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26.09.2020 15:19    |    jennss    |    Kommentare (91)

AC-LadesäuleAC-Ladesäule

In Diskussionen über E-Mobilität scheint mir die größte Skepsis beim Laden zu liegen. Die Lösungen für Reisen werden dabei immer besser. Es gibt Schnelllader mit bis zu 350 kW und an Autobahnen wird das Netz immer besser. Außerdem werden die Akkus auch immer größer und reisetauglicher. Von daher sehe ich dort keine großen Hindernisse mehr. Anders ist es im Alltag. Wer zuhause laden kann, ist fein raus. Das ist meiner Ansicht nach sogar bequemer als einen Verbrenner zu tanken. Doch wer nicht zuhause laden kann, ist auf das öffentliche Ladenetz angewiesen und dafür muss es Lösungen geben - für jeden. Bei manchen sieht es schon gar nicht so übel aus und die Situation ist durchaus alltagstauglich, aber noch ein großer Teil hat es schwer umzusteigen auf E-Mobilität, weil es mit dem Laden im Alltag zu umständlich ist. Gute Lösungen müssen auch bequem sein, denn Zeit ist Geld. Wer will schon regelmäßig in der Pampa im Auto am Handy rumsitzen oder spazieren gehen bis es voll ist?

 

Jetzt ergeben sich zwei Möglichkeiten:

Mit niedriger Ladeleistung bis max. 22 kW in Wohnungsnähe/Arbeitsnähe laden oder mit höherer DC-Ladeleistung an Orten, die man gelegentlich besucht, wie z.B. in der City, im Einkaufscenter, Baumärkten oder an Supermärkten. Hamburg hat schon ein recht gutes AC-Netz mit 22 kW und nur 27 Ct./kWh, aber viele Autos können nicht 22 kW laden, sondern nur 11 kW oder noch weniger. DC bieten die meisten E-Autos schon 50 kW (bis maximal 270 kW).

 

Für wen ist das AC-Laden ideal?

Autos mit 22 kW AC und geringem Verbrauch können mit AC auch ohne Nachtladen klarkommen, wenn die Ladesäulen an Plätzen stehen, wo die Zeit sinnvoll genutzt werden kann. Das sind eigentlich nur Smart und Renault. Ein E-Tron kann zwar optional auch 22 kW laden, aber bei dem Verbrauch müsste er auch entsprechend länger stehen. Die Chance 22 kW-Ladesäulen passend zu finden, ist vergleichsweise gut, denn sie sind viel günstiger aufzustellen als DC-Ladesäulen und haben daher eine wesentlich größere Verbreitung. Wer nur 11 kW laden kann, muss dann schon doppelt so lange stehen. Mit dem Smart stehe ich zum Nachladen von z.B. 75 km rund 30 Minuten. Ein Zoe mit 52 kWh netto kann in 2 h Shoppen schon 200 bis 250 km laden, was bei vielen Leuten fast eine Woche reicht. Ein ID.3 mit 77 kWh-Akku müsste an AC-Ladesäule mit 11 kW satte 7 h laden, um dann für gut 500 km im Citybereich gerüstet zu sein. Natürlich kann man das auch auf mehrere Ladevorgänge verteilen, aber es ist doch viel Ladezeit und diese kann über das sinnvoll nutzbare Maß hinausgehen. Wirklich warten zu müssen ist dann schon doof und nicht mehr praktisch. Von daher würde ich beim ID.3 im Alltag eher nur dann AC laden, wenn es sich geradezu anbietet und man eh dort parken würde.

 

Wer ist mit DC-Laden gut bedient?

Unter 1C kann man i.A. schon regelmäßig laden, ohne dem Akku Schaden zuzufügen. Mit 2C oder gar mehr sollte man dem Akku nicht so oft belasten. Bei einem Akku mit >50 kWh netto sind 1C 50 kW Ladeleistung. Vorteilhaft ist also ein großer Akku, denn er ist mit höherer Ladeleistung bedenkenlos ladbar und zum anderen braucht man seltener laden. Ein 77 kWh-Akku des ID.3 hat nach WLTP ca. 550 km Reichweite. Wer größtenteils in der City und Landstraße fährt, erreicht diese Reichweite auch zumindest im Sommer etwa. Im Winter kann man 10 bis 20% abziehen. Mit 50 kW dauert es von 20 % bis zu empfehlenswerten 80% am 77er Akku des ID.3 etwa eine Stunde (46 kWh). Damit bekommt man rund 200 bis 250 km im universellen Alltag rein oder im City-Alltag bis zu 300 km.

 

Eine Mischung aus AC und DC im Alltag kann schon jetzt sinnvoll sein und gut funktionieren. Dies hängt dann von der persönlichen Situation ab.

 

Trotzdem: Hier in Hamburg ist das Ladenetz im Vergleich zum übrigen Deutschland schon recht gut und dennoch ist es in relativ vielen Fällen noch nicht wirklich laternenparkertauglich. Also es braucht noch mehr AC-Ladesäulen, möglichst alle 100 m und dichter (je nach E-Auto-Verbreitung), wobei auch mehr Autos 22 kW laden können sollten, und vor allem braucht es auch im Citybereich mehr DC-Ladesäulen. Ich halte auch im Citybereich mehr als 100 kW-Ladesäulen für sinnvoll und wichtig, damit man in ungeplanten Situationen schnell Kilometer reinbekommt.

 

Wie geht es nun weiter?

Ich weiß nicht, wie die Städte planen, aber ich hoffe, man vergisst nicht, auch in Citys schnelle Lader aufzustellen. Ein City-Ladepark in Einkaufscenter-Nähe mit DC 50 kW und auch über 100 kW wäre ideal. Und wichtig ist auch, dass man auch ohne Verträge (wie Ionity) zu vernünftigen Preisen laden kann. Da sollte der Bund ein Auge drauf haben, dass es da keine Auswüchse gibt. Die oft geforderte Transparenz gibt es noch lange nicht. Ich würde mir Preise an Ladesäulen wünschen, wie es bei Tankstellen üblich ist. Und selbstverständlich sollten Probleme mit der Akzeptanz von Ladekarten (habe ich zum Glück noch nie gehabt, gibt es aber) der Vergangenheit angehören.

 

Ich möchte hier insbesondere aktuelle E-Auto-Laternenparker um ihre Erfahrungen bitten. Welche Lösungen haltet ihr für praktisch? Welche Wünsche habt ihr? Bitte verlegt die Diskussion nicht zu sehr auf die Machbarkeit des Stromnetzes. Diese Aufgabe müssen andere lösen.

 

Edit: Im Wesentlichen geht es für mich um die Frage, ob es für Laternenparker besser ist mit sehr vielen AC-Ladesäulen oder mit DC-City-Ladeparks.

j.

 

PS: Zu innerstädtischen Ladeparks hat hier jemand mal ein Video gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=YFnBl7ZB4l0

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26.09.2020 16:11    |    gato311

Ganz ehrlcih, ich wohne ja in HH und habe genug Ladesäulen um mich.

Da darf man aber meines Wissens bis 20 Uhr nur 2 Stunden stehen.

Von uns hat keiner den Nerv, das Auto erst da hinzufahren und dann nach 2 Stunden wieder umzuparken in die Tiefgarage, um kein Ticket zu kassieren.

 

Sorry, da hörts bei mir echt auf.

Dem Vermieter (große ziemlich mieterfreundliche Genossenschaft) habe ich schon 3000 Euro für ne Steckdose geboten, no chance.

 

Im eigenen Objekt habe ich beim Bau 2009 Steckdosen auf meinen Parkplätzen reinsetzen lassen. Nützt mir aber nichts, da ich da nicht wohne... Die Mieter hat das bisher nicht interessiert.

 

Da ist es noch weniger nervig, wenn mal wieder die CNG Tanken hier in der Umgebung im Rudel kaputtgehen.


