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Mon May 24 19:30:08 CEST 2010    |    jennss    |    Kommentare (64)    |   Stichworte: Motorrad, Unfälle

Schaut euch mal diesen Artikel an: http://nachrichten.t-online.de/.../index
(den Text einfach hier reinkopieren, ist wohl nicht i.O. , oder ist das bei Blogs ok.? Bin mir da unsicher.)

Wo seht ihr die Hauptursachen von Motorradunfällen? Im Artikel liest man heraus, dass manche wohl zu dicht aufgefahren sind. Andere hatten ihr Motorrad einfach nicht mehr unter Kontrolle. Oder liegen die Fehler eher bei Autofahrern, die sich verschätzen oder Motorräder übersehen? Interessant wären auch Ansichten von Motorradfahrern selbst.
j.

UnfallUnfall

Tue May 25 13:17:05 CEST 2010    |    Spannungsprüfer35769

Zitat:

den Tip hab ich übrigens von einem 55-jährigen Fahrer, der seit 18 auf dem Bike sitzt

schlimm genug....da sieht man mal wieder, dass das alter überhaupt keine rolle spielt.

was machst du denn, wenn du jemandem entgegenkommt mit deinem fernlicht und denjenigen das stört und er dich mit seinen xenon "nightbreakern" blendet?
das ist auch am tag nicht unbedingt angenehm, du würdest dann zur seite schauen und wärst in dem moment nicht in der lage die situation vor dir zu erfassen bzw. dem verkehrsgeschehen zu folgen...

sowas macht man einfach nicht, egal ob es der eine als nervend empfindet oder nicht.
"am tag" kann es trotzdem nerven, zusätzlich wenn man evtl. noch die sonne im rückspiegel stehen hat...
lieber nach richtigen maßnahmen suchen, anstatt sowas zu machen.
schutzweste ist ja schonmal ein anfang, woanders habe ich noch von einem auffäligen helm gelesen, da gibts bestimmt noch mehr passive möglichkeiten.
am besten ist jedoch aktiv sicherer und vorrausschauender zu fahren.
wenn du weißt, dass dein sicherheitsabstand für die gefahrenbremsung nicht ausreicht, dann erhöh ihn!

-> habe nichts gegen kradfahrer, seh ich auch gerne auf den straßen und bisher ist mir soeine situation (außer zweite-reihe überholer) auch noch nicht vorgekommen, aber ich lass auch meist platz wenn möglich und guck ja auch innen rückspiegel 🙂
zudem kann ich einfach davon ausgehen, dass der kradfahrer vor mir mich nicht behindert oder rumschleicht, das ist bei nem auto meist anders.

Tue May 25 16:45:32 CEST 2010    |    jennss

Haben Motorräder eigentlich auch schon Xenons?
j.

Wed May 26 08:57:02 CEST 2010    |    ICOMworker

Wer lange genug sich auf der Straße ist bewegt kennt die Verhaltensweisen.
Sei es als Autofahrer in seinem Verhalten als Motorrad-, Radfahrer und letztendlich sein benehmen als Fußgänger😉

Das wichtigste als Motorradfahrer sind Blickkontakte, über Außenspiegel und Rückblichspiegel, sich zu vergewissern, daß man gesehen wurde.
Hat mir immer sehr geholfen.

Grüße

PS: Lesbare Nummernschilder würden die Va entlasten.

Ähnliches ist mir passiert, als ich bei meinem neuen Moped aufgrund meiner Größe das Windschild um 5 cm höher setzte. bei 160 wars dann passiert....

Wed May 26 09:01:58 CEST 2010    |    carbon-compound

ja xenon (HID) gibts bei motorrädern, aber in europa illegal, weil keine niveauregelung.
who cares?!?!

Wed May 26 10:33:18 CEST 2010    |    jennss

Zitat:

ja xenon (HID) gibts bei motorrädern, aber in europa illegal, weil keine niveauregelung.ja xenon (HID) gibts bei motorrädern, aber in europa illegal, weil keine niveauregelung.

Ist eine Niveauregelung bei Motorrädern nicht mögllich?

Gibt es bei Motorrädern auch Tagfahrlicht wie am Auto? Das wäre doch sinnvoll. Tagfahrlicht ist schwach, aber auf Blendung (Gesehenwerden) ausgelegt. Das könnte man getrennt vom Abblendlicht perfekt einstellen.

Ich denke, das Problem ist, dass beim Motorrad das Verhältnis von Fahrzeuggröße zu Geschwindigkeit ungünstig zum Gesehenwerden ist und daher einige Unfälle passieren.
j.

