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01.10.2021 20:31    |    jennss    |    Kommentare (211)

Blackout droht
Blackout droht

Gerade schwirrt eine Meldung durch das Netz:

 

"Sorge um Blackout: Erstes Land in Europa beschränkt Stromzufuhr für Elektroautos"

 

https://www.merkur.de/.../...ppen-strom-ladestationen-zr-91018501.html

 

Das klingt so als wäre der Strom knapp und andere Länder würden folgen - für E-Auto-Kritiker ein gefundenes Fressen ;).

 

Zitate aus dem Bericht des Merkur:

 

Zitat:

Ladesäulen in privaten Haushalten und an Arbeitsplätzen sollen demnach von 8 bis 11 Uhr morgens und von 16 bis 22 Uhr abends vom Netz genommen werden. Die nötige gesetzliche Grundlage dafür soll bereits geschaffen worden sein, so dass die neue Regelung im Mai kommenden Jahres in Kraft treten kann.

Zitat:

Wer dennoch sein Elektroauto zu diesen Stoßzeiten aufladen will, muss öffentliche Ladestationen... aufsuchen

Weiter unten im Bericht steht:

 

Zitat:

Bei der Regelung scheint es sich jedoch um eine reine Vorsichtsmaßnahme zu handeln. Denn laut Times gibt es nur rund 300.000 Elektroautos im Vereinigten Königreich. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im Juli 2021 eine Million. Mit einem Blackout scheint man auch nicht zu rechnen. Nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers National Grid soll definitiv genug Energie da sein, um das Stromnetz stabil zu halten.

Der Autor scheint nicht ganz zu erkennen, dass es bei dieser Regelung um die Vermeidung potentieller, lokaler Probleme gehen muss und nicht um nationalen Strommangel, der ja als weit größeres Problem erscheinen würde. Lokale alte Knoten/Verteiler können bei der aktuellen Stromnachfrage noch so gerade ausreichen. Mit dem Alter werden z.B. Klemmverbindungen schlechter und haben dann einen höheren Widerstand und können durchschmoren. Es soll lt. Bericht Strom nur auf privaten Grundstücken, aber nicht an öffentlichen Ladesäulen gekappt werden. Das zeigt, dass es nicht darum geht, dass womöglich zu wenig Strom produziert werden würde und weniger E-Autos fahren sollen/können.

 

Eine Frage ist auch, wie der Eingriff auf die privaten Haushalte funktionieren soll. Gibt es in GB nur Ladeziegel und Wallboxen, die aus dem Netz fernsteuerbar sind? Das kann ich mir nicht vorstellen. Bei der Anmeldung meiner Wallbox habe ich Fremdsteuerung nicht erlaubt, ist im Prinzip bei manchen Wallboxen aber möglich.

 

Schon 2016 gab es eine Meldung zum teilweise 80 Jahre alten britischen Stromnetz mit Blackoutbefürchtung:

https://www.wiwo.de/.../12927826.html

 

Da ging es nicht um Elektroautos, sondern darum, dass Teile des Stromnetzes überarbeitet werden müssen, auch schon ohne E-Autos war das fällig. Während in Italien die einstürzenden Brücken eine Achillessehne sind, ist es in Großbritannien das stellenweise marode Stromnetz.

 

Dass Stromnetzbereiche/Siedlungen überarbeitet/angepasst werden müssen, ist im Prinzip auch in Deutschland möglich und gehört m.E. zum Ausbau der E-Infrastruktur, wie auch öffentliche Ladesäulen. Eine mögliche kurzfristige Lösung wäre in weniger belastbaren Regionen eine Strompreisregelung in Abhängigkeit der Uhrzeit oder auch Solardächer mit Batterie. Es ist also durchaus ein Thema, hat aber nichts mit nationaler Stromknappheit zu tun, wie man bei dem Titel leicht denken könnte.

 

Die ursprüngliche Nachricht der Times war kurz und wurde offenbar auch woanders falsch aufgefasst:

https://blackout-news.de/.../

 

Da wurde als Ursache noch konkret hinzugeschrieben :rolleyes::

 

Zitat:

In Großbritannien herrscht aufgrund einer langanhaltenden Windflaute akuter Strommangel.

--

 

Gleichzeitig können aber auch Berichte über die "Benzinknappheit" in England missverstanden werden, z.B.:

https://amp.focus.de/.../...stelle-wegen-benzin-krise_id_24293642.html

 

Da fehlt es eigentlich nicht an Benzin, sondern an LKW-Fahrern, auch eine Infrastruktursache :).

