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04.01.2019 23:06    |    jennss    |    Kommentare (122)

Wie findet ihr das künstliche Fahrgeräusch für E-Autos?

eGolf
EGolf

Der leise Antrieb des E-Autos hat zweifellos seinen Reiz. Gleichzeitig sehen manche jedoch auch eine Gefahr darin. Nun hat die EU-Kommission beschlossen, dass ab Juli 2019 alle neuzugelassenen E-Autos bis 20 km/h ein Geräusch von sich geben müssen, weil Fußgänger es gewohnt sind zu hören, wenn sich ein Auto nähert.

Edit: Korrektur 12.01.19: Ab Juli 2019 müssen nur neu beantragte Fahrzeugtypen dieses Teil haben und erst ab 2021 alle Autos mit E-Antrieb. Und man kann es auch abschalten. Sorry!

 

AMS berichtete von der Entscheidung.

 

Die Zeit hat dazu schon 2016 einen ausführlichen Artikel gebracht.

 

Ein Argument dafür ist, dass Blinde herannahende Autos besser wahrnehmen können. Auch Smombies könnten sich erschrecken, wenn ein E-Auto plötzlich vorbeikommt. Wenn nur ein Fußgänger dadurch von einem Anfahren verschont bleibt, könnte man es als Erfolg betrachten.

 

Im Zeit-Artikel steht allerdings von Messergebnissen, nach denen ein Opel Agila (59 dB) bei 30 km/h nur 1 dB lauter ist als ein E-Smart (58 dB). Ein Elektro-Peugeot ist sogar lauter als der Agila. Ist ein Rolls Royce V12 eigentlich noch leiser als ein Opel Agila Benziner? Nach der neuen Verordnung soll das Geräusch aber nur bis 20 km/h aktiv sein, wo Abrollgeräusche noch geringer sind als bei 30. Fährt man also durch eine 30er-Zone, wird das Geräusch also immer an- und ausgehen, wenn man langsam an eine Querstraße kommt. 20 km/h ist auch etwa das Tempo, mit dem Radfahrer unterwegs sind, welche wohl noch leiser als ein E-Auto sind, mit geringerer Masse jedoch auch weniger Gefahr ausstrahlen. Dafür bremsen Autos tendenziell besser.

 

Im Zeit-Artikel steht auch von Ergebnissen einer Duisburger Umfrage, nach der E-Autos nicht mehr Gefahrenpotential liefern als Benziner.

 

Als wir noch einen TDI hatten, mochte ich sehr spät abends mit dem kalten Diesel nicht mehr gerne durch unsere Spielstraße fahren, weil er richtig Lärm machte. Mit dem Benziner ist das schon besser gewesen. Mit dem PlugIn-Hybrid stromere ich jetzt leise los, ohne jemanden zu wecken. Durch die Scheinwerfer erschrecken sich (sehende) Fußgänger nachts auch nicht, aber am Tag habe ich Situationen, in denen ich hinter Fußgängern hinterhertuckere, die mich eine Zeit lang nicht bemerken. Ich fahre da ganz vorsichtig, weil ich mir bewusst bin, dass man das Auto schlecht hören kann. Aber manch einer hat vielleicht nicht die Geduld und zischt eng vorbei. Wenn mein Sohn im Auto ist, können wir auch einfach das Schiebedach aufmachen, denn er hat oft laut Musik an. Alternativ kann ich auch kurz den Benziner starten, aber das tue ich nicht so gerne, wenn es nur deswegen ist.

 

Man kann argumentieren, dass es nur eine Umgewöhnung ist, bis sich Fußgänger weniger auf ihr Gehör als mehr auf das Sehen verlassen und auf das zusätzliche Geräusch beim E-Auto verzichten. Andererseits kann es auch für den Fahrer selbst nützlich sein, wenn man ihm schneller Platz macht. Man könnte sich wünschen, dass es wie ein V12-Ferrari klingt, doch es soll lt. Verordnung ein eigener Sound sein. Welches Geräusch ist nach EU-Verordnung noch nicht genau festgelegt.

 

Wie seht ihr das? Sind E-Autos bis 20 km/h gefährlicher als Benziner oder Radfahrer? Sollte man lieber eine dB-Grenze einführen und dann auch Benzinern einen zusätzlichen Ton vorschreiben, falls sie zu leise sind?

j.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 4 fanden den Artikel lesenswert.