Wed May 26 10:52:38 CEST 2010    |    carbon-compound

die technik für die niveauregelung bringst in einem motorrad so leicht nicht unter.
außerdem ist das zeug sauteuer und nicht serienmäßig verfügbar. wär also selbst zu entwickeln und in diesem sinne eine sondertypisierung.
ich hab schon probleme mein kurvenlicht legal zu machen (serienfertigung).

Wed May 26 23:28:06 CEST 2010    |    Spurverbreiterung15724

Ich bin selber jahrelang Motorrad und Auto gefahren und verfolge das Thema von daher schon seit längerem. Dass Autofahrer den Großteil der Unfälle mit Motorradfahrern verursachen ist schon seit Ewigkeiten eine Konstante. Ebenso, dass viele Autofahrer das aus dem Bauchgefühl heraus leider ganz anderes bewerten.

Neben dem Problem des nicht gesehen werdens, haben auch viele Autofahrer ohne Motorraderfahrung keinerlei Vorstellung von der Fahrdynamik von Motorrädern. z.B. die vergleichsweise großen Kurvenradien, die wachsende "Breite" von Motorrädern in Kurven durch die Schräglage oder die Problematik beim Bremsen in der Kurve - gar nicht zu reden vom Beschleunigungsvermögen. Das führt nicht selten zu drastischen Fehleinschätzungen.

Hinzu kommt noch ein gewisser Geltungsdrang einiger wild aufgebrezelter Tuningkarren-Fahrer. Bei gemütlichen Ausfahrten hat man alle Nase lang so einen Idiot hinter einem, der einem unbedingt beweisen muss, wie schnell das jeweilige Auto fahren kann und entsprechend dicht auffährt/drängelt (aber häufig leider nicht einfach mal überholt).

Wie wahnsinnig gefährlich dichtes Auffahren gerade auf Motorradfahrer ist, geht auch nur wenigen durch den Kopf (nicht nur in der angesprochenen Gruppe). Mir stellen sich jedesmal die Nackenhaare auf, wenn ich sehe, wie knapp einige Autofahrer gerade auf der Autobahn einigen Motorradfahrern hinterhergurken.

Natürlich gibt es diese Verhaltensweisen auch bei Motorradfahrern, vielleicht sogar auch relativ häufig, weil das Motorrad heute ja eher ein Spaßgerät als ein Fortbewegungsmittel ist. Man muss sich dabei aber mal vor Augen führen, welches Risiko ein drängelnder Motorradfahrer im Vergleich zu einem Autofahrer darstellt...

Und es kommt für mich noch ein Punkt hinzu. Ich denke, dass man als schnell fahrender Motorradfahrer viel intensiver bei der Sache ist, als es bei vielen schnell fahrenden Autofahrern der Fall ist. Einfach, weil einen die Autos heute so stark von der Außenwelt abschirmen. Zudem betreiben viele gerade schnelle Motorradfahrer ihre Beschäftigung fast wie ein Sport, d.h. sie versuchen aktiv ihre Fähigkeiten zu verbessern. Vielleicht verursachen Motorradfahrer gemessen an ihrer häufig doch sehr flotten Fahrweise auch deshalb so wenig Unfälle.

Fri May 28 09:26:38 CEST 2010    |    jennss

Zitat:

Wie wahnsinnig gefährlich dichtes Auffahren gerade auf Motorradfahrer ist, geht auch nur wenigen durch den Kopf (nicht nur in der angesprochenen Gruppe). Mir stellen sich jedesmal die Nackenhaare auf, wenn ich sehe, wie knapp einige Autofahrer gerade auf der Autobahn einigen Motorradfahrern hinterhergurken.

Gleichzeitig sieht man aber auch mal Motorradfahrer, die dicht auf Autos auffahren, erscheint mir aus meiner Sicht eher häufiger der Fall. Es gibt aber wohl auch Autofahrer, die sich von Motorradfahrern herausgefordert fühlen und gerne zeigen, dass sie auch schnell fahren können... Irgendwas muss man ja mit den vielen PS unter der Motorhaube anfangen 😉.

Hat ein Motorrad eigentlich einen deutlich längeren Bremsweg als ein Auto?

j.

Fri May 28 09:43:32 CEST 2010    |    Spurverbreiterung15724

Zitat:

Gleichzeitig sieht man aber auch mal Motorradfahrer, die dicht auf Autos auffahren, erscheint mir aus meiner Sicht eher häufiger der Fall.

