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03.10.2018 20:14    |    jennss    |    Kommentare (85)

smarteq-route-koeln
Smarteq route koeln

Ich hatte gestern wieder eine Fahrt zu meiner Tochter, beim Umzug helfen. Sie wohnt jetzt in Köln und ich bin mit dem BMW 225xe (PlugIn-Hybrid) problemlos hin- und zurückgefahren. In Köln habe ich vor dem Tanken extra noch den Akku mit Benzin bei den Stadtfahrten dort aufgeladen, um maximale Reichweite zu haben. Klappte dann auch ohne Zwischentanken zurück bis nach ca. Hamburg Harburg. Da mich derzeit als Zweitwagen auch das Smart EQ Cabrio interessiert (WLTP 145 km Reichweite), habe ich mich mal gefragt, wie es wohl wäre, damit nach Köln zu fahren. Das sind etwas über 400 km. Ist natürlich eine verrückte Idee, denn der Smart ist ein Citystromer, aber warum nicht mal probieren, wenn es geht :D. Vielleicht behalten wir den Smart später ja mal alleine, wenn der Leasingvertrag des 225xe ausgelaufen ist. Und so oft kommt die Strecke für uns eh nicht vor. Auf Leihwagen habe ich nicht soo viel Lust und es ist reizvoll, diese "Herausforderung" aus Spaß anzunehmen :).

 

Außerdem ist das elektrische Fahren ja auch deutlich günstiger. Mit dem Hybrid hatte ich wohl ca. 11 €/100 km. Mit dem Smart EQ dürfte das weniger als die Hälfte sein. Überhaupt wäre ein Stromer für Langstrecken wegen der Kosten doch auch gar nicht so übel. Beim VW Neo sollen es nach WLTP 330 bis 550 km werden. Der größere Akku (80 kWh?) wird die Strecke also auch ohne Nachladen schaffen, bei sicherlich deutlich weniger Fahrkosten als ein Diesel.

 

Aber zurück zum Smart... Bei Goingelectric wirft das Reichweitentool mit Smart EQ und Schnelllader 7:23 h aus: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708714 . Unter Optionen habe ich da max. 5 km Ladestationsentfernung von der Route angegeben. Gestern hatte ich mit dem Hybrid 4:30 h Fahrzeit, bei einer 25 Minuten-Pause ohne Tanken, aber ich hatte auf der Strecke auch schon mal 7 h gebraucht, dank Stau. Die 7:23 h des Smarts gehen ja davon aus, dass man keinen Stau hat. Mehr Pause braucht man nicht einzurechnen, da man die ja beim Laden schon hat. Immerhin erscheint es nicht völlig unmöglich, die Strecke mit Smart zu fahren - dank des neuen Schnellladers. Aus Neugierde habe ich dann auch mal nach dem eGolf (231 km nach WLTP geguckt (ist auch in der Auswahl des Tools). Da kam ich auf 6:08 h, bei 1:30 h Ladezeit: www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708819 . Beim Tesla S100 waren es nur noch 6 Minuten Ladezeit und 4:28 h insgesamt. Ich weiß nicht, wie schnell da virtuell gefahren wird, aber ich bin mit dem Hybrid wohl schneller gefahren, da ich diese Zeit schon mit 25 Minuten Futterpause erreicht habe. Beim Smart EQ ohne Schnelllader ergeben sich übrigens 14 h Ladezeit :D. Mit Ampera-e kommt das Tool auf 17 Minuten Ladezeit und 4:34 h insgesamt: www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708876 . Interessanterweise schafft der Hyundai Ioniq trotz kleinerem Akku die Strecke schneller als der eGolf, da er schneller laden kann (1:15 h Ladezeit): https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708819 . Die leicht unterschiedlichen Streckenlängen kommen wohl durch die Entfernung der Ladesäule von der Route zustande, nehme ich an.

