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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


08.03.2011 21:44    |    hwgmf

Das schlimme ist ja das 99% die Zusammenhänge nicht erst checken. Hier kommt es mit vor als hätte ich es mit kleinen Kinder zu tun. neeeeeiiiinnnn wuäääää ich will den E10 nicht. Ich weiss nicht warum aber iiiccch willl deeeennn nicht wäääääääääääää


08.03.2011 21:50    |    ChriGustevarra

Mein Zweitwagen Mitsu verträgt zwar E10, ich tanke aber aus Boykott, weil in Östereich E10 nicht gibt, tanke nur dort, 5min von hier.


08.03.2011 21:50    |    trixi1262

Grenznah,ist schön für dich !

Ich wohne 78km von Polen weg,das ist der Sprit auch kostengünstiger,Qualität ???

Wenn ich nun 156km hin und her fahre,löst sich die Ersparnis so ziehmlich in Luft auf !

Ausser ,ich kauf noch Kippen und fahre zu Zweit,wegen der 8 legalen Stangen.

Bin aber Ehrlich gesagt zu bequem !

mfg trixi1262


08.03.2011 21:53    |    trixi1262

sag mal,hwgmf !

Haste du heute schon geschnüffelt ,oder was ????

So einen Kauderwelch,lange nicht gehört !

Ethanol tut dir nicht gut,wie du schon bemerkt hast

mfg trixi1262


08.03.2011 21:54    |    StandArt

aber jetzt nochmal zum Verständnis: Trotz offizieller Freigabe der Hersteller wird hier teilweise doch lieber nicht E10 getankt aus Angst vor Motorschäden? Kann man denn dann nicht gegen denHersteller vorgehen wenn trotz Freigabe was passiert?


08.03.2011 21:59    |    ChriGustevarra

Laut TV, es ist rechtverbindlich! Also Freigabe haftet der Hersteller, Tankquittungen sammeln, falls Motorschäden auftritt ist klagbar.


08.03.2011 22:01    |    trixi1262

hallo,StandArt!

wäre schön,sicherlich !

Aber wie willst Du als Bürger,ausserhalb der regulären Garantiezeit den Hersteller in Regress nehmen ?

Wenn ich das richtig verstanden habe,musst du den Schaden gegenüber,dem Hersteller nachweisen ???

Hast du so viel Luft ? Atem ? Rechtschutz ?

Wird sicherlich schwer !

mfg trixi1262


08.03.2011 22:01    |    ChriGustevarra

@trixi1262

 

78km zu Polen ist nicht rentabel, billige Kraftstoff zu holen.


08.03.2011 22:03    |    trixi1262

sag ich doch,zudem ich meinen inneren Schweinehund, "Faulheit" überwinden muss :-))

mfg trixi1262


08.03.2011 22:05    |    ChriGustevarra

Theoretisch klagbar, aber in Wirklichkeit ein weiten Weg, kann ich trixi1262 stimmen. Belege beim Tanken sammeln, ab jetzt mit Fahrtenbuch. Bisherige Scheckheft gepflegt, Freigabe und Quittungen sind sicheren Weg zum Gericht.


08.03.2011 22:05    |    wwke2

Also wenn man den E10 einfach nur alternativ anbieten würde, von mir aus auch noch 2ct billiger, keiner hätte was dagegen.

Aber hier soll dem Bürger wieder was aufgedrückt werden was ökologisch äußerst fraglich ist. Wir vertanken Lebensmittel. :( Selbst den Bedarf an E10 können wir in Europa kaum noch selbst herstellen. Da ist man also auf Importe aus der "überwiegend" dritten Welt angewiesen. :( Und diese Menschen dort sind froh wenn sie satt werden. Ich will hier gar keine technische Diskussion führen weil ich glaube das dort genau so übertrieben wird. Das einzige was aus meiner Sicht zu einer Ablehnung des E10 führt ist das o.g. Wenn dann der Anteil noch erhöht wird, warum sollte ein Landwirt dann noch Lebensmittel anbauen. Er sät dann doch lieber (von uns mit Steurgeldern subventioniert) die Zutaten für den Biosprit, dort brauch er sich auch an keine gesetzlichen Vorgaben wie sie für Lebenmittel gelten zu halten. Er kann düngen was das Zeug hält, Pestizide einsetzen nach dem Motto "Was haste was gibste" Es wird ja nicht kontrolliert. Landet ja nur bei uns im Tank.:(

Ökologisch ist das Zeug also eher eine Katastrophe. Die Preise für Lebensmittel würden deutlich steigen.

