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Motorrad-Exoten

Blog über Motorräder, Prototypen, Einzelstücke und Designstudien, die es in Deutschland nicht oder zumindest noch nicht gibt.

18.03.2009 19:11    |    Lewellyn    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Dieselmotorrad, Reiseenduro, Turbodiesel

So schnell wird man eines Besseren belehrt. Während ich noch vor Wochen behauptet habe, es gäbe nur ein wirklich brauchbares Dieselmotorrad, stoße ich auf die Track T-800CDI unserer holländischen Nachbarn. Kein Einzelstück, sondern ab diesem Jahr in Holland und ab 2010 europaweit zu kaufen.

 

Die Motordaten (800ccm-Dreizylinder mit Turbolader und 45 PS) klingen verdächtig nach einem Smart-Triebwerk, was für die Verfügbarkeit von Ersatzteilen ja kein Manko darstellt.

 

Ansonsten zeigt sich die Track ganz im Stil anderer Reiseenduros: Markante Front, gemäßigter Federweg (210mm), Trockengewicht 225kg, viel Platz für zwei Personen. Auffällig sind die Reifendimensionen mit 21" vorn und 17" hinten, was normalerweise auf den Gebrauch auch im etwas anspruchsvolleren Gelände hindeutet. Die BMW F650GS Dakar verfügt über eine identische Bereifung. Mit 45PS ist die Track auch ähnlich stark wie der bayerische Eintopf, allerdings etwa 40kg schwerer. Im Fahren sollte der Turbo und das Drehmoment dieses Leistungsdefizit locker wieder ausbügeln.

 

Die eigentliche Stärke der Dieselmotoren, der geringe Kraftstoffverbrauch, fällt natürlich gegenüber der erwähnten F650GS nicht besonders ins Gewicht, da der bayerische Single das sparsamste Motorradtriebwerk über 500ccm ist. Die für die Track angegebenen 3,1-3,5 Liter bei 100km/h kann man mit ruhiger Gashand auch mit einer F650GS ab Baujahr 2004 erreichen.

 

Bei Vollgas, laut Hersteller der Track 175km/h soll der Verbrauch zwischen 4,1 und 4,7 Liter liegen.

Als Besonderheit verfügt die T-800 über ein CVT-Getriebe, also eine stufenlose Automatik, welche über einen Kardan das Hinterrad antreibt.

 

Insgesamt von den Daten her kein Überflieger beim Verbrauch, zumal der Kaufpreis bei € 17.500,-- liegen wird. Dafür soll sie ab Werk mit Biodiesel und Pflanzenöl fahren können.

Zum Sparen als solches also eher ungeeignet, wird die Track T-800 wohl erstmal ein Motorrad für Individualisten werden. Aber immerhin eins mit hoher Alltagstauglichkeit und brauchbaren Fahrleistungen.

 

 

Link zum Hersteller: Track T-800CDI


07.03.2009 17:28    |    Lewellyn    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Elektroantrieb, Elektromotorrad

Bei meinem Bummel über die MOTORRÄDER in Dortmund stolperte ich eher zufällig über einen kleinen Stand, auf dem nur ein einziges Renn-Motorrad stand, welches nicht mal sonderlich spektakulär wirkte. Da blieben meine Augen an der Aufschrift "100% Elektrisch" hängen.

Nach einem langen Gespräch mit Thomas Schönfelder, dem Fahrer und "Erfinder" des Motorrads war ich dann erheblich schlauer.

 

Thomas, mehrfacher Gewinner der Bronce-Replica der Tourist-Trophy auf der Isle of Man, hatte bei der letzten TT erfahren dass es in diesem Jahr bei der TT den TTXGP geben wird, "Worlds First Carbon Zero Grand Prix", also das erste emmissionsfreie Grand Prix Rennen. Das Rennen wird über eine Runde der TT gehen, also etwa 60km.

 

"Da mach ich mit!", dachte sich Thomas. Nach längerer Überlegung entschied sich Thomas mit seinem Team für ein Chassis der Laverda 650, ein ital. Zweizylinder-Sportmotorrad aus den 90gern. Der Passende Elektromotor war relativ schnell gefunden. Ein E-Motor des Audi Duo, ein in Kleinserie von Audi 1998 gebauter Hybrid aus 1,9TDI-Motor und eben diesem Elektromotor lieferte den passenden, leistungsstarken Antrieb. Mit 90kw deutlich kräftiger als der originale Paralleltwin der Laverda, der gerade mal 69PS lieferte.