 

Die zweite wichtige Strecke ist für uns die Fahrt zu meiner Mutter. Das sind nur 130 km und die kann man im Sommer vielleicht :D sogar ohne Nachladen schaffen, also kein Problem. Nett dabei ist, dass am Zielort (Heide) sämtliche Ladestationen kostenlos sind. Sowas gibt es ja gebietsweite nachwievor.

 

Fazit: Mit Smart EQ erscheint die Strecke dank Schnelllader durchaus machbar. Ob man die 2:40 h Ladezeit zu nutzen weiß, muss jeder für sich entscheiden, aber auf jeden Fall geht es, anders als ohne Schnelllader (oder mit einem e.Go Life, der ja auch keinen Schnelllader hat), denn bei 14 h Ladezeit ohne Schnelllader ist jede andere Option besser :). Geht man davon aus, dass ein VW Neo oder andere, die ab 2020 kommen, die Strecke ohne Nachladen schaffen (der Neo mit großem Akku hat sehr wahrscheinlich mehr Reichweite als ein Tesla S 100D), kann man sich auf niedrige Fahrkosten freuen. Vielleicht wird das E-Auto sogar gerade für Langstreckenfahrer damit interessant. Niedrige Fahrkosten waren ja schon für Dieselfahrer ein wichtiger Punkt. Das E-Auto reduziert die Fahrkosten dabei in ähnlichem Maße wie der Diesel ggü. dem Benziner, gleiche Fahrzeugklasse vorausgesetzt. Was allerdings noch fehlt, ist eine bessere Transparenz der Kosten an den Ladesäulen.

j.

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04.10.2018 23:52    |    jennss

Zitat:

Ich habe schon verschiedene Strecken mit meinem Benziner mit 5,4L Verbrauch gefahren.

Bei huetigen Benzinpreisen von 1€55 kostet es 8€37 pro 100km.

Wenn ich bereit wäre die 400km lange Strecke genauso lang Unterwegs sein, wie E-Auto, dann muß ich meine Tempo stark reduzieren, mit dem folge - Verbrauch sink, ich schätze es kann 4,6L sein (?) was wird 7€13 pro 100km kosten.

Bei solchem Verbrauch kann ich 1 100km lang fahren ohne nachtanken, mit 50L Tank. (Pinkein muß ich trotz dem)

Muß ich dazu sagen ob E-Smart teuer ist?

8,37 € sind für einen Benziner gut. Der E-Smart dürfte im Schnitt sonst für ca. 4 - 5 €/100 km zu fahren sein (17 kWh x 0,27 Ct/kWh = 4,59 € oder eher weniger als 17 kWh). Die Autobahnfahrt kostet sicher mehr als das, ist aber auch ein seltener Einsatz für so ein Auto.

j.


05.10.2018 09:21    |    Lewellyn

Die 30 kWh/200km beziehen sich nicht auf den iPace. ;)

Mit einem Kona/Niro/Soul/Ionic bekommt man das locker hin. Tacho 110, beim Ionic auch mehr und rollen lassen.

 

Die 22kW sind für den 17er Akku ja im Grunde schon schnell laden. Aber mit Gleichstrom und aktiver Kühlung könnte man auch mit 2C laden. Der alte Soul EV lädt mit 62kW in der Spitze bei einem 30er Akku. Wenn man einen CHAdeMO>50kW findet .


05.10.2018 18:43    |    jennss

2C ist aber auch selten, soweit ich weiß. Hat sich das Laden mit 50 oder 62 kW beim Soul EV bewährt? Wie solide sind die Zellen? Beim Smart ist vielleicht auch etwas Platzmangel für aufwändige Kühlung und so.

j.


