Sat Nov 05 18:44:51 CET 2016
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Hakuna Matata
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Norwegen, Roadtrip, Roadtrips
Lærdalstunnel Der Lærdalstunnel ist der längste Straßentunnel der Welt. Anno 2000 eröffnet, führt er nun 24,5 Kilometer durch einen Teil des skandinavischen Gebirges. Man ‘erspart’ sich dadurch die knapp 50 Kilometer lange Passstraße, die wie der Name Snøveg erahnen lässt, im Winter aufgrund großer Schneemengen komplett gesperrt wird. Besonderheiten dieses Tunnels sind neben seiner Länge drei beleuchtete
Und die Norweger hatten wie auf vielen Passstraßen Norwegens offenbar auch in diesem Tunnel ihren Spaß, wenn man sich das ganze Gummi auf dem Asphalt anschaut. Diese Jungs hatten da weniger Glück ( wartet ab, bis der erste LKW vorbeirauscht
Lustrafjord Seht selbst. Und ja, das Wasser ist tatsächlich durch und durch türkis! Ein wahnsinns Anblick.
Sognefjell Die wahrscheinlich schönste Passstraße unserer Reise. Innerhalb von über einhundert Kilometern Strecke schraubt man sich vom Fjord bis auf über 1400 Höhenmeter und beinahe wieder komplett herunter. Es bieten sich immer wieder unglaubliche Panoramen und wunderschöne Fotomotive. Je höher man kommt, desto kälter und windiger wird es. Und so kann es auch schonmal vorkommen, dass man sich dick eingepackt auf die Straße kniet um ein Foto zu machen, einige Zeit braucht um das perfekte Bild zu schießen und sich beim aufstehen erschreckt, da hinter einem ein Auto wartet. Den A3 habe ich absolut nicht kommen hören, doch die Norweger nahmen es mit Humor und grüßten glücklich zurück.
Stabkirche Lom Wir wollten in Lom kurz parken, um den weiteren Streckenverlauf zu besprechen und schwupps, standen wir auf dem Parkplatz der Stabkirche von Lom. Ein Foto aus dem Auto heraus und eine Streckenbesprechung später ging es weiter.
Schlafplatz Zweieinhalb Stunden nach der Stabkirche Lom fanden wir einen Übernacht-Platz an einem nicht mehr nachzuvollziehendem Ort, der sich vermutlich an der E136 zwischen Dombås und Øverdalen befand.
Der kleine Parkplatz war am Ende spitz zulaufend und bot dort Platz, um unser Zelt unauffällig aufzubauen. Zudem stand dort eine raststättentypische Bank-Tisch-Kombination, die jedoch leider ziemlich zugewachsen war. Erwähnenswert ist dieses Camp zudem, da wir erneut ein kleines Missgeschick mit unserem Campingkocher hatten und nun, nachdem wir die letzten Tage immer wieder gescherzt haben, wie gefährlich doch so ein Kocher sei, das Vertrauen in ihn verloren. Wir benutzten ihn von da an kein einziges Mal mehr. Don’t make jokes about bombs.
Trollstigen Aus einem bewaldeten Tal kommend gesellt sich zu den zwei Hängen zur rechten und linken plötzlich vor einem eine riesige Felswand. Mit jedem Meter, den man sich nähert wirkt sie faszinierender und faszinierender. In elf Haarnadelkurven schraubt man sich über 400 Meter in die Höhe, um schließlich in knapp 800 Metern Höhe einen Parkplatz zu erreichen, der neben einem modern gestaltetem Gebäude steht. Ohne Verkehr wäre diese Straße top; wir hatten das Glück, dass uns langsamere Fahrzeuge zwei Mal vorbeiließen, so waren wir doch deutlich zügiger unterwegs.
Der Aussichtspunkt besitzt mehr als nur eine Plattform, die durch ihre Entfernung zueinander verschiedene Blickwinkel auf die Serpentinen ermöglichten. Schade, dass es bewölkt und ziemlich kalt war. Aber immerhin hat es nicht geregnet. Ein weiterer Tag ohne Regen!
Ålesund In Ålesund parkten wir unser Fahrzeug zuerst in einem Wohngebiet, um eine Kleinigkeit zu essen und unseren weiteren Plan zu besprechen. Da alle drei bis vier Minuten ein Streifenwagen vorbeikam, stellte sich uns mit der Zeit die Frage, ob dies einfach eine Schlüsselstraße für die Patrouillenrouten ist, oder dieses Viertel nicht ganz koscher sei.