 

Ein typischer Fall einer Titelzeile, die gerne missverstanden wurde, war die Sache mit den Elektrobussen (übrigens auch eine Seite des Merkur), die Steigungen nicht schafften. Fast alle Kommentare waren elektromobilitätskritisch. Nur wenige Leute haben noch die Auflösung des Problems am Ende des Berichts gelesen, wonach es an der Steuerung der Haltestellenbremsen lag und nichts mit dem E-Antrieb zu tun hat. Bei Problemen des E-Antriebs springen aber natürlich mehr Leute drauf an, was Klicks bringt, die Währung des Internets.

 

Resümee: Schlagzeilen können missverständlich sein und sorgen damit für reichlich Klicks. Es lohnt sich, einen Bericht (besonders über E-Mobilität) etwas kritisch und bis zum Ende zu lesen.

j.

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01.10.2021 22:50    |    Alexander67

Zitat:

.... Ladesäulen in privaten Haushalten und an Arbeitsplätzen sollen demnach von 8 bis 11 Uhr morgens und von 16 bis 22 Uhr abends vom Netz genommen werden. ...

Wie soll das funktionieren?


01.10.2021 23:30    |    jennss

Ich sehe nur die Möglichkeit, dass die über das Internet fremdgesteuert werden können. Es gibt Wallboxen, die das ermöglichen und der Besitzer muss es erlauben. Aber realistisch wird das kaum gehen, weil man auch einen Ladeziegel oder so ohne Fremdsteuerung anschließen könnte, um das zu umgehen. Deswegen frage ich mich auch, wie man sich das da vorstellt.

j.


01.10.2021 23:52    |    Martyn136

Mittlerweile befürchte ich aber schon das so eine Unsitte sich zunehmend weltweit verbreitet.

 

Heute vor zwei Jahren hätte sich wohl auch noch niemand vorstellen können das unsere Regierung eine Ausgangsperre verhängt bei der man nach 21 Uhr nichtmal mehr allein zu Geldautomaten oder Zigarettenautomaten gehen darf. Das hätte man für völlig absurd gehalten. Aber Italien hat angefangen und immer mehr verchärft, und die anderen Länder haben kopiert und weiter verschärft.

 

Ähnlich könnte es durchaus auch beim Elektroauto-Ladeverbot laufen. Mein Vertrauen in die Politik ist mit dem Lockdown gestorben.


02.10.2021 06:04    |    Schwarzwald4motion

Medienkompetenz ist in der heutigen Zeit halt nun mal unabdingbar.

 

Die Verlinkung die ich sie letzten Jahre hier von dem „Merkur“ gelesen habe lässt ihn ganz klar in die Ecke von Focus und Bild driften.

 

Wobei man sich schon fragen sollte warum gerade jetzt diese Meldung in Kleinbritannien über mögliche Zukünftige E-Auto Ladebeschränkungen lanciert wird.

 

Aber ehrlich gesagt hab ich auch was anderes zu tun als ständig jede Pressemeldung quer zu recherchieren (auch so ein zu unrecht Gekaperter Begriff) :(.

Mann sollte sich also schon auf die „seriöse Presse“ verlassen können, die beschäftigt sich aber oft lieber mit Gendern oder Sonstigem Sendungsbewusstsein, IMHO Nicht ihre Aufgabe!


02.10.2021 08:28    |    Brot-Herr

Das kommt davon, wenn Infrastruktur privatisiert ist.


02.10.2021 08:45    |    Schwarzwald4motion

Na dann machen wir es doch am besten wieder wie in der DDR :eek:

 

Natürlich kann das mit dem privatisieren kräftig schief laufen ich erinnere mal an den griechischen Hafen oder die Schienen in England.

 

Aber gerade im Energiesektor ist ein Dezentrales Netz ja die Hoffnung auf bezahlbare Preise, genau da versucht die Energielobby ja massiv dagegen zu agieren/agitieren.


02.10.2021 08:49    |    CaptainFuture01

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 2. Oktober 2021 um 08:28:01 Uhr:

Das kommt davon, wenn Infrastruktur privatisiert ist.

Nein.....das kommt davon,wenn man allein dastehen will und aus der EU aussteigt..... GB hätte diese Probleme nicht,wenn sie noch in der EU wären.....