05.10.2018 20:45    |    notting

@jennss:

- Zoe mit 22kWh und 43kW Ladeleistung (selten)

- Teslas mit kleinerem Akku am SC (gibt mind. 60kWh physische Akkukapazität und der SC hat IIRC inzw. >120kW)

- VW e-Up! (45kW CCS und <20kWh Akku)

- e-Golf 2014 (50kW, <25kWh Akku)

- Hyundai Kona & Co. mit 40kWh Akku ist nicht ganz 2C

 

notting


06.10.2018 02:12    |    jennss

Jo, stimmt schon, es gibt doch einige mit ca. 2C. Der eUp soll aber eigentlich gar nicht viel schneller laden als der Smart. Der eUp soll 80% in 40 Minuten schaffen, der Smart in 45 Min., bei ähnlich großem Akku. Da bringt CCS also nichts. Das können nicht wirklich 45 kW sein. Beim eGolf hat man mit dem Update den Ladestrom verringert, obwohl der Akku größer wurde. Ich denke, die 22 kW beim Smart sind eine gute Entscheidung, also ein Kompromiss zwischen Lebensdauer des Akkus und Ladezeit.

j.


06.10.2018 08:41    |    notting

@jennss:

Zitat:

Ich denke, die 22 kW beim Smart sind eine gute Entscheidung, also ein Kompromiss zwischen Lebensdauer des Akkus und Ladezeit.

Normalerweise kann man aber die Ladeleistung auch verringern, also entweder als Einstellung im Auto oder in dem man einfach eine entspr. schwächere Ladesäule/Wallbox/mobiler Lader verwendet.

 

notting


07.10.2018 00:37    |    jennss

Welche Einstellungen gibt es denn z.B. bei einem CCS-Lader im eGolf oder Ioniq?

j.


07.10.2018 08:41    |    notting

@jennss: Komme so anscheinend nicht an die Handbücher. Bei Typ2 AC läuft das von außen so: https://de.wikipedia.org/wiki/IEC_62196#Signalkontakte

 

notting


07.10.2018 08:47    |    0cool1

Jennss ich hab es nachgelesem, beim e-up! steht mittlerweile wirklich 40 min

 

 

Allerdings weiß ich aus der Praxis, dass man nach den ersten 10 min ziemlich genau 6 kWh und 40% nachgeladen hat.

Egal ob man mit 1, 10 oder 20% startet.

Nach weiteren 10 min ist man bei 80, 85 oder 90% angekommen, wie gesagt abhängig vom startwert.

 

Der Ioniq hat LiPos verbaut, da wissen wir, die kann man schnell laden. Daher auch die 70kW bei 28 KWh Akkukapazität. Macht 2.5 C


07.10.2018 08:48    |    0cool1

Bei CCS lässt sich nichts einstellen, das macht das Auto von selbst. Also entweder der Akku ist zu warm/kalt oder es wird mit voller Leistung geladen, eben das was die Säule kann und das Auto maximal laden kann.


07.10.2018 08:49    |    0cool1

An Typ2 kann man bei vielen Autos den Ladestrom begrenzen, an Schuko sowieso


07.10.2018 09:01    |    notting

@0cool1:

Zitat:

Bei CCS lässt sich nichts einstellen, das macht das Auto von selbst. Also entweder der Akku ist zu warm/kalt oder es wird mit voller Leistung geladen, eben das was die Säule kann und das Auto maximal laden kann.

Das ist insofern falsch, als dass es eigentl. darum ging irgendwelche Leitungsüberlastungsschutzfunktionen dazu zu verwenden die max. Ladeleistung zu verringern um den Ladevorgang zu verzögern und _nicht_ um Ladeleistungsbegrenzung wg. des Akkus (z. B. nicht mehr volle Ladeleistung wenn zu voll/warm/kalt), was näml. _immer_ aktiv ist - auch bei Typ2 in allen Lademodi.

Mag sein, dass bei CCS immer das schnellste genommen wird, worauf sich Auto und Säule einigen können und dass das nicht im Auto einstellbar ist. Sollte aber theoretisch irgendwo in der Säule einstellbar sein.

 

notting


07.10.2018 09:12    |    0cool1

Ist es aber nicht.

An der Säule lässt sich nichts einstellen. Ist das eine 20 kW Säule und das Auto hat keine Einschränkungen, wird mit 20 kW geladen.