04.01.2019 23:36    |    huskycrosser

Das ist wieder typisch für Deutschland

Alles muss geregelt werden .....

Und wer nicht im Verkehr aufpasst sondern mit Handy daddelnd durch die Gegend rennt kann auch bei einer Kollision mit einem Radfahrer tödlich verletzt werden.

Viele haben grundsätzlich die Ohrknöpfe im Ohr, die hören auch so nichts .

 

Man kann nicht alles und jedes regeln und jeden vor allem schützen .

Früher hieß ein Slogen bei der Verkehrserziehung " Augen auf im Straßenverkehr "

Das gilt auch noch Heute ....


04.01.2019 23:41    |    Lumpi3000

Totaler Schwachsinn ... Mehr fällt mir dazu nicht ein.


04.01.2019 23:47    |    jennss

Für Blinde könnten zu leise Fahrzeuge (ggf. auch sehr leise Benziner und Fahrräder) aber problematisch sein.

j.

 

Edit: Habe einen Artikel gefunden: https://motor.at/.../109.434.710

Demnach hilft es nicht, wenn es irgendein Geräusch ist. Blinde wünschen es wie einen Verbrennungsmotor, ansteigend mit der Geschwindigkeit und möglichst bis 50 km/h. Renault scheint jedoch ein passendes Geräusch gefunden zu haben, das Blinde erkennen, ohne dass es "dirty" wie ein Verbrennungsmotor klingt:

 

Zitat:

Ein Verbrennergeräusch als Warnton wurde diskutiert, aber wir würden damit die Chance vertun, die Lärmverschmutzung in Städten zu senken. Daher haben wir einen eigenen Warnton entwickelt, mit drei verschiedenen Geräuschen. Renault macht Geräuschtests mit verschiedensten Personengruppen, auch Blindenverbänden, auch im Verkehr.

Zitat:

… Das zeigte auch der Motor-KURIER-Praxistest mit Blinden. "Da ist wirklich ein Auto vorbeigefahren?" Die blinden "Testhörer und Testhörerinnen" konnten es nicht glauben, dass gerade ein E-Auto aus einer Garagenausfahrt an ihnen vorbeigefahren war, noch dazu eines mit Warnton, und sie, ohne Warnung, in das Auto hineingelaufen wären, weil sie es nicht hörten. Die Szene wiederholte sich.

Hier sind m.E. allerdings auch die Autofahrer besonders gefordert, auf Blinde zu achten. Bei einem stehenden Auto (Start-Stop-System) hilft dann auch ein Diesel nicht.


05.01.2019 00:20    |    Schrauber.Guru

Zitat:

@Lumpi3000 schrieb am 4. Januar 2019 um 23:41:23 Uhr:

Totaler Schwachsinn ... Mehr fällt mir dazu nicht ein.

Nicht immer nur eine Seite betrachten...

Was ist mit Personen die eine Beeinträchtigung haben? Wie sollen blinde einen Fußgängerweg überqueren ohne zu hören dass sich ein E-Mobil im Rekuperationsmodus in der Nähe befindet?

 

Pokern und hoffen dass wenigtens der Fahrer etwas sehen kann?

 

Es sind nicht die Autofahrer allein unterwegs und wie in der Schiffahrt, dass die Kleinen auf die Großen aufpassen müssen, funktioniert im Straßenverkehr mal nicht.

 

Amerika z.b. besitzt keine Ampeln für Blinde, die können hoffen dass sie die andere Straßenseite in der gesetzlichen Zeit von x Sekunden erreichen.

 

Somit gilt §1 der STVO: Rücksicht auf andere nehmen und den Stöpsel auf dem Hals benutzen.

 

 

Z.B. im Winter mit Licht fahren und nicht das Gehirn sowie den Lichtschalter auf AUTO belassen!


05.01.2019 00:26    |    jennss

Zitat:

@Schrauber.Guru schrieb am 5. Januar 2019 um 00:20:00 Uhr:

Nicht immer nur eine Seite betrachten...

Was ist mit Personen die eine Beeinträchtigung haben? Wie sollen blinde einen Fußgängerweg überqueren ohne zu hören dass sich ein E-Mobil im Rekuperationsmodus in der Nähe befindet?

