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Hakuna Matata: Erfahrungen eines Unerfahrenen.

Keine Ahnung und doch ein Auto. - Erfahrungen eines Unerfahrenen.

29.12.2019 16:33    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Mitsubishi, Pajero, V20

Ein Kleinstwagen, ein Kompaktwagen, ein Kombi und ein Fließheck. Und nun ein Geländewagen. So sieht eine abwechslungsreiche Fahrzeug-Historie aus. :D

 

 

Wie kam es dazu?

 

Im Februar 2019 jährte sich der Führerscheinerwerb das achte Mal und es war Zeit für den ersten Zweitwagen. Der Vectra hatte ausgedient, und sein Nachfolger tat nicht mehr als sein "daily"-Dasein zu akzeptieren. Damit in Urlaub fahren? Niemals. Da lasse ich Roadtrips lieber bleiben und fliege. :D Doch auch der Vectra stieß seinerzeit vermehrt an Grenzen. In Albanien wurden die Strecken abseits des Asphalts so schlecht, dass wir einmal kurz vor dem Ziel kehrt machen mussten um keine Schäden am Auto zu riskieren. Insgeheim bildete sich ab da selbstverständlich der innere Wunsch, es doch mal bis zum Ziel zu schaffen. Und natürlich darüber hinaus. Doch es sollte noch etwas dauern..

 

Waren die ersten lockeren mobile.de-Suchen noch ohne Einschränkungen, so fielen einige Fahrzeuge peu à peu raus. Defender und Landcruiser sind zu teuer, Patrols aus den 90ern gefallen mir nicht. Alles mit weniger als vier Türen wurde Opfer des Filters, da diese zu wenig Platz für mein Konzept bieten. Und so wurde es schnell - aber irgendwo auch doch nicht so schnell - nur noch ein Modell. Es sollte ein Mitsubishi Pajero V20 werden, der Nachfolger des Ur-Pajeros.

 

 

Must-Haves für den Neuen:

- Dieselmotor > die Benziner Schlucken deutlich mehr (und diese Motoren haben auch Elektronik?)

- Vor-Facelift > das Facelift sieht mMn nicht mehr schön aus (und ist evtl rostanfälliger?)

- Fünftürer > durch mehr Platz die bessere Basis für ein Reisefahrzeug

 

 

Nice-to-haves für den Neuen:

- möglichst wenig Ausstattung > was es nicht gibt, kann nicht kaputt gehen

- eingetragener Frontbügel > finde ich optisch ansprechend, kann jedoch heute nicht mehr eingetragen werden

 

 

Die Suche:

Schrott. Überall. Nur. Schrott. Wenn es noch Diesel-Pajeros mit langem Radstand aus den 90ern gibt, die kaum Rost haben, dann wird man die bestimmt nicht auf den einschlägigen Verkaufsportalen finden. Diese Fahrzeuge bleiben nämlich beim Besitzer. Sowas gibt niemand mehr her. Daher gilt es die noch brauchbaren Exemplare aus den Schrotthaufen auszusortieren und zuzuschnappen. Also genau der richtige Fall für einen wie mich - der keine Ahnung von gar nichts hat. :D

 

In der Pajero-Community gibt es glücklicherweise einige Kaufberatungs-Leitfäden und Foren voller Infos. Somit begann ich parallel zum Suchbeginn Anfang 2018 mit dem Studium dieser. Und mit der Zeit stellte ich fest: Wenn man mit meinen Suchkriterien nach einer bestimmten Farb-Motor-Kombi oder ähnlich suchen würde, dann geht man eher vorher in Rente, als das man diese in akzeptablem Zustand findet. Gut, dass ich da nicht auf etwas bestimmtes eingeschossen bin.

 

Die meisten Fahrzeuge konnte man schon nach Begutachtung der Bilder aussortieren, dem Rest tut das Hin-und-Herschreiben mit dem Verkäufer nicht gut. So kam wirklich selten ein Fahrzeug auf den Markt, das interessant klang. Für den ersten opferte ich unter der Woche sogar einen Urlaubstag und fuhr Hin und Zurück 1300km, um dann einen komplett mit Unterbodenschutz beschmierten Pajero vorzufinden. Was sich darunter verbirgt lässt sich nur erahnen. Das Fahrzeug ist ein halbes Jahr später erneut im Internet aufgetaucht, jedoch bei einem anderem Verkäufer, der mir auf Nachfrage bestätigte, dass er diesen dort gekauft hat. Nach Achsbruch(!) und ein paar anderen Reparaturen in Höhe von 3000 Euro verkauft er ihn nun nach einem halben Jahr wieder.. Und das war nicht das einzige Fahrzeug, das nach einiger Zeit an ähnlichem Standort mit anderem Kilometerstand und Preis wieder auftauchte. Ziemlich interessant, was einem bei so intensiver Marktbeobachtung alles auffällt.

 

RostRost Mein neuer Pajero stand letztendlich gar nicht so weit weg. Eines Freitags machte ich mich auf den Weg die 150 Kilometer bis zum Verkäufer abzuspulen. Rost an der Heckklappe, fast 200.000 Kilometer auf dem Tacho und ganz schön dreckig. Zumal das Auto immer am feuchten Waldrand stand und daher auf der rechten Seite alle Kunststoff- und Gummiteile einen leichten Moos-Überzug hatten. Untenrum natürlich auch alles rötlich überzogen, jedoch nicht mit Unterbodenschutz zugeschmiert und auch Durchrostungen konnte ich am Rahmen keine feststellen. Das Lämpchen der Handbremse leuchtete Dauerhaft rot und einige Lampen im Cockpit waren generell nicht mehr intakt. Der Stoff der Rückbank war an mehreren Stellen gerissen und der Fensterheber hinten rechts wollte auch nicht immer wie der Bediener es wollte. Nach einer eigenen Probefahrt und einer kurzen Mitfahrt beim Besitzer zur Vorführung des Superselect-Allrad-Antriebs stand die Entscheidung jedoch fest. Der Vorbesitzer erzählte noch von Startschwierigkeiten bei Kälte und nicht kühlender Klima, jedoch sollte sich dem Kauf nun nichts mehr in den Weg stellen. Eine Woche später konnte ich ihn schließlich ummelden und abholen.

 

Schaute man das Fahrzeug an, dann stand es optisch wirklich nicht gut da, doch in meinem Kopf war dies eine gute Basis für dieses Projekt. Es sollte ja sowieso einiges verändert werden.

 

 

Das Auto:

- Mitsubishi Pajero GLS (V46)

- Baujahr 1994

- 2800TD mit 125 PS

- 4 Gang Automatik (3 Gänge + Overdrive)

- knapp 198.000km

- Superselect-Allrad

- Mitteldifferential, Heckdifferential

- elektrische Fensterheber

- Tempomat

- feste Anhängerkupplung

- 7 Sitze

- Höhenmeter-Anzeige, Neigungsmesser

- Panoramadach

 

 

Pannen seit dem Kauf:

In knapp einem Jahr nur einmal mit leerer Batterie stehen geblieben, da das Radio nicht auf Zündung geschaltet ist und ich es nicht ausgeschaltet habe. Habe ihn mit dem Mazda überbrückt, um dann zwei Wochen später wiederum den Mazda mit dem Pajero überbrücken zu müssen. :D Der toten Batterie des Mazdas sei Dank.

 

 

bye bye Trittbretterbye bye TrittbretterProgress:

Das der Pajero so bleibt wie beim Kauf war von vornherein ausgeschlossen. Allererste Tätigkeit war neben 2-3 Autowäschen das Entfernen dieser grausamen Trittbretter. Die sehen schlimm aus, sie besudeln meine göttlichen Waden beim Aussteigen und verbergen Rostlöcher im Rahmen. Ja genau, da waren auf einmal die ersten beiden Löcher hinter der Halterung dieser Bretter. :D Während eines anschließenden Urlaubs wurde dies jedoch in einer Werkstatt fachmännisch instand gesetzt. Und eine neue Hecktür aus Granada gab es auch sofort. Von nun an sah er zumindest oberflächlich wieder akzeptabel aus.

 

Wie es nun weiterging, erfahrt ihr jedoch erst im nächsten Blogartikel. Sonst sprengt es hier den Rahmen. ;) Einige Bilder ohne Trittbretter möchte ich euch jedoch noch hier lassen. Im nächsten Artikel wird dann die Bildrate definitiv höher sein. :)

 

endlich ohne Trittbretterendlich ohne TrittbretterNächstes Opfer: Der FrontbügelNächstes Opfer: Der FrontbügelWer lässt auch immer das Radio an?Wer lässt auch immer das Radio an?neue Hecktürneue Hecktür

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis dann

Hakuna Matata

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18.12.2019 16:56    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (15)

Mehr als anderthalb Jahre sind mittlerweile seit meinem letzten Blog-Artikel vergangen und dementsprechend viel hat sich seitdem im Fuhrpark getan. Auch wenn ich damals noch keinen Gedanken daran verschwendet habe dies so zu benennen.

 

Wenn man beruflich viel zu tun hat und nebenbei zusehen kann, wie der Blogbereich durch Motortalk vernachlässigt wird, dann geht die Motivation schnell flöten. Und je mehr "Geschichten" sich ansammeln, desto schwerer fällt es diese Motivation wieder zu bündeln und nochmal etwas neues zu erstellen. Wer kramt schon gerne in lange Vergangenem. Eine Fortsetzung der letzten Albanien-Blogreihe wird es daher auch nicht geben.

 

Dafür nun jedoch der Versuch alles auf den aktuellen Stand zu bringen und zu schauen, ob die Motivation wiederkommt. :D

 

Doch kommen wir endlich zum eigentlichen Thema:

 

 

Vectra - das Ende nahte unerwartet

 

So muss es aussehen!So muss es aussehen!

Zur Wintersaison 2017/2018 kamen endlich die Speedline-Felgen auf die (schon wieder neuen) Winterreifen und der Vectra war nun einerseits ganzjährig auf 18 Zoll unterwegs und andererseits endlich auch mit dieser bestimmten Felge bestückt; suchte ich doch schon einige Zeit danach. Und dann lagen sie auch noch so lange im Keller und warteten auf ihren Einsatz..

 

Im Frühjahr 2018 wurde schließlich der Plan konkret, dass ich mir einen Geländewagen als Zweitwagen zulege, um diesen für künftige Reisen & Urlaube umzubauen. Der Vectra stieß auf Reisen doch immer öfter an seine Grenzen und wenn man sich schon so weit wie möglich mit ihm durchschlägt, dann guckt man letzten Endes doch eher traurig den anderen hinterher, die weiter kommen als man selbst.

 

Um während der Suche schon mal paar Prozente für die KFZ-Versicherung zu sammeln (der Vectra war bis dato auf meine Mutter zugelassen und ich konnte die Prozente nicht übernehmen), wurde dieser daher im Juni auf mich umgemeldet und bekam nach vier Jahren Inkognito-Leben Ortskennzeichen aus Nürnberg. Und das war der Anfang vom Ende. :D

 

Wenn man an übernatürliche Dinge oder ähnliches glaubt, dann war das der Schicksalstag. Am Tag nach der Ummeldung stellte ich das erste Mal komische Geräusche beim Kuppeln im Stand fest, die jeden Tag stärker wurden und nach zwei Wochen schließlich so arg waren, dass ich mich bereits nach Reparaturmöglichkeiten umsah. Während ich mir Gedanken zu den absurd hohen Summen für den Tausch von Kupplung, ZMS usw machte, blieb ich dann unnötigerweise nach Heimatbesuch bei den Eltern auf der Bundesstraße liegen. Die Injektoren. Mal wieder. Die Nähe zum Elternhaus ersparte mir dabei einen weiteren Anruf bei meinem Abschleppunternehmen und der Vectra stand fortan mit sehr bald fälliger Kupplung & ZMS, sowie Injektorenproblemen in der heimischen Werkstatt. Und das reichte mir dann. Drei Wochen nach der Ummeldung wurde er abgemeldet, verkauft und die Entscheidung gewann einen Preis: Fehler des Jahres 2018. :D

 

Hinterließ der Verkauf lange etwas positives, wandelte sich dies mit der Zeit zum heutigen Gefühl. Der Vectra wird das Auto sein, das ich gefühlt nie hätte verkaufen sollen. Trotz fast 250.000km auf dem Tacho und immer wieder Problemchen. Für die Nerven wahrscheinlich gut. Finanziell hätte es sich mit dem Nachfolge-Fahrzeug nichts gegeben. Beides Verlustrechnungen. :rolleyes:

 

Das letzte FotoDas letzte Foto

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Nachfolger - Kapitel 1

Ich weiß nicht mehr, welchen Suchrahmen ich mir damals gesetzt habe, jedoch war das erste Objekt meiner Begierde ein schwarzer Peugeot 607 Diesel. Am Tag nach der Besichtigung stimmte ich telefonisch den gegebenen Bedingungen zu, durfte allerdings gleichzeitig erfahren, dass wohl irgendwas mit der Elektrik der Scheibenwischer nicht mehr stimmen würde. Elektrik bei Franzosen ist mir generell nicht koscher, ich wartete trotzdem und wurde letztendlich doch enttäuscht. Nach knapp zwei Wochen Hick-Hack und einigen Werkstatt-Aufenthalten wurde mir am Tag der Abholung - zufällig auch mein Geburtstag - telefonisch abgesagt bzw gleichzeitiges Ablehnen meinerseits lies es abblasen. Irgendwann ist ja gut. Da das Problem nicht behoben werden konnte, können sie das Fahrzeug nicht reinen Gewissens verkaufen und werden es behalten. Sehr ärgerlich, weil viel Zeit verloren ging, ein Bahnticket umsonst gebucht wurde und der Geburtstag natürlich nicht wie erwartet startete. Und ein Geschmäckle hatte es durch die Art und Weise auch. (Vor kurzem bin ich zufällig nochmal in der Gegend gewesen und bin dort vorbeigefahren. Der 607 stand noch immer im Hof. Also waren sie in dieser Hinsicht zumindest ehrlich und haben das Fahrzeug tatsächlich behalten und nicht anderweitig verkauft). Die Suche begann also von vorne.

 

Peugeot 607Peugeot 607

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Nachfolger - Kapitel 2

Die Lust an der Autosuche war mir gehörig vergangen. Daher sollte nun erst mal nur etwas für den Übergang her. Geringer Kaufpreis, Diesel. Hauptsache es fährt. Und sowas ist es dann auch geworden: Das vierte Auto meiner Autofahrer-Karriere wurde nach über einem Monat autoloser Zeit ein graues Mazda 6-Fließheck aus 2007. 2.0er Diesel mit 143 PS-Maschine. Rost. Schlecht beilackierte Motorhaube. Kratzer rundherum. Klapperndes Radlager. Zahnriemen musste auch noch gewechselt werden und die Ganzjahresreifen stellten sich im Nachhinein als Winterreifen heraus, die im Sommer natürlich extrem schmierten. Um es kurz zu halten und euch weitere Details zu ersparen: Bei diesem Auto wurde mir bewusst, dass ich ein Auto doch nicht nur als Gebrauchsobjekt ansehen kann. Deshalb war seine Zeit schnell nur noch gezählt, und nachdem im Februar 2019 der bereits erwähnte Geländewagen Einzug hielt, reduzierte sich die Kilometer-Jahresleistung des Mazdas auch noch rapide. Deshalb war dieses Kapitel Anfang Dezember 2019 nach knapp 16 Monaten und nur 14.000 Kilometern schon wieder beendet. Der Mazda ging mit ordentlichem Verlust in den Export nach Rumänien. Bei der Reparatur des Vectras hätte ich jedoch wie gesagt sicherlich genau so viel Geld verloren.

 

Mazda 6 im WinterMazda 6 im WinterMazda 6 im SommerMazda 6 im Sommer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Let’s go overlanding

Der Wunsch nach einem Geländewagen: Doch welches Modell soll man wählen?

Ein grobes Budget stand schnell fest und es sollte auf jeden Fall ein Fahrzeug mit langem Radstand sein. Gleichzeitig mit möglichst wenig Elektrik, also bevorzugt aus den 90er-Jahren.

