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24.05.2010 19:30    |    jennss    |    Kommentare (64)    |   Stichworte: Motorrad, Unfälle

UnfallUnfall

Schaut euch mal diesen Artikel an: http://nachrichten.t-online.de/.../index

(den Text einfach hier reinkopieren, ist wohl nicht i.O. , oder ist das bei Blogs ok.? Bin mir da unsicher.)

 

Wo seht ihr die Hauptursachen von Motorradunfällen? Im Artikel liest man heraus, dass manche wohl zu dicht aufgefahren sind. Andere hatten ihr Motorrad einfach nicht mehr unter Kontrolle. Oder liegen die Fehler eher bei Autofahrern, die sich verschätzen oder Motorräder übersehen? Interessant wären auch Ansichten von Motorradfahrern selbst.

j.


24.05.2010 19:40    |    Spannungsprüfer35769

ich fahre selbst kein motorrad, daher kann ich nur meine sicht als autofahrer wiederspiegeln und was man halt so hört :P

 

ich denke es ist oft selbstüberschätzung dabei, einfach vollgas aufm knie durch uneinsichtige kurven oder ähnliches und dann passiert das mallheur.

 

zu dichtes auffahren weiß ich nicht, zwar kommen die biker schonmal sehr dicht ran, aber ich weiß nicht inwiefern sowas vielleicht auch mitm wind zu tun haben könnte, bei schnelleren geschwindigkeiten.

zudem könnte der motorradfahrer ja auch anders ausweichen und benötigt weniger platz beim überholen als ein auto.

 

kann mich nurnoch an eine reportage erinnern, wo an einer bekannten stelle geblitzt wurde. dort waren wohl auch schon einige unfälle mit motorradfahrern passiert, trotzdessen wurde alle naselang einer rausgezogen wegen überhöhter geschwindigkeit.

die angabe "hab ich nciht gemerkt" ist ja auch auf viele autofahrer zu übertragen, ob das jetzt aufm motorrad anders rüberkommt bzw. der tacho noch weniger beachtung findet....

 

hab nix dagegen, wenn nen motorradfahrer auf freier strecke an mir vorbeisaust und seine 150-180 auffer landstraße genießt, solange er keine anderen in gefahr bringt (sprich sichtbar leer und ohne große kurven).

knappe überholmanöver oder drängeleien verurteile ich hingegen, auch weil der entgegenkommende das motorrad nicht unbedingt richtig einschätzen kann und evtl. bei kurzer distanz angst haben könnte, der biker knallt ihm gleich auf die haube.

 

 

grüße


24.05.2010 19:46    |    jennss

Zitat:

wo an einer bekannten stelle geblitzt wurde. dort waren wohl auch schon einige unfälle mit motorradfahrern passiert, trotzdessen wurde alle naselang einer rausgezogen wegen überhöhter geschwindigkeit.

Wie erwischt man denn einen zu schnellen Motorradfahrer? Ich meine, Blitzen bringt da doch nix, die haben ja kein Nummernschild vorne...

j.


24.05.2010 19:51    |    Spannungsprüfer35769

die standen einige hundet meter davor (die mit der blitzwumme), dann wurden sie auf einen parkplatz gewunken.

zudem war noch ein polizist in bereitschaft aufm motorrad, um evtl. flüchtige einzufangen/zu verfolgen.

 

wird selbst bei autokontrollen gemacht, nicht immer aber ist doch nen gutes mittel, um einen sauberen ablauf zu gewährleisten.

 

 

grüße


24.05.2010 20:01    |    Reifenfüller17640

Autofahrer... ;)


24.05.2010 20:18    |    Lewellyn

Die Meldung an sich ist schon Bullshit. Warum, habe ich schon bei Andyrx geschrieben, der dazu auch einen Blog gemacht hat.


24.05.2010 20:26    |    Fensterheber29213

Ich würde als Motorradfahrer sagen.. Die meisten der verunglückten Kradfahrer sind einfach zu schnelle unterwegs und nehmen sich und den anderen Verkehrsteilnehmern jede Chance zum reagieren..

 

Vor etwa zwei Wochen ist in meiner Umgebung ein 20 Jähriger mit 80-90 Sachen in der Stadt mit einem Linksabbieger kolidiert und dabei ums Leben gekommen.. ein paar Tage später raste ein Biker auf einer bekannten Rennstrecke kurz nach Ortsende in den Gegenverkehr.. auch er verstarb noch an der Unfallstelle..

 

Ich bin heute etwas mit meiner RT1200 rum gefahren und es waren dem Wetter entsprechend viele Biker unterwegs, die meisten fahren vernünftig.. aber bei manchen braucht sich keiner wundern wenns kracht.. :(

 

 

Gruß

 

Hunter


24.05.2010 20:31    |    thiax

also...da brauch ich den artikel gar nicht erst lesen....

 

ich war auch leidenschaftlicher knieschleifer.....wurde dann in der stadt von nem autofahrer übersehen...und war ich zu schnell?? na klar! ich denke das sind die beiden häufigsten ursachen....und meistens denk ich treten die zusammen auf....


24.05.2010 20:42    |    jennss

Zitat:

die standen einige hundet meter davor (die mit der blitzwumme), dann wurden sie auf einen parkplatz gewunken.

Ah, ok., das funktioniert. Normale Blitzanlagen braucht ein Biker aber nicht zu fürchten, denke ich. Warum gibt es bei Motorrädern eigentlich vorne keine Nummernschilder?

 

Zitat:

Die Meldung an sich ist schon Bullshit. Warum, habe ich schon bei Andyrx geschrieben, der dazu auch einen Blog gemacht hat.