 

Als grosses Problem entpuppte sich die Beschaffung der entsprechend leistungstarken Akkus. In Deutschland gibt es nur zwei Hersteller passender Akkus. Chinesische Produkte wurden aufgrund der ungewissen Leistungseigenschaften nicht in Betracht gezogen. Der eine Hersteller sagte sofort nein, der Andere war eigentlich auch bis St. Nimmerlein schon ausverkauft, aber weil er das Projekt für unterstützenswert hielt, gab es schließlich doch die benötigten Energiezellen. In nur 4 Monaten entstand dann das bis jetzt noch namenlose Bike.

 

Thomas gibt eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 230km/h an.

Die weiteren techn. Daten:

Motor: 320Volt, 300A, 90kW

Batterien: 326V, 50Ah

Gewicht: ca. 300kg

Getriebe: keins - 14er Ritzel / 70er Kettenblatt (Anfertigung)

 

Die Feuerprobe wird die TTXGP, wo Thomas mit seinem E-Bike auf die in meinem Blog weiter vor erwähnte Mission One treffen wird.

 

Ich wünsche Thomas und seinem Team viel Erfolg dabei!

 

Hier ein kleines Video, auf der Messe mit der Knipse aufgenommen, einmal Vollstrom von 0-230: Videofilmchen

 

Link zur Webseite mit weiteren Infos: XXL-Racing

 

Wer Sponsoren weiß, es fehlt noch ein Hauptsponsor.


04.03.2009 20:50    |    Lewellyn    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Quad, Schräglage, Wesll

Zur Einleitung klaue ich mir einfach mal Teile der wunderbaren Zusammenfassung über das harte Leben als Quadfahrer aus G-Js Blog:

 

Quad/ATV vereint alle Nachteile von Motorrad und Auto in einem Fahrzeug (siehe auch Rasentrecker ohne Mähwerk).

Quad/ATV-Fahrer grüßen nicht und werden von Motorradfahrern nicht gegrüßt!

Quads werden gefahren von Leuten, die zu doof waren den Motorradführerschein zu bestehen und meinen mit einem Vierrädrigen Gefährt ohne Karosserie dennoch zur Gilde der Motorradfahrer zu gehören.

Gemeinsamkeiten zum Motorrad beschränken sich aber in der Regel nur auf „Fliegen auf dem Kittel“ und „Nasser Arsch“ bei Regenfahrten. Auf die essentiellen Vorteile des Motorrades wird komplett verzichtet: das Hineinlegen in Kurven, die fantastische Beschleunigung (...)

 

Da gibt es Hoffnung für die Quadfahrer: Wesll aus den USA hat das Quadfahren um die Schräglage bereichert.

Der fahrende Prototyp auf Basis eines Crossers hat einen 500ccm-Motor und wiegt nur etwa 150kg.

 

In diesem Video kann man sehen, dass auch Quadfahren Spass machen kann. ;)

 

Die Ducati sieht auch als gerenderte Idee schon richtig geil aus. Dafür könnte selbst ich mich als alter Quadhasser restlos begeistern. :cool:

 

Die Technik ist jedenfalls verfügbar. Bin sehr gespannt, ob diese Idee sich zu einem kaufbaren Fahrzeug (wie auch immer) weiterentwickeln wird.

 

Link zum Hersteller: Wesll Coporation


02.03.2009 20:07    |    Lewellyn    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: S&S, V-Twin, Wakan

Zur Abwechslung stelle ich mal ein Motorrad vor, welches zwar exotisch, aber relativ problemlos kaufbar ist.

Vieleicht wird sie ja sogar ein (kleiner) kommerzieller Erfolg: Die Wakan 1640.

Die französische Interpretation des Wortes MOTORrad. ;)

 

Die dahinterstehende Idee der Macher ist die der AC-Cobra .

Ein europäisches Chassis und ein amerikanischer Monstermotor.

