so. Da finde ich die direkte Autobahn schon entspannter.

j.

17.08.2022 21:12    |    jennss

Zitat:

@Gasmob schrieb am 17. August 2022 um 09:39:17 Uhr:

Interessanter Beitrag, zeigt uns auch den überzogenen Reichweitenstress einiger, die Batterie ist offensichtlich groß genug. Wer mehr möchte, kann mittlerweile auch größere Speicher kaufen, bis vor ein paar Jahren noch undenkbar. Also ist bei der Elektromobilität alles im grünen Bereich, der Rest ist Geschmacksache, gut so.

Sehe ich auch so. Aber wie im Artikel schon geschrieben: Die Langstrecke ist aus meiner Sicht weniger die Reichweiten-Herausforderung als längere Tagestouren mit einem Ziel, wo man beim Parken dort nicht laden kann. Da könnte der 77er-Akku doch Vorteile haben, weil man ggf. damit nicht laden muss, wo man die Zeit nicht so gut nutzen könnte. Ich hatte hier mal eine 160 km-Strecke zur Ostsee und abends zurück. Ohne Laden war es mir zu knapp und so habe ich eine Ladesäule angesteuert, um 15-20 Min. zwischenzuladen. Zwar gibt es mit Handy heutzutage nicht mehr wirklich "Wartezeit" (Surfen im Forum, Mails und WhatsApp beantworten etc.), aber diese Zeit hätte ich halt mit 77er Akku sparen können, wobei das für mich jetzt auch nicht schlimm war :). Dafür beschleunigt der 58er-Akku im Alltag etwas besser.

j.

18.08.2022 21:33    |    AgilaNJOY

Hallo jenss,

 

was Du beschreibst ist nicht die klassische Urlaubsfahrt, wo man eben die Kilometer möglichst schnell machen will, sondern eher eine Genussreise auf mehrere Tage verteilt. Dass da die Ladestopps nicht nerven, ist logisch, zeigt aber nur, dass ein E-Auto auch mehr als Stadtverkehr kann...

Auch die Kommentare sind etwas zu sehr durch die rosarote Brille gesehen.

Unsere Urlaubsfahrt ging von der Schweiz nach Istrien, 715 km fast reine Autobahn, viel in Italien und das Ganze in 8.5h mit gesamt 45 Minuten Pause. Mazda CX-30, 186 PS, Allrad, Automatik, Dachbox (SUP), 3 Personen mit einem Verbrauch von 7.5l / 100 km. Diese Fahrt mit dem ID.3 hätte wahrscheinlich viel länger gedauert, da Ladesäulen in Italien abseits der AB liegen (carmaniac hat das glaube ich letztes Jahr gemacht) und wir in Italien sicher 2 mal laden müssten. Da addiert sich dann das abfahren von der AB (Maut bezahlen) mit der Fahrt zur Ladesäule, laden, Rückfahrt zur AB und wieder das Mautticket holen zu wahrscheinlich gegen 1 Stunde pro Ladung :o

Insgesamt also mindestens 2.5h länger, das ist dann schon recht stressig.

Vielleicht gibt es inzwischen ja Ladesäulen an der AB, aber um das mehrmalige Laden kommt man nicht rum und ob die alle funktionieren und ausreichend schnell sind?

20.08.2022 10:22    |    ABW

Die rosaroten Berichte der Mitkommentatoren meinte ich in einem anderen Zusammenhang schon einmal gelesen zu haben. Das Tagespensum von 200 km kam mir bekannt vor. Ich hatte etwas daneben gelegen. Es waren etwas mehr als 100 km. Zur Zeit der Postkutschen. Für damalige Verhältnisse eine fast hektische Zeit.