 

 

Greetz

 

Cap


02.10.2021 09:02    |    Swissbob

Zitat:

@CaptainFuture01 schrieb am 2. Oktober 2021 um 08:49:05 Uhr:

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 2. Oktober 2021 um 08:28:01 Uhr:

Das kommt davon, wenn Infrastruktur privatisiert ist.

Nein.....das kommt davon,wenn man allein dastehen will und aus der EU aussteigt..... GB hätte diese Probleme nicht,wenn sie noch in der EU wären.....

 

 

Greetz

 

Cap

Hinsichtlich der fehlenden LKW Fahrer hast Du recht.

 

 

Der fehlende Strom für die Elektroautos basiert auch auf der Infrastruktur in Grossbritannien, in Grossbritannien hat jede Wohnung einen Gasanschluss mit mehreren kleinen Boilern.

 

In jedem Bad hängt im Schrank ein 20-30L Gasboiler.

Drehstrom ist auf der Insel fast unbekannt, fast alle Häuser haben lediglich 1Phase mit maximal 63A Absicherung.

 

 

 

Das ist ein grosser Unterschied zu DACH.


02.10.2021 09:44    |    markuscc

Ich verstehe die Aufregung auch nicht. Ich lade mein E-Auto aktuell ca. 1x in der Woche an 11kW. Da brauche ich 3 bis 4h Ladezeit. Die kann ich problemlos in stromreiche Zeiten legen...

Es gibt da eine gute Rechnung: Auf die Woche verteilt benötigt ein E Auto im Durchschnitt 300W Dauerleistung.

Hier geht es also nicht um die Menge sondern nur um die Verteilung der Spitzenlast.

Auch ein EHerd und ein Durchlauferhitzer ziehen 11kW Spitze...


02.10.2021 09:50    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@markuscc schrieb am 2. Oktober 2021 um 09:44:17 Uhr:

…Hier geht es also nicht um die Menge sondern nur um die Verteilung der Spitzenlast...

Ausschließlich, das wird auch lange* so bleiben :(

 

Deshalb votiere ich schon lange für Minuten Preise die sich an Börsen Preise anlehnen.

Nur wie soll das technisch gehen auf die Schnelle?

 

Und da es genug Zeitgenossen gibt denen so etwas egal ist muss Im entsprechenden Falle reguliert werden.

 

* Das ist doch letztlich die Gretchenfrage bei den Erneuerbaren, wie kriegen wir die kalt Dunkelflaute gewuppt.


02.10.2021 11:14    |    berlin-paul

Im deutschen Netz gibt es seit vielen Jahrzehnten Tarife, die verschiedene Preise zu Hochlastzeiten und Tieflastzeiten vorsehen. An den Endkundenanschlüssen sind bei den betreffenden Anschlusskunden Mehrtarifzähler verbaut. Die gibt es in manchen Altanschlüssen in analoger Umschalttechnik mit mehreren Zählern oder etwas moderner mit elektronischen Zählwerken. Um die Verbrauchserfassung korrekt durchzuführen "schwimmen" auf der Netzfrequenz Steuerimpulse mit, die an den Zählern dann umgesetzt werden. Steuerungen über den Stromnetzanschluss gibt es also.

 

Bei der Einspeisung von regenereativer Energie muss ab gewissen Leistungsgrenzen dem Netzbetreiber zusätzlich ein Steuerungszugriff gewährt werden, damit dieser überhaupt den Anschluss bereit stellt. Damit erfolgen notwendige Abschaltungen, wenn das Netz nicht genug Verbrauch hat und sich daduch die Netzfrequenz nach oben verschieben würde.

 

Um lokal in Ortsnetzen bestimmte Verbraucher zu steuern, ist das über lokale Steuerimpulse im lokalen Stromnetz möglich. Eleganter ist aber ein separater Steuerungszugang. Deshalb werden die Wallboxes so intensiv "gefördert", damit selektive Steuerungsmöglichkeiten im Markt etabliert werden.

 

Für den Ladevorgang an sich bräuchte man nur einen Drehstromanschluss den man mit der Ladesteuerung des eAutos verbindet. Nur wäre dort die einzige Limitierung des Ladestroms in der Fahrzeugelektronik integriert. Aus Netzbetreibersicht sehr schlecht, weil damit Hausanschlüsse und Netzknoten sehr schnell in Überlast gehen können wenn zuviele gleichzeitg laden wollen. Mit den einphasigen 16A Schuko bzw. Campinganschlüssen ist diese Gefahr allerdings derart hypothetisch, dass man da nicht weiter drüber nachdenken braucht. Je mehr Schwarmkraftwerke entstehen, destor geringer sind auch die möglichen negativen Auswirkungen der eMobilität im Ortsnetz.


