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Mon Sep 29 15:06:13 CEST 2008    |    taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Costa Rica, Reisetipp

Achtes Update: Nuevo Arenal > Tenorio Nationalpark > La Fortuna

An nächsten Morgen dann schnell weg vom Ort des Grauens, zum Vulkan Tenorio (1.916m). Diesmal sollte nicht wieder unser kleines „Ü-Ei“ leiden, sondern dieser Park glänzt mit einem kleinen Wasserfall, blauem Wasser und vielen heißen Quellen.

Da wir nicht wieder ganz bis in den Süden bis Canas runter wollten, schauten wir in der Karte nach einer alternativen Route. Diese gab es wohl auch – in Form eines Feldweges – wir fuhren frisch drauf los. In einem kleinen Dorf namens Tierras Morenas angekommen fragten wir nach dem Weg und ein kleiner kauziger aber netter Opa zu Pferd mit Strohhut brachte uns zum schmunzeln: Bijuagua? Tilagua? Tenorio?

Zusätzlich zu seinen schweren Hörproblemen versuchte er noch unsere Karte zu deuten (was ihm ohne Brille trefflich schwerfiel). Jedenfalls meinte er wohl, dass der Weg über Canas besser sei. Wir bedankten uns aber wir fuhren trotzdem den Feldweg weiter. Kurze Zeit später erfuhren wir was der alte Farmer meinte. Der Weg war zum Teil bis zur Hälfte vom Wasser weggerissen und tiefe Spurrinnen verlangsamten das Fortkommen.
Keine Menschenseele weit und breit und ich sah mich schon mit einem Loch in der Ölwanne den ADAC in München anrufen, aber es gab noch nicht einmal ein GSM-Netz hier! Also stur weiter geradeaus.

Dann endlich Zivilisation! Häuser! Eine Siedlung! Aber was war das? Uns trennte ein breiter doch etwas schnell strömender Fluss von der anderen Seite. Es führte eine Straße runter zum Ufer, wird wohl eine Wurt sein. Ich zog die Schuhe aus und durchquerte das Wasser bis zur anderen Seite ganz langsam, das Ergebnis war ungefähr eine halbe Kniehöhe und fester steiniger Grund. Für unser Ü-Ei ein durchaus schiffbares Gewässer! Meine Freundin durchquerte den Fluss mit dem Terios langsam und souverän bis zur anderen Seite.

Es ging weiter auf einer geteerten Straße bis zum Nationalpark, beidem wir gegen Mittag ankamen.

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Die gut 45 Minuten Fußmarsch (ca. 2km) bis hinunter zum Wasserfall lohnen sich. Das Wasser erstrahlt wirklich hellblau. Die kommt durch die vielen im Wasser gelösten Schwefelteilchen, die das Sonnenlicht reflektieren. Nach dem Wasserfall weiter zu einer Aussichtsplattform, die einen schönen Blick über die Wälder und Hügel bietet. Es fing an zu regnen, wir setzten unseren Weg fort vorbei an heißen Quellen, einer Flussgabelung an der blaues Wasser auf braunes Morastwasser trifft und sich mischt hinweg über Baumstämme zur Querung der Flüsse bis an eine Stelle wo mehrere heiße Quellen am Ufer eines reißenden Flusses münden.

Beim Eingang in den Nationalpark trägt man sich in ein Buch ein, somit weiß man wie viele Leute sich vor einem im Park befinden. In Anbetracht der Anzahl Leute, die unseren Weg in Richtung Ausgang kreuzten kamen wir zu dem Schluss dass sich genau jetzt ein heißes Bad – allein schon wegen dem strömenden Regen – anbieten würde.

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Da wir keine Badeklamotten eingepackt hatten ging es halt auch mal ohne. Es war einfach wunderschön, der Regen, das 40 Grad warme Wasser und direkt nebenan das rauschen des reißenden Flusses vermischt mit den Geräuschen des Urwaldes. Und Tarzan und Jane in Ihrer Badewanne – echt voll romantisch. Beim einsetzen der Dunkelheit machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz und fuhren über Upala an der Grenz zu Nicaragua und San Rafael de Guatuso bis nach La Fortuna.

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