Aus dem Grund bin ich gegen das Zeug und werd es auch nicht tanken.:)

 

In diesem Sinne


08.03.2011 22:06    |    trixi1262

laut TV,rechtsverbindlich,ok.

aber wer hat den längeren Atem,du mit ner Rechtschutz ,oder der Milliarden Schwere Hersteller ?

Die lassen dich am steifen Arm ,verhungern !!!

mfg trixi1262


08.03.2011 22:08    |    ChriGustevarra

Wozu EU, alle haben Euronen, könnte alle gleich behandelt. Kein Tanktourismus mehr und schluss mit E10 Theater :rolleyes:.


08.03.2011 22:09    |    nova2003

@hwgmf

 

Wenn Du (noch) was zu sagen hättest, würdest Muammar al-Gaddafi heißen und hättst nicht mehr lange was zu sagen. Mann, Mann, Mann!

 

Ein absoluter Sinnlospost!


08.03.2011 22:09    |    amateur 1945

Und was für Kraftstoff gibt-es in Polen?--Wenig Benzin in Ethanol-stingt 100 meter weit


08.03.2011 22:11    |    ost0863

Da haben die Energieraubritter und unsere Ganovenpolitiker wieder mal zugeschlagen. Es geht weder um die Natur noch um uns als Bürger, vielmehr - so denke ich - sollen wir wiedermal abgezockt werden. Ich denke da an die Grippeschutzimpfung zurück. Da haben wir uns auch nicht verarschen lassen. Meidet die etablierten Tankstellen (ESSO, SHELL, TOTAL, OMV und kauft preissensibel.


08.03.2011 22:11    |    trixi1262

weil die Lohnkosten,Mieten usw. sehr unterschiedlich sind.

Dann müssten auch alle ,die den Euro haben,mit 67 in Rente gehen,verklicker das mal Beispielsweise

den Griechen !

dann iss was los :-))))

mfg trixi1262


08.03.2011 22:17    |    sebi1975

sucht bei euch in der umgebung nach tanen die super und e10 plörre zum gleichen preis anbieten und kein aufschlag auf super e5 haben

 

http://www.clever-tanken.de/detailsuche.asp


08.03.2011 22:29    |    schwingiezm

Mein Auto wird auch in Zukunft kein E10 zu sehen bekommen.

Hauptgrund: Ich als Autofahrer muß dem Hersteller beweisen das

bei später auftretenden Schäden das freigegebene E10 Benzin

Schuld war ! Hallo? Gehts noch? Es gibt auch keine Langzeit-

studien die zweifelsfrei beweisen das E10 keine Schaden an-

richtet.Deshalb übernehmen die Hersteller bewusst keine

Garantie und wälzen die evt. Risiken auf die Fahrzeugbesitzer

ab. So schon mal gar nicht ! Auch aus ökologischer Sicht ist E10

sehr fragwürdig ! Es wird Zeit das der Verbraucher sein Macht

zeigt und E10 konseqent boykotiert !


08.03.2011 22:39    |    frankr75

nebenbei fahre ich ja auch noch Motorrad, wohl wissend, das der Sch..E10 Sprit mir den Alutank im nächsten Winter korrodiert, wenn die Maschine steht.

Abgesehen davon gibt es keinerlei Info über die Verträglichkeit in Motorradmotoren. Wie ist das z.B. mit unseren Oldtimern ?

Man müsste eigentlich die ganze unausgegorene Brühe bei den Entscheidungsträgern aus Eimern vor die Haustür kippen. Wohl denen, wenn sie bis dahin ein öffentliches Rauchverbot durchgesetzt haben.

 

Unerträglich ist auch die wieder beschleunigte Preisabzocke.

Solange es noch irgendwo Alternativen gibt , tanke ich E 10 nicht!!!


08.03.2011 22:40    |    Tobias9

Das einzig vertretbare, was ich angesichts einer derartigen politischen Farce und Gewinnmaximierung unter dem grünen Deckmäntelchen auf Kosten der Autofahrer noch machen kann: bewusst boykottieren.

 

Ich hoffe jeder der sich mit dem Thema auseinandersetzt und seinen Verstand benutzt, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.


08.03.2011 22:45    |    R208

Die obige Zusammenfassung von Motor-Talk ist einseitig und die Aussagen zum Teil unbelegt. Das ist schon sehr befremdlich.