26.09.2020 16:13    |    notting

Man muss beim AC-Laden aufpassen. Es gibt einige BEV, die ohne eine entspr. Option oder wenn sie "zu alt" sind AC nicht mal 11kW können. 1phasige 7,2kW-Lade sind in D wegen Schieflast oft auf 4,6kW begrenzt. Darunter sind div. dt. BEV und auch z. B. den Hyundai Kona, der nur ab einem gewissen Bj. und auch nur mit dem 64kWh-Akku mit 11kW-Lader zu bekommen ist, dan aber Serie ist. Der ID.3 kann IIRC in der untersten Ausstattungslinie immerhin 2phasig 7,2kW, heißt er wird nicht ausgebremst.

 

Über Nacht die Ladesäule blockieren ist assi. Deswegen hat nun auch EnBW eine Zusatzgebühr von 0,10EUR/min inkl. 19% MwSt. eingeführt. Anders als z. B. bei Maingau bezahlt man die auch bei DC erst nach 4h _und_ man bezahlt max. 12EUR/Ladevorgang, also effektiv max. 2h.

 

Zitat:

Das sind eigentlich nur Smart und Renault.

Der Renault Zoe ist der _einzige_ Renault der überhaupt irgendwie 22kW Typ 2 kann. Und der Smart kann es nur mit der entspr. Option.

 

Zitat:

Ein E-Tron kann zwar optional auch 22 kW laden, aber bei dem Verbrauch müsste er auch entsprechend länger stehen.

Der Zoe ist bei 130km/h aber auch kein Sparwunder. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass der e-tron die 22kW länger komplett ausreizt als der Zoe (ohne genau nachgeschaut zu haben).

 

Zitat:

Wer nur 11 kW laden kann, muss dann schon doppelt so lange stehen.

Das ist nicht zwangsläufig ganz richtig. Wie ich im vorherigen Absatz angedeutet habe kann es bei kleineren Akkus sein, dass wenn fast voll die 22kW eher nicht mehr ausgereizt werden und die Kurve z. B. auf 11kW runtergeht.

 

Zitat:

Und wichtig ist auch, dass man auch ohne Verträge (wie Ionity) zu vernünftigen Preisen laden kann.

Ionity ohne Vertrag als Beispiel für "vernünftige Preise"?! Zudem habe ich mal im Ing.-Studium gelernt, dass sogar eine Zeitung zu kaufen ein Kaufvertrag ist ;-)

Ad-hoc-Laden bedeutet aber meist, dass man ein Smartphone braucht. Sehe das z. B. bei meinen Eltern als Hinderungsgrund, denn sie haben kein Smartphone und selbst wenn sie eines hätten, hätten sie keinen Internet-Tarif gebucht (oder den teuren Spontan-Tarif). Da ist RFID besser, was aber einen Vertrag bedeutet.

Und solange man wenn man ein Smartphone hat direkt nach der Registrierung laden kann und die Daten problemlos wiederverwenden kann für die nächste Ladung ggf. an einer anderne kompatiblen Säule, ist das doch kein Problem?

 

Zitat:

Ich würde mir Preise an Ladesäulen wünschen, wie es bei Tankstellen üblich ist.

Naja, wenn man eh per Smartphone startet wird es doch angezeigt werden. Bei RFID-Karten gebe ich dir recht.

 

Was ganz wichtiges hast du vergessen: DC-Ladung ist tendenziell teurer als AC-Ladung. Daher sollte die von dir erwähnt Mischung so ein, dass man DC nur im Notfall lädt und zwar soviel, dass die restlichen Prozente bis voll möglichst AC geladen werden, da eben bei fast volldem Akku die Ladeleistung gedrosselt werden muss.

 

Es gibt übrigens immer mehr innerörtl. HPC-Ladeparks vor allem abseits von Tesla: https://www.electrive.net/.../

In KA haben die vor einiger Zeit innerorts auch 150kW-Lader aufgestellt. Ein Stückchen entfernt mehr Richtung Autobahn gibt's eine Tankstelle mit 100kW-Ladern.

 

Ein Kollege von mir sucht gerade ein neues gebrauchtes Auto. Hat recht viel Kohle, fährt aber nur wenig und will deswegen nicht übertrieben viel ausgeben. Er ist Laternenparker. Hab schon bei Goingelectric um seine Wohnung herum geschaut. Er müsste recht weit zur nächsten Ladesäule fahren und die hat IIRC nicht mal 70kW. Auch da wo er normal mit dem Auto sonst länger rumsteht ergeben sich nicht absehbar regelm. genug Ladezeiten :-(

 

notting


26.09.2020 16:46    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 26. September 2020 um 16:13:01 Uhr:

Zitat:

Ein E-Tron kann zwar optional auch 22 kW laden, aber bei dem Verbrauch müsste er auch entsprechend länger stehen.

Der Zoe ist bei 130km/h aber auch kein Sparwunder. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass der e-tron die 22kW länger komplett ausreizt als der Zoe (ohne genau nachgeschaut zu haben).

Unser Smart lädt bis 80% mit 22 kW durch. Erst die letzten 20% werden langsamer.

 

Zitat:

@notting schrieb am 26. September 2020 um 16:13:01 Uhr:

Zitat:

Und wichtig ist auch, dass man auch ohne Verträge (wie Ionity) zu vernünftigen Preisen laden kann.

Ionity ohne Vertrag als Beispiel für "vernünftige Preise"?!

So meinte ich das nicht. Verträge braucht es bei Ionity, um vernünftige Preise zu bekommen (beim Taycan wohl nicht nötig, beim ID.3 sind es ohne Vertrag immer noch 53 Ct.).

 

Zitat:

Ad-hoc-Laden bedeutet aber meist, dass man ein Smartphone braucht. Sehe das z. B. bei meinen Eltern als Hinderungsgrund, denn sie haben kein Smartphone und selbst wenn sie eines hätten, hätten sie keinen Internet-Tarif gebucht (oder den teuren Spontan-Tarif). Da ist RFID besser, was aber einen Vertrag bedeutet.

Ich habe für RFID PlugSurfing und Shell Recharge. Bin zwar angemeldet, habe aber keine Kosten, wenn ich nicht lade. Das würde ich nicht als Vertrag sehen. Das Smartphone hole ich nur raus, wenn ich sehen will, wo Ladesäulen frei sind. Mit Smartphone habe ich noch nie gestartet.

 

Zitat:

Was ganz wichtiges hast du vergessen: DC-Ladung ist tendenziell teurer als AC-Ladung.

Nein, nicht vergessen. Daher schrieb ich auch "vernünftige Preise". Aktuell ist DC allermeist teurer. Das ist nicht gut. Zumindest bis 50 kW sollte es sozialverträglich werden.

 

Zitat:

Es gibt übrigens immer mehr innerörtl. HPC-Ladeparks vor allem abseits von Tesla: https://www.electrive.net/.../

In KA haben die vor einiger Zeit innerorts auch 150kW-Lader aufgestellt. Ein Stückchen entfernt mehr Richtung Autobahn gibt's eine Tankstelle mit 100kW-Ladern.

Ja, wie in dem Video, das ich verlinkt habe. Finde diese City-Ladeparks gut.

 

Zitat:

Ein Kollege von mir sucht gerade ein neues gebrauchtes Auto. Hat recht viel Kohle, fährt aber nur wenig und will deswegen nicht übertrieben viel ausgeben. Er ist Laternenparker. Hab schon bei Goingelectric um seine Wohnung herum geschaut. Er müsste recht weit zur nächsten Ladesäule fahren und die hat IIRC nicht mal 70kW. Auch da wo er normal mit dem Auto sonst länger rumsteht ergeben sich nicht absehbar regelm. genug Ladezeiten :-(

Ja, sowas muss besser werden. Ich würde in die "Wunschliste" vor allem Schnellladeparks schreiben. Meine persönliche Ansicht ist, dass tausende AC-Ladesäulen die schlechtere Lösung sind.

j.


