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03.10.2018 20:14    |    jennss    |    Kommentare (85)

smarteq-route-koeln
Smarteq route koeln

Ich hatte gestern wieder eine Fahrt zu meiner Tochter, beim Umzug helfen. Sie wohnt jetzt in Köln und ich bin mit dem BMW 225xe (PlugIn-Hybrid) problemlos hin- und zurückgefahren. In Köln habe ich vor dem Tanken extra noch den Akku mit Benzin bei den Stadtfahrten dort aufgeladen, um maximale Reichweite zu haben. Klappte dann auch ohne Zwischentanken zurück bis nach ca. Hamburg Harburg. Da mich derzeit als Zweitwagen auch das Smart EQ Cabrio interessiert (WLTP 145 km Reichweite), habe ich mich mal gefragt, wie es wohl wäre, damit nach Köln zu fahren. Das sind etwas über 400 km. Ist natürlich eine verrückte Idee, denn der Smart ist ein Citystromer, aber warum nicht mal probieren, wenn es geht :D. Vielleicht behalten wir den Smart später ja mal alleine, wenn der Leasingvertrag des 225xe ausgelaufen ist. Und so oft kommt die Strecke für uns eh nicht vor. Auf Leihwagen habe ich nicht soo viel Lust und es ist reizvoll, diese "Herausforderung" aus Spaß anzunehmen :).

 

Außerdem ist das elektrische Fahren ja auch deutlich günstiger. Mit dem Hybrid hatte ich wohl ca. 11 €/100 km. Mit dem Smart EQ dürfte das weniger als die Hälfte sein. Überhaupt wäre ein Stromer für Langstrecken wegen der Kosten doch auch gar nicht so übel. Beim VW Neo sollen es nach WLTP 330 bis 550 km werden. Der größere Akku (80 kWh?) wird die Strecke also auch ohne Nachladen schaffen, bei sicherlich deutlich weniger Fahrkosten als ein Diesel.

 

Aber zurück zum Smart... Bei Goingelectric wirft das Reichweitentool mit Smart EQ und Schnelllader 7:23 h aus: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708714 . Unter Optionen habe ich da max. 5 km Ladestationsentfernung von der Route angegeben. Gestern hatte ich mit dem Hybrid 4:30 h Fahrzeit, bei einer 25 Minuten-Pause ohne Tanken, aber ich hatte auf der Strecke auch schon mal 7 h gebraucht, dank Stau. Die 7:23 h des Smarts gehen ja davon aus, dass man keinen Stau hat. Mehr Pause braucht man nicht einzurechnen, da man die ja beim Laden schon hat. Immerhin erscheint es nicht völlig unmöglich, die Strecke mit Smart zu fahren - dank des neuen Schnellladers. Aus Neugierde habe ich dann auch mal nach dem eGolf (231 km nach WLTP geguckt (ist auch in der Auswahl des Tools). Da kam ich auf 6:08 h, bei 1:30 h Ladezeit: www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708819 . Beim Tesla S100 waren es nur noch 6 Minuten Ladezeit und 4:28 h insgesamt. Ich weiß nicht, wie schnell da virtuell gefahren wird, aber ich bin mit dem Hybrid wohl schneller gefahren, da ich diese Zeit schon mit 25 Minuten Futterpause erreicht habe. Beim Smart EQ ohne Schnelllader ergeben sich übrigens 14 h Ladezeit :D. Mit Ampera-e kommt das Tool auf 17 Minuten Ladezeit und 4:34 h insgesamt: www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708876 . Interessanterweise schafft der Hyundai Ioniq trotz kleinerem Akku die Strecke schneller als der eGolf, da er schneller laden kann (1:15 h Ladezeit): https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/2708819 . Die leicht unterschiedlichen Streckenlängen kommen wohl durch die Entfernung der Ladesäule von der Route zustande, nehme ich an.

 

Die zweite wichtige Strecke ist für uns die Fahrt zu meiner Mutter. Das sind nur 130 km und die kann man im Sommer vielleicht :D sogar ohne Nachladen schaffen, also kein Problem. Nett dabei ist, dass am Zielort (Heide) sämtliche Ladestationen kostenlos sind. Sowas gibt es ja gebietsweite nachwievor.