Die EU will den Warnton nur bis 20 km/h. Für obige Situation wäre das vielleicht zu wenig. BTW: Ich bewundere Blinde, die sich im Straßenverkehr nur mit Stock (ohne Hund) frei bewegen. Ich glaube, wenn ich blind (und hörend) wäre, würde ich mich kaum in den Straßenverkehr trauen, geschweige denn einen Fußgängerüberweg nach Gehör überqueren. Ich hätte auch vor Radfahrern vermutlich Angst.

j.


05.01.2019 04:56    |    ankman

Künstliche Geräusche sind immer Unsinn (auch im Auto). E-Autos sind ja auch so erstrebenswert, gerade weil sie leise sind. Für Blinde sollten sie ein Signal aussenden, die der Blinde am Stock oder an einem Vibrationsalarm erkennen kann. Das Fahrgeräusch kann dann nur der Blinde „empfangen“ und die anderen genießen die neue Ruhe...


05.01.2019 06:52    |    Goify

Wenn es um Blinde und Smombies geht, frage ich mich, wie diese mit Radfahrern und leisen Verbrenner-Fahrzeugen jetzt klar kommen. Und wenn das klappt, wird es das auch bei den nicht leiseren, sondern oft lauteren E-Autos klappen. Ich empfinde E-Autos sogar als recht laut - allerdings nicht im Sinne des Schalldrucks, sondern das Geräusch ist sehr durchdringend und hört man sofort.


05.01.2019 08:33    |    wiesoeinname

Ich finde es gut. Ich hatte schon 2x den Fall, dass ich ein E-Auto auf dem Rad nicht gehört habe. Ich schaue zwar beim Seitenwechsel nach hinten, war aber doch leicht erschrocken, als ein E-Auto von hinten kam. Schaden kann es nicht. Ich würde auch bis 50 km/h bevorzugen.

 

Zitat:

@Schrauber.Guru schrieb am 5. Januar 2019 um 00:20:00 Uhr:

 

Z.B. im Winter mit Licht fahren und nicht das Gehirn sowie den Lichtschalter auf AUTO belassen!

Pauschaler Quatsch.

 

 

Zitat:

Als wir noch einen TDI hatten, mochte ich sehr spät abends mit dem kalten Diesel nicht mehr gerne durch unsere Spielstraße fahren, weil er richtig Lärm machte.

In einer Spielstraße darf man auch mit einem E Auto nicht fahren.


05.01.2019 08:45    |    Goify

Zitat:

@wiesoeinname schrieb am 5. Januar 2019 um 08:33:18 Uhr:

In einer Spielstraße darf man auch mit einem E Auto nicht fahren.

Seit wann ist das so und wie kommen die Anwohner zu ihren Garagen?


05.01.2019 08:51    |    wiesoeinname

Ist schon immer so. Wenn Garagen falsch gebaut werden, kann man nichts dafür.


05.01.2019 08:56    |    Goify

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ein Verkehrsberuhigter Bereich (das blaue Schild mit den spielenden Kindern) darf in Schritttempo mit dem Auto befahren werden und wird umgangssprachlich als Spielstraße bezeichnet. Eine echte Spielstraße ist eine mit rotem Gesperrtschild gekennzeichnete Straße und kann auch für Anlieger frei sein, muss sie aber nicht.

Ich glaube jennss meinte wie auch ich einen verkehrsberuhigten Bereich, welchen man befahren darf.

 

BTW, mein Diesel ist erstaunlich gut gedämmt und leiser als der vorherige Benziner.


05.01.2019 09:03    |    wiesoeinname

Richtig, ein verkehrsberuhigter Bereich darf befahren werden. Eine Spielstraße hingegen nicht.


05.01.2019 09:12    |    ankman

Zitat:

@wiesoeinname schrieb am 5. Januar 2019 um 08:51:00 Uhr:

Ist schon immer so. Wenn Garagen falsch gebaut werden, kann man nichts dafür.

Was für ein Unsinn! Spielstraßen darf jedes Auto mit Schrittgeschwindigkeit befahren.


05.01.2019 09:14    |    ankman

Zitat:

@ankman schrieb am 5. Januar 2019 um 09:12:13 Uhr:

Zitat:

@wiesoeinname schrieb am 5. Januar 2019 um 08:51:00 Uhr:

Ist schon immer so. Wenn Garagen falsch gebaut werden, kann man nichts dafür.

Was für ein Unsinn! Spielstraßen darf jedes Auto mit Schrittgeschwindigkeit befahren.

Wenn sie gesperrt ist mit einem rotrandigen Schild natürlich nicht. Vielleicht ist das aber regional unterschiedlich?