26.09.2020 16:58    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 26. September 2020 um 16:46:56 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 26. September 2020 um 16:13:01 Uhr:

 

Der Zoe ist bei 130km/h aber auch kein Sparwunder. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass der e-tron die 22kW länger komplett ausreizt als der Zoe (ohne genau nachgeschaut zu haben).

Unser Smart lädt bis 80% mit 22 kW durch. Erst die letzten 20% werden langsamer.

Und ich vermute dass der Audi erst viel später dermaßen abfällt weil viel größerer Akku.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 26. September 2020 um 16:46:56 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 26. September 2020 um 16:13:01 Uhr:

 

Ionity ohne Vertrag als Beispiel für "vernünftige Preise"?!

So meinte ich das nicht. Verträge braucht es bei Ionity, um vernünftige Preise zu bekommen (beim Taycan wohl nicht nötig, beim ID.3 sind es ohne Vertrag immer noch 53 Ct.).

Alle Preise inkl. 19% MwSt.

Bei Audi und Porsche ist die ersten 1 bzw. 3 Jahre ab EZ die Grundgebühr 0EUR um bei Ionity für ca. 0,30EUR/kWh zu bekommen. Der ID.3 (gilt nur für die Fahrzeuge die mit >50kW CCS laden können) braucht einen Vertrag mit 0EUR/Monat den man immer wieder verlängern muss um 0,55EUR/kWh zu bekommen.

Achja: Wenn man beim Skoda Enyaq die schnellere CCS-Option nimmt, ist ein Jahr Ionity gratis mit drin.

Schau mal z. B. hier bei mir rein: https://www.motor-talk.de/.../...e-tarife-2020-september-t6936952.html

 

Zitat:

@jennss schrieb am 26. September 2020 um 16:46:56 Uhr:

Zitat:

Ad-hoc-Laden bedeutet aber meist, dass man ein Smartphone braucht. Sehe das z. B. bei meinen Eltern als Hinderungsgrund, denn sie haben kein Smartphone und selbst wenn sie eines hätten, hätten sie keinen Internet-Tarif gebucht (oder den teuren Spontan-Tarif). Da ist RFID besser, was aber einen Vertrag bedeutet.

Ich habe für RFID PlugSurfing und Shell Recharge. Bin zwar angemeldet, habe aber keine Kosten, wenn ich nicht lade. Das würde ich nicht als Vertrag sehen. Das Smartphone hole ich nur raus, wenn ich sehen will, wo Ladesäulen frei sind. Mit Smartphone habe ich noch nie gestartet.

Sag dann lieber "grundgebührfrei".

 

Zitat:

@jennss schrieb am 26. September 2020 um 16:46:56 Uhr:

Zitat:

Was ganz wichtiges hast du vergessen: DC-Ladung ist tendenziell teurer als AC-Ladung.

Nein, nicht vergessen. Daher schrieb ich auch "vernünftige Preise". Aktuell ist DC allermeist teurer. Das ist nicht gut. Zumindest bis 50 kW sollte es sozialverträglich werden.

Wieviele Fälle kennst du, wo der Tarif bis 50kW DC anders ist als bis 150-175kW?! Zumindest EnBW, Maingau und Get Charge machen da keinen Unterschied.

 

[...]

 

Zitat:

@jennss schrieb am 26. September 2020 um 16:46:56 Uhr:

Zitat:

Ein Kollege von mir sucht gerade ein neues gebrauchtes Auto. Hat recht viel Kohle, fährt aber nur wenig und will deswegen nicht übertrieben viel ausgeben. Er ist Laternenparker. Hab schon bei Goingelectric um seine Wohnung herum geschaut. Er müsste recht weit zur nächsten Ladesäule fahren und die hat IIRC nicht mal 70kW. Auch da wo er normal mit dem Auto sonst länger rumsteht ergeben sich nicht absehbar regelm. genug Ladezeiten :-(

Ja, sowas muss besser werden. Ich würde in die "Wunschliste" vor allem Schnellladeparks schreiben. Meine persönliche Ansicht ist, dass tausende AC-Ladesäulen die schlechtere Lösung sind.

Full ACK, auch wegen der Wartungs-/Sicherheitscheckkosten die eben pro Lademöglichkeit anfallen.

 

notting


26.09.2020 17:01    |    Schwarzwald4motion

Schon die ersten zwei Kommentare machen deutlich dass es praktisch keinen Sinn macht ein E Auto zu fahren ohne zu Hause oder beim Arbeitgeber laden zu können.

Es mag die seltenen Glücksfälle geben wo das Fahrprofil oder die Arbeitszeiten ein laden ohne Standzeit-Kosten ermöglichen, aber der Rest wird nur mit Sendungsbewusstsein und Leidensdruck ein BEV verfrüht erwerben.


26.09.2020 17:07    |    Gasmob

Praktisch ist eine Mischung , gute Schuko Zuhause, am Einkaufsmarkt und Arbeitsplatz bis 22KW (Schuko auch OK) und vereinzelt Stadtnah Schnellader nach Tesla - Vorbild. Für die Autobahn dann nur Schnellader mit min. 150KW. Was den Zugang betrifft, so sehe ich keinen Grund diesen nicht auch wie bei Tesla zu gestalten = Auto an klemmen und die Säule erkennt per Dialog den Kunden ( die Fahrzeug - Daten könnten heute schon aus dem Steuergerät gelesen werden). Alles andere wird nur wieder ein herum Ochsen und ausschließen von fremden Kunden.

Wie es heute mit dem Freischalten in Deutschland läuft ist eine Farce und gehört abgemahnt!!


26.09.2020 17:14    |    notting

Zitat:

@Gasmob schrieb am 26. September 2020 um 17:07:46 Uhr:

Praktisch ist eine Mischung , gute Schuko Zuhause, am Einkaufsmarkt und Arbeitsplatz bis 22KW (Schuko auch OK) und vereinzelt Stadtnah Schnellader nach Tesla - Vorbild. Für die Autobahn dann nur Schnellader mit min. 150KW. Was den Zugang betrifft, so sehe ich keinen Grund diesen nicht auch wie bei Tesla zu gestalten = Auto an klemmen und die Säule erkennt per Dialog den Kunden ( die Fahrzeug - Daten könnten heute schon aus dem Steuergerät gelesen werden). Alles andere wird nur wieder ein herum Ochsen und ausschließen von fremden Kunden.

Wie es heute mit dem Freischalten in Deutschland läuft ist eine Farce und gehört abgemahnt!!

Nein, wenn man in einem gemieteten Fahrzeug unterwegs ist wo man die Energiekosten selbst tragen muss (einschl. Kinder nutzen mangels eigenem Auto das von den Eltern) hast du a) ein Datenschutz-Problem weil der Vermieter unnötig deinen Verbrauch genannt bekommen (am Auto kann man Reset machen), ggf. auch wo du warst (z. B. die Ladeorte) und b) verkompliziert bzw. verteuert es die Abrechnung. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass man weiterhin die Wahl zwischen vielen attraktiven Tarifen hat. Wenn diese Lösung zu hohe Kosten erzeugt, werden die attraktiven Tarife sie nicht nutzen oder der Tarif wird unattraktiver.

 

notting


26.09.2020 17:33    |    Gasmob

Ich sehe beim Datenschutz keinen Widerspruch, das kann geregelt werden. Einzig wichtig ist ein freier Zugang zum Markt für alle und der ist zur Zeit nicht gegeben obwohl wir alle das bestehende Netz über Steuermittel subventioniert haben. Das ist nicht akzeptabel und muss geändert werden. Der freie Markt ist gut aber wenn wir alle das Netz quer subventionieren, dann haben wir auch ein Anrecht es zu nutzen. Wenn jemand ein eigenes und geschlossenes Netz baut und es selber finanziert ist das was anderes.