Nach der Pause parkten wir in einem Parkhaus in der Innenstadt, schauten uns ein wenig in ebenjener um und suchten die Tourist-Information am Hafen auf. Wir versuchten dort einige Broschüren über die Region zu erhalten, die unsere weiteren Tage des Trips mit Programm füllen sollte, doch allzu viel Neues erfuhren wir nicht. Wir suchten daher mit dem Berg Aksla den Wohl berühmtesten Aussichtspunkt des Städtchens auf, von dem sich das obligatorische ‘Über den Dächern Ålesunds’-Foto schießen ließ. Nachdem man sich exakt 418 Stufen nach oben gekämpft hat, wartet auf dem ‘Gipfel’ eine Cafeteria samt Aussichtsplattform. Laut Beschilderung war diese Plattform mit Gebühren verbunden, wir mussten jedoch interessanterweise nichts zahlen. Die Aussicht auf die Innenstadt im Jugendstil ist natürlich sehr schön.
Schlafplatz Nach einer etwas längeren Fährfahrt schlugen wir unser Lager auf einem Campingplatz am Midfjord auf. Eine Hütte war durch eine Gruppe Motorradfahrer belegt, die restlichen Hütten von polnischen Reisegruppen. Zelte standen auf dem Campingplatz letztendlich an der Zahl: Eines. Unseres. Vorteilhaft an diesem Campingplatz war ein Haus in der Mitte, in der es uns möglich war Wäsche zu waschen und uns endlich wieder eine warme Mahlzeit zuzubereiten.
Atlantikstraße Am nächsten Tag war sie nur noch einen Steinwurf entfernt: Die Atlantikstraße. Wir hatten wieder bestes Wetter und vielleicht ging dadurch auch ein wenig Flair verloren. Natürlich ist die große Brücke interessant anzusehen und auch die vielen kleinen Inseln rechts und links, doch bekommt man die möglichen Naturgewalten bei vollkommen ruhiger See nicht zu spüren. Es herrschte eine herrliche Idylle. Nach dem ein oder anderen Foto fuhren wir weiter und genossen die weiteren Kilometer dieser als Landschaftsroute ausgezeichneten Straße.
Atlantiktunnel Interessant ist die Fahrt durch den Atlanterhavstunnel. In dem fast sechs Kilometer langen Tunnel geht es auf bis zu 250 Meter unter Null und dann sofort wieder zurück auf Meereshöhe. Der Scheitelpunkt wirkt daher viel fulminanter als zum Beispiel im Elbtunnel bei Hamburg. Etwas Verwirrung stiftete die vor der Einfahrt zu entrichtende Maut, da der werte Herr uns meiner Meinung nach etwas zu hohe Gebühren abknöpfte. Wir suchten bereits in der Schlange wartend das Geld anhand der Gebührentafel zusammen, doch am Schalter mussten wir dann überraschenderweise mehr zahlen als errechnet. Auf eine Diskussion haben wir uns dann jedoch nicht eingelassen. Bringt ja eh nichts.
Kristiansund Die Kleinstadt Kristiansund liegt auf Inseln und ist erst seit 1992 durch Brücken beziehungsweise Tunnel mit dem Festland verbunden. Wir suchten uns einen Parkplatz an der Promenade, doch verloren wir schnell die Lust uns weiter umzusehen. Das Wetter war zwar perfekt, doch Kristiansund war der letzte Ort, den wir auf der Liste stehen hatten und dies schwebte wie ein Damoklesschwert über uns. Die horrenden Parkgebühren gaben uns dann noch den Rest. Während mein Kumpel nochmal die Karte studierte nutzte ich die Zeit, um ein paar Bilder zu schießen. Eine Möglichkeit hätte darin bestanden weiter nach Trondheim zu fahren, doch dann würden wir wieder nur in einer Stadt stehen und wüssten damit wieder nichts anzufangen. Also beschlossen wir erstmal wieder gen Süden zu fahren und dann weiterzusehen.
Riksvei 70 Einige Zeit später irgendwo auf der Reichsstraße 70: Wir hielten an einem kleinen Parkplatz, packten unsere Campingstühle aus und platzierten uns am Heck des Vectras. Eine Pause war angesagt. Wir hatten Hunger und kamen zu dem Schluss, dass nun eine Entscheidung fallen müsste. Letztendlich fiel diese pro Heimat. Uns trennten nun genau 2000 Kilometer über den Landweg bis nach Hause und diese wollten wir nun angehen. Was noch anzumerken ist: Selbst diese innerländischen Straßen weit weg der Fjorde und Berge sind wirklich angenehm anzusehen und natürlich herrlich zu fahren.