05.01.2019 09:18    |    Goify

ankman, verwechsle nicht die Spielstraße mit einem verkehrsberuhigten Bereich (landläufig Spielstraße genannt).


05.01.2019 09:18    |    ankman

Zitat:

@wiesoeinname schrieb am 5. Januar 2019 um 08:33:18 Uhr:

Ich finde es gut. Ich hatte schon 2x den Fall, dass ich ein E-Auto auf dem Rad nicht gehört habe. Ich schaue zwar beim Seitenwechsel nach hinten, war aber doch leicht erschrocken, als ein E-Auto von hinten kam. Schaden kann es nicht. Ich würde auch bis

Dann sollten schnellere Radfahrer auch eine Sirene oder ein „lautes-Keuchen“-Gräusch bekommen! ??


05.01.2019 09:25    |    ankman

Zitat:

@Goify schrieb am 5. Januar 2019 um 09:18:28 Uhr:

ankman, verwechsle nicht die Spielstraße mit einem verkehrsberuhigten Bereich (landläufig Spielstraße genannt).

Da habt ihr Recht. Aber das ist ein einfaches Durchfahrt-verboten-Schild. Mit einem Extra-Spielstaßen-Vermerk. Da darf dann auch kein Radler fahrend durch... Das ist m. E. für die Diskussion irrelvant.


05.01.2019 10:18    |    nikowan

Aus meiner Erfahrung mit 50'000 e-km kann ich sagen, dass ich noch keine einzige gefährliche Situation aufgrund meiner "Geräuschlosigkeit" erlebt habe. De Idee, dass dies in gewissen Situationen relevant sein könnte, ist vielleicht berechtigt, müsste aber durch Unfallstatistiken erhärtet werden. Paradox zu der neuen Regelung finde ich, dass gleichzeitig Millionen von Menschen lärmgeplagt leben müssen. Und denkt man an Menschen mit Gehörbeeinträchtigung, sollten sowieso gewisse Autofarben verboten werden, z.B. asphaltgrau, betongrau, leitplankenbeige und in ländlichen Gebieten vielleicht grasgrün......


05.01.2019 10:18    |    wiesoeinname

Zitat:

@ankman schrieb am 5. Januar 2019 um 09:12:13 Uhr:

Zitat:

@wiesoeinname schrieb am 5. Januar 2019 um 08:51:00 Uhr:

Ist schon immer so. Wenn Garagen falsch gebaut werden, kann man nichts dafür.

Was für ein Unsinn! Spielstraßen darf jedes Auto mit Schrittgeschwindigkeit befahren.

Hauptsache wieder etwas als Unsinn abgetan :rolleyes:

Zitat:

@ankman schrieb am 5. Januar 2019 um 09:18:58 Uhr:

 

Dann sollten schnellere Radfahrer auch eine Sirene oder ein „lautes-Keuchen“-Gräusch bekommen! ??

Wenn jemand schneller sein sollte, dann wird in der Regel kurz geklingelt. Ein Auto hupt nicht.


05.01.2019 11:00    |    kappa9

Da wird entwickelt und geforscht wie blöde, um Fahrzeuge leise zu machen (inkl. Reifen u.v.m.). Dann ist ein Fahrzeug mal leise und schon soll ein künstliches Geräusch her.

 

Es sind bei dem Smombies ja nicht nur diese an suizid grenzende Ignoranz anderer im Straßenverkehr durch herab schauen auf das Display.

Hinzu kommen bei vielen Fußgängern und mittlerweile ja auch Radlern die Ohrhöhrer mit Antischall / aktiver Geräuschunterdrückung.

 

Je einfacher das künstliche Fahzeuggeräusch nun generiert wird, desto besser kann es im Ohrhörer kompensiert werden und der Träger hört nichts mehr von seiner Umwelt.

 

Solange es für diese Leute keine App gibt werden die immer für Unfälle dieser Art sorgen.

 

Da hilft auch kein Summton am E-Auto.


05.01.2019 11:08    |    jennss

Ich war mir schon bewusst, dass man korrekterweise "verkehrsberuhigter Bereich" sagt, wusste jedoch nicht, dass es auch noch "echte Spielstraßen" gibt. Ein Schild mit rotem Rand habe ich noch nie gesehen. Da ich befürchtet habe, es könnte mit 30er Zone mit Verkehrsberuhigung (Hindernisse) verwechselt werden, habe ich Spielstraße geschrieben. Aber jetzt wissen ja alle, worum es geht. Unter www.verkehrsschilder.de findet man mit Suchstichwort "Spielstraße" nur die verkehrsberuhigte Zone ("Spielstraße" :D). Vielleicht gibt es nur in Österreich oder woanders die "echte Spielstraße"? Wie sieht das Schild aus?

