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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

04.02.2020 20:56    |    jennss    |    Kommentare (59)

Der VW-Konzern hat mit dem Trio Mii electric vs. E-Up vs. Citigo-e kleine E-Autos auf den Markt gebracht, die derzeit eine unschlagbare Reichweite in ihrer Preisklasse bieten. Der Schlüssel liegt hier darin, ein älteres E-Auto, dessen Produktionsanlagen längst abgeschrieben sind und dessen Entwicklung lange zurückliegt, mit relativ großem Akku auszurüsten. Bei knapp über 20000 € beginnt es. Das Trio ist vielleicht der wahre Game-Changer, mehr noch als der kommende ID.3, zumal die Umweltprämie prozentual hier viel mehr ausmacht. Diese Drillinge haben mehr Reichweite als der eGolf, also 260 km vs. 231 km nach WLTP-Norm, und die anderen E-Autos in ihrer Preisklasse deklassieren sie deutlich, mit etwa doppelter Reichweite. Nun ist Reichweite alleine nicht alles, aber doch ein wesentlicher Punkt, insbesondere, wenn man als Laternenparker ein e-Auto sucht. Viele brauchen einen der Drillinge wohl nur 1x pro Woche für 'ne Stunde beim Shoppen oder so aufladen, je nach täglichen Kilometern. Und dann ist auch Schnellladung wichtig. Das Trio lädt mit 40 kW, wenn man die optionale CCS-Ladedose wählt. Ich vermute, fast alle werden diese Option nehmen.

 

Die wesentliche Konkurrenz ist schnell aufgezählt: Smart und e.Go. Der Renault Zoe hat zwar auch ein Angebot unter 22000 €, aber dann fehlt der Akku, den man mieten muss, wenn man ihn nicht gleich mitkauft (8000 €). Er fällt also in eine andere Preisklasse.

 

Während der Smart noch ein paar Trümpfe bieten kann wie 22 kW-AC-Laden (vorteilhaft für ein Stadtauto), sowie die extreme Wendigkeit (dank der Kürze und des Hinterradantriebs) und auch noch als geniale Cabrio-Version zu bekommen ist, kann der e-Go wohl nur mit LED-Scheinwerfern und nettem Design trumpfen, sowie noch günstigeren Varianten als die vergleichbare 60 kW-Version. Da der e.Go jedoch keine Schnellladung bietet, schränkt man sich mit den kleineren Varianten durch die noch kleineren Akkus weiter ein, weswegen ich vermute, dass diese weniger gekauft werden als die Top-Version, die 145 km Reichweite nach WLTP-bieten soll (bin mir nicht sicher, ob diese Reichweite bereits verkauft wird oder erst später per Update kommt).

 

Der erste e-Up hatte nach Nefz-Norm 160 km bzw. nach WLTP-Norm 130 km Reichweite. Zwar hatte schon dieser eine Garantie von 8 Jahren und 160000 km, aber der neue dürfte nach 160000 km sicher deutlicher über der garantierten 70%-Grenze bleiben.

 

Über der 22000 €-Klasse ist zu den nächstteureren E-Autos eine große Lücke. Darüber liegen dann Modelle wie der Opel Corsa-e mit ca. 30000 € Startpreis.

 

Die E-Autos bekommen natürlich alle noch eine Umweltprämie abgezogen. Sobald die 6000er-Prämie genehmigt wurde, kommt ein Seat Mii Electric auf 14650 €, wovon noch normaler Rabatt abgezogen werden kann. Berücksichtigt man die Motorleistung, Ausstattung und den günstigen Unterhalt können die Drillinge mit ihren Benzinbrüdern gut mithalten. Übrigens gibt es davon nicht mehr viele. Bei Skoda ist nur noch Citigo-e im Angebot, bei Seat gibt es vom Mii ebenfalls keinen Verbrenner mehr. Nur VW hat noch welche im Programm: Den GTI mit 115 PS, den 60 PSer (auch als Beats) und den Eco-Up mit 68 PS-Erdgas-Verbrenner.