 

Mir - und den meisten anderen auch - kommt natürlich als erstes der Land Rover Defender in den Sinn. Die Optik finde ich zeitlos schön und Platz bietet er auch ausreichend. Doch leider entspricht die Zuverlässigkeit nicht ganz meinen Erwartungen und auch mit der britischen Qualität würde ich mich langfristig wahrscheinlich nicht identifizieren können und irgendwann durchdrehen. Spätestens die rasant steigenden Preise geben einem dann den Rest und der Defender fiel (wenn auch nur langsam) aus der möglichen Liste der Kandidaten. Aus letzterem Grund kommt auch ein Toyota Landcruiser – der wahrscheinlich der anderen Hälfte der Menschheit als erstes beim Thema Geländewagen einfallen würde – nicht in Frage. Hier sind die Preise mittlerweile völlig eskaliert. Und ich habe auch keine Lust andauernd Angst haben zu müssen, dass mein Auto aufgrund des Wertes geklaut werden könnte. :D

 

Bei anderen Toyotas war die Marktlage nicht so interessant. Jimnys und Samurais von Suzuki sind zwar sau cool, aber durch den kleinen Radstand auch keine Möglichkeit. Und die Nissan Patrols aus den 90ern treffen einfach nicht meinen Geschmack, auch wenn man hier preislich mit viel Zeit sicher einen Schnapper machen kann. Genauso wie beim Modell, für das ich mich letztendlich entschied und auch lange suchten musste.

 

Ein Mitsubishi Pajero, Diesel, 2. Generation, jedoch zwingend das Vorfacelift. Das Facelift sieht meiner Meinung nach leider nur im US-Markt (dort läuft er als Mitsubishi Montero) schick aus. Und dann sogar schicker als das europäische Vorfacelift. :rolleyes:

 

Doch wer schonmal einen Geländewagen aus diesem Zeitraum gesucht hat, kennt sicherlich die Probleme. Viele runtergerockte Fahrzeuge, gerade die Diesel wurden oft als Arbeitstiere misshandelt und in Verbindung mit wenig Pflege und sehr schlechter Rostvorsorge zerbröseln sie mittlerweile schon beim bloßen anschauen. Auch die Pajeros sind hier leider keine Ausnahme. Und dementsprechend lange sucht man für akzeptable Exemplare. Gerade als Laie hatte ich da natürlich meinen Spaß bei der Suche und den wenigen Besichtigungen. Nicht. :D

Details dazu werde ich euch hier ebenso ersparen, lieber lasse ich euch die ersten geschossenen Bilder da:

 

Die Dunkelheit kaschiert vielDie Dunkelheit kaschiert vielDie Basis des ProjektsDie Basis des ProjektsDie Heckklappe ist nicht das Einzige, das rostetDie Heckklappe ist nicht das Einzige, das rostet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Kauf war ich mir selbst nicht mehr so sicher, ob ich daraus machen kann, was sich vor meinem geistigen Auge darstellte, letztendlich ist es aber das perfekte Projekt, um endlich ein wenig Erfahrung zu sammeln. Und es hat sich definitiv gelohnt, auch wenn ich noch lange nicht fertig bin!

 

Was sich bisher getan hat werdet ihr erst in einem gesonderten Artikel erfahren. Eine kleine sneak peek gibt‘s in der Fahrzeugliste meines Profils. ;)

 

 

Der neue daily

Nach dieser Zeitblase geht’s zurück in den November 2019. Noch bevor der Mazda zum Verkauf stand, ging die Suche nach einem Ersatz-daily los. Da die jährliche Fahrleistung von knapp 30.000 Kilometern nun auf zwei Fahrzeuge aufgeteilt wird, durfte es auch ein Benziner sein und das eröffnete andere Möglichkeiten als die Suche mit dem Mazda-Ergebnis. Die ersten beiden Fahrzeuge die ich mir ansah waren Opel Astra H GTCs mit dem 200PS messenden 2.0-Liter-Motor ( der Vectra klang noch nach :D ), doch beide Fahrzeuge hatten eine negative Historie. Das Fahrgefühl gefiel mir zudem nicht, so dass die Astra-Idee sogar komplett ad acta gelegt wurde. Ich bin mit ihm einfach nicht warm geworden.

 

Eine Recherche-Nacht später fielen mir einige Fiesta ST’s auf dem mobile-Parkplatz näher auf. „Warum habe ich mich nicht vorher über diese informiert? Werden sicherlich eh zu teuer sein.“ Kurz und knapp gesagt: Keine zwei Tage später wurde ein Kaufvertrag unterschrieben. :D

 

Auch hier sagen Bilder mehr als tausend Worte und Details folgen eventuell in einem separaten Artikel. Für die Neugierigen gibt es das Fahrzeugprofil.

 

Fiesta im SommermodusFiesta im SommermodusFiesta im WintermodusFiesta im Wintermodus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lose Zusammenfassung: Ende. Blog-Stand: Aktuell.

Mission accomplished :)

 

bis irgendwann

Hakuna Matata

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03.04.2018 00:17    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: Balkan, Bosnien, C, Kroatien, Opel, Roadtrip, Vectra

... um in schlechtem Englisch zu erzählen, dass wir eine grüne Karte bekommen könnten. Alles andere hätte mich auch verwundert, so wird doch auf jedem einzelnen dieser weißen Container mit “green card here!” geworben.

 

Sie notierte noch ‘20€’ auf dem Blankozettel und erzählte weiter. “So you just pay twenty euros, and then seventeen days. You can get it here.” - “Seven days?”, hinterfragte ich in der Hoffnung auf eine sprachliche Unsicherheit. “No” entgegnete sie, bevor sie in der Tat eine 17 auf dem Zettel notierte. “Seventeen days, not seven days.” Mit dem plötzlichen Gefühl, aus diesem Gespräch fliehen zu möchten und die Zeit auf letzte Woche zurückzudrehen schaute ich meinen Kumpel entgeistert an. Das waren nicht die Informationen die wir uns nun erhofft hatten..

 

Der Urlaub eines Durchschnittsdeutschen ist nach 17 Tagen nur eines: Vorbei. Wir hatten zwar drei Wochen eingeplant, jedoch änderte dies nichts an der Tatsache, dass die Einreise in einen Drittstaat mit diesem Hintergrund eigentlich unnütz wäre. Bei zwei bis drei Tagen Aufenthalt kann man es auch gleich bleiben lassen.

 

Schnell kehrten wir gedanklich wieder zum Ursprungsproblem zurück: Wieso liegt keine gültige grüne Karte im Auto? Ein Anruf bei den Eltern sollte Klarheit schaffen und war unsere nächste Hoffnung. Doch der Rückruf nach einer hemischen Suchaktion brachte keine positiven Informationen mit sich: Es war nichts auffindbar, womit für mich langsam klar wurde, dass die Versicherung schlicht keine neue grüne Karte abschickt, wenn die alte abgelaufen ist. Und bei der Hotline der Versicherung war um 20 Uhr an einem Sonntagabend selbstverständlich auch niemand mehr erreichbar. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als kehrt zu machen, wieder in die EU einzureisen und am nächsten Morgen nochmal bei der Versicherung anzurufen.

 

Funfact: Der bosnische Grenzbeamte schlug uns noch vor es einfach mal an der Grenze zum Neum-Korridor zu probieren, vielleicht würde unser ‘Transit’ dort funktionieren. Mit der Vorstellung irgendwann im Niemandsland zwischen zwei Drittstaaten zu stranden fuhren wir nach Wiedereinreise in die EU auf die Landstraße und navigierten dort gefühlte Stunden im Dunkeln über teilweise einspurige Straßen bis in die nächste Stadt, die wir nach tatsächlichen 40 Minuten erreichten.

 

Metkovic ist eine Grenzstadt, die rechts und links des Flusses Neretva liegt. Im Ort gibt es nur eine große Brücke und so fuhren wir lange am nördlichen Ufer entlang und hielten Ausschau auf das andere Ufer, dass infrastrukturell besser erschlossen schien. Auch eine nun langsam dringend nötig werdende Tankstelle erblickten wir dort. Da wir diese jedoch nicht auf Anhieb fanden, als wir das südliche Ufer erreichten, wendeten wir in einem Hafengebiet um wieder zurück zur Brücke zu gelangen und wieder auf die Nordseite zu wechseln. Dort erblickten wir vorher Beschilderung, die uns zu einer Tankstelle führen müsste und dies erschien uns in diesem Fall nun doch das Einfachste zu sein. Doch hätten wir lieber die erste Tankstelle weiter gesucht und auf das Wendemanöver verzichtet..

 

Auf der Brücke ließ ein hinter uns fahrender Opel Astra penetrant aufblenden. Auf dieses Lichthupen-Konzert reagierte ich neben Verwunderung mit der Kontrolle des Cockpits: Abblendlicht ist eingeschaltet. Warnleuchten sind keine zu sehen. Es ist auch kein Rauch oder sonstiges zu sehen. Was stimmt mit dem Typen nicht?

 

Die gesamte Brücke über leuchtete es hinter uns auf, bis schließlich am Ende dieser der Beifahrer seine Hand aus dem Fenster hielt. Und in seiner Hand eine Kelle. Polizei. Na super.

 

Ich verfiel in einen ungläubigen Modus von ‘Was kann jetzt wohl noch passieren?’ und hielt in der nächsten Parkbucht. Die nächsten Minuten verliefen daher wie im falschen Film: Drei Personen in Uniform stiegen aus, ich ließ mir den sprachführenden Polizisten ausweisen, dies brachte jedoch keine Linderung meiner Skepsis ( wer weiß schon, wie das auszusehen hat ), händigte nun selbst alle Dokumente aus und ließ mir ungefähr acht mal erklären, was ich überhaupt falsch gemacht habe. Noch surrealer wurde es nur anhand der Tatsache, dass es nicht zwei, sondern drei Polizisten waren, die Frau ziemlich aufgetakelt war, der sprachführende Polizist sich irgendwo im nirgendwo auf deutsch mit mir unterhielt und mich andauernd duzte und mit dem Vornamen ansprach.

 

Das Herumgerede bezüglich irgendwelcher Linien brachte mich schließlich darauf, dass ich beim Linksabbiegen aus dem Hafengebiet auf die Hauptstraße eine durchgezogene Linie überfahren hatte. Wer etwas sucht, der findet..

 

“Du musst 250 zahlen”, wies der Polizist an, nachdem ich aussteigen sollte und ihn zu seinem Kofferraum begleiten musste. Erst im zweiten Moment fiel mir ein, dass wir nicht mehr im Euro-Gebiet waren. 250 Kuna, also etwas mehr als 33 Euro. Das war noch in Ordnung, wenn auch trotzdem unnötig. 33 Euro wegen einer durchgezogenen Linie in einer Stadt, in der nichts los war.

 

“Ist Kreditkarte möglich? Wir haben keine Kuna.”, Wir wollten durch Kroatien schließlich nur durchreisen. - “Nein, nur Cash. Hier ist ein Bankomat. Du fährst hinter uns.” Gesagt, getan: Er behielt unsere Dokumente ein, wir setzten uns in unsere Fahrzeuge und folgten dem Zivilfahrzeug bis zum Bankomaten. Und mein einziger Gedanke während dieser kurzen Fahrt: ‘Was ist, wenn wir gleich links abbiegen müssten und die Polizisten eine durchgezogene Linie überfahren. Dann muss ich ja weiterfahren..’ Was ist los mit dir Gehirn? :D

 

Noch einmal stutzig und skeptisch wurde ich, als wir dort ankamen. Die Ecke war deutlich dunkler, keine direkte Beleuchtung mehr, wir sprangen zwischen geparkten Autos umher und der Polizist sagte zu mir “Hebe 300 ab” worauf ich nur entgegnete, ob ich eine Quittung von ihm bekomme. So schnell werden aus 250 plötzlich 300.. Am Bank-Automaten merkte ich jedoch, dass das nur ein gutgemeinter Rat war. Man konnte schlichtweg keine 250 abheben, sondern nur runde Beträge.

 

Die Abwicklung lief fortan recht zügig und am Ende bekamen wir noch einen guten Rat mit: “Hakuna, fahr langsam wenn du in Richtung Opuzen fährst. Kollegen dort..” worauf die Geste einer Laserpistole folgte. :D

 

Nicht in Bosnien-Herzegowina, 250 Kuna leichter und immer noch nicht getankt. Wir entschlossen uns nun doch nochmals über die Brücke zu fahren und die Tankstelle zu suchen, die wir vor einer Stunde vom nördlichen Ufer aus gesehen hatten. Und diesmal fanden wir sie auch. Wir hätten uns den ganzen Ärger mit der Polizei sparen können, in dem wir die Straße vorher einfach nochmal einen Kilometer weiter gefahren wären..

 

Nach einem kurzen Splash-and-Dash ging es für uns schließlich weiter durch die Nacht. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob wir auf gut Glück den nächsten Campingplatz suchten oder auf der Karte ein Campingsymbol eingezeichnet war, jedoch tauchte irgendwann Beschilderung auf die uns auch zu einem Campingplatz führte. An der Rezeption war dort niemand aufzufinden und die Bar war ebenfalls nicht besetzt. Lediglich ein Gast konnte vor einem Fernseher vorgefunden werden. Keine große Hilfe. Wir setzten uns daher ins Auto, rollten ans Ende des Campingplatzes und schlugen dort das Zelt auf. "Einchecken können wir auch morgen. Ich will jetzt nur noch Schlafen und morgen früh sofort die Versicherung anrufen, vielleicht können die uns die Grüne Karte zuschicken oder über eines der Büros ausstellen. Auch wenn das in Zagreb ist. Das sind gute fünfhundert Kilometer."

 

to be continued.. Edit: Keine Fortsetzung mehr geplant.

Hakuna Matata

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11.11.2017 19:31    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Albanien, Kroatien, Opel, Roadtrip, Roadtrips, Vectra

Vor zwei Jahren das hochpreisige Norwegen aufgesucht, verschlug es uns letztes Jahr bekanntermaßen in den günstigeren Balkan. Auf etwa 4500 Kilometern befuhren wir Straßen aus acht verschiedenen Ländern und waren sowohl vom Preisniveau überrascht als auch von den freundlichen Menschen begeistert. Und so stand der Entschluss relativ schnell fest: Albanien, das südlichste Land unserer letztjährigen Reise, sollte Ziel eines dreiwöchigen Roadtrips werden. Genug Zeit um Land und Leute näher kennen zu lernen.

 

Als erster Ort stand schnell wieder der Theth Nationalpark fest, den wir letztes Jahr bereits besuchten. Doch vorher sollte noch ein wenig Zeit vergehen, in der einige Dinge erledigt werden konnten.

 

Einerseits fassten wir wieder interessante Orte für den Überblick auf einer Karte zusammen ( kann man hier einsehen: Klick ), auf der anderen Seite besorgte ich mir noch einen internationalen Führerschein ( sicher ist sicher ), und der Vectra bekam endlich seinen Stahl-Unterfahrschutz, mit dem ich seit einem Jahr liebäugelte. Mit der leichten Tieferlegung und eventuellen nächsten Urlauben im Hinterkopf sollte dies eine gute Investition in die Zukunft sein.

 

Ende August starteten wir schließlich an einem Samstagabend, um eine erste kleine Etappe aus der alten Heimat in meine aktuelle Heimat Nürnberg zurückzulegen. Von dort aus wollten wir sonntags nach einer letzten Nacht in einem vollwertigen Bett bis kurz vor die albanische Grenze kommen, um schließlich montags in Albanien einzureisen und nach einem Basarbesuch in Shkodra sofort die etwas beschwerliche Fahrt in den Theth Nationalpark hinter uns zu bringen. Weiter planten wir wie immer erstmal nicht. Die Orte aus der googlemaps Karte klebten schließlich auch in unserer Straßenkarte. Spontanität, das höchste Gut unserer Reisen.

