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Motorrad-Exoten

Blog über Motorräder, Prototypen, Einzelstücke und Designstudien, die es in Deutschland nicht oder zumindest noch nicht gibt.

20.03.2012 12:53    |    Lewellyn    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Motus, MST, V4

Motus MST-R und MST
Motus MST R und MST

Neben Horex gibt es ja noch einen zweiten, nagelneuen Motorradhersteller, der mit einem so noch nie dagewesenen Motorradmotor an den Start geht.

 

Motus mit der MST. Erst mal in den USA.

 

Nach 3 Jahren Entwicklung beginnt der Verkauf und Motus hat noch ein paar Überraschungen parat gehabt.

Neben der Motus MST wird es eine MST-R geben, die sich vor allem durch 20 PS mehr Liestung von der MST unterscheidet.

Die nächste Überraschung ist der entgegen den bisherigen Gerüchten doch relativ hohe Preis von $ 30.975 für die MST und $ 36.975 für die MST-R.

 

Was mit ca. € 23.500 für die MST und knappen € 28.000 für die MST-R deutlich über BMW-Niveau liegt und ein äußerst selbstbewusster Startpreis für eine Markteinführung in den USA ist, wo man für diese Summen schon wahrhaft ausgewachsene Autos bekommt.

 

Was gibt es nun für die vielen Dollars:

 

Die MST wird angetrieben von einem 1.650ccm-V4, längs eingebaut und mit untenliegender Nockenwelle wie bei den US-V8-Small und Big Blocks. Daher auch von Motus "Baby-Block" getauft. Dieser liefert 165PS über ein 6-Gang-Getriebe und eine XW-Kette von RK ans Hinterrad. Zwei abnehmbare Seitenkoffer von Givi sind Serie. Bordsteckdose, Hauptständer, ein komfortabler "Sargent Seat", ein elektronischer Gasgriff und ein voll einstellbares Öhlinsfahrwerk (hinten per Fernbedienung) erfreuen den sportlichen Tourenfahrer.

Und das alles bei 240kg Leergewicht.

 

Optional gibts ab Werk dann noch:

- Passendes 30 Liter-Topcase von Givi mit Gepäckbrücke

- Verstellbarer Windscreen und einstellbare Griffe

- Griff- und Sitzheizung

- Größere Scheibe

 

Darauf gibts dann 2 Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung

 

Die MST-R unterscheidet sich von der MST hauptsächlich durch

- 185PS statt 165 PS

- höherwertige Öhlinsdämpfer vorne und hinten

- leicht geänderte Ausstattung wie 2 Bordsteckdosen hinten zusätzlich

- Akrapovic für den Sound

- höherwertige Bremsanlage

 

Optional gibt es dann zusätzlich zum MST-Zubehör noch Carbonräder auf Wunsch.

Von ABS hab ich da leider nichts gelesen.

 

Insgesamt halte ich die MST für einen äußerst gelungenen Entwurf eines sportlichen Tourers.

Warum Motus die Kette mit Umlenkung statt eines Kardans als Sekundärtrieb gewählt hat, erschließt sich mir immer noch nicht wirklich. Aber da habe ich ja in den alten Blogs zu Motus schon was zu geschrieben.

Allerdings hege ich ernsthafte Zweifel, dass bei den Preisen auch ein echter Markterfolg daraus wird.

Die BMW K1600GT kostet in den USA gerade mal 20.900 Dollar nach Liste. Das wird sehr, sehr schwierig für Motus.

Auch wenn der "buy american"-Bonus da natürlich mithelfen wird.

 

http://www.motusmotorcycles.com/


20.03.2012 13:57    |    Max 0763

Ehrlicher Kommentar als Motorradfahrer (seit über 30 Jahren) ? Motus wirh absolut 0 Chance am Markt haben, dieses extravagante Konzept zu dem Preis erfolgreich zu verkaufen. Zumal Kette....(wahrscheinlich wegen Gewichtsersparnis).

 

Trotzdem, Good Luck....

 

Max


20.03.2012 15:15    |    Käfer1500

der Motor sieht aus wie die alten Ford V4 aus dem P17M ;)

Und dafür >30k$ :eek:


20.03.2012 15:20    |    PreEvo

hmm...kaufen...nein. aber angenommen ich bekäme eine geschenkt...wären antrieb und motor ne tolle basis für nen komplett-umbau.


20.03.2012 17:20    |    Gurkengraeber

Ich glaube dass in der Tat der "buy american" Bonus eine große Rolle spielen wird. Bei meinen Reisen hab ich immer wieder festgestellt dass für das Label Made in America viele Amerikaner immer wieder große Nachteile wissentlich in Kauf nehmen. Wenn sie das Geld haben.


20.03.2012 17:31    |    basti245

Na dann, wünsche schon mal:

 

Good luck.

 

Wer es haben will soll es sich kaufen.


15.09.2017 07:52    |    Rostlöser5355

Die K1600 GT(L) ist ja schon der Hammer. Aber bezüglich "Buy-America-Act": Mich wundert es ja eh, dass BMW die ganz grossen, fetten Dinger nicht in den USA bauen lässt. Dort steht ja in Spartanburg ein Riesen-Werk, aus dem die K1600 (oder weitere, noch fettere Teile) problemlos den amerikanischen Markt erobern könnten. Mit den entsprechenden Werbemassnahmen (Ami-Flagge auf jedem Chrom-Teil, US-Hymne beim Hochstarten des Bordcomputers) würden vielleicht selbst die härtesten Patrioten auf das weiss-blaue Teil abfahren. Just wanted to put my 2¢ in...


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