 

Links:

Citigo-e

E-Up (auch Sondermodell United dabei)

Mii electric

 

Zu den Unterschieden der Drillinge:

 

1) Farben

2) Innenräume und Polster

3) Außendesign, einschl. Felgen

4) Optionen

5) Preise

 

Zu 1):

Wer gerne bei der Farbe spart, schaut, welche es ohne oder mit nur wenig Mehrpreis gibt. Bei VW ist Tealblau, ein helles Blau, kostenlos. Bei Seat ist es rot und bei Skoda gelb. Allerdings bietet Skoda für geringen Mehrpreis von 180 € noch ein knackiges Grün und Weiß, sowie Rot an.

 

Bei Seat kostet weiß 160 €. Dann gibt es noch Farbkombinationen mit anderem Dach, die noch 170 € darüber liegen. Ich finde das Metallicblau bei Seat schön (470 €), bei Skoda das Kiwigrün (180 €) und bei VW das Metallicgelb (495 €), sowie auch das Tealblau, aber das ist ja nun Geschmackssache. Die Metallicfarben kosten alle knapp 500 € Aufpreis.

 

2) Die Sitzpolster sind alle aus Stoff, die Unterschiede nicht riesig. Zum Style bei VW gehört ein Polster in Step-Art, die anderen sind weitgehend glatt, auch vom E-Up United.

 

3) Beim Außendesign bietet der E-Up die typischen Tagfahrleuchten der VW-E-Autos, dieses "C" bzw. spiegelverkehrte "C". Ebenso gibt es Felgen, die es nur zum E-Auto bei VW gibt, quasi als Elektro-Erkennung, wie auch die blauen Zierleisten im Grill und am Heck.

 

Bei Skoda ist der geschlossene Kühlergrill die E-Auto-Erkennung. Beim Seat ist mir in der Richtung nichts aufgefallen.

 

VW hat die schwarze Heckklappe komplett aus Glas, Seat und Skoda haben untere Teile aus Metall.

 

4) Ein wichtiger Unterschied sind die Optionen. VW hat passend zu den höchsten Preisen die meisten Optionen im Angebot. So gibt es nur beim E-Up ein beheiztes Lenkrad, eine Rückfahrkamera oder E-Sound.

 

Einen Tempomat habe ich nur bei VW und Skoda gefunden. Die Aufpreisliste bei Seat ist sehr kurz. Nimmt man z.B. LED-Tagfahrlicht, fallen die Nebelscheinwerfer weg. Der Electric Plus hat manches serienmäßig, was man beim Electric noch per Aufpreis bekommen kann (Sitzheizung, beheizte Frontscheibe etc.).

 

Die CCS-Ladedose (Schnelladung) gibt es bei allen dreien für 600 € (Seat), 590 € (Skoda) oder 625 € (VW). Skoda hat ansonsten auch einiges optional zu bieten. Genaue Unterschiede seht ihr in den Konfiguratoren (über die Links siehe oben). Letztlich würde ich einfach mal alle drei durchkonfigurieren und schauen, was einem am besten passt.

 

Zu Skoda und VW gibt es Apps, mit denen man z.B. vorheizen bzw. -klimatisieren kann, den Standort des Autos sehen kann und auch den Ladestand etc.. Zum Seat habe ich keine App gefunden. Wenn ich da nichts übersehen habe, ist das ein entscheidender Vorteil für VW und Skoda.

 

Ein Schiebedach wie beim E-Up vor dem Facelift gibt es leider gar nicht mehr.

 

5) Preise:

VW beginnt bei 21975 €, Skoda bei 20950 € und Seat bei 20650 €. Die jeweils höheren Ausstattungsvarianten (alle mit Alufelgen) liegen bei VW: 23000 €, Skoda 22350 € und Seat 21775 €. Ich denke, die Preise sind entsprechend dem, was geboten wird, also tendenziell ist der E-Up etwas feiner zu bekommen, aber der Seat bietet absolut viel für's Geld und der Skoda liegt so dazwischen. Wenn man gar nicht entscheiden kann, würde ich das Auto mit der liebsten Farbe nehmen :D.

j.