Schlafplatz Abends hatten wir bereits 300 Kilometer hinter uns gelassen, so dass wir einen Campingplatz hinter Lillehammer aufsuchten. Außer uns war genau eine weitere Camperin aus Deutschland auf dem Platz anzutreffen. Ansonsten keine Menschenseele. Während wir das Zelt aufbauten begann es dann leicht zu nieseln und ein Blick in die Ferne ließ uns das Zelt nur noch schneller aufbauen: Über dem Fjord regnete es so heftig, dass man nichts mehr erkennen konnte. Glücklicherweise zog diese Starkregenfront an uns vorbei.
Die Rückreise Nach Adam Riese hatten wir nun also noch 1700 Kilometer vor uns. Um 9 Uhr morgens waren wir abfahrbereit und starteten unsere nächste Etappe. Kurz vor Oslo konnten wir dann auch endlich die ersten norwegischen Autobahnkilometer sammeln. Das erste Mal nach zwei Wochen dreistellige Tachowerte!
Die erste vollwertige Pause hielten wir erst abends in Dänemark. Auch in Dänemark sollte dies unser einziger Stopp sein. Spannend wurde es in Dänemark zudem nur kurz vor einer Baustelle. Ich reduziere das Tempo langsam auf die vorgeschriebenen 80 km/h und befinde mich auf der linken Spur. Auf der rechten Spur ein mit KFZ beladener LKW. Wir befinden uns auf gleicher Höhe wie die Zugmaschine. Der Blick nach vorne lässt jedoch Böses erahnen. Die Fahrbahnen werden nach rechts verschwenkt; doch nicht wie man es aus Deutschland gewohnt ist; in dem quasi zwei Mittellinien gezogen werden, die im Verschwenkungsbereich einen großen Puffer zueinander haben. Nein, es ist nur eine einzige Linie ohne jeglichen Spielraum.
Damit wir uns in dieser Engstelle nicht zwischen Betonwand und LKW befinden latsche ich also nochmal kurz aufs Gas und der ein oder andere mag es jetzt schon ahnen: Es blitzt.
Nach dem letzten Grenzübertritt tankten wir ein weiteres Mal auf und legten von da an deutlich öfter Pausen ein, denn mittlerweile war die Nacht angebrochen, durch die wir ohne weitere Vorkommnisse durchhielten und schließlich um 04:32 Uhr nach zwanzigeinhalb Stunden ‘on the road’ den Vectra in heimatlichen Gefilden abstellen konnten.
Fazit: Was bleibt nach 5290 Kilometern unterwegs zu sagen? Südnorwegen ist wunderschön. Von den Fjorden übers Fjell bis in die Berge unglaublich faszinierend und daher auf jeden Fall eine Reise wert.
Letztendlich haben wir 436€ für Sprit gezahlt ( 6.60 Ltr/100km ) und 508€ für alle restlichen anfallenden Kosten. Diese wären deutlich höher gewesen, wenn wir nicht - in Deutschland Nahrungsmittel gekauft hätten - hauptsächlich auf Campingplätze verzichtet hätten - auf Restaurantbesuche etc verzichtet hätten
Norwegen zählt nicht umsonst zu den teuersten Ländern der Welt. Aber: Norway is awesome!
Ich hoffe, dass euch diese Reihe gefallen hat und vielleicht plant der ein oder andere bereits seine eigene Norwegenreise. Aus zeitlichen Gründen sind die letzten Artikel für meinen Anspruch etwas kurz und nicht zur vollsten Zufriedenheit geraten, jedoch war es mir ein Anliegen diese Reihe zu Ende zu bringen und wenigstens noch die schönsten Fotos mit euch teilen zu können. Wenn ihr noch offene Fragen habt, dann geniert euch nicht die Kommentarfunktion zu nutzen und auch über Kritik, ob positiv oder negativ, würde ich mich freuen!
Danke und bis dann.. Hakuna Matata |
Thu Oct 27 17:50:25 CEST 2016
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Hakuna Matata
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Norwegen, Roadtrip, Roadtrips
[...] Der nächste Morgen: Die Sonne strahlte am blauen HImmel und diesmal ließen wir uns Zeit mit dem Abbau des Zeltes. Wir nutzen diesen wunderschönen und warmen Morgen für ein kurzes Frühstück, verbindeten uns zum ersten Mal während dieser Reise mit dem WLAN eines Campingplatzes und ließen uns auf unseren Campingstühlen mit Blick auf den Fjord nieder. Während wir das ein oder andere Foto an unsere Liebsten versendeten und das Wetter am Kjerag für die nächsten Tage checkten, tauchten zwei Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen auf dem Campingplatz auf. ‘Durchaus eine komische Zeit, um auf einem Campingplatz aufzuschlagen’, dachte ich mir. Die Fahrzeuge fuhren bis runter an den Fjord und parkten dort auf dem Fahrweg. Die Türen öffneten sich und dann standen dort einige Rentner, die sich auch umgehend auf den Sitzbänken niederließen.
