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04.01.2017 21:45    |    jennss    |    Kommentare (84)

ampelampel

Ich sehe bei diesem (Stammtisch-)Thema schon die Augenroller und Kommentare "Kindergarten!" :D :D. Ist ja auch völlig richtig, aber trotzdem irgendwie... ;)

 

Ich hatte vorhin eine witzige Begegnung. Vor Heranfahren an die Ampel war ein (wahrscheinlich, da dunkel) Skoda Superb hinter mir, ziemlich dicht drauf. Hab ich nicht so gerne so dicht. An der Ampel waren dann zwei Spuren, er zog sofort auf die linke neben mir. Ein paar hundert Meter weiter gehen die Spuren wieder zusammen. Ich lasse mich eigentlich nur sehr selten auf Ampelsprints ein, aber wegen dem dichten Drauffahren hab ich's mal probiert. Die Straße war leicht ansteigend und trocken. Mit automatischer Parkbremse (Golf TSI 140 PS) konnte ich den Gasfuß schon über dem Pedal haben und wie erwartet gab er Vollgas als die Ampel von rot auf auf rot-gelb ging. Ich allerdings auch :D und lag dann um die 50 km/h 'ne halbe Autolänge vorne. Er gab dann auf und die Spuren führten zusammen. Mir war der Ampelsprint vor mir selber peinlich, aber gleichzeitig habe ich im Auto auch ein bisschen irre gelacht :D. Mann, Mann, Kinderkram, dachte ich mir. Na, aber witzig war's schon ;). Dann habe ich mich gefragt, welches Auto (mit 4 Türen) in der bezahlbaren Klasse um die 30000 € bei sowas wohl ideal wäre? Also bei Nässe ist die Sache klar, da muss Allrad her. Oder mindestens Hinterradantrieb. Gerade an der Stelle mit leichter Steigung dreht Frontantrieb gnadenlos durch bzw. stottert dank Antriebsschlupfregelung. Da würde wohl auch ein Tiguan mit Allrad einen Leon Cupra stehen lassen.

 

DSG ist beim Anfahren wohl leicht verzögert (trotz Start-Stop auf 'aus'?), schaltet aber schneller in den 2. Gang (mehr braucht es bis 50 nicht). Die 2000 € für's DSG drücken allerdings indirekt auf die PS-Zahl, da das Auto sonst zu teuer wird und man einen kleineren Motor nehmen muss. Vielleicht wäre der Polo GTI das Optimum, aber der hat keine autom. Handbremse, was wohl gut ein Zehntel am Start kostet, da man den Fuß noch auf der Bremse halten muss (mit Handbremse wäre das bei Vollgas evtl. etwas schwierig). Der Golf GTI in Basis-Ausstattung wäre vielleicht ziemlich optimal. Ist die Traktion mit breiten Reifen eigentlich besser als mit schmaleren? Der Audi S1 hingegen hat den Quattro-Antrieb, auf Nässe unschlagbar. Eine automatische Handbremse hat er jedoch nicht.

 

BTW, Zweitfrage (Nebenthema): Gibt es bei Frontantriebsmodellen eigentlich große Traktionsunterschiede? Zumindest zwischen unserem früheren Mercedes A140 (1. Generation) und unserem späteren Golf 6 waren die Unterschiede groß. Der A140 hatte eine richtig miese Traktion, was bei den mickrigen 82 PS aber nicht so schlimm war. Das lag wohl auch an der speziellen, kurzen Bauweise. Drehen Polo, Golf, neue A-Klasse (flach), Passat etc. (alle mit Frontantrieb) ansonsten ähnlich leicht durch? Von welchen Fahrzeugen habt ihr da Vergleiche?

j.