 

Edit: Ergänzende Infos kamen von...

1. kk_1102:

Zitat:

Ein ganz wichtiger Pluspunkt für den Citigo sind die Scheinwerfer. Nur der hat H7 Scheinwerfer. Up und Mii haben beide nur H4 zu bieten.

und

2. pcAndre:

Zitat:

Was ich damals bei meiner kurzen Recherche noch gefunden habe:

1. Bei Skoda kann man +5Jahre Garantie dazu ordern. Das gibt's aber jetzt wohl neu beim Up United. Ansonsten nur +2 Jahre Garantie.

2. Das Multifunktionaslenkrad ist nur beim Up links und rechts bestückt. Bei Skoda sind nur links.

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08.02.2020 15:48    |    Alexander67

Zitat:

@Meat-Puppets schrieb am 8. Februar 2020 um 15:15:23 Uhr:

Leider ist die AutoBild schon lange keine zuverlässige Quelle mehr was Tests angeht. Das ist ein Riesen Problem für Auto-Interessierte, denn wo kann man sonst noch irgendwo im deutschsprachigen Raum genau recherchierte Fahrzeug-Vergleiche (abseits der Hersteller-Angaben) finden? Worauf soll man seine Kaufentscheidung stützen? Das ist leider fast wie Roulette spielen.

Ich frage mich ob es jemals eine Zeitung/Zeitschrift gab die wirklich hauptsächlich objektiv getestet hat.

Von nur objektiv will ich gar nicht erst anfangen.


09.02.2020 18:54    |    Grasoman

Zitat:

Leider ist die AutoBild schon lange keine zuverlässige Quelle mehr was Tests angeht. Das ist ein Riesen Problem für Auto-Interessierte, denn wo kann man sonst noch irgendwo im deutschsprachigen Raum genau recherchierte Fahrzeug-Vergleiche (abseits der Hersteller-Angaben) finden? Worauf soll man seine Kaufentscheidung stützen? Das ist leider fast wie Roulette spielen.

Du kannst dir beim BEV-Verleiher deines Vertrauens die Autos mieten und selbst vergleichen. :-) Zu deinen eigenen Testbedingungen und -konditionen. nextmove hat sogar einen Tarif zum verschiedene BEVs durchprobieren.

https://nextmove.de/neu-das-nextmove-e-auto-abo/

 

Oder du kannst spritmonitor.de für nen Verbrauch nehmen, wenn du den Eintragenden traust, dass das repräsentativ auch für deinen Einsatz ist und die einheitlich mit/ohne Ladeverlusten eingetragen haben, und dann die Nettokapazität dazu.

 

Und sonst: es gibt dutzende Youtuber, die alle so ihre Tests unter ganz verschiedenen Bedingungen machen. Dann können sich in Summe über hunderte Videos die Subjektivitätten ganz gut ausgleichen.


15.02.2020 12:28    |    jennss

24.02.2020 16:47    |    jennss

Wenn ich mir das Design vom ID.3 und vom Up angucke, scheint mir der Up die Design-Merkmale schon 2012 vorweggenommen zu haben. Die schwarze Heckklappe, die geschlossene Front, die kurze Motorhaube. Ich glaube, ein ID.1 wird gar nicht so viel anders werden als der e-Up. Selbst der Frontantrieb könnte bleiben, denn mit Heckantrieb wäre er vielleicht höher und weniger aerodynamisch. Einzig eine Akkuklimatisierung fände ich gut. Aber ohne ist er halt noch sparsamer.

j.


24.02.2020 16:51    |    notting

@jennss Nur so eine Anmerkung: Du bist doch ein Fan von E-Autos von Smart. Demnächst kannst du den mit Twingo Z.E. vergleichen:

https://www.electrive.net/.../

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

 

notting


24.02.2020 18:05    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 24. Februar 2020 um 16:47:08 Uhr:

..... Selbst der Frontantrieb könnte bleiben, denn mit Heckantrieb wäre er vielleicht höher und weniger aerodynamisch. Einzig eine Akkuklimatisierung fände ich gut. Aber ohne ist er halt noch sparsamer.

j.

