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01.03.2020 10:31    |    jennss    |    Kommentare (90)

Winsen 2018
Winsen 2018

In Foren und Instagram-Kommentaren (E-Auto-Werbung) sehe ich noch sehr viel Gegenwind für die Elektromobilität. Manche scheinen ihre Meinung/Ansicht immer weiter zu verfestigen, weil sie sich bereits positioniert haben und diese Position verteidigen.

 

Ich denke, es fehlt noch eine Menge Aufklärung zur Elektromobilität. Jedoch meine ich damit weniger den Aspekt der Umweltfreundlichkeit, denn den sehe ich eher als Ausrede. Ich habe schon öfter gelesen, dass man kein E-Auto will, weil es nicht umweltfreundlich sei. Ich halte das für einen Vorwand, denn wer hat schon bisher wirklich besonders auf die Umweltfreundlichkeit seines Autos geachtet? In Wirklichkeit will man meist nicht wechseln. Warum?

 

 

 

  • Sie sehen nicht den Reiz/Grund, die Technik zu wechseln.
  • Sie kennen es nicht mit dem Laden, mit Apps (freie Ladesäulen finden), den Ladekarten, den Kilowatt(stunden), den Steckern, AC/DC (Typ2/CCS)... Das schreckt ab. Man glaubt, man lädt ewig, es funktioniere nicht für Laternenparker, man kann keine Langstrecken fahren etc.

 

Genau da sollte mehr Aufklärung betrieben werden und zwar vor allem praktisch.

 

Die Autofahrer müssten mehr unkomplizierte Möglichkeiten bekommen, E-Autos und das Laden selbst zu erleben. Ich denke, dann wird die Meinung viel eher umschlagen als durch tausend Diskussionen, in denen die Leute ihre Positionen darin nur noch weiter verfestigen. Die Regierung sollte öffentliche, freie Aktionstage (Messen) zur Elektromobilität veranstalten, an denen Leute die Möglichkeit bekommen, E-Autos ohne großen Aufwand zu fahren und die Apps zum Finden freier Ladesäulen und kWh-Preise entdecken zu können. Die Probefahrten sollten zum einen auf abgesperrtem Gebiet ohne Formalitäten und zum anderen auch in der Stadt wie eine normale Probefahrt stattfinden können. Es müssten Veranstaltungen ohne Eintrittspreise sein.

 

Zwar bietet sich eigentlich ein Verkehrsübungsplatz dafür an, doch ich denke, es wäre noch wichtiger, näher an die Leute heranzukommen, also eher in Zentrumsnähe Möglichkeiten zu schaffen. Es ist wichtig, dass man sich bei der Planung solcher Aktionstage in das Denken der kritischen Menschen hineinversetzt bzw. dieses kennt. Und man muss Verständnis für ihre Zweifel haben, sowie sich sehr gut auskennen bzgl. der Möglichkeiten in städtischen und ländlichen Gebieten etc.. Eine Bekannte von mir war z.B. erstaunt, dass man ein E-Auto an normaler Schukosteckdose laden kann... :)

 

Schön publikumsnah und viel beachtet, aber leider ohne direkte Probefahrmöglichkeit, wären Ausstellungen Shoppingcentern. Naja, man könnte dabei zumindest auf einen Verkehrsübungsplatz mit verfügbaren E-Autos hinweisen.

 

Sie sollten zum einen den Reiz des elektrischen Fahrens entdecken (Komfort, Fahrspaß) und zum anderen auch Bedenken der praktischen Tauglichkeit ablegen (Laden, Reichweite, Vertrauen nicht liegenzubleiben). Sie müssen das Fahren und Laden mit AC/DC live erleben. Es nützt nicht so viel, wenn E-Auto-Fahrer von ihrem Vehikel schwärmen. Die werden dann leicht mal eben als Freaks abgetan. Man muss ein E-Auto erleben. Die Reaktionsfreudigkeit mit seinem unverzögertem, kräftigen Ansprechen generiert nicht nur Spaß durch Dynamik, sondern auch Entspannung durch Einfachheit der Kontrolle. Kein anderer Antrieb, konventionelle Automatikschaltungen eingeschlossen, ist derart komfortabel und entspannend zu fahren. Normale Automaten hätten sicher mehr Zuspruch, wenn sie perfekter funktionieren würden, d.h. frei von Verzögerungen wären (Zurückschalten, Anfahren mit Start-Stop-System etc.), was technisch nur begrenzt verbesserbar ist, sowie auch nicht den fetten Aufpreis hätten.

 

Probefahrten müssten vor allem Begeisterung auslösen. Dies ist schon oft der Fall, wenn Autofahrer beim Händler eins probieren. Leider sind erstens noch viele Händler rund um die E-Mobilität nicht besonders gut informiert und zweitens finden Probefahrten auch immer erst statt, wenn ein gewisses Interesse besteht. In dem Fall ist ja schon der erste wichtige Schritt getan. Die Bundesregierung sollte hier jedoch bei jenen ansetzen, deren Neugierde noch gar nicht geweckt ist. Geplant werden muss so ein Aktionstag natürlich vor Ort, aber es sollte aus dem großen Topf zur E-Mobilität Zuschüsse dafür geben und es kann gerne ein Dokument zur Planungshilfe und mit Vorgaben erstellt werden.

 

Rein informativ sind dabei natürlich auch die finanziellen Aspekte zu erläutern, wie Fahrkosten, Wartung etc., sowie einen aktuellen Marktüberblick zu verschaffen, damit Interessenten erkennen, welche Eigenschaften eines E-Autos für sie von Bedeutung sind und welche weniger. Ist der Mensch erstmal angefixt vom E-Auto, schwirren die Gedanken manchmal schon um einen Wechsel, weil man will.

 

Solche praktischen Erfahrungen erscheinen mir effektiver als tausend Worte.

j.

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04.03.2020 21:44    |    Boppin B

Nichts gegen ausprobieren neuer Technik, aber die Entscheidung MUSS bei jedem einzelnen bleiben! Das ist meine Meinung hierzu! Dieser Verbotswahn regt mich auf, die Legislative glaubt mittlerweile alles bis in Kleinste vorschreiben zu müssen. Das kanns nicht sein, das ist Gängelei allenthalben!

 

Ich wage auch (ohne Quellen zu kennen) die Prognose, daß ein Akku max 8 bis 10 Jahre halten wird. Man wird nun sagen: "Ja, aber die alten Akkus kann man noch wieterverwenden als Stromspeicher". Hm, das ist ungefähr so, als wenn ich sagen "das alte Ölfass da, wenns leer ist stell ich es noch als Regentonne auf". Ich denke, ihr wisst was ich meine. Wo heute bereits Akkus eingesetzt werden ist es ebenfalls so, daß diese nur eine begrenzte Zeit einsetzbar sind. Beim Handy mag das noch gehen, aber beim Auto? Lass mal den Akku auf 60 oder 65% seiner Kapa angekommen sein, dann braucht man den im Auto nicht mehr, aus der eh schon geringen Reichweite ist dann noch weniger geworden. Und hier muss das Akkurecycling (nicht die begrenzte Weiterverwendung als Stromspeicher) in die Gesamtberechnung der Ökobilanz eines E-Autos mit einbezogen werden.

 

Und wenn man dann noch daran denkt, daß der Staat ja nicht ewig auf Kfz-Steuer verzichten wird, zudem auch heute vielleicht noch ko-lo. Ladesäulen später nur noch Strom gegen Berechnung rausrücken, dann sieht das auch rechnungstechnisch mal ganz anders aus als es heute den Interessenten vorgerechnet wird. "Kauft erst mal, später ziehen wir euch schon noch ab" fällt mir hierzu nur ein. Hat man in der Vergangenheit beim Diesel ja auch so gemacht.

 

Ich kann mich hier nur wiederholen: für bestimmte Nutzerprofile mag ein E-Auto passen. Das eine oder andere macht möglicherweise auch Spaß (ob das dann noch ein bezahlbares Auto ist steht auf einem anderen Blatt). Aber gegen Zwangsverordnungen hab ich von Haus aus etwas.

 

Ich werde bei Gelegenheit sicher mal ein E-Auto ausprobieren damit ich mir ein Bild davon machen kann. Aber letztlich werde ich beim Verbrenner bleiben, ein E-Auto ist aus meiner Sicht nicht der Heilsbringer, als welcher er hingestellt wird. Meiner Ansicht nach wird durch permanente Berieselung versucht, in den Leuten ein Unrechtbewusstsein hervorzurufen, wenn man nicht auf E-Mobilität wechselt. Wenn also eine Technik nicht durch Vorteile überzeugt, dann versucht man es auf diese Weise. Und es gibt wohl auch genug Leute, die sich berieseln lassen.


10.03.2020 01:03    |    Grasoman

Zitat:

Die Regierung sollte öffentliche, freie Aktionstage (Messen) zur Elektromobilität veranstalten, an denen Leute die Möglichkeit bekommen, E-Autos ohne großen Aufwand zu fahren und die Apps zum Finden freier Ladesäulen und kWh-Preise entdecken zu können. Die Probefahrten sollten zum einen auf abgesperrtem Gebiet ohne Formalitäten und zum anderen auch in der Stadt wie eine normale Probefahrt stattfinden können. Es müssten Veranstaltungen ohne Eintrittspreise sein.

Und warum nun gerade die Regierung? Das ist ein freies Land, jeder Vermarkter (Hersteller, Händler, Vermieter) von Batterieautos, Plug-In Hybriden, Hybriden kann sich selbst Gedanken machen, wie er seine Autos an den Mann oder die Frau bringt. Für Marketing und Verkauf sind schon diese Anbieter selbst zuständig, finde ich.

 

Die Regierung setzt Rahmenbedingungen:

* Energiesteuern (auf Kraftstoffe), z.B. die Ungleichbehandlung von Benzin, Diesel, LPG/CNG

* Stromsteuer

* Kfz-Steuer

* Förderungen und Subventionen, z.B. Umweltbonus (Förderung von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur)

* Einkommenssteuergesetz mit den niedrigeren Sätzen (0,25% oder 0,5% statt 1%) für die Versteuerung des geldwerten Vorteil auf BEV und PHEV als Dienstwagen

* konkrete Förderbedingungen wie die genaue Abgrenzung der geförderten Fahrzeuge

* Ladesäulenverordnung

* Vorgaben an die Beschaffer öffentlicher Flotten

 

Der Rest ergibt sich dann.

 

Ich finde, das, was du als "Aufklärungsveranstaltungen" und "geförderte Aktionstage" beschreibst, kann nicht mehr Teil der Regierungsarbeit sein, denn es vermischt irgendwie Marktneutralität und direktes Marketing.

 

Toyota z.B. nimmt auch seine Sache selbst in die Hand, bietet "Deutschland testet Hybrid"-Werbewochen an und lässt Leute da probefahren.

https://www.toyota.de/hybrid/deutschlands-tour-der-wahrheit

Und Toyota hat heute in Deutschland gut 60% Hybridanteil in den Neuverkäufen.

 

Die BEV- und und PHEV-Anbieter sind frei, sich selbst was auszudenken. Und auch mal in Events mit z.B. 200 EUR pro Kunde in die Kundengewinnung zu investieren, und das auf den Preis draufzuschlagen. Wenn sie dann auch 2500 EUR oder 3000 EUR Bundesförderung auf ihre abgesetzten Fahrzeuge bekommen, sind diese Kosten locker mit abgedeckt.

 

Tesla hat sich sein Referal-Programm ausgedacht mit einem "Kunden werben Kunden"-Schneeballsystem. Dort machen diese die Probefahrten und auch die Überzeugungsarbeit gleich mit, im Gegenzug gegen ein paar Supercharger-Frei-km oder gegen die Teilnahme an Lotterien für Preise. Auch sowas steht ja allen Anbietern frei.

 

Ich finde, man muss aufpassen, wann sich eine Regierung quasi zum verlängerten Arm der Autoindustrie macht.


10.03.2020 09:08    |    jennss

Die Regierung will den Wandel zur Elektromobilität, hat aber das Problem, dass viele Leute nicht erreicht werden und bereits einfach eine ablehnende Haltung eingenommen haben. Mit Aktionstagen würde man mehr Menschen ungezwungen erreichen. Viele würden wahrscheinlich wechseln, wenn sie überhaupt mal ein E-Auto probiert haben. Die Probefahrt ist das beste Argument. Bisher versucht die Regierung es nur sehr indirekt.

 

Auto-Händler/-Hersteller haben noch nicht genug Fahrzeuge/Modelle und organisieren so etwas kaum. Aber die ablehnende Haltung hat sich oftmals schon aufgebaut ohne je eins gefahren zu haben.

j.

 

PS: Die Bilder oben sind von einer kleinen Messe, leider ohne Möglichkeit zum Probefahren. Organisiert wohl von der Stadt, evtl. zusammen mit Autohändlern.


10.03.2020 10:14    |    motor_talking

Wenn die Händler nicht genug Fahrzeuge haben, woher soll dann die Regierung welche nehmen? Das Argument überzeugt mich noch nicht.

Aber ansonsten stimme ich dir zu: wenn E- Mobilität ein politisches Ziel ist und die Wirtschaft alleine es nicht so stark wie gewünscht treibt, kann die Politik natürlich noch aktiver werden und z.B. solche Veranstaltungen fördern.


10.03.2020 11:53    |    jennss

Ich meinte eigentlich Modelle. Verschiedene Hersteller zusammen hätten genug Modelle für eine Messe, aber nicht ein einzelner. Ob sich Händler vor Ort zusammentun würden, um eine Messe zu organisieren? Ich denke, es wäre halt gut, wenn da jemand die Organisation übernimmt.

j.


11.03.2020 20:55    |    Boppin B

Ich glaube, wenn wirklich das Interesse an E-Autos so groß wäre, dann gäbe es auch die Fahrzeuge dazu. Bis jetzt war es noch immer so, daß die Industrie ein feines Näschen für Trends hatte. Offensichtlich wird das allgemeine Interesse an E-Autos aber doch etwas überschätzt. Sonst müsste man den Kauf von E-Autos ja nicht mit Bonuszahlungen fördern.