26.09.2020 17:39    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Gasmob schrieb am 26. September 2020 um 17:07:46 Uhr:

Praktisch ist eine Mischung , gute Schuko Zuhause...

Schuko zu Hause ist IMHO in den allermeisten fällen eine vollwertige Lademöglichkeit, mit einem kleinen Schönheitsfehler relativ ordentliche Ladeverluste.

(Dazu hätte ich gerne mal eine Übersicht mit den verschiedenen Fahrzeugen).


26.09.2020 17:50    |    notting

Zitat:

@Gasmob schrieb am 26. September 2020 um 17:33:06 Uhr:

Ich sehe beim Datenschutz keinen Widerspruch, das kann geregelt werden.

Einer der ganz wichtigen Grundsätze beim Datenschutz ist eben die Datensparsamkeit und dass Daten nur weitergegeben werden wenn es wirklich notwendig ist. Die Energie-Bezahl-Abrechnungsdaten über den Vermieter laufen zu lassen ist aber eben nicht notwendig. Es ist völlig ausreichend, wenn der Ladestrom-Anbieter direkt mit demjenigen interagiert der am Ende bezahlen muss.

 

notting


26.09.2020 19:47    |    Brot-Herr

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 26. September 2020 um 17:39:41 Uhr:

Zitat:

@Gasmob schrieb am 26. September 2020 um 17:07:46 Uhr:

Praktisch ist eine Mischung , gute Schuko Zuhause...

Schuko zu Hause ist IMHO in den allermeisten fällen eine vollwertige Lademöglichkeit, mit einem kleinen Schönheitsfehler relativ ordentliche Ladeverluste.

(Dazu hätte ich gerne mal eine Übersicht mit den verschiedenen Fahrzeugen).

Egal ob Schuko, Wallbox oder was auch immer: Für Laternenparker ist das eben keine praktikable Lösung mit dem Laden zu Hause.


26.09.2020 19:56    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 26. September 2020 um 19:47:05 Uhr:

Egal ob Schuko, Wallbox oder was auch immer: Für Laternenparker ist das eben keine praktikable Lösung mit dem Laden zu Hause.

Hab ich doch genauso geschrieben, danach hab ich nur geantwortet das eine Schuko (Natürlich am richtigen Platz) reicht um kein Laternenparker sein zu müssen.


26.09.2020 20:09    |    jennss

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 26. September 2020 um 17:01:46 Uhr:

Schon die ersten zwei Kommentare machen deutlich dass es praktisch keinen Sinn macht ein E Auto zu fahren ohne zu Hause oder beim Arbeitgeber laden zu können.

Meinst du das auf den aktuellen Stand bezogen oder grundsätzlich? Mir geht es darum, dass die Stadt oder wer auch immer sich darum kümmert, eine passende Lösung zu finden, egal ob viele AC- oder weniger DC-Ladesäulen, Hauptsache es funktioniert für die Fahrer ohne großen Aufwand. Klar, umgewöhnen muss man sich, wenn man tanken gewohnt ist, aber dann muss es ok. sein. Es ist wichtig, dass E-Mobilität nicht nur für Leute funktioniert, die zuhause laden können. Ich würde ohne häusliche Lademöglichkeit wohl das Schnellladen mit DC bevorzugen und möglichst einen größeren Akku kaufen. Fährt man viel in der City, dann erreicht man mit einem 77er-Akku des ID.3 auch etwa die Reichweiten wie beim Benziner, welcher in der City ja eher viel verbraucht.

j.


26.09.2020 20:19    |    Brot-Herr

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 26. September 2020 um 19:56:51 Uhr:

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 26. September 2020 um 19:47:05 Uhr:

Egal ob Schuko, Wallbox oder was auch immer: Für Laternenparker ist das eben keine praktikable Lösung mit dem Laden zu Hause.

Hab ich doch genauso geschrieben, danach hab ich nur geantwortet das eine Schuko (Natürlich am richtigen Platz) reicht um kein Laternenparker sein zu müssen.

Stimmt. Deiner Aussage, daß elektrisches Fahren für den Nutzer ohne Lademöglichkeit zu Hause oder beim Arbeitgeber nicht sinnvoll ist, stimme ich zu. Ich glaube nicht, daß sich das in absehbarer Zeit ändert. Ich würde sogar den Arbeitgeber aus der Gleichung rausnehmen. Es gibt solche Dinge wie Urlaub, Krankheitstage und Jobwechsel aus unterschiedlichsten Gründen. Dadurch kann man das Laden beim Arbeitgeber nicht langfristig einplanen. Selbst wenn es aktuell gehen sollte: Wie sieht es in einigen Jahren aus?


26.09.2020 20:31    |    notting

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 26. September 2020 um 20:19:46 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 26. September 2020 um 19:56:51 Uhr:

 

Hab ich doch genauso geschrieben, danach hab ich nur geantwortet das eine Schuko (Natürlich am richtigen Platz) reicht um kein Laternenparker sein zu müssen.

Stimmt. Deiner Aussage, daß elektrisches Fahren für den Nutzer ohne Lademöglichkeit zu Hause oder beim Arbeitgeber nicht sinnvoll ist, stimme ich zu. Ich glaube nicht, daß sich das in absehbarer Zeit ändert. Ich würde sogar den Arbeitgeber aus der Gleichung rausnehmen. Es gibt solche Dinge wie Urlaub, Krankheitstage und Jobwechsel aus unterschiedlichsten Gründen. Dadurch kann man das Laden beim Arbeitgeber nicht langfristig einplanen. Selbst wenn es aktuell gehen sollte: Wie sieht es in einigen Jahren aus?

Full ACK! Sehe Laden beim AG auch als nice-to-have, aber nix auf das man sich verlassen sollte.

 

notting


26.09.2020 20:32    |    jennss

In der Zukunft sollte die Ladesituation auf keinen Fall schlechter werden. Derzeit wird ja noch ausgebaut. Hamburg hat schon viele AC-Ladesäulen und nur wenige Autos können die 22 kW nutzen, d.h. die meisten können maximal 11 kW AC laden. Irgendwie geht die Entwicklung der Autos an der Ladesituation vorbei. Oder umgekehrt.

j.


26.09.2020 20:46    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 26. September 2020 um 20:32:25 Uhr:

In der Zukunft sollte die Ladesituation auf keinen Fall schlechter werden. Derzeit wird ja noch ausgebaut. Hamburg hat schon viele AC-Ladesäulen und nur wenige Autos können die 22 kW nutzen, d.h. die meisten können maximal 11 kW AC laden. Irgendwie geht die Entwicklung der Autos an der Ladesituation vorbei. Oder umgekehrt.

Du kannst auch ungefähr soviel Geld wie für einen Zoe ausgeben um ein Gerät mit dabei zu haben, was dir aus 22kW Typ2 CCS macht ;-)

 

notting


26.09.2020 21:05    |    jennss

Ich weiß :).

j.


26.09.2020 21:38    |    Schwarzwald4motion

@jennss: Klar meine ich das auf den aktuellen Stand bezogen, und wenn man nicht gerade in der City wohnt dann wird es wohl noch geraume Zeit so bestehen bleiben. Ist im Prinzip nicht viel anders als mit dem 3G-Netz das sie jetzt sogar abschaffen bevor sie es eingeführt haben, auf dem Land ticken die Uhren einfach komplett anders aber wenn das funktionieren soll dann muss es überall funktionieren!

Hab ja schon mal woanders geschrieben wie meine Lade Situation ist, das ist schon okay für den Notfall wo man nach pumpen muss, aber keinesfalls für den Alltag.