Der Heckantrieb benötigt beim E-Motor, wenn halbwegs auf die Bauhöhe geachtet wird, kaum noch viel Platz.

Ein extremes Beispiel ist eine E-Achse (habe gerade den Link nicht) die nur ca. 15cm Durchmesser hat.

Allerdings wohl nicht ganz axiale (nur parallelaxiale) Wellenausgänge.

Trotzdem, auf 15cm einen E-Motor (ich glaube 60kW Dauerleistung) und ein x% Sperrdifferential.

Das ermöglicht eine extrem flache elektrische Achse.

 

PS. Ich bin trotzdem Vorderrad- oder Allradantrieb-Fan.


24.02.2020 18:09    |    jennss

Ja, vom Twingo habe ich schon gelesen. Obwohl bauähnlich macht mich Renault irgendwie nicht so an. Die ca 50% größere Reichweite macht den Smart Forfour allerdings obsolet.

 

Ja, evtl. könnte der ID.1 doch HR-Antrieb bekommen, aber er sähe wohl kaum anders aus als der e-Up. Eine noch kürzere Motorhaube wäre für Fußgänger nicht ideal.

j.


28.02.2020 19:31    |    jennss

Ich frage mich gerade, welcher Akku wohl länger hält: Der vom E-Up mit 32,6 kWh ohne Heizung und Kühlung (korrekt?) oder der Akku vom Smart mit 17,6 kWh, aber voll klimatisiert (Wasserkühlung). Bei gleicher Zyklenzahl wäre der E-Up haltbarer, aber es wird sicher nicht die gleiche Zyklenzahl sein, denn sonst hätte die Klimatisierung nicht so viel Sinn. Auf die Garantie geben ich nicht allzu viel. Der eine Hersteller ist da halt vorsichtiger, der andere weniger. Hier hat der Smart nach 2000 Zyklen noch 90% Akkukapazität: https://www.eqpassion.de/...tric-drive-90prozent-rest-nach-2000-zyklen

j.


02.03.2020 14:35    |    Burn-x

Der Grund liegt im Testfeld. Es gibt eine feste Strecke mit Stadt, Land und Autobahnstrecke. Während die ersten beiden je feste Geschwindigkeiten haben, wird auf der Autobahn die maximal Geschwindigkeit genutzt. Da der E-Up bei 130-135 Km/h abgeriegelt ist, der Zoe aber schneller kann, verbraucht er auf dem Teil der Teststrecke natürlich auch mehr. Einfach mal die Testvorgaben lesen, dann versteht man auch die Ergebnisse. Besser als sich Gründe zu fantasieren;-)

 

Mit freundlichen Grüßen

Burn-x


30.03.2020 00:46    |    nelsklinik

Hab noch einen interessanten Unterschied.

Für den WeConnect Service bei VW muss man nach einem Jahr jedes Jahr zahlen, bei Seat ist der Connect Dienst für 10 Jahre inklusive.

Ist fürs vorklimatisieren und Ladestand etc checken aus der Ferne

 

Achso, ja auch für den Seat gibt es eine App ;)


30.03.2020 07:15    |    dk_1102

Und beim Citigo?


30.03.2020 07:28    |    Grasoman

Beim Citigoe iV steht nur sowas verschwurbeltes:

 

Zitat:

ŠKODA Connect

Zur Nutzung von ŠKODA Care Connect ist ein separater Vertrag mit der ŠKODA AUTO a.s. online abzuschließen. Um die Dienste mit der vollen Laufzeit (Remote Access für 1 Jahr, alle weiteren Dienste für max. 10 Jahre) nutzen zu können, hat der Kunde nach Übergabe des Fahrzeugs 90 Tage Zeit, um das Fahrzeug unter www.skoda-connect.com zu registrieren.