 

Die Idee, bei langsamem Tempo ein Funksignal für den Gehstock zum Brummen auszusenden, finde ich gar nicht so schlecht. Das könnten auch Verbrenner bekommen. Aber wie lässt sich das orten?

 

Einfach ein Verbrennergeräusch per Lautsprecher zu generieren, ist wohl die einfachste Idee.

j.


05.01.2019 11:20    |    Goify

Zitat:

@kappa9 schrieb am 5. Januar 2019 um 11:00:29 Uhr:

Solange es für diese Leute keine App gibt werden die immer für Unfälle dieser Art sorgen.

Es gibt für diesen Einsatzfall Knochen-Kopfhörer, die drücken vor dem Ohr auf den Schädelknochen und so bleiben die Ohren völlig frei.


05.01.2019 11:26    |    kappa9

Zitat:

@Goify schrieb am 5. Januar 2019 um 11:20:26 Uhr:

Zitat:

@kappa9 schrieb am 5. Januar 2019 um 11:00:29 Uhr:

Solange es für diese Leute keine App gibt werden die immer für Unfälle dieser Art sorgen.

Es gibt für diesen Einsatzfall Knochen-Kopfhörer, die drücken vor dem Ohr auf den Schädelknochen und so bleiben die Ohren völlig frei.

Gibt es alles,

leider WOLLEN die Leute ja genau das Gegenteil: sie wollen Höhrer die alles andere kompensieren und die Industrie liefert und bewirbt sie.


05.01.2019 13:11    |    meehster

Ich halt künstliche Geräusche für Humbug. Ich sehe bzw. höre das ja auch an meinem Auto, das auch elektrisch fahren kann. Sobald die Kiste rollt, ist sie hörbar.


05.01.2019 20:02    |    cso-cso

Zitat:

@Goify schrieb am 5. Januar 2019 um 06:52:32 Uhr:

Wenn es um Blinde und Smombies geht, frage ich mich, wie diese mit Radfahrern und leisen Verbrenner-Fahrzeugen jetzt klar kommen. Und wenn das klappt, wird es das auch bei den nicht leiseren, sondern oft lauteren E-Autos klappen. Ich empfinde E-Autos sogar als recht laut - allerdings nicht im Sinne des Schalldrucks, sondern das Geräusch ist sehr durchdringend und hört man sofort.

Meinen E-Golf hört man, bis auf das Reifenabrollgeräusch, überhaupt nicht. Keine Spur von "durchdringendem Geräusch". Also bitte nicht alle in einen Topf werfen!


05.01.2019 20:36    |    kappa9

Es ist sehr stark von der Geschwindigkeit abhängig.

Z.B. ist der Tesla Model S bei Schrittgeschwindigkeit innen minimal leiser bis gleich, ab 30-50 km/h ist er lauter als mein Verbrenner solange nicht stark beschleunigt wird.

Außen überwiegen bei beiden Antriebskonzepten ab ca 30km/h die übrigen Geräusche wie Abrollen usw.

 

Dennoch möchte ich keinen künstlichen Sound. Ich finde diese Fake-Auspufflautsprecher bei Audi schon schlimm und peinlich genug.


05.01.2019 22:13    |    notting

Auch Nicht-Smartphone-Zombie-Fußgänger erschrecken immer wieder, weil sie bevor sie auf die Str. treten nicht z. B. nach Radfahrern schauen, die evtl. kein heruntergekommenes Klapperrad haben und auf eine Str. fahren die rel. neu ist, also nix Schlaglöcher. Hatte mit solchen Fußgängern auch schon Probleme als Radfahrer. Von Radfahrern die rel. langsam fahren und insb. vor dem Linksabbiegen/zum Überholen bzw. insb. illegalen Nebeneinanderfahren nicht schauen ob sie links überholt werden ganz abgesehen :mad:

Denke dass dieses künstl. Geräusch im Endeffekt eher Radfahrer gefährdet als dass es sich positiv auswirkt.

