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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

23.05.2018 01:31    |    jennss    |    Kommentare (77)

Seht ihr beim Autonomen Fahren eine große Zukunft?

autonomesfahrenautonomesfahren

Viele Hersteller, allen voran Tesla, setzen stark auf die Entwicklung des Autonomen Fahrens. Es sieht alles so aus, als wäre es das große Ziel, den Fahrer von der Mühe, ein Auto zu fahren, befreien zu müssen. Häufig wird genannt, dass Autonomes Fahren sicherer ist oder sein wird. Zu meistern gelten einige Herausforderungen wie die sichere Erkennung aller Hindernisse, samt passender Reaktion auf diese, wenn es wirklich autonom, also ohne Fahrer, funktionieren soll. Das System muss Straßen und Wege zuverlässig erkennen, selbst, wenn es keine Linien gibt. Straßenschilder müssen natürlich beachtet werden. Eine weitere Herausforderung ist vor allem auch das automatisierte Fahren im Verkehr unter Autos mit Menschen am Steuer, die möglicherweise anders reagieren.

 

Wie entscheidet ein Computer, wenn ein Hase vor das Auto läuft? Immer Vollbremsung? Ein Mensch erkennt die Situation und wägt schnell ab, ob der Hase es wert ist, jetzt voll zu bremsen, oder ob eine Vollbremsung auf der Straße ein Risiko wäre. Die Frage ist somit auch, ob Programmierer jede denkbare Situation ausreichend bewerten können, z.B., wenn Kinder auf dem Gehweg spielen oder ein Vorausfahrender eine schlecht gesicherte Ladung hat.

 

Wie schätzt ihr das Autonome Fahren für die Zukunft ein? Investieren die Hersteller da zu viel Manpower, um das Thema voranzubringen, und es ist vielleicht nur ein Mittel der Industrie, um ein Thema für die Zukunft zu zeigen, oder wird das Autonome Fahren wirklich einen großen Anteil am Straßenverkehr der Zukunft haben? Wie schätzt ihr die Themen Sicherheit und Fahrspaß vs. Entspannung ein?

 

Wie wird die Schuld bei Unfällen derzeit gehandhabt? Werden Hersteller zur Verantwortung gezogen, wenn sie zu viel Sicherheit suggerieren oder sind sie in jedem Fall aus der Schuld heraus, wenn sie im Handbuch erwähnen, dass der eigentliche Fahrer letztlich immer die Verantwortung übernimmt und der Einsatz der Systeme je nach Situation von ihm entschieden werden muss? Könnte ein Fahrer damit überfordert sein? Oder ist das bald alles kein Problem mehr, weil die Systeme eine so hohe Zuverlässigkeit garantieren können, dass ein Hin- und Herschieben der Schuld kein Thema mehr sein wird. Können Sensoren dauerhaft zuverlässig agieren oder kann ihre Empfindlichkeit irgendwann durch Schmutz oder Materialversagen kritisch werden? Kurz: Wie schätzt ihr die gesetzliche Entwicklung zum Autonomen Fahren ein?

 

Das Thema Autonomes Fahren ist ein weiter Bereich. Verfolgen die Hersteller derzeit tatsächlich das Ziel, Fahrer komplett zu ersetzen oder geht es eh nur darum, ein Mittel zur Entlastung in bestimmten Situationen zu bieten? Wie weit wird es sich real auf der Straße der Zukunft ausbreiten? Entwickeln die Hersteller derzeit einfach nur mit offenem Ausgang weiter oder gibt es ein klares funktionales Ziel? Die beigefügte Umfrage deckt längst nicht alle offenen Fragen ab - schreibt gerne eure Einschätzung in den Kommentaren, und auch, welcher Grad der Automatisierung euer persönlicher Wunsch im eigenen Auto wäre.

j.

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12.05.2018 18:30    |    jennss    |    Kommentare (14)

Welche Unterschiede sollte der Neo GTI Performance bekommen?

neo gtineo gti

VW will den Neo (Elektro-Pendant zum Golf, ein Verhältnis zum Golf, wie damals der Golf 1 zum Käfer) Ende 2019 vorstellen. Ein Neo GTI wird wohl etwas später erscheinen. Für den Basis-GTI gehen wir mal von ungefähr folgenden Daten aus:

 

50 kWh-Akku (ca. 450 km Reichweite nach NEFZ bzw. ca. 330 km nach WLTP)

210 PS

160 km/h Spitze

Schnellladung bis 50 kW

35000 €

Hinterradantrieb ohne Torque Vectoring

Kein REx

Stahlkarosse ohne Carbonteile

 

In der Umfrage könnt ihr mehrere Punkte auswählen, also welche Abweichungen ihr beim GTI Performance gerne hättet, wobei der (geschätzte) Aufpreis zu beachten ist. Mal sehen, auf welchen "großen" GTI es dann hinausläuft :). Zu teuer sollte der neue Volks-Familiensportler allerdings auch nicht werden, denn darüber könnte ja noch der Neo R kommen.