 

Die SOS-Notruffunktion ist bereits ab Auslieferung ohne Registrierung aktiviert. Die Verfügbarkeit von ŠKODA Care Connect kann länderabhängig unterschiedlich ausfallen.

 

Die Dienste stehen für die jeweils vereinbarte Vertragslaufzeit zur Verfügung und können während der Vertragslaufzeit inhaltlichen Änderungen unterliegen. ŠKODA Connect-Services können nur mit den verfügbaren öffentlichen Kommunikationstechnologien betrieben werden. Bitte beachten Sie, dass ŠKODA AUTO aufgrund der Entwicklung dieser Technologien, insbesondere von Mobilfunknetzen, nicht in allen Ländern eine gleichbleibende Verfügbarkeit für die Nutzung der ŠKODA Connect-Services garantieren kann. Mögliche technologische Änderungen können zu deren permanenter Nichtverfügbarkeit führen.

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09.05.2020 15:55    |    jennss

Heute bin ich den e-Up probegefahren. Wir haben selbst ein Smart EQ Cabrio und so kann ich ein bisschen vergleichen.

 

Er lädt an der 11 kW-Wallbox zuhause 2-phasig.

 

Die Rückfahrkamera ist etwas kleiner (Bildschirm), aber das Auto ist nach hinten wesentlich übersichtlicher als das Smart Cabrio.

 

Der Federungskomfort ist erstaunlicherweise ungefähr so wie bei einem VW Golf, also ziemlich komfortabel und deutlich weicher als der Smart.

 

Das Auto spricht ebenso gut an wie der Smart, hat aber gefühlt nicht ganz so viel Kraft. Die Angabe des Drehmomentes ist beim E-Auto wurscht. Der e-Up hat 212 Nm, der Smart 160 Nm. Davon merkt man nichts. Das wird offenbar durch die Übersetzung ausgeglichen. Nach Tachovideo sind die beiden bis 50 km/h aber gleichschnell (3,3 s.), was mich ein wenig erstaunte. Der Smart fährt sich irgendwie sportlicher.

 

Wenn ich (1,86 m) vorne sitze, kann meine Frau (1,66 m) hinter mir sitzen. Platz ist also genug.

 

Man kann ein klein wenig Antriebseinflüsse in der Lenkung feststellen, z.B. in der Kurve. Beim Smart kann man immer voll Gas geben ohne was zu merken. (Hinterradantrieb)

 

Höchstgeschwindigkeit war 135 km/h nach Tacho (Smart 140 km/h).

 

Die Wendigkeit ist gut, deutlich besser als unser BMW Active Tourer, aber es sind natürlich nicht die extremen Manöver wie mit dem Smart möglich.

 

Reichweite war mit Klima mit 215 km angegeben (Akku vollgeladen).

 

Insgesamt gefiel er mir gut, kommt beim Fahrspaßlevel nicht an den Smart heran, aber er ist mit der Reichweite und den 4 Sitzen universeller.

 

Sehr schade, dass es nicht mal ein Schiebedach gibt (wie leider bei fast allen E-Autos). Der Smart ist vor allem als Cabrio deutlich spaßiger.

j.



09.10.2020 18:36    |    BEV

Mit Abstand von einigen Monaten lässt sich sagen, dass alle drei Autos nicht mehr bestellbar sind, weil sie so begehrt sind, dass die Lieferzeit drohte, den Jahresbeginn 2022 und damit das Ende der ersten Teilförderung zu überschreiten. Da hat der VW-Konzern die Notbremse gezogen.

 

Zu den Unterschieden ist zu sagen, ein beheizbares Lenkrad gab es nie bei einem dieser Autos, aber eine beheizbare Frontscheibe bei VW, die bei den anderen beiden Autos schwer bzw. gar nicht zu bestellen war. Die Rückfahrkamera gibt es nur bei VW. Ebenso sind die Fahrleistungen etwas höher. Bei den Online-Services kostet der von VW nach dem ersten Jahr Geld, die von Seat und Skoda sind 10 Jahre gratis, aber dafür offenbar unzuverlässiger bei Freischaltung und Funktion. DAB+ hat nur der VW und der Skoda, der Mii erst ab September 2020.