 

Hier sei mal an zwei Beispielen die große Varianz in dem Thema dargelegt, die Motor-Welt in der Zusammenfassung nicht wiedergegeben hat:

 

1) Bis zu 5% Mehrverbrauch empirisch ermittelt: http://www.autobild.de/.../...chstest-e10-vw-golf-1.4-tsi-1559216.html

 

2) Umweltbilanz negativ: http://www.focus.de/.../...des-urteil-der-wissenschaft_aid_606534.html

 

 

Auch die Fragestellung der Umfrage hätte man mit mehr Begründungen für die Ablehnung hinsichtlich Ökologie und Ökonomie variieren können, wie in diesem Beispiel: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ezehnumfrage100.html


08.03.2011 22:45    |    Gombert,G

Wenn der Regenwald nicht geopfert werden soll, kommt dann der restliche Weizen, der für die Produktion der fehlenden 10 Prozent außerhalb Europas erforderlich ist, aus den brasilianischen Schrebergärten? Es ist die gleiche unsinnige Entscheidung wie mit den Glühbirnen, irgend jemand hat mal wieder eine tolle Idee gehabt, und sahnt jetzt kräftig ab. Mobemo:mad::mad:


08.03.2011 22:55    |    Jauer

Wie kann man aus Nahrungsmitteln Treibstoffe herstellen?Ist unseren Politikern das Leben der Menschen in den armen Ländern vollständig egal?Ich habe als Kind 1945 auf der Flucht erleben müssen, wie man ohne ausreichende Ernährung um sein Leben kämpfen muß.Mich widert diese verlogene Politik an.


08.03.2011 23:04    |    nheinz

Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden. Oliver Hassencamp

 

und wär der normale Super um 20 Prozent teuer würde das niemanden interessieren..................Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden. Oliver Hassencamp

 

und wär der normale Super um 20 Prozent teuer würde das niemanden interessieren..................


08.03.2011 23:12    |    Krische41

Meiner Meinung nach ist das ganze Getue nur Augenwischerei und füllt die Kassen der Regierung.

CO2 Ausstoß hin oder her, wieviel wird eigentlich bei der Produktion des "Biosprits" erzeugt? Wieviel Wälder werden gerodet um zusätzliche Anbauflächen für verwertbare Pflanzen zur Produktion zu gewinnen?

Warum wieder nur in Europa, warum nicht in Amerika oder China oder sonst wo in der Welt? Müssen immer nur wir Europäer eine Vorreiterrolle zu Lasten unserer Geldbörsen leisten?

Oh man, wo soll das ganze nur wieder enden....wenns so weiter geht, kauf ich mir ein Pferd und reite zur Arbeit....ach nee das geht ja auch nicht, es pfurzt bestimmt zu viel...da gibts dann bestimmt auch eine Umweltsteuer drauf!!!

Naja, ich würd mir wünschen, das alle Autofahrer einfach mal eine Woche lang ihr Auto stehen lassen würden...mal sehen wieviel Steuergelder dem Staat verloren gehen...aber das ist wohl Utopie!

Na dann weiterhin viel Spass beim Tanken!


08.03.2011 23:20    |    TheHulk

Jetzt stellt sich der Röttgen hin und erklärt mir, dass ich verunsichert bin, weil ich kein E10 tanke!? Ich bin nicht verunsichert sondern übermaßen VERÄRGERT über diese erneute Abzocke an den Tankstellen. Die Politik fördert das auch noch in dem sie den Mineralölkonzernen die Preisgestaltung an den Zapfsäulen überlässt.

Seit ich mit Super+ fahre, ist mein Spritverbrauch um fast einen Liter/100km gesunken. Ich möchte garnicht wissen, wieviel mehr ich mit der Weizenmehlplörre brauchen würde. Allein aus diesem Grund rechnet sich für mich der Umstieg auf E10 erst mal nicht.


08.03.2011 23:24    |    RedCougar

@ warnkb

 

Zitat:

- Die Nahrungsmittelpreise werden steigen, wenn zusätzlich zum jetzigen weltweiten Bedarf an Lebensmitteln noch biogene Kraftstoffe hergestellt werden müssen. Das ist auch nur zu begrüßen, denn Lebensmittel sind bei uns viel zu billig.