 

Hier ein Ausriss aus Wikipedia:

"Eine wesentliche Verbesserung erfuhren die Leistungen der Fahrpost durch den Ausbau der Landstraßen im 18. und 19. Jahrhundert. Um 1820 waren die bedeutenden Überlandpostkurse so gut ausgebaut, dass die dort verkehrenden Kutschen mit dem Tempo einzelner Reiter mithalten konnten. Die Reisegeschwindigkeit der Postkutsche wurde durch den Straßenbau von etwa 2 km/h im Jahr 1700 und 5,5 bis 7,5 km/h im 18. Jahrhundert auf etwa 10 km/h im Jahr 1850 gesteigert. Eine Kutsche konnte damals an einem Tag bisweilen über 100 Kilometer zurücklegen.[7]"

 

Bei allem Nostagieverständnis ... Reisen ist für mich ein Überwinden von Entfernungen um von Punkt A nach B zu gelangen. Mein Tagespensum beträgt dann zwischen 1.500 bis 2.000 km. Weil ich aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr fliege, kann ich mir die Postkutschennostalgie, heute in elektrifizierter Form, nicht leisten.

 

Obwohl der Elektromotor vor weit mehr als 100 Jahren erfunden wurde, wurde er nicht in Autos eingebaut, sondern die Motoren von Rudolf Diesel. Man hatte auf Deutsches Ingenieurwissen gesetzt. Das mache ich heute noch so. Von Mindergebildeten initiierte GrünLinke Elektrodemagogie ersetzt für mich keine Deutsche Ingenieurskunst am Industriestandort Deutschland.

20.08.2022 17:26    |    Old Faithful

Da fühlt sich aber jemand bedrängt.

Vor 250 Jahren hatte James Watt gerade ein Patent auf die Dampfmaschine erhalten und in der Folgezeit waren die Engländer mächtig stolz - zu recht - auf englische Ingenieurskunst. Bis dann deren Zeit ablief. Ganz ohne GrünLinke Demagogie. Sehr laut, viel Gestank, viel Kohle verbrauchend und andauernd brannten im Sommer die Böschungen.

So ist es heute an der Zeit, vom Verbrennungsmotor weitgehend Abschied zu nehmen. Man kann ja einen Kleinen zum Spielen behalten. Ich hab auch eine kleine funktionsfähige Dampfmaschine zuhause.

Der Elektromotor ist übrigens vor über 100 Jahren nicht wegen technischer Mängel vom Verbrenner verdrängt worden, sondern weil ein John D. Rockefeller in Texas Erdöl gefunden hatte und er das Potential sofort entdeckte und den aufkommenden Elektromotor mit allen Mitteln abwürgte.

20.08.2022 17:45    |    ABW

Zitat:

Der Elektromotor ist übrigens vor über 100 Jahren nicht wegen technischer Mängel vom Verbrenner verdrängt worden ...

Der Elektromotor hatte keine Mängel und wurde keinesfalls von Verbrennungsmotoren verdrängt. Im Gegenteil. Er wurde nur sinnvoll und aufgabenentsprechend eingesetzt. Z. B. bei elektrischen Gabelstaplern oder elektrischen Seilzügen. Sehr sinnvoll in geschlossenen Hallen, in denen es auf Abgasvermeidung ankommt. Am Tag mit den Staplern arbeiten und nach Betriebsschluss laden. Auf meiner Farm setze ich Dieselstapler ein. Da kommt es auf Kraft und Geländegängigkeit an.

 

Elektromotoren hatten immer ihren Sinn. Nur nicht für Beförderungsaufgaben über weite Strecken.

 

Nur mal eine Anmerkung: Zwischen der Erfindung der Dampfmaschine und dem Elektromotor liegen locker 150 Jahre. Das zu Äppel und Birnen.

20.08.2022 18:46    |    Old Faithful

Komisch ?? Und ich dachte immer der ICE (Bahn) fährt mit einem Elektromotor, der sogar bis 8 MW leistet. Scheint ja dann anders zu sein.

20.08.2022 23:04    |    jennss

Zitat:

@ABW schrieb am 20. August 2022 um 10:22:45 Uhr:

Reisen ist für mich ein Überwinden von Entfernungen um von Punkt A nach B zu gelangen. Mein Tagespensum beträgt dann zwischen 1.500 bis 2.000 km.