 

Statt eines V8 (die Boss Hoss gibts ja schon und ist auch nicht so richtig ein Motorrad im europäischen Sinne) nahm man bei Wakan einen grossvolumigen Twin von S&S, der Lieblingsmarke amerikanischer Bikebauer. Relativ lässig schüttelt dieser 1640ccm-V-Twin 120PS bei 5.750 U/min und 165 Nm bei 4.250 U/min aus seinen Brennräumen. Werte, die auch einen braven 1,5-Tonner-Familienkombi ausreichend vorwärts treiben, geschweige denn dieses trocken 183kg wiegende Motorrad.

Der Anzug aus der Ecke muss brutal sein. Der Tank liegt unter der Sitzbank, was auf dem Bild mit der fahrenden Wakan gut zu erkennen ist.

 

Als Hommage an die V8-Blocks in der Cobra dient die (funktionierende) Lufthutze auf der Tankattrappe. Kleinere Vögel sollten die Strasse meiden. :cool:

 

Wakan baut neben der Strassenversion auch eine Rennvariante. Außer den Gewichtsvorteilen wird diese auch über Mehrleistung verfügen, genaueres ist aber noch nicht bekannt.

 

Immerhin gab es schon Fahrberichte in deutschen Moppedzeitschriften: Wakan 1640 in der MO

 

Im Januar 2009 hat Wakan die Euro3-Zulassung erhalten und kann ab sofort gekauft werden. Wenn man denn die 28.000 Euros hat und sie im Werk in Frankreich selber abholt. Deutsche Händler gibt es nämlich noch nicht.

 

Link zur Herstellerseite: Wakan


28.02.2009 14:37    |    Lewellyn    |    Kommentare (2)

Eine interessante Idee hat Bart Crauwels aus Frankreich mit viel techn. Engagement in die Tat umgesetzt.

Auf Basis einer Ducati 1000DS hat Bart aus dem stehenden Zylinder einen Kompressor für den Liegenden gebastelt.

Durch die Aufladung erreicht der Einzylinder nun mehr Leistung als beide zusammen im Saugbetrieb. :cool:

Anhand der schematisierten Grafik wird schnell klar, wie das funktioniert.

Der Lufttank liegt unter der Sitzbank und ist auf 40 Bar ausgelegt.

 

Mit gemessenen 102 PS bei 10.000 U/min liefert der "V-Single" 15 PS mehr als der V-Twin und 30PS mehr als die Ducati Supermono.

 

Natürlich ist der Umbau nur für die Rennstrecke vorgesehen. Bart Crauwels plant eine Kleinserie für Interessierte, die bei Einzylinderennen

mal Sieger sein wollen. ;)

 

Link zu einem Bericht über diese Projekt, allerdings auf französisch: Moto-Revue


27.02.2009 15:25    |    Lewellyn    |    Kommentare (8)

Das ist es also. Das erste elektrische Superbike. Sozusagen der Tesla auf zwei Rädern.

 

Die Eckdaten klingen äußerst ambitioniert:

- Topspeed 240km/h

- Reichweite 240km

- 135 Nm Drehmoment

- Ladezeit 2 Stunden.

 

Das Fahrwerk ist eher konventionell aufgebaut, mittels Öhlins-Fahrwerk und Brembo-Bremsanlage. Wobei man wegen der Energierückgewinnung die Bremsanlage möglichst wenig benutzen sollte. Die Energieversorgung soll über gekühlte Lithium-Ionen-Akkus der aktuell höchsten verfügbaren Energiedichte laufen. Das erklärt wahrscheinlich auch den Preis. Leider habe ich keine Angaben über die kW-Leistung des Motors gefunden.

Die Kraftübertragung findet ganz konventionell mit Kette statt. Zumindest einen Zahnriemen hätte ich besser gefunden.

 

Die Optik ist, sagen wir mal, polarisierend. Ich persönlich halte die Frontansicht für äußerst gelungen, finde aber das Flechtwerk zumindest gewöhnungsbedürftig. Wenn denn in 2010 tatsächlich die ersten Mission One ausgeliefert werden sollten, wird das bestimmt einen ähnlichen Pressehype wie beim Tesla geben. Wir werden es erfahren.

 

Wagemutige dürfen auch schon bestellen: Bei $ 5000,-- Anzahlung und einem VK von $ 68.995,-- wird sich die Anzahl der Vorbesteller auch wegen der Wirtschaftskrise in vermutlich engen Grenzen halten.