11.03.2020 20:57    |    notting

Zitat:

@Boppin B schrieb am 11. März 2020 um 20:55:47 Uhr:

Ich glaube, wenn wirklich das Interesse an E-Autos so groß wäre, dann gäbe es auch die Fahrzeuge dazu. Bis jetzt war es noch immer so, daß die Industrie ein feines Näschen für Trends hatte. Offensichtlich wird das allgemeine Interesse an E-Autos aber doch etwas überschätzt. Sonst müsste man den Kauf von E-Autos ja nicht mit Bonuszahlungen fördern.

Ohne ist halt der Preisunterschied noch extrem hoch. Nicht jeder hat soviel Kohle. Sehr viele Privatleute kaufen zudem praktisch nur gebraucht. Und gerade da ist mit vernünftiger Reichweite im Sinne von Erstfahrzeug kaum was zu haben, selbst wenn man etwas mehr investiert weil z. B. Wartung entspr. billiger ist.

 

notting


11.03.2020 21:03    |    Brot-Herr

Zitat:

@notting schrieb am 11. März 2020 um 20:57:43 Uhr:

Zitat:

@Boppin B schrieb am 11. März 2020 um 20:55:47 Uhr:

Ich glaube, wenn wirklich das Interesse an E-Autos so groß wäre, dann gäbe es auch die Fahrzeuge dazu. Bis jetzt war es noch immer so, daß die Industrie ein feines Näschen für Trends hatte. Offensichtlich wird das allgemeine Interesse an E-Autos aber doch etwas überschätzt. Sonst müsste man den Kauf von E-Autos ja nicht mit Bonuszahlungen fördern.

Ohne ist halt der Preisunterschied noch extrem hoch. Nicht jeder hat soviel Kohle. Sehr viele Privatleute kaufen zudem praktisch nur gebraucht. Und gerade da ist mit vernünftiger Reichweite im Sinne von Erstfahrzeug kaum was zu haben, selbst wenn man etwas mehr investiert weil z. B. Wartung entspr. billiger ist.

 

notting

Eben.

Ich z.B. kann mir ein E-Auto einfach nicht leisten. Besonders nicht da es familientauglich sein muß, es bedingt durch meine Behinderung einen tiefen Einstieg sowie entweder eine fernbedienbare Heckklappe oder ein Fließheck haben muß - und ich bestehe auf manche Extras wie Schiebedach, Touchscreenfreien Innenraum und so. Mein 10 Jahre alter Prius ist schon in etwa das Maximum meiner finanziellen Reichweite.


12.03.2020 01:03    |    Grasoman

Zitat:

Die Regierung will den Wandel zur Elektromobilität, hat aber das Problem, dass viele Leute nicht erreicht werden und bereits einfach eine ablehnende Haltung eingenommen haben. Mit Aktionstagen würde man mehr Menschen ungezwungen erreichen. Viele würden wahrscheinlich wechseln, wenn sie überhaupt mal ein E-Auto probiert haben. Die Probefahrt ist das beste Argument. Bisher versucht die Regierung es nur sehr indirekt.

Die (deutsche Bundes-?) Regierung will den Wandel zur Elektromobilität? Nein, beileibe nicht. Denn wo nimmst du das her? Damit stimmt schon die Voraussetzung deiner Argumentation nicht. Da sitzen 16 Personen: 1 Kanzlerin und 15 Minister. Wer von denen will den "den Wandel zu Elektromobilität" und warum?

 

Wenn sie es wirklich wollte, würde sie "Elektromobilität" (Was ist das genau für dich? BEV, FCEV, PHEV? Voll-HEV? Mild-HEV?) in die diversen Flotten der Bundesministerien und Bundeseinrichtungen reinnehmen, da wo es zu den Anforderungen passt, und dafür quasi jeden Preis bezahlen, den ein Fahrzeughersteller verlangt. Aber sie tun es nicht. Oder diese Regierung würde staatliche Aufträge zur Produktion vergeben. Das tun sie aber auch nicht.

 

Zitat:

Auto-Händler/-Hersteller haben noch nicht genug Fahrzeuge/Modelle und organisieren so etwas kaum.

Dann wollen sie schlicht nicht. So einfach. Offenbar haben sie es nicht nötig, empfinden es vielleicht sogar als schädlich für ihr (Verbrenner-)Geschäft. Wer will, findet Wege (wie in Norwegen), wer nicht will, findet Gründe. Und Tesla hat an sich genug Fahrzeuge, aber braucht offenbar den Weg der geförderten Aktionstage nicht. Sie sparen ja sogar am Vertriebsnetz und setzen stark auf Internet-Vertrieb.

 

Zitat:

Aber die ablehnende Haltung hat sich oftmals schon aufgebaut ohne je eins gefahren zu haben.

Die Probefahrt nützt ja nicht viel, wenn die Erwartungen etlicher Kunden (an sowas wie Anschaffungspreis/Leasingkosten, Reichweite, Modellvielfalt (Marke, Modell), Karosserieform, Ladedauer, Ladeinfrastruktur) und die technischen Daten der meisten Fahrzeuge, sowie die Lade-Infrastruktur, nicht so recht zusammenpassen.

 

Überlassen wir es also den Anbietern, die potenziellen Kunden zu überzeugen und auch Ladeinfrastrukur aufzubauen. Und den Kunden, sich zu informieren und ihre potenziellen Vorurteile immer wieder zu überprüfen.

 

Vor wenigen Jahren noch waren Diesel-Pkw etlichen Vorbehalten ausgesetzt. Oder Gas-Pkw. Auch ohne, dass die Leute das mal gefahren hätten. Hätte man da auch schon solche geförderten Aktionstage machen sollen?


12.03.2020 02:54    |    jennss

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. März 2020 um 01:03:05 Uhr:

Die (deutsche Bundes-?) Regierung will den Wandel zur Elektromobilität? Nein, beileibe nicht.

Elektromobilität wird mit Milliarden von der Regierung gefördert. Das reicht doch als Begründung oder warum sollten sie das sonst tun, wenn nicht zur Beschleunigung des E-Verkaufs? Ob die EU sie mit Vorgaben dazu zwingt oder nicht, ist irrelevant.

 

Eine komplett neue Technik hätte sonst keine Chance gegen die fertige Infrastruktur und perfektionierte Technik der Verbrenner. Die Elektromobilität hat aus Sicht der Entscheider das größere Umwelt-Potential.

 

Zitat:

Wenn sie es wirklich wollte, würde sie "Elektromobilität" (Was ist das genau für dich? BEV, FCEV, PHEV? Voll-HEV? Mild-HEV?)

Alles, was als Elektromobilität gefördert wird, also Bev, Phev, Wasserstoffauto inkl. der Infrastrukturen.

 

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. März 2020 um 01:03:05 Uhr:

Zitat:

Auto-Händler/-Hersteller haben noch nicht genug Fahrzeuge/Modelle und organisieren so etwas kaum.

Dann wollen sie schlicht nicht. So einfach. Offenbar haben sie es nicht nötig, empfinden es vielleicht sogar als schädlich für ihr (Verbrenner-)Geschäft.

Ja. Für Händler wäre ein solcher Aktionstag nur dann von Vorteil, wenn sie bereits gut aufgestellt sind bzgl. E-Autos. Das sind die wenigsten. Daher läuft bisher nicht viel in diese Richtung. Denen ist egal, was sie verkaufen. Hauptsache, das Geschäft stimmt.

 

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. März 2020 um 01:03:05 Uhr:

Zitat:

Aber die ablehnende Haltung hat sich oftmals schon aufgebaut ohne je eins gefahren zu haben.

Die Probefahrt nützt ja nicht viel, wenn die Erwartungen etlicher Kunden (an sowas wie Anschaffungspreis/Leasingkosten, Reichweite, Modellvielfalt (Marke, Modell), Karosserieform, Ladedauer, Ladeinfrastruktur) und die technischen Daten der meisten Fahrzeuge, sowie die Lade-Infrastruktur, nicht so recht zusammenpassen.

Die Probefahrt nützt, um ein Haben-Wollen auszulösen. Dann sind so manche Leute bereit, sich mit der neuen Technik auseinanderzusetzen und ggf. auch mehr zu bezahlen. Durch die Förderung sind E-Autos nicht mehr unbedingt teurer als Verbrenner (hängt vom Modell ab). Vor allem ist vielen nicht bekannt, dass die Unterhaltskosten wesentlich niedriger sind als bei Verbrennern. Schon mal ein E-Auto gefahren?

 

Zitat:

Vor wenigen Jahren noch waren Diesel-Pkw etlichen Vorbehalten ausgesetzt. Oder Gas-Pkw. Auch ohne, dass die Leute das mal gefahren hätten. Hätte man da auch schon solche geförderten Aktionstage machen sollen?

Beim Diesel ist das entscheidende Argument, dass die Fahrkosten bei hoher Laufleistung niedriger sind. Ohne die reduzierte Spritsteuer wäre das viel weniger der Fall (ich meine, Diesel ist in der Herstellung eher teurer als Benzin, richtig?) Der Diesel ist steuerlich für Vielfahrer positioniert. In anderen Ländern sieht es anders aus und da ist der Dieselanteil auch anders.

j.


12.03.2020 08:42    |    Grasoman

Zitat:

Elektromobilität wird mit Milliarden von der Regierung gefördert. Das reicht doch als Begründung oder warum sollten sie das sonst tun, wenn nicht zur Beschleunigung des E-Verkaufs? Ob die EU sie mit Vorgaben dazu zwingt oder nicht, ist irrelevant.

Mehrere Technologien werden weiter stark gefördert als Kraftstoffe für Pkw:

 

* Diesel wird gefördert über eine niedrigere Energiesteuer als Super-Kraftstoff: Diesel 2020-2025: gefördert mit um 5*8=40 Milliarden über die Energiesteuer.

Selbst mit dem Nachteil beim höheren Hubraum-bezogenen Anteil in der Kfz-Steuer bei Diesel-Pkw (9,50 EUR pro 100 ccm Hubraum, Otto/Gas: 2 EUR/100 ccm) bei Pkw bleibt in Summe eine sehr deutliche Förderung übrig. Die angedachte Umstellung darauf, den hubraumbezogenen Anteil in der Kfz-Steuer noch zu streichen und die Kfz-Steuer komplett CO2-abhängig zu machen, hätte das noch verstärkt.

Was hat in den letzten Jahren Vertrauen gekostet: die Innenstadt-Fahrverbotszonen für ältere Diesel-Pkw: erst wegen Feinstaub, dann wegen NOx. Und trotzdem hat die Politik die Förderung in der Energiesteuer nicht verändert.

 

* BEV/FCEV/PHEV => gefördert mit um 2 Milliarden Umweltbonus als Summe bis 2025 (da sind schon Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur mit drin, wenn die alles sind, ist Schluss). Plus bisschen Kfz-Steuer-Erlass, plus Förderung bei der Versteuerung von geldwertem Vorteil bei Dienstwagen (0,25% oder 0,5% statt 1%). Größte Förderung: sicherlich im Anrechnen mit 0 g CO2/km, obwohl der deutsche Strommix derzeit um 500 g CO2/kWh hat, ein BEV mit 20 kWh/100 km also auch bei 100 g CO2/km rauskommt. Auch zu beachten in der Förderung: der Staat hat massiv die AKW als neue Technologie subventioniert, er subventioniert heute deren Rückbau massiv, weil die Mehrheit der Wähler in DE das so wollen. Und fördert (neben der Kohleverstromung, die bisher irre billig war ! und nun langfristig auslaufen soll) auch die erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Windkraft und PV.

 

* LPG und CNG werden gefördert über eine niedrigere Energiesteuer als Super-Kraftstoff und auch noch niedriger als bei Diesel. Nur bisher wird es nicht so richtig angenommen in DE. Andere Länder waren da noch engagierter, z.B. Italien (CNG) oder Polen (LPG).

 

Zitat:

Eine komplett neue Technik hätte sonst keine Chance gegen die fertige Infrastruktur und perfektionierte Technik der Verbrenner. Die Elektromobilität hat aus Sicht der Entscheider das größere Umwelt-Potential.

Wenn "die Bundesregierung" bzw. Bundestag und Bundesrat das so sehen würden, wären sie an die Diesel-Förderung rangegangen. Sind sie aber bisher nicht. Für die Politik zählt nicht nur Umwelt-Potential, sondern z.B. auch Arbeitsplätze in der Entwicklung und Produktion von Verbrennungsmotoren. Und etablierte Wirtschaftskreisläufe, die sich ergeben haben aus Entscheidungen der Vergangenheit. Die kurzfristigen Arbeitsplatzveränderungen, auch in der Zulieferindustrie.

 

Zitat:

Alles, was als Elektromobilität gefördert wird, also Bev, Phev, Wasserstoffauto inkl. der Infrastrukturen.

Und die würdest du in den gleichen dann staatlich geförderten Aktionstagen promoten wollen, oder getrennt jede Welt für sich? Und dann die ganze Breite? Ein Model X, Hummer BEV, Taycan oder ein RangeRover PHEV, Q7 e-tron PHEV, Touareg R PHEV oder so ein Nexo FCEV ist dann also staatlich höchst promotenswert als Privatfahrzeug oder Firmenfahrzeug für Tante Klara und Onkel Otto, aber ein Toyota Yaris Hybrid, Toyota Prius oder VW Erdgas-Up oder ein 3-Liter-Diesel-SCR-Kleinwagen (z.B. Peugeot 208) wäre es nicht? Unterstützt das wirklich den Umweltgedanken und das Umweltpotential? Ich finde es grundfalsch, da nur rein nach Antriebstechnologie zu schauen.

 

BTW: gefördert werden auch Diesel-Hybrid-Busse.