02.10.2021 11:34    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 2. Oktober 2021 um 09:50:08 Uhr:

Zitat:

@markuscc schrieb am 2. Oktober 2021 um 09:44:17 Uhr:

…Hier geht es also nicht um die Menge sondern nur um die Verteilung der Spitzenlast...

Ausschließlich, das wird auch lange* so bleiben :(

 

Deshalb votiere ich schon lange für Minuten Preise die sich an Börsen Preise anlehnen.

Nur wie soll das technisch gehen auf die Schnelle?

 

Und da es genug Zeitgenossen gibt denen so etwas egal ist muss Im entsprechenden Falle reguliert werden.

 

* Das ist doch letztlich die Gretchenfrage bei den Erneuerbaren, wie kriegen wir die kalt Dunkelflaute gewuppt.

Minutenpreise wären vor allem relevant wenn jemand Photovoltaik mit Akku hat.

Der könnte Strom einspeisen wenn er teuer ist und aus den Netz verbrauchen (oder gar Akku laden) wenn der Strom günstig ist.


02.10.2021 11:54    |    Schwarzwald4motion

Die meines Wissens teilweise schon übliche Viertelstunden-Taktung ist Regional absolut ungenügend wenn es um Wolkenbewegungen geht, und beim Wind wird es nicht viel besser sein, betrifft aber eher die Heimsteuerung.

 

Trotzdem gerade für zukünftige dezentrale Netzverbunde als strukturelle Basis der Energiewende wird eine Minuten-Taktung für eine stabile Versorgung maßgebend sein…

 

Ich stell mir zum Beispiel vor ich sag meiner Waschmaschine sie darf erst bei diesem oder jenem fallenden Preis anfangen zu waschen. Oder dem Auto es soll um zum Zeitpunkt X voll sein, aber auf dem Weg dahin Die Lade Leistung je nach Preis entsprechend anpassen.


02.10.2021 13:07    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 2. Oktober 2021 um 11:54:12 Uhr:

Die meines Wissens teilweise schon übliche Viertelstunden-Taktung ist Regional absolut ungenügend wenn es um Wolkenbewegungen geht, und beim Wind wird es nicht viel besser sein, betrifft aber eher die Heimsteuerung.

 

Trotzdem gerade für zukünftige dezentrale Netzverbunde als strukturelle Basis der Energiewende wird eine Minuten-Taktung für eine stabile Versorgung maßgebend sein…

 

Ich stell mir zum Beispiel vor ich sag meiner Waschmaschine sie darf erst bei diesem oder jenem fallenden Preis anfangen zu waschen. Oder dem Auto es soll um zum Zeitpunkt X voll sein, aber auf dem Weg dahin Die Lade Leistung je nach Preis entsprechend anpassen.

Das kann man natürlich auch in Abhängigkeit von dem Photovoltaik Akku machen.

 

Oder wenn die Waschmaschine einen kalt und Warmwasser Anschluss hätte auch in Abhängigkeit vom Wärmespeicher.

 

Man füllt die Waschmaschine, "sagt ihr du sollst in x Stunden fertig sein und die Haussteuerung sagt der Waschmaschine den vorraussichtlich idealen Zeitpunkt.

 

Ja da kann einiges an eine effektive Energiewende angepasst werden.

Nicht als Zwang für alle.

Aber für diejenigen die ein entsprechend intelligentes Haus haben/wollen.


02.10.2021 13:49    |    Gasmob

Ganz ehrlich, Großbritannien ist mir nach dem Brexit egal. Was unsere Infrastruktur betrifft, so haben wir noch Luft und da die geförderten Wallboxen alle eine Schnittstelle für genau diesen Zweck haben, ist für den Fall der Fälle vorgesorgt.

Auch für Europa sind diese Szenarien möglich. Das greift doch nur für extreme Situationen,wenn das Netz vor dem Kollaps steht und ist somit existenziell. In dieser Situation geht das schon klar und ist auch keine Bevormundung oder eine staatliche Entmündigung, am Ende ist das Beatmungsgerät oder die Infrastruktur dann wichtiger.