Du fährst 1500 bis 2000 lm am Tag? Wie lange bist du da unterwegs? Pausen? Was ist das für eine Reise? Mit Familie? Würde ich niemals machen. Also 1000 km, ok., das hatten wir ursprünglich auch überlegt, also ohne Übernachtung in Nürnberg direkt von Österreich nach Hamburg nach Hause zu fahren, aber wir hatten keine große Lust, so früh aufzustehen und ich wollte auch kein Risiko wg. Müdigkeit eingehen (nur ich fahre). Pausen helfen zwar, aber das ist mir dann doch zu viel. Ich habe es einmal gemacht, 1700 km zu fahren, damals als wir noch jung und verrückt waren :D, ohne viel Fahrpraxis nach Spanien, abwechselnd gefahren. Hätte da aber heute keine Lust mehr dazu. Also meine Grenze läge jetzt etwa bei 1000 km, die ich am Tag machen würde, unabhängig, ob E-Auto oder Verbrenner. Das wäre auch mit dem ID.3 mit 58 kWh kein Problem.

 

Mit dem Model 3 ist auch mal jemand (Björn Nyland) 2781 km im Straßenverkehr in 24 h gefahren, aber das war halt eine Rekordfahrt, keine Urlaubsfahrt. https://efahrer.chip.de/.../...kord-2781-kilometer-in-24-stunden_10937 . Soweit möglich ist er dabei konstant 170 km/h gefahren. Das ist beim Model 3 so der Sweetspot für maximale Strecke.

j.

20.08.2022 23:11    |    jennss

Zitat:

@AgilaNJOY schrieb am 18. August 2022 um 21:33:53 Uhr:

Hallo jenss,

 

was Du beschreibst ist nicht die klassische Urlaubsfahrt, wo man eben die Kilometer möglichst schnell machen will, sondern eher eine Genussreise auf mehrere Tage verteilt.

Was ist denn die klassische Urlaubsfahrt? Müssen das >1000 km am Tag sein? Ja, 620 km am Tag waren jetzt nicht riesig, aber man muss sich im Urlaub ja auch nicht unbedingt quälen :). Würden wir uns abwechseln am Steuer, sähe es anders aus. Und wir hätte durchaus wesentlich früher aufstehen können, aber das geht eben nur, wenn es alle wollen ;).

j.

21.08.2022 09:46    |    lippe1audi

Die klassische Urlaubsfahrt sieht für meine Frau und mich derart aus: Am Tag der Abfahrt stehen wir "normal" auf, frühstücken, rödeln noch etwas rum und fahren gegen 10 Uhr los - Start im Ruhrgebiet. Mittags eine Pause von 20 min zum Verfuttern des Mitgebrachten und - nein - Tanken ist nicht notwendig. Zwischen 17 und 18 Uhr sind wir dann in Innsbruck, wo wir zwischen-übernachten. Und nochmal nein - Tanken wäre immer noch nicht nötig, es sind dann noch gut 25 Liter im Tank! Wie das geht? Beste deutsche Ingenieurstechnik in einem Audi A6 6-zyl Diesel, und der ist dann auch noch mit 160 bis 180 km/h unterwegs. Mit einem Elektrofahrzeug - egal welchem - könnten wir nicht vor dem Abendessen noch einen Spaziergang in den Wald einlegen, sondern kämen irgendwann Abends nach 21 Uhr an - kein Abendspaziergang, kein oder nur hastig verspätetes Abendessen, nein danke! Da hat für mich diese Ingenieurstechnik einen hohen, einen sehr hohen Mehrwert ermöglicht.