Argh, hatte keinen anderen Blog damit gefunden, aber stimmt bei Andyrx hätte ich auch gezielt schauen können... :)

Hast du bei deinem Argument, dass es an dem Wochenende sicher mehr Autofahrertote gab, nicht vergessen, dass es viel mehr Autofahrer gibt? Mich würde interessieren, wie die relative Zahl der Fahrer zu Toten im Jahr liegt, also Auto vs. Motorrad. Bei Auto ist es auch noch so, dass neben oder hinter den Fahrern oft noch welche sitzen, die mit ins Grab gehen...

 

Ich denke, Motorräder haben ein derart gutes Leistungsgewicht, dass es den Fahrer immer wieder verlockt, das auszunutzen. Schon ein Motorrad für unter 10000 € beschleunigt so schnell wie ein Spitzensportwagen. Trotzdem gibt es auch viele vorausschauend fahrende Motorradfahrer. Das ist sicher die Kunst, unfallfrei Spaß am Motorrad zu haben.

 

Wie sieht es denn mit dem Risiko aus, übersehen oder speedmäßig unterschätzt zu werden?

j.


24.05.2010 23:15    |    Rostlöser36743

wenn das die beiden haeufigsten Ursachen fuer Unfaelle sind unterscheiden sich die Motorradfahrer nun auch nicht von den Autofahrern. Die ueberschaetzen sich ja auch haeufiger mal...

 

ausserdem denke ich das Biker rein statistisch gesehen auch kniffligen Situationen wo sie mal nichts fuer koennen, besser entkommen koennen als Autos da sie eine viel hoehere Beschleunigung haben und ein besseres Ausweichverhalten. Waere das nicht gegeben waeren noch mehr Unfalltote zu beklagen. Autofahrer hingegen sind vielen Situationen schlichtweg ausgeliefert aufgrund ihrer "Bulligkeit"


24.05.2010 23:27    |    124er-Power

Also aus meiner Erfahrung als Autofahrer kann ich folgendes sagen:

 

- zu schnelles Fahren

- überholen mehrerer Fahrzeuge, und den Gegenverkehr nicht mit einkalkuliert

- überholen in Kurven

- werden von Autofahrern beim Spurwechseln übersehen

 

 

Aber das häufigste ist überhöte Geschwindigkeit.


24.05.2010 23:44    |    Erwachsener

(Testosterongesteuerte) Selbstüberschätzung in Verbindung mit fahrzeugtypisch nichtexistenten oder nur sehr geringen Sicherheitsreserven, wenn's mal knapp wird.


24.05.2010 23:59    |    wolftaps

Die Statistiken ergeben ein anderes Bild. Hauptverursacher von Motorradunfällen sind Autofahrer und nicht hirnloses Rasen. Das macht nur einen geringen Bruchteil der Unfälle aus.

 

Sicher gibt es natürlich auch Raser auf Motorrädern. Der Anteil an Rasern dürfte ziemlich identisch sein mit dem Anteil der Raser bei Autofahrern.

 

Aber ich halte Diskussionen über Schuld hier und Schuld da immer für großen Schwachsinn, dann müssten wir auch mal über die Unfallstatistiken von Fahrradfahrern mit Autofahrern oder umgekehrt diskutieren. Das entscheidende ist doch, dass wieder einmal Menschen gestorben sind und andere Beteiligte lange brauchen werden um die Bilder zu verarbeiten. Vergessen werden sie es nie.

 

Wir können nur versuchen gegenseitig etwas mehr Rücksicht im Straßenverkehr auszuüben. Dazu gehört vor allen Dingen Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Fahrradfahrer), aber auch die Pflicht dieser schwächeren Verkehrsteilnehmer sich an die Regeln des Straßenverkehr zu halten und nicht z.B. rote Ampeln zu ignorieren und keine Handzeichen beim Abbiegen zu geben.

 

Das gleiche erwarte ich aber auch von Auto- und Motorradfahrern. Es gibt Verkehrsregeln, die sind dazu da uns zu schützen (auch wenn's manche nicht begreifen). Auch ist ein vorausschauendes Fahren wichtig. Aber was nutzt mir vorausschauendes Fahren, wenn mein Vordermann es nicht mehr für nöltig hält, schon vor dem Abbiegen zu blinken. Oder die vielen Menschen, die EUR 20.000,- und mehr in ein Fahrzeug investieren, aber denen EUR 150,- für eine Freisprecheinrichtung zu viel Geld sind.

 

Wir sollten uns alle mal an die eigene Nase fassen, unsere Fehler erkennen und unser ausgeprägtes Ego gegen eine rücksichtsvolle Partnerschaft im Straßenverkehr eintauschen.


25.05.2010 00:07    |    Spurverbreiterung6359

Letztens auf Arbeit hatte ich von einem Biker einen eher unglaublichen Grund für einen Unfall gehört:

 

Schiss.

 

Da hatte sich einer aus seiner Gruppe in die Leitplanke gelegt, wiel er sich in der Kurve nicht getraut hatte, Gas zu geben. Aber der Biker erzählte mir, dass man an entsprechender Stelle halt Gas geben müsse, um nicht nach außen getragen zu werden.:confused:


25.05.2010 00:16    |    wolftaps

In einer Kehre kann so etwas auch passieren. Muß man sich reinfallen lassen und dann Gas geben. Wenn man das Gas geben vergisst macht der Biker "plumps". :D


25.05.2010 00:47    |    VR6-Matze

Bei dieser Diskusion treffen doch Welten aufeinander und man kann es nicht pauschal angehen.

Statistiken glaube ich auch nur, wenn ich sie selber gefälscht oder geschönt habe.

 

Sicherlich gibt es Motorradfahrer, die sich überschätzen und die viel zu schnell unterwegs sind... aber es gibt genauso viele Autofahrer, die Motorradfahrer unterschätzen und selber viel zu schnell unterwegs sind und dadurch auch Motorradfahrer in Sch..ßsituationen bringen.