 

Noch vor wenigen Jahren gab es einen BMW Hydrogen7-Siebener. Mit V12-Ottomotor, der aus einem irre aufwändigen Kryo-Tank dann 4 kg H2/100 km verbrannt hat für bis zu 200 km Reichweite auf H2, plus 500 km auf Benzin. Der wurde damals wie Sauerbier im Leasing an hohe Herren und Damen angeboten, aber die Leute (Promis und Co) haben irgendwie im Gefühl gehabt: sorry, dieses Fahrzeug fühlt sich irgendwie nicht nach dem richtigen Weg an. Mit genug Geld und Manipulation hätte man den auch in den Markt drücken können, aber das Konzept war einfach nicht zu Ende gedacht.

 

Luxemburg hat gerade seinen ÖPNV kostenlos gemacht. Ist dieser Weg aus Umweltsicht und Umweltpotenzial - selbst dann wenn das Dieselbusse oder Gasbusse sind - nicht viel besser als noch stärker geförderte individual besessene Autos, wo im Schnitt 1,2 Personen (um 100 kg) auf 1000-2500 kg "Transporthülle" kommen, die dann 23h am Tag irgendwo rumsteht? Die ÖPNV-Busse und Bahnen bleiben in Bewegung und sie geben gleich vielen Dutzend bis hunderten Menschen eine Transportmöglichkeit.

 

Geförderte Aktionstage: "Lass doch mal das Auto stehen (egal mit welchem Kraftstoff/Energie-Art) und nimm stattdessen Bus und Bahn", z.B. über verschenkte ÖPNV-Tickets oder sehr günstige Pendler-Angebote - das hätte sicherlich Potenzial. Und gerade für Städte deutlich mehr Potenzial als die BEV, PHEV und FCEV zusammen.

 

Zitat:

Ja. Für Händler wäre ein solcher Aktionstag nur dann von Vorteil, wenn sie bereits gut aufgestellt sind bzgl. E-Autos. Das sind die wenigsten. Daher läuft bisher nicht viel in diese Richtung. Denen ist egal, was sie verkaufen. Hauptsache, das Geschäft stimmt.

Und wenn die etablierten Hersteller und deren Händler nicht wollen, dann entstehen Nischen für neue Fahrzeughersteller und deren Händler (wenn sie denn noch Händler haben, viel geht ja dort gleich im Direktvertrieb). Im Prinzip hat Tesla von genau dieser Verweigerungshaltung profitiert. Es wäre ein Vertrauen auf den Markt, dass dann eben neue Wettbewerber, wie auch Tesla, Aiways, Byton, Streetscooter (hust), eGo (hust) und Sonomotors (hust) den etablierten schon irgendwie Druck machen, sich zu verändern.

 

Zitat:

Die Probefahrt nützt, um ein Haben-Wollen auszulösen. Dann sind so manche Leute bereit, sich mit der neuen Technik auseinanderzusetzen und ggf. auch mehr zu bezahlen. Durch die Förderung sind E-Autos nicht mehr unbedingt teurer als Verbrenner (hängt vom Modell ab). Vor allem ist vielen nicht bekannt, dass die Unterhaltskosten wesentlich niedriger sind als bei Verbrennern. Schon mal ein E-Auto gefahren?

Natürlich. Unter anderem: BMW ActiveE, BMW i3, Smart electric drive, I-Miev. Neben dutzenden anderen Flottenfahrzeugen (vom Verbrenner-Smart bis zum BMW 6er), die auf mich alle keinen Haben-Wollen-Effekt ausgelöst haben. Alles irgendwie nur Autos. Ein Corolla Kombi Hybrid => hat mich auch nicht begeistert. Ein Konzept hingegen, das ich wirklich interessant finde und fand: Polo Bluemotion, Golf Variant Bluemotion und Passat Variant Bluemotion - die Spar-Diesel mit den cw-Wert- und Antriebs-Optimierungen. Auch Toyota Prius HEV und PHEV - ganz ohne geförderte Aktionstage.

 

Und deine Sätze zu Unterhaltskosten stehen erstmal als Behauptungen da. Am Ende zählen Gesamtkosten, auch mit Wertverlust. Und da sind die Leute eben schon bisschen sensibel, auch wenn es andere einfach über höhere Lohnforderungen wieder ausgleichen.


13.03.2020 13:41    |    jennss

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. März 2020 um 08:42:04 Uhr:

Zitat:

Eine komplett neue Technik hätte sonst keine Chance gegen die fertige Infrastruktur und perfektionierte Technik der Verbrenner. Die Elektromobilität hat aus Sicht der Entscheider das größere Umwelt-Potential.

Wenn "die Bundesregierung" bzw. Bundestag und Bundesrat das so sehen würden, wären sie an die Diesel-Förderung rangegangen. Sind sie aber bisher nicht.

Diesel funktioniert im Prinzip wie Benzin mit Tanken. Das ist nicht vergleichbar mit dem Wandel zur Elektromobilität.

 

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. März 2020 um 08:42:04 Uhr:

Zitat:

Alles, was als Elektromobilität gefördert wird, also Bev, Phev, Wasserstoffauto inkl. der Infrastrukturen.

Und die würdest du in den gleichen dann staatlich geförderten Aktionstagen promoten wollen, oder getrennt jede Welt für sich? Und dann die ganze Breite?

Das kann man dann noch entscheiden, welche Modelle. Bei Wasserstoff gibt es ja nicht viel. Die Händler vor Ort müssten einbezogen werden. Fördern lassen würde ich die Organisation solcher Aktionstage, also Orte, Zeitpunkte...

 

Diese Aktionstage haben den Sinn, vom gefühlten Zwang zum E-Auto wegzukommen, denn Probefahren ist jedem selbst überlassen.

 

Zitat:

...aber ein Toyota Yaris Hybrid, Toyota Prius oder VW Erdgas-Up oder ein 3-Liter-Diesel-SCR-Kleinwagen (z.B. Peugeot 208) wäre es nicht? Unterstützt das wirklich den Umweltgedanken und das Umweltpotential? Ich finde es grundfalsch, da nur rein nach Antriebstechnologie zu schauen.

Die Verbrenner sind im Prinzip alle gleich zu nutzen. Dagegen gibt es keine besonderen Vorbehalte. Diese Aktionstage sollen den Menschen die neue Technologie nahebringen. Das ist bei Verbrenner (inkl. Vollhybride) nicht nötig. Die Nutzung der nicht extern ladbaren Hybride unterscheidet sich nicht vom normalen Verbrenner. Die werden wohl nur über den Verbrauch gefördert (weniger Steuer und Strafzahlungen). Voll Elektro ist ein ganz anderes Ding. PlugIn-Hybride sind so dazwischen. Vielleicht ist die Förderung da zu hoch, aber ich halte sie für wichtig, um den Menschen das elektrische Fahren und das Laden näherzubringen. Ohne den PHEV hätte ich mich vielleicht nicht den Schritt zum reinen E-Auto getraut.

 

Die Diskussion, was der richtige Weg in die Zukunft ist, um möglichst umweltschonende Technologie einzuleiten, ist hier eigentlich nicht direkt das Thema bzw. ich setze einfach mal voraus, dass es der richtige Weg ist, weil die ganzen Staaten E-Mobilität besonders fördern. Das ist ja nicht nur Deutschland. So dumm können die Regierungen doch nicht sein. Bevor man Entscheidungen trifft, evaluiert man alle Technologien auf ihr Zukunfspotential. Die Förderung dient vor allem auch dazu, den Wandel zu beschleunigen. Ohne Förderung könnte sich so ein riesiger Wandel kaum durchsetzen. Die Hersteller würden so lange es geht, mit ihren bestehenden Technologien weitermachen statt e-Autos zu entwickeln. Und auch jetzt werden viele E-Autos noch zusammen mit Verbrennern entwickelt, nicht auf eigenen Plattformen, weil das ein teurer Wechsel ist.

 

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. März 2020 um 08:42:04 Uhr:

Im Prinzip hat Tesla von genau dieser Verweigerungshaltung profitiert. Es wäre ein Vertrauen auf den Markt, dass dann eben neue Wettbewerber, wie auch Tesla, Aiways, Byton, Streetscooter (hust), eGo (hust) und Sonomotors (hust) den etablierten schon irgendwie Druck machen, sich zu verändern.

Was Tesla geschafft hat, ist unglaublich. Das schaffte bisher so kein anderer Newcomer oder auch Etablierter. Aber für einen Durchbruch reicht das Tesla-Ladenetz auch noch nicht. Und die Teslas sind bisher alle in hoher Preisregion positioniert.

 

Zitat:

@Grasoman schrieb am 12. März 2020 um 08:42:04 Uhr:

Und deine Sätze zu Unterhaltskosten stehen erstmal als Behauptungen da. Am Ende zählen Gesamtkosten, auch mit Wertverlust.

100% sicher kann man es nicht sagen, weil das Ende der Lebensdauer der E-Autos noch nicht erreicht ist. Dazu ist die Technik noch zu neu. Aber man kann sagen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass man schon jetzt mit einigen E-Autos günstiger fährt als mit vergleichbaren Benzinern. Nicht in jeder Konstellation, da es von einigen Punkten abhängt (Ladesäulen, Jahresfahrleistung), aber in einigen sicherlich. Das kann man sich individuell ausrechnen bzw. abschätzen. Siehe auch:

https://www.elektroauto-news.net/.../

Dabei hat man allerdings den 115 PS TDI mit 6-Gang verglichen statt des 150 PS TDI mit DSG.

j.

 

PS: Irgendwie hat noch keiner den Gag mit dem CD-Cover bei den Bildern des Artikels erkannt :D.


13.03.2020 19:21    |    Boppin B

Zitat:

"Diese Aktionstage haben den Sinn, vom gefühlten Zwang zum E-Auto wegzukommen, denn Probefahren ist jedem selbst überlassen."

 

 

Warum?? Musste man den Leuten erklären was z.B. an einem Smartphone besser als ist an einem "normalen" Mobiltelefon?

Es ist kein gefühlter Zwang, sondern eher schon ein starkes Drängen! Das erkennt man alleine schon an den "Prämien", welche für E-Autos gewährt werden. Falscher Weg, hierfür größere Summen bereits zu stellen. dann mit diesen Geld lieber ÖPNV oder vergünstigte Tickets für selbigen bereitstellen!

 

 

Zitat:

"... ich setze einfach mal voraus, dass es der richtige Weg ist, weil die ganzen Staaten E-Mobilität besonders fördern. Das ist ja nicht nur Deutschland. So dumm können die Regierungen doch nicht sein. Bevor man Entscheidungen trifft, evaluiert man alle Technologien auf ihr Zukunfspotential. Die Förderung dient vor allem auch dazu, den Wandel zu beschleunigen. Ohne Förderung könnte sich so ein riesiger Wandel kaum durchsetzen. Die Hersteller würden so lange es geht, mit ihren bestehenden Technologien weitermachen statt e-Autos zu entwickeln. Und auch jetzt werden viele E-Autos noch zusammen mit Verbrennern entwickelt, nicht auf eigenen Plattformen, weil das ein teurer Wechsel ist."

 

Da wäre ich mir nicht so sicher, für mich ist es nicht zwingend ein positives Merkmal, eine Technologie zu fordern, bloß weil es andere Staaten auch machen. Und wenn ich eine Förderung bereitstellen muß, damit "einrisieger Wandel" stattfinden kann, dann bleib ich bei meiner Haltung: falscher Weg! Wer beispielsweise 32.000 € für ein Auto hat, der hat auch 36.000. Das Produkt muß was taugen, dann verkauft es sich auch! Wenn nicht, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß das Produkt eben nichts taugt bzw. die Zielgruppe nicht interessiert! Und was ist verwerflich daran, bisherige Technik parallel mit E-Antrieben zu entwickeln?? SO hat doch der Kunde die Auswahl was er haben will. Das will ich auch in Zukunft SELBST entscheiden. Bloß weil es quasi von Amts wegen vorangetrieben wird muß ICH es doch noch lange nicht gut finden?!?

 

 

Zitat:

 

"100% sicher kann man es nicht sagen, weil das Ende der Lebensdauer der E-Autos noch nicht erreicht ist. Dazu ist die Technik noch zu neu. Aber man kann sagen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass man schon jetzt mit einigen E-Autos günstiger fährt als mit vergleichbaren Benzinern. Nicht in jeder Konstellation, da es von einigen Punkten abhängt (Ladesäulen, Jahresfahrleistung), aber in einigen sicherlich. Das kann man sich individuell ausrechnen bzw. abschätzen..."

 

Das sehe ich allerdings genauso! Es gibt bestimmt Bereiche, wo ein E-Antrieb Vorteile hat. Jedoch, wie Du selbst schon geschrieben hast, ist die Technik noch zu neu, es gibt noch keine Langzeiterfahrungen. Und trotzdem wird mit Macht versucht, die E-Mobilität in den Markt zu drücken! Das ist falsch! Der Bürger MUSS frei entscheiden können was er will, frei von Subventionen und Palaver!

 

Ob man unterm Strich tatsächlich günstiger fährt steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt! Denn großzügigerweise werden bei Vergleichen die "Prämien" mit eingerechnet, die zeitlich bergrenzt erlassene Kfz Steuer usw. Hinzu kommt die unbekannte Lebensdauer des Akkus, dessen Tausch auf ein Fahrzeugleben wahrscheinlich mind. 1x anfällt und das möglicherweise bei einem Fahrzeugalter, bei welchem der Tausch des selbigen schon fast einem finanziellem Totalschaden des betroffenen Fahrzeugs gleichkommt (zumindest bei Kleinwagen dürfte das so ein). Das verzerrt das Bild und ist faktisch schon falsch.


13.03.2020 21:51    |    pcAndre

Zitat:

@Boppin B schrieb am 13. März 2020 um 19:21:07 Uhr:

Zitat:

"Diese Aktionstage haben den Sinn, vom gefühlten Zwang zum E-Auto wegzukommen, denn Probefahren ist jedem selbst überlassen."