Was den Eingriff der Regierung in die Grundrechte der Bürger zu Zeiten von Corona betrifft, da gibt es genügend anberaumte Klagen, die das wieder in die richtige Richtung drehen.

Aus meiner Sicht Panikmache und ein möglicher, wenn auch nur für den Übergang erforderlicher Preis der Energiewende.

Ein Umbruch erfordert eben auch Veränderungen!


02.10.2021 15:59    |    Alexander67

Ich habe gerade ein YouTube Video gesehen.

Hier erst einmal der Kommentar den ich hierzu geschrieben hatte.

Zitat:

Was für eine bescheuerte Runde.

Bin jetzt bei 29:47 und diese These die Windräder würden das Klima nennenswert ändern ist so bescheuert.

OK, evtl. gibt es lokal eine Temperaturerhöhung. Aber bei anderen Kraftwerken nicht?

 

Der Unterschied ist aber, dass Windräder Energie aus der Umwelt entziehen.

Konventionelle Kraftwerke haben aber Verlustwärme die abgegeben wird.

 

Aber schon vorher sehr viel Unsinn.

https://youtu.be/LVc9Y7ZlpPc


02.10.2021 17:56    |    3ismanN

Oder es liegt einfach daran das denen ein großer Teil ihrer Einspeiskapazität vom Festland abhanden gekommen ist. Und da GB netto importeur ist…

 

https://www.reuters.com/.../

 

Ich kann den Punkt mit der Presse nur beipflichten, wenn man in einem Thema richtig drin ist und dann einen Artikel darüber liest, merkt man meist wie unzureichend da rechachiert wird. In den Bereichen wo man sich nicht auskennt, fällt es nur nicht auf.

 

Grüße

Stefan


02.10.2021 18:52    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 2. Oktober 2021 um 15:59:12 Uhr:

Ich habe gerade ein YouTube Video gesehen.

(…)

…Was für eine bescheuerte Runde.

Tichy halt, wahnsinnig viele Klischees. Natürlich ist nicht alles falsch aber doch eine sehr Einseitige Sichtweise.

Ich konnte es mir nicht komplett Antun.


02.10.2021 19:24    |    Goify

PV-Anlagen führen auch zu einem Temperaturanstieg der Umgebung. Nur fällt das im Vergleich zum Verbrennen von fossilen Energieträgern nicht ins Gewicht.

 

BTT: Sollte ich mal ein reines E-Auto haben, so werde ich es nur an der klassischen Kraftstromsteckdose laden und eine Wallbox meiden. Dann kann ich bestimmen, wann ich lade. Das ist zwar egoistisch, aber es gibt Tage, da brauche ich das Auto einfach und habe keinerlei Alternativen.


02.10.2021 19:38    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Goify schrieb am 2. Oktober 2021 um 19:24:34 Uhr:

PV-Anlagen führen auch zu einem Temperaturanstieg der Umgebung. Nur fällt das im Vergleich zum Verbrennen von fossilen Energieträgern nicht ins Gewicht.

 

BTT: Sollte ich mal ein reines E-Auto haben, so werde ich es nur an der klassischen Kraftstromsteckdose laden und eine Wallbox meiden. Dann kann ich bestimmen, wann ich lade…

Bisher wurde Normalerweise wird die Steuerung über Rundsteuerempfänger oder über Zeitschaltuhr im Schaltschrank umgesetzt. Dann lädt man halt notfalls nur mit 50%.

 

Beim Zuhause Laden sehe ich überhaupt keine Probleme.

Und unter der PV soll’s auch noch kühler sein.


02.10.2021 20:15    |    slv rider

einfach immer im grünen bereich laden.:D

https://www.netzfrequenzmessung.de/


02.10.2021 20:30    |    Goify

Man sollte immer laden, wenn die Frequenz über 50 Hz steigt, da dann ein Überschuss im Netz vorhanden ist.


02.10.2021 20:32    |    Schwarzwald4motion

Wenn es da keine Regelungen dazwischen gäbe Würde das so sein, aber dann würden auch unsere Uhren mal zu schnell und mal zu langsam laufen.

Ergo zu kurz gedacht.


02.10.2021 20:36    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 2. Oktober 2021 um 20:32:55 Uhr:

Wenn es da keine Regelungen dazwischen gäbe Würde das so sein, aber dann würden auch unsere Uhren mal zu schnell und mal zu langsam laufen.