 

Ich kenne es als Motorradfahrer auch, dass man sich in die Kurve legt und der Kopf dabei im Gegenverkehr hängt, aber ich kenne es auch, dass der Autofahrer zu schnell in die Kurve gegangen ist und meine Spur mitbenutzt hat.

Andererseits spielt doch auch die Jahreszeit eine große Rolle... im Frühling sind einige Autofahrer einfach überfordert mit den plötzlich immer mehr auftauchenden Motorradfahrern... andererseits sind einige Motorradfahrer nach der Winterpause mit ihrem Motorrad überfordert.

Zu dem spielt ja leider auch das Wetter immer mehr verrückt und kann einem leicht mal einen Strich durch die Rechnung machen... von trockerner Fahrbahn wechselt es plötzlich in nasse Fahrbahn.

Ich selber hatte meinen Unfall mit dem Motorrad am 2.Januar 2007, da hat von den Autofahrern auch keiner wirklich mit einem Motorrad gerechnet... aber warum soll ich nicht fahren, wenn das Wetter schön ist. OK, wenn jetzt jemand sagt "dann hättest du deinen Unfall nicht gehabt", dann kann ich da auch nicht wirklich widersprechen. ;)

Das Problem ist meiner Meinung nach, dass die gesamten Verkehrsteilnehmer einfach wesendlich mehr auf die anderen Teilnehmer achten sollten und sich jeder auch ein bisschen mehr an die eigene Nase fassen sollte.

Man muss an einer Schule nicht unbedingt 50 km/h fahren... man kann auch als Radfahrer bei Rot an der Ampel halten... man muss als Fußgänger nicht unbedingt 20m vor der Ampel einfach über die Strasse rennen... man muss sich als Verkehrsteilnehmer einfach mal auch vorausschauend bewegen und nicht immer auf sein Recht pochen... und vorallem nicht andere unnötig gefährden.

 

Gruß

Matze


25.05.2010 00:58    |    Spurverbreiterung6359

Zitat:

In einer Kehre kann so etwas auch passieren. Muß man sich reinfallen lassen und dann Gas geben. Wenn man das Gas geben vergisst macht der Biker "plumps". :D

Es hieß, wenn man da kein Gas gibt, wird man in der Kurve weiter nach außen getragen. Und wenn die Leitplanke kommt, ists blöd.

 

Zitat:

Ich selber hatte meinen Unfall mit dem Motorrad am 2.Januar 2007, da hat von den Autofahrern auch keiner wirklich mit einem Motorrad gerechnet... aber warum soll ich nicht fahren, wenn das Wetter schön ist. OK, wenn jetzt jemand sagt "dann hättest du deinen Unfall nicht gehabt", dann kann ich da auch nicht wirklich widersprechen. ;)

Mit diesen Begründungen kommt man auch den nichtmotorisierten Bikern bei schlechtem Wetter oder im Winter. Nur weil sich manch einer nicht vorstellen kann, dass bequeme Auto auch mal gegen ein anderes Fahrzeug zu tauschen.

 

Hier noch zwei Unfälle aus Berlin:

Zitat:

Pressemeldung

Eingabe: 20.05.2010 - 13:40 Uhr

Kradfahrer bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Mitte

 

# 1447

 

Bei einem Verkehrsunfall wurde heute früh in Moabit ein 44-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen übersah eine 41-jährige Autofahrerin gegen 5 Uhr beim Ausfahren aus einer Parklücke in der Perleberger Straße den Zweiradfahrer und prallte mit ihm zusammen. Der 44-Jährige stürzte und erlitt Abschürfungen sowie Prellungen. Er kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, die Autofahrerin blieb unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/296284/index.html

--------------------

Zitat:

Pressemeldung

Eingabe: 19.05.2010 - 10:00 Uhr

Motorradfahrer bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Steglitz-Zehlendorf

 

# 1424

 

Bei einem Verkehrsunfall gestern Abend in Steglitz wurde ein Motorradfahrer schwer verletzt. Der 30-jährige „BMW“-Zweiradfahrer befuhr die Schildhornstraße in Richtung Schloßstraße. Gegen 19 Uhr 25 wollte ein 34-Jähriger, der die Schildhornstraße in Richtung BAB befuhr, mit seinem „Renault“-Kastenwagen nach links in die Paulsenstraße abbiegen und übersah offensichtlich den Kradfahrer. Es kam zum Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen. Der Zweiradfahrer kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, der Autofahrer blieb unverletzt.

 

http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/296043/index.html


25.05.2010 01:46    |    wolftaps

Ich fahre alles, Auto, Motorrad, Fahrrad und bin auch viel zu Fuß unterwegs. Den meisten Aufwand habe ich immer als Fußgänger. Muss meiner 3jährigen Tochter immer vor jeder Ampel erklären: Es ist rot, Du musst stehen bleiben. Es ist grün, Du darfst laufen. Ist ja alles ganz einfach.

 

Leider gibt es da aber jede Menge bescheuerter Fußgänger und Radfahrer, die bei rot über die Ampel laufen und fahren. Erkläre das dann mal einem Kind, dass im Straßenverkehr eh schon zu den gefährdetsten Teilnehmern gehört.

 

Ich versuch es dann immer so und möglichst laut zu erklären, dass es auch die bei rot über die Ampel laufenden Fußgänger mitbekommen: Nur dumme Leute laufen bei rot. Wir sind gescheit und laufen nur bei grün.

 

Diejenigen, die an der Ampel mit warten zerreist es dann jedes mal vor Lachen und die Betroffenen schauen blöd.

 

Aber mal ehrlich, wie soll man es sonst erklären? Die Leute, die bei rot laufen, die denken nicht im mindesten daran, dass sie für Kinder, die an der Ampel warten, ein schlechtes Beispiel abgeben.