27.09.2020 08:25    |    Lumpi3000

Es arbeitet aber auch nicht jeder im Hipster Büro und hat ne Möglichkeit zum laden ... :D

 

Wir haben hier in der Straße wo ich wohne genau zwei Laternen ... Tja, Dorf halt. Die Großstadt Hipster sollten mal über den Tellerrand schauen ... ;)


27.09.2020 09:02    |    KillerTV

Ich glaube wir sollten alle mal über den Tellerrand schauen.

E-Mobilität ist gerade im "roll-out". Die Anzahl der Fahrzeugtypen ist noch sehr begrenzt, Langstreckentauglichkeit ist bei vielen Modellen noch nicht gegeben. Das kommt aber in den nächsten drei bis fünf Jahren massiv.

Genau so sieht es bei der Ladeinfrastruktur aus.

Im Übrigen denke ich, dass die "Laternenparker" zukünftig ganz anders laden werden. Ich gehe davon aus, dass es in fünf Jahren zum Standard gehören wird, bei jedem Möbelmarkt, Baumarkt, Lebensmittelmarkt usw. mehrere Ladesäulen zu haben. Aldi und Lidl/Kaufland sind da schon recht weit mit ihrem "Business-Model". Die rüsten nämlich alle neuen Ladestationen mit Kartenlesern aus. Ich wette, in fünf Jahren kann mal bei jedem Markt kostenpflichtig laden und bekommt für 10 EUR Umsatz 1/2/5kWh gratis. Das wird ein Geschäftsmodell. Ich sag es euch.

Und damit ist das Ladethema durch.


27.09.2020 09:26    |    notting

Zitat:

@KillerTV schrieb am 27. September 2020 um 09:02:21 Uhr:

Ich glaube wir sollten alle mal über den Tellerrand schauen.

E-Mobilität ist gerade im "roll-out". Die Anzahl der Fahrzeugtypen ist noch sehr begrenzt, Langstreckentauglichkeit ist bei vielen Modellen noch nicht gegeben. Das kommt aber in den nächsten drei bis fünf Jahren massiv.

Genau so sieht es bei der Ladeinfrastruktur aus.

Im Übrigen denke ich, dass die "Laternenparker" zukünftig ganz anders laden werden. Ich gehe davon aus, dass es in fünf Jahren zum Standard gehören wird, bei jedem Möbelmarkt, Baumarkt, Lebensmittelmarkt usw. mehrere Ladesäulen zu haben. Aldi und Lidl/Kaufland sind da schon recht weit mit ihrem "Business-Model". Die rüsten nämlich alle neuen Ladestationen mit Kartenlesern aus. Ich wette, in fünf Jahren kann mal bei jedem Markt kostenpflichtig laden und bekommt für 10 EUR Umsatz 1/2/5kWh gratis. Das wird ein Geschäftsmodell. Ich sag es euch.

Und damit ist das Ladethema durch.

Ich kaufe i.d.R. nur alle 1-2 Wochen ein. Wenn's mal in mehr als einem Laden ist, bin ich nur in einem Laden länger. Wenn nicht gerade Corona ist, fahre ich aber >160km/Arbeitstag mit viel Autobahn. Kenne einige die ähnl. weit oder noch weiter pendeln. 160km/Tag * 5 Tage = 800km. 800km * 25kWh/100km = 200kWh. Normalerweise kaufe ich <1h ein. Merkst du was? Ich glaube nicht, dass die genügend Leistung bieten werden. Außerdem kaufe ich an untersch. Tagen ein bzw. eben nur alle 2 Wochen.

Dazu kommt, dass wenn ich z. B. erst vor ein paar Tagen einkaufen war, das Auto ggf. dann voll ist (ich es also wegfahren muss) wenn ich noch mitten im Einkauf bin. Super :rolleyes:

Und wer sagt, dass mir der Tarif von denen zusagt, Rabatt hin oder her?

 

Einer unserer Aldi hier hat vor kurzem einen komplett neuen Parkplatz bekommen, hat aber immernoch keine Ladesäule. Das Kaufland hier sagt dass sie für den Parkplatz nicht zuständig sind (ging um ein unverschlossenen zurückgelassenes Auto). Bzw. die teilen sich den Parkplatz mit dem Baumarkt und ein paar kleineren Geschäften. Die dürften auch nur Mieter sein und deswegen mit den anderen Geschäften bzw. dem Vermieter verhandeln müssen.

 

Wenn wir in einen Baumarkt gehen, haben wir öfters einen Anhänger dran, was einen viel höheren Verbrauch bedeutet. Es gibt dort keine Parkplätze für PKW mit Anhänger. Ganz allg. sind Lademöglichkeiten meist nicht für PKW mit AH ausgelegt.

 

Es ist also bei weitem nicht so einfach wie du es dir vorstellst.

 

notting


27.09.2020 09:34    |    KillerTV

Zitat:

@notting schrieb am 27. September 2020 um 09:26:52 Uhr:

 

Ich kaufe i.d.R. nur alle 1-2 Wochen ein. Wenn's mal in mehr als einem Laden ist, bin ich nur in einem Laden länger. Wenn nicht gerade Corona ist, fahre ich aber >160km/Arbeitstag mit viel Autobahn. Kenne einige die ähnl. weit oder noch weiter pendeln. 160km/Tag * 5 Tage = 800km. 800km * 25kWh/100km = 200kWh. Normalerweise kaufe ich <1h ein. Merkst du was? Ich glaube nicht, dass die genügend Leistung bieten werden. Außerdem kaufe ich an untersch. Tagen ein bzw. eben nur alle 2 Wochen.

Dazu kommt, dass wenn ich z. B. erst vor ein paar Tagen einkaufen war, das Auto ggf. dann voll ist (ich es also wegfahren muss) wenn ich noch mitten im Einkauf bin. Super :rolleyes:

Und wer sagt, dass mir der Tarif von denen zusagt, Rabatt hin oder her?

 

Einer unserer Aldi hier hat vor kurzem einen komplett neuen Parkplatz bekommen, hat aber immernoch keine Ladesäule. Das Kaufland hier sagt dass sie für den Parkplatz nicht zuständig sind (ging um ein unverschlossenen zurückgelassenes Auto). Bzw. die teilen sich den Parkplatz mit dem Baumarkt und ein paar kleineren Geschäften. Die dürften auch nur Mieter sein und deswegen mit den anderen Geschäften bzw. dem Vermieter verhandeln müssen.

 

Wenn wir in einen Baumarkt gehen, haben wir öfters einen Anhänger dran, was einen viel höheren Verbrauch bedeutet. Es gibt dort keine Parkplätze für PKW mit Anhänger. Ganz allg. sind Lademöglichkeiten meist nicht für PKW mit AH ausgelegt.

 

Es ist also bei weitem nicht so einfach wie du es dir vorstellst.

 

notting

Hey, ich habe auch nicht gesagt, dass die Einkaufs-Ladelösung für 100% der Personen passen wird. Aber für 70% schon. Weitere 20% haben eine Lademöglichkeit zu hause (nicht heute, aber in sagen wir fünf Jahren), 5% wollen kein Auto und nehmen sich gelegentlich einen Mietwagen und die übrig bleibenden 5% müssen dann eben regelmäßig öffentlich laden (Laternenparker eben).

Nicht immer nur nach den Un-Möglichkeiten suchen sondern die Möglichkeiten sehen.

 

By the way: Ich bin auch nicht uneingeschränkter Akku-E-Mobilitätsbefürworter. Ich fürchte sogar, dass durch den Siegeszug der Akku-Autos das Thema Wasserstoff auf die lange Bank gerät - was ich sehr bedaure. Geschichte wiederholt sich eben doch irgendwie (vor 100 Jahren haben die Verbrenner die E-Autos für lange Zeit verdrängt).