Ich trennte die Internetverbindung, stand auf und begann das Zelt abzubauen, während mein Kumpel das Besteck und Töpfe auswaschen ging. Noch während ich mit dem Zelt beschäftigt war, vernahm ich plötzlich die Rufe einer Rentnerin. “Dieter, fahr doch bitte das Auto auf die Seite. Wir nehmen den jungen Männern die Sicht.”
Etwas verwundert blickte ich in Richtung des Fjordes und stellte fest, dass sie meinen Kumpel und mich meinte, so hat sie doch die zwei in Richtung Fjord aufgestellten Campingstühle entdeckt. ‘Das ist absolut kein Problem. Wir packen schon zusammen und checken gleich nur noch kurz unsere Karte. Dann fahren wir auch schon weiter. Sie können das Auto ruhig stehen lassen”, sagte ich der Dame, nachdem ich die wenigen Meter bis zu Ihr gehechtet bin. “Oh, ich habe gar nicht gesehen, dass sie auch aus Deutschland kommen. Wir waren gestern an der Trolltunga und wollten jetzt hier nur eine kurze Pause machen. Das sieht von der Straße aus so schön aus”, entgegnete sie mir. Nach einem kurzen Pläuschen über die Trolltunga kamen wir sehr schnell zum Thema der Weiterfahrt. Die Rentner-Truppe war ebenfalls seit knapp einer Woche unterwegs und wollte nun weiter gen Norden. Sie erzählte von der Atlantikstraße, den Trollstigen, dem Hardangervidda..alles Orte, über die wir uns im Vorfeld informiert hatten, die wir jedoch auf Grund der eng bemessenen Zeit von zwei Wochen auslassen wollten. Man kann nicht alles beim ersten Mal sehen.
“Wir hatten nun eigentlich vor wieder langsam in Richtung Süden zu fahren, da wir den Kjerag am Anfang unserer Reise ausgelassen haben, jedoch sagte der Wetterbericht für dort eben wieder nur Regen voraus und da sind uns die rutschigen Felsen nicht ganz geheuer. Vielleicht sollten wir wirklich darüber nachdenken den Plan zu ändern. Der Kjerag läuft uns nicht weg.” - “Ja, man muss sich nicht unnötig in Gefahr bringen”, kommentierte sie weise.
Die Dame widmete sich wieder ihrem Mann und den befreundeten Rentnern, so dass ich das zusammengebaute Zelt & die Campingstühle ins Auto packen konnte und unsere Karte auf der Motorhaube ausbreitete. Ich machte mir Gedanken über die Worte der Rentnerin und musste schließlich eine weitere Karte dazuholen, um mir die ganzen Orte anzuschauen. Unsere bisher genutzte Südnorwegen-Karte war zwar größer als die Motorhaube des Vectras und sehr detailliert, jedoch endete sie etwa dreißig Kilometer nördlich von uns. Wie gesagt: So weit gen Norden war nicht geplant. Das kostenlose Kartenmaterial von visitnorway deckte glücklicherweise einen größeren Teil Norwegens ab, wenn auch deutlich weniger detailliert ( Vgl.: Siehe Teil 1 der Blogreihe ).
Ich studierte also die Karten und erzählte schließlich meinem Kumpel nach seiner Reinigungsaktion von meinem Gespräch mit der Dame. Eine Diskussion kam quasi gar nicht zustande, denn schon während meiner Erzählung wurde uns beiden klar, dass der Kjerag keinen Sinn machen würde. Die Wetterlage war einfach zu riskant. Und so ging unsere Reise mit einem weinenden & an den Kjerag denkenden Auge weiter. Und einem lachenden. Die Vorfreude auf die Route, die wir uns auf dem Campingplatz zusammenbastelten übermannte uns recht schnell und so ging es nach drei relativ stationären Tagen im Einzugsbereich des Sørfjord weiter gen Norden. Vorbei die Planlosigkeit. Jetzt wird Strecke gemacht. Wir wollten nun so viele schöne Orte sehen, wie möglich. Und eines sei jetzt schon gesagt: Es hat sich gelohnt.
Da sich unser Roadtrip mit diesem Tag in angesprochener