Das ist mal sehr kurzsichtig gedacht. Die Biomasse, die für das E10 gebraucht / verwendet wird, wird kaum in Europa angebaut.

 

Die Lebensmittel werden teurer, klar. Nur betrifft es dann nicht unmittelbar uns, sondern die Leute/Länder, wo die Biomasse herkommt. Also die, die es nicht so dicke haben und auf billige Lebensmittel angewiesen sind, anstatt auf das neuste Handy oder dickere Auto. Nicht umsonst gab es schon vor drei Jahren die sogenannte Tortilla-Krise:

 

-> Für Bio-Sprit kaufen die USA weltweit Mais auf - Mexiko zahlt die Zeche - Ausland - Politik - Hamburger Abendblatt

-> USA stellen Sprit aus Mais her - Mexiko ist besorgt, dass Maisnahrung knapp wird

-> Die Tortillakrise - Welt - Tagesspiegel


08.03.2011 23:28    |    Alf0067

Ich habe Opel angeschrieben ob mein 15 Jahre alter Vectra mit 2.0 16V Motor geeignet ist, weil alle Ausnahmen die angegeben sind ab Baujahr 2000 oder jünger sind.

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Antwort:

...

Lediglich der 2,2-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit dem Motortyp Z22YH benötigt generell Sprit mit maximal fünfprozentigem Ethanolanteil - also herkömmlichen Superkraftstoff ("Super schwefelfrei ROZ 95") oder aber das neu benannte "Super Plus E5 (DIN EN 228) ROZ 98".

 

Vor diesem Hintergrund und aufgrund Ihrer Angaben gehen wir davon aus, dass Ihr Opel Vectra CC mit dem verbauten 2,0 Motor E10-tauglich ist.

...

-------------------------------------------------------------------

 

Opel geht davon aus das mein Wagen geeignet ist? Wissen die nicht mehr was die vor 15 Jahren gebaut haben?


08.03.2011 23:36    |    BMWX5713

Is mir völlig Bums. Ich tanke mindestens ROZ 98 oder mehr. Das möchte ich meinem M nicht zumuten und der Zetti bekommt das gleiche.

Ich finde es trotzdem eine Riesen SCHWEINEREI was da abgeht. 

 

VG Maik


08.03.2011 23:37    |    Bear_Grylls

Hallo,

 

irgendwas zu tanken, nur weil es günstiger ist, ist eine Fehlentscheidung. Ist bei Lebensmittels auch so. Auf einmal kauft fast jeder Bio Produkte, weil einer Dioxin gerufen hat.

Wer sich objektiv und langfristig mit einem Thema auseinander setzen kann, hätte das kommen sehen. Billig ist nicht gut. Es sollte hier um eine logische Schlussfolgerung gehen, und nicht um den eigenen Geldbeutel.

 

Es sollte auch mal darum gehen, was entscheiden zu können, nicht nur Spielball zu sein! Das hier wäre mal eine Chance.

Oder im Liegestuhl liegenbleiben und weiter Orangensaft zu bestellen, aber nicht merken, das der Barkeeper immer eine Schluck mehr für sich durch den Strohhalm zieht... und erst aufstehen, wenn der Becher ganz leer ist. Da ist der Barkeeper schon weg.

 

Sich über E10 zu informieren, ist für den interessierten Bürger kein Problem, alle anderen Ausflüchte sind eben... ja - Ausflüchte...

Derjenige der Auto fährt, sollte technisch wissen was geht, alles andere ist eine dekadente Weiterleitung des eigenen Unwillens, ja fast schon Faulheit: Soll sich der Staat darum kümmern. Ja, kein Wunder wenn der Bürger immer unmündiger wird und bezahlt und bezahlt und bezahlt...

 

Jede Familie hat vll 1-2 Autos, ist es da schwierig, mal eine Energiebillanz aufzustellen? Zu ermitteln, was sinnvoll ist?


08.03.2011 23:41    |    testmal

Zitat:

Opel geht davon aus das mein Wagen geeignet ist? Wissen die nicht mehr was die vor 15 Jahren gebaut haben?

Die können es nicht wissen!

Was war denn mit Opel vor einigen Jahren?

Haben doch alle erfahrenen entlassen oder in Rente geschickt!

Haben das ganze Werk in Frage gestellt.

 

Und die neuen billigen, keine Ahnung, woher auch.

 

Ist doch in vielen Firmen so gelaufen.

 

Hauptsache, das Werk besteht weiter.