Hab ich ja auch geschrieben. Die Sache mit der Gefährdung ist bei einem Gesamtgewicht von etwa 300kg nur eine etwas andere als bei 1 - 1,5t....

Die Sache mit dem Bremsweg hängt stark von den konkreten Fahrzeugen ab. Grundsätzlich wird ein Auto mit etwas Abtrieb und entsprechend guten Reifen sicherlich schneller zum stehen kommen als ein Motorrad. Groß sind die Unterschiede jedoch nicht. Gute Motorräder stehen (100-0) afair nach so etwa 38m, gute Autos schaffen das unter 35m. Ein Vorteil für das Motorrad wird in der Realität sicherlich die meist frischere Bereifung sein, denn einen Satz Reifen hat man nach ein, längstens jedoch zwei Saisons runter, während viele Autofahrer gut doppelt so lange auf ihren Schlappen herumfahren.

Fri May 28 14:29:19 CEST 2010    |    Rostlöser48092

Hallo,

Motorräder haben fast immer einen längeren Bremsweg als Autos. Beim Bremsweg von 100 auf 0 km/h braucht ein Motorrad zwischen 40 und 46 Meter. Nur ganz wenige schaffen unter 40 Meter. Bei den Auto liegt dieser Wert zwischen 36 und 40 Meter. Diese Daten kann jeder in der Fachpresse nachlesen.

Der Grund für diesen längeren Bremsweg liegt in einer kleineren Reifenauflagefläche und einem kurzen Radstand. Das Motorrad kommt bei Vollbremsungen hinten schnell hoch. Dazu kommt erschwerend, dass die meisten Motorräder kein ABS haben. Nur wirkliche Vollprofirennfahrer können mit einem Motorrad ohne ABS optimal bremsen. Ohne ABS bremsen die meisten Motorradfahrer vorne weniger als möglich ist. Der Grund ist die Angst, dass das Vorderrad plötzlich blockiert und damit ein Sturz entsteht. Hier werden je nach Können und Erfahrung viele Meter Bremsweg verschenkt.

Für mich ist ein ABS im Motorrad ein Muss. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass oftmals die schnellsten Motorräder wie Suzuki Hayabusa oder die diversen Supersportmotorräder ohne ABS gebaut werden. Hier ist übrigens Honda vorbildlich und bietet auch für die Supersportmotorräder ABS an.

Fri May 28 18:08:55 CEST 2010    |    jennss

Übrigens hatte mein Vater damals das allererste ausgelieferte Serien-Motorrad der Welt mit ABS bekommen 🙂. (BMW K100RS)
j.

Wed Jun 09 21:44:25 CEST 2010    |    Duftbaumdeuter1360

Zitat:

Bei gemütlichen Ausfahrten hat man alle Nase lang so einen Idiot hinter einem, der einem unbedingt beweisen muss, wie schnell das jeweilige Auto fahren kann und entsprechend dicht auffährt/drängelt (aber häufig leider nicht einfach mal überholt).

Es gibt aber auch die Spezialisten von Motorrad-Fahrern, die ein Auto ja unbedingt auf der Geraden vor den Serpentinen noch überholen müssen, um dann in den Kurven nicht weiterzukommen...

Das muss genausowenig sein.

Wed Jun 09 21:56:34 CEST 2010    |    GaryK

Ist aber selten. Die meisten Motorradfahrer können trotz theoretisch niedrigerer Kurvengeschwindigkeit praktisch den Autos davonfahren. Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren von einem Auto überholt worden zu sein. Aber "erlegte" Porsche & Co gibts öfter.

Thu Jun 10 09:43:24 CEST 2010    |    Spurverbreiterung15724

@GaryK:

Ich denke das liegt daran, dass die meisten Auto- bzw. Sportwagenfahrer die maximalen Kurvengeschwindigkeiten nicht ansatzweise ausfahren.

Einerseits aus vermutlich Komfortgründen (auf der Gerade in den Sitz gepresst werden ist ein lustig/angenehmes Gefühl, mit etwa 1g Querbeschleunigung im Sitz zu hängen weniger) -
Andererseits wohl auch weil man im Straßenverkehr die Kurvengeschwindigkeiten (Einsehbarkeit) nicht beliebig steigern sollte.

Thu Jun 10 09:46:00 CEST 2010    |    jennss

Zitat:

Ich denke das liegt daran, dass die meisten Auto- bzw. Sportwagenfahrer die maximalen Kurvengeschwindigkeiten nicht ansatzweise ausfahren.