Ist das eine 50 kW Säule (400V/125A), und das Auto hat keine Einschränkungen wird mit 125A geladen. Beim e-Golf ist die Akkuspannung 323V, daher nur 40kW. Beim Ioniq sind es aufgrund der höheren Spannung im Akku meist 44-46 und beim Jaguar i-Pace sogar 49-50 kW, da der Akku an die 400V hat.

Ist das nun eine stärkere Säule mit 150 oder 350 kW (welche dann eh nur bei 800V Systemen wie beim Porsche Taycan möglich sind), ist die Begrenzung das Auto.

Der Ioniq lädt dann nur mit max.70 kW, auch wenn die Säule die doppelte Leistung liefern könnte


07.10.2018 09:21    |    notting

@0cool1: Ich formuliere deine letzten beiden Sätze mal anders: Der Strom im Kabel muss begrenzt sein sonst schmilzt das Kabel. Mehr Leistung ist nur bei höherer Spannung mögl., dann muss aber sowohl das Auto entspr. Elektronik haben als auch die Ladesäule. Bzw. umgekehrt betrachtet: Wenn man eine 800V-Ladesäule mit 350kW hat, heißt das, dass der max. Strom 437,5A beträgt. Daraus resultiert, dass es wenn die Säule nur 400V verwenden darf max 175kW sind.

 

Außerdem: Z. B. https://www.designwerk.com/mobiles-dc-ladegeraet-22-kw-mdc22/ kann man offiziell auch an CEE16 anschließen. Wie soll das vernünftig funktionieren wenn das Ladegerät dem Auto nicht sagt, dass nur die halbe Leistung kommt? Wenn man da nix einstellen kann, ist das ledigl. eine Design-Entscheidung bzgl. des Ladegeräts.

 

notting


07.10.2018 10:10    |    Daimler201

Mit dem E-Auto und geringer Reichweite Langstecke: Klar geht das, Deinem Auto ist das völlig egal. Mir wäre das irgendwie zu umständlich, um daran Spaß zu finden.

 

E-Autos dieser Art auf Langstecke sind genauso "passend" wie ein SUV auf 800n Weg zum Kindergarten: Es geht freilich, aber dafür sind die Fahrzeuge halt nicht gedacht.


07.10.2018 10:30    |    notting

@Daimler201: Mit Mercedes EQC, Jaguar i-Pace und Audi e-tron gibt's bzw. wird's in absehbarer Zeit weitere langstrecken-tauglichere E-Autos geben. Der e-tron GT soll sogar wie der Porsche 350kW-Ladung bekommen. Leider setzt das auch ausr. Ladeinfrastruktur mit allermind. 100kW voraus...

 

notting


07.10.2018 18:54    |    jennss

Zitat:

Mit dem E-Auto und geringer Reichweite Langstecke: Klar geht das, Deinem Auto ist das völlig egal. Mir wäre das irgendwie zu umständlich, um daran Spaß zu finden.

Spaß muss es nicht sein. Wenn man nur das eine Auto hat, kann man entscheiden, was man möchte, wenn man dort ein Auto vor Ort haben möchte:

 

1) Mit mehreren Stopps und einigen Ladezeiten die Strecke selbst fahren.

2) Das Auto auf den Zug verladen.

3) Mit Bahn (Flugzeug) hinfahren und vor Ort ein Auto leihen.

 

So richtig Spaß machen die anderen Lösungen auch nicht ;). Option 1) ist mit Sicherheit am günstigsten. Immerhin macht so ein Smart Cabrio im Alltag zum Ausgleich viel Spaß.

j.


07.10.2018 19:07    |    notting

@jennss:

Zitat:

2) Das Auto auf den Zug verladen.

*LOL* Selbst als die Bahn das noch angeboten hat waren das immer riesige Umwege.

 

Zitat:

3) Mit Bahn (Flugzeug) hinfahren und vor Ort ein Auto leihen.