 

Welche Unterschiede wären noch denkbar? Und überhaupt, kommt meine Einschätzung mit 50 kWh beim Basis-GTI hin?

j.

 

PS: Geschätzt käme ein 60 kWh-Akku wohl auf ca. 530 km nach NEFZ und ca. 400 km WLTP. Ein 75 kWh-Akku käme wohl auf ungefähr 660 km NEFZ und 500 km WLTP. Bitte nur entweder 60 kWh, 75 kWh oder REx auswählen. Diese 3 Punkte nicht gleichzeitig. Ich rechne zwar nicht damit, dass es überhaupt einen REx im Neo geben wird, aber wer weiß :).

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11.05.2018 16:24    |    jennss    |    Kommentare (19)

PlugIn Hybrid oder E-Auto als Allrounder für die nächsten 10 Jahre?

ladenladen

Professor Schuh, CEO von e.Go, sagte in einem Interview im Januar 2018, dass PlugIn-Hybriden die bessere Lösung seien als E-Autos mit sehr großen Akkus. Andererseits läuft eigentlich alles darauf aus, dass die PlugIns nur eine vorübergehende Zeit im Angebot bleiben und es irgendwann nur noch E-Autos gibt. Ich selbst fahre einen PlugIn (BMW 225xe) und kenne das System ja aus der Praxis. Die Zwischen-Variante E-Auto mit REx lasse ich hier mal weg, denn davon gibt es kaum Modelle (derzeit wohl nur der i3 REx). Hier mal einige Vor- und Nachteile des PlugIn-Hybrids, speziell vs. E-Auto:

 

Vorteile PlugIn-Hybrid:

- Elektrischer Fahrgenuss, ganz ohne Reichweiten-Angst bzw. Planung

- Im Verhältnis zur Akkugröße bzw. zum CO²-Rucksack sehr hoher E-Anteil möglich (z.B. mit nur ca. 7 kWh 50% E-Anteil)

- Wechselnder Antrieb (E-Modus und Hybrid-Modus) bringt Abwechslung/Spaß

- Höhere Rabatte als beim E-Auto (meistens jedenfalls)

- Hohe Höchstgeschwindigkeit (>200 statt nur ca. 150 km/h)

- Eher günstiger als E-Autos mit 60+ kWh-Akkus

 

Nachteile PlugIn-Hybrid:

- Rein elektrisch gefahren weniger Leistung als E-Auto*

- Nicht ganz so sparsam wie E-Auto

- Leistung ist abhängig vom Modus, also hat man nicht immer die konstante Leistung zu Verfügung -> Gewöhnungssache

- Wartung braucht Ölwechsel

- Ohne häusliche Lademöglichkeit nicht so sparsam/sinnvoll*²

 

 

*d.h., wenn man im E-Modus eine ganze Strecke schaffen würde, dann schaltet man für einen kurzen Sprint nicht so gerne auf den kalten Benziner um.

 

*² Ein E-Auto kann auch für Laternenparker funktionieren, mit Schnellladung und großem Akku, wodurch tägliches Laden nicht nötig ist

 

Welches System wäre für euch derzeit interessanter: Ein PlugIn Hybrid oder ein E-Auto mit großem Akku (60 kWh+)?

 

60 kWh bringen im Winter ca. 260 km Reichweite und im Sommer ca. 400 km. Das wären jetzt z.B. etwa BMW 225xe vs. Opel Ampera-e, aber geht bitte möglichst vom gleichen Basis-Fahrzeug aus, auch wenn es das derzeit nicht so gibt. In den nächsten 2 Jahren kommen ja bekanntlich neue Modelle, also E-Autos mit mind. 60 kWh (z.B. Hyundai Kona, VW Neo) und PlugIns mit ca. 70 km NEFZ-Reichweite (nächster Golf GTE?). Ich komme mit 225xe (41 km nach NEFZ) auf ca. 50% elektrischen Anteil. Neuere PlugIns mit ca. 70 km kommen im Jahresdurchschnitt wohl auf rund 70 % elektrischen Anteil.

j.

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