 

Soweit der Plan, doch kommen wir zur Ausführung:

 

Nach einem entspannten Frühstück ging es sonntags gegen acht Uhr in der Früh genauso entspannt auf die Autobahn gen Süden. Staufrei und zügig spulten wir die ersten dreihundert Kilometer auf der A3 ab, bis wir schließlich am letzten Rastplatz vor der Bundesgrenze die obligatorische Vignettenpause machten. Erstes Mal nachtanken, 2-Monatsvignette für Österreich bzw. 1-Monatsvignette für Slowenien gekauft und die Spritpreise in den Urlaubsländern bei einem Kaffee gegooglet. Warum zwei Monate Österreich? Zwei Wochen nach Rückkehr sollte es für ein Wochenende nach Ljubljana gehen. Somit sparten wir ganze neunzig Cent… und das lästige Abkratzen von zwei weiteren 10-Tages-Vignetten. :D

 

Plan war nun kurz vor der österreichisch-slowenischen Grenze vollzutanken, da in AT die Preise am niedrigsten wären. Nicht bedacht haben wir dabei, dass die Autobahn ihre eigenen Regeln hat. Kaum nach AT eingereist, kostet der Liter Diesel acht Cent mehr als an den deutschen Autobahntankstellen. Na toll. :rolleyes:

 

Wir hatten schließlich das Glück, dass man von der Autobahn aus die Preistafel einer Tankstelle sehen konnte, die nicht an der Autobahn, jedoch sofort an einer Anschlusstelle lag. Der Liter Diesel kostete dort 32 Cent weniger als an den Autobahn-Tankstellen. Also flugs die nächste Ausfahrt genommen, dort getankt und gute zehn Euro gespart.

 

Was fiel mir zudem wiederholt in Österreich auf? Die meisten halten sich an Tempolimits. Österreich hat seinen Ruf weg und verteidigt ihn mit zahlreichen Blitzern und Section Controls. Teilweise wird am Ende eines Tunnels auf das Ende der Section Control hingewiesen und dreißig Meter dahinter steht ein Blitzer. Ein hoch auf den Tempomaten im Vectra.

 

So streng der Ruf der Österreicher ist, so lasch ist er dann wiederum in Slowenien und Kroatien. Kaum über die Grenze heißt es wieder mindestens Tempolimit +20km/h für alle. Und dann fährt man 150 bei erlaubten 130 und wird trotzdem regelmäßig von Oberklasse-Limousinen kassiert, die nach einer halben Minute bereits wieder am Horizont verschwinden. Ist ja fast wie in Deutschland. :D Mit dem Unterschied, dass es theoretisch ein Tempolimit gibt & gleichzeitig die eh schon leere Autobahn immer leerer wird, je weiter man in den Süden kommt.

 

Geschätzte zweihundert Kilometer vor der bosnisch-herzegowinischen Grenze begann ich dann vermehrt auf die Rest-Reichweite zu schielen. In Bosnien-Herzegowina kostete der Liter Diesel letztes Jahr lediglich 85 Cent. Da ist es wohl selbstverständlich, warum wir in Kroatien nicht zwischentanken wollten. Gewisse Zweifel am Gelingen dieser Idee brachte schließlich der Bordcomputer. Zehn Kilometer Strecke zurückgelegt, die Restreichweite sinkt um zwanzig Kilometer. Auf den nächsten zehn Kilometern das Gleiche Spiel. Wer jetzt denkt: “Passt doch. Hauptsache konstante Werte” hat sich getäuscht. Auf den dritten zehn Kilometern sank die Restreichweite um exakt null Kilometer. :D Und genau so unerklärlich ging es weiter. Wie hielten schließlich an einer Tankstelle, um ein menschliches Grundbedürfnis zu stillen und uns kurz auf der Straßenkarte zu vergewissern. Ein Tanktstopp wäre kein Beinbruch gewesen, vor allem da wir ja nun an einer standen, jedoch wollte unser Ehrgeiz es bis nach Bosnien schaffen. :D

Und es sah auch eigentlich gut aus..

 

 

Wir flogen die letzten kroatischen Autobahnkilometer entlang, in der Gewissheit, dass der Sprit reichen wird; passierten zwei bis drei noch nicht fertiggestellte Autobahntankstellen und erreichten schließlich die kroatische Staatsgrenze. Auch wenn man sich Sonntagabend, am Ende der Hauptsaison kurz vor der Dämmerung nicht darüber wundern sollte, so war es für uns doch überraschend, dass dort kaum etwas los war. Lediglich ein Auto war vor uns dran, bevor auch wir zügig durchgewunken wurden.

 

Am bosnischen Einreise-Posten waren gar zwei Spuren geöffnet, sodass wir uns für die Freie entschieden. Nach einer grimmigen Begrüßung des Grenzbeamten überreichte ich ihm die Reisepässe und wie auch schon letztes Jahr forderte er Fahrzeugschein und Grüne Karte nach. Ich überreichte ihm auch diese und nach einem kurzen Blick darauf streckte er mir die grüne Karte murmelnd wieder halb entgegen. Etwas verwirrt blickte ich zu meinem Kumpel, der jedoch auch nichts verstanden hatte.

 

Ich hakte nach: ‘Is there a problem?’ Er murmelte wieder etwas Unverständliches vor sich hin, zeigte diesmal jedoch auf die obere linke Ecke der Grünen Karte“, und in diesem Augenblick fiel ich vom Glauben ab. “Die ist abgelaufen. Die Karte ist im Februar abgelaufen. Seit wann laufen Grüne Karten ab?”

 

Nachdem ich nun wiederum vor mich hin murmelte und einen Moment brauchte um diesen Faux-Pas zu realisieren, erklärte der Grenzbeamte, dass wir mal bei den Containern auf dem Vorplatz nachschauen sollen. Vielleicht könne dort jemand helfen. Das Auto sollten wir so lange vor einer der geschlossenen Schranken parken.

 

Gesagt getan! Wir parkten unter dem Dach und gingen in Richtung der weißen Container. Währenddessen geisterten tausende Gedanken durch meinen Kopf: ‘Wieso ist mir das im Vorfeld nicht aufgefallen? Schickt die Versicherung keine Neue zu, sobald die Alte ausläuft? Oder liegt diese bei meinen Eltern? Das Auto ist schließlich auf meine Mutter zugelassen.’

 

“Hauptsache man kann uns nun weiterhelfen. Denkst du, wir bekommen hier ‘ne neue Grüne Karte? “ ..Die Frage ging im Wust von Gedanken und der Frage, wie das dann überhaupt ablaufen würde unter. Vielleicht könne ja auch ein Anruf bei der Versicherung etwas helfen? Doch erstmal nachfragen, danach spekulieren.

 

Die meisten der Container waren bereits geschlossen. Erst mit der Hilfe von ein paar Beamten, die zufällig in die gleiche Richtung wie wir gingen fiel uns der einzige Container auf, aus dem noch Licht brannte. Die Dame schien auch schon auf den Feierabend zuzusteuern, hörte sich unser Dilemma jedoch an und kramte schließlich einen Zettel und Stift hervor, um in schlechtem Englisch zu erzählen, dass wir eine grüne Karte bekommen könnten. Alles andere hätte mich auch verwundert, so wird doch auf jedem einzelnen dieser weißen Container mit “green card here!” geworben :rolleyes:

 

Sie notierte noch ‘20€’ auf dem Blankozettel und erzählte weiter. “So you just pay twenty euros, and then seventeen days. You can get it here.” - “Seven days?”, hinterfragte ich in der Hoffnung auf eine sprachliche Unsicherheit. “No” entgegnete sie, bevor sie in der Tat eine 17 auf dem Zettel notierte. “Seventeen days, not seven days.” Mit dem plötzlichen Gefühl, aus diesem Gespräch fliehen zu möchten und die Zeit auf letzte Woche zurückzudrehen schaute ich meinen Kumpel entgeistert an. Das waren nicht die Informationen die wir uns nun erhofft hatten..

 

to be continued

Hakuna Matata

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11.07.2017 17:17    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: 2006, C, Caravan, Erfahrung, Langzeit, Opel, Test, Vectra

Hallo zusammen,

 

beim Vectra wurde seit dem Kauf einiges verändert. Was sich getan hat seht ihr nun in dieser Zusammenfassung:

 

Einen eigenen Artikel bekam bereits das Tagfahrlicht gewidmet. Wer näheres dazu wissen möchte, kann dies gerne im TFL-Artikel nachlesen. Bilder gibt es an dieser Stelle jedoch trotzdem:

 

 

Gekauft wurde der Vectra mit Sommerreifen auf Original Opel 17-Zoll-Alus und einem Satz Winterreifen auf 16-Zoll-Stahlfelgen. Die Stahlfelgen-Optik hatte zwar etwas interessantes, doch der erste Winter war zugleich auch der letzte Winter für sie.

Im Frühjahr mussten neue Sommerreifen her und die Chance nutzte ich: Für den Sommer gab es neue Reifen samt neuer 18-Zoll-Alus ( 5 Speichen ) und für die originalen 17-Zöller ( 7 Doppelspeichen ) gab es neue Winterreifen. Die alten Winterreifen wurden verkauft. Fazit: Très chic! Und ab dem nächsten Winter ist der Vectra auch in der kalten Jahreszeit mit 18 Zoll unterwegs. Opel Speedline Felgen liegen bereits im Keller. ( 11 Speichen ) :)

 

 

 

 

Und auch beim Nachrüstsatz darf der Opel-Nabendeckel nicht fehlen:

 

Im letzten Artikel ließ ich es bereits etwas durchblicken: Der Vectra wurde beledert.

Mir bot sich die Gelegenheit günstig an eine komplette Lederausstattung zu kommen und so etwas lässt man sich natürlich nicht entgehen. Das Ergebnis kann sich dabei sehen lassen. Der Innenraum sieht deutlich wertiger aus und ich fühle mich auch deutlich wohler.

Der Beifahrersitz hatte zwar ein paar Macken, diesen ging es nach langer Zeit nun jedoch endlich an den Kragen. Auf den ersten Blick ist es schon deutlich besser. Trotzdem muss ich mich da nochmal ransetzen um es besser hinzubekommen.

 

 

Da die Ablagemöglichkeiten in meinem Modell sehr mager aussehen und selbst für kleine Wasserflaschen kein Platz ist, bastelte ich mir eine günstige Flaschenhalterung aus einem Stück Metall und einem 1€-Flaschenhalter fürs Fahrrad. Es sah zwar nicht so hochwertig aus, erfüllte jedoch voll und ganz seinen Zweck.. Bis die neue Lederausstattung Einzug fand. Durch eine dickere Strebe, an der sich die Halterung nur schwer befestigen ließ in Kombination mit einer weiteren Strebe unter dem Sitz, die nun zusätzlich im Weg war scheiterte die Idee der Do-it-yourself-Flaschenhalterung vorerst. Aktuell hängt sie nur noch lieblos in der Gegend herum und wartet auf die ultimative Problemlösung.

Zwischenzeitlich hielt auch der Original-Opel-Becherhalter in meinem Cockpit Einzug, jedoch ist dieser wie vermutet für jegliche Getränke, die größer als ein kleiner Kaffee sind ungeeignet. Immerhin die Optik stimmt und ist deutlich besser als bei der zuvor nicht verwendeten Telefon-Vorbereitung. Und einen funktionalen Nutzen habe ich auch schon gefunden:

 

 

Ein Dorn im Auge war lange auch der Heckscheibenwischer. Dieser erzeugt bedingt durch seine Bauart nicht genug Druck, wodurch die Wischqualität miserabel ist. Das Wasser wird eher verteilt als weggewischt. Abhilfe kann hier der Heckscheibenwischer vom Skoda Octavia II schaffen. Leider überzeugte mich das auf ebay bestellte Teil qualitativ nicht, weshalb ich es zurückgab und nun demnächst mal einen Original-Wischer bei Skoda bestellen werde.

 

Vectra-WischerVectra-WischerOctavia-WischerOctavia-Wischer

 

Als nächstes wagte ich mich an die Kennzeichenbeleuchtung. An LED-Kennzeichenbeleuchtungen spalten sich bekanntlich die Gemüter, doch ich wollte es wagen.. und wurde erst einmal enttäuscht.

Die Lichtfarbe an sich finde ich deutlich schöner, jedoch ist die Ausleuchtung zu punktuell bzw absolut nicht gleichmäßig. Dadurch sieht die Beleuchtung insgesamt ziemlich billig aus. Wenn das Abkleben der Hälfte der LEDs keine Besserung bringt, dann wird demnächst noch eine andere Lösung probiert, die sich im Vectraforum offenbar bewährt hat. Sollte diese mich ebenfalls nicht zufriedenstellen, dann kommen wieder die Originalbirnen rein. Entweder richtig machen oder gar nicht.

 

 

 

Wo wir auch schon beim nächsten Thema wären: Da mir das ewige CD-Auswerfen des Radios mittlerweile dermaßen auf den Geist ging, wurde kurzer Prozess gemacht und ein Zubehör-Radio eingebaut. In Vectrakreisen sind Radios von Zenec und Pumpkin weit verbreitet, jedoch sind wir da meiner Meinung wieder beim Thema von vorhin: Entweder richtig oder gar nicht. Bevor ich mir ein günstiges Chinaradio einbaue, dass nicht problemlos funktioniert oder das einen Knick hat, weil es eigentlich für den Astra zugeschnitten ist bleibe ich lieber beim CD70. Oder gebe etwas mehr aus und hole mir direkt ein gescheites Radio. Fündig geworden bin ich dabei bei Kenwood.

Neben der guten optischen Einbindung hat es viele Funktionen zu bieten, die ich beim aktuellen CD70 vermisse. CDs lassen sich endlich ohne Probleme nutzen, die USB-Funktion ist zusätzlich ein ungeheurer Mehrwert und auch das Smartphone ließe sich am USB-Port anschließen. Dadurch bestände Freisprechfunktion und Nutzung von Android Auto. Und das wichtigste: Der Sound ist gut geblieben!

 

 

 

 

 

Im Januar nutzte ich einen Defekt für eine weitere Individualisierung: Da vorne links die unterste Windung der Fahrwerksfeder brach wurden die Federn ringsherum durch neue Eibach-Federn ersetzt. Der Vectra steht damit 30 Millimeter tiefer. Fazit nach knapp 5 Monaten: Sieht schick aus, hat sich nun nochmal ein wenig gesetzt und fährt sich besser als mit den Standard-Federn. Busfahren ist vorbei. Alles richtig gemacht. Bilder folgen am Ende des Artikels.

 

Kurz nach den Federn kamen dann noch Spurplatten dazu. Vorderachse 30mm, Hinterachse 40mm. Was mit den 17-Zöllern noch gut aussah und ohne Probleme passte, kippte beim Wechsel auf die Sommer-18-Zöller hin zu ‘too much’. Bei der anschließenden Probefahrt Probeschleifung schliff es dann zudem an allen möglichen Stellen, weshalb das Experiment Spurplatten beendet wurde.

 

ohne ( 17 Zoll )ohne ( 17 Zoll )mit ( 17 Zoll )mit ( 17 Zoll )

 

mit ( 18 Zoll )mit ( 18 Zoll )mit ( 18 Zoll )mit ( 18 Zoll )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Last but not least kommt beim nächsten Ölwechsel ein originaler Stahl-Unterfahrschutz an den Vectra. Der letztjährige Aufenthalt im albanischen Theth war schon stellenweise kritisch, doch dieses Jahr soll es erneut dorthin gehen und wie es dann mit 30 Millimetern weniger Bodenfreiheit ausschaut kann sich jeder selbst ausmalen. :D

 

So wie er dasteht gefällt mir der Vectra aktuell sehr gut und mit den Federn & dem Unterfahrschutz ist die Liste der Must-Haves sozusagen abgehakt. Eigentlich. :D

 

 

Bis dahin

Hakuna Matata

 

PS: Aktueller Kilometerstand beträgt 227.000

 

PPS: Einige aktuelle Impressionen:

 

 

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03.04.2017 10:13    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Continental, Event, Highperformance, Tuning

Schweiz, Alpen, Schnee und schöne Autos - wer kann da schon nein sagen? Durch Motor-Talk und Continental kam ich in den Genuss, zehn hochmotorisierte Fahrzeuge auf einem verschneiten Flugfeld zu bewegen. Doch fangen wir vorne an:

 

 

 

 

 

Mitte Februar klingelte eines Freitagabends mein Telefon. Da ich diesen Anruf natürlich verpasste, begann das obligatorische Googlen. Und da der Nummernstamm zu mobile.de gehören sollte, wurde ich neugierig. Also Montag flugs zurückgerufen und siehe da:

“Erinnerst du dich noch an die Gewinnspiel-Teilnahme für das Conti-Event in der Schweiz? Du hast gewonnen.” Die Freude war selbstverständlich sehr groß und da das Event Anfang März stattfinden sollte, musste man glücklicherweise auch nicht mehr so lange warten. :D

 

So kam es dann, dass wir am Mittwoch, dem ersten März, am Frankfurter Flughafen auf Philipp und Jule von Motor-Talk, Kornelius von Continental und auf die weiteren glücklichen Gewinner trafen, um von dort nach Zürich zu fliegen. Nach einem lediglich dreißig Minuten dauernden Flug stand uns schließlich noch eine mehrstündige Autofahrt bevor, denn unsere Unterkunft in Blitzingen befand sich über 160 Kilometer weit entfernt von Zürich.