... und jeden Scheiß teuer bezahlen bzw. große Umstände mit Abholung und Rückgabe haben - falls man überhaupt einen Mietwagen bekommt, hatte da auch schon Probleme. Hatte schon berufl. mehrfach Mietwagen, war immer anstregend rechtzeitig dort zu den eher kurzen Öffnungszeiten (bis max. 18h usw.) anzukommen, Rückgabeprotokoll machen die meist auch nicht freiwillig etc. :mad:

Bei meinem Autohaus (Werkstattersatzfahrzeug) sind die Öffnungszeiten zwar nicht viel besser, aber günstiger und man muss ihnen nicht wg. dem Rückgabeprotokoll in den Hintern treten...

 

notting


07.10.2018 20:40    |    jennss

Ja, dann doch lieber auf der Strecke ein paar Stopps akzeptieren und dann das eigene Auto vor Ort haben. Dafür hat man dann zuhause immer eine spaßige Kiste. Das Smart Cabrio ist echt Fun, habe es schon probegefahren.

Natürlich sollte so eine Strecke nicht allzu oft vorkommen. Dann kauft man doch lieber ein Verbrenner-Cabrio oder geschlossenes E-Auto mit großem Akku. Smart baut allerdings das einzige E-Cabrio auf dem Markt. :)

j.


08.10.2018 08:51    |    Goify

Autozüge gibt es ja wieder (nur nicht von der DB) und das ist die größte Katastrophe seit Menschengedenken. Das macht man nur, weil man seinem Oldtimer lange Strecken ersparen will.

 

Es gibt Strecken, da ist das Auto ideal und andere, da wäre ein Auto die dümmste Variante und oft sogar die teuerste. Das muss man immer von Fall zu Fall individuell entscheiden. Aktuell plane ich gerade meine Reise nach Venedig (Biennale) und das Flugzeug fällt raus, weil es keinen sinnvollen Direktflug gibt und obendrein teuer ist, das Auto verursacht immense Parkgebühren und zudem noch zwei mal Maut und der Nachtzug ist im Sitzwagen spottbillig, aber dann kann man nicht schlafen (Schlafabteil kostet das Dreifache). Also fahre ich tagsüber mit dem Zug extrem günstig (49 € je Strecke) direkt auf die Lagune und muss nur ein einziges Mal umsteigen.


08.10.2018 09:53    |    Lewellyn

Man stelle sich vor, es gäbe ein europäisches Autozug-Fernreisenetz, wo man komfortabel über Nacht durch Europa kommt, das Elektroauto wird während des Transports auf 100% gebracht wird.

 

Eine Marskolonie ist realistischer und vermutlich schneller zu realisieren, aber schön wäre es.


08.10.2018 10:10    |    Goify

Zitat:

europäisches Autozug-Fernreisenetz

Das ist in der Tat Science-Fiction. Wir hatten sogar früher mal Überschall-Personenflug. Längst Geschichte, wie ein halbwegs funktionierender Autozug. Den Zenit unserer Entwicklung hat die Menschheit irgendwo in den 90ern überschritten.


08.10.2018 20:12    |    notting

@Lewellyn:

Zitat:

Man stelle sich vor, es gäbe ein europäisches Autozug-Fernreisenetz, [...]

Du willst wohl den 2. Schritt vor dem 1. tun? -> https://www.heise.de/.../...windigkeitswahnsinn-in-Europa-4095196.html

 

notting


08.10.2018 21:11    |    FWebe

Ich weiß schon, wieso ich mein Wohnmobil immer mit dem Flugzeug zu meinem Schiff fliegen lasse.


08.10.2018 22:05    |    Goify

FWebe, kann das Flugzeug auf deinem Schiff landen, bist du wirklich reich. Kann das Flugzeug nur in einem nahegelegenen Flugplatz landen, bist du auch so ne arme Kirchenmaus wie ich. :D


08.10.2018 22:09    |    notting

@FWebe: Das setzt aber voraus, dass dein Schiff ein Flugzeugträger ist, sonst wird das mit der Flugzeug-Landung schwierig. Dann hat man aber immer eine Kleinstadt an Leuten dabei, die meisten Gewässer gehen von den Abmessungen her nicht, ... Oder man muss auf dem Wasser landen und dann ist's schwierig das Teil auf's Schiff zu kriegen.