 

Warum?? Musste man den Leuten erklären was z.B. an einem Smartphone besser als ist an einem "normalen" Mobiltelefon?

 

Es ist kein gefühlter Zwang, sondern eher schon ein starkes Drängen! Das erkennt man alleine schon an den "Prämien", welche für E-Autos gewährt werden. Falscher Weg, hierfür größere Summen bereits zu stellen. dann mit diesen Geld lieber ÖPNV oder vergünstigte Tickets für selbigen bereitstellen!

 

Ob man unterm Strich tatsächlich günstiger fährt steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt! Denn großzügigerweise werden bei Vergleichen die "Prämien" mit eingerechnet, die zeitlich bergrenzt erlassene Kfz Steuer usw. Hinzu kommt die unbekannte Lebensdauer des Akkus, dessen Tausch auf ein Fahrzeugleben wahrscheinlich mind. 1x anfällt und das möglicherweise bei einem Fahrzeugalter, bei welchem der Tausch des selbigen schon fast einem finanziellem Totalschaden des betroffenen Fahrzeugs gleichkommt (zumindest bei Kleinwagen dürfte das so ein). Das verzerrt das Bild und ist faktisch schon falsch.

Morgen...!

Beim Vergleich mit dem Smartphone musste ich schmunzeln. Ich hab mich auch lang gewehrt eins zu besitzen. Erst als ich eins hatte (2015) wusste ich wie cool die Dinger sind.

 

Passend dazu habe ich folgendes von 2010 gefunden:

 

https://www.gutefrage.net/frage/wozu-braucht-man-ein-smartphone

 

Ja, die normalen Leute von damals mussten auch erst von einem Smartphone überzeugt werden...Die Nerds nicht! ;)

 

Das Problem bei der Elektrifizierung ist die Zeit. Ab kommenden Jahr müssen die Hersteller Strafen zahlen, wenn der Flottenverbrauch größer 95 Gramm liegt. Einige Quellen berichten von Strafzahlungen in Höhe von 3,3 Mrd Euro für die europäischen Autobauer. In Deutschland hängen da nicht gerade wenig Arbeitsplätze von ab.

Aktuell gibt's ja nix kommerziell verfügbares, was den Flottenverbrauch stark senken würde, als die E-Mobilität. Die Hersteller haben über Jahre die Kundenwünsche nach "größeren" Autos erfüllt. Jetzt kommt der externe Trigger in Form von Brüssel, der max 4 Liter Benzinverbrauch oder 3.5 Liter Diesel (95Gramm) vorschreibt.

Mit dem WLTP ist die Verbrauchsmessung auch noch realistischer geworden. Jetzt können wir uns zwischen Regen oder Traufe entscheiden. Strafe zahlen und hoffen das die Autobranche trotzdem mit der Entwicklung gut voran kommt und nur wenige Arbeiter entlässt oder wir subventionieren die Elektroautos, um die Strafe zu reduzieren. Ziel müsste klar sein, beides kostet am Ende Steuergeld!

 

Jeder muss für sich entscheiden, womit er günstiger fährt.

Ich werde die Ausgaben/Einnahmen, wie sonst auch, sorgfältig niederschreiben. Wenn ich Geld für das Auto bekomme, wird das ebenfalls notiert.

 

Akkuthema ist doch relativ Safe. VW oder Skoda bzw Seat geben da 8 Jahre bzw 160tkm drauf.

In 8 Jahren haben wir dann hoffentlich die Auswahl zwischen "ausgereiften" Elektrofahrzeugen mit Feststoffakku, welchen mit Wasserstoffantrieb oder e-fuels. Bis dahin kann ich hoffentlich günstig durch die Gegend stromern, ohne das mir zu viele Andere die kostenlosen Ladesäulen streitig machen! ;)

 

https://t3n.de/news/800-kilometer-reichweite-fuer-1261156/

 

In diesem Sinne ein schönes Wochenende.

 

MfG André


13.03.2020 22:17    |    notting

Zum Thema Smartphone-Vergleich:

- Ich habe heute noch ein Dumbphone als mobiles Hauptgerät wegen der Akku-Reichweite und Robustheit.

- Smartphones müssen aus Sicherheitsupdate-Gründen häufiger ersetzt werden als Dumbphones. GSM-techn. kann der Netzbetreiber filtern. Alle anderen Angriffe gehen nur recht lokal bzw. gibt keine Sicherheitpatches weil Schrott by Protokoll-Design. Achja: Ich rede auch nicht von Feature-Phones mit BT & Co.

Dumm nur dass die ersten Länder schon anfangen GSM abzudrehen.

- Smartphones erzeugen noch leichter großen Stress beim Nutzer weil noch häufiger irgendwelche viel zu oft unwichtigen Nachrichten das Ding piepsen/vibrieren lassen. Wir bei uns in der Familie haben das so geregelt, dass wenn's was dringendes gibt, wird angerufen. Es wird aber auch wirkl. darüber nachgedacht wie dringend es ist, also ob es wirkl. Sinn macht denjenigen auf der Arbeit zu nerven. Die Wege sind oft recht lang, schnelle Hilfe ist da halt nicht bzw. man muss sich jmd. anderes suchen. In gewissen Fällen kann's aber Sinn machen eine E-Mail/SMS hinterherzuschicken, wenn man ihn nicht erreicht.

- Am Notebook kann ich besser E-Mails tippen als am Smartphone. Und ein Notebook habe ich aus berufl. Gründen auf Dienstreisen meist dabei. D.h. das Smartphone wird eher nur als Navi gebraucht z. B. Hotel<->Veranstaltungsort. Rest eben Dumbphone.

 

tl;dr: Auch ein Smartphone hat in der Praxis div. Nachteile, wo ein Dumbphone unterm Strich besser sein kann. Und jetzt mal in Gedanken "Smartphone" durch "E-Auto" und "Dumbphone" durch "Verbrenner-Auto" ersetzen... Ich bzw. mein Umfeld gehört halt nicht zur "Will so einen neumodischen Kram haben weil ich ihn haben will"-Fraktion, sondern es muss unterm Strich für das eigene Nutzungsprofil praktikabel bzw. sinnvoll und bezahlbar sein.

 

notting


13.03.2020 23:47    |    Faltenbalg199

notting hat jetzt auch ein nokia-handy! <ggg>


14.03.2020 08:30    |    notting

Zitat:

@marin2008 schrieb am 13. März 2020 um 23:47:43 Uhr:

notting hat jetzt auch ein nokia-handy! <ggg>

Nö, ist ein Samsung mit Farbdisplay und Micro-USB-Ladebuchse. Ein Nokia hatte ich nur mal weil ich es in einem Gewinnspiel gewonnen hatte. Das lies sich nach ein paar Jahren nicht mehr einschalten, selbst mit Netzteil dran. Davor und danach hatte ich mein erstes Handy benutzt, von Siemens. Irgendwann gab's keine brauchbaren Ersatzakkus mehr dafür.

 

notting


14.03.2020 13:40    |    Boppin B

Das smartphone hatte ich eigentlich nur als Beispiel dafür gesehen, daß ein Produkt, welches die Zielgruppe "von sich aus" überzeugt, nicht großartig angepriesen werden muß, es spricht quasi für sich selbst und wir daher seinen weg machen.

 

Beim E-Auto ist das m.E. nicht so, hier wird mit Subventionen gearbeitet und das finde ich sehr schlecht!

 

Zum Thema "Strafzahlungen": auch da muß ja wohl irgendwann mal wer mit einverstanden gewesen sein. Wenn man natürlich nach der Juncker-Methodik verfährt in dem man neue Vorschriften erlässt, dies nicht an die große Glocke hängt, abwartet was passiert und im Fall von ausbleibenden Protesten soweit vorantreibt bis es kein Zurück gibt, dann ist das quasi ein "Verarschen" von höchster Stelle! Sehr verwerfliche Vorgehensweise, und dann braucht man sich auch nicht über eine ablehnende Haltung gegenüber Vorgaben seitens Brüssel wundern. Dann nämlich, wenn die Leute, welche von unserem Geld bezahlt werden, uns dafür auch noch an der Nase herumführen und in den Hintern treten! Dies fördert aus meiner Sicht lediglich eine ablehnende Haltung im Sinne von "jetzt erst recht nicht!"


14.03.2020 21:27    |    jennss

Vom einfachen Handy zum Smartphone war für die Nutzer ein viel größerer Schritt als vom Verbrenner zum E-Auto, das ist klar. Da kamen enorm viele Möglichkeiten hinzu.

 

Funktional ist da beim E-Auto gar nicht viel. Die Standklimatisierung könnte man nennen, aber wenn das so bedeutsam wäre, hätten Verbrenner schon alle eine Standheizung. Der Gewinn beim E-Auto liegt im 'Wie'. Es bietet einen Antriebskomfort, der mit Verbrenner in dem Ausmaß nicht möglich ist und das schon beim kleinsten E-Auto. Das sofortige Ansprechen und besonders einfache Fahren ist beim E-Auto grundsätzlich vorhanden. Der weitere Gewinn beim E-Auto liegt in den Kosten, aber das kommt erst langsam richtig durch, wenn die Akkus günstiger werden. Beim ID.3 vs. Golf 8 ist es schon zu sehen. Das Potenzial ist auf jeden Fall da, genauso wie bei der Umweltfreundlichkeit. Solange mit Strommix gefahren wird und die Akkus auch damit hergestellt werden, ist die Umweltfreundlichkeit nur knapp besser als beim aktuellsten Verbrenner, zumindest was CO2 betrifft. Lokale Emissionen sind natürlich schlagartig viel besser.

 

Die Sache mit der Umweltfreundlichkeit ist für die meisten Käufer aber wahrscheinlich eher nebensächlich. Für den Kunden ist entscheidender, was er konkret von einem Wechsel hat. Und deswegen finde ich Probefahrten so wichtig. Und gleichzeitig muss die Hemmschwelle zum Laden statt Tanken abgebaut werden. Es ist nämlich deutlich problemloser als manch einer denkt.

 

Ich glaube, wenn man so ganz ungezwungen die Möglichkeit zum Probefahren hat, baut es den gefühlten Zwang von oben (einschließlich Widerstand dagegen) ab, weil man erkennt, was man davon hat.

j.

 

Btw: Ein Smartphone ist schon von großem Vorteil beim E-Auto (Ladestand, Ladekarten, freie Ladesäulen finden, Vorklimatisierung...).


14.03.2020 21:56    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 14. März 2020 um 21:27:15 Uhr:

Vom einfachen Handy zum Smartphone war für die Nutzer ein viel größerer Schritt als vom Verbrenner zum E-Auto, das ist klar. Da kamen enorm viele Möglichkeiten hinzu.

 

Funktional ist da beim E-Auto gar nicht viel. [...]

Hast du schon das viel langsamere "Tanken" vergessen (neben der geringeren Reichweite), was gerade auf der Langstrecke zum Tragen kommt oder wenn man daheim nicht laden kann? Das ist eine riesige Änderung! Mal ganz davon abgesehen, dass es unterwegs meist viel teurer ist als der Haushaltsstrom daheim.

BTW: Eine ältere Nachbarin kämpft gerade mit ihrem neuen Verbrenner-Auto weil dort "kuppeln" böse enden kann weil Automatik - was E-Autos aktuell von den Pedalen her zwangsläufig haben...

 

Zitat:

Btw: Ein Smartphone ist schon von großem Vorteil beim E-Auto (Ladestand, Ladekarten, freie Ladesäulen finden, Vorklimatisierung...).

- AFAIK haben aber die wenigsten Ladesäulen auch Gratis-WLAN? D.h. ein Smartphone bringt dir dann nicht viel. Du braucht auch einen entspr. Internettarif (div. Tarifen sind noch max. 3G bzw. 4G nur gegen ordentl. Aufpreis wobei 3G nicht mehr aus-, sondern eher abgebaut wird) und vor allem eben Empfang!

- Naja, beim Verbrenner-Auto ist es auch hilfreich die aktuellen Spritpreise in der Umgebung zu kennen. Ich brauche dazu aber kein Smartphone, weil ich auf der Arbeit einfach mit einem Webbrowser auf entspr. Seiten gehe bzw. ungefähr weiß in welchem Zeitfenster der Sprit tendenziell zieml. günstig ist.

- Ähnl. für Parkplätze (bei den meisten Ladesäulen steht man bekanntl. länger bis der Akku voll ist, daher heißt das für mich implizit auch Parkplatzsuche).

- Vorklimatisierung geht meist auch rein zeitgesteuert, was zumindest im normalen Pendler-Betrieb meist reichen sollte. Bzw. wenn ich auf Arbeit bin kann ich das zumindest theoretisch auch vom Desktop-Rechner-Webbrowser aus machen wenn ich weiß wann ich losfahren will.

- Wenn man eine Ladekarte hat, sollte man zum Freischalten eigentl. kein Smartphone mehr brauchen - wenn man nicht durch eine blöde Gegebenheit doch ein Smartphone braucht. Allerdings scheitert es dann IMHO bei vielen an der fehlenden Kreditkarte (meist teuer wg. Jahresgebühr oder man muss extrem aufpassen dass man nicht hohe Zinsen/Gebühren bei "Gratis-Kreditkarten" zahlt) oder am fehlenden Paypal-Account (scheiß Paypal...).

 

notting


15.03.2020 10:31    |    Grasoman

Zitat:

Aktuell gibt's ja nix kommerziell verfügbares, was den Flottenverbrauch stark senken würde, als die E-Mobilität. Die Hersteller haben über Jahre die Kundenwünsche nach "größeren" Autos erfüllt. Jetzt kommt der externe Trigger in Form von Brüssel, der max 4 Liter Benzinverbrauch oder 3.5 Liter Diesel (95Gramm) vorschreibt.