 

Indessen weiß man, was vor allem den Unterschied zwischen den drei Autos ausmacht: Der Pre- und Aftersales: Nur VW Kunden können mit einer Mobilhaltung durch das Werk rechnen, wenn sie den unverbindlichen Liefertermin verbindlich machen. Ich hatte z.B. gratis drei Monate einen Golf. Nur VW-Kunden bekommen problemlos nachträglich den erhöhten Prämienanteil vom Werk, wenn sie zu Zeiten von 2000€ Förderung bestellt hatten. Das sind aktuell cash 1160€. Nur VW Kunden können online nachschauen, wann ihr Auto kommt und bekommen Zwischenstati. VW Kunden können in Wolfsburg oder Dresden ihr Auto als Event abholen.

 

Für Käufer von Seat und Skoda wird sich beim Wiederverkauf nicht gut auswirken, dass es die beiden Modelle nur eine sehr kurze Zeit gab. Da ist also die Bestellung eines Seat und Skoda für einige teurer geworden als ein e-up. Geiz ist offenbar im VW-Konzern nicht geil...


09.10.2020 22:14    |    pcAndre

Morgen...!

1. Die beheizbare Frontscheibe konnte bei Skoda als KOMFORT PLUS ohne Probleme dazu gebucht werden.

2. Bei Skoda waren Ausstattungen dabei (CCS, Ladeziegel, 10 Jahre Online-Services), die bei VW aufpreispflichtig waren.

3. Die Garantieverlängerung war bei Skoda günstiger.

4. Einige haben in 10/2019 einen VW bestellt und heute noch nicht erhalten. Und keiner weiß warum.

5. Die VW Lounge wäre ein klarer Pluspunkt, wenn sich die Daten nicht ständig ändern würden. Ob das besser für die eigene Psyche ist, wage ich zu bezweifeln!;) sieht man ja beim fast 1000seitigen Thread im Goingelectric Forum.

6. Wer einen stark verzögerten Liefertermin hat, kann rechtliche Schritte einleiten und somit seine Mobilität einfordern. Aber die Lieferungen an sich waren schon ein reines Glücksspiel...;)

7. Persönliche Abholung ist ein klarer Pluspunkt. Jedoch zu Zeiten von corona war das mit der Führung ja auch nur eingeschränkt möglich. Ein Punkt der Abholung war ebenfalls die Einsparung der rund 800 EUR für den Transport. Da waren die Sparfüchse am Werk, vorallem wenn nur Sommerreifen dazu gekauft wurden, die Abholung aber im Winter stattfindet/stattfand.

8. Apropos Räder, hier lässt VW seine Kunden im Regen stehen. Kunden die sich für die Dublin Felgen entschieden haben bekommen jetzt nur noch Blade Felgen.

9. Erst am Ende wird man sehen, wer wirklich günstiger gefahren ist. ;) Während manche noch auf ihren VW warten, fahren andere schon ihren Skoda.

 

Abschließend bleibt für mich festzuhalten, dass mein Citigo (fast voll) inkl Überführung rund 25.030 EUR gekostet hätte. Bezahlt habe ich Dank 13% Rabatt vom Händler und der geänderten MwSt nur noch rund 18.000 EUR abzüglich BAFA lag ich bei 12.000 EUR. Bestellt Ende Februar und Anfang Oktober in Empfang genommen. Also rund 7 Monate plus ein paar Tage Wartezeit...!