 

Kaum hatten wir das Flughafengebäude verlassen, fuhren auch schon drei VW T5 mit Continental-Schriftzug vor. “Die sind wohl für uns.” :D

 

Unsere 12-Personen-Reisegruppe verteilte sich gleichmäßig auf die Busse und konnte während der knapp zweieinhalbstündigen Fahrt erste Eindrücke von der Landschaft und vom Event selbst erlangen, denn die Fahrer der Busse waren gleichzeitig unsere Instruktoren für den morgigen Tag. Insgesamt war die Fahrt kurzweiliger als im Vorfeld erwartet und eine Tunneldurchfahrt auf einem Autozug sorgte zusätzlich für etwas Abwechslung. Abends erreichten wir schließlich unsere Unterkunft, die ziemlich schnell begeisterte. Die meisten von uns wurden jeweils zu zweit in eine große Suite einquartiert, die aus jeweils zwei Bädern, zwei Schlafzimmern und einem großen Wohnbereich ein Stockwerk weiter oben bestanden. Schade, dass wir uns hier lediglich zum Schlafen aufhalten würden. :D

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach etwas Leerlauf traf sich unsere Gruppe wie vereinbart in einem Aufenthaltsraum im Erdgeschoss des Hotels. Während einer nach dem anderen eintrudelte und auch die ersten Tuner auftauchten, wurden wir fleißig mit Getränken versorgt - bis es endlich losging: Erst wurde kurz und informativ die Firma Continental samt der mitgebrachten Reifenmodelle TS830 & TS850 vorgestellt, ehe die zehn Tuner samt ihrer Fahrzeuge an der Reihe waren. Das war für die Gewinner dahingehend sehr spannend, da wir bisher zwar die Tunter kannten, die dabei sind, jedoch nichts von den mitgebrachten Fahrzeugen wussten.

 

Uns erwarteten am nächsten Tag folgende Fahrzeuge:

ABT Audi S3 - 400 PS / 500 NM / AWD

AC Schnitzer BMW M4 - 510 PS / 645 NM / RWD

Brabus Mercedes C63AMG - 650 PS / 820 NM / RWD

edo competition Ferrari F12 - 740 PS / 690 NM / RWD

Heico sportiv Volvo V90 - 258 PS / 530 NM / AWD / Diesel

Loder1899 Ford Focus RS - 350 PS / AWD

Lorinser Mercedes E340AMG - 450 PS / 700 NM / AWD

MTM VW T500 - 472 PS / 625 NM / AWD

TechArt Porsche 718 Boxster S - 400 PS / RWD

Wolf Ford Mustang 460 PS / 570 NM / RWD

 

Bis auf die beiden Ford standen alle Fahrzeuge auf Continental TS830, da es den TS850 noch nicht in für die anderen Fahrzeuge benötigten Dimensionen gibt.

 

So viel zu den Fakten, die für mich erstmal ziemlich unbedeutend waren, da ich nie etwas annähernd Motorisiertes gefahren bin und mir daher eher die optisch interessanten Fahrzeuge im Gedächtnis blieben. Bleibenden Eindruck hinterließ dabei vor allem der Volvo V90.

 

Der nächste MorgenDer nächste Morgen

 

 

Nach der Präsentation konnten wir den Abend beim leckeren Käsefondue im hoteleigenen Restaurant ausklingen lassen. Immer wieder wurde dabei auch das Wetter zum Thema: Die Tage zuvor war es wohl ziemlich warm - typisches Tauwetter - doch an diesem Abend begann es zu schneien und hörte nicht mehr auf. Und in der Tat: Am nächsten Morgen lagen mehrere Zentimeter Neuschnee. Gute Voraussetzungen für einen spaßigen Tag.

 

 

 

 

Nach dem Frühstück ging es auch sofort los: Wir versammelten uns vor dem Hotel, stiegen in unsere Shuttle-Fahrzeuge vom Vortag und wurden ins 15 Minuten entfernte Ulrichen gebracht.

Kaum am dortigen Flugfeld angekommen, sahen wir schon unsere heutigen Gefährte, die bereits fleißig warm liefen und uns dadurch mit angenehmen Klängen empfingen.

 

Anfangs etwas zögerlich, doch von Minute zu Minute selbstbewusster, wuselten nach einiger Zeit alle Gewinner zwischen den Fahrzeugen und Tunern umher, schossen ein Foto nach dem anderen und begutachteten die Fahrzeuge genauer.

 

 

Ein kurzes Briefing in einer warmen Hütte und ein Aufteilen der Teilnehmer in zwei Gruppen später ging es dann auch schon los. Jeder stieg zu einem der Tuner und konnte auf den paar hundert Metern zur präparierten Teststrecke bereits die ersten Eindrücke sammeln und den ersten Tuner kennenlernen. Bei mir war es Max im mitgebrachten Loder1899 Ford Focus RS, der schließlich auch das erste Fahrzeug wurde, mit dem ich an diesem Tage fahren sollte.

 

Doch vorher kurz etwas zu unserer Aufgabe: Unsere ‘Testfahrten’ sollten wir im Nachgang auch benoten, damit am Schluss eine Auswertung erstellt werden kann. Dabei gab es folgende Kategorien:

 

Handling:

Einlenkverhalten

Fahrstabilität

Traktion

 

Emotion:

Exterieur

Interieur

Sound

Fahrspaß

 

Doch zu den Ergebnissen kommen wir später ;)

 

Des Weiteren musste gemessen werden, wie lange wir mit jedem Fahrzeug für die beiden Kurse benötigten:

 

Dynamikkurs: Beschleunigung aus dem Stand - lange Gerade - Haarnadelkurve - Rückweg durch einen Slalomparcour - Stopp am Pylonentor

 

Handlingkurs: Beschleunigung aus dem Stand - Pylonentore, durch die man fahren muss - Haarnadelkurve - erneut Pylonentore, die jedoch enger standen als auf dem Hinweg - Stopp am letzten Pylonentor

 

Durch den massiven Schneefall der Nacht wurde die präparierte Strecke auch optisch vom nicht präparierten Teil abgegrenzt.

 

Loder1899 Ford Focus RS - 350 PS / AWD -> Dynamiktest

Das erste Mal Allrad. Das erste Mal über 250 PS. Direkt mit dem ersten Fahrzeug zwei neue Erfahrungen. Und es hat wirklich Spaß gemacht. Der Focus war der einzige Handschalter im Feld und ich war ziemlich begeistert davon, wie das Fahrzeug auf Schnee vorwärts ging. Zudem fand ich auch sonst nichts zu bemängeln. Ich hatte immer das Gefühl der vollen Kontrolle und im Slalom untersteuerte er zu meiner Überraschung gar nicht. Wir fuhren zwei Durchgänge und da Max - der als Zeitmesser fungierte - und ich erst falsche Werte notierten, hingen wir einfach nochmal zwei Durchgänge dran. :D Am liebsten wäre ich auch nach diesen Durchgängen gar nicht mehr ausgestiegen, aber es warteten noch neun andere Fahrzeuge auf mich. “Bis später, wir sehen uns beim Handlingtest”, waren meine letzten Worte mit einem breitem Grinsen im Gesicht.

 

 

 

 

ABT Audi S3 - 400 PS / 500 NM / AWD -> Dynamiktest

Weiter ging es sofort mit dem nächsten Allradler. Harry von Abt begrüßte mich nach einem schnellen Blick auf meine Bewertungen mit den Worten. “Hallo Hakuna*, die Zeit vom Focus schlagen wir jetzt mal. Ich zeige dir wie es geht. Hör’ einfach auf meine Anweisungen.” Wir fuhren an den Start und Harry sagte nur trocken: “Wenn es gleich los geht, dann gibst du Vollgas.” Ich schaute ihn fragend an und er bestätigte: “Vollgas. Du kannst voll durchdrücken. Sieh’ selbst.”

 

Und in der Tat. Wahrscheinlich stand meine Kinnlade so weit offen, dass eine Antonov darin hätte landen können, doch der S3 ging ohne spürbaren Schlupf aus dem Stand vorwärts wie von der Tarantel gestochen. What kind of sorcery is this? Einer der Tuner, den wir mitgenommen hatten, teilte seine Freude von der Rückbank lautstark mit. :D 50, 60, 70 - bei 80 kamen wir am Brems-Orientierungspunkt an und Harry rief: “Jetzt bremsen!” Und kaum am Scheitelpunkt der Kurve angekommen gegen jeden Instinkt: “Und jetzt Gas! Gas, Gas!” Der Allrad zog sich aus der Kurve und herein in den Slalom. Das dortige “Gas..und wippen. Gas..und wippen” wurde unter den Gewinnern im Laufe des Tages zum Running Gag. :D

 

Als die Uhr stoppte, war die Focus-Zeit geschlagen, doch das reichte nicht. “Das geht schneller. Das machen wir nun besser.” Erneut setzte ich dazu Harrys Anweisungen 1 zu 1 um: Der S3 ging wieder vorwärts wie mit Spikes und auch der Bremspunkt wurde auf Anweisung und optisch am exakt gleichen Punkt gewählt. Doch irgendetwas war diesmal anders. Die Kurve kam näher, ich stand voll auf der Bremse, doch es tat sich gefühlt nichts. Selbst das Bremselösen, um dem Reifen die Chance zu geben, Seitenführungskräfte aufzubauen, brachten nichts. Und dann war es auch schon geschehen: Der S3 fuhr gerade aus. Erst durch den zusammengeschobenen Wall und schließlich in den nicht präparierten Teil, indem mehr als 40 Zentimeter Schnee lagen. Glückwunsch, ich durfte den ersten Abflug des Tages verbuchen. Und Harrys Kommentar zu der ganzen Sache: “Gas, Gas. Der zieht sich hier wieder raus.”

 

Und in der Tat.. aber wie das ausgeht könnt ihr euch sicher selbst denken. ;)

Mein Ärger über mich selbst wurde spätestens beim Essen wieder sehr klein: Freudig berichteten auch einige der anderen Teilnehmer von Ausritten bei ihren zweiten Versuchen mit dem S3. Da steckte wohl Prinzip hinter. :D

 

 

 

 

Heico sportiv Volvo V90 - 258 PS / 530 NM / AWD / Diesel - Dynamik- & Handlingtest

Der Volvo war ein weiteres Fahrzeug, das mich sehr begeistert hat. Wie bereits erwähnt, packte mich das Design schon bei der Fahrzeugvorstellung am Vorabend. Und wie ich feststellen durfte, stand das Interieur dem Exterieur in nichts nach. Sowohl innen als auch außen lag der Volvo bei mir persönlich auf Platz 1. Doch wie würde sich das Fahrzeug mit der schwächsten Motorisierung des Tages und dem einzigen Dieselmotor schlagen? Der Allrad brachte die Kraft auf jeden Fall sehr gut auf die Straße. Sehr zügig, aber gleichzeitig mit einem erhabenen Gefühl ging es vorwärts. Im Slalom des Dynamikkurses hatte ich den Eindruck, dass er leicht über die Vorderachse schiebt, weshalb ich letztendlich auch leicht enttäuscht ausstieg. Doch auf dem Handlingkurs spielte der Volvo all seine Stärken aus.

 

Da wir dort als letzte Gruppe unterwegs waren, mussten wir uns teilweise durch sehr stark zerpflügten Schnee kämpfen. Bei Fahrzeugen wie dem S3 und dem Focus spürte man jede Spurrille. Bei Porsche, Ferrari etc. kamen zudem noch jede Quer- und Vertikal-Unebenheit dazu. Mit dem Volvo konnte man das alles nur belächeln. “Sitze ich gerade wirklich im Volvo oder doch in einem Leopard-2-Panzer?” :D

 

Zudem gefiel mir am Volvo, dass man in der Haarnadelkurve trotz Allrad mit dem Heck spielen konnte. Bei den anderen Allradlern im Feld war das in dieser Art und Weise nicht möglich. Die sind einfach marschiert wie auf Schienen.

 

© Audi1991© Audi1991

 

 

 

Wolf Ford Mustang 460 PS / 570 NM / RWD - Dynamik- & Handlingtest

Last but not least der Hecktriebler, der mir am meisten Spaß bereitete. Fahrspaßmäßig lag er definitiv auf den vorderen Plätzen. Dies jedoch aus Gründen, aus denen er für mich auf der anderen Seite im Alltag nicht in Frage kommen würde. Der unglaublich gut klingende V8 in Kombination mit dem äußerst sympathischen Herrn Wolf auf dem Beifahrersitz waren schon top. Doch der unaufhörliche Drang, dieses Fahrzeuges quer zu fahren, zauberte mir ein ungeheures Grinsen ins Gesicht. Vor allem, da ich das erste Mal solche Erfahrunge machen konnte.

Im relativ langsamen Slalom des Dynamiktests ließ der Mustang es bereits das ein oder andere Mal erahnen, doch erst im Handlingtest, wo man je nach Fahrzeug mit 70-90 km/h durch die Pylonentore fuhr, zeigte sich sein ganzes Verlangen. Egal, ob man vom Gas ging oder weiter mit gleicher Last unterwegs war: Bei jeder kleinsten Lenkbewegung tänzelte das Heck vor sich hin. Zugleich jedoch immer mit dem Gefühl der vollen Beherrschbarkeit. Herr Wolf und ich grinsten dabei ununterbrochen um die Wette. :D Da der BMW zwischenzeitlich repariert werden musste, bot sich mir sogar die Möglichkeit, noch zwei Extrarunden mit dem Mustang zu drehen, die ich äußerst gerne annahm.

 

© Audi1991© Audi1991

 

 

 

Wenn ihr auch etwas zu den anderen Fahrzeugen lesen möchtet, dann verweise ich an dieser Stelle auf die Artikel der anderen Teilnehmer Klick und den offiziellen Motor-Talk-Nachbericht Klick.

 

Fazit des Vormittags: Sehr geil! Der anfängliche Dynamiktest war schon klasse, doch der Handlingkurs war die absolute Krönung. Spätestens dort machte fast jedes Fahrzeug ungeheuren Spaß.

 

Nach einer stärkenden Mittagspause ging es schließlich hoch zum im Ort liegenden Nufenenpass. Nachdem die letzten Skifahrer vom präparierten Pass gelotst und ein paar Continental-Mitarbeiter als Skifahrer-Abfang-Posten an der Strecke verteilt wurden, ging es auch schon los. Nacheinander durfte jeweils ein Gewinner im Focus RS - pilotiert vom Profi-Rennfahrer Uwe Nittel - mitfahren. Der Allradler pflügte den Pass dabei ordentlich um, wodurch die Straße von Versuch zu Versuch immer schlechter und holpriger wurde - jedoch nicht langweiliger! Es war sehr interessant, einem Profi-Rallyefahrer auf die Finger schauen zu können und spätestens bei der Abfahrt wurde auch der Letzte begeistert. Also wenn ich den Pass nur halb so schnell angegangen wäre, dann hätte der Focus Bekanntschaft mit der Leitplanke gemacht. Hat er bei Uwe Nittel zwar auch, aber nur mal mit dem Heck im Drift angeklopft. :D

 

Fazit der Fahrt: Wie schon das Vormittagsprogramm sehr schön, aber leider viel zu kurz!