 

PS: Bildquelle: Wikipedia

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01.01.2017 19:55    |    jennss    |    Kommentare (56)

Ich hatte nach unserem Golf 6 mit Halogenscheinwerfer (4 Jahre gefahren) den Golf 7 mit Xenon bestellt. Der Wechsel war im Oktober 2013. Der Vergleich am Tag des Wechsels zeigte, dass das Xenon-Licht wesentlich heller ist. Das Halogenlicht war jedoch schon 4 Jahre alt. Jetzt ist der Golf 7 39 Monate (3 1/4 Jahre) alt und hat ca. 66000 km runter. Heute bin ich wieder an die gleiche Stelle gefahren und habe versucht, die Ausschnitte genau gleich zu treffen. So 100%ig ist mir das nicht gelungen. Ich hätte mich heute auf dem Sitz wohl nicht vorbeugen sollen, aber es passt so ziemlich. Ich habe die gleichen Einstellungen gehabt und heute auch die alten RAW-Fotos nochmal genauso entwickelt (Lightroom 5.7), also mit gleichem Weißabgleich und so (bei einem Xenon-Bild mit Helligkeitskorrektur, da versehentlich mit Blende 2,2 statt 2 fotografiert). Es sieht ein wenig so aus, als wäre die Belichtung heute etwas heller eingestellt gewesen, aber ich denke, das müssen gewechselte Straßenlampen sein, die nun heller und gelber leuchten, denn nach Exif-Infos der Kameradateien ist alles gleich. Meine Kamera (Nikon D600) war mal beim Service, aber das sollte eigentlich nichts geändert haben.

 

Ergebnis, sofern der Vergleich sauber genug ist: Das Xenon ist dunkler geworden. Es ist zwar noch besser als das Halogen, aber der Vorteil des neuen Xenonlichts ist etwa zur Hälfte verloren.

 

Neue Xenons sind teuer, neue Halogen-Birnen (jedoch ohne übrige Scheinwerferteile) dagegen billig. In Wikipedia steht zu Xenons:

 

Zitat:

Die Lichtstärke nimmt mit steigender Betriebsdauer (Alterung) stärker als bei einer Halogenlampe ab, die Leuchtkraft ist dann jedoch noch immer doppelt so hoch wie die einer Halogenlampe. Im Detail: Während sich die Lichtstärke bei Glühlampen am Lebensdauerende (nach ca. 450 Stunden bei einer H7) auf etwa 80 % Leuchtkraft reduziert (bei einer H7 von etwa 30 auf 24 Mcd/m²), fällt sie bei Xenonbrennern nach ca. 2000 Stunden auf ca. 50 Mcd/m² ab.

Für mich wäre noch die Frage, nach wie viel Jahren bzw. eher Kilometern die Xenons den Level von neuen Halogen erreicht haben? Ich schätze, nach 10 Jahren haben Xenons ihren Vorteil ggü. Halogen verloren.

 

Ich frage mich, wie sehr man bei LEDs eine Alterung erkennen kann. Der Wechsel von LED-Scheinwerfer dürfte noch deutlich teurer sein als von Xenons (Xenonbrenner ca. 2x ~250 €? LEDs das Doppelte?).

 

Auf dieser Webseite steht:

Zitat:

Die Angabe der Lebensdauer macht nur Sinn in Verbindung mit Angabe der Degradation.

z.B. Lebensdauer: 50.000 Std/ L70

(D.h. nach 50.000Std besitzt die LED immer noch 70% ihrer ursprünglichen Helligkeit)

Geht man mal davon aus, dass diese Angabe ein typischer Wert wäre, dann ist die Alterung bei LEDs - im Gegensatz zur Alterung bei Xenons- wohl quasi unbedeutend. Wenn ich mal grob abschätze, dass 100000 km mit 50 km/h Schnitt in 2000 Stunden gefahren werden und davon mit Licht vielleicht die Hälfte (1000 Stunden), so würden Scheinwerfer noch nach 5 Millionen Kilometern 70% Leuchtstärke haben, womit die meisten LED-Scheinwerfer wohl noch deutlich heller sind als Halogenscheinwerfer. (allerdings gibt es auf dem Markt auch LEDs, die so schwach sind, dass sie kaum einen Vorteil ggü. Halogen haben, z.B. beim Seat Leon vor dem Facelift).

 

LEDs dürften aufgrund der Haltbarkeit (ich las woanders mal von 15000 bis 45000 Stunden, was immer noch sehr gut ist) auch für spätere Oldtimer besser sein. Ich frage mich, ob man bei Oldies, die mal mit Xenons ausgeliefert wurden, später noch Xenon-Brenner nachkaufen kann. Das erste Auto mit Xenons war der 7er BMW 1991, der ja in 4 Jahren ein Oldtimer sein wird.

j.

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