Montiert sind schöne Scorpius 16 Zoll Felgen mit 185ziger Bereifung, die beim Verkauf sicher auch noch ein bissl Geld einbringen werden. Dann geht's mit Fuchs Schmiedefelgen vom Lupo im kommenden Sommer auf die Straße. ;)

 

MfG André

 

P.S.: Wenn ich Glück habe erhalte ich zusätzlich von meiner Stadt einen Bonus von 1.500 EUR für die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges...Ist zwar unabhängig von der Marke, aber mein Skoda würde dadurch noch günstiger!!! ;)


10.10.2020 00:00    |    BEV

Mein e-up schlägt preislich die kleinen Brüder, weil ich das Angebot auf leasingtime.de für 129€ wahrgenommen habe. Listenpreis 24k und ein paar Hunnies. Gut, dass es preiswert werden würde, war damit klar. Aber so preiswert, war nicht klar. Habe bei 2000€ Förderung bestellt und dann zählte sich der Jackpot hoch: Nachträglich 1160€ von VW bekommen und ich erwarte 6.000€ von der BAFA.


10.10.2020 10:52    |    pcAndre

Morgen...!

Die Angebote vom Leasing fand ich damals auch sehr interessant. Vor allem wenn man, auch so wie ich, einfach die Elektromobilität ausprobieren möchte. Mit der verlängerten Garantie auf fünf Jahre habe ich mich dann gegen das Leasing und für den Kauf entschieden. Mal schauen wie sich das ganze Thema in den nächsten Jahren entwickelt...

 

Du hast mit dem Leasing definitiv nichts falsch gemacht.

 

MfG André


10.10.2020 12:17    |    BEV

Ja, ist ein quasi sehr einfacher Einstieg in die Elektromobilität. In drei Jahren dürfte es den ID.Entry geben, der angeblich bei 18k starten soll und auch der ID.3 Pure für 30k und seine vermutlich günstigeren Konzernbrüder sind dann auf dem Markt. Mit Dacia Spring und Co. wird der Preisdruck aus China eher stärker werden und der Akkupreis sinkt ständig. Daher erwarte ich auch dann Freundschaftsangebote.

 

Eine Alternative könnte es sein, meinen jetzigen Wagen zu übernehmen. Ich werde zu gegebener Zeit ein Angebot bekommen. Jedenfalls habe ich alle Fahrzeugteile und Verbindungen am Unterboden auf der Bühne wachsversiegelt und werde den Akku idR nur bis 90% aufladen und seltenst CCS verwenden, ebenso sind der Laderaum ausgekleidet und Ladekante und Stoßfänger geschützt, so dass das kleine Auto gute Voraussetzungen hat, alt zu werden.


10.10.2020 12:34    |    notting

Zitat:

@BEV schrieb am 10. Oktober 2020 um 12:17:16 Uhr:

Ja, ist ein quasi sehr einfacher Einstieg in die Elektromobilität. In drei Jahren dürfte es den ID.Entry geben, der angeblich bei 18k starten soll und auch der ID.3 Pure für 30k und seine vermutlich günstigeren Konzernbrüder sind dann auf dem Markt. Mit Dacia Spring und Co. wird der Preisdruck aus China eher stärker werden und der Akkupreis sinkt ständig. Daher erwarte ich auch dann Freundschaftsangebote.

Als Beispiel:

 

Ai-ways U5:

- SUV, IIRC ca. Tesla Model Y

- 150kW Motorleistung

- ca. 400km WLTP-Reichweite

- max. 90kW Ladeleistung (20-80% in 35min)

 

mit allem mögl. techn. Schnickschnack für max. 37.510EUR abzgl. Förderung (inkl. Herstelleranteil) zzgl. Überführung und ggf. zweifahrbig lackierter Karosserie.

 

Ein viel kleinerer Zoe mit möglichst ähnl. Ausstattung und WLTP-Reichweite dürfte teurer sein obwohl Renault freiwillig auf die Förderung nochmal 1kEUR Rabatt obendrauf gibt.

 

notting


10.10.2020 14:49    |    BEV

Genau. Gut, das Design ist da noch eher unterentwickelt. Aber auch in dem Bereich werden die Chinesen angreifen, man schaue sich nur den Geely Zero Concept an.

 

Kurz zurück zum Hauptthema dieses Blocks, würde ich ergänzen, dass der doppelten Ladeboden nur im e-up Serienausstattung ist.


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