25.05.2010 02:20    |    Spurverbreiterung35955

Zitat:

Wie erwischt man denn einen zu schnellen Motorradfahrer? Ich meine, Blitzen bringt da doch nix, die haben ja kein Nummernschild vorne...

Ich bin Motorradfahrer und wurde auch schon geblitzt ( Schande über mein Haupt) und ich kann somit sagen...ES GEHT!!!

Die blitzen vielleicht von vorn, aber der Blitzer ist ja nicht unbewacht, die schreiben die Zeit oder die Nummer der Aufnahme auf und fügen auf einer manuell geführten Liste das Kennzeichen hinzu, so einfach ist das.

 

Ich kann nur sagen es ist wirklich mitunter so, dass man die..., wie soll ich es ausdrücken?!.... "überlegene Motorleistung" auf einem Motorrad gerne mal ausnutzt. Ich gehöre zu den eher schwächer motorisierten Bikern und schüttel auch manchmal mit´m Kopf, wenn ich Kollegen durch die Gegend fliegen sehe. Aber wenn ich mehr Power hätte, würde ich sie höchstwahrscheinlich auch ausnutzen, ob und wie man dann noch das Bike unter Kontrolle hat wag ich nicht zu beurteilen.

 

Zudem begreifen viele auch nicht, dass man jede Saison mit dem Erlernen des Beherschen des Motorrades von vorn anfängt. Die lange Winterpause verleitet oftmals dazu, gleich wieder mit Vollgas in die neue Saison zu starten, das kann nicht gut gehen!!! Auch weil Autofahrer sich wieder an die vermehrte Anwesenheit von "uns" gewöhnen müssen.

 

An alle Biker:

- Fahrt sinnig und haltet euch an Verkehrsregeln

- beobachtet immer, wie die anderen sich verhalten und ob sie euch bemerkt haben!!!

 

An alle Autofahrer

 

- schaut auch mal in den Spiegel, bevor ihr die Spur zum Überholen wechselt!!!

- (klingt jetzt blöd, aber...) nicht immer auf sein Recht bestehen, Biker haben keine Knautschzone!!!

 

Gruß Ronny


25.05.2010 04:29    |    carbon-compound

meine (sehr vereinfachte) sicht der dinge:

 

anfänger, vor allem junge unter 35 neigen zur maßlosen selbst- und techniküberschätzung.

wenn man als motorradfahrer die ersten 10 jahre bzw 50.000km überlebt hat wird man klüger. nicht langsamer, sondern klüger! :D

der eine oder andere sturz soll da angeblich sehr belehrend wirken (wie in unserem internationalen forum öfters mitgeteilt wird CBR1100xx-forum - das kann ich seit oktober leider bestätigen.

 

die hauptursachen von instabilem fahrverhalten oder bremskraftverlust (ich meine reibungsverlust des reifens an der fahrbahn) ist nicht die "kranke fahrweise" vieler mopedfahrer sondern die tatsache, daß die auflagefläche eines motorradreifens gegenüber die eines autoreifens sehr viel kleiner ist und somit etwaige rutschige stellen wie sand, öl, teer, blätter (es reicht eines -> oktober. siehe oben) sich ungeahnt intensiver auswirken als das bei einem auto der fall sein würde.

 

die fetten 300er hinterreifen die ihr von den custom bikes kennt haben im gegensatz zu einem 2CV-125mm reifen ca die hälfte an auflagefläche - somit klar was ich meine?

 

in meinem E300 mit den 225mm gummis merkt man nicht das geringste, wenn man mal einseitig in der kurve über nassen asphalt kommt oder ähnliches. bei höheren geschwindigkeiten "geht" er vielleicht ein paar cm aus der vorgewählten fahrlinie.

 

im gegensatz dazu liegst du mit einem bike bei gleicher geschwindigkeit auf´m maul. ist so.

 

 

die einschätzung dieser umweltfaktoren wächst erst mit den gefahrenen kilometern, was viele eben nicht einsehen wollen und deswegen eher gefährlich als schnell unterwegs sind. soll schon mal vorkommen, daß ich mit sozia und gepäck in aller ruhe und altherrenstellung mit gleicher geschwindigkeit hinter einem knieschleifenden 600er buben nachfahre und mir eins runtergrinse.

 

daß käfigtreiber autofahrer die angeblich den motorradschein haben und natürlich alle die ohne diese fahrerlaubnis autofahren sich extrem oft so verhalten, als ob motorradfahrer einen knopf zum weg-beamen hätten hilft natürlich bei der ganzen sache nicht wirklich weiter.

 

fazit: unschuldig unwissende und hirnverbrannte idioten gibts in beiden fraktionen. ist so. da helfen nur zwei methoden: ausweichen oder schnell ausweichen


25.05.2010 07:11    |    Rostlöser48092

Hallo,

 

ich bin selber Motorradfahrer. Ich war Pfingsten auch unterwegs und habe es selber wieder erlebt.

 

Einen Schwachmaten auf Motorrad. Ich fuhr hinter einem Pkw auf normaler Landstraße. Dann kam von hinten der Schwachmat. Überholte erst mich. Dann blieb er hinter dem Auto, weil ja was entgegen kam. Und plötzlich beschleunigte er und überholte trotz Gegenverkehr. Der mußte auf den Grünstreifen ausweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

 

Der Zusammenstoß wäre sicher tödlich ausgegangen.


25.05.2010 08:17    |    Candid

Die Diskussion ist endlos. Meine Meinung dazu, es gibt immer Dumme und Schlaue, Gute und Böse. Und das trifft auf 4-Rad-Fahrer wie auf 2-Rad-Fahrer zu. Leider.

 

Dumm dabei ist, dass man auf dem Zweirad natürlich wesentlich leichter zu Schaden kommen kann.