 

Link zum Hersteller: Mission Motors


27.02.2009 10:34    |    Lewellyn    |   Stichworte: Dieselmotorrad, Enduro, Militärmotorrad

Um mal das im Enfield-Beitrag angesprochene Dieselthema aufzugreifen:

Dieselmotorräder gibt es mittlerweile in Deutschland zu kaufen, allerdings sind diese auch eher als Exoten anzusehen. Meist sind diese Motorräder von nicht aufgeladenen Stationärmotoren angetrieben und daher entsprechend leistungsarm. Einzylinder haben meist nicht mal 10 PS (ja, ich weiß, die Sommer Diesel hat 11) und Zweizylinder wie die Centaurus 851 gerade mal 20.

Die Neander 1400 wird bei 100.000 Euro Kaufpreis sich voraussichtlich auch nicht zum Massenprodukt entwickeln.

 

Aber es gibt, von der breiten Öffentlichkeit eher unbemerkt, bereits ein Großseriendieselmotorrad, von dem schon tausende produziert worden sind: Die M1030M1.

Entwickelt für die Nato-Streitkräfte, um endlich alle Fahrzeuge der Nato im Ernstfall mit dem gleichen Kraftstoff (nämlich Kerosin, also eine Art Diesel) betanken zu können.

Nach etlichen Jahren Forschung, Entwicklungs- und Erprobungszeit wird die M1030M1 seit einigen Jahren schon an die Natostreitkräfte ausgeliefert. Als Entwicklungsbasis diente die Kawasaki KLR650, falls jemanden das Motorrad irgendwie bekannt vorkommt.

Die M1030M1 hat einen Einzylinder-Dieselmotor mit 584ccm, der 28PS bei (für einen Diesel) unglaublichen 5.500 U/min und 44 Nm bei 3000 U/min leistet. Hier liegt denn auch die Antwort auf die Frage, woher so viel Leistung aus einem nicht aufgeladenen Einzylinderaggregat kommt. Ein Hochdrehzahldiesel. Während das 426ccm-Aggregat der Sommer-Diesel eine Literleistung von knapp 26PS produziert, entwickelt der M-Motor eine Literleistung von 48 PS. Das Hochdrehzahlkonzept scheint sich nicht signifikant auf die Lebensdauer des Aggregats auszuwirken, sonst hätte das Militär wohl kaum den Beschaffungsauftrag erteilt.

 

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 130km/h und einem Verbrauch von unter 3 Litern auf 100km wäre dieses Motorrad auch im privaten Sektor bestimmt kein kommerzieller Misserfolg. Leider läßt die schon für 2006 angekündigte Zivilvariante auf sich warten, da der Hersteller HDT mit der Produktion fürs Militär vollkommen ausgelastet ist. Aber vieleicht tut sich da ja was in den nächsten Jahren.

 

Update: Ganz vergessen, die Daten der immer wieder verschobenen Zivilversion nachzureichen. HDT hat dafür einen größeren Motor entworfen, der dieses Motorrad wirklich alltagstauglich macht:

- Hubraum 667ccm

- Leistung 35 PS bei 5400 U/min

- Drehmoment 58Nm bei 3300 U/min

- Höchstgeschwindigkeit ca. 160km/h (halte ich für sehr optimistisch)

- Trockengewicht 167kg

- Verbrauch 2,64 Liter/100km bei konstant 72,4km/h (Meilenumrechnung)

Link zu den techn. Daten (englisch)

 

 

 

Herstellerwebseite: Hayes Diversified Technologies


26.02.2009 20:32    |    Lewellyn    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Ducati 999, Harley-Davidsen, Roehr, Turbo, V-Rod

In den USA muss ja alles, was "Bike" ist, irgendwie auch mit Harley zu tun haben.

Leider ist alles, was mit Harley zu tun hat, meist nicht für den Rennstrecke brauchbar, zumindest, wenn diese mehr als zwei Links-Kurven hat.

 

Die Anforderungen "Harley", "Kurven" und "schnell" konnten bisher nicht erfüllt werden.

Aber dafür gibt es jetzt eine Lösung: Die Roehr 1250SC.

 

Das Rezept ist relativ simpel:

Man bediene sich am Design einer Ducati 999 (stellt euch einfach die Verkleidung in rot vor), nehme einen V-Rod-Motor und bestücke diesen mit einem Turbolader. Schon haben wir alle Kriterien erfüllt.