 

notting


06.01.2019 01:09    |    jennss

Interessant fände ich eine Statistik über Unfälle mit E-Autos bis 20 km/h. Ich meine, wenn da was passiert, ist es immer die Schuld des Autofahrers, selbst mit Verbrenner. Blinde machen zu Fuß sicher keine schnellen Richtungswechsel und bei spielenden Kindern halten Autofahrer automatisch Abstand bis sie bemerkt wurden. Ich frage mich, ob die EU aufgrund von Unfallstatistiken und Erfahrungen mit Unfällen entschieden hat oder ob die Entscheidung nur auf Befürchtungen/Vermutungen basiert.

j.


06.01.2019 03:49    |    Speedy1st

Zitat:

@kappa9 schrieb am 5. Januar 2019 um 20:36:12 Uhr:

 

Z.B. ist der Tesla Model S bei Schrittgeschwindigkeit innen minimal leiser bis gleich, ab 30-50 km/h ist er lauter als mein Verbrenner solange nicht stark beschleunigt wird.

Den Verbrenner möcht ich sehen. S-Klasse mit 5fach gekapselten V12?

 

Ein Verbrenner in dem man den Motor nicht hört. Das wäre, wenn es rein für die Fortbewegung sein soll, doch mal eine Erfindung. ;)

 

 

Die Geräusche für Elektros sind absurd und unnötig. Bis 20kmh braucht man das nicht - diese Geschwindigkeit findet nicht statt und an diesen Stellen ist man ohnehin besonders vorsichtig.

 

Man muss und wird sich an die geräuschlosen Autos gewöhnen. Sie sind inzwischen ja auch nicht mehr so selten.

 

Habe gerade erst die Elektroanschaffung durchgerechnet, und solch ein Quatsch würde direkt deaktiviert werden, muss man es eben zum Tüv wieder anklemmen.

 

Und mindestens ein Vertreter der Stromer macht schon Geräusche. Nämlich wie ein Raumschiff - ziemlich lächerlich. Leider weiß ich nicht mehr ob es ein I-Mief, ein Leaf oder ein Zoe war...


06.01.2019 06:15    |    kappa9

Zitat:

@Speedy1st schrieb am 6. Januar 2019 um 03:49:36 Uhr:

Zitat:

@kappa9 schrieb am 5. Januar 2019 um 20:36:12 Uhr:

 

Z.B. ist der Tesla Model S bei Schrittgeschwindigkeit innen minimal leiser bis gleich, ab 30-50 km/h ist er lauter als mein Verbrenner solange nicht stark beschleunigt wird.

Den Verbrenner möcht ich sehen. S-Klasse mit 5fach gekapselten V12?

 

Ein Verbrenner in dem man den Motor nicht hört. Das wäre, wenn es rein für die Fortbewegung sein soll, doch mal eine Erfindung. ;)

...

Dann lies doch einfach nochmal genau was ich schrieb...

Und bevor Du irgendwelche Thesen aufstellst: Leih Dir mal ein solches Fahrzeug aus und fahre einen Tag lang alle möglichen Strecken, dann weißt Du was ich meine... :-)


06.01.2019 10:50    |    Abkueko

Ich bin an sich Gegner dieser Töne. Sinnvoll sehe ich es nur als Anfahrgeräusch um zu erkennen, dass sich das eben noch stehende Fahrzeug nun bewegt. Die 20km/h empfinde ich daher noch als vertretbar. Mehr aber definitiv nicht.

Da gehe ich auch nicht mit Blindenverbänden mit. Eben weil Blinde sich nicht an Straßen bei denen 50km/h gefahren wird, mal eben auf ihr Gehör verlassen. So sehr gefährden die sich auch heute nicht selbst.


06.01.2019 11:57    |    Schwarzwald4motion

Ja unbedingt solange es bald aufhört, die Besagten 20Km/h sind da gar nicht so schlecht.

Aber bitte nicht dieses Baumaschinen-Gepipse, der Ton ist auch zu Hoch.:mad:

 

Wenn ich mit dem Golf IV aus der Garage Rückwärts fahre ist da die C-Säule welche für meine Übersicht schnell mal ein problem werden könnte, Bei den aktuellen SUV's ist das noch viel dramatischer.

 

Wenn ich Fahrrad fahre wird das Klingeln* oft überhört insbesondere von Senioren, dann Brems ich mal kurz dies wird meist gehört.

Von dem Ansatz die Verantwortung an den anderen Verkehrsteilnehmer (z.B. die App) abzugeben halte ich nichts.