Das stimmt ja so nicht. "Die E-Mobilität", wer noch bei dem missverständlichen Begriff ist, der hat noch nicht verstanden, dass Mild-Hybrid "Elektrische" Fahrzeuge (Mild-HEV), Voll-Hybrid "Elektrische" Fahrzeuge, Hybridfahrzeuge mit extern aufladbarer Batterie (PHEV), Brennstoffzellen Elektrische Fahrzeuge, und Batterie-elektrische Fahrzeuge einfach auch klar unterscheiden werden müssen.

 

Brüssel schreibt keine maximal 95g CO2/km vor. Noch immer kann man problemlos Autos mit locker 300 oder 400 g CO2/km verkaufen (als Produzent, z.B. bei Rolls-Royce, Bentley, oder Lamborghini) und auch kaufen als Kunde. Die 95 g CO2/km sind ein Rechenwert als Mittelwert für Fahrzeuge einer Fahrzeuggruppe eines bestimmten mittleren Gewichtes und nach der Anwendung diverser Ausnahmen und Rechenregeln. Hersteller können rechnerische Verbünde bilden, Hersteller können die Top 5% rauslassen oder ihre Top-Verpester in Kleinproduzenten auslagern, Hersteller können die auf dem Papier besonders CO2-armen Fahrzeuge mit Supercredits anrechnen. Hersteller bekommen das Geschenk, das BEV und FCEV auf H2 mit 0g CO2/km eingehen anstatt mit dem Rechenwert CO2/kWh aus dem Strommix. Die PHEV-Wunderformel der EU geht von Verhältnissen aus (elektrischer Anteil zu hybridischer Anteil), die real quasi nie erreicht werden.

https://www.heise.de/.../...-Verbrauchsermittlung-im-WLTP-4225028.html

Die Verbrenner rechnen nur ab Tank, und nicht mit einer Well-to-Wheel Betrachtung des Energie"verbrauchs" in der Erzeugung oder Lieferkette der Treibstoffe.

 

Die Autohersteller haben sich mit diesen Rechenregeln natürlich genau beschäftigt und diverse Szenarien an Verkaufsprogrammen durchgespielt. Aus meiner Sicht sind derzeit BEV die für die Autohersteller die günstigste Möglichkeit, an sich alles gleich zu lassen (also ein breit gefächertes Verbrennerprogramm und weiterhin recht luftwiderstandreiche Karosserien), aber mit wenigen BEVs kurzfristig das Rechenergebnis deutlich zu senken. Der andere Weg ist die Mild-Hybridisierung, die sich auch recht schnell rechnet. Und noch ein Weg ist die Voll-Hybridisierung: bei Toyota-Lexus hat man um 60-80% Voll-Hybrid-Quote => auch kein Problem mit dem Flottenwert und kann sogar noch Mazda mit in den Rechenverbund reinnehmen.

 

Was wird passieren, mit Herstellern wie z.B. Daimler, die den Flottenwert 2020 oder 2021 nicht erreichen werden? Man wird nicht auf Teufel komm raus irgendwie BEVs produzieren. Sondern schlicht die CO2-Abgabe von 95 EUR pro Gramm CO2 über dem jeweiligen Schnitt des Herstellers intern durch Prozessoptimierung rausholen (z.B. Streichen von Motor-Getriebe-Antriebsart-Kombinationen, Einheitsmotoren) und auch an die Zulieferer und Kunden durchreichen. Daher ist auch aller Alarmismus rund um "extrem hohe EU-Strafzahlungen" reine Panikmache. In Summe über Millionen Autos mögen mal Milliarden zusammenkommen, aber pro Auto sind es ja nur so 1000 bis 30.000 EUR, je nach Auto. Dem Fahrer eines RR oder Bentley ist das völlig schnuppe. Es ist ja nur eine einmalige Zahlung.

 

Österreich hat bereits seit vielen Jahren eine NormVerbrauchs-Abgabe (eine einmalige Zahlung auf den CO2-Wert des Fahrzeugs bei der Erstzulassung) und genau sowas kommt mit den neuen EU-Regeln quasi EU-weit, nur eben mit Flottenmittelwerten. Hat die NoVA in Österreich irgendwas substanziell verändert? Nein. Es ist nicht so, dass dort plötzlich nur noch irgendwelche luftwiderstandsarmen Zigarren a la Shell EcoMarathon neu zugelassen werden. Sondern die Leute greifen ins Portemonnaie, bestellen da Diesel oder Benziner, auch Allrad-SUV für das eine Mal Ski-Fahren im Jahr, und das was ihnen dann an Geld fehlt, da streiken sie lieber für mehr Lohn anstatt ab sofort in einem Polo Bluemotion oder Erdgas-Up oder iMiev rumzufahren, und beklagen sich lieber über die allgemeine Teuerungsrate.

Die Spardiesel gehen ein paar Prozent hoch in den Verkäufen, die Dickdiesel oder Dick-Ottos ein paar Prozent runter, aber das sind keine erdrutschartigen Veränderungen, sondern relativ kleine, evolutionäre Veränderungen. Dann bekommen die Dickottos und Dickdiesel eine Mild-Hybridisierung und es kommen ein paar Compliance-BEVs ins Programm, schon ist man wieder halbwegs auf Linie.

 

Die wirklich einzige Motivation zu echter Veränderung bei den großen etablierten Herstellern wäre, wenn große neue Anbieter wirklich mal nennenswert Volumen an BEVs und FCEV in den Markt bringen würden. Aber das passiert derzeit nicht. Oder wenn diese neuen Anbieter nennenswerte und bleibende Aktienkursgewinne hätten. Aber bei Tesla sieht man ja schon den Blasencharakter mit extremer Volatilität. Alles, was so kurzzeitig und schnelllebig ist, sitzt die etablierte Autoindustrie einfach aus, darauf vertrauend, dass der Pkw-Markt eher anbieter- als nachfragegesteuert ist. Und bei BEV wie FCEV hat man über die Fernstrecken-Lade/Tank-Infrastruktur quasi den Deckel drauf.


15.03.2020 12:46    |    pcAndre

Morgen Grasoman,

hab vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

 

Zitat:

Das stimmt ja so nicht. "Die E-Mobilität", wer noch bei dem missverständlichen Begriff ist, der hat noch nicht verstanden, dass Mild-Hybrid "Elektrische" Fahrzeuge (Mild-HEV), Voll-Hybrid "Elektrische" Fahrzeuge, Hybridfahrzeuge mit extern aufladbarer Batterie (PHEV), Brennstoffzellen Elektrische Fahrzeuge, und Batterie-elektrische Fahrzeuge einfach auch klar unterscheiden werden müssen.

Das habe ich bei meinem Beitrag bewusst ausgeklammert, da es ja um die Aktionstage für die "E-Mobilität" geht. Aber diese Unterscheidung ist für die spätere Betrachtung wichtig.

 

Zitat:

Brüssel schreibt keine maximal 95g CO2/km vor. Noch immer kann man problemlos Autos mit locker 300 oder 400 g CO2/km verkaufen (als Produzent, z.B. bei Rolls-Royce, Bentley, oder Lamborghini) und auch kaufen als Kunde. Die 95 g CO2/km sind ein Rechenwert als Mittelwert für Fahrzeuge einer Fahrzeuggruppe eines bestimmten mittleren Gewichtes und nach der Anwendung diverser Ausnahmen und Rechenregeln. Hersteller können rechnerische Verbünde bilden, Hersteller können die Top 5% rauslassen oder ihre Top-Verpester in Kleinproduzenten auslagern, Hersteller können die auf dem Papier besonders CO2-armen Fahrzeuge mit Supercredits anrechnen. Hersteller bekommen das Geschenk, das BEV und FCEV auf H2 mit 0g CO2/km eingehen anstatt mit dem Rechenwert CO2/kWh aus dem Strommix. Die PHEV-Wunderformel der EU geht von Verhältnissen aus (elektrischer Anteil zu hybridischer Anteil), die real quasi nie erreicht werden.

https://www.heise.de/.../...-Verbrauchsermittlung-im-WLTP-4225028.html

Die Verbrenner rechnen nur ab Tank, und nicht mit einer Well-to-Wheel Betrachtung des Energie"verbrauchs" in der Erzeugung oder Lieferkette der Treibstoffe.

Da habe ich mich in meinem Beitrag vielleicht falsch ausgedrückt. Eine harte Grenze von 95g Co2/km meinte ich nicht, sondern, wie bereits geschrieben, einen "Mittelwert". In Teilen war wirklich etwas neues dabei! Diesbezüglich habe ich ebenfalls zwei interessante Beiträge gefunden, die das noch tiefgehender beleuchten, falls es jemanden interessiert. ;)

 

https://www.zeit.de/.../...e-co2-grenzwert-strafzahlungen-elektroautos

 

https://www.infosperber.ch/.../...r-Neuwagen-haben-viele-Schlupflocher

 

Zitat:

Was wird passieren, mit Herstellern wie z.B. Daimler, die den Flottenwert 2020 oder 2021 nicht erreichen werden? Man wird nicht auf Teufel komm raus irgendwie BEVs produzieren. Sondern schlicht die CO2-Abgabe von 95 EUR pro Gramm CO2 über dem jeweiligen Schnitt des Herstellers intern durch Prozessoptimierung rausholen (z.B. Streichen von Motor-Getriebe-Antriebsart-Kombinationen, Einheitsmotoren) und auch an die Zulieferer und Kunden durchreichen. Daher ist auch aller Alarmismus rund um "extrem hohe EU-Strafzahlungen" reine Panikmache. In Summe über Millionen Autos mögen mal Milliarden zusammenkommen, aber pro Auto sind es ja nur so 1000 bis 30.000 EUR, je nach Auto. Dem Fahrer eines RR oder Bentley ist das völlig schnuppe. Es ist ja nur eine einmalige Zahlung.

 

Österreich hat bereits seit vielen Jahren eine NormVerbrauchs-Abgabe (eine einmalige Zahlung auf den CO2-Wert des Fahrzeugs bei der Erstzulassung) und genau sowas kommt mit den neuen EU-Regeln quasi EU-weit, nur eben mit Flottenmittelwerten. Hat die NoVA in Österreich irgendwas substanziell verändert? Nein. [...]

Die Art einer zusätzlichen Abgabe ist wirklich sehr interessant. Ich bin dahingehend gespannt wie es weitergehen wird.

 

MfG

André


15.03.2020 13:22    |    Grasoman

Wer es mal ausrechnet und realistisch sieht: 20 Cent Unterschied im Spritpreis pro Liter haben für etliche Fälle in Summe einen größeren Effekt auf z.B. 10 Jahre gesehen als diese neu EU-weite CO2-Abgabe, falls einzelne Hersteller(verbünde) ihre jeweiligen individuellen Flottengrenzwerte nicht erreichen. Und an diese Spritpreis-Schwankungen haben sich viele Leute gewöhnt. Momentan geht es gerade durch den Ölpreis mal deutlich nach unten in den Spritpreisen und nur der hohe Grundbetrag an Energiesteuer in DE stabilisiert das.


15.03.2020 13:48    |    Grasoman

Zitat:

Die Art einer zusätzlichen Abgabe ist wirklich sehr interessant. Ich bin dahingehend gespannt wie es weitergehen wird.

Es liegt doch auf der Hand.

Energiesteuer bei Kraftstoffen: kompensieren das die Mineralölanbieter mit wirklich einschneidenden Maßnahmen bei sich? Nein. Sie geben es an den Kunden durch.

Tabaksteuer - kompensieren das die Zigarettenanbieter bei sich selbst? Nein, sie setzen auf noch mehr Automatisierung in der Herstellung, um einen Teil aufzufangen, aber am Ende ist halt die Packung etwas, bis teils sogar deutlich teurer. Die Dampfer-Technologie entwickelt sich parallel, aber bleibt weitgehend in der Nische.

Branntweinsteuer vor gut 100 Jahren - kamen da nun alle Anbieter plötzlich nur noch mit alkoholfreien Getränken und haben die Produktion von Alkohol eingestellt? Nein, es gab mehr Prozessoptimierung und Industrialisierung für noch billigeres Bier, Wodka, und seit irgendwann Wein im Tetrapack und es gibt ein Verlassen auf die Sucht (gern verklärt als Entscheidungsfreiheit) der Konsumenten.

 

Das alles sind Steuern, die der Endkunde eigentlich direkt sehen würde, er könnte sich informieren. Aber er tut es nicht, er sieht einen Gesamtpreis. Und genau über diese Gesamtpreise mit intransparenter Zusammensetzung werden auch CO2-Abgaben auf Autos indirekt an die Konsumenten weitergegeben werden. Nachdem vorher mit einigen Maßnahmen wie Start-Stopp, Mild-Hybridisierung, Mehrganggetriebe, Downsizing, Direkteinspritzung, Leichtlauföle, zaghafte Bemühungen zur Gewichtsreduktion, Kamera-Außenspiegel, Unterbodenverkleidungen, cw-wert-optimierten Radkappen oder Felgen, Rowi-optimierte Reifen immer wieder einige Gramm CO2 im Normwert weggespart wurden. Nur die Werbe-PS müssen immer ein Stück höher sein als beim Vorgänger-Modell. Und manches an Detaileinsparungen wird doch wieder kompensiert, indem nun Allradantriebe, Hydraulikwandler, und höhere Karosserien kommen.

 

Die Autoindustrie hat es doch richtig gut: sie darf für Verbrenner aller CO2-Werte gern und umfangreich werben, eine Neuordnung der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung liegt seit 1,5 Jahren auf Eis, man verweist im Autohaus auf eine DAT-Liste, die ihre letzte Aktualisierung irgendwann 2018 erfahren hat.

Die Kosten für die Straßen trägt die Allgemeinheit, für die meisten Parkplatz-Flächen auch. In Deutschland gibt es praktisch keine Zulassungssteuern (in anderen europäischen Ländern hingegen sehr hohe!), und bisher konnte man sich (über die Stromsteuer) hier auch auf recht hohe Strompreise in Privatkundentarifen "verlassen", die den Unterschied in Kosten Super/Diesel gegen Kosten privater Ladestrom überschaubar machen.