08.03.2011 23:48    |    boranerone

Ich bin kein Freund von E10.

Und verunsichert, wie überall gemeint wird, bin ich nicht.

 

1. Weil, wie oben schon angesprochen, die Umweltbilanz nicht gerade gut da steht.

 

2. Uns einige Politiker etwas aufschwatzen bzw. zwingen wollen, obwohl es noch nicht mal genau oder ausführlich geprüft worden ist.

Es wird alles schöngeredet, wieder ein Paradebeispiel der Politiker.

Einige wenige entscheiden und Millionen müssen den Kopf hinhalten.

 

2. Die Ölkonzerne es ausnutzen um ihre Bilanz aufzubessern.

Anstatt die normalen Benzinsorten beim alten Preis zu belassen werden hier noch ein paar Cent aufgeschlagen.

Und die angedrohte Strafzahlung auch noch auf die Endverbraucher abwälzen.

Wenn ich lese welch Gewinne die Ölkonzerne einfahren ist das eine Abzocke sondergleichen.

 

Jaja, der kleine Mann wird schon zahlen.


08.03.2011 23:50    |    bmw renner

wer sagt mir oder beweist mir, das in den Tanks von den Tankstellen das E10 Zeug drin ist.Wahrscheinlich keiner. Also weiss ich auch nicht ob E10 in meinen Tank hineinkommt.Solag ich keine schriftliche bestätigung von meinen Hersteller bekomme, das sie die Repkosten im Falle eines Schadens übernehmen Tanke ich es auch nicht. Und obendrein wenn meiner bis zu 10Prozent mehr Verbrauch hat lohnt sich das Tanken von E10 überhaupt nicht da ich ja mehr Tanken muss.


09.03.2011 00:06    |    aufallenvieren

Laut dieser Liste gibt VW Verträglichkeitsinfos unbegrenzt rückwirkend. Aber auf dem Link, der auf die HP führt ist das älteste aufgeführte Baujahr 2001.

Ein weiterer Baustein am Hochhaus der Verwirrung...

:mad:


09.03.2011 00:15    |    Kruemmer

Das is genau wieder so ein Griff ins Leere wie die Umweltzonen in Städten,die nach Untersuchungen auch überhaupt keinen Rückgang der Feinstaubbelastung bewirkt haben. Die Politik hat wiedermal nur ein Ziel und zwar noch mehr Kohle aus den Steuerzahlern und den armen Pendlern herauszupressen. Kraftstoff ist ja auch ne Sache auf die die meissten eben nicht verzichten KÖNNEN um zur Arbeit zu kommen,also sind sie gezwungen die hohen Kraftstoffpreise in kauf zu nehmen!!! Eine grenzenlose Sauerei. Dann werden die Bürger noch so richtig schön verunsichert und bekommen gesagt,dass das E10 den Motor zerstört usw. Die logische Konsequenz daraus ist natürlich,dass viele auf das teurere SuperPlus umsteigen und somit dem Staat NOCH mehr in die Tasche stecken. Und das Gelaber in den Zeitungen immer,von wegen die Preispolitik der Ölmultis blabla... Kartellamt muss einschreiten usw. Käse.

Der Staat fettet am meisten ab und das wird auch immer so weiter gehen. Ich werde alles versuchen um weniger mit dem Auto zu fahren und so viel wie möglich ins Nachbarland zum Tanken,mein Fahrrad öfter benutzen und meinem Youngtimer nur GUTES zu trinken geben aber ich fördere bestimmt nicht diesen E10 Irrsinn!!! Klar,kurz bevor E10 eingeführt wird steigt Super schlagartig im Preis an,damit E10 dann so teuer eingeführt werden kann wie Super vorher gekostet hat (also billiger) :-) . Ganz klar geplant und natürlich auch noch gut für die Umwelt,wenn der Fahrer,der E10 fährt auch noch öfter an die Säule kommt als vorher,weil sein Auto jetzt mehr verbraucht. Perfekt für die Staatskasse und die viiiiieeelen Verunsicherten bringen ja noch den SuperPlus Aufschlag mit vorbei. Wird wohl nicht mehr lange dauern bis die nächste Erhöhung der Diäten ansteht...und alles im Sinne der Umwelt...wie wunderbar.