Ergo zu kurz gedacht.

Das machen die Uhren.

 

PS

https://duckduckgo.com/?...


02.10.2021 20:48    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 2. Oktober 2021 um 20:36:23 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 2. Oktober 2021 um 20:32:55 Uhr:

Wenn es da keine Regelungen dazwischen gäbe Würde das so sein, aber dann würden auch unsere Uhren mal zu schnell und mal zu langsam laufen.

Ergo zu kurz gedacht.

Das machen die Uhren…

Nicht immer, war aber eigentlich ein Argument warum das kein Zuverlässiges Indiz für Regenerative Einspeisung ist.


02.10.2021 21:01    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 2. Oktober 2021 um 20:48:24 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 2. Oktober 2021 um 20:36:23 Uhr:

 

 

Das machen die Uhren…

Nicht immer, war aber eigentlich ein Argument warum das kein Zuverlässiges Indiz für Regenerative Einspeisung ist.

OK, ist von der Art der Uhr abhängig.

Aber das war ja eigentlich vorher schon impliziert.

Weil nur bestimmte Uhren auf diese Weise falsch gehen können.


02.10.2021 21:40    |    Martyn136

Zitat:

@markuscc schrieb am 2. Oktober 2021 um 09:44:17 Uhr:

Ich verstehe die Aufregung auch nicht. Ich lade mein E-Auto aktuell ca. 1x in der Woche an 11kW. Da brauche ich 3 bis 4h Ladezeit. Die kann ich problemlos in stromreiche Zeiten legen...

Es gibt da eine gute Rechnung: Auf die Woche verteilt benötigt ein E Auto im Durchschnitt 300W Dauerleistung.

Hier geht es also nicht um die Menge sondern nur um die Verteilung der Spitzenlast.

Auch ein EHerd und ein Durchlauferhitzer ziehen 11kW Spitze...

Bei einem Elektroauto mit 35 KWh Akku muss man aber faktisch schon jeden Tag nachladen wenn man von so 70km Tagesfahrleistung ausgeht.

 

Theoretisch würde es zwar natürlich für gut zwei Tage reichen, aber am Feierabend des zweiten Tages hätte man dann gerademal ca. 20km Restreichweite üblich, und wäre somit faktisch zuhause festgesetzt.

 

Und man will dann in der Regel auch gleich am Feierabend laden damit die zusätzliche Reichweite noch am Feierabend zur Verfügung steht, und nicht erst am nächsten Morgen.


02.10.2021 21:49    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 2. Oktober 2021 um 21:40:08 Uhr:

…und wäre somit faktisch zuhause festgesetzt.

 

Und man will dann in der Regel auch gleich am Feierabend laden damit die zusätzliche Reichweite noch am Feierabend zur Verfügung steht…

Naja bei einer bestimmten Klientel vielleicht, aber die Regel wohl kaum.

Und die mit einem kleinen Akku haben meistens noch einen Zweitwagen.


02.10.2021 22:04    |    Martyn136

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 2. Oktober 2021 um 11:14:22 Uhr:

Im deutschen Netz gibt es seit vielen Jahrzehnten Tarife, die verschiedene Preise zu Hochlastzeiten und Tieflastzeiten vorsehen. An den Endkundenanschlüssen sind bei den betreffenden Anschlusskunden Mehrtarifzähler verbaut. Die gibt es in manchen Altanschlüssen in analoger Umschalttechnik mit mehreren Zählern oder etwas moderner mit elektronischen Zählwerken. Um die Verbrauchserfassung korrekt durchzuführen "schwimmen" auf der Netzfrequenz Steuerimpulse mit, die an den Zählern dann umgesetzt werden. Steuerungen über den Stromnetzanschluss gibt es also.

Allerings befürchte ich das ein Mehrtarif auch nichts nutzt, die Last besser zu verteilen.

 

Sind die Preisunterchiede moderat (z.B. Niedrigtarif 26,9 ct/KWh, Normaltarif 28,9 ct/KWh, Hochtarif 31,4 ct/KWh) dann hält das niemanden davon ab zum Hochtarif zu laden.

 

Sind die Preisunterschiede zu extrem (z.B. Niedrigtarif 15,9 ct/KWh, Normaltarif 25,9 ct/KWh, Hochtarif 49,9 ct/KWh) dann schreckt das die Leute davon ab überhaupt ein Elektroauto zu kaufen und sie fahren lieber weiter Diesel.


