Beim gestrigen Besuch der Motorräder Dortmund konnte ich dann auch mal die neue Horex live anfassen und probesitzen.
Wenn man sich schon ein bischen mit der Entwicklungsgeschichte und den Fotos beschäftigt hat, fällt als erstes auf, dass es sich live um ein eher unauffälliges Motorrad handelt. Erst auf den 2. Blick offenbaren sich Details wie die Krümmerführung, die auf das Besondere hindeuten.
Gespannt nehme ich Platz. Neben der (für mich etwas zu) weichen Sitzbank fallen sofort einige Dinge auf.
- Die Sitzhaltung erinnert stark an die BMW R1200R. Der relativ breite Lenker ermöglicht die von der R bekannte, leicht nach vorne orientierte Sitzposition, die dem Kurvenräubern so förderlich ist. Gleichzeitig ist der Kniewinkel eher sportlich eng (bei meiner Größe), was zu der versammelten Sitzposition beiträgt.
- Entgegen dem Eindruck der ersten Fahrbilder sitzt man nicht wie befürchtet "auf" dem Motorrad, sondern fühlt sich relativ gut integriert. Nicht wie auf einer K1300R, aber der erwähnten R1200R sehr ähnlich.
- Alles macht einen sehr wertigen Eindruck. Aus Fahrersicht ist alles da, wo man es erwartet und in guter Haptik. Solide Verarbeitung, wohin das Auge blickt. Von der erwähnten, etwas zu weichen Sitzbank abgesehen. Das Cockpit ist mir etwas zu kleinzahlig, aber wenigstens in den wesentlichen Anzeigen analog. Das mittlerweile fast obligatorische Mäusekino ist unauffällig zwischen den beiden Uhren untergebracht, darüber prangt die analoge Tankanzeige. Ich hoffe mal, das tut sie nicht, weil man sie dauernd im Blick haben muss.
Ein aufgeschnittener Motor lies auf dem Stand tief blicken und man sieht wirklich mal das Besondere an der Zylinderanordnung eines VR-Motors in natura.
Da ich auch noch eine Presse-CD bekommen habe gibts jetzt unkommentiert noch ein paar Auszüge daraus:
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Modern, anders und innovativ
Die neue Horex folgt einer einmaligen und ungewöhnli-chen Konzeption. Beispiele wie der einzigartige VR6-Motor und der stilbildende Aluminium-Rahmen sind Features, die es in dieser Kombination bisher nicht gab. Technische Lö-sungen für ein neues Fahrerlebnis.
Zentrales Bauteil des Fahrwerks ist der leichte Aluminium-Brü-ckenrahmen, der für maximale Festigkeit mit einem Stahl-Lenk-kopf kombiniert wurde. Das Rahmen-Layout fügt sich harmonisch in das klassisch-sportliche Gesamtdesign der neuen Horex ein und unterstreicht die klaren Linien. Bei der Konzeption wurde sehr viel Wert auf eine aktive und dynamische Sitzposition ge-legt. „Der Knieschluss bietet in Kombination mit dem in diesem Bereich schmalen Tank eine perfekte Integration des Fahrers in das Motorrad“, analysiert Clemens Neese, CEO der Horex GmbH.
Effizient und feinfühlig: die Federelemente
Souveräne Leistungsabgabe auf höchstem Niveau definiert die Horex mit ihrem VR6 neu. Daher vertrauen die Konstrukteure bei der Vorderradführung einer Upside-down-Gabel von WP Suspension mit mächtigen 48 Millimetern Innenrohrdurchmesser. Diese Dimensionierung sorgt nicht nur für hervorragende Bremsstabilität und effektive Rückmeldung, sie sichert auch unter allen Fahrzuständen eine präzise Vorderradführung. Und das, ohne auf ein feinfühliges Ansprechverhalten zu verzichten. 120
HOREX GmbH, Werner-Heisenberg-Str. 15, 86156 Augsburg, Germany, www.horex.com, press@horex.com
Pressekontakt: c/o DIE WORTWERKSTATT GmbH, Arnd von de Fenn, Telefon +49 7071 15641, fenn@wortwerkstatt.de
Millimeter Federweg an der Gabel spiegeln zudem die ausgewogene Balance aus sportlichen Ansprüchen und Komfort wider.