 

Fazit: Mit Smart EQ erscheint die Strecke dank Schnelllader durchaus machbar. Ob man die 2:40 h Ladezeit zu nutzen weiß, muss jeder für sich entscheiden, aber auf jeden Fall geht es, anders als ohne Schnelllader (oder mit einem e.Go Life, der ja auch keinen Schnelllader hat), denn bei 14 h Ladezeit ohne Schnelllader ist jede andere Option besser :). Geht man davon aus, dass ein VW Neo oder andere, die ab 2020 kommen, die Strecke ohne Nachladen schaffen (der Neo mit großem Akku hat sehr wahrscheinlich mehr Reichweite als ein Tesla S 100D), kann man sich auf niedrige Fahrkosten freuen. Vielleicht wird das E-Auto sogar gerade für Langstreckenfahrer damit interessant. Niedrige Fahrkosten waren ja schon für Dieselfahrer ein wichtiger Punkt. Das E-Auto reduziert die Fahrkosten dabei in ähnlichem Maße wie der Diesel ggü. dem Benziner, gleiche Fahrzeugklasse vorausgesetzt. Was allerdings noch fehlt, ist eine bessere Transparenz der Kosten an den Ladesäulen.

j.

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10.10.2018 08:48    |    Lewellyn

@ notting: In Frankreich gibt’s an den Raststätten genauso die Triplecharger wie hier. An Supermärkten und Überland sind es in der Regel Typ2 Ladesäulen, da kann man nur nachfüllen, nicht schnelladen. Davon gibt’s aber jede Mange.

 

Mal gucken, was Kia dem neuen Soul an Wechselstromlader spendiert.


10.10.2018 13:34    |    FWebe

@meehster

Von mit 80-90 km/h hinter einem LKW herfahren war aber nicht die Rede, sondern von der normalen Teilnahme am Verkehr, was demnach RG als Zieltempo entspricht, sonst müsste man das gleiche fairerweise auch auf den Landstraßen machen und auch da wäre man dann wieder sparsamer unterwegs.

Der tatsächliche Verbrauchstreiber neben dem Bremsen ist nunmal letztlich das gewählte Tempo und das Bremsen lässt sich auch auf den Land- und Bundesstraßen wunderbar vermeiden.


19.10.2018 12:57    |    Trackback

Kommentiert auf: Smart 3:

 

Smart EQ MJ 2019

 

[...] fände ich beim Smart EQ dennoch nicht verkehrt, macht ihn universeller. Aber durch die Schnellladung geht schon viel mehr als bisher:

https://www.motor-talk.de/.../...angstrecke-mit-smart-eq-t6458112.html

j.

[...]

 

Artikel lesen ...


27.04.2019 11:05    |    jennss

Unser Smart EQ Cabrio soll Ende Juni kommen. Wir erwägen, vielleicht mit dem Cabrio nach Kopenhagen zu fahren (300 bis 350 km). Aufgrund von Userberichten soll es durchaus Spaß machen und funktionieren. Einer ist sogar mit Langsamlader in den Urlaub gefahren: https://www.edpassion.de/200-000km-mit-dem-smart-electric-drive

Meine Frage nun: Reicht eine Plugsurfing-Karte zum Laden in Dänemark? Ist es überhaupt möglich, ohne eine Karten-Anmeldung irgendwo zu laden?

j.


27.04.2019 12:46    |    notting

@jennss Auch hier meine Bitte: Die Zitatfunktion wäre hilfreich :-)

 

Goingelectric, die (Lade-Land-)Karten div. Ladekartenanbieter, Chargemap, usw. gecheckt?

Zumindest bei uns wird bei Newmotion und Plugsurfing an den meisten Ladesäulen noch rein nach min abgerechnet, obwohl die Ladesäulen-Anbieter selbst schon seit Wochen kWh-Tarife haben. Wie du in meinem Blog-Artikel https://www.motor-talk.de/.../...s-jahr-neue-tarife-2019-t6522507.html bzw. den Ergänzungen sehen kannst, hat sich bei den Ladetarifen seit Anfang 2018 an sich wieder sehr viel verändert.

Außerdem habe ich allg. den Eindruck, dass div. Firmen es lieber haben, wenn sie keine Ladekarten ausgeben müssen, sondern man z. B. eine App oder SMS-Dienst verwendet (um auf deine letzte Frage einzugehen).

 

Sorry, wenn ich nur allg. Tipps geben kann und nix DK-spez. habe. Ist von hier zuweit weg :-)

 

notting


27.04.2019 21:49    |    jennss

Zitatfunktion habe ich hier nun auch ergänzt. Ist eigentlich ab irgendeinem Zeitpunkt immer dabei, weiß nur nicht mehr ab welchem Artikel. (müsste ich gucken)

 

Ja, nur Plugsurfing-App müsste es gehen. Erfahrungen in Dänemark mit Laden wären ansonsten noch interessant. Nur Rad und Renntretroller können wir im Smart nicht mitnehmen. Hm...

j.


Deine Antwort auf "Verrückte Überlegung: Langstrecke mit Smart EQ"

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