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23.07.2020 12:14    |    jennss    |    Kommentare (45)

Welche Version würdet ihr für euch wählen?

Beim neuen ID.3 gibt es aktuell 2 Akkugrößen, den mittleren und den großen Akku. Der kleine kommt später.

 

Der große Akku ist im Verhältnis zur Reichweite ein Schnäppchen. Berücksichtigt man die Ausstattung ist er nur etwa 3000 € teurer, bei 130 km mehr WLTP-Reichweite, also 550 km statt 420 km (grob, ausstattungsabhängig). In einem Interview las ich mal, dass der große Akku ursprünglich nicht geplant war, man aber in der Entwicklungszeit festgestellt hat, dass mehr Zellen reinpassen als geplant. Daher hat die große Variante ein paar Einschränkungen:

 

- Nur 4 statt 5 Sitze

- Kein Panoramadach

- Kein Fahrradträger

- keine Mehrleistung und damit schlechtere Beschleunigung durch Mehrgewicht (7,9 s statt 7,3 s auf 100)

- Große 19"-Räder Minimum (teuer)

 

Vorteile sind dagegen:

- Laden mit 125 kW statt 100 kW

- 550 km statt 420 km Reichweite nach WLTP

- Voraussichtlich weniger Akkudegeneration, da weniger Zyklen für gleiche Strecke nötig.

 

Alternativ kann man noch die Wärmepumpe nehmen, die jedoch sehr teuer ist (1242 €). Sie bringt lt. VW-Infos bei 22° Innenraumtemperatur und z.B. +10 ° Außentemperatur etwa 30 km Reichweite, bei -10° sogar ca. 60 km. Bei +20° hingegen sinkt die Reichweite um 2 km, wegen des Gewichts. Beim großen Akku ist die Wärmepumpe nur mit der großen Ausstattung kombinierbar.

 

Übrigens bringen Ganzjahresreifen ggü. Sommerreifen erstaunlich viel Reichweitenverlust. Beim kleinen Akku sind es z.B. mit 19"-Rädern 406 km statt 423 km.

 

Je größer die Reichweite, desto spontaner kann man längere Strecken fahren. Wie oft man das braucht, ist natürlich individuell. Trotzdem möchte ich mal in die Runde mit Umfrage fragen, für welchen Akku ihr euch entschieden würdet.

 

Mit dem großen Akku kann man den ID.3 praktisch nutzen wie einen Verbrenner. Damit ist er oftmals auch ideal für Laternenparker.

 

Meine grobe Orientierung ist, dass man im Sommer die WLTP-Reichweite bei konstant 90 km/h oder in der City erreicht und die halbe WLTP-Reichweite bei ca. 150 km/h Dauertempo.

 

Möglicherweise ist der Wiederverkaufswert mit großem Akku besser, aber wegen der Einschränkungen ist das nicht klar zu sagen.

j.

 

ID.3-Konfigurator:

https://www.volkswagen.de/de/modelle-und-konfigurator/id3.html#MOFA

 

PS: Die Bilder habe ich am Dienstag im Alstertal Einkaufszentrum geschossen.

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15.07.2020 21:09    |    jennss    |    Kommentare (310)

Wie weit ist für euch die nächste öffentliche Ladesäule von zuhause entfernt?

Eine kleine Umfrage: Wie weit ist von eurem Zuhause die nächste öffentliche Ladesäule entfernt. Interessant wäre vielleicht noch die Entfernung einer Ladesäule vom Arbeitsplatz, aber das ist für diese Umfrage zu viel.

 

Ihr könnt nachschauen in diesen beiden Karten (Entfernungsbalken links unten in den Karten):

 

https://www.bundesnetzagentur.de/.../Ladesaeulenkarte_node.html

 

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

 

Insgesamt sollten da so ziemlich alle Ladesäulen drin sein. Bei der Bundesnetzagentur ist aber ausgerechnet unsere Ladesäule hier im Dorf nicht drin und in Goingelectric nicht die Ladesäule im Nachbardorf. Also man muss schon in beiden nach seinem Ort gucken.

 

In Apps von Ladekarten sind kostenlose Ladesäulen gewöhnlich gar nicht enthalten (Deswegen habe ich mir im Handy den Link von Goingelectric auf den Homescreen gelegt). Den Link von der Bundesnetzagentur finde ich ganz gut, weil man da schnell erkennen kann, ob nur AC (blauer Punkt) oder auch mit DC (roter Punkt, mit Schnellladung über 22 kW). Das kann man in etwa zwar auch bei Goingelectric einstellen über Optionen > Anschlüsse, ist aber etwas umständlicher und nur getrennt sichtbar. Filtern kann man in der Leiste über der Karte auch bei der Bundesnetzagentur.

 

In der Hamburger Innenstadt ist die Dichte hoch (häufig um die 300 m Abstand zwischen den Ladesäulen), aber in ländlichen Gebieten sieht es da stellenweise düster aus, besonders im Osten. Hamburg (755 km²) hat mehr als 3x so viele Ladesäulen wie Meck-Pom (23170 km²). Zum Glück können auf dem Land zumindest viele zuhause laden.

j.

 

PS: Screenshots sind von der Bundesnetzagentur und Goingelectric. Danke!