Und die Stimmung veränderte sich nach der Fahrt auch ein wenig: Nachdem die erste Gruppe zurück zur Hütte am Flugfeld fuhr und dort auf die verbliebenen Teilnehmer wartete, kehrte schlagartig Ruhe ein. Der Adrenalinspiegel senkte sich bei allen Beteiligten und langsam realisierte man, dass sich dieses schöne Event langsam dem Ende neigt. Nur noch die Präsentation der Ergebnisse stand noch auf dem Plan.

 

Auf diese werde ich jedoch nicht näher eingehen, denn die nachfolgenden Folien sprechen für sich selbst:

 

Klick!

 

Beendet wurde der anstrengende Tag mit einem kulinarischen Highlight: Ein delikater Gruß der Küche, gefolgt von einem vorzüglichen Zanderfilet. Das Mahl gipfelte beim Rindsentrecote des nächsten Ganges und als Schmankerl am Schluss wurde Quarkmousse auf Schokoladenbrownie mit Mandarinensorbet serviert. Fazit: Seeehr lecker!

 

Doch dieses Festmahl tröstete nicht darüber hinweg, dass es am nächsten Tag leider wieder zurück nach Zürich und von dort mit dem Flieger nach Frankfurt ging..

 

Bis bald..

Hakuna Matata

 

Ein großes Dank auch an dieser Stelle nochmal..

..an Philipp und Jule von Motortalk, die immer für uns da waren

..an Continental für die Organisation dieses Events und die tolle Betreuung

..an die Tuner für die Bereitstellung der Fahrzeuge und den lockeren Umgang

..an das Hotel Castle in Wallis - wunderschöne Suiten, exzellentes Essen

 

*Name der Red. bekannt :D

 

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12.02.2017 20:26    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (73)    |   Stichworte: C, Fazit, Mängel, Opel, Vectra

Flott unterwegsFlott unterwegs Nachdem die letzten Artikel von Reisen mit dem Vectra handelten, wird es nun wieder Zeit sich mit dem Fahrzeug an sich zu beschäftigen. Seit dem letzten Artikel ist viel Zeit vergangen und einiges passiert.

 

Morgen, am 13. Februar ist es soweit: Der Vectra befindet sich 3 Jahre in meinem Besitz. Seit dem Kauf abgespulte 85.000 Kilometer in zwölf verschiedenen Ländern ließen den Gesamtkilometerstand auf aktuelle 216.000 Kilometer steigen - und hoffentlich noch weiter steigen.

 

Doch 10 Jahre und über 200.000 Kilometer sind wahrlich keine Daten eines neuen Fahrzeugs, was ab und an leider spürbar ist und worauf ich in diesem Artikel näher eingehen möchte. Ausnahmsweise gibt es diesmal auch eine Galerie am Ende des Artikels.

 

In den letzten beiden Artikeln ging ich bereits darauf ein, dass ein Frontscheinwerfer aufgrund von Steinschlag getauscht werden musste, die Gläser der Außenspiegel abfielen, der Zuheizer raucht, mich ein Injektorstecker ärgern wollte und ich Roststellen an den Radläufen günstig lackieren ließ. Kommen Fragen wie zum Beispiel “Außenspiegel abgefallen? What the f...?” auf, dann verweise ich gerne auf die Vorstellung und das Zwischenfazit. :D

 

Doch was ist seitdem passiert?

 

Kapitel 1: Aus einer Mücke wird ein Elefant

Bei einer Inspektion im Sommer 2015 ist aufgefallen, dass die Spannfeder an der Bremse hinten links gebrochen ist. Da die Inspektions-Werkstatt diese Kleinigkeit nicht vorrätig hatte, fuhr ich am Samstag danach in die Werkstatt, die einige Wochen vorher die hinteren Bremsen gewechselt hatte. Was eigentlich eine kurze Angelegenheit werden sollte, wurde letztendlich zu einem mehr als zweistündigem Aufenthalt im Autohaus. Die Feder war ziemlich fest und wollte sich partout nicht vom Bremssattel lösen. Es dauerte und dauerte, doch der freundliche Geschäftsführer hielt mich regelmäßig auf dem laufendem. Als auch das Ausbohren nicht funktionierte und die Gefahr bestand, dass der gesamte Bremssattel erneut getauscht werden musste ( der nicht auf Lager war ) bot er mir einen Leihwagen für das restliche Wochenende an, damit man das Problem am Montag in Ruhe lösen konnte.

 

“Haben sie auch etwas großes verfügbar?”, entgegnete ich ihm, mit dem Gedanken,

dass ich hier bisher nur Corsas als Werkstattersatzfahrzeug gefahren bin. “Äh, leider nicht. Eventuell haben wir einen Astra da.” - “Als Kombi? Ich brauche den Vectra dieses Wochenende eigentlich, da ich morgen eine komplette Lederausstattung in Brandenburg abholen muss und das die einzige Möglichkeit wäre sie vor dem Urlaub zu holen.” Man merkte, dass ihn das kurzzeitig überrumpelte, doch nach einem kurzen “Dann sollten wir das heute auf jeden Fall hinbekommen” verschwand er wieder in der Werkstatt. Erst zwanzig Minuten später tauchte er wieder auf; diesmal mit erfreulichen Nachrichten: “Unser Mitarbeiter hat es geschafft. Nur noch wieder alles zusammenbauen, dann ist das Auto fertig.” Ich bedankte mich für die Problemlösung & das freundliche Umgehen und konnte tatsächlich wenige Minuten später den Vectra wieder in Empfang nehmen.

 

Es wird größer und größerEs wird größer und größerKapitel 2: Wer günstig repariert, der repariert zweimal

Nachdem für den TÜV die inneren Spurstangen gewechselt wurden, ging es wieder an außerplanmäßige Dinge. Beim TÜV wurde darauf hingewiesen, dass es einen leichten ‘Kraftstoffverlust in Versorgung der Standheizung’ gibt. Damals nässte es nur, seit einer Woche tropft es jedoch bereits sporadisch. :rolleyes:

 

Doch darum geht es nun nicht. Der aufmerksame Blogleser weiß, dass die Radläufe günstig lackiert wurden. Überraschenderweise hielt dies nicht mal ein komplettes Jahr. Es rostete nun nicht nur die Kante, sondern zusätzlich platzte seitlich der Lack an einer Stelle ab. Und diese Stelle wurde mit jedem Waschgang größer und größer. Zudem ließ sich bereits Rost unter dem Kunststoffschwellerschutz erkennen, der im Jahr vorher noch nicht zu sehen war.

 

Es musste eine Entscheidung her, ob nun ein wenig Geld in die Hand genommen wird um es gescheit lackieren zu lassen und dem Rost keine Chance zu geben sich großartig auszubreiten oder es zu lassen und Gefahr zu laufen, dass der Rost sich ziemlich schnell ausbreitet. Die Schweller waren dabei die große Unbekannte; wir wussten ja noch nicht, was sich unter dem Kunststoff verbarg..

Die ‘Grundsanierung’ lohnt sich jedoch nur, wenn man das Fahrzeug auch langfristig halten will und nicht bei der nächsten großen Reparatur abstößt. Somit wurde die Entscheidung pro oder contra Lackierung irgendwie auch zu einer langfristigen Entscheidung pro oder contra Vectra. “Keep it or leave it”.

 

Im Januar letzten Jahres war es dann soweit: Für eine Woche ging er in die Klinik und das Ergebnis war entzückend: Der Lackierer hat wirklich saubere Arbeit geleistet und das größte Problem waren glücklicherweise nicht die Schweller, sondern die Schweißnaht in der Nähe der Falz. Nun bleibt lediglich zu hoffen, dass der Rost nicht doch einen kleinen Nistplatz gefunden hat. Sicher ist laut Lackierer lediglich eines: Nie mehr nimmt er den Auftrag für die Radläufe eines Vectras an, haben diese ihm doch den letzten Nerv gekostet. :D

 

 

Kapitel 3: Das Ungeheuer von Loch Ness

Durch das markerschütternde Kreischen seiner Frau soll ein britischer Geschäftsmann damals auf Nessie aufmerksam geworden sein. In der heutigen Zeit hätte es auch durchaus ein Opel Vectra sein können, denn einen abgerissenen Stehbolzen des Krümmers kann man mittlerweile zu den typischen Auffälligkeiten zählen. Auch ich blieb davon und dem damit verbundenen Kreischen beim Gasgeben nicht verschont. Ein klassisches Konzert klingt da besser. Und ist deutlich günstiger.

 

Kapitel 4: Fix gelöst, viel bezahlt

Zu allem Überfluss stand der Vectra kurze Zeit nach der Krümmer-Reparatur erneut in der Werkstatt. Aus einem Verdacht auf defekte Wasserpumpe wurde letztendlich ein sich festsetzender Klimakompressor. Ende der Geschichte. :D

 

Kapitel 5: Kleinvieh macht auch Mist

An großen Reparaturen war es das glücklicherweise, doch es gibt dann doch die ein oder andere Kleinigkeit, die der Otto-Normal-Bürger sicherlich nicht registriert oder diese nach der Behebung wieder schnell verdrängen würde, doch als automobilinteressierter Mensch bleiben auch die kleinen Dinge hängen.

 

Seit dem letzten Winter ist die rechte Wischwasserdüse verstellt und sprüht nur noch semiproduktiv auf die Frontscheibe. Diagnose nach einigen Einstellversuchen: Die Düse ist fest ergo defekt. Besserung gibt es nur durch einen Austausch.

 

Ebenfalls im letzten Winter ist ein Heizdraht der Heckscheibe ausgefallen und während des Sommers eine zweite. Nun darf man hinten immer zwei Striche freikratzen. :D

 

Vor ein paar Wochen leuchtete dann im Cockpit die ‘Beleuchtung’-Lampe auf. Einmal ums Fahrzeug gegangen doch es war nichts festzustellen. Das wiederholte sich genau so noch zwei mal. Erst bei der vierten Kontrolle leuchtete dann tatsächlich die sich in der Kofferraumklappe befindende Lampe des linken Hecklichtes nicht. Die Lampe im Cockpit ging interessanterweise trotzdem manchmal aus. Ein gezielter Hieb auf das Rücklicht zeigte mir, dass die Lampe an sich noch funktionierte. Sie ging an, um sofort wieder zu verdunkeln. Dem vermeintlichen Wackelkontakt ging ich daraufhin auf die Spur. Nachdem die halbe Kofferraumverkleidung abgebaut werden musste fand ich auch endlich den Verursacher: Die Kontakte der Lampenfassung waren nicht mehr in Ordnung. Eine neue Fassung löste das Problem. Und wie soll es anders sein: Keine zwei Wochen später tauchen die selben Symptome beim Standlicht vorne rechts auf. :rolleyes:

 

Wenn wir schon bei der Beleuchtung sind: Einer der seitlichen Blinker macht den Eindruck, sich vom restlichen Auto trennen zu wollen. Mal schauen wie lange er es noch mitmacht. Und um auf die Heckleuchten zurückzukommen: In diesen befinden sich tote Larven / Insekten. :D Als ich vor kurzem ein zweites Paar Heckleuchten in die Finger bekam wurde mir bewusst, dass das durchaus kein Einzelfall ist..

 

Wie unterschiedlich andere Menschen auf kleine Defekte reagieren können erfuhr ich durch zwei Vorfälle mit blablacar:

 

Im Frühjahr war ich auf dem Weg zum 6. Youngsters @ Green Hell, als ich bei Frankfurt kurz vor dem Abholen einer Mitfahrerin ein lautes Geräusch bei jeder Bremsung wahrnehmen musste. An meiner ersten Befürchtung, dass etwas an den Bremsen nicht stimmt, zweifelte ich bereits bei der Fahrt auf den nächsten Parkplatz. Ohne Bremseinwirkung passierte ich eine Bodenwelle und das Geräusch tauchte wieder auf. Die Passanten drehten sich sogar in meine Richtung um. War es doch etwas an den Federn? Eine Sichtkontrolle sollte Klarheit bringen, doch es war nichts zu entdecken. Bremsscheiben okay, Bremsklötze außen okay und auch an den Federn war nichts festzustellen. Was bitte sollte das sein? Ich setzte meine Fahrt weiter fort und es änderte sich nichts. Bei jeder Bremsung und bei jeder größeren Unebenheit kam das besagte Geräusch auf.

 

Erst bei den massiven Bremsschwellen am Frankfurter Flughafen wurde mir die Lösung vor die Füße gelegt. Die Passanten, die sich mal wieder nach mir umdrehten konnten das Problem von außen mit ihren Blicken ausmachen. Die Blicke sagten mir, dass irgendetwas unten an der Front nicht stimmte. Vielleicht hat sich die Verkleidung gelöst und schleift nun auf dem Boden?

 

Und in der Tat: Es war nicht die gesamte Verkleidung, sondern nur eine der Serviceklappen, die sich gelöst hatte und durch den Fahrtwind nach unten gedrückt wurde. Mangels Befestigungsmöglichkeiten drückte ich sie wieder nach oben und wir fuhren mit der nun dazugekommen Mitfahrerin weiter. Doch diese war anscheinend not amused und glaubte wohl nicht, dass es nur die Serviceklappe ist, die immer wieder auf dem Boden schleift, wenn die Front des Vectras sich senkt. Zumindest sagte mir das ihre Körpersprache. Aber was soll ich mehr als reden.. :P

 

Ein komplett anderes Bild gab es bei der Fahrt zum 7. Youngsters @ Green Hell ( Warum geht immer auf den Fahrten dorthin etwas kaputt? :D ). Auf dem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof, wo ich zwei Mitfahrerinnen abholen wollte, hatte ich beim Wechsel in Gang 2 an der Ampel plötzlich den Griff meines Schalthebels in der Hand. Ich steckte ihn wieder auf, doch ohne Kleber hielt dieser nicht sehr lange. Beim Schalten passte ich daraufhin immer auf, doch manchmal löste sich der Schaltknauf ohne Fremdeinwirkung und sprang uns durch die verbaute Feder förmlich entgegen. Hier wurde es jedoch komplett mit Humor genommen und der flüchtende Knauf war bis zum Absetzen der letzten Mitfahrerin der Running Gag. Beim Treffen wurde dieser wieder angeklebt und hält bis heute einwandfrei. Das Problem mit dem Knauf kommt beim Vectra übrigens ebenfalls überdurchschnittlich oft vor.

 

 

 

 

 

Was gibt es sonst noch zu bemängeln?

- Feder vorne links gebrochen

- Achsmanschetten haben die beste Zeit hinter sich

- Parksensoren hinten spinnen seit einem Auffahrunfall sporadisch

- Tempomat springt sporadisch und phasenweise heraus

- Auf den letzten 30.000 Kilometern musste etwa 1 Liter Öl nachgekippt werden

- Türfangband auf der Fahrerseite knackt beim Schließen der Tür

- Die Anzahl der Steinschläge ist nicht mehr feierlich :D

- Punktuelle Lackschäden

- Chromoberfläche am Opelzeichen löst sich

 

Viele kleine Dinge, einige große und teure Sachen, doch ich bin weiterhin zufrieden mit dem Vectra. Ob man täglich elf Kilometer zur Arbeit fährt, 350 Kilometer über deutsche Autobahnen abreißt oder 4000 Kilometer durch den Balkan fährt: Der Komfort und das Platzangebot gepaart mit dem günstigen Dieselmotor lassen über die kleinen und großen Macken hinwegblicken. Das geht soweit, dass ich sogar in das ein oder andere ‘unnötige’ investiert habe. Der ein oder andere Hinweis war bereits in diesem Text versteckt. Doch dazu mehr im nächsten Artikel. ;)

 

Bis dann

Hakuna Matata

 

Edit: Die Galerie will aktuell wohl noch nicht so richtig..

 

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18.12.2016 14:25    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: anonymisierte, Daten, Datenschutz, TankTaler

©TankTaler©TankTaler Ein vernetztes Auto fahren, das durchgehend getrackt wird und verschiedene Daten wie den Streckenverlauf, Geschwindigkeiten und den aktuellen Fahrzeugzustand speichert und an Dritte weitergibt: Kauft man sich heutzutage ein modernes Auto, dann wird man mit all dem konfrontiert. Was die Hersteller dann mit den Daten anstellen und vor allem, welche Daten überhaupt gesammelt werden; darüber wird der Kunde im Dunkeln gelassen.