 

Die allgemein Meinung ist leider so, dass ein Zweiradfahrer bzw. die Zweiradfahrer eher als Heizer und Deppen erkannt werden. Meine Theorie dazu ist:

 

1. Es gibt deutlich weniger, Zweiradfahrer, da fallen Deppen (die es natürlich gibt) einfach eher auf.

2. Ein Motorrad klingt sehr schnell, auch wenn man garnicht schneller als die STVO erlaubt ist.

 

Wenn ich mit meinem Motorrad z.B. am Ortsausgang gemütlich raus beschleunige, dann sind bei untertouriger Fahrweise 6000 - 8000 U/min völlig normal. Für einen 4-Rad-Fahrer klingt das automatisch nach rasen, ist es aber nicht. Der rote Bereich beginnt bei meinem Motorrad bei über 12.000 U/min. Das trifft natürlich nicht auf alle Motorräder zu, aber auf viele.

 

Hinzu kommen die lauten und (meistens) sehr jungen Fahrer, die das Bild oft komplettieren. Das kann man mit den pumpenden Autos vergleichen.

 

Tatsächlich ist es so, dass in der Mehrzahl der Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern nicht der Motorradfahrer die Schuld trägt. Das liegt sicher an der schmalen Silhouette des Motorrads und der meist unterschätzten Geschwindigkeit/Beschleunigung. Am Ende hilft das dem Motorradfahrer natürlich nicht.

 

Als Fazit bleibt, dass Motorradfahren bzw. 2-Radfahren eine gefährliche Sache ist und bleibt. Gepaart mit Dummheit oft eine tödliche Sache. Interessanter Weise überschätzen auch viele mittelalterliche Fahrer ihre Fahrkünste. Nicht unbedingt weil sie heizen sondern wegen der oft geringen Fahrpraxis in Verbindung mit starken Maschinen (die sie sich leisten können). Ich darf das schreiben, denn ich gehöre selber zu der Gruppe. ;)

 

Man trifft eigentlich alles, was man auch beim 4-Radfahren trifft, da gibt es für mich keine Unterschiede. Wie ich eingangs schrieb, lediglich die Sicherheit im 4-Rad ist höher, sodass die Gefahr tödlich zu verunglücken wegen Unachtsamkeit/Geschwindigkeit geringer ist. Und da es deutlich weniger Motorradfahrer gibt als Autofahrer fallen Unfälle mit Motorradfahrern mehr auf.


25.05.2010 08:41    |    Reifenfüller36565

Hallo,

 

ich selber fahre seit letztem Herbst Krad, mein Freund schon ein Jahr länger.

Er selber hatte vor kurzem erst einen Unfall.

Ihm wurde die Vorfahrt auf der Landstrasse genommen (d.h. der Fahrer des Autos zog aus seiner Einfahrt einfach raus).

Bemerkt habe ich aber dennoch das sich viele Gleichgesinnte zu leichtsinnig auf den Strassen bewegen. Es wird definitiv viel zu nah aufgefahren aber das sind noch nicht mal "nur" die Moppedfahrer sondern ALLE. :o)

Auf der anderen Seite gibt es aber auch leider zu viele Wahnsinnige die meinen das Glück auf ihrer Seite zu haben. In meinen Augen die Neulinge oder jüngere Generation.

Bei den gemeldeten Unfällen geh ich mal einfach dreist davon aus das sich viele noch nicht wieder eingefahren haben.

Denn nicht alle sind so hart wie wir :p

Das Frühjahr ist zwar schon ne Weile zurück aber den meisten war es bisher noch zu kalt so dass sie vllt 2-3 Runden gedreht sind.

Schöwetterfahrer eben oder zu faul zum putzen. Da verbremst man sich schon mal schnell.

 

Ich selber fahre lieber Landstrassen im Rahmen der erlaubten Geschwindigkeit und kann daür auch mal nach links oder rechts schauen.

 

Ohne Adrenalin - einfach nur weils Spaß macht!

 

Wäre doch schad drum sich das durch hinrlosigkeit zu versauen :)

 

Ich hoffe einfach das die Verkehrsteilnehmer sich wieder mehr um andere kümmern. Defensiver fahren und einem der eigene Abstand auch gegönnt wird. Wie schnell is die Lücke vor mir denn zu nur weil der Hintermann meint das verschwende zu viel Platz oder so :cool:

 

Liebe Grüße

Mel


25.05.2010 10:14    |    David_1,8l

Ich spreche da aus eigener Erfahrung, weil beim Abkommen in der Kurve gegen Zaunpfal geflogen mit Rippenserienfraktur, Niere in zwei Hälften und zwei Risse in der Milz. Milz und Niere mussten entfernt werden. Insgesamt 9 Tage (von insgesamt 5 Wochen) Intensivstation.

 

Warum bin ich in der Kurve abgekommen? Im Sommer Kurve voller Laub und kurz zuvor hatte es auch noch geregnet.

 

Wie hätte ich es vermeiden können? Vorausschauend fahren, Laub sehen, Geschwindigkeit reduzieren und alles wäre gut gewesen.

 

Was ich damit sagen möchte, es ist meines Erachtens zu einem ganz großen Teil Selbstüberschätzung bzw. nicht angemessene Geschwindigkeit. Ich hatte damals erst einen Monat meinen Motorradführerschein und dachte, mir kann doch nichts passieren. Ich glaube, wenn man selbst so etwas noch nicht mitgemacht hat, dann wird es einem nur sehr schwer bewusst, wie schnell man den Grenzbereich überschreitet.

 

Mittlerweile fahre ich noch ab und zu Motorrad und es macht auch Spaß, aber ich lass mir Zeit und fahre sehr vorausschauend.

 

Am WE, als ich mit dem Auto auf der BAB gewesen bin kamen drei Sportmaschinen sehr nah beieinander mit über 200 an mir vorbei und so sorglos (das war mein Eindruck), wie die gefahren sind, hoffe ich, dass die nicht auch bald im Krankenhaus landen!