27.09.2020 09:57    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@KillerTV schrieb am 27. September 2020 um 09:34:55 Uhr:

...Ich fürchte sogar, dass durch den Siegeszug der Akku-Autos das Thema Wasserstoff auf die lange Bank gerät - was ich sehr bedaure...

Kapiere ich nicht Wasserstoff hatte doch jetzt wirklich lange genug Zeit, im übrigen braucht Ein FCEV auch eine Akku, und aufgrund des Energiebedarfs bei der H2 Herstellung wird es wohl ein Plugln sein also sollten diese Autos genauso von den Lademöglichkeiten profitieren, damit wird gar nichts aufgehalten. Wasserstoff schafft das schon ganz alleine zumindest im Pkw Bereich. ;)


27.09.2020 10:24    |    Ohligs

Warum wird hier immer behauptet das an Supermärkten Ladesäulen stehen, in meiner Stadt gibt es keine einzige Nachbarstadt auch nicht.

Klar in Hamburg und Berlin wird das massiv Ausgebaut aber hier in Wuppertal, Solingen, Remscheid und Umgebung ist das noch sehr schlecht.

Auch habe ich festgestellt das man an den meisten Ladesäulen nur eine Stunde laden kann das ist doch Blödsinn .


27.09.2020 10:33    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Ohligs

schrieb am 27. September 2020 um 10:24:39 Uhr:

.. das an Supermärkten Ladesäulen stehen, in meiner Stadt gibt es keine einzige...

dto

Zitat:

 

Auch habe ich festgestellt das man an den meisten Ladesäulen nur eine Stunde laden kann das ist doch Blödsinn .

Wie lange kaufst du ein?


27.09.2020 11:44    |    KillerTV

Geduld Leute, Geduld.

Natürlich ist das HEUTE alles noch nicht der Fall. Es geht ja gerade erst los mit der E-Mobilität.

Wenn ich mir aber die Investitionsprojekte von Aldi und Lidl (von den anderen weiß ich es schlichtweg nicht) so ansehe, dann wollen die in den nächsten fünf Jahren in nahezu allen Filialen Ladelösungen anbieten.

Wo fangen sie damit an? Natürlich in den Großstädten, wo E-Mobile sich als erstes durchsetzen (klassicherweise erst mal als Zweitwagen). So ist das eben beim Roll-out. Einer nach dem anderen.

Sagt ja auch keiner, dass alle auf einmal E-Autos fahren sollen/müssen.

 

Wir haben auch einen großen Diesel für die Langstrecke und einen e-Golf für alles Andere. Mit der e-Golf Erfahrung steht für mich auch fest: Es gibt kein Zurück mehr. Fahren ist so bequem, leise und zuverlässig - nur die Reichweite fehlt eben noch. Ich kann jedem sagen: Keine Angst vor der E-Mobilität. Sie macht viel Spaß.

 

Und Übrigens: wer gerne sportlich fährt (gehöre ich dazu), der kommt um E-Autos schon fast nicht mehr rum. Das Drehmoment am Start ist der Hammer! Und die Elektronik kann viel präziser steuern als bei einem Einspritzer. Wenn ich sehe, welche Probleme mein Passat B7 hat, seine 140 Diesel-PS am Start auf die Straße zu bringen und das mit dem gleich schweren E-Golf (auch 140PS) vergleiche. Mit welcher Leichtigkeit der aus dem Stand Vollgas annimmt. Ein Traum. Und das ist nur ein E-Golf...


27.09.2020 12:03    |    notting

Zitat:

@KillerTV schrieb am 27. September 2020 um 11:44:24 Uhr:

[Lademöglichkeiten an Supermärkten & Co.]

Wo fangen sie damit an? Natürlich in den Großstädten, wo E-Mobile sich als erstes durchsetzen (klassicherweise erst mal als Zweitwagen). So ist das eben beim Roll-out. Einer nach dem anderen.

Gegenargument: Da in Großstädten der ÖPNV besser ist, fahren viele kaum Auto und wenn dann sehr oft Car-Sharing & Co. wo Lademöglichkeiten an den Car-Sharing-Stellplätzen ausreichen sollte. Zudem ist es wenn man ein eigenes Haus hat leichter daheim eine brauchbare Lademöglichkeit einzurichten. Das ist in der Großstadt eher nicht der Fall. In den ländlicheren Gegenden ist es umgekehrt: Mieser ÖPNV und man hat eher ein Haus.

 

Zitat:

Sagt ja auch keiner, dass alle auf einmal E-Autos fahren sollen/müssen.

Es wird schon massiv an Fahrverboten für Verbrenner in Großstädten gearbeitet! Leider werden Jobs immer stärker sinnfrei in Großstädten konzentriert, wodurch man eher gezwungen ist aus einem Bereich mit miesem ÖPNV mit dem Auto in die nächste Großstadt zu pendeln. Habe (lange vor Corona) >1,5 Jahre gesucht, gute Arbeitszeugnisse etc. Hätte auch im Verhältnis auf etwas Gehalt verzichtet was ich mir bei der Fahrerei spare. Hatte mehrere Vorstellungsgespräche, keiner wollte mich im etwas näheren Bereich. Nun pendel ich immernoch ca. 160km/Tag (mit viel Autobahn, manchmal Umwege zu Verwandten & Co., ...), nur in eine ganz andere Richtung.

 

Zitat:

Wir haben auch einen großen Diesel für die Langstrecke und einen e-Golf für alles Andere.

Z. B. ich habe kein Zweitauto. Es muss alles können: Sicher ausreichende Reichweite zum Pendeln, AHK usw. Außerdem wollen die Leute für das Zweitauto oft nicht soviel geht ausgeben, was eben wiederum gegen ein E-Auto spricht. Auch muss ggf. das Zweitauto das Erstauto ersetzen (z. B. wenn das Erstauto in der Werkstatt ist). Dann ist die Reichweite eben ein Problem, wenn man das Zweitauto nur so kaufen konnte, dass es von der Reichweite her eben nicht als Erstauto taugt.

 

BTW: Theoretisch darf ich mir daheim eine Lademöglichkeit installieren, praktisch finde ich keinen Handwerker der mir das macht. Und auch der Stromnetzbetreiber ist alles andere als kooperativ. Habe das in https://www.motor-talk.de/.../...grundlegendem-scheitert-t6945638.html zusammengeschrieben.

 

notting


27.09.2020 12:16    |    pcAndre

Morgen...!

Ich als Laternenparker kann euch ab spätestens übernächster Woche berichten, wie es sich damit verhält. Mein Skoda Citigo steht jetzt beim Händler und wird kommende Woche zugelassen.

 

Ich bin jetzt 14 Jahre bzw. rund 600 tkm mit Autogas durch die Gegend gefahren.

Aufgrund der aktuellen Prämien probiere ich die Elektromobilität einfach mal aus. Ob alles jetzt perfekt passt, keine Ahnung. Ich lass mich überraschen...!

 

Meine Frau hat eine Garage abseits des Hauses aber ohne Lademöglichkeit. In meinem Örtchen gibt es circa 20 Ladesäulen. Mit der ADAC Karte oder einem Kleinanbieter namens Wirelane komme ich da Fussläufig zurecht. Das wichtigste war für mich jedoch die Lademöglichkeit beim Arbeitgeber. Aktuell noch vier kostenlose Stationen (die sehr wenig frequentiert sind), ab November 45. Jedoch dann zum Industriestrompreis (rund 15 Cent). Angeblich verwendet mein Arbeitgeber nur Ökostrom.

Wichtig auch zu wissen, dass öffentliche Kunden/Behörden explizit eine Zertifizierung nach ISO 14001 Umweltmanagement verlangen. Da kann ein Baustein auch die zur Verfügungstellung von Strom für den Fuhrpark bzw Mitarbeiter die Auditoren zufrieden stellen.