Und "Dieses Fahrzeug gefährdet ihre Potenz" samt Schockbildchen muss bisher auch auf keinem Auto oder Autowerbung stehen.


15.03.2020 14:10    |    notting

Zitat:

@Grasoman schrieb am 15. März 2020 um 13:48:05 Uhr:

Zitat:

Die Art einer zusätzlichen Abgabe ist wirklich sehr interessant. Ich bin dahingehend gespannt wie es weitergehen wird.

[...]

Die Autoindustrie hat es doch richtig gut: sie darf für Verbrenner aller CO2-Werte gern und umfangreich werben, eine Neuordnung der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung liegt seit 1,5 Jahren auf Eis, man verweist im Autohaus auf eine DAT-Liste, die ihre letzte Aktualisierung irgendwann 2018 erfahren hat.

Sowas macht auch nicht viel Sinn, weil die Nutzungsprofile bzw. die daraus resultierenden realen Verbräuche massiv unterschiedl. sein können.

 

Zitat:

Die Kosten für die Straßen trägt die Allgemeinheit, für die meisten Parkplatz-Flächen auch.

1. Autofahrer zahlen einiges an Steuern und Abgaben auf sehr Auto-spez. Dinge (Kfz-Steuer, Energiesteuer, Versicherungssteuer weil das Auto versichert sein muss etc.) während Fußgänger und Radfahrer so gut wie nix für die Straßennutzung zahlen (wozu auch die Gehwege gehören).

2. Auf den meisten öffentl. Parkplätzen muss man Parkgebühren zahlen bzw. man braucht einen gebührenpfl. Anwohnerparkausweis, der aber nicht ansatzweise eine Garantie ist, dass man auch einen Parkplatz bekommt.

 

Zitat:

In Deutschland gibt es praktisch keine Zulassungssteuern (in anderen europäischen Ländern hingegen sehr hohe!),

... und z. T. dafür deutl. günstigern Sprit als in D, z. B. in A (war zumindest vor einigen Jahren noch so, wie's aktuell ist weiß ich gerade nicht). Z. T. sind auch noch die Fahrzeug-spez. Nettopreise unterschiedl. (Stichwort Reimport um günstiger an das Wunschauto zu kommen).

 

notting


15.03.2020 15:21    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 14. März 2020 um 21:56:49 Uhr:

Hast du schon das viel langsamere "Tanken" vergessen (neben der geringeren Reichweite), was gerade auf der Langstrecke zum Tragen kommt oder wenn man daheim nicht laden kann? Das ist eine riesige Änderung!

Ja, das ist klar, aber ich wollte die Argumente pro E-Auto nennen, parallel zu den Argumenten beim Smartphone. Die sind unterschiedlich, beim Smartphone deutlicher.

 

Vor der Änderung vom Tanken zum Laden scheuen sich viele. Man denkt oft, es wäre Wartezeit. Dabei geht es vielmehr darum, diese Zeit zu nutzen. Die Stecker sind verriegelt, man braucht nicht wie beim Tanken danebenzustehen.

 

Zitat:

@notting schrieb am 14. März 2020 um 21:56:49 Uhr:

Zitat:

Btw: Ein Smartphone ist schon von großem Vorteil beim E-Auto (Ladestand, Ladekarten, freie Ladesäulen finden, Vorklimatisierung...).

- AFAIK haben aber die wenigsten Ladesäulen auch Gratis-WLAN? D.h. ein Smartphone bringt dir dann nicht viel.

Wieso Gratis-Wlan? Am Smartphone siehst du den Ladestand des Autos, wenn du z.B. im Café sitzt. Die Ladesäule hat damit nichts zu tun. Das Auto hat eine Sim. Zu den meisten E-Autos gibt es eine App.

 

Zitat:

- Naja, beim Verbrenner-Auto ist es auch hilfreich die aktuellen Spritpreise in der Umgebung zu kennen. Ich brauche dazu aber kein Smartphone, weil ich auf der Arbeit einfach mit einem Webbrowser auf entspr. Seiten gehe bzw. ungefähr weiß in welchem Zeitfenster der Sprit tendenziell zieml. günstig ist.

Die Preise schaut man sich unterwegs eher nicht so oft an, aber du kannst am Smartphone sehen, welche Ladesäulen belegt sind und welche frei.

 

Zitat:

- Vorklimatisierung geht meist auch rein zeitgesteuert, was zumindest im normalen Pendler-Betrieb meist reichen sollte. Bzw. wenn ich auf Arbeit bin kann ich das zumindest theoretisch auch vom Desktop-Rechner-Webbrowser aus machen wenn ich weiß wann ich losfahren will.

Ja, nur weniger praktisch, nicht so spontan.

 

Zitat:

- Wenn man eine Ladekarte hat, sollte man zum Freischalten eigentl. kein Smartphone mehr brauchen - wenn man nicht durch eine blöde Gegebenheit doch ein Smartphone braucht.

Wo hast du unterwegs eine Ladekarte? Die muss live sein, sonst kommste womöglich zu belegten Ladesäulen.

 

Ohne Smartphone ist es mit E-Auto schon deutlich umständlicher. Ich würde an deiner Stelle beim Verbrenner bleiben.

 

Btw: Mit Smartphone gibt es praktisch keine Wartezeiten mehr. Falls einem nichts einfällt die Ladezeit zu nutzen, einkaufen, Nickerchen machen oder sonstwas, kann man auch im ladenden Auto sitzen und Forenbeiträge schreiben. Habe ich schon mal gemacht. :) Da lädt das Auto gefühlt echt schnell, denn im Internet kann man viel machen.

j.


15.03.2020 15:40    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 15:21:32 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 14. März 2020 um 21:56:49 Uhr:

Hast du schon das viel langsamere "Tanken" vergessen (neben der geringeren Reichweite), was gerade auf der Langstrecke zum Tragen kommt oder wenn man daheim nicht laden kann? Das ist eine riesige Änderung!

Ja, das ist klar, aber ich wollte die Argumente pro E-Auto nennen, parallel zu den Argumenten beim Smartphone. Die sind unterschiedlich.

 

Vor der Änderung vom Tanken zum Laden scheuen sich viele. Man denkt oft, es wäre Wartezeit. Dabei geht es vielmehr darum diese Zeit zu nutzen. Die Stecker sind verriegelt, man braucht nicht wie beim Tanken daneben stehen.

So gut wie nirgends wo ich regelm. stehe gibt's eine Ladesäule. Die nächste Frage ist auch, ob der Tarif der Ladesäule mir zusagt. Es gibt immernoch Kombinationen von Ladekarte und Säulenanbieter, die einen recht hohen z. T. sogar zeitbasierenden Preis verlangen. Z. B. verlangt NewMotion in manchen Städten an den meisten Ladesäulen (aufgrund der beiden dort hauptsächl. vertretenen Anbietern, übrigens alle gemeinten haben Typ2 22kW) 0,46EUR/kWh oder 0,13EUR/min je nach Anbieter. Oder GetCharge bei beiden Anbietern 0,89EUR/kWh.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 15:21:32 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 14. März 2020 um 21:56:49 Uhr:

 

 

- AFAIK haben aber die wenigsten Ladesäulen auch Gratis-WLAN? D.h. ein Smartphone bringt dir dann nicht viel.

Wieso Gratis-Wlan? Am Smartphone siehst du den Ladestand des Autos. Die Ladesäule hat damit nichts zu tun. Das Auto hat eine Sim.

Lies doch erstmal den entspr. bis zum nächsten Auflistungspunkt :rolleyes:

 

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 15:21:32 Uhr:

Zitat:

- Naja, beim Verbrenner-Auto ist es auch hilfreich die aktuellen Spritpreise in der Umgebung zu kennen. Ich brauche dazu aber kein Smartphone, weil ich auf der Arbeit einfach mit einem Webbrowser auf entspr. Seiten gehe bzw. ungefähr weiß in welchem Zeitfenster der Sprit tendenziell zieml. günstig ist.

Die Preise schaut man sich unterwegs eher nicht so oft an, aber du kannst am Smartphone sehen, welche Ladesäulen belegt sind und welche frei.

Du hast offensichtl. zuviel Geld. Natürl. will ich auch unterwegs eher günstig laden, wenn man laden muss bzw. eine Ladesäule in der Nähe ist wo man eh parkt (um zu entscheiden ob man sie nutzt oder nicht). Gerade z. B. bei Newmotion (Shell Recharge) bzw. Plugsurfing (ohne Plus) fallen die Preise extrem unterschiedl. aus.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 15:21:32 Uhr:

Zitat:

- Vorklimatisierung geht meist auch rein zeitgesteuert, was zumindest im normalen Pendler-Betrieb meist reichen sollte. Bzw. wenn ich auf Arbeit bin kann ich das zumindest theoretisch auch vom Desktop-Rechner-Webbrowser aus machen wenn ich weiß wann ich losfahren will.

Ja, nur weniger praktisch, nicht so spontan.

Da ich auf der Arbeit immer vor Desktop-Rechner mit Webbrowsern und Internetanbindung sitze, kann ich jederzeit spontan sagen, dass ich wegfahren will. Der "Nicht-Spontanitätsfaktor" kommt nur daher, dass die Vorklimatisierung ein paar min braucht aufgrund der begrenzten Heiz-/Kühlleistung.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 15:21:32 Uhr:

Zitat:

- Wenn man eine Ladekarte hat, sollte man zum Freischalten eigentl. kein Smartphone mehr brauchen - wenn man nicht durch eine blöde Gegebenheit doch ein Smartphone braucht.

Wo hast du unterwegs eine Ladekarte? Die muss live sein, sonst kommste womöglich zu belegten Ladesäulen.

 

Ohne Smartphone ist es mit E-Auto schon deutlich umständlicher. ich würde an deiner Stelle beim Verbrenner bleiben.

Aktuell handhabe ich das im "Pendelbetrieb" eben so, dass ich auf der Arbeit regelm. nach Spritpreisen schaue und ggf. auf der Heimfahrt tanke.

Übertragen auf E-Auto-Laden heißt das, dass es zwei Möglichkeiten gibt:

- Ich kann eine Ladesäule reservieren. Dann mache ich das vom Desktop-Rechner und fahre los zur Ladesäule und lade. D.h. ich brauch kein Smartphone.

- Ich kann keine Ladesäule reservieren, wer zuerst kommt usw.: Dann kann mir auch wenn ich mit dem Smartphone gekuckt habe 1s vorher jmd. die letzte freie Säule wegschnappen. Das Smartphone hat keinen Vorteil.

 

Unterwegs ist bei einem Verbrenner ein Smartphone auch hilfreich, wenn man mal tanken muss und nicht die teuerste Möglichkeit nehmen will (klar, Umwege fahren kostet auch Abnutzung usw.). Im Grunde eine ähnl. Situation. Bzw. bzgl. Reservierbarkeit ja/nein gilt auch das o.g.

 

notting


15.03.2020 17:10    |    Grasoman

Zum Thema: Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung

 

Zitat:

Sowas macht auch nicht viel Sinn, weil die Nutzungsprofile bzw. die daraus resultierenden realen Verbräuche massiv unterschiedl. sein können.

In Staaten mit allgemeinem Tempolimit, also den meisten: wird das obere Ende (Mehrverbrauch durch hohe Geschwindigkeiten) schon mal nivelliert. Nur das untere Ende bei den Verbrennern (Kurzstreckenverkehr) bleibt dann, wo es bedeutend streuen kann. Zusammen mit den detaillierten Angaben der WLTP-Unterzyklen (wo es bisher kaum veröffentlichte Werte gibt für Low, Medium, High, Extra High) gibt die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung aus meiner Sicht schon eine gute Orientierung über Folgekosten an Treibstoffen und damit einen Einfluss auf die Kaufentscheidung.


15.03.2020 17:35    |    notting

Zitat:

@Grasoman schrieb am 15. März 2020 um 17:10:34 Uhr:

Zum Thema: Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung

Zitat:

@Grasoman schrieb am 15. März 2020 um 17:10:34 Uhr:

Zitat:

Sowas macht auch nicht viel Sinn, weil die Nutzungsprofile bzw. die daraus resultierenden realen Verbräuche massiv unterschiedl. sein können.

In Staaten mit allgemeinem Tempolimit, also den meisten: wird das obere Ende (Mehrverbrauch durch hohe Geschwindigkeiten) schon mal nivelliert.

Falsch:

- Es gibt auch Leute, die schlicht nicht im obersten Gang fahren weil's in der Fahrschule nicht soviele Gänge gab.

- Unabh. vom TL (inkl. unendlichem TL) kann man regelm. komplett sinnfrei auf's Bremspedal treten bzw. viel zu spät vom Gaspedal runtergehen. Sehe ich leider alles regelm.

So gesehen kann's ein höheres TL sogar spritsparend sein, weil wenn man bis zur Geschwindigkeit X wartet bis man zur Geschwindigkeit Y=const<X runterbremst, kann man unterm Strich z. B. bei X=200km/h mit Sicherheit weniger Energie verbremsen als bei X=130km/h, weil's länger dauert bis man auf 200km/h ist, also die Bremsbedingung wieder erfüllt ist.

 

Zitat:

Nur das untere Ende bei den Verbrennern (Kurzstreckenverkehr) bleibt dann, wo es bedeutend streuen kann. Zusammen mit den detaillierten Angaben der WLTP-Unterzyklen (wo es bisher kaum veröffentlichte Werte gibt für Low, Medium, High, Extra High) gibt die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung aus meiner Sicht schon eine gute Orientierung über Folgekosten an Treibstoffen und damit einen Einfluss auf die Kaufentscheidung.

Und welche geplanten Änderungen meinst du nun konkret? WLTP inner-/außerorts/kombiniert gibt's doch schon?