25.05.2010 10:20    |    Spannungsprüfer18144

Hallo Leute,

 

ich denke auch dass es in den meisten Fällen ein unglückliches Zusammenspiel von riskanten Manövern, zu schnellem Fahren und auch überforderten Straßenverkehrsteilnehmern ist.

 

Oft wird es von den Bikern riskiert, andererseits sind die Biker in mind. 50% der Fälle aber absolut unschuldig und dann aber auch die tödlich-Leidtragenden.

 

ZU Autofahrern muss ich sagen, dass diese

- sehr oft nicht blinken wenn sie ausscheren (z.B bei Fahrradfahrern, abbiegende Hauptstraße), und

- verdammt nochmal sich den Schulterblick abgewöhnen sobald die Fahrschulzeit vorbei ist und

- als Linksabbieger einem die Vorfahrt an einer Kreuzung nehmen, weil Sie den entgegenkommenden

Motorradfahrer übersehen bzw. unterschätzt haben (der den Gashahn nochmal aufgerissen hat, um bei Grün über die Kreuzung zu kommen)

 

Ich fahre deswegen jetzt immer tagsüber mit Fernlicht, ist mir egal ob das erlaubt ist oder nicht . Auf jeden Fall bemerken mich die Autos jetzt besser. Ich bin auch gegen die Lichtpflicht tagsüber bei Autos, dann geht man ja wieder in der Masse unter.

 

Ich finde in der Fahrschule müssen Autofahrer auch mehr Motorrad-Themen machen, um sich besser in deren Lage zu versetzen. Wie wenig Ahnung manche Autofahrer von Motorrädern und deren Beschleunigung haben sieht man an der Ampel, wenn ein 7er BMW oder ein Opel Kadett GSI oder so

versucht, vor einem 1100er (oder auch einem 400er) KRad abzuziehen.

 

Das Leute so unschuldig ums Leben kommen können macht mir ein mulmiges Gefühl, dass ich sämtliche Leute mit dem Motorrad-Virus infiziert habe (Freundin, Bruder, Neffe). Alle fahren absolut vorrausschauend, eine Garantie ist das aber nicht.

 

Wie schwer das Verständnis gegenseiter Rücksichtnahme zu vermitteln ist zeigt sich schon innerhalb meiner Familie. Zwei Brüder sind leidenschaftliche Biker und ein Dritter nicht.

Selbst das Erkären, wie wichtig Blinken und Schulterblick ist, bewegt den dritten Bruder nicht dazu, darauf zu achten dies zu tun. (ich werde wütend auf ihn wenn wir mal Kolonne fahren, das so viele Erklärungen nicht fruchten !!!).

So nimmt sich jemand beim Leben seiner beiden Brüder dies noch nicht einmal zu Herzen

So ganz nach dem Motto, Gefahr kommt nur von vorn, denn wenn schon schnell bin, kann doch nicht ein noch schnellerer von hinten kommen !!!

 

Gruß an Euch, ich hoffe wir haben alle Glück !!!

 

-Stephan


25.05.2010 11:13    |    Spannungsprüfer18144

Da die meissten Motorradfahrer auch nunmal Autofahrer sind, haben die natürlich auch in Sachen Gefahr eine gewisse andere Sicht der Dinge.

 

(über Idioten brauchen wir uns ja wohl nicht unterhalten)

 

Gegenseite Rücksichtnahme und "Vernunft" ist das A und O im Straßenverkehr.

 

Niemand, ist "der Schuldige", es ist wie auch oft schon erwähnt eine Sache aller Verkehrsteinehmer.

Aber wie gesagt, als Verkehrteilnehmer aller Art hat man eine andere Sichtweise darüber.

 

Diese Sichtweise sollte auf alle Verkehrsteilnehmer übrertragen werden.

--> vielleicht durch Allgemeinbildung auch wenn man gar keinen Führerschein besitzt !?

 

(LKW Fahrer werden ja auch immer irgendwie denunziert, weil sich keiner wirklich in deren Lage versetzt, Radfahrer ohne Licht weil sie nicht wissen, wie schlecht sie bei z.B. Nebel zu entdecken sind usw. usw. usw. )

 

 

 

Achso: ganz oft Unfallursache !!!!

- Leute, die zu langsam fahren und Phantomstau hinter sich bilden

(das sag ich ohne ein Raser zu sein, wird aber oft auf dem Weg zur Arbeit beobachtet)

 

--> ich frag mich immer, wo die Kreuze an den Bäumen auf aalglatter Geradeausstrecke herkommen

Antwort:

- zu schnell und Kontrolle verloren und:

- jemand ist zu langsam, Fahrer dahinter werden ungeduldig und überholen dann riskant und knapp trotz Gegenverkehr (Autos wohlbemerkt), wenn der unmittelbar hinter dem langsamen Fahrzeug nicht überholt, dann überholt das dritte oder vierte Auto die ganze Kolonne vor ihm

 

--> diese des oft passierenden Frontalcrashs in Kurven oder Geraden, sind oft auf sogenannte

"Schleicher" zurückzuführen in Kombination der mangelnden Geduld (bzw. Zeit) anderer Verkehrsteilnehmer (oft auch Renrrad-Truppen, Landwirtschaftl. Fahrzeuge, LKW's)

ganz oft aber Schleicher und Sonntagsfahrer (klingt beleidigend, ist aber nicht böse gemeint)

 

Gruß Stephan


25.05.2010 11:24    |    jennss

Zitat:

Ich bin Motorradfahrer und wurde auch schon geblitzt ( Schande über mein Haupt) und ich kann somit sagen...ES GEHT!!!

 

Die blitzen vielleicht von vorn, aber der Blitzer ist ja nicht unbewacht, die schreiben die Zeit oder die Nummer der Aufnahme auf und fügen auf einer manuell geführten Liste das Kennzeichen hinzu, so einfach ist das.