 

Langfristig werden wir uns dieser Entwicklung leider nicht entziehen können und da stellt sich mir die Frage: Kann man den Herstellern zuvorkommen und für sich selbst einen Nutzen aus der steigenden Vernetzung ziehen?

 

Kann man sein öffentliches Facebook-Profil noch weitestgehend für Fremde einschränken, so geht das spätestens mit den Daten im Hintergrund nicht mehr. Genauso nutzt eine Vielzahl der Menschen Whatsapp, welches unter anderem auf alle Telefonkontakte, die Galerie und den Standort zugreifen kann; und auch Nutzer einer Payback-Karte lassen ihre Kaufgewohnheiten verschlüsselt in Datenbanken ablegen. Wer weiß, was mit all diesen Daten passiert? Wir lassen uns trotzdem darauf ein, da wir einen Mehrwert für unser Leben erkennen. Ob es der einfache Kontakt mit Freunden ist, Staumeldungen auf googlemaps oder Rabatte auf Waren im Supermarktregal.

 

Da ich Selbst Funktionen und Anwendungen, die mir durch meine Nutzerdaten und anonymisierten Daten der Gesamtheit Mehrwert bieten ( zB wenn mir mein Smartphone eine Stunde vor Arbeitsbeginn die Verkehrslage der möglichen Pendelstrecken aufzeigt ) interessant finde und ich auch schon immer Interesse an meinem persönlichem Standortverlauf hatte, aber diese nicht an unseriöse ausländische App-Entwickler herausgeben wollte und zudem der Smartphone-Akku dadurch einfach viel zu sehr ausgesaugt wird, stieß ich mit der Zeit auf einige Anbieter von OBD-Steckern fürs Auto. Einige werben zum Beispiel damit, dass sie Diagnosegeräte quasi ersetzen könnten. Mich interessiert jedoch hauptsächlich der Standortverlauf. Und in dem Zuge begegnete mir TankTaler, die zudem noch 2 Cent Kostenersparnis pro Liter versprachen. Das war es mir wert einmal genauer hinzuschauen.

 

An dieser Stelle sei auch gesagt, dass ich von TankTaler nicht gesponsert o. Ä. werde. Dieser und mögliche Folgeartikel sind und bleiben unabhängig & spiegeln nur meine persönliche Meinung wieder.

 

 

 

 

 

 

 

Was ist der TankTaler?

 

Der TankTaler selbst ist ein Stecker für die OBD-Buchse des Autos. Im Stecker stecken ein GPS-Modul, eine SIM-Karte, eine Batterie, ein Beschleunigungssensor, die CPU und ein Flashspeicher. Daraus lässt sich bereits erahnen, was der Stecker alles kann beziehungsweise in Zukunft können wird. Das Konzept des TankTalers ist: Der Autofahrer gibt seine anonymisierten Daten und bekommt dafür Tanktaler, die er dann in zum Beispiel Amazon-Gutscheine umtauschen kann. Pro getankten Liter Sprit gibt es aktuell umgerechnet 2 Cent auf das Tanktalerkonto. Zudem gibt es immer wieder verschiedene Aktionen. Aktuell bekommt man pro gefahrenen Kilometer 1 Tanktaler, das ist umgerechnet 1 Cent Ersparnis auf 10 Kilometer Strecke. Zudem gibt es weitere Kooperationen mit Partner, so dass man zum Beispiel Punkte bekommt, wenn man bei bestimmten Partnern vorbeischaut beziehungsweise dort einkauft. Dies allerdings hauptsächlich nur in Gebieten mit hohem TankTaler-Aufkommen. Je mehr Anmeldungen in einer Region, desto besser können dort Sponsoren gefunden werden. Ein Mehrwert ist für mich die Aufarbeitung der gesammelten Daten, wie zum Beispiel gefahrene Strecken, Geschwindigkeiten und Spritverbrauch. Laufend kommen neue Funktionen dazu.

 

 

Was ist mit dem Datenschutz? / Was passiert mit meinen Daten?

 

Auf der anderen Seite der Medaille steht der Datenschutz. Sowohl TankTaler ( beziehungsweise das deutsche Startup-Unternehmen ThinxNet, das hinter dem TanktTaler steckt ), als auch die Konkurrenzmodelle müssen irgendwie Geld verdienen. Laut offizieller Homepage profitiert TankTaler durch Einkaufsgemeinschaften, Sponsoren, Provisionen und sogenannte `Schwarmdaten’. Jedem wird sofort klar sein, dass es sich hierbei um anonymisierte Daten handelt. Da man meine Meinung zu diesem Thema sicherlich bisher herauslesen konnte, werde ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Kommentare und Diskussionen eurerseits am Ende des Artikels sind hingegen gerne gesehen!

 

 

Wo bekommt man einen Stecker her?

 

Den Stecker kann man auf drei verschiedene Art und Weisen erhalten.

 

Version 1: Man registriert sich mit seiner Email-Adresse auf der TankTaler-Seite und bekommt einen TankTaler kostenlos als Dauer-Leihgabe zugesandt. Wenn du in einer TankTaler-Region wohnst ( München, Köln und seit kurzem Stuttgart + jeweils 100km Umkreis ), dann bekommst du den Stecker nach kurzer Zeit zugesandt. Außerhalb dieser Regionen muss man sich Gedulden. Die Registrierten in deiner Region steigen und sobald genügend Kooperationspartner & Sponsoren in der jeweiligen Region mit den meisten Interessenten gefunden wurden, wird diese dann als nächstes für die kostenlosen TankTaler freigeschaltet und die Stecker gehen in den Versand.

 

Version 2: Wer nicht warten möchte kann sich über Amazon einen TankTaler für einmalig 99€ bestellen. Dieser wird deutlich schneller zugesandt und ist keine Dauer-Leihgabe, sondern geht in euren Besitz über, doch logischerweise rentiert sich der gekaufte Stecker nicht ab dem ersten Kilometer. Den Anschaffungspreis muss man erstmal wieder herausfahren.

 

Version 3: Die Miete des Steckers für 29€ jährlich.

 

( Bei Interesse würde ich mich natürlich über eine Anmeldung über diesen Link freuen. Damit erhält man ein Anfangsguthaben von 5000 TankTalern - nur bis 26.12. / danach 2000 - und ich einen Bonus in selber Höhe. )

 

 

 

Doch was genau bietet der TankTaler nun? Wieso habe ich ihn mir zugelegt?

 

Wie bereits angesprochen bekommt man grundsätzlich erstmal 20 Tanktaler ( Gegenwert: 2 Cent ) pro Liter Sprit gutgeschrieben. Bei meiner jährlichen Fahrleistung von 30.000 Kilometern bei durchschnittlich 7,5 Litern / 100km kommt bei mir eine Summe von 45 Euro jährlich zusammen. Zudem läuft bis Ende des Jahres die Aktion “1 Tanktaler pro Kilometer”. Sollte die Aktion verlängert werden, dann kämen weitere 30 Euro jährlich dazu. Wenn nicht, dann natürlich nicht. Beworbene Zusatzaktionen wie zum Beispiel “Erhalte 500 Tanktaler, wenn du bei Media Markt in xx vorbeischaust” oder “.. bei Burger King ..” sind an meinem aktuellen Standort Nürnberg aktuell noch nicht verfügbar, da es noch keine TankTaler-Region ist.

 

Weiteres Interesse weckte bei mir die Auswertung der gesammelten Daten. Einerseits gibt es ‘oberflächliche’ Statistiken wie zum Beispiel folgende:

"Tag und Nacht""Tag und Nacht""In Bewegung" - Das ausschlaggebende Tempo ist dabei unten auswählbar"In Bewegung" - Das ausschlaggebende Tempo ist dabei unten auswählbar"Wochenübersicht""Wochenübersicht"Für die fehlenden 700km Donau drücken wir mal ein Auge zuFür die fehlenden 700km Donau drücken wir mal ein Auge zu

 

 

Andererseits kann man auch ziemlich ins Detail gehen und jede einzelne Fahrt exakt nachvollziehen und sehr detailliert betrachten:

Verlauf auswählenVerlauf auswählenAnsehenAnsehendetaillierterdetaillierternoch detaillierternoch detaillierter

 

Des weiteren wird einem der aktuelle Standort des eigenen Fahrzeugs angezeigt, der aktuelle Kilometerstand, der Zustand der Batterie und noch einiges mehr. Auf alles detailliert einzugehen würde den Rahmen sprengen.

 

 

Doch warum dieser Artikel?

 

Der Stecker befindet sich nun seit fast zwei Monaten im Fahrzeug und sammelt fleißig Daten. Mit jedem Kilometer und mit jeder Vollbetankung werden die Daten umfangreicher und schalten teilweise Funktionen frei, die vorher aufgrund fehlender Berechnungsgrundlage nicht seriös berechnet werden konnten. Er ist nun Teil meiner Erfahrungen mit dem Auto und hat daher einen Platz im Blog verdient. Sicherlich ist er auch interessant für den ein oder anderen der Technikspielereien mag.

Nun liegt es mehr oder weniger an der Resonanz beziehungsweise am Interesse, ob ich es bei dieser Einleitung belasse oder mit der Zeit unregelmäßig von meinen Erfahrungen und Ergebnissen mit dem TankTaler berichte oder auch genauer auf meine Lieblings-Funktionen eingehe. Denn zu einem soll dieser Blog hier nicht verkommen: Einer langweiligen Werbeplattform oder ähnlichem. ;)

 

Grüße

Hakuna Matata

 

Hinweis: Vor der Anfertigung und Veröffentlichung der Screenshots aus der App wurde das Einverständnis von TankTaler eingeholt. Die Bildrechte liegen bei ThinxNet / TankTaler.

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20.11.2016 02:13    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: Albanien, Balkan, Bosnien, Kroatien, Montenegro, Roadtrip, Roadtrips, Slowenien

Nachdem wir anno 2015 in Sachen Roadtrip Blut leckten, musste 2016 sofort der nächste Trip her. Diesmal sollte es in wärmere Gefilde als Norwegen gehen und so entschlossen wir uns für eine Reise in den Balkan. Wieder zwei Wochen Zeit, diesmal ohne Nahrungsmittelkauf im Vorfeld und ohne Suche nach Übernacht-Möglichkeiten in der Natur. Es sollte dort schließlich günstig genug sein. Einzig die Spontanität und das Navigieren mit Straßenkarte blieb weiterhin. Meiner Meinung nach ein Muss auf Roadtrips. Zudem markierten wir diesmal einige Orte vorher in der Karte, damit uns auch zum Ende hin die Orte nicht ausgingen. Wir hatten aus Norwegen gelernt!

 

Manch einem mag aufgefallen sein, dass der Begriff ‘Roadtrip’ nicht im Artikel-Titel enthalten ist. Da es mir aktuell zeitlich leider nicht möglich ist wieder eine Blogreihe wie den Norwegen-Roadtrip aufzuziehen, werde ich in diesem Artikel nur schwerpunktmäßig auf die Orte eingehen, die wir besucht haben und für den Rest Bilder sprechen lassen.

 

Nationalpark Triglav / Slowenien:

Der einzige slowenische Nationalpark liegt im Norden des Landes an der Grenze zu Österreich. Man passiert die Grenze über den Karawankentunnel und ist sofort da. Wir stoppten erst kurz in einer Touristinformation im Städtchen Bled östlich des Nationalparks und fuhren dann über sehr schöne Straßen bis nach Tolmin im Süden des Parks. Die Straßen in der Region sind schön kurvig und machen ordentlich Spaß. :D

 

Von Tolmin aus bestand die Möglichkeit mit dem Auto in den Nationalpark zu stechen. Vorbei an einem Parkplatz am Rande des Parks schraubten wir uns auf sehr engen Straßen ( KLICK ) die Berge hoch, bis wir in der Streusiedlung Cadrg auf das Ende der Straße stießen. Nach einem Gespräch mit Jani, einem Bewohner, der in seiner Käserei gerade Käse nach 700-jähriger Tradition herstellte, besuchten wir einen Aussichtspunkt, der etwa fünfzehn Geh-Minuten von seinem Haus entfernt war. Von der dort aufzufindenden Wiese konnte man in ein Tal, sowie auf einige Hohe Berge des Nationalparks schauen. Interessant anzusehen waren auch die Zaunpfähle am Ende der Wiese. Jeder Einzelne war zu einer Figur / einem Gesicht geschnitzt worden. Sehr coole Idee. Genauso wie ein großes Xylophon, dass dort aufgestellt war. Da haben sich die Slowenen wirklich etwas tolles einfallen lassen!

 

Leider ist das Campen im Nationalpark verboten, weshalb man sich um Berghütten kümmern sollte, wenn man nicht jeden Abend zu seinem Auto zurückkehren möchte. Dies war letztendlich der Grund, weshalb wir den Triglav-Nationalpark nach einem Nachmittag bereits früher als geplant wieder verließen und nach Kroatien aufbrachen.

 

Bilder dieses Reiseabschnitts:

 

Auf dem Weg nach CadrgAuf dem Weg nach CadrgAm AussichtspunktAm AussichtspunktAm AussichtspunktAm AussichtspunktTriglav NPTriglav NPAn der kroatischen AdriaAn der kroatischen AdriaAn der kroatischen AdriaAn der kroatischen Adria

 

Nationalpark Paklenica / Kroatien:

Berühmt geworden unter anderem durch die Winnetou-Filme, besticht der Nationalpark auch aufgrund seiner Lage direkt an der Adria. Hier lassen sich Aktiv- und Strandurlaub sehr gut kombinieren! Von unserem Campingplatz in Starigrad-Paklenica fuhren wir bis auf den dem Eingang nähesten Parkplatz und wanderten von dort erstmal zu einer großen Hütte, von der aus dann die vielen verschiedenen Wanderwege abgingen. Angegeben mit zwei Stunden, erreichten wir diese nach knapp einer Stunde, da der Weg komplett touristisch aufgearbeitet wurde und dadurch ohne Hürden zu gehen ist. Erst ab der Hütte beginnt der eigentliche Spaß und man befindet sich in 100% Natur. Der Park ist exakt so belassen, wie die Natur in ‘gerichtet’ hat. Ein kompletter Hang mit toten (vermutlich durch Sturm) abgebrochenen Bäumen? ‘Wird nicht angefasst.’ Ein Baum ist über den Wanderweg gefallen? ‘Wird nicht angefasst. Lauft halt außenrum.’ Hier steht die Natur noch an erster Stelle. So sollte ein Nationalpark aussehen. Zudem begegneten wir erst am Ziel unserer Wanderung den einzigen Menschen seit der Berghütte; einem Kroaten samt Sohnemann und kleinem Kläffer. Auf dem Rückweg überholten wir diese, ehe wir uns an einer Wasserstelle zufällig wieder trafen und in ein nettes Pläuschen gerieten. Die beiden konnten zwar nur gebrochen Englisch, jedoch konnten wir uns trotzdem ziemlich gut verstehen und durften wieder die südländische Freundlichkeit spüren. Ohne diese wäre es auch gar nicht zu dieser Begegnung gekommen, so lieh uns die Dame vom Campingplatz ihre Wanderkarte, ohne die wir niemals den äußerst nötigen Umweg zur Wasserstelle gefunden hätten. Eine Wanderkarte ist zudem nützlich, da die Wege stellenweise nicht ausreichend gekennzeichnet sind und es im ganz hinteren Teil des Parkes noch Abschnitte gibt, auf denen es heißt: Wanderweg + / - drei Meter: Alles gut. Außerhalb dieses Korridors: Landminengefahr! Doch dies ist wie gesagt nur noch auf wenigen Routen im hintersten Teil des Parks der Fall.