Um die Dämpfungsaufgaben an der hinteren Einarmschwinge kümmert sich ein Zentralfederbein – ebenfalls von WP Suspension –, das über eine leichte und kompakte Umlenkung ein progressives Ansprechverhalten erzielt. Neben Druck- und Zugstufe an Gabel und hinterem Stoßdämpfer kann selbstverständlich auch die Federbasis verändert werden. Durch die hydraulische Vorspannung am Federbein gelingt die individuelle Anpassung besonders schnell und einfach. Das Einsatzspektrum der hochwertigen Fahrwerkskomponenten reicht dabei vom dynamischen Power-Trip mit der neuen VR6 bis zur Tour zu zweit.
Formschön und stabil: die Einarmschwinge
Die Einarmschwinge überzeugt neben ihrem eleganten Design auch mit hoher Stabilität, welche die präzise Führung des Hin-terrads sicherstellt – ein wichtiger Fakt bei der enormen Motor-leistung von rund 160 PS des VR6. Vorteilhaft außerdem: der durch die Einarmschwinge einfache Hinterradausbau. Als weiteres Plus dieser Konstruktion können die rechtsseitigen Auspuff-Endtöpfe noch enger ans Motorrad herangerückt werden. „Das fördert die schmale Silhouette der 1.200er Horex und verringert gleichzeitig den Luftwiderstand“, ergänzt Clemens Neese.
Serienmäßig: Radialbremsen und ABS
Für überzeugende Bremsleistungen verfügt die neue Horex vorne über zwei Wave-Bremsscheiben von Braking, die mit radial befestigten Brembo 4-Kolben-Sätteln eine Verzögerung auf hohem Niveau gewährleisten – zusammen mit der hinteren
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Einzelscheibenbremse mit einem Doppelkolben-Sattel. Besonders wichtig war den Entwicklern, dass die neue Horex serienmäßig über ein ABS-System der neuesten Generation verfügt. Ein nur etwa 500 Gramm leichtes Bosch-ABS vom Typ 9MB, das speziell für Motorräder konzipiert wurde, reguliert daher für maximale Sicherheit den Bremsdruck und passt ihn über zahlreiche Parameter optimal an.
Faszinierend anders: die Auspuff-Führung
Die beiden Auspuffendrohre drücken der rechten Motorradseite ihren Stempel auf, stechen optisch hervor und überzeugen mit sattem Klang. Damit der Auspuff aber überhaupt so filigran ausfallen kann, werden jeweils drei der sechs Auspuffkrümmer in einem Strang zusammenführt. Das ergibt eine strömungs-günstige Abgasführung, die spürbar zur gelungenen Leistungsentfaltung des Roadsters beiträgt. Ein weiterer, positiver Effekt dieser Auslegung ist die Zentralisierung der Massen rund um den Schwerpunkt der neuen Horex – eine Basis für leichtes Handling. Das schmale Layout der Krümmerführung unterhalb des Motors erlaubt zudem die einfache Nachrüstung mit einem Hauptständer.
Wartungsarm: Kettenantrieb mit Graphit-Feststoffschmierung
Die neue Horex ist das erste Motorrad, das serienmäßig mit einem Kettenantrieb in Verbindung mit der innovativen Graphit-Feststoffschmierung der hessischen Schunk Group ausgerüstet ist. Dadurch wird die Kette im Betrieb konstant mit einem dünnen Schmierstofffilm aus Graphit überzogen. Dieser legt sich schützend auf die einzelnen Glieder und kann nicht abgeschleudert werden, wodurch das Motorrad – im Vergleich zu konventionellen Schmierstoffen – stets sauber bleibt. Die optimal geschmierte Kette überträgt die schützende Graphitschicht
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ebenso auf Ritzel und Kettenrad. Damit unterliegt der gesamte Antriebsstrang einem deutlich geringeren Verschleiß, wodurch sich die Wechselintervalle des gesamten Sekundärtriebs spürbar verlängern.