Bevor was missverstanden wird: Elektrotechnik im Verkehr finde ich klasse, ganz super, und nutze sie auch: mit meinem E-Roller, welcher sämtliche Kurz- und vor allem Kürzeststrecken übernommen hat, auch bei Regen und auch im Winter. Aber zwangsweise alle Nase lang halten, kaum dass man losgefahren ist, und das nur, weil die Technik es so will: wer mag und es sich dann auch noch schön reden mag, bittesehr. Mir gefällt, was ich habe. Und - ach ja - am zweiten Reisetag gehts so weiter wie am ersten und das Ziel ist das Ziel, und an diesem Ziel kann ich dann schon im Pool liegen, während die E-Auto-Fahrer noch laaaaange auf der AB liegen.

Grüße, lippe1audi

21.08.2022 10:24    |    ABW

Zitat:

@Old Faithful schrieb am 20. August 2022 um 18:46:06 Uhr:

Komisch ?? Und ich dachte immer der ICE (Bahn) fährt mit einem Elektromotor, der sogar bis 8 MW leistet. Scheint ja dann anders zu sein.

Ich hatte mich offenbar nicht für alle klar verständlich genug ausgedrückt. Dieses hier ist ein Forum für Kraftfahrzeuge. Neuerdings auch für E Fahrzeuge. Aber alles eben Radfahrzeuge. Diese meine ich auch mit meinem Hinweis, daß Elektromotoren nie zur Überwindung von weiten Strecken konzipiert wurden.

 

Natürlich sind Schienenfahrzeuge mit großen Elektromotoren ausgestattet. Das funktioniert nur, weil sie ihren gewaltigen Strombedarf aus den Oberleitungen ziehen. Überall wo keine Oberleitungen installiert werden können, wird mit Diesel- und nicht mit Batterielokomotiven gefahren.

21.08.2022 16:40    |    pcAndre

Zitat:

@lippe1audi schrieb am 21. August 2022 um 09:46:47 Uhr:

Am Tag der Abfahrt stehen wir "normal" auf, frühstücken, rödeln noch etwas rum und fahren gegen 10 Uhr los - Start im Ruhrgebiet. Mittags eine Pause von 20 min zum Verfuttern des Mitgebrachten und - nein - Tanken ist nicht notwendig. Zwischen 17 und 18 Uhr sind wir dann in Innsbruck, wo wir zwischen-übernachten.

[...]

Beste deutsche Ingenieurstechnik in einem Audi A6 6-zyl Diesel, und der ist dann auch noch mit 160 bis 180 km/h unterwegs.

Morgen...!

Mmh, also von z.b. Dortmund nach Innsbruck sind es ca 800 km. Dafür benötigst du rund 7 Stunden...wie passt das mit 160 bis 180 km/h zusammen...?!?;)

 

Ich würde da eher fliegen und wäre noch früher am Pool...obwohl, aufgrund der aktuellen Lage vielleicht eher doch nicht.;)

 

MfG André

21.08.2022 17:18    |    jennss

Zitat:

@lippe1audi schrieb am 21. August 2022 um 09:46:47 Uhr:

Die klassische Urlaubsfahrt sieht für meine Frau und mich derart aus: Am Tag der Abfahrt stehen wir "normal" auf, frühstücken, rödeln noch etwas rum und fahren gegen 10 Uhr los - Start im Ruhrgebiet. Mittags eine Pause von 20 min zum Verfuttern des Mitgebrachten und - nein - Tanken ist nicht notwendig. Zwischen 17 und 18 Uhr sind wir dann in Innsbruck,

Das ist ok. und jetzt auch keine Gewalttour. Also mit dem ID.3 58 kWh würde ich mir das auch locker zutrauen, liege nach ABRP (sehr realistisch) bei 8:10 h für die Fahrt, also ein bisschen über deinen 7 bis 8 h Fahrt. Ob man jetzt wirklich nur 20 Minuten Pause auf 750 bis 800 km macht oder 1 h, halte ich für recht unerheblich. Persönlich würde ich mit 20 Minuten kaum auskommen. Deswegen würde ich mir jetzt keinen Verbrenner kaufen, alleine schon, weil es sich auch gerade in unbekannten Städten elektrisch entspannter fährt. Eine Pause ist grundsätzlich keine schlecht angelegte Zeit. Habe auch mal Mercedes EQS und BMW i4 eDrive40 ausgerechnet. Damit sind es 7:26 h (i4) bzw. 7:06 h (EQS). In ABRP kann man einstellen, ob man mehr oder weniger Pausen möchte, was ein bisschen Unterschied in der Zeit ergibt, weil man ggf. über 80% hinaus lädt. Mit EQS geht es auch mit nur einer Pause (26 Minuten), wenn man möchte.