 

Camping:

Unser Camp schlugen wir im Autocamp Marko auf. Wir blieben dort zwei angenehme Nächte. Die Besitzerin spricht deutsch und ist sehr hilfsbereit. Zudem schaute sie jeden Abend kurz vorbei, erkundigte sich nach dem Wohlbefinden und ob alles in Ordnung sei. Sehr freundlich! Die Sanitäranlagen sind zudem vollkommen in Ordnung, es gibt die Möglichkeit zu Kochen und kostenloses Wifi ist auch vorhanden. Dieses nutzten wir dann auch, als wir die Nummer meines Pannendienstes benötigten, da der im Kofferraum liegende Schlüssel beim Schließen des Kofferaumdeckels das Auto abschloss! :D So musste mitten in der Woche um 23 Uhr noch ein Land Cruiser-Fahrer mitsamt seinem kleinen Sohn aus dem knapp 50 Kilometer entfernten Zadar anrücken um unser Auto zu öffnen. Shit happens.

 

Bilder dieses Reiseabschnitts:

 

Paklenica-NationalparkPaklenica-NationalparkPaklenica-Nationalpark an der AdriaPaklenica-Nationalpark an der AdriaPaklenica-Nationalpark an der AdriaPaklenica-Nationalpark an der AdriaDer Weg zur BerghütteDer Weg zur BerghütteBlick ins TalBlick ins TalFelsen in der Sonne? Hier wurde es warmFelsen in der Sonne? Hier wurde es warmUnd hier erstUnd hier erstOben angekommenOben angekommenPaklenica NPPaklenica NPAutocamp MarkoAutocamp MarkoTraumautoTraumautoKroatienKroatienKroatienKroatienKroatienKroatienDubrovnic von obenDubrovnic von obenBucht von Kotor - MontenegroBucht von Kotor - MontenegroIn Montenegro ist kyrillisch angesagtIn Montenegro ist kyrillisch angesagt

 

Grenze Montenegro - Albanien:

Nachdem wir Zadar ( Kroatien ) und Podgorica ( Montenegro ) jeweils einen relativ kurzen Besuch abstatteten, ging die Reise weiter gen Albanien. Nach einer Kurve tauchte dann aus dem nichts der Grenzübergang auf. Deutsch und anständig wie wir sind stellten wir uns am Ende der Fahrzeugschlange an, mussten jedoch keine zehn Sekunden warten bis plötzlich der erste albanische Mercedes links an uns vorbeizug. An der gesamten LKW-Schlange des Grenzübergangs. Auf der Gegenspur. Über die durchgezogene Linie. :D Als ihm Sekunden danach die nächsten zwei Mercedes folgten taten wir es ihnen gleich, zogen an den LKWs vorbei und stellten uns hinter den Dreien in die neu eröffnete Schlange an der zweiten Schranke an. Es tauchte auch sofort ein Zöllner auf und ließ einen nach den anderen passieren.

 

Auf den knapp 100 Metern zwischen den Grenzposten der beiden Ländern dann wieder ein neues Bild. War die Straße vor dem Grenzübertritt noch perfekt in Schuss, ist dieses kleine Stück gesäumt von unzähligen Schlaglöchern. In beide Richtungen stauen sich die Fahrzeuge und auch wir finden uns erneut hinter LKWs wieder. Doch die albanischen Mercedes’ bleiben sich treu: Sie finden einen Weg sich zwischen den in Reihe stehenden LKWs hindurchzuschlängeln und wir folgen ihnen blind. Wenn die das dürfen, wieso nicht auch wir? Erst geht es links vorbei, doch als es dort zu eng wird findet sich eine Lücke um auf die rechte Seite der LKWs zu gelangen. Dort ist zwar nach deutschem Ermessen auch kein Platz, doch man kann ja auch einfach über den Bürgersteig fahren. :D Dass genau dort auch ein Zöllner steht, fällt uns jedoch erst auf, als wir ungefähr 2 Meter von ihm entfernt sind. Doch es passiert: Nichts. Business as usual.

Schon stehen wir an der nächsten Schranke und passieren diese nach einer kurzen Passkontrolle und der Frage, wo genau wir hinmöchten. Hallo Albanien!Und auch die Straße sieht wieder wie geleckt aus.

 

Theth Nationalpark:

Nachdem wir eine Nacht auf einem Campingplatz am Shkodrasee verbrachten und zwei Mal nach Shkodra fuhren, brachen wir endlich auf das selbst erkorene Highlight unserer Reise auf. Der Theth-Nationalpark ist relativ abgelegen und aufgrund der Beschaffenheit der Straße werden Taxifahrten mit Geländewagen dorthin angeboten. Wir jedoch blieben bei der Idee, den Weg mit dem Vectra zu bestreiten. Die ersten Kilometer haben einen durchschnittlichen Straßenzustand. Lediglich an zwei Stellen gab es große Schlaglöcher. Die erste Stelle natürlich hinter einer Kurve, die Zweite an einer Brücke, deren Stahlstreben bereits aus dem Beton kamen. Nach einem Drittel der Strecke passiert man schließlich ein Schild, auf dem unter anderem die EU-Flagge abgebildet ist und befährt von da an eine Straße in perfektem Zustand. Die Straße schraubt sich mehrere hundert Meter hoch und sieht aus wie erst gestern eröffnet. Absoluter Topzustand. Bis zu ihrem höchsten Punkt. :D Oben angekommen hat man noch die Gelegenheit auf einem geschottertem Platz anzuhalten und das Tal auf der anderen Seite dieser Bergkette zu bewundern, ehe man auf dem ab nun nur noch unbefestigtem Weg wieder Meter um Meter an Höhe abbaut. Laut Beschilderung sollten es nun noch knapp acht Kilometer bis ins Dorf Theth sein, doch reell waren es knapp zwölf Kilometer, für die wir geschlagene einundhalb Stunden benötigten. Die Straße war in miserablem Zustand, die Frontlippe setzte immer wieder auf und auch der Lack an den Seiten bekam beim Umfahren mancher Schlaglöcher durch Büsche am Straßenrand sein Fett weg. Ab und zu kam mal ein Geländewagen von hinten angeschossen, den wir vorbeiließen und nach dreißig Sekunden nicht mehr sahen und lustigerweise kam uns irgendwann auch ein Österreicher entgegen, hinter dem wir drei Tage vorher die kroatisch-bosnische Grenze überquert hatten. Er kommentierte beim Vorbeifahren nur kurz und trocken durch das offene Seitenfenster: “Mit dem Auto? Jo, wir schaffen das.” :D

 

Irgendwann liefen wir auch auf einen slowakischen T4 auf. Die Beifahrerin stieg aus, lief zu uns herüber und erkundigte sich, ob es noch einen anderen Weg nach Theth gäbe. Als wir erwiderten, dass der einzige Alternativweg nur mit allradgetriebenen Geländewägen zu befahren sei und nochmal deutlich länger ist, ließen sie uns vorbei und drehten um. :D Schade um den T4, der unter seinen Möglichkeiten blieb.

 

Auf etwa 900 Höhenmetern sahen wir endlich das erste Haus, doch wir fuhren weiter nach unten und passierten auch 500 Meter weiter das nächste Haus. Um zwei (!) Kurven später zurückzukehren. Ab hier war die Straße definitiv nicht mehr mit dem Vectra befahrbar und wir mussten das Schiff auf einem maximal 5 Meter breiten Stück ‘Straße’ wenden. Ansonsten hätte der Vectra angesichts der riesigen Schlaglöcher in der nächsten Kurve nicht nur mit der Frontlippe aufgesetzt.. Der Hauptteil der Siedlung lag noch knappe 200 Höhenmeter unter uns und so fuhren wir leicht enttäuscht zum zuletzt passierten Haus. Sofort kam ein Bewohner hinaus und stellte sich vor. Er war gebürtiger Thether, lebte zwischenzeitlich über 20 Jahre in den USA, kehrte dann jedoch zurück in die Heimat. Das Haus war eine Art Pension, die seine Schwägerin betrieb und auch die Möglichkeit dort zu Speisen wurde uns angeboten. Da er erkannte, dass wir Camper sind, bot er uns einen kostenlosen Stellplatz auf der Wiese unterhalb des Hauses an und erzählte uns sehr viel wissenswertes über Theth, den Nationalpark und die Region an sich. Es lässt sich so gut wie jeder Gipfel ringsherum besteigen und auch weitere naturbezogene Sehenswürdigkeiten wie das Blue Eye & die Wassermühlen von Nderlysa oder kulturelle wie zum Beispiel der Blutracheturm sind dort zu finden. Wir entschlossen uns für den nächsten Tag für eine leichte Wanderung zum Blue Eye, deren Eindrücke sich am besten in Bildern beschreiben lassen, die ihr am Ende des nächsten Absatzes findet.

 

Am dritten Tag brachen wir leider schon wieder auf, da es am nächsten Tag regnen sollte. Einerseits wandert es sich dabei nicht so schön, andererseits wollten wir mit dem Auto noch heile den Berg wieder hoch kommen. Die letzten zwanzig Minuten der Schotterstrecke haben wir dabei gefilmt und in diesem vierminütigem Video einige Eindrücke über das Treiben auf der Straße mit Schafen, der phänomenalen Aussicht und abgeschleppten Autos zusammengefasst. Schaut den Stoßdämpfern beim Arbeiten zu. :D

 

Und so ging die Reise wieder zurück nach Montenegro..

 

Bilder dieses Reiseabschnitts:

Shkodrasee - Blick vom Steg des CampingplatzesShkodrasee - Blick vom Steg des CampingplatzesStraße nach ThethStraße nach ThethStraße nach ThethStraße nach ThethEndlich am ersten Haus angekommenEndlich am ersten Haus angekommenPerfekter StraßenzustandPerfekter StraßenzustandDer Vectra musste leidenDer Vectra musste leidenDer Vectra musste leidenDer Vectra musste leidenDer Vectra musste leidenDer Vectra musste leidenUnser kostenloses CampUnser kostenloses CampUnser kostenloses CampUnser kostenloses Camprechts der Mt. Arapirechts der Mt. ArapiThethThethThethThethBei NderlysaBei NderlysaBei NderlysaBei NderlysaAbfluss des Blue EyeAbfluss des Blue EyeDer Wasserfall des Blue EyeDer Wasserfall des Blue EyeThethThethThethThethThethThethThethThethPerfekter StraßenzustandPerfekter StraßenzustandPerfekter StraßenzustandPerfekter StraßenzustandThethTheth

 

Durmitor Nationalpark:

Im Durmitor wollten wir nur eine kurze Wanderung machen und daher auch nur einen Tag bleiben. Dies stellte sich jedoch als sehr schade dar, denn der Durmitor Nationalpark packte uns. Von Osten kommend fährt man erst durch bewaldetes Gebiet, in dem man sich fühlt wie bei Jurassic Park. Nur die Dinosaurier haben gefehlt. Man folgt danach einem ziemlich wilden Fluss, teilweise durch einen Canyon und schließlich kommt man auf der Hochebene oberhalb der Baumgrenze an. Dort war es wunderschön. Wir brachen dort auf eine Wanderung zum Bobotov Kuk auf, doch nach etwa der Hälfte erschien uns der Weg zu weit und wir bestiegen einfach den nächstgelegenen Hügel. Nach einer dortigen Verschnaufpause kehrten wir schließlich querfeldein zum Auto zurück, was stellenweise gar nicht mal so einfach war.

 

Bilder dieses Reiseabschnitts:

Camping beim Durmitor NPCamping beim Durmitor NPWay to DurmitorWay to DurmitorDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPDurmitor NPInteressante Fels-FormationenInteressante Fels-FormationenPivsko JezeroPivsko JezeroPivsko JezeroPivsko JezeroPäuschenPäuschenPäuschenPäuschenWasch mich!Wasch mich!PäuschenPäuschenEine bosnische Campingplatz-HündinEine bosnische Campingplatz-Hündin

 

Mostar:

Ein weiterer Stopp war Mostar, dessen Alstadt sehr touristisch und von Souvenierläden überschüttet ist. Die Turmspringer, die erst gefühlte Ewigkeiten Geld einsammeln, um dann vollkommen unspektakulär eine Kerze in den Fluss zu springen runden das Bild ab. Interessant hingegen sind die unzähligen zerstörten Gebäude, die teilweise vollkommen alleine in ansonsten komplett wieder aufgebauten Straßenzügen stehen und teilweise sogar bewohnt scheinen. Nachts entwickelt sich zudem eine ganz eigene Dynamik in der Stadt, wenn plötzlich die Jugend herausgeputzt auf die Straße geht und es in der gesamten Stadt nur noch von ihnen wimmelt.

 

Bilder dieses Reiseabschnitts:

Wohnt da noch jemand?Wohnt da noch jemand?Stari Most - MostarStari Most - MostarWohnt da noch jemand?Wohnt da noch jemand?Auf dem Schild steht: GuesthouseAuf dem Schild steht: GuesthouseDas bosnische StraßenbildDas bosnische StraßenbildDas bosnische StraßenbildDas bosnische StraßenbildDas bosnische StraßenbildDas bosnische StraßenbildKravica WasserfälleKravica WasserfälleSomewhere in BosniaSomewhere in Bosnia

 

Fazit:

Wenn man diesen Roadtrip mit dem letztjährigen Norwegen-Roadtrip vergleicht, dann muss man als erstes wahrscheinlich die Kosten nennen. Wir schliefen bis auf die zwei Nächte in Theth jedes Mal auf einem Campingplatz; gingen insgesamt vier oder fünfmal essen; waren fast jeden Tag im Supermarkt oder auf dem Basar und lebten gefühlt wie die Könige. Trotzdem kamen in diesen knapp zwei Wochen für Maut, Sprit, Nahrungsmittel, Unterkunft etc nur 340€ pro Person zusammen. Ohne Sprit und Maut sind es pro Person sogar nur knapp 160€. Preis-Leistung: Top!

 

Im Vergleich zu Norwegen ist im Balkan natürlich nicht jede Ecke wunderschön. Die Region ist streckenweise ziemlich trocken, die schönsten Stellen findet man fast ausnahmslos in den vielen Nationalparks. In Theth fiel uns zudem auf, dass die Einheimischen ihren Müll im Fluss entsorgen. Es sind tatsächlich nicht die Touristen, sondern die Einheimischen! Deshalb sollte man auch nicht aus dem Fluss trinken.. Sehr schade. Der Müll liegt zumindest nicht soo offensichtlich rum, sondern meist versteckt. Ein richtiges Müllproblem hingegen hat Bosnien-Herzegowina. Ich bin nun schon einige Jahre auf dieser Erde, doch solch eine Schande habe ich noch nie mit meinen eigenen Augen gesehen. Die Landstraßen sind gesäumt von Müll und illegalen Müllhalden in Parkbuchten. Dort wird vom Haushaltsmüll bis zu ganzen Inneneinrichtungen offensichtlich alles weggeschmissen. Den Höhepunkt erreichte es dann auf unserer Rückfahrt durch das bosnische Hinterland. Wir hielten an einer Brücke, unter der ein kleiner Fluss in den großen Fluss mündete, der uns schon seit vielen Kilometer mal rechts, mal links begleitete. Der Platz neben dem Auto war bereits bosnisch durchschnittlich zugemüllt, doch der Blick in den Fluss schockierte. Der gesamte Uferhang war bedeckt von Müll und im Wasser lag ein abgestorbener Baum, der komplett mit Kunststoffmüll überzogen war. Während wir uns dort aufhielten konnten wir zudem beobachten, wie ein Bewohner eines Hauses am Fluss Plastikschnüre im Fluss entsorgte und auch als ein Traktor neben uns hielt, dem zwei Männer mit einer 1-Liter-Plastik-Bierflasche entstiegen wussten wir, wo wir die Plastikflasche in den nächsten Minuten landen würde. Und in der Tat: Die beiden verschwanden unten an der Mündung, tranken dort die Flasche aus und nach einiger Zeit hörten wir, wie sie die Flasche ins Wasser warfen. Unglaublich!

 

Um nun doch noch etwas Positives zu Bosnien zu schreiben: Wir konnten für 0,85€/Ltr Diesel tanken. :D Doch ein Paradies sieht leider anders aus. Sehr schade.