02.10.2021 22:34    |    berlin-paul

Da ist was dran. Mir gings nur darum, dass Steuerimpulse auf der Netzspannung schon lange in Nutzung sind und man darüber auch ein Ladeschema/Abschaltung über Wallboxes netzseitig vorgeben könnte.


02.10.2021 22:56    |    pcAndre

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 2. Oktober 2021 um 21:40:08 Uhr:

Zitat:

@markuscc schrieb am 2. Oktober 2021 um 09:44:17 Uhr:

Ich verstehe die Aufregung auch nicht. Ich lade mein E-Auto aktuell ca. 1x in der Woche an 11kW. Da brauche ich 3 bis 4h Ladezeit. Die kann ich problemlos in stromreiche Zeiten legen...

Es gibt da eine gute Rechnung: Auf die Woche verteilt benötigt ein E Auto im Durchschnitt 300W Dauerleistung.

Hier geht es also nicht um die Menge sondern nur um die Verteilung der Spitzenlast.

Auch ein EHerd und ein Durchlauferhitzer ziehen 11kW Spitze...

Bei einem Elektroauto mit 35 KWh Akku muss man aber faktisch schon jeden Tag nachladen wenn man von so 70km Tagesfahrleistung ausgeht.

 

Theoretisch würde es zwar natürlich für gut zwei Tage reichen, aber am Feierabend des zweiten Tages hätte man dann gerademal ca. 20km Restreichweite üblich, und wäre somit faktisch zuhause festgesetzt.

 

Und man will dann in der Regel auch gleich am Feierabend laden damit die zusätzliche Reichweite noch am Feierabend zur Verfügung steht, und nicht erst am nächsten Morgen.

Morgen...!

Ich weiß ja nicht von welchem Fahrprofil und Fahrzeug du ausgehst, aber ich fahre mit meinem Skoda Citigo mit der rund 32 kWh (netto) großen Batterie, bei sommerlichen Temperaturen, eine Woche ohne Nachladen. Täglich pendle ich "one Way" rund 25 km, sprich 50 km am Tag. Fahrprofil Stadt, Überland und ein bissl Autobahn.

Teilweise wird mir eine max. Reichweite von ca. 320 km bei meinem Fahrprofil und "angenehmen" Temperaturen angezeigt. Im Winter, als Laternenparker, selbstredend deutlich weniger...< 200 km.

 

MfG André


02.10.2021 23:37    |    Martyn136

Ich ging von Fahrzeugen wie Mini Cooper SE, Mazda MX-30, VW e-Golf 2. Generation, etc. aus und einem höheren Anteil Autobah, wo man sich dann im 120-150 km/h bewegt, ist die Reichweite leider ziehmlich mau.


03.10.2021 06:29    |    Goify

Mit dem E-Auto fährt man aber nicht mehr über Tempo 120 - zumindest die Mehrheit.


03.10.2021 06:40    |    Spannungsprüfer49562

Zitat:

@Goify schrieb am 2. Oktober 2021 um 19:24:34 Uhr:

Sollte ich mal ein reines E-Auto haben, so werde ich es nur an der klassischen Kraftstromsteckdose laden und eine Wallbox meiden. Dann kann ich bestimmen, wann ich lade. Das ist zwar egoistisch, aber es gibt Tage, da brauche ich das Auto einfach und habe keinerlei Alternativen.

Ich vermute, dass dieses Szenario berücksichtigt und das Aufspüren von Egoisten durch ihre Smart Meter möglich sein wird.


03.10.2021 06:42    |    Martyn136

Zitat:

@Goify schrieb am 3. Oktober 2021 um 06:29:25 Uhr:

Mit dem E-Auto fährt man aber nicht mehr über Tempo 120 - zumindest die Mehrheit.

Aber schon nicht mehr die gewohnten 140-170 km/h fahren können sondern nur noch 120-150 km/h ist schon eine grosse Einschränkungen, aber für einige Leute noch akzeptabel.

 

Aber maximal 120 km/h wäre wirklich inakzeptabel langsam. Zumal das für die linke Spur viel zu langsam wäre und man dann defacto auf die LKW-Spur und LKW-Geschwindigkeit limitiert wäre.