 

Bin mir Bewusst das ein Fahrrad oder ein Fußgänger auch leise ist und kein Dauergeräusch macht :D, aber bei einen sperrigen Fahrzeug mit ~1,5 Tonnen sollte die Gefahrenprävention schon etwas weiter gehen.

 

Ein Andauernder in der Tonart variierender Klang wäre meine Idealvorstellung.

 

 

*= Rennradklingel ein hoher Ton aber eigentlich Laut


06.01.2019 12:59    |    cng-lpg

Die geringe Lautstärke von Elektrofahrzeugen ist keine Gefahr, das ist genauso falsch wie die Annahme, durch den Sicherheitsgurt würden die Leute bei Unfällen verbrennen. Es hat lange gedauert bis die Autofahrer den Gurt akzeptiert haben und der Irrglaube an die Toten und Verletzten durch den Gurt langsam verschwandt.

 

So ein künstliches Fahrgeräusch ist unterm Strich kontraproduktiv, weil leise Fahrzeuge noch weniger wahrnehmbar werden und die akkustische Verschmutzung der Umwelt noch gesteigert wird.

 

Nur leider haben wir heute eine andere politische Situation als zu Zeiten der Einführung des Sicherheitsgurtes, heute werden teilweise Entscheidungen mit weitreichen Folgen von völlig sachfremden, also unwissenden Politikern gemacht. Ein Beispiel ist der folgenreiche Schwachfug mit dem Grenzwert von 40 µg/m³ für Stickstoffdioxid.

 

Die Bimmel für Elektrofahrzeuge ist nah am Red Flag Act, einem Gesetz im Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland, das ab 1865 galt und verlangte dass ein Fußgänger mit einer roten Flagge vor jeder pferdelosen Kutsche, also jedem Auto zu gehen hatte.

 

 

Gruß Michael


06.01.2019 13:01    |    cng-lpg

Zitat:

@huskycrosser schrieb am 4. Januar 2019 um 23:36:19 Uhr:

Das ist wieder typisch für Deutschland

Ja nee, is' kla': EU-Kommission. Typisch für Deutschland.

 

 

Gruß Michael


06.01.2019 13:02    |    labuhnwer

Es wird immer vergessen, das die Fussgaenger auch Autofahrer sein koennen, genau wie umgekehrt. Und viele junge Autofahrer werden auch mal alt und meist zu "nur Fussgaengern" Und zur Not helfen eben auch teilweise bereits vorhandene Sensoren, die ein Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.

Genauso muss da ja auch kein nerviger Dauerton sein, sondern ein ebenfalls ueber Sensoren ausgeloestes Signal im Tieftonbereich, deshalb besonders fuer aeltere Menschen gut wahrnehmbar. Auch koennten in Zukunft Fussgaenger zwangsweise Empfaenger mit sich fuehern, die selektiv Tonfolgen abgeben koennen, ob sich ein Fahrzeug von hinten, links oder rechts naehert, gesendet von den Fahrzeugen unhoerbar ueber Frequenzen im Nah-oder Gefahrenbereich. Das muesste alles nicht viel kosten und wuerde letztendlich durch geringere Unfallzahlen kompensiert. Sueffisant koennte man sagen, die Kosten wuerden getragen von KFZ- und Krankenversicherungen und dann denn Beitragszahlern ueber geringere Beitraege wieder zugute kommen.

W. Labuhn


06.01.2019 13:10    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@labuhnwer schrieb am 6. Januar 2019 um 13:02:25 Uhr:

.

..deshalb besonders fuer aeltere Menschen gut wahrnehmbar. Auch koennten in Zukunft Fussgaenger zwangsweise Empfaenger mit sich fuehern, die selektiv Tonfolgen abgeben koennen...

Typisch Deutscher Schwachfug, und ein Senior weis nichts darüber oder vergisst das Teil, das ist dan die Darwinsche auslese oder was??


06.01.2019 13:11    |    notting

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 6. Januar 2019 um 12:59:00 Uhr:

Die geringe Lautstärke von Elektrofahrzeugen ist keine Gefahr, das ist genauso falsch wie die Annahme, durch den Sicherheitsgurt würden die Leute bei Unfällen verbrennen. Es hat lange gedauert bis die Autofahrer den Gurt akzeptiert haben und der Irrglaube an die Toten und Verletzten durch den Gurt langsam verschwandt.