Auch wenn ich den Arbeitgeber wechseln sollte, bin ich ja nicht mit dem Elektroauto verheiratet. Dann wird neu kalkuliert.

In meiner jetzigen Situation, 13 Jahre alter E500 oder ein neuer Skoda mit 5 Jahren Garantie, ist dieser Kleinstwagen der Beste Kompromiss! ;)

 

Zumal die reinen Fixkosten (Steuern und Versicherung) Schlagartig von rund 1000 EUR auf 200 EUR reduziert werden! ;)

 

Man kann viel über das Für und Wider diskutieren. Wenn es im groben passt, einfach mal machen!!! ;)

 

MfG André


27.09.2020 12:24    |    notting

Zitat:

@pcAndre schrieb am 27. September 2020 um 12:16:39 Uhr:

Morgen...!

Ich als Laternenparker kann euch ab spätestens übernächster Woche berichten, wie es sich damit verhält. Mein Skoda Citigo steht jetzt beim Händler und wird kommende Woche zugelassen.

 

Ich bin jetzt 14 Jahre bzw. rund 600 tkm mit Autogas durch die Gegend gefahren.

Aufgrund der aktuellen Prämien probiere ich die Elektromobilität einfach mal aus. Ob alles jetzt perfekt passt, keine Ahnung. Ich lass mich überraschen...!

Das Fahrzeug ist AFAIK für längere Zeit ausverkauft. Daher ist das kein praktikabler Tipp. Man kann aber E-Autos auch mieten, wenn's nur um einen Versuch geht.

 

Zitat:

Meine Frau hat eine Garage abseits des Hauses aber ohne Lademöglichkeit. In meinem Örtchen gibt es circa 20 Ladesäulen. Mit der ADAC Karte oder einem Kleinanbieter namens Wirelane komme ich da Fussläufig zurecht.

ADAC verlangt ab Anfang Nov. nach 4h 0,10EUR/min obendrauf, da EnBW. Allerdings auf 12EUR (=2h) gedeckelt. Alle Preise inkl. 19% MwSt.

 

Zitat:

Das wichtigste war für mich jedoch die Lademöglichkeit beim Arbeitgeber. Aktuell noch vier kostenlose Stationen (die sehr wenig frequentiert sind), ab November 45. Jedoch dann zum Industriestrompreis (rund 15 Cent). Angeblich verwendet mein Arbeitgeber nur Ökostrom.

Wichtig auch zu wissen, dass öffentliche Kunden/Behörden explizit eine Zertifizierung nach ISO 14001 Umweltmanagement verlangen. Da kann ein Baustein auch die zur Verfügungstellung von Strom für den Fuhrpark bzw Mitarbeiter die Auditoren zufrieden stellen.

Auch wenn ich den Arbeitgeber wechseln sollte, bin ich ja nicht mit dem Elektroauto verheiratet. Dann wird neu kalkuliert.

In meiner jetzigen Situation, 13 Jahre alter E500 oder ein neuer Skoda mit 5 Jahren Garantie, ist dieser Kleinstwagen der Beste Kompromiss! ;)

Ich denke, dass sich die Technik aktuell so schnell weiterentwickelt und die Hersteller auch wg. CO2 immer mehr davon tatsächl. verkaufen wollen, dass du bei einem Verkauf so eines schon länger käufl. Fahrzeugs deutl. draufzahlen wirst.

 

Zitat:

Zumal die reinen Fixkosten (Steuern und Versicherung) Schlagartig von rund 1000 EUR auf 200 EUR reduziert werden! ;)

Ich denke der Smiley ist da, weil's zwei in jeder Hinsicht völlig unterschiedl. Fahrzeuge sind (Größe, Premium- vs. eher Billig-Marke, ...).

 

Zitat:

Man kann viel über das Für und Wider diskutieren. Wenn es im groben passt, einfach mal machen!!! ;)

S.o., das Fahrzeug ist AFAIK für längere Zeit ausverkauft.

 

notting


27.09.2020 12:39    |    tino27

In Dortmund werden Laternen zu Ladepunkten umgerüstet. Gibt es ja auch schon in anderen Städten. Allerdings braucht man dafür ein Kabel vom Versorger.

Ich weiß auch nicht, wie schnell man da laden kann, aber ist sicher eine zusätzliche Option für den ein oder anderen.

https://elektromobilitaet.dew21.de/fahr-e

https://www.radio912.de/artikel/strom-aus-der-laterne-425354.html


27.09.2020 12:45    |    notting

Zitat:

@tino27 schrieb am 27. September 2020 um 12:39:45 Uhr:

In Dortmund werden Laternen zu Ladepunkten umgerüstet. Gibt es ja auch schon in anderen Städten. Allerdings braucht man dafür ein Kabel vom Versorger.

Ich weiß auch nicht, wie schnell man da laden kann, aber ist sicher eine zusätzliche Option für den ein oder anderen.

https://elektromobilitaet.dew21.de/fahr-e

https://www.radio912.de/artikel/strom-aus-der-laterne-425354.html

Vielerorts haben die Kabel zu den Straßenlaternen nicht genug Leistungsreserve und es ist nicht genug Platz für den ganzen Technikkram den man braucht. Außerdem ist auch hier nicht gesagt, dass einem der Tarif zusagt bzw. dass nicht alles z. B. durch normale Parker belegt ist (oder andersherum es noch weniger Parkplätze gibt).

 

notting


27.09.2020 13:02    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 27. September 2020 um 09:26:52 Uhr:

Ich kaufe i.d.R. nur alle 1-2 Wochen ein. Wenn's mal in mehr als einem Laden ist, bin ich nur in einem Laden länger. Wenn nicht gerade Corona ist, fahre ich aber >160km/Arbeitstag mit viel Autobahn. Kenne einige die ähnl. weit oder noch weiter pendeln. 160km/Tag * 5 Tage = 800km. 800km * 25kWh/100km = 200kWh. Normalerweise kaufe ich <1h ein. Merkst du was? Ich glaube nicht, dass die genügend Leistung bieten werden. Außerdem kaufe ich an untersch. Tagen ein bzw. eben nur alle 2 Wochen.

Dazu kommt, dass wenn ich z. B. erst vor ein paar Tagen einkaufen war, das Auto ggf. dann voll ist (ich es also wegfahren muss) wenn ich noch mitten im Einkauf bin. Super :rolleyes:

Das ist eine interessante Konstellation. Wir wollen hier in diesem Blogartikel nicht beurteilen, ob es schon jetzt funktioniert oder nicht, sondern Lösungen suchen, wie es in Zukunft funktionieren kann bzw. was die Forderung an den Ort oder die Politik wäre.

 

Ich würde sagen, in deinem Fall ist es am besten, wenn du zuhause oder nah an zuhause laden kannst, d.h. bei dir bzw. deinem Wohnort/Vermieter muss die Infrastruktur entsprechend erschlossen werden. Das ist eine mögliche Forderung für die Zukunft. Trotzdem finde ich es wertvoll, wenn auch eine Schnelllademöglichkeit nicht zu weit weg ist, da man auch für ungeplante Fahrten Möglichkeiten haben sollte. Ein ID.3 77 kWh lädt 100 km bei günstigen Umständen in 7 Minuten, ein Tesla Model 3 LR wohl etwa 4 bis 5 Minuten.

 

Am besten könntest du wahrscheinlich selbst noch abschätzen, was in deinem Ort als Lösung denkbar wäre.

 

Btw: Du brauchst ein E-Auto nicht sofort wegfahren, wenn es voll ist. Gewöhnlich kannst du mindestens 2 h stehen bleiben (Parkscheibe auslegen).

j.