Das kann sein. Ich fuhr neulich mal mit einem Bekannten in seinem Porsche Carrera4 mit. Er hatte schon ein Fahrtraining. Ich hätte nicht gedacht, dass so hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich sind. Das Auto ist gar nicht ausgebrochen und es war sauschnell in enger Kurve.

j.

Thu Jun 10 09:53:18 CEST 2010    |    Spurverbreiterung15724

@jenss:

...und das gilt sogar für Normal-Autos wie Golf und Co. Den richtigen Fahrer vorausgesetzt erlauben die heutigen Fahrwerke schon ganz erstaunliche Kurvengeschwindigkeiten.

z.B. hier
http://www.youtube.com/watch?v=4MrVs-vu6IA

Allerdings: Ein Motorrad von einem echten Könner bewegt ist auch nicht gerade langsam 😉

Thu Jun 10 14:30:20 CEST 2010    |    Faltenbalg196

Naja, wer seine Reifen halbwegs wirtschaftlich fährt, wird seinen täglichen Weg zur Arbeit langsamer bestreiten.
Klar ist viel möglich, wenn mans kann. Aber man muss auch immer die Kosten im Auge behalten, ich spreche nich vom Unfall (wie gesagt, wenn man weiß was man tut...), aber vorallem der stärkere Verschleiß von eben solchen Teilen.. nunja, muss halt auch immer die Verhältnismäßigkeit sehen...

Sat Jun 12 19:47:26 CEST 2010    |    GaryK

Schalt beim Fahrer des Videos das ESP aus, das kostet den 1-2 Minuten. Aber hut ab, gut gefahren ... ein Bekannter fährt etwa 9 Minuten mit einem Uralt-Astra (ohne ESP). Aber der hat auch etwas mehr als 7 Runden auf seiner Karte 😉

Sat Jun 12 20:23:04 CEST 2010    |    carbon-compound

es ist amüsant zu lesen, daß es autos und motorräder gibt. naja, immerhin wird schon zwischen golf und porsche unterschieden...

aber wenn ich mir hier (nicht bös gemeint) die stereotypen meldungen und meinungen von teilweise aktiven und ehemals aktiven motorradfahrern durchlese muß ich feststellen, daß sogar diese nur bedingt wissen was motorräder und die dazugehörige technik leisten kann.

wenn ich ein bike hätte, daß die von euch zitierten 40m von 100 auf null braucht, dann würd ich hier nimmer tippen sondern seit jahren die würmer ernähren.

meine dicke hat 250kg und ist echt keine rennmaschine (cbr1100xx) sondern eine relativ flotte tourenmaschine.
trotz der vielen kilometer fahr ich aber keine ein bis zwei saisonen funktionierende tourenreifen (wer fährt so zäh, daß das so lange halten kann?) sondern rennreifen und die sind nun mal bei 2.000 bis 4.000 tot. also richtig tot. profilfrei.

wir haben das mal grob gemessen: 22m bis 30m von gpsgemessenen hundert auf null.

ich kann mich noch darauf erinnern, daß ich vor jahren auf meiner uralten 500er auf der autobahn im strömenden regen bei ca. 160km/h von einer zivilstreife (die vor lauter aquaplaning fast nicht mithalten konnte) aufgehalten worden bin.
also die jungs fahren mir vor, schalten ihre leuchtdiodenschrift ein und ich bremse. rauschen die mir nicht doch glatt 300m davon und ich mußte am pannenstreifen nochmal gas geben...

ich will damit nur sagen: ich weiß wenigstens so ungefähr, was ich mache und wie weit ich gehen kann bevors an die physikalischen grenzen geht. viele autofahrer wissens nicht, ebenso die biker. da wird mit juchu in eine kurve blind reingebretter, weil geht sich vom radius eh aus. und wenn da was auf der straße liegt? ein traktor fährt? einer entgegenkommend die kurve schneidet? naja, dann sind die leute eben beiträge in der unfallstatistik. jo mei...

und weils so schön ist, daß irgendwelche arschlöcher um 3h morgens auf der autobahn bei 160 dvd´s anschaun ohne, daß es die polizei bemerkt haben sie mir am montag den führerschein abgenommen, weil ich zu flott war. mann! ich hab definitiv immer ein voll funktionstüchtiges motorrad, daß IMMER sowas von sicher unterwegs ist. ohne bremsprobleme, ohne reifenprobleme etc...

  • gut, daß mich da einer ausm gebüsch heraus gesehen hat, denn wenn ich mit dem motorrad mal wirklich in eine brenzlige situation komme ist kein bulle da, der den herrn gti oder mercedes wegen absichtlicher behinderung oder wegen schneidens den schein abnimmt
  • gut, daß mir eine oma aus dem ruhenden verkehr seitlich ins auto fährt und ich meinen schaden selber zahl, weil die polente nix machen kann
  • gut, daß ich dieses spiel begriffen habe und dazu stehe ein feindbild zu sein.

allerdings trägt das feindbild mehr sicherheit am körper als die meisten auto- und motorradfahrer glauben, daß es notwendig wäre.
ist es aber.

ps: haben die anderen motorradfahrer hier auch schon bemerkt, daß sie immer dann an die staatskasse zu zahlen haben, wenn wirklich in keinster weise irgendwer gefährdet wurde?
oder gehts nur mir so?

danke fürs frustablassen dürfen.

Wed Jun 16 09:47:08 CEST 2010    |    jennss

Motorräder sind tatsächlich schlechter zu sehen als Autos. Man muss eigentlich genauer hinschauen, um auch Motorräder zu bemerken als bei Autos. Als ich heute morgen auf eine Straße abgebogen bin, habe ich einen Motorradfahrer erst bemerkt als ich bereits im Begriff war abzubiegen. Er brauchte zwar nicht extra wegen mir bremsen und es war auch keineswegs gefährlich, aber ich bin sicher, ein Auto hätte ich früher bemerkt. Es war eine unverkleidete Maschine. Sieht man verkleidete Motorräder vielleicht besser? Das Verhältnis der Geschwindigkeit von Motorrädern zur Frontfläche ist für die Sichtbarkeit relativ schlecht. Ein Radfahrer mit weniger Tempo wäre da kein Problem (bei sehr flachen Liegerädern kann es aber wieder ähnlich sein). Dazu kommt, dass Autofahrer meistens rundum getönte Scheiben haben. Frühere Autos hatten keine getönten Scheiben (ich meine jetzt nicht die schwarzgetönten Scheiben hinten, sondern normal leicht getönte Scheiben rundum).
j.

Sat Mar 03 10:22:28 CET 2012    |    wolftaps

Eine Auswertung von Unfallberichten hat ergeben, dass die Hauptursache von Motorradunfällen unaufmerksame Autofahrer sind. Der Anteil an verunglückten Rasern auf Motorrädern ist eher gering. In vielen Unfallberichten der Polizei taucht aber "unangepasste Geschwindigkeit" auf. Das passiert aber immer dann, wenn ein Motorradfahrer z.B. auf Rollsplit, Sand oder auf Bitumenstreifen ins Rutschen kommt und stürzt. Das bedeutet aber nicht, dass der Motorradfahrer gerast ist. Bedeutet lediglich, dass er mit einer niedrigeren Geschwindigkeit eventuell nicht gestürzt wäre und ist in den Augen vieler Experten nur ein Lückenfüller. Tatsache ist, dass es schon tödliche Unfälle gab, bei denen sich der Motorradfahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit (z.B. 60km/h) gehalten hatte, aber auf Grund von unsachgemäßen Bitumen-Flickereien auf der Fahrbar gestürt ist. Auch in solchen Fällen stand im Unfallbericht "unangepasste Geschwindigkeit".

Und viele Unfälle passieren eher im Ortsbereich, als auf der Landstraße oder Autobahn. Mir selbst hat ein Autofahrer an einer Ampel die Vorfahrt genommen und trotz Bremsbereitschaft war es mir nicht möglich den Zusammenstoß zu verhindern. Hatte viel Glück, da ich Dank mehrfacher Sicherheitstrainings richtig reagiert habe und es so mit einem Salto über das Auto geschafft habe. Nur ein 5facher Bruch der rechten Hand und mein liebstes Stück war Totalschaden. Aber wichtig ist das Leben, den Rest kann man ersetzen.

Interessant ist hierbei, dass alle Zeugen ausgesagt hatten, dass ich zu schnell gefahren bin. Erst das Gutachten hat ergeben, dass ich trotz erlaubter 60 km/h nur mit 50 km/h unterwegs war und beim Aufprall nur noch 30 km/h schnell war. Auch hier erscheint im Unfallbericht "unangepasste Geschwindigkeit".

So viel zu Zeugenaussagen und Unfallberichten der Polizei.

Fri Mar 23 13:43:01 CET 2012    |    Rostlöser48092

Unangepasste Geschwindigkeit bedeutet lediglich: für die vorhandene Situation zu schnell. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde.

Und wer jetzt sagt, dass das dann eine gummiartiger Begriff ist, der hat wohl recht.

Deine Antwort auf "Häufigste Ursache von Motorradunfällen?"

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