-> Mit dem Lasten-Helikopter ist das viel einfacher: https://www.youtube.com/watch?v=RnX9xcjX5Q8 (IIRC hat der Heli dem Gewinner des zu sehenden Colts was zur Einführung des neuen Modells verlost wurde dann so gebracht).

 

Und wo ist nochmal das Bild mit der Arme-Leute-2-Fahrzeug-Lösung für das einfache Leben, wo der Porsche/Mercedes/wasweißich auf dem Hänger am Wohnmobil hängt?

 

SCNR

 

notting


08.10.2018 22:14    |    FWebe

Ich habe natürlich meinen eigenen Flugzeugträger. Da ich nicht so prahlen wollte, habe ich die Helikopter und anderen Gefährte selbstredend nicht erwähnt.

Aber mal ernsthaft, die Grundidee war es, eine bestimmte Strecke mit einem bedingt dafür geeigneten Fahrzeug zurücklegen zu wollen. Da ging es nicht um irgendwelche Optionen sondern um die reine Möglichkeit bzw. um die Darstellung der Bedingungen.


09.10.2018 10:12    |    FWebe

Wie wäre es eigentlich, wenn man die Strecke "parallel" zur Autobahn führe, sprich über Land- und Bundesstraßen? Der Verbrauch dürfte mitunter deutlich geringer ausfallen, mal ganz davon abgesehen, dass es bedeutend angenehmer zu fahren ist, zumindest für mein Empfinden.


09.10.2018 10:20    |    Goify

Und fährt man von Köln nach Hamburg, anstatt umgekehrt, spart man nochmal etwas ein, weil Hamburg etwas niedriger als Köln liegt, also in m ü. NHN gemessen. ;)


09.10.2018 15:12    |    Lewellyn

In Frankreich funktioniert das sogar. Da gibt es ausgewiesene Autobahnersatzstrecken, für die Leute, die sich die nicht gerade billige Maut sparen wollen. Deswegen hat Frankreich ja jetzt das Tempo dort auf 80 gesenkt.

Mehr Leute wechseln auf die Autobahn und Elektroautos werden noch sparsamer.

 

Nachteil ist, auf der Autobahn gibts an allen größeren Rastplätzen Ladesäulen, über Land muss man sich durch suchen.


09.10.2018 15:56    |    FWebe

Ich sehe dabei noch den Punkt, dass der Smart auf der Landstraße vermutlich auch mehr Spaß beim Fahren macht, als auf der Autobahn.


09.10.2018 16:19    |    Lewellyn

Besonders als Elektrocabrio. Lautlos offen durch die Landschaft gleiten, da kommen einem die 80 in Frankreich auch nicht mehr so langsam vor.

 

Meine erste längere Elektroautotour steht fest: Mit dem dann hoffentlich lieferbaren neuen Soul EV an der franz. Kanalküste entlang zu den Stränden der Normandie.


09.10.2018 20:32    |    notting

@FWebe: Denke Autobahn wird bei gleicher Geschwindigkeit energiesparender sein weil keine Kreisverkehre, Kreuzungen etc. wg. denen man regelm. bremsen muss.

 

notting


09.10.2018 20:33    |    notting

@Lewellyn: Als ich kürzl. mal nach CCS-Ladesäulen in F auf Goingelectric.de gesucht habe, habe ich gemerkt, dass die dort wohl sehr schlecht ausgestattet sind. Was Typ2 >=22kW angeht übrigens auch...

 

notting


09.10.2018 20:46    |    FWebe

@notting

Gerade das sollte mit einem Elektrofahrzeug weitaus weniger ein Problem darstellen.

Zumal sich diese Auswirkung auf den Verbrauch ja sogar mit Verbrennern darstellen lässt.

Davon ab, wieso sollte man da so viel mehr bremsen? Bremsen ist ja häufig eher ein Zeichen einer schlechten Verkehrsbeobachtung.