 

MüllMüllMüllMüllWieder zu HauseWieder zu HauseWieder zu HauseWieder zu Hause

 

Insgesamt hat sich der Roadtrip jedoch gelohnt und bedarf wie schon Norwegen einer Wiederholung. Theth und der Durmitor werden mich definitiv nochmal wiedersehen und der Triglav mittelfristig sicher auch mal. Zudem waren wir viel zu kurz in Albanien. Die Herzlichkeit die wir dort überall empfangen durften machten Lust auf mehr und auch die Kultur und Landschaft an sich sind sehr interessant.

 

Wie angekündigt geht dieser Artikel nicht so sehr in die Tiefe. Wenn ihr daher zu einzelnen Orten oder dem Roadtrip als Ganzes noch Fragen habt, dann geniert euch nicht diese zu stellen oder erzählt von euren eigenen Reisen aus dem Balkan. Ich freue mich über eure Antworten!

 

Danke und bis dann..

Hakuna Matata

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05.11.2016 18:44    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Norwegen, Roadtrip, Roadtrips

In dieser Blogreihe möchte ich euch meinen letztjährigen Norwegen-Aufenthalt näherbringen. Gemeinsam mit einem Kumpel sollte es ohne Navi und ohne Campingplätze durch das Land der Fjorde gehen. Den vorherigen Teil der Serie findet ihr hier.

 

Lærdalstunnel

Der Lærdalstunnel ist der längste Straßentunnel der Welt. Anno 2000 eröffnet, führt er nun 24,5 Kilometer durch einen Teil des skandinavischen Gebirges. Man ‘erspart’ sich dadurch die knapp 50 Kilometer lange Passstraße, die wie der Name Snøveg erahnen lässt, im Winter aufgrund großer Schneemengen komplett gesperrt wird. Besonderheiten dieses Tunnels sind neben seiner Länge drei beleuchtete Parkbuchten Parkhallen, die sich alle sechs Kilometer anbieten und in denen Halten ausdrücklich erlaubt ist. Es hört sich wirklich interessant an, wenn man in einer dieser Hallen steht und sich langsam ein anderes Fahrzeug nähert und es lauter und lauter wird und schließlich das Fahrzeug mit ohrenbetäusendem Lärm an einem vorbeifährt.

 

Und die Norweger hatten wie auf vielen Passstraßen Norwegens offenbar auch in diesem Tunnel ihren Spaß, wenn man sich das ganze Gummi auf dem Asphalt anschaut. :D Wir hingegen machten uns einen Spaß daraus die Akustik zu testen, so kamen doch teilweise minutenlang keine Autos vorbei.

Diese Jungs hatten da weniger Glück ( wartet ab, bis der erste LKW vorbeirauscht:D ).

 

 

Lustrafjord

Seht selbst. Und ja, das Wasser ist tatsächlich durch und durch türkis! Ein wahnsinns Anblick. :)

 

 

Sognefjell

Die wahrscheinlich schönste Passstraße unserer Reise. Innerhalb von über einhundert Kilometern Strecke schraubt man sich vom Fjord bis auf über 1400 Höhenmeter und beinahe wieder komplett herunter. Es bieten sich immer wieder unglaubliche Panoramen und wunderschöne Fotomotive. Je höher man kommt, desto kälter und windiger wird es. Und so kann es auch schonmal vorkommen, dass man sich dick eingepackt auf die Straße kniet um ein Foto zu machen, einige Zeit braucht um das perfekte Bild zu schießen und sich beim aufstehen erschreckt, da hinter einem ein Auto wartet. Den A3 habe ich absolut nicht kommen hören, doch die Norweger nahmen es mit Humor und grüßten glücklich zurück. :D

 

 

Stabkirche Lom

Wir wollten in Lom kurz parken, um den weiteren Streckenverlauf zu besprechen und schwupps, standen wir auf dem Parkplatz der Stabkirche von Lom. Ein Foto aus dem Auto heraus und eine Streckenbesprechung später ging es weiter. :D

 

 

Schlafplatz

Zweieinhalb Stunden nach der Stabkirche Lom fanden wir einen Übernacht-Platz an einem nicht mehr nachzuvollziehendem Ort, der sich vermutlich an der E136 zwischen Dombås und Øverdalen befand.

 

Der kleine Parkplatz war am Ende spitz zulaufend und bot dort Platz, um unser Zelt unauffällig aufzubauen. Zudem stand dort eine raststättentypische Bank-Tisch-Kombination, die jedoch leider ziemlich zugewachsen war. Erwähnenswert ist dieses Camp zudem, da wir erneut ein kleines Missgeschick mit unserem Campingkocher hatten und nun, nachdem wir die letzten Tage immer wieder gescherzt haben, wie gefährlich doch so ein Kocher sei, das Vertrauen in ihn verloren. Wir benutzten ihn von da an kein einziges Mal mehr. Don’t make jokes about bombs. :D

 

 

Trollstigen

Aus einem bewaldeten Tal kommend gesellt sich zu den zwei Hängen zur rechten und linken plötzlich vor einem eine riesige Felswand. Mit jedem Meter, den man sich nähert wirkt sie faszinierender und faszinierender. In elf Haarnadelkurven schraubt man sich über 400 Meter in die Höhe, um schließlich in knapp 800 Metern Höhe einen Parkplatz zu erreichen, der neben einem modern gestaltetem Gebäude steht. Ohne Verkehr wäre diese Straße top; wir hatten das Glück, dass uns langsamere Fahrzeuge zwei Mal vorbeiließen, so waren wir doch deutlich zügiger unterwegs. :D

 

Der Aussichtspunkt besitzt mehr als nur eine Plattform, die durch ihre Entfernung zueinander verschiedene Blickwinkel auf die Serpentinen ermöglichten. Schade, dass es bewölkt und ziemlich kalt war. Aber immerhin hat es nicht geregnet. Ein weiterer Tag ohne Regen!

 

 

Ålesund

In Ålesund parkten wir unser Fahrzeug zuerst in einem Wohngebiet, um eine Kleinigkeit zu essen und unseren weiteren Plan zu besprechen. Da alle drei bis vier Minuten ein Streifenwagen vorbeikam, stellte sich uns mit der Zeit die Frage, ob dies einfach eine Schlüsselstraße für die Patrouillenrouten ist, oder dieses Viertel nicht ganz koscher sei. :D

 

Nach der Pause parkten wir in einem Parkhaus in der Innenstadt, schauten uns ein wenig in ebenjener um und suchten die Tourist-Information am Hafen auf. Wir versuchten dort einige Broschüren über die Region zu erhalten, die unsere weiteren Tage des Trips mit Programm füllen sollte, doch allzu viel Neues erfuhren wir nicht. Wir suchten daher mit dem Berg Aksla den Wohl berühmtesten Aussichtspunkt des Städtchens auf, von dem sich das obligatorische ‘Über den Dächern Ålesunds’-Foto schießen ließ. Nachdem man sich exakt 418 Stufen nach oben gekämpft hat, wartet auf dem ‘Gipfel’ eine Cafeteria samt Aussichtsplattform. Laut Beschilderung war diese Plattform mit Gebühren verbunden, wir mussten jedoch interessanterweise nichts zahlen. Die Aussicht auf die Innenstadt im Jugendstil ist natürlich sehr schön. :)

 

 

Schlafplatz

Nach einer etwas längeren Fährfahrt schlugen wir unser Lager auf einem Campingplatz am Midfjord auf. Eine Hütte war durch eine Gruppe Motorradfahrer belegt, die restlichen Hütten von polnischen Reisegruppen. Zelte standen auf dem Campingplatz letztendlich an der Zahl: Eines. Unseres. :D

Vorteilhaft an diesem Campingplatz war ein Haus in der Mitte, in der es uns möglich war Wäsche zu waschen und uns endlich wieder eine warme Mahlzeit zuzubereiten.

 

 

Atlantikstraße

Am nächsten Tag war sie nur noch einen Steinwurf entfernt: Die Atlantikstraße. Wir hatten wieder bestes Wetter und vielleicht ging dadurch auch ein wenig Flair verloren. Natürlich ist die große Brücke interessant anzusehen und auch die vielen kleinen Inseln rechts und links, doch bekommt man die möglichen Naturgewalten bei vollkommen ruhiger See nicht zu spüren. Es herrschte eine herrliche Idylle. Nach dem ein oder anderen Foto fuhren wir weiter und genossen die weiteren Kilometer dieser als Landschaftsroute ausgezeichneten Straße.

 

 

Atlantiktunnel

Interessant ist die Fahrt durch den Atlanterhavstunnel. In dem fast sechs Kilometer langen Tunnel geht es auf bis zu 250 Meter unter Null und dann sofort wieder zurück auf Meereshöhe. Der Scheitelpunkt wirkt daher viel fulminanter als zum Beispiel im Elbtunnel bei Hamburg. Etwas Verwirrung stiftete die vor der Einfahrt zu entrichtende Maut, da der werte Herr uns meiner Meinung nach etwas zu hohe Gebühren abknöpfte. Wir suchten bereits in der Schlange wartend das Geld anhand der Gebührentafel zusammen, doch am Schalter mussten wir dann überraschenderweise mehr zahlen als errechnet. Auf eine Diskussion haben wir uns dann jedoch nicht eingelassen. Bringt ja eh nichts.

 

Kristiansund

Die Kleinstadt Kristiansund liegt auf Inseln und ist erst seit 1992 durch Brücken beziehungsweise Tunnel mit dem Festland verbunden. Wir suchten uns einen Parkplatz an der Promenade, doch verloren wir schnell die Lust uns weiter umzusehen. Das Wetter war zwar perfekt, doch Kristiansund war der letzte Ort, den wir auf der Liste stehen hatten und dies schwebte wie ein Damoklesschwert über uns. Die horrenden Parkgebühren gaben uns dann noch den Rest. Während mein Kumpel nochmal die Karte studierte nutzte ich die Zeit, um ein paar Bilder zu schießen. Eine Möglichkeit hätte darin bestanden weiter nach Trondheim zu fahren, doch dann würden wir wieder nur in einer Stadt stehen und wüssten damit wieder nichts anzufangen. Also beschlossen wir erstmal wieder gen Süden zu fahren und dann weiterzusehen.

 

 

Riksvei 70

Einige Zeit später irgendwo auf der Reichsstraße 70: Wir hielten an einem kleinen Parkplatz, packten unsere Campingstühle aus und platzierten uns am Heck des Vectras. Eine Pause war angesagt. Wir hatten Hunger und kamen zu dem Schluss, dass nun eine Entscheidung fallen müsste. Letztendlich fiel diese pro Heimat. Uns trennten nun genau 2000 Kilometer über den Landweg bis nach Hause und diese wollten wir nun angehen. Was noch anzumerken ist: Selbst diese innerländischen Straßen weit weg der Fjorde und Berge sind wirklich angenehm anzusehen und natürlich herrlich zu fahren.

 

 

Schlafplatz

Abends hatten wir bereits 300 Kilometer hinter uns gelassen, so dass wir einen Campingplatz hinter Lillehammer aufsuchten. Außer uns war genau eine weitere Camperin aus Deutschland auf dem Platz anzutreffen. Ansonsten keine Menschenseele. Während wir das Zelt aufbauten begann es dann leicht zu nieseln und ein Blick in die Ferne ließ uns das Zelt nur noch schneller aufbauen: Über dem Fjord regnete es so heftig, dass man nichts mehr erkennen konnte. Glücklicherweise zog diese Starkregenfront an uns vorbei.

 

 

Die Rückreise

Nach Adam Riese hatten wir nun also noch 1700 Kilometer vor uns. Um 9 Uhr morgens waren wir abfahrbereit und starteten unsere nächste Etappe. Kurz vor Oslo konnten wir dann auch endlich die ersten norwegischen Autobahnkilometer sammeln. Das erste Mal nach zwei Wochen dreistellige Tachowerte! :D

 

Kurz vor der Grenze machte ich noch eine meiner Felgen mit dem Bordstein eines Kreisverkehrs bekannt (Die erste Macke in neuen Felgen ist schon schmerzhaft, aber dann mit diesem einen Mal direkt mehrere Macken einmal 360 Grad ringsherum hereinzuhauen ist nur noch bitter. Danke Norwegen für diesen Abschied. :D ) und in Schweden hielten wir nur ein einziges Mal, um den Tank des Vectras zu füllen und unsere Blasen zu leeren. Bemerkenswert war, das wir auf diesem Teilstück der Reise mit 4,84 Litern/100km den niedrigsten Verbrauch des gesamten Roadtrips hatten!

 

Die erste vollwertige Pause hielten wir erst abends in Dänemark. Auch in Dänemark sollte dies unser einziger Stopp sein. Spannend wurde es in Dänemark zudem nur kurz vor einer Baustelle. Ich reduziere das Tempo langsam auf die vorgeschriebenen 80 km/h und befinde mich auf der linken Spur. Auf der rechten Spur ein mit KFZ beladener LKW. Wir befinden uns auf gleicher Höhe wie die Zugmaschine. Der Blick nach vorne lässt jedoch Böses erahnen. Die Fahrbahnen werden nach rechts verschwenkt; doch nicht wie man es aus Deutschland gewohnt ist; in dem quasi zwei Mittellinien gezogen werden, die im Verschwenkungsbereich einen großen Puffer zueinander haben. Nein, es ist nur eine einzige Linie ohne jeglichen Spielraum.

 

Damit wir uns in dieser Engstelle nicht zwischen Betonwand und LKW befinden latsche ich also nochmal kurz aufs Gas und der ein oder andere mag es jetzt schon ahnen: Es blitzt. :D 100 bei 80. Da hält man sich zwei Wochen lang penibelst an die herrschenden Geschwindigkeitsbeschränkungen, kann an einer Hand abzählen wie oft man das Tempolimit überschritten hat und wird dann bei einem dieser Male auf dem Weg nach Hause geblitzt. :D Glück im Unglück: Es kam keine Post. Hat Dänemark da keine Vereinbarung mit der Bundesrepublik?

 

Nach dem letzten Grenzübertritt tankten wir ein weiteres Mal auf und legten von da an deutlich öfter Pausen ein, denn mittlerweile war die Nacht angebrochen, durch die wir ohne weitere Vorkommnisse durchhielten und schließlich um 04:32 Uhr nach zwanzigeinhalb Stunden ‘on the road’ den Vectra in heimatlichen Gefilden abstellen konnten.

 

Fazit:

Was bleibt nach 5290 Kilometern unterwegs zu sagen? Südnorwegen ist wunderschön. Von den Fjorden übers Fjell bis in die Berge unglaublich faszinierend und daher auf jeden Fall eine Reise wert.

 

Kostentechnisch muss man sich auf etwas gefasst machen. Die Lebensmittelpreise sind deutlich über den deutschen und auch auf den Campingplätzen lebt man mit knapp 20€ pro Nacht für Auto, 2 Personen & 1 Zelt nicht gerade billig. Die Spritpreise sind auch höher als in Deutschland, jedoch blieb uns da der Schock erspart, denn uns wurden im Vorfeld viel höhere Literpreise vorausgesagt. Dazu kommen dann zum Beispiel noch nicht gerade geringe Summen für Maut und Fähren, ohne die ein Vorankommen in Südnorwegen teilweise nicht möglich ist.

 

Letztendlich haben wir 436€ für Sprit gezahlt ( 6.60 Ltr/100km ) und 508€ für alle restlichen anfallenden Kosten. Diese wären deutlich höher gewesen, wenn wir nicht

- in Deutschland Nahrungsmittel gekauft hätten

- hauptsächlich auf Campingplätze verzichtet hätten

- auf Restaurantbesuche etc verzichtet hätten

 

Norwegen zählt nicht umsonst zu den teuersten Ländern der Welt. Aber: Norway is awesome!

 

Ich hoffe, dass euch diese Reihe gefallen hat und vielleicht plant der ein oder andere bereits seine eigene Norwegenreise. Aus zeitlichen Gründen sind die letzten Artikel für meinen Anspruch etwas kurz und nicht zur vollsten Zufriedenheit geraten, jedoch war es mir ein Anliegen diese Reihe zu Ende zu bringen und wenigstens noch die schönsten Fotos mit euch teilen zu können. Wenn ihr noch offene Fragen habt, dann geniert euch nicht die Kommentarfunktion zu nutzen und auch über Kritik, ob positiv oder negativ, würde ich mich freuen!

 

Danke und bis dann..

Hakuna Matata

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