Natürl. kann es immernoch Tote und Verletzte durch den Sicherheitsgurt geben! :mad:

Sehe immer wieder, dass z. B. die Verstellungsmöglichkeiten der oberen Gurtumlenkrollen für div. Verwandte von mir zu gering sind. Mein Opa hat sich z. B. in seinem letzten Auto da sogar extra was anschweißen lassen müssen, damit der Gurt nicht auf den Hals drückt! -> Sowas wirst du in keinem Mietauto (ink. Carsharing & Co.) finden. Aber wenn man z. B. wg. unverschuldetem Unfall drauf angewiesen ist, kann man ggf. nicht wirkl. zur Arbeit fahren bzw. Fahrer/Taxi wird da AFAIK nicht bezahlt bzw. wenn nur recht kurz und dann wird's teuer. Bzw. allg. haben die auch Probleme, sowohl gut über's Armaturenbrett schauen zu können als auch vernünftig an die Pedale zu kommen. D.h. höher sitzen wg. Gurt heißt meist, dass sie nicht mehr an die Pedale kommen. Nein, keiner von denen hat wg. der Körpergröße einen Anspruch auf einen Behindertenausweis.

Und mach mal einen Unfall mit Kindern die zwar angegurtet sind, aber warum auch immer keinen Kindersitz haben oder zusammen mit einer größeren Person bei der sie auf dem Schoß sitzen angegurtet sind! :rolleyes:

 

notting


06.01.2019 13:13    |    labuhnwer

Zitat:

@cng-lpg schrieb am 6. Januar 2019 um 12:59:00 Uhr:

Die geringe Lautstärke von Elektrofahrzeugen ist keine Gefahr, das ist genauso falsch wie die Annahme, durch den Sicherheitsgurt würden die Leute bei Unfällen verbrennen. Es hat lange gedauert bis die Autofahrer den Gurt akzeptiert haben und der Irrglaube an die Toten und Verletzten durch den Gurt langsam verschwandt.

 

So ein künstliches Fahrgeräusch ist unterm Strich kontraproduktiv, weil leise Fahrzeuge noch weniger wahrnehmbar werden und die akkustische Verschmutzung der Umwelt noch gesteigert wird.

 

Nur leider haben wir heute eine andere politische Situation als zu Zeiten der Einführung des Sicherheitsgurtes, heute werden teilweise Entscheidungen mit weitreichen Folgen von völlig sachfremden, also unwissenden Politikern gemacht. Ein Beispiel ist der folgenreiche Schwachfug mit dem Grenzwert von 40 µg/m³ für Stickstoffdioxid.

 

Die Bimmel für Elektrofahrzeuge ist nah am Red Flag Act, einem Gesetz im Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland, das ab 1865 galt und verlangte dass ein Fußgänger mit einer roten Flagge vor jeder pferdelosen Kutsche, also jedem Auto zu gehen hatte.

 

Gruß Michael

Ja klar, dann schaffen wir auch an Bahnuebergaengen die Schranken und Signalanlagen ab, auch alle Ampeln und Warnhinweise bzw. Strassenbeschilderung, Warnung vor Steinschlag und Lawinen. und so fort. Dann sinkt evtl. die Weltbevoelkerung wieder und die Ressourcen halten laenger und alles wird wieder etwas uebersichtlicher fuer den Rest. Und wir haetten dann auch viel mehr Platz fuer die wilden Tiere wie Woelfe, Baeren usw. Sind doch dann tolle Aussichten, wenn die Ueberwachung des Oeldrucks, der Motortemperatur und Tankanzeige des eigenen Fahrzeugs wichtiger wird wie ein Menschenleben!


06.01.2019 13:45    |    labuhnwer

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 6. Januar 2019 um 13:10:03 Uhr:

Zitat:

@labuhnwer schrieb am 6. Januar 2019 um 13:02:25 Uhr:

.

..deshalb besonders fuer aeltere Menschen gut wahrnehmbar. Auch koennten in Zukunft Fussgaenger zwangsweise Empfaenger mit sich fuehern, die selektiv Tonfolgen abgeben koennen...

Typisch Deutscher Schwachfug, und ein Senior weis nichts darüber oder vergisst das Teil, das ist dan die Darwinsche auslese oder was??

Das mit dem Schwachfug verbitte ich mir, das fasse ich als persoenliche Beleidigung auf!


Deine Antwort auf "Künstliches Fahrgeräusch für E-Autos: Sinn oder Unsinn?"

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