Die meisten Blitzer sind doch aber alleinstehend und ohne Polizisten daneben, also vor solchen ist der Biker schon sicher, denke ich. Wenn da Polizei daneben steht, kann er schon erwischt werden.

 

Wie gut kann ein Motorrad eigentlich im Vergleich zum Auto schnell ausweichen? Da gehört doch auch immer noch das In-Die Kurve-Legen dazu und dauert das nicht länger als einfach blitzschnell ein Lenkrad rumzureißen?

 

Der Punkt mit der Breite des Motorradreifens ist interessant. Ein Biker muss dann einfach lernen damit klarzukommen, z.B. auf schwierigem Untergrund.

 

Ist schon mal eine Stadt verklagt worden, weil Motorradfahrer auf schlechter Strecke gestürzt sind?

 

Zitat:

- jemand ist zu langsam, Fahrer dahinter werden ungeduldig

Oder anders:

Jemand ist langsam, Fahrer dahinter zu ungeduldig :D. Nicht jeder mag schnell fahren. Gerade alte Leute sollten langsamer fahren, da sie sonst vielleicht nicht alles im Blick behalten. Das ist ggf. durchaus vernünftig. Wer langsam fährt, hat i.a. schon seinen Grund dafür.

j.


25.05.2010 12:02    |    GaryK

Kurzfassung: Idioten gibts überall. Linksabbieger und "mal eben schnell Wender" sind aus Sicht des Motorradfahrers die Pest, die Kombination "entgegenkommender Radfahrer, diesen unpassend überholendes Auto" und ein Motorrad ist ebenfalls heftig.

 

Ich fahre seit 20 Jahren Motorrad, habe seit 14 Jahren ein Auto. Für mich war das Motorrad 7 Jahre alleiniges alltägliches Fortbewegungsmittel. Daher bilde ich mir ein, dass ich nach über 100.000 km mit dem Motorrad und etwa 350.000 km mit dem PKW beide Seiten kenne.

 

Beide Gruppen machen typische Fehler. Motorräder können in Kurven nur schwer die einmal gewählte Linie korrigieren, mal eben vom Gas/Bremsen ist nicht - es treibt einen nach Außen. Spurrinnen, Bitumenflecken und Schlaglöcher hauen ungleich heftiger rein wie beim Auto, auch hier gehts im Zweifel nach Außen. Dafür ist die Beschleunigung göttlich ... auch alte Sportmaschinen mit nur 600 Kubik ziehen auf der Landstrasse stärker an als ein Porsche GT3 oder BMW M3-CSL. Meine 750er (Zweitkleinste der GSX-R Reihe mit 600/750/1000/1300 Kubik) braucht 9 Sekunden, der M3 CSL 16.8 Sekunden.

 

Autofahrer haben nach der Führerscheinprüfung Nackenstarre, zweiter Blick ist nicht und auf einmal ist der Motorradfahrer "da". Weil Autofahrer bekanntlich niemals Fehler machen wird das "auf einmal da" nicht auf "hab ich übersehen" geschoben, sondern auf dessen Geschwindigkeit. Ist auch viel praktischer wie "da hab ich Mist gebaut". Spiegel sind Schminkhilfe, mehr nicht. Und alles über 0.1g Querbeschleunigung führt unweigerlich zum Abflug. Was Motorradfahrer extrem nervt, denn spätestens eine Schlange von 3-4 Fahrzeugen hinter so einem Schleicher ist auch mit einem Motorrad nicht mal eben sicher zu überholen. Man kann beim Überholen irrsinnig Geschwindigkeit aufbauen, aber ob man die vor der nächsten Kurve oder einem ebenfalls ausscherenden PKW noch abbauen kann ist dann nicht mehr so sicher....


25.05.2010 12:13    |    Faltenbalg196

Zitat:

Original geschrieben von jennss

Warum gibt es bei Motorrädern eigentlich vorne keine Nummernschilder?

Weils scheiße aussieht. Ist genau die gleich Antwort wie auf die Frage, warum Männer keine Cellulite haben.. :D


25.05.2010 12:15    |    jennss

Werden Motorradfahrer von Autofahrern viel leichter übersehen als andere Autos? Ich meine, wenn man nicht nach links schaut, übersieht man doch auch Autos oder nicht? Oder müssten Motorradfahrer langsamer fahren als Autofahrer, damit sie genauso sicher gesehen werden? ;)

j.


25.05.2010 12:16    |    Spannungsprüfer35769

Zitat:

Ich fahre deswegen jetzt immer tagsüber mit Fernlicht, ist mir egal ob das erlaubt ist oder nicht . Auf jeden Fall bemerken mich die Autos jetzt besser. Ich bin auch gegen die Lichtpflicht tagsüber bei Autos, dann geht man ja wieder in der Masse unter.

wow, ganz großes kino.

 

vielleicht sollte man als autofahrer auch mit fernlicht fahren und die scheinwerfer so hoch stellen, dass auch garantiert jeder entgegenkommende geblendet wird...

was für ein schmarrn, echt.

 

jeder muss seinen teil zur sicherheit beitragen, und als motorradfahrer hat man nun einmal mehr die pflicht mit fehlern anderer zu rechen, und zwar rein aus eigener sicherheit, nicht weil alle anderen doof sind - beim autofahrer genauso, nur da passiert nicht so schnell sowas schlimmes....

 

wer das nicht schnallt, rücksichtslos mit seinem fernlicht daherfährt und damit andere blendet, wird garantiert nichts ändern oder verbessern können - eher das gegenteil.

zudem trägt es nicht grade zu einer positiveren meinung über die kradfahrer bei.

 

 

grüße


25.05.2010 12:17    |    Spannungsprüfer35769

Zitat:

Zitat:

 

Original geschrieben von jennss

 

Warum gibt es bei Motorrädern eigentlich vorne keine Nummernschilder?