 

Zitat:

Und nochmal nein - Tanken wäre immer noch nicht nötig,

Jupp, ist aber unwichtig, ob man eine Pause nebenbei zum Laden nutzt oder eben nicht.

j.


21.08.2022 17:35    |    lippe1audi

Zitat:

@pcAndre schrieb am 21. August 2022 um 16:40:44 Uhr:

Zitat:

Mmh, also von z.b. Dortmund nach Innsbruck sind es ca 800 km. Dafür benötigst du rund 7 Stunden...wie passt das mit 160 bis 180 km/h zusammen...?!?;)

Gut aufgepasst, Andre!;)

Das soll natürlich keine tatsächlich errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit sein und die Erklärungen sind trivial. Dies war die Fahrzeit kurz nach Ferienbeginn in NRW und das Stichwort "Dortmund" ist schon mal nicht schlecht. Schlecht ist, dass man von dort erst bis weit hinter Soest völlig im Schleichverkehr eingeklemmt ist: rechts nur LKW's, links bestimmt irgend ein Opi - oder ist es doch ein E-Auto-Fahrer?:rolleyes: - welcher das Tempo für alle "Linken" mit 103,458 km/h vorgibt. Dann gibt es sowas wie Baustellen, generelle Geschwindigkeitsbeschränkungen, und ach ja - spätestens zwischen München und Inntal den üblichen, ausgiebigen Stau. Und in Österreich auf der AB 180 fahren zu wollen, käme ganz ungut.

Das ist die übliche, hatte Praxis heute und wenn man "nur" einen Stau von 30 bis 60 Minuten drin hatte, kann man noch von ausgesprochenem Glück reden.

Aber glaube mir: sobald eine Strecke frei und nicht begrenzt ist, dann geht es ordentlich zur Sache und nur meine Frau hindert mich an noch rascherem Fortkommen. Ein E-Autofahrer käme da vielleicht ein Stück weit hinterher, aber nur mit Tränen in den Augen, weil er die drastische Abwärtsbewegung seiner "Tanknadel" nicht wirklich wahrnehmen möchte.

 

Wenn man streng nachdenkt, dann könnte man zur Auffassung gelangen, dass E-Autos von den Grünen und Nachahmern "erfunden" wurden, um die Luftqualität in Balllungsräumen, sprich Innenstädten zu verbessern. Da liegt zweifelsohne ein großer Vorteil dieser Antriebstechnik, wobei man sich natürlich fragen sollte, ob z.B. ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz nicht noch weit besser wäre. Aber auf echten Langstrecken haben diese Autos nichts zu vermelden - soviel Wahrheit sollte möglich sein.

Grüße, lippe1audi

21.08.2022 18:43    |    tomcat092004

Ich habe mal auf meiner Langstrecke geschaut.

Ladesäulen gibt es, wenn dann nur an der Tankstelle selbst.

Die Restaurants, in den wir dann eine Kleinigkeit holen bzw. deren Spielplätze, haben keine Ladesäulen.

Das bedeutet einen kleinen Spaziergang, der mit kleinen Kindern nicht ungefährlich ist und daher nicht attraktiv.

Das muss sich noch ändern und ein E-Fahrzeug ist dem Verbrenner gleich.

21.08.2022 19:18    |    Old Faithful

Zitat:

@ABW schrieb am 21. August 2022 um 10:24:31 Uhr:

Zitat:

@Old Faithful schrieb am 20. August 2022 um 18:46:06 Uhr:

Komisch ?? Und ich dachte immer der ICE (Bahn) fährt mit einem Elektromotor, der sogar bis 8 MW leistet. Scheint ja dann anders zu sein.