09.03.2011 00:21    |    tino27

Der Bericht bei Frontal21 war ganz interessant. Da ist doch tatsächlich ein Toyotafahrer in die Werkstatt und hat sich das E10 abpumpen lassen. :eek:

 

Seltsam das sogar der Gabriel seiner Zeit E10 nicht durchsetzte, weil E10 zu sinnlos ist. Warum es dazu nutzen, um viel zu verdünnen, als es als E85 konzentriet anzubieten. Viele kleine Brennereien müssen wohl aufgeben.

Im Grunde wird über das E10 die Einspraung an CO2 erreicht, welche die Autoindustrie nicht zu Stande bringt. Quasi ne win-win-Situation für die Autoindustrie. CO2-Abbau wird ihnen abgenommen und sie können mehr Autos verkaufen, wenn Verunsicherte lieber ein neues Auto kaufen.

 

Ich mein gestern gesehen zu haben, dass die Fläche in Deutschland für 1/4 der Ethanolproduktion für alle Autos ausreichen würde. Müsste dann aber E85 gemeint sein. Wenn man das Ethanol verstromen würde und damit E-Autos tankt, würde man mit der gleichen Menge Ethanol 80% weiter kommen.


09.03.2011 00:28    |    bonatic

Hallo anbei Rückantwort vom ADAC zu meiner Anmerkung, dass die großen Tankstellen nur noch ihren Premium Kraftstoff als Alternative zu E10 verkaufen. Da der ADAC allerdings so nebenbei Werbepartner der Fa. Shell ist habe ich mir erlaubt eine gewisse Unterstützung des ganzen Spektakels zu unterstellen.

Was auch zumindest an diesem Tag am Internetauftritt des ADAC ins Auge fiel. Der Artikel: Buh-E10 blah,blah - und daneben: Shell Werbepartner des ADAC... . Hier die Antwort vom Club:

 

"Sehr geehrter Herr xxx,

 

vielen Dank fuer Ihre Mail.

 

Die Entscheidung der Mineraloelwirtschaft, die Produktion von E10 der mangelnden Nachfrage anzupassen, ist das zwangslaeufige Ergebnis einer verfehlten Strategie der Markteinfuehrung seitens der Oelkonzerne. Der ADAC fordert in dieser Situation insbesondere

 

* eine massiv verbesserte Information der Autofahrer auch durch die Oelkonzerne an den Tankstellen sowie

* eine tatsaechliche Beachtung der geltenden Bestandsschutzregelung, das heisst ein flaechendeckendes Angebot eines echten E5-Super mit 95 Oktan und eine faire Preispolitik ohne unangemessene Aufschlaege bei den Kraftstoffpreisen.

 

Auch ein Verzicht auf E10 wuerde keineswegs zusaetzliche Preisaufschlaege bei Benzin rechtfertigen, da die 2011 geltende Biokraftstoffquote bereits im letzten Jahr Gueltigkeit hatte. Vielmehr bietet E10 der Mineraloelwirtschaft eine zusaetzliche Chance, Strafzahlungen zu vermeiden.

 

Grundsaetzlich befuerwortet auch der ADAC eine Nutzung von Biosprit, solange sichergestellt ist, dass dieser oekologisch vertraeglich und mit Blick auf eine verantwortungsvolle Umweltpolitik erzeugt wurde. Darueber hinaus muesste eine solche Massnahme finanziell gefoerdert werden, damit sie fuer den Autofahrer kostenneutral bleibt.

 

Nach Aussagen von Wissenschaftlern 'kann' bei der Umwandlung von Wald, Weiden und Brachflaechen in Ackerflaechen zunaechst sehr viel CO2 freigesetzt werden, das bis dahin als Kohlenstoff im Boden gespeichert war. 'Kann' heisst dabei 'muss nicht unbedingt', kann aber doch und kann auch in ganz erheblichem Umfang geschehen, so dass selbst jahrzehntelange Biokraftstofferzeugung, die fossilen Kraftstoff ersetzt, die Emissionen bei der Bodennutzungsaenderung nicht mehr ausgleichen koennen. Biokraftstofferzeugung kann aber auch ohne diese negativen Effekte erfolgen. Darum vertritt der ADAC gegenueber Biokraftstoffen die Position 'ja, aber': der ADAC unterstuetzt Biokraftstoffnutzung, erwartet aber von den Herstellern, den Kraftstoff auf oekologisch sinnvolle Weise herzustellen bzw., wenn dies nicht moeglich oder nicht wirtschaftlich ist, auf die weitere Ausweitung der Biokraftstoffverwendung zu verzichten.