Der Sechszylinder entwickelt bereits bei etwa 2.000/min 90 Nm, im Bereich um 3.500/min liegen 100 Nm an, die sich bei moderaten 7000 Umdrehung zum Maximalwert von 135 Nm steigern. Ähnlich entfaltet sich auch die Leistungskurve der neuen Horex: „Mit 161 PS beziehungsweise 118 kW bei 9.000/min haben wir das Drehzahlniveau bewusst niedrig gehalten. Damit nutzen wir die konzeptbedingten Vorteile des VR6-Motors bestmöglich aus“
Die für den Horex Motor konstruierten Kolben mit schrägem Kolbenboden ermöglichen es trotz der im V-Winkel angeordneten Zylinder, alle sechs Brenn-räume in einer Ebene zu versammeln. Dabei kommen jeweils zwei Einlass- und ein Auslassventil zum Einsatz, die radial um die genau mittig angeordnete Zündkerze positioniert sind. Die beste Konstruktion für maximale Leistungsausbeute. Die Steuerung der Ventile wird von insgesamt drei parallel im Kopf angeordneten Nockenwellen gewährleistet, wobei die mittlere, teilkonische No-ckenwelle sowohl für die Auslassventile der hinteren Zylinder wie die Einlassventile der vorderen Zylinderreihe zuständig ist. Auch dieses Konzept einer TOHC-Steuerung (Triple Overhead Cam-shaft) der Horex ist einzigartig im aktuellen Motorradbau.
Die neue HOREX VR6 Roadster
Technische Daten
Fahrzeugspezifikationen können sich im Detail noch ändern.
HOREX
Motor Bauart VR6, 15° V-Winkel, gespiegelte Schränkung
Hubraum cm³1218
Bohrung/Hub mm 68/55
Leistung kW/PS 118/161
bei ca. 9000/min
Drehmoment Nm 135 bei ca. 7000/min
Zylinderzahl 6 (mit je einer BING-Drosselklappe)
Verdichtung 11,5 : 1
Ventilbetätigung tohc triple overhead camshaft
Ventile pro Zylinder 3, radial angeordnet
Kraftübertragung Getriebe
Kupplung Mehrscheiben-Ölbadkupplung, hydraulisch betätigt
Getriebe Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb Dichtring-Kette mit permanenter Graphit-Trockenschmierung
Endübersetzung 1 : 2,42
Fahrwerk
Rahmenbauart Aluminium-Brückenrahmen mit Stahl-Gitterrohr-Lenkkopf
Vorderradführung Upside-down-Gabel Ø Standrohr 48 mm (WP Suspension, Druck-, Zugstufe und Federbasis einstellbar)
Hinterradführung Einarmschwinge mit Zentralfederbein (WP Suspension, Druck-, Zugstufe und Federbasis einstellbar)
Federweg vorne/hinten mm 120/120
Nachlauf mm 95
Radstand mm 1515
Lenkkopfwinkel °66
Bremsen vorn
Doppelscheibenbremse, Ø 320 mm (Braking), radiale 4-Kolben-Sättel (Brembo)
Bremsen hinten Einzelscheibe, Ø 264 mm (Braking), 2-Kolben-Sattel (Brembo)
ABS serienmäßig (Typ BOSCH 9MB)
Räder
Aluminium-Leichtmetall (geschmiedet)
vorn 3,50 x 17
hinten 6,00 x 17
Reifen
vorn 120/70 ZR 17
hinten 190/55 ZR 17
Maße und Gewichte
Breite Motor Zylinderkopfdeckel mm 429
Sitzhöhe mm ca. 820 (+-20)
Gewicht fahrfertig kg ca. 250
zul. Gesamtgewicht kg ca. 450
Tankinhalt ca. 19
Höchstgeschwindigkeit km/h bei 250 abgeregelt
Kraftstoff Super bleifrei
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Wie gesagt, direkt aus der Presse-Mappe so übernommen.
Da in meiner direkten Nachbarschaft auch ein Horex-Händler ist, werde ich so bald als möglich einen Fahrbericht nachliefern.
Wollt Ihr auch noch die Pressefotos haben?