 

notting


15.03.2020 18:09    |    pcAndre

Zitat:

@notting schrieb am 15. März 2020 um 15:40:04 Uhr:

 

So gut wie nirgends wo ich regelm. stehe gibt's eine Ladesäule. Die nächste Frage ist auch, ob der Tarif der Ladesäule mir zusagt. Es gibt immernoch Kombinationen von Ladekarte und Säulenanbieter, die einen recht hohen z. T. sogar zeitbasierenden Preis verlangen. Z. B. verlangt NewMotion in manchen Städten an den meisten Ladesäulen (aufgrund der beiden dort hauptsächl. vertretenen Anbietern, übrigens alle gemeinten haben Typ2 22kW) 0,46EUR/kWh oder 0,13EUR/min je nach Anbieter. Oder GetCharge bei beiden Anbietern 0,89EUR/kWh.

Morgen...!

Vom ADAC und EnBW gibt's einen relativ günstigen Vertrag, vor allem für Mitglieder. Damit stehen einem wohl in Deutschland, Österreich und der Schweiz circa 30.000 Ladesäulen zur Verfügung. Sehr viele auch via roaminig von anderen Anbietern. Pauschalpreise sind 29 Cent für AC und 39 Cent für DC. In deren App sind teilweise mehr Ladesäulen als bei z.B. Auf der Homepage von Goingelectric. Reservieren geht nicht. Jedoch sieht man, wie viele Ladesäulen belegt sind. Auf der anderen Seite findet man bei Goingelectric.de kostenlose Tankstellen mit weiterführenden Informationen.

 

Übrigens, seit dem ich Autogas fahre (2006) habe ich noch nie die Benzinpreise verglichen. Ich könnte jetzt noch nicht mal sagen wo die aktuell stehen... Das ist wahrer Luxus ;) So erhoffe ich mir das auch vom Laden mit Strom. Mal schauen ob es klappt ;)

 

MfG André


15.03.2020 18:16    |    notting

Zitat:

@pcAndre schrieb am 15. März 2020 um 18:09:08 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 15. März 2020 um 15:40:04 Uhr:

 

So gut wie nirgends wo ich regelm. stehe gibt's eine Ladesäule. Die nächste Frage ist auch, ob der Tarif der Ladesäule mir zusagt. Es gibt immernoch Kombinationen von Ladekarte und Säulenanbieter, die einen recht hohen z. T. sogar zeitbasierenden Preis verlangen. Z. B. verlangt NewMotion in manchen Städten an den meisten Ladesäulen (aufgrund der beiden dort hauptsächl. vertretenen Anbietern, übrigens alle gemeinten haben Typ2 22kW) 0,46EUR/kWh oder 0,13EUR/min je nach Anbieter. Oder GetCharge bei beiden Anbietern 0,89EUR/kWh.

Morgen...!

Vom ADAC und EnBW gibt's einen relativ günstigen Vertrag, vor allem für Mitglieder. Damit stehen einem wohl in Deutschland, Österreich und der Schweiz circa 30.000 Ladesäulen zur Verfügung. Sehr viele auch via roaminig von anderen Anbietern. Pauschalpreise sind 29 Cent für AC und 39 Cent für DC.

Das ist auch der Tarif wenn man bei EnBW einen Haushaltsstrom-/-gasvertrag hat oder 5EUR/Monat zahlt (erste 3 Monate 0EUR). Wenn man so einen Vertrag aber bei Maingau Energie hat, dürfte man meist billiger als bei EnBW fahren (zumindest wenn ich die Preise vergleiche ist Maingau in den Top5 und EnBW nicht) _und_ zahlt aktuell nur 0,25EUR/kWh fast überall (=wenige kostenpfl. Ladesäulen werden nicht unterstützt), inkl. DC und auch Ionity.

 

Zitat:

In deren App sind teilweise mehr Ladesäulen als bei z.B. Auf der Homepage von Goingelectric. Reservieren geht nicht. Jedoch sieht man, wie viele Ladesäulen belegt sind. Auf der anderen Seite findet man bei Goingelectric.de kostenlose Tankstellen mit weiterführenden Informationen.

 

Übrigens, seit dem ich Autogas fahre (2006) habe ich noch nie die Benzinpreise verglichen. Ich könnte jetzt noch nicht mal sagen wo die aktuell stehen... Das ist wahrer Luxus ;) So erhoffe ich mir das auch vom Laden mit Strom. Mal schauen ob es klappt ;)

Auch die LPG-Preise schwanken bzw. sind an versch. Tankstellen unterschiedl. Als ich vor >10 Jahren über LPG nachgedacht habe, sind die LPG-Preise mit ein paar Monaten Verzögerung den Spritpreisen gefolgt von der Tendenz her.

 

notting


15.03.2020 19:58    |    pcAndre

Zitat:

@notting schrieb am 15. März 2020 um 18:16:39 Uhr:

Das ist auch der Tarif wenn man bei EnBW einen Haushaltsstrom-/-gasvertrag hat oder 5EUR/Monat zahlt (erste 3 Monate 0EUR). Wenn man so einen Vertrag aber bei Maingau Energie hat, dürfte man meist billiger als bei EnBW fahren (zumindest wenn ich die Preise vergleiche ist Maingau in den Top5 und EnBW nicht) _und_ zahlt aktuell nur 0,25EUR/kWh fast überall (=wenige kostenpfl. Ladesäulen werden nicht unterstützt), inkl. DC und auch Ionity.

Jup, wenn du bei denen einen Vertrag hast, ist es freilich günstiger. Ich bin im ADAC, aus diesem Grund auch der Hinweis oben mit dem EnBw/ADAC Vertrag. Sprich, wer eh Mitglied im ADAC ist, kann sich diesen Tarif anschauen. Wie bereits geschrieben 29 Cent/kW AC oder 39 Cent/kW DC. Keine Grundgebühr und EINE Ladekarte ist ebenfalls mit dabei. 15 Euro Startguthaben gab´s bis Ende Februar obendrauf... Im Großraum München gibt´s da über 1500 Ladestationen. Im Großraum Frankfurt rund 1000.

 

Zitat:

Auch die LPG-Preise schwanken bzw. sind an versch. Tankstellen unterschiedl. Als ich vor >10 Jahren über LPG nachgedacht habe, sind die LPG-Preise mit ein paar Monaten Verzögerung den Spritpreisen gefolgt von der Tendenz her.

Ich tanke seit vier Jahren immer an der gleichen Shell Tankstelle. Im Winter geht´s meistens ein paar Cent rauf, ab Frühling wieder runter. Diesen Winter war das z.B. nicht zu beobachten. Konstant 61,9 Cent...seit Monaten.

Wenn du mit Preisschwankungen die Änderungen im Centbereich innerhalb von Wochen oder Monaten meinst, JA, dann schwanken die!;) Was machen dann die Benzinpreise, bei denen das täglich passiert???;)

 

Hier mal über die letzten Jahre:

https://www.mylpg.eu/de/tankstellen/deutschland/preise/

 

Das Highlight war 2012. Super E5 lag damals bei fast 1,80€. Gas habe ich für 70 Cent bekommen...Mei, dass waren Zeiten...!

 

Wie gesagt, solch eine Konstanz und Planbarkeit der "Kraftstoffkosten", erhoffe ich mir ebenfalls von den Stromern...

 

MfG André


15.03.2020 20:06    |    notting

Zitat:

@pcAndre schrieb am 15. März 2020 um 19:58:44 Uhr:

Wie gesagt, solch eine Konstanz und Planbarkeit der "Kraftstoffkosten", erhoffe ich mir ebenfalls von den Stromern...

Genau das Gegenteil ist geplant, um die Stromnetze nicht zu überlasten.

 

notting


15.03.2020 22:45    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 15. März 2020 um 15:40:04 Uhr:

So gut wie nirgends wo ich regelm. stehe gibt's eine Ladesäule.

Dann kannst du kein E-Auto fahren. Unmöglich :). Warten, bis der Ladesäulenausbau passt.

 

Zitat:

Die nächste Frage ist auch, ob der Tarif der Ladesäule mir zusagt.

Wenn du als Laternenparker deine regelmäßigen Ladesäulen hast, brauchst du da nicht mehr viel gucken. Nur unterwegs ist es halt ein Nachteil, ohne Smartphone nicht den Tarif sehen zu können.

 

 

 

 

Zitat:

@notting schrieb am 15. März 2020 um 15:40:04 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 15:21:32 Uhr:

Wieso Gratis-Wlan? Am Smartphone siehst du den Ladestand des Autos. Die Ladesäule hat damit nichts zu tun. Das Auto hat eine Sim.

Lies doch erstmal den entspr. bis zum nächsten Auflistungspunkt :rolleyes:

Ah, du gehst davon aus, dass du vielleicht keinen Mobilfunk hast. Dann würde ich den Provider wechseln. Outdoor hat man eigentlich so gut wie überall in Deutschland Mobilfunk. Mach doch mal Erfahrung mit Smartphone, einfach so aus Spaß. Das geht auch mit Prepaidkarte.

 

Zitat:

@notting schrieb am 15. März 2020 um 15:40:04 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 15:21:32 Uhr:

Die Preise schaut man sich unterwegs eher nicht so oft an, aber du kannst am Smartphone sehen, welche Ladesäulen belegt sind und welche frei.

Du hast offensichtl. zuviel Geld. Natürl. will ich auch unterwegs eher günstig laden, wenn man laden muss bzw. eine Ladesäule in der Nähe ist wo man eh parkt (um zu entscheiden ob man sie nutzt oder nicht). Gerade z. B. bei Newmotion (Shell Recharge) bzw. Plugsurfing (ohne Plus) fallen die Preise extrem unterschiedl. aus.

Ich lade nur selten an unbekannten Ladesäulen. Habe halt meinen Alltag. Selbst wenn ich woanders lade, ist das so selten, das die Kosten da relativ wurscht sind. Das sind so Dinge, die man nur selbst beurteilen kann, da jeder Situation anders ist.

 

Zitat:

@notting schrieb am 15. März 2020 um 15:40:04 Uhr:

Aktuell handhabe ich das im "Pendelbetrieb" eben so, dass ich auf der Arbeit regelm. nach Spritpreisen schaue und ggf. auf der Heimfahrt tanke.

Ok., Spritpreise sind Tagespreise. Kann man so machen.

 

Zitat:

Übertragen auf E-Auto-Laden heißt das, dass es zwei Möglichkeiten gibt:

- Ich kann eine Ladesäule reservieren. Dann mache ich das vom Desktop-Rechner und fahre los zur Ladesäule und lade. D.h. ich brauch kein Smartphone.

- Ich kann keine Ladesäule reservieren, wer zuerst kommt usw.: Dann kann mir auch wenn ich mit dem Smartphone gekuckt habe 1s vorher jmd. die letzte freie Säule wegschnappen. Das Smartphone hat keinen Vorteil.

Ich kenne keine Ladesäulen zum Reservieren. Geht das online?

j.


16.03.2020 20:46    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 15. März 2020 um 22:45:23 Uhr:

Zitat:

Übertragen auf E-Auto-Laden heißt das, dass es zwei Möglichkeiten gibt:

- Ich kann eine Ladesäule reservieren. Dann mache ich das vom Desktop-Rechner und fahre los zur Ladesäule und lade. D.h. ich brauch kein Smartphone.

- Ich kann keine Ladesäule reservieren, wer zuerst kommt usw.: Dann kann mir auch wenn ich mit dem Smartphone gekuckt habe 1s vorher jmd. die letzte freie Säule wegschnappen. Das Smartphone hat keinen Vorteil.

Ich kenne keine Ladesäulen zum Reservieren. Geht das online?

Hab mal gelesen, dass es sowas geben soll, z. B. https://www.elektroniknet.de/.../...-per-handy-reservieren-130444.html

 

notting


16.03.2020 21:33    |    Boppin B

Also, wenn ich mir das so alles mal durchlese ist mir schon klar warum E-Autos nur in Minimalmengen fahren.

 

- zuwenig Ladesäulen

- ich "muß" einen Vertrag machen oder irgendwo Mitglied sein um enigermaßen günstig laden zu können

- zuhause laden geht nur bedingt (idealerweise dann, wenn man Hausbesitzer ist)

- ich brauche ein Smartphone und muß mir Apps runterladen um den Ladevorgang überwachen zu können

 

 

Hinzu kommen bekannte Dinge wie:

 

- Ladevorgang dauert relativ lang

- E-Autos sind in der Anschaffung teuer (trotz Subvention)

- recht geringe Fahrzeug-Auswahl

- nur für bestimmte Nutzerkreise sinnvoll

- unbekannte Lebensdauer des Akkus

 

Dann werfe ich hier nochmal was anderes in dem Raum: wohl jeder, der schon mal ein altes Auto (15 Jahre oder älter) hatte, der geht wohl bei Reparaturen nicht mehr in die Vertragswerkstatt oder repariert selbst. Das dürfte wohl auch ziemlich passè sein, wenn so ein elektrischer Kraftwagen mal in die Jahre kommt. An Akkus oder sonstigen stromführenden Systemen dürfen nur Spezialisten für Hochvoltsysteme arbeiten. Ob es diese bis dahin in ausreichender Menge gibt darf zumindest bezweifelt werden (auch heute gibt es ja schon einige ältere E-Autos). Die Kfz-Branche hat ja heute schon Probleme genügend Auszubildende zu finden. Und selbst an sowas zu schrauben scheidet aus benannten Gründen ja wohl eher aus (an meinen Autos repariere ich quasi alles selbst!). Wenn nun Reparaturen jedoch früher unwirtschaftlich werden, dann wird das E-Auto möglicherweise auch verschrottet bevor es sich amortisiert hat. Dann hinken aber sämtliche Vergleiche, welche derzeit für die Wirtschaftlichkeit eines E-Autos herangezogen werden. Spätestens wenn z.B. der Akku zum zweiten mal fällig ist, dann wird sich das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr rechnen weil selbiger vermutlich teurer ist als der Restwert des Fahrzeugs. (Bei konventioneller Technik kann man sich wneigstens noch mit Gebrauchtteilen behelfen)

 

Und ob das Ganze unterm Strich wirklich umweltschonender ist als konventionelle Technik ist wohl auch noch nicht raus.