 

Grundsaetzlich ist der ADAC bestrebt, seinen Mitgliedern bei moeglichst vielen Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Mobilitaet guenstigere Konditionen zu verschaffen. Aus diesem Grund haben wir unser Vorteilsprogramm aufgebaut, das gegen Vorlage des Mitgliedsausweises Verguenstigungen in den unterschiedlichsten Bereichen gewaehrt, von Hotels ueber Freizeitparks und Zubehoerhandel bis hin zu Flugreisen.

 

Weil insbesondere das Tanken im Bereich der Mobilitaet einer der groessten Kostenfaktoren ist, bieten wir unseren Mitgliedern die Moeglichkeit, bei Agip und bei Shell wenigstens jeweils einen Cent billiger zu tanken. Das ist zwar nicht viel, aber immerhin eine Ersparnis, die sich, je nach Fahrleistung, durchaus bemerkbar machen kann.

 

Dies ist ein Angebot des ADAC an seine Mitglieder, das niemand annehmen muss, wenn es noch billiger geht. Bei freien Tankstellen ist dies meist auch der Fall. Aber es gibt auch eine grosse Zahl von Mitgliedern, die Markentankstellen bevorzugen oder die keine Billigtankstelle in ihrer Naehe haben. Fuer die ist die Ein-Cent-Ersparnis durchaus ein Vorteil. Dieses Angebot wird uebrigens Monat fuer Monat von mehreren Millionen Mitgliedern genutzt.

 

Zu Ihrem grundsaetzlichen Vorwurf hinsichtlich der Zusammenarbeit von ADAC und Shell: Auch nach den Kooperationen mit den beiden Mineraloelgesellschaften hat der ADAC die Preispolitik der Mineraloelkonzerne immer wieder und zum Teil massiv kritisiert - wenn es angebracht war. Er dokumentiert damit zum einen seine Unabhaengigkeit, zum anderen leistet er damit auch klassische Verbraucherschutzarbeit.

 

Abschliessend versichern wir Ihnen, dass der ADAC auch zukuenftig auf der Basis sachlicher Argumente alle wichtigen Themen differenziert und im Sinne moeglichst aller Verkehrsteilnehmer bewerten wird.

 

Mit freundlichen Gruessen

 

Name geschützt

 

Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC e.V.)

Mitgliederservice (MBE)

Mitgliedschaft + Versicherungen

Tel.: 089 7676 xxxx

Fax: 089 7676 xxxx

http://www.adac.de/impressum

 

 

Den letzten zwei Absätzen nach, bin ich da jemanden auf die Füße getreten...;-))))

 

Gerne würde ich weiterhin das "alte Super E5" zu einem "normalen" Preis tanken.

E10 ist äußerst fragwürdig...


09.03.2011 00:44    |    sebi1975

sehr interessantes video was ich jedem empfehlen kann

 

http://www.zdf.de/.../Autofahrer-in-der-Kostenfalle?...

 

 

ich weiß das der bericht älter ist, aber es geht mir um die freigaben wie schnell die autofirmen ihre meinung geändert haben.


09.03.2011 01:05    |    GTITyp

Endlich einmal gibts bei uns so was wie in anderen Ländern, man hält mal zusammen und boykottiert etwas, was keiner will und keiner braucht. Das alleine ist es mir schon wert auch kein E10 zu tanken, obwohl ich es fahren könnte.

 

Die anderen Gründe zähle ich nicht auf, da diese sich doch als nur wiederholen. Doch noch etwas von mir, logo müssen alle die was gegen E10 sagten zurück rudern, sie sind alle von der Regierung abhängig und wollen es sich da nicht mit denen verderben. Nur keiner der Autohersteller gibt es jemanden schriftlich, dass nichts kaputt geht und er dafür die Garantie auch nach 2/3 Jahren übernimmt. Für mich sagt das doch schon alles, denn es gibt keine Langzeit Erfahrungen und so trägt der Autobesitzer die Kosten, wenn irgend ein Teil kaputt geht.

 

Wenn alles so sicher wäre, dass nichts am Auto durch E10 kaputt geht, dann könnte doch jeder Hersteller sagen, Schäden durch E10 werden auch nach der Garantie übernommen, aber das machen sie nicht, also ist es auch nicht so sicher wie manche es darstellen wollen.

 

DESHALB BLEIBT DABEI KEIN E10 bleibt zusammen stark


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"