27.09.2020 13:11    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 27. September 2020 um 12:03:04 Uhr:

BTW: Theoretisch darf ich mir daheim eine Lademöglichkeit installieren, praktisch finde ich keinen Handwerker der mir das macht. Und auch der Stromnetzbetreiber ist alles andere als kooperativ. Habe das in https://www.motor-talk.de/.../...grundlegendem-scheitert-t6945638.html zusammengeschrieben.

Nimm doch erstmal einen Ladeziegel und stelle ihn auf 1 kW oder so ein. Dann teste, ob etwas schmort :D und fahre die Ladeleistung ggf. schrittweise hoch bis auf 2,3 kW (Maximum an Schukosteckdose). Du brauchst nicht gleich eine Wallbox installieren. Ich habe 2 Jahre mit Ladeziegel über 10 m Verlängerungskabel geladen. Die Ladeverluste waren da schon recht hoch, aber es klappte auf jeden Fall.

j.


27.09.2020 13:13    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 27. September 2020 um 13:02:58 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 27. September 2020 um 09:26:52 Uhr:

Ich kaufe i.d.R. nur alle 1-2 Wochen ein. Wenn's mal in mehr als einem Laden ist, bin ich nur in einem Laden länger. Wenn nicht gerade Corona ist, fahre ich aber >160km/Arbeitstag mit viel Autobahn. Kenne einige die ähnl. weit oder noch weiter pendeln. 160km/Tag * 5 Tage = 800km. 800km * 25kWh/100km = 200kWh. Normalerweise kaufe ich <1h ein. Merkst du was? Ich glaube nicht, dass die genügend Leistung bieten werden. Außerdem kaufe ich an untersch. Tagen ein bzw. eben nur alle 2 Wochen.

Dazu kommt, dass wenn ich z. B. erst vor ein paar Tagen einkaufen war, das Auto ggf. dann voll ist (ich es also wegfahren muss) wenn ich noch mitten im Einkauf bin. Super :rolleyes:

Das ist eine interessante Konstellation. Wir wollen hier in diesem Blogartikel nicht beurteilen, ob es schon jetzt funktioniert oder nicht, sondern Lösungen suchen, wie es in Zukunft funktionieren kann bzw. was die Forderung an den Ort oder die Politik wäre.

 

Ich würde sagen, in deinem Fall ist es am besten, wenn du zuhause oder nah an zuhause laden kannst, d.h. bei dir bzw. deinem Wohnort/Vermieter muss die Infrastruktur entsprechend erschlossen werden.

Vor ein paar Postings hatte ich hier schon geschrieben:

Zitat:

BTW: Theoretisch darf ich mir daheim eine Lademöglichkeit installieren, praktisch finde ich keinen Handwerker der mir das macht. Und auch der Stromnetzbetreiber ist alles andere als kooperativ. Habe das in https://www.motor-talk.de/.../...grundlegendem-scheitert-t6945638.html zusammengeschrieben.

Zitat:

Das ist eine mögliche Forderung für die Zukunft. Trotzdem finde ich es wertvoll, wenn auch eine Schnelllademöglichkeit nicht zu weit weg ist, da man auch für ungeplante Fahrten Möglichkeiten haben sollte. Ein ID.3 77 kWh lädt 100 km bei günstigen Umständen in 7 Minuten, ein Tesla Model 3 LR wohl etwa 4 bis 5 Minuten.

 

Am besten könntest du wahrscheinlich selbst noch abschätzen, was in deinem Ort als Lösung denkbar wäre.

 

Btw: Du brauchst ein E-Auto nicht sofort wegfahren, wenn es voll ist. Gewöhnlich kannst du mindestens 2 h stehen bleiben (Parkscheibe auslegen).

Ich sehe in der Hauptsache, dass die Ladesäule Teil eines kostenpflichtigen Parkplatzes mit mehreren oder gar vielen Stellflächen ist (man also wie ein Verbrenner auch für die Standzeit bezahlt egal ob man lädt oder nicht) oder ein Zusatzschild "während des Ladevorgangs" darunter ist, auch wenn das Parken kostenpflichtig ist.

Und schon vergessen, dass nun auch EnBW/ADAC nachzogen hat was Ladevorgänge länger als 4h angeht, weil's assi ist eine Ladesäule länger zu blockieren als nötig?

 

notting


27.09.2020 13:37    |    gato311

Ich habe übrigens auch mindestens 200 km pro Bürotag zu pendeln.

Am Büro 3-phasigen Starkstrom, zu Hause nur öffentliche Ladesäulen mit der nötigen Umparkerei.

 

Mache ich ehrlich gesagt trotz der besseren Fahrleistungen bisher nicht freiwillig, da ich bei Anschaffung und laufenden Kosten deutlich draufzahle und auch so schon mit dem derzeitigen CNG-Mix 80 % klimaneutral fahre. Faktisch mehr, da die Mehrheit der Stammtanken 100 % abfallstämmiges Biogas haben.

 

Beim VMAX-Treten sind die nicht so großen E-Autos bisher auch nicht schneller als meine Erdgas-Schlurre.

Wenn ich es eilig habe, nehme ich den Benziner, der seine 250 km/h auch immer zuverlässig schafft.

 

Klar, wenn das politisch mal irgendwann kaputtgemacht wird und alles Biogas verstromt wird, mag es sich ändern. Aber mit dem Bedarf an LNG-Tanken für die LKWs wird das vermutlich doch länger dauern als erwartet. Beim Lagern des LNG ensteht ja eh immer CNG als Abfallprodukt, was vertankt werden kann ohne zusätzliche Kompressorenergie.


27.09.2020 14:35    |    Sp3kul4tiuS

Bin mal gespannt wie das angegangen wird.

Also die tatsächliche Nachfrage an Ladepunkten für einen Standort zu ermitteln. Die sollen ja nicht ungenutzt bleiben.

Ein Lidl Kann ja 100 Ladepunkte haben aber ob die dann immer oder zumindest regelmäßig genutzt werden (Beispiel)

 

Ich glaube nicht das es extrem viele geben wird. Wäre dann auf Risiko.

Oder man baut dort anlagen die Leicht versetzt werden können. Kabel hat man dann natürlich umsonst verlegt.


27.09.2020 15:09    |    jennss

Zitat:

@pcAndre schrieb am 27. September 2020 um 12:16:39 Uhr:

Morgen...!

Ich als Laternenparker kann euch ab spätestens übernächster Woche berichten, wie es sich damit verhält. Mein Skoda Citigo steht jetzt beim Händler und wird kommende Woche zugelassen.

 

Ich bin jetzt 14 Jahre bzw. rund 600 tkm mit Autogas durch die Gegend gefahren.

Aufgrund der aktuellen Prämien probiere ich die Elektromobilität einfach mal aus. Ob alles jetzt perfekt passt, keine Ahnung. Ich lass mich überraschen...!

In Anbetracht der aktuell sehr großen Nachfrage könntest du ihn notfalls auch ohne nennenswerten Verlust weiterverkaufen, denke ich, falls es nicht passt. Aber meistens gefällt das elektrische Fahren schon so sehr, dass man das nicht so leichtfertig wieder aufgibt :).

 

Zitat:

Man kann viel über das Für und Wider diskutieren. Wenn es im groben passt, einfach mal machen!!! ;)

Jo, so muss man es machen :). Oft entdeckt man erst mit eigenem E-Auto, wie das alles in der Praxis funktioniert.

j.


27.09.2020 15:13    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 27. September 2020 um 13:13:02 Uhr:

 

Und schon vergessen, dass nun auch EnBW/ADAC nachzogen hat was Ladevorgänge länger als 4h angeht, weil's assi ist eine Ladesäule länger zu blockieren als nötig?

4 h sind schon sehr lange. Danach bezahlt man quasi die Parkzeit. Meistens sind es 2 h. "Während des Ladevorgangs" habe ich bisher noch nicht gesehen.

j.


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