 

Super durchdacht, das System. Da haben "geförderte Aktionstage zur E-Mobilität" einen ziemlichen Klärungsbedarf.


16.03.2020 22:11    |    notting

Zitat:

@Boppin B schrieb am 16. März 2020 um 21:33:39 Uhr:

Also, wenn ich mir das so alles mal durchlese ist mir schon klar warum E-Autos nur in Minimalmengen fahren.

 

- zuwenig Ladesäulen

Ist relativ. Wenn ich schreibe, dass da wo ich bin keine Ladesäulen sind, heißt es nicht zwangsläufig, dass es für _mich_ zu wenige sind - z. B. wenn ich in der Nähe meines zu Hauses mit eigener Lademöglichkeit bin.

 

Zitat:

- ich "muß" einen Vertrag machen oder irgendwo Mitglied sein um enigermaßen günstig laden zu können

Ad-hoc ist vielerorts mögl. Z. B. Virta verlangt Ad-hoc IIRC 0,39EUR/kWh bei DC, was z. B. der EnBW-Preis mit(!) Grundgebühr ist, nur dass man eben bei Virta sonst nix zahlt. Selbst aber vermutl. ein "Internetzugangsgerät" voraus.

 

Zitat:

- zuhause laden geht nur bedingt (idealerweise dann, wenn man Hausbesitzer ist)

... oder man braucht mehr öffentl. Ladesäulen...

 

Zitat:

- ich brauche ein Smartphone und muß mir Apps runterladen um den Ladevorgang überwachen zu können

Jein, dürfte z. T. auch von Desktop-Browsern aus gehen. Bzw. solange es glatt läuft muss man nicht überwachen...

 

Zitat:

Hinzu kommen bekannte Dinge wie:

 

- Ladevorgang dauert relativ lang

- E-Autos sind in der Anschaffung teuer (trotz Subvention)

- recht geringe Fahrzeug-Auswahl

- nur für bestimmte Nutzerkreise sinnvoll

- unbekannte Lebensdauer des Akkus

Ganz unbekannt nicht wenn er eine Mindestkapazitätsgarantie hat.

 

Zitat:

Dann werfe ich hier nochmal was anderes in dem Raum: wohl jeder, der schon mal ein altes Auto (15 Jahre oder älter) hatte, der geht wohl bei Reparaturen nicht mehr in die Vertragswerkstatt oder repariert selbst. Das dürfte wohl auch ziemlich passè sein, wenn so ein elektrischer Kraftwagen mal in die Jahre kommt. An Akkus oder sonstigen stromführenden Systemen dürfen nur Spezialisten für Hochvoltsysteme arbeiten. Ob es diese bis dahin in ausreichender Menge gibt darf zumindest bezweifelt werden (auch heute gibt es ja schon einige ältere E-Autos). Die Kfz-Branche hat ja heute schon Probleme genügend Auszubildende zu finden. Und selbst an sowas zu schrauben scheidet aus benannten Gründen ja wohl eher aus (an meinen Autos repariere ich quasi alles selbst!). Wenn nun Reparaturen jedoch früher unwirtschaftlich werden, dann wird das E-Auto möglicherweise auch verschrottet bevor es sich amortisiert hat. Dann hinken aber sämtliche Vergleiche, welche derzeit für die Wirtschaftlichkeit eines E-Autos herangezogen werden. Spätestens wenn z.B. der Akku zum zweiten mal fällig ist, dann wird sich das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr rechnen weil selbiger vermutlich teurer ist als der Restwert des Fahrzeugs. (Bei konventioneller Technik kann man sich wneigstens noch mit Gebrauchtteilen behelfen)

Ein EFKffT-Kurs kostet in der Tat mehr als ein Motorsägenkurs.

 

notting


17.03.2020 02:31    |    jennss

Zitat:

@Boppin B schrieb am 16. März 2020 um 21:33:39 Uhr:

- zuwenig Ladesäulen

Hast du mal unter https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ nach deiner Gegend geguckt? Häufig ist es so, dass die Menschen auf dem Land zuhause laden können und die in der City Ladesäulen in der Nähe haben.

 

Zitat:

- ich "muß" einen Vertrag machen oder irgendwo Mitglied sein um enigermaßen günstig laden zu können

Nein, sowas würde ich nur unter ganz bestimmten Bedingungen machen, z.B. wenn du viele Langstrecken fährst und an Autobahnen lädst. (Ionity, falls deine Automarke nicht eh schon verbilligt ist).

 

Zitat:

- zuhause laden geht nur bedingt (idealerweise dann, wenn man Hausbesitzer ist)

Klar, das ist ein Idealfall.

 

Zitat:

- ich brauche ein Smartphone und muß mir Apps runterladen um den Ladevorgang überwachen zu können

Muss man nicht, aber haben eh fast alle Menschen. Hat halt Vorteile. Du kannst den Ladestand auch im Auto sehen und bei Abschließen erscheint im Cockpit die Endzeit für 100%. Die kannst du dir auch merken, wenn du weggehst. Die Apps sind übrigens kostenlos. Standheizung und -kühlung gehen nur mit App.

 

Zitat:

Hinzu kommen bekannte Dinge wie:

 

- Ladevorgang dauert relativ lang

Die Zeit muss man zu nutzen wissen :).

 

Zitat:

- E-Autos sind in der Anschaffung teuer (trotz Subvention)

Nicht immer und im Unterhalt aber fast immer deutlich günstiger. Im Falle Golf 8 vs. ID.3 wird der ID.3 mit Subventionen günstiger in der Anschaffung sein und im Unterhalt sowieso.

 

Zitat:

- recht geringe Fahrzeug-Auswahl

Ja, leider, noch.

 

Zitat:

- nur für bestimmte Nutzerkreise sinnvoll

Wegen der Reichweite? Ich finde, so ab 330 km WLTP (Opel Corsa-e) ist das Auto auch schon relativ langstreckentauglich. Ein ID.3 mit 420 km und 145 PS wird wohl unter 35000 € Startpreis haben bzw. ca. 28500 € bei berücksichtigter Umweltprämie.

 

Zitat:

- unbekannte Lebensdauer des Akkus

Kannst von ca. 10-12 Jahren ausgehen (davon 8 garantiert. Welcher Benzinantrieb bietet das?). Kilometer je nach Kapazität wohl allermeist mind. 200000 km.

https://teslamag.de/.../...ne-million-meilen-lange-nicht-schluss-27556

 

Zitat:

Wenn nun Reparaturen jedoch früher unwirtschaftlich werden, dann wird das E-Auto möglicherweise auch verschrottet bevor es sich amortisiert hat. Dann hinken aber sämtliche Vergleiche, welche derzeit für die Wirtschaftlichkeit eines E-Autos herangezogen werden. Spätestens wenn z.B. der Akku zum zweiten mal fällig ist,

Der Akku sollte ein Autoleben lang halten. Beispiele:

https://www.eqpassion.de/...tric-drive-90prozent-rest-nach-2000-zyklen (Smart 90% nach 200000 km)

https://www.elektroauto-news.net/.../ (Tesla 93% nach 400000 km)

 

Zitat:

Und ob das Ganze unterm Strich wirklich umweltschonender ist als konventionelle Technik ist wohl auch noch nicht raus.

Doch, zumindest laut Bundesregierung schon jetzt :). Und die Zukunft spricht ja auch für die Elektromobilität.

 

Zitat:

Super durchdacht, das System. Da haben "geförderte Aktionstage zur E-Mobilität" einen ziemlichen Klärungsbedarf.

Nö. Die zwingen ja zu nichts. Probieren und Infos bekommen ist ganz locker.

j.


17.03.2020 17:23    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 17. März 2020 um 02:31:21 Uhr:

Zitat:

- ich "muß" einen Vertrag machen oder irgendwo Mitglied sein um enigermaßen günstig laden zu können

Nein, sowas würde ich nur unter ganz bestimmten Bedingungen machen, z.B. wenn du viele Langstrecken fährst und an Autobahnen lädst. (Ionity, falls deine Automarke nicht eh schon verbilligt ist).

IMHO geht Ad-hoc nur vereinzelt.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 17. März 2020 um 02:31:21 Uhr:

Zitat:

Hinzu kommen bekannte Dinge wie:

 

- Ladevorgang dauert relativ lang

Die Zeit muss man zu nutzen wissen :).

Womit wir wieder bei den Ladesäulen mit den brauchbaren Tarifen sind die da stehen müssen wo man ohnehin ist.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 17. März 2020 um 02:31:21 Uhr:

Zitat:

- unbekannte Lebensdauer des Akkus

Kannst von ca. 10-12 Jahren ausgehen (davon 8 garantiert. Welcher Benzinantrieb bietet das?). Kilometer je nach Kapazität wohl allermeist mind. 200000 km.

AFAIK sind's meist sind's nur 160Mm, z. B. Zoe bzw. erst Anfang des Jahres hat BMW für den i3 auf 160Mm erhöht (Akku-Miete ist was anderes, da zahlt man abh. von der Laufleistung monatl. mehr). Und oft auch nur 70-75% des ursprüngl. Wertes.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 17. März 2020 um 02:31:21 Uhr:

Zitat:

Wenn nun Reparaturen jedoch früher unwirtschaftlich werden, dann wird das E-Auto möglicherweise auch verschrottet bevor es sich amortisiert hat. Dann hinken aber sämtliche Vergleiche, welche derzeit für die Wirtschaftlichkeit eines E-Autos herangezogen werden. Spätestens wenn z.B. der Akku zum zweiten mal fällig ist,

Der Akku sollte ein Autoleben lang halten. Beispiele:

https://www.eqpassion.de/...tric-drive-90prozent-rest-nach-2000-zyklen (Smart 90% nach 200000 km)

https://www.elektroauto-news.net/.../ (Tesla 93% nach 400000 km)

In einem abartig teuren Auto vllt. Aber schau dir z. B. mal die Akkudegradation im Leaf an. Bzw. der Twingo Z.E. ist das erste E-Auto von Renault mit Akku-Wasserkühlung, obwohl Renault schon recht lange E-Autos verkauft...

 

notting


17.03.2020 19:32    |    Boppin B

Liebe Freunde, ich habe z.B. einen VW Campingbus, Bj. 1990. Dann einen Opel Commodore von 1976 und einen Käfer aus 1958. Die anderen Spielsachen lasse ich nun mal aussen vor. Ich liebe diese Autos, ich kann sie selbst reparieren und das mache ich auch. Im Alltag fahre ich (noch) einen Audi A6 und meine Frau einen Seat Leon. Der Audi ist von 2006 und der Seat von 2016. Sowohl der Seat als auch der Audi schaffen ungefähr 800 bis 1000km mit einer Tankfüllung. Da kommt kein Stromer mit. Zudem habe ich - ehrlich gesagt - überhaupt gar keine Lust dazu, nach 250km Ladepausen von 30 bis 60min zu machen 8und dann ist der Akku ja noch nicht mal richtig voll), zudem: mit welchem Stromer kann man denn mit Anhänger vernünftige Distanzen zurücklegen ohne nachzuladen? (eine Frage, welche sich z.B. Campingfreunde stellen).

 

Und: es wird doch niemand ernsthaft glauben, daß um die 30k€ ein angemessener Preis für ein Auto vom Schlage eines Honda E ist (und das ist schon schöngerechnet wegen dem Subventionsunsinn). Für weniger als 25k€ haben wir den Seat als Neuwagen gekauft, ein vollwertiger viertüriger Fünfsitzer mit guter Ausstattung (Optik vergleiche ich jetzt mal nicht, da hat jeder einen anderen Geschmack). Geht man zu manch anderen Marken, dann bekommt man venünftige Fahrzeuge noch günstiger. Und: selbst ein Skoda Citigo-E kostet noch 15.000, aber auch nur wegen der nicht nachvollziehbaren Bonusgeschichte.

 

Warum also sollte man sich ein E-Auto kaufen? Wegen des Preises? Oder wegen der Auswahl? Oder der geringeren Ladestellendichte? Weil man glaubt, damit der Umwelt einen Gefallen zu tun? Nee Leute, da könnt ihr euch auch ganz getrost einen "normalen" Kleinwagen mit 75 oder 90PS kaufen, mit einem Verbrauch von 5l/100km und ohne den ganzen Firlefanz.

 

Ich verstehe, wenn jemand sagt, daß er aus Interesse am Konzept des E-Autos sich selbiges angeschafft hat. Derjenige WILL das dann, und das ist vollkommen ok. Ich bin nicht per se gegen Elektro!!

 

Ich verweigere mich aber gegen die krank- und zwanghafte Einführung von E-Autos, denn damit geht die künstliche Verteuerung der konventionellen Antriebe einher (und das E-Auto wird billiger, was real betrachtet falsch ist), zudem wird die E-Mobilität blumiger dargestellt als sie faktisch ist.

 

Um gleich mal vorzubeugen: braucht mir keiner kommen und gleich wieder Quellnachweise oder ähnliches verlangen, einfach mal drüber nachdenken und gut. Und reißt bitte nicht wieder einzelne Sätze aus dem Kontext und zerpflückt sie mit eigenen Ansichten zum Thema. Kauft euch gerne E-Autos wenn die Euch so gut gefallen, aber zieht keine Argumente "Pro-E-Auto" aus dem Hut, welche entweder gar nicht oder nur bedingt stimmen! Die E-Mobilität ist lediglich eine andere Art der Fortbewegung, es gibt wie immer im Leben pro und contra. Für bestimmte Zwecke/Einsatzgebiete/Personen ist ein E-Auto aber nicht einsetzbar und akzeptiert bitte auch die Meinung, wenn jemand schlichtweg kein E-Auto will! Dazu brauchts keine "Aktionstage" oder sonstiges.


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