 

Und gerade ökologisch wäre es auch bedenklich, denn je langsamer die Autos, desto grösser die Nachfrage nach Inlandsflügen. Selbst Verbote helfen da nichts. Selbst wenn Direktflüge verboten würden, einen Flug wie Stuttgart->Amsterdam->Berlin oder München->Kopenhagen->Hamburg kann niemand verbieten.


03.10.2021 07:04    |    Alexander67

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 3. Oktober 2021 um 06:42:18 Uhr:

.....

Aber maximal 120 km/h wäre wirklich inakzeptabel langsam. Zumal das für die linke Spur viel zu langsam wäre und man dann defacto auf die LKW-Spur und LKW-Geschwindigkeit limitiert wäre.

 

Und gerade ökologisch wäre es auch bedenklich, denn je langsamer die Autos, desto grösser die Nachfrage nach Inlandsflügen. Selbst Verbote helfen da nichts. Selbst wenn Direktflüge verboten würden, einen Flug wie Stuttgart->Amsterdam->Berlin oder München->Kopenhagen->Hamburg kann niemand verbieten.

Es gibt auf Autobahnen mehr als nur 2 Geschwindigkeiten.

120 ist immerhin schon das 1,5-fache dessen was LKW dürfen. Mit 120 kann man schon mal auf die linke Spur.

Und je nach Situation kann man ja auch mal kurz beschleunigen.

 

Hmm eigentlich ist dieses Argumentan könne mit 120 nicht auf die linke Spur ein tolles Argument für ein Tempolimit.

 

Ich denke es macht Sinn Flüge im allgemeinen anders zu besteuern. So etwas wie jeder geplante km einen halben € beim Start und jeder tatsächliche km einen halben bei der Landung. Durch die Fluggesellschaft pro Sitzplatz zu bezahlen. Evtl. auch noch ein zusätzlicher Basisbetrag. Vor dem Start bzw. vor dem Weiterflug. Kein Start ohne vorher diese Steuer entrichtet zu haben.

Das betrifft dann alle Fluggesellschaften. Egal wo der Firmensitz ist.


03.10.2021 07:54    |    Goify

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 3. Oktober 2021 um 06:42:18 Uhr:

Und gerade ökologisch wäre es auch bedenklich, denn je langsamer die Autos, desto grösser die Nachfrage nach Inlandsflügen. Selbst Verbote helfen da nichts. Selbst wenn Direktflüge verboten würden, einen Flug wie Stuttgart->Amsterdam->Berlin oder München->Kopenhagen->Hamburg kann niemand verbieten.

Dann kann man doch mit dem Zug fahren: Ökostrom und läuft bis zu Tempo 300, also schneller als jeder Porsche (im Straßenverkehr).


03.10.2021 07:57    |    Goify

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 3. Oktober 2021 um 07:04:18 Uhr:

Ich denke es macht Sinn Flüge im allgemeinen anders zu besteuern.

Züge, die mit Diesel fahren, müssen Mineralölsteuer bezahlen. Flugzeuge nicht, obwohl sie ebenfalls mit "Diesel" fliegen. Sie werden also subventioniert.


03.10.2021 08:39    |    pcAndre

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 2. Oktober 2021 um 23:37:20 Uhr:

Ich ging von Fahrzeugen wie Mini Cooper SE, Mazda MX-30, VW e-Golf 2. Generation, etc. aus und einem höheren Anteil Autobah, wo man sich dann im 120-150 km/h bewegt, ist die Reichweite leider ziehmlich mau.

Morgen...!

Selbst die Fahrzeuge kommen mit deutlich weniger aus! ;)

 

Du sprachst von täglicher Pendelstrecke, sprich morgens hin und abends zurück. Wenn mir jemand erzählen möchte, dass er z.B. montagsmorgen zwischen 6 und 9 Uhr mit dauerhaft (punktuell möglich) über 120 km/h gen München fährt. Ähm nein.

 

Selbst mit einem höheren Anteil Autobahn kommst du deutlich weiter. Der Citigo benötigt bei 130 km/h rund 18 kWh/100 km. Bedeutet, selbst wenn von deinen 70 km ca. 50 km Autobahn mit 130 km/h dabei wären, kommst du damit auf 9 kWh + Stadt/Überland, also zusammen auf rund 12 kWh. Sprich zweieinhalb Tage ohne Laden....im Sommer. ;)

 

MfG André


Deine Antwort auf "Meldung zu Stromabschaltungen in GB wg. E-Autos"

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