 

180 PS bei 9100U/min und 155Nm bei 7600U/min sollten fürs flüsssige Mitschwimmen auf der Rennstrecke reichen. :cool:

Ich wäre aber vorsichtig beim Rausbeschleunigen aus der Kurve. ;)

Das Trockengewicht wird mit 196kg angegeben, was dann Betriebsfertig wahrscheinlich in der 220kg-Ecke landen wird.

 

Anhand der letzten Newsmeldung "05/2008 Pre-production Roehr 1250sc is completed" kann man folgern, dass bisher noch nicht sonderlich viele Enthusiasten die 2000 Dollar Anzahlung für eine verbindliche Bestellung überwiesen haben. Immerhin gibt es seit drei Tagen einen Händler außerhalb des Herstellers. Vieleicht tut sich ja doch noch was mit der Serienproduktion.

 

Wer möchte, darf gerne schon mal vorbestellen bei Roehr Motorcycles - Der Name ist Programm. ;)

Edit: Dank an Woerni für die gestrippte Roehr. Ich habe auch noch eine Rote gefunden. Da ist die Ähnlichkeit zur Duc schon sehr auffällig.


26.02.2009 19:02    |    Lewellyn    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 500ccm, Aprilia, Racing, Zweitakter, Zweizylinder

Bleiben wir mal bei den glücklichen Australiern, wo man Motorräder noch unbeleckt von Abgasvorschriften bauen kann.

 

Aktuell gibt es ja hier keine neuen Zweitakter mehr, weil die Abgashürden ohne horrende Investitionen in Entwicklung nicht mehr nehmbar waren.

Als eines der letzten Zweitaktmotorräder ist von Aprilia die RS250 eingestellt worden.

 

Down under haben nun die findigen Bastler vom Two-Stroke-Shop einen 500er-Twin entwickelt, der in das Chassis der RS250 passt.

Wer schon mal ungedrosselte Zweitakter jenseits der 125ccm bewegt hat, kennt (und liebt) die besondere Leistungscharakteristik grossvolumiger Zweitakter.

Die Jungs vom Two-Stroke-Shop beschreiben die Leistungsentfaltung in etwa so:

Dies ist nicht wie bei den 500er-Vierzylindern mit ihren niedlichen 125ccm Hubräumen. Stellt es euch wie ein Motorrad mit zwei 250er-Cross-Motoren vor.

 

Die Leistungsdaten sind ziemlich beeindruckend.

112PS und 82Nm in einem 130kg-Motorrad bei nicht mal 10.000 U/min sollten in kundiger Hand ausreichen, auch auf handelsüblichen Rennstrecken aktuelle 1000er in arge Bedrängnis zu bringen. :cool:

 

Wie auch bei der V-Twin-Enfield, liefern die Jungs vom Motor bis zum kompletten Motorrad alles. Wer also noch was Ausgefallenes für seine Renntrainings sucht, kann sich eine komplette Maschine im Renntrimm kommen lassen.

Oder auch nur den Motor für ein flinkes Kart. :D

 

Preise auf Anfrage. The Two-Stroke-Shop


26.02.2009 17:14    |    Lewellyn    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Enfield, V-Twin

Dann mach ich doch mal einen Blog. :)

 

Für alles, was ich auf meinen Streifzügen durchs Internet so über Motorräder finde, welche vermutlich aber nicht den deutschen Zulassungsvorschriften entsprechen werden.

 

Diesen Enfield-Umbau kann man als Kleinserie kaufen. Oder man bestellt nur den Motoren/Getriebesatz. Leider in Australien.

Für Biker, die eine Transistorzündung schon für im Grunde zuviel Computer am Mopped halten, wahrlich ein schönes Gerät.

50PS aus 1000ccm bei gerade mal 200kg sollten für urigen Vortrieb sorgen und soundmäßig nah am Optimum sein.

Zumindest im Vergleich mit dem 23PS-Original-Eintopf der Enfield.

 

Preismäßig mit umgerechnet ca. 11.270 Euro noch nicht mal übertrieben teuer, für so viel Handarbeit.

 

Zumindest Besitzer einer älteren Enfield in Deutschland könnten sich theoretisch den Motorsatz kommen lassen. Und wer Royal Enfield fährt, kann auch schrauben. ;)

 

Hier der Link zum Hersteller mit Video: Carberry Enfield


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Mein Blog hat am 16.04.2010 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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