Ich hatte mich offenbar nicht für alle klar verständlich genug ausgedrückt. Dieses hier ist ein Forum für Kraftfahrzeuge. Neuerdings auch für E Fahrzeuge. Aber alles eben Radfahrzeuge. Diese meine ich auch mit meinem Hinweis, daß Elektromotoren nie zur Überwindung von weiten Strecken konzipiert wurden.

 

Natürlich sind Schienenfahrzeuge mit großen Elektromotoren ausgestattet. Das funktioniert nur, weil sie ihren gewaltigen Strombedarf aus den Oberleitungen ziehen. Überall wo keine Oberleitungen installiert werden können, wird mit Diesel- und nicht mit Batterielokomotiven gefahren.

Du drückst dich immer noch, freundlich ausgedrückt, unpräzise aus.

Seit wann sind Schienenfahrzeuge keine Radfahrzeuge? Oder reden wir über den Transrapid? Der Elektromotor in einem ICE kann täglich über 1000 km bewältigen, auch mit hoher Leistung. Sie haben bislang viele Millionen Kilometer zurück gelegt. Die Zugmasse liegt bei bis zu über 400 to pro Zug. Wie also kommst du zu der Aussage: „das Elektromotoren nie zur Überwindung weiter Strecken konzipiert wurden.“?

Lkw-Fahrer, die mit dem Elektromotor unterwegs sind, berichten nicht nur über die absolute Laufruhe und Geräuscharmut des E-Antriebs im Vergleich zum mordsmäßigen Gebrüll eines großen Dieselmotors bei hoher Last, sondern auch von der beeindruckenden Kraft beim Anfahren. Ein Eindruck, den dir jeder Fahrer eines E-Pkw bestätigen wird.

 

Ein E-Motor ist kleiner, leiser, vibrationsärmer, wartungsärmer, braucht keine Kupplung, keinen Leerlauf, keinen Auspuff, kein ad Blue, und ist am Einsatzort frei von allen stofflichen Emissionen. Und er kann mit erneuerbaren Energien betrieben werden und muss nicht auf begrenzte fossile Stoffe zurück greifen. Das Geld für Strom bleibt im Land und finanziert nicht irgendwelchen arabischen Potentaten den 10. höchsten Turm der Welt, bzw. den russischen Krieg gegen die Ukraine.

Das würde mir als Argument zehnmal reichen umzusteigen.

 

P.S. Ich bin hier gerade im Urlaub in Schweden und bin dazu - natürlich rein elektrisch - am Anreisetag 750 km im E-Auto gefahren, dazu 5 Stunden für die Fähre nach Schweden. Zweimal für 25 Minuten geladen und halbvoll Akku hier angekommen.

Der Elektromotor ist nicht für größere Strecken konzipiert worden?

21.08.2022 21:07    |    jennss

Zitat:

@tomcat092004 schrieb am 21. August 2022 um 18:43:33 Uhr:

Ich habe mal auf meiner Langstrecke geschaut.

Ladesäulen gibt es, wenn dann nur an der Tankstelle selbst.

Welche Apps oder Webseiten nimmst du zur Ladesäulensuche?

j.

21.08.2022 21:09    |    jennss

Zitat:

@lippe1audi schrieb am 21. August 2022 um 17:35:07 Uhr:

Schlecht ist, dass man von dort erst bis weit hinter Soest völlig im Schleichverkehr eingeklemmt ist: rechts nur LKW's, links bestimmt irgend ein Opi - oder ist es doch ein E-Auto-Fahrer?:rolleyes: - welcher das Tempo für alle "Linken" mit 103,458 km/h vorgibt.

Wer mit E-Auto auf der linken Spur schleicht und blockiert, macht das auch mit Verbrenner. Das Auto tut da nicht viel zur Sache.

j.

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