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15.07.2020 12:21    |    jennss    |    Kommentare (60)

Smart EQ CabrioSmart EQ Cabrio

Ich möchte hier keinen langen Artikel schreiben, sondern vielmehr dazu anregen, dass ihr eure Geschichte vom Erstkontakt mit der Elektromobilität erzählt, eure ersten Gedanken, die erste elektrische Fahrt und so. So bekommen wir eine kleine Sammlung von ersten Eindrücken. Es müssen nicht unbedingt Kontakte sein, die zum Wechsel auf E-Antrieb führten. Hattet ihr vorher Bedenken und hat die erste elektrische Fahrt ein Umdenken bewirkt oder welche Eindrücke blieben zurück? Enttäuschung oder eher Begeisterung?

 

So hatte ich z.B. neulich Verwandte unseren E-Smart fahren lassen. Die waren ziemlich kritisch und etwas ablehnend ggü. E-Autos. Bei der Probefahrt kam dann Erstaunen, immer wieder "Gasgeben" :). Der kleine Smart mit nur 81 PS hat Eindruck hinterlassen. Dann kamen noch allerlei Fragen. Wir haben auch zusammen öffentlich geladen. Aber es gibt sicher auch Geschichten, wo das E-Auto auf der ersten Fahrt nicht die Erwartungen erfüllt hat. Erzählt mal, wie es bei euch war. Auch Plugin-Hybride "zählen" :).

j.

 

PS: Von meinen eigenen ersten Eindrücken erzähle ich später noch in den Kommentaren.

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05.07.2020 23:07    |    jennss    |    Kommentare (432)

Windmuehlenfluegel und LadesäulenWindmuehlenfluegel und Ladesäulen

Wenn in den nächsten 5 Jahren alles perfekt für die Elektromobilität läuft, wie könnte im Idealfall 2025 der Stand sein?

 

20 mögliche Punkte:

 

1) Lade-Integration für Langstrecken bei allen Marken wie bei Tesla, keine Planung nötig, keine Karte. Im Display Live-Anzeige der Verfügbarkeit.

2) Alle Tankstellen und Raststätten haben einige Ladesäulen. Ladesäulen auch auf kleinen Autobahnparkplätzen ohne Personal.

3) DC mit 150 bis 350 kW weit verbreitet, auch in der City. Lade-Infrastruktur tauglich für Laternenparker in Städten und Gemeinden.

4) Viele konsequente Modelle wie z.B. ID.3 oder Model 3 in den Klassen von Up, Polo, Golf und Passat auf dem Markt, von vielen Herstellern

5) Kombis, Roadster, Kleinwagen mit guter Reichweite verfügbar.

6) E-Auto-Preise bei vergleichbarer Leistung ohne Prämie nicht höher als Verbrenner.

7) Akkus alle kobaltfrei (wie bereits ab jetzt bei Tesla im Model 3 SR+).

8) Akku-Recyclingquote 97% erreicht und erste Alt-Akkus werden verarbeitet zu neuen Akkus.

9) Akkuforschung und -produktion in Deutschland.

10) Akkupreise sind weiterhin stark gesunken.

11) Alternativ zu Lithium auch Natrium und Magnesium in Akkus erfolgreich erprobt und in Fertigung.

12) Alle Hersteller führen nachverfolgbare Daten über Rohstoffe, damit nichts aus illegalen Quellen stammt.

13) Erste Modelle mit Feststoffbatterie aus deutscher Produktion kommen auf den Markt. Reichweiten ca. Faktor 3 von Li-Io und Ladetempo noch höher als Taycan-Technik (Taycan: 100 km in 5 Minuten geladen).

14) 800 V-Laden (wie Taycan) wird in kleinere Klassen durchgereicht und Kompaktklasse lädt schon mit über 200 kW, Preise dieser Technik sinken infolge von Skaleneffekten. ("Mengenrabatt")

15) Durch Runterfahren von Raffinerien und Öl-Transport kaum zusätzlicher Stromverbrauch bei steigender Zahl von E-Autos.

16) Hersteller machen Gewinn mit E-Autos wie bisher mit Verbrennern.

17) LKWs sind ohne lokale Emissionen auf dem Markt und im Einsatz (Akkutechnik oder mit Brennstoffzelle)

18) Ökostrom-Anteil bei >75%. Atomstrom gibt es nicht mehr, Kohlestrom ist stark reduziert.

19) Gebrauchtmarkt bietet bereits einige Vielfalt

20) Bestell-Procedure nur noch online.

 

Was meint ihr, welche Punkte sind in 5 Jahren realistisch erreicht? Und welche sind besonders wichtig?

 

Punkte zu Autonomem Fahren habe ich bewusst nicht reingebracht. Obwohl Tesla beides forciert hat, sehe dies als etwas ganz anderes.

 

Ob es wünschenswert ist, ein großes Wasserstoff-Tanknetz zu haben, weiß ich nicht. Macht ja nur Sinn, wenn die Technik wirklich ebenbürtig wird (derzeit sieht es nicht so aus, es ist alles zu teuer: Das Auto, das Fahren und die Infrastruktur) und auch ihre Vorteile ausspielen kann.

j.

 

Btw: Realistisch sehe ich auch, dass einige bisherige Autohersteller sterben könnten.

 

PS: Erkennt ihr im Foto den Windmühlenflügel? :) Ein unglaublich langes Teil. Nur ein bisschen davon ist im Bild sichtbar.

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