09.10.2018 20:52    |    notting

@FWebe: Tja, wenn du unbedingt mit 100km/h durch den Kreisverkehr willst ohne die Motorbremse zu benutzen (wodurch man bei Verbrennern Sprit spart was bei Leerlauf nicht der Fall ist...).

 

notting


09.10.2018 21:00    |    FWebe

Ich sehe das Problem nicht. Zum einen dürften die meisten Kreisel mindestens auf 70 km/h beschränkt sein, zum anderen reden wir von einem Elektrofahrzeug, wo die Motorbremse sogar wieder einspeist, im Gegensatz zum Verbrenner.

Der Leerlauf ist richtig eingesetzt aber trotzdem die sparsamere Option.

 

Ich kann es, abseits des physikalischen Zusammenhangs, ja nur aus meiner Erfahrung heraus beschreiben, und dort fällt der Verbrauch auf der Autobahn durchaus 10-20% höher aus als auf der Landstraße.

 

Mit konstant 60 km/h (Durchshnitt überland) sind ~15 kW durchaus realistisch, bei konstant 100 km/h (Durchschnitt Autobahn) sind es dagegen schon ~37 kW.

Betrachtet man nun noch die Tempospitzen, verschiebt sich der Leistungsbedarf noch stärker.

 

Es gibt letztlich keinen Grund, wieso die Autobahn normal gefahren (sprich RG wo es geht und erlaubt ist) sparsamer sein sollte, es sei denn man kämpft sich nur durch irgendwelche Staustädte.


09.10.2018 21:14    |    notting

@FWebe: "mindestens auf 70 km/h beschränkt" = kann auch auf 100km/h beschränkt sein ;-)

Außerdem dem schrieb ich ganz klar "Denke Autobahn wird bei gleicher Geschwindigkeit [...]" :rolleyes:

 

notting


09.10.2018 21:17    |    FWebe

Ich weiß was du geschrieben hast, nur ist es halt nicht richtig.

Bei mehr als dem doppelten Leistungsbedarf kannst du reichlich viel bremsen, bis da ein Mehrverbrauch bei entsteht. 150% mehr Verbrauch stehen 60% mehr Strecke gegenüber, konstante Tempi (60, 100) vorausgesetzt.

 

Dazu kommt noch die niedrigere Last bei konstanter Fahrt auf der Autobahn (~50% bei unserem 95 PS Kleinwagen), welche in Verbindung mit dem höheren Energiebedarf sich entsprechend in Mehrverbrauch niederschlägt. Überland kann man weitaus häufiger mit hoher Last fahren oder entsprechend im Leerlauf ausrollen, allein schon weil die Streckenführung entsprechendes vorgibt.

 

In Zahlen gesprochen sind bei uns über Land- und Bundesstraßen ~4,5-5,5 l/ 100 km normal, auf der Autobahn hingegen sind unter 5,5l bei RG als Reisegeschwindigkeit kaum möglich, es sei denn man kommt kaum dazu, RG zu fahren.

 

Und jetzt haben wir zu allem Überfluss sogar ein Elektrofahrzeug, bei dem der Verbrauch deutlich weniger vom Fahrstil und viel mehr von der Strecke abhängt.

 

Ich finde es aber übrigens lustig, das alle Nase lang irgendwelche ominösen Kreisel angeführt werden, bei denen man ach so viel bremsen müssen soll. Dazu ein Tipp aus der Realität, diese fallen genau so wenig vom Himmel, wie viele andere Teile der Strecke.


10.10.2018 08:22    |    meehster

Mein Bruder hat es probiert: Auf der Autobahn kann man wirklch mit konstanter Geschwindigkeit durchfahren und dadurch ist es sparsamer als das immer wieder Geschwindigkeit wechseln über Land. Zum Sparen fährt man auf der AB am besten hinter nem LKW her.


Deine Antwort auf "Verrückte Überlegung: Langstrecke mit Smart EQ"

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