 

Weils scheiße aussieht. Ist genau die gleich Antwort wie auf die Frage, warum Männer keine Cellulite haben.. :D

wie geil :D

 

 

grüße


25.05.2010 12:17    |    jennss

Zitat:

Weils scheiße aussieht.

Ich finde meine Nummernschilder am Auto auch nicht schön... Werde ich wohl bald mal abmontieren :D. Nee, im Ernst, ich verstehe nicht, warum ausgerechnet Motorradfahrer ohne Nummerschild vom Staat quasi die Lizenz zum Rasen bekommen haben...

j.


25.05.2010 12:21    |    Saphyris

http://www.dekra.de/de/verkehrssicherheitsreport-2010


25.05.2010 12:27    |    Candid

Nummernschild vorn wäre bei den heutigen Maschinen/Geschwindigkeiten ein echtes Problem. Die wirken wie Segel/Ruder. Früher gab es das mal (auf dem vorderen Schutzblech in Fahrtrichtung). Fürs heutige Motorrad müsste man sich für vorn was neues einfallen lassen.

 

Es gibt aber mittlerweile genügend Blitzer, die auch von hinten blitzen. Das Thema wird bald keines mehr sein.


25.05.2010 12:27    |    Lewellyn

:D

 

Wenn es irgendeine Möglichkeit gäbe, Kennzeichen an Motorrädern vorne so zu befestigen, dass Radarfallen sie lesen könnten, dann gäbs sie schon.

 

@Jennss: Mein Argument war nicht die Anzahl der Autofahrer, sondern das bei der statistischen Zahl der täglich tödlich verunglückenden Motorradfahrer bei der Fahrleistung an diesem Pfingstwochenende eigentlich die Schlagzeile andersrum sein müßte. Es ist erstaunlich, wie wenig an diesem WE passiert ist.

 

Das überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache bei Motorradunfälle ist, da sind sich alle sicher. Seltsamerweise finden sich kaum Unfallberichte dazu. Die meisten sterben am Fehlverhalten anderer.


25.05.2010 12:30    |    Spannungsprüfer35769

Zitat:

Nummernschild vorn wäre bei den heutigen Maschinen/Geschwindigkeiten ein echtes Problem. Die wirken wie Segel/Ruder. Früher gab es das mal (auf dem vorderen Schutzblech in Fahrtrichtung). Fürs heutige Motorrad müsste man sich für vorn was neues einfallen lassen.

wär dann doch mit nem generellen tempolimit auch gelöst oder?

auch wenn ichs net forder, aber dann könnte man sowas ja in betracht ziehen....

 

 

grüße


25.05.2010 12:47    |    Spannungsprüfer18144

@ 320erlpg

 

Also tagsüber blendet das nicht (kommt drauf an was für ein Scheinwerfer verbaut ist), ich fahre ja selbst Auto. Meine Karre aus den 70er Jahren macht ja noch nichteinmal nachts genug Licht (da bin ich dann ein Schleicher :) )- und Xenon Scheinwerfer hasse ich, die sollten verboten werden, die blenden serienmäßig (und bekommen auch noch TÜV) !!!

 

Und: - wenn du gesehen hast wie vor Dir jemand von einem Holm auf der Beifahrerseite bei offenem Fenster geköpft wurde, obwohl er bei grün über die Ampel gefahren ist, dann würdest auch du hauptsächlich an Deine Sicherheit denken - Fernlicht blendet tagsüber nicht (Lichthupe ja auch nicht)!!!

- eine Leuchtweste trag ich auch manchmal, obwohl die hässlich ist !!!

(ich beschreib ja blos auf welche Verzweiflungstaten Motorradfahrer zurückgreifen, um nicht übersehen zu werden- den Tip hab ich übrigens von einem 55-jährigen Fahrer, der seit 18 auf dem Bike sitzt und schon in so manch einer Situation dem Tod von der Schippe gesprungen ist)

--> bessere Alternativen bitte ich ausdrücklich zu erwähnen !!!

(vorsichtig fahren bringt nichts, wenn Dir mit 50 jemand die Vorfahrt nimmt)- Schmarn gibts nur in Bayern :)

 

 

 

Gruß Stephan


25.05.2010 12:51    |    Spannungsprüfer35769

nun ganz einfach, es ist schlichtweg nicht erlaubt.

ob das sinn macht oder nicht, steht ja nicht zur debatte, sonst bräuchten wir uns ja an garnichts mehr halten...

 

sinnvolle alternativen...da würde ich mich schlau machen, wenn ich denn "betroffener" wäre.

als autofahrer sowie als kradfahrer gilt nunmal rücksichtsvoll fahren und eben auch mit den möglichen fehlern anderer vt's rechnen.

sich über gesetze hinwegzusetzen ist mit sicherheit keine gute alternative.

 

 

grüße


25.05.2010 13:13    |    Spannungsprüfer18144

@ 320erlpg

 

OK- hast ja recht. Das seh ich ein (schneller geschrieben als nachgedacht -aber um uns gegenseitig positiv zu beeinflussen sind ja die Foren schließlich auch da :D) ! Alle sollten sich an die Regeln halten. Schulterblick, Spiegel, Sicherheitsabstand und die anderen richtig eischätzen usw. macht ein solches Verhalten vollkommen überflüssig.

 

Mit "Fehlern auf Fehler" antworten ähnelt "mit Gewalt auf Gewalt antworten" und ist definitiv keine gute Lösung. Ein Vorbild ist mein Verhalten da nicht gerade und sollte meinerseits überdacht werden.

 

Lass uns da an alle appellieren (und ein gutes Beispiel sein)!!! :):):)

 

Gruß Stephan


Deine Antwort auf "Häufigste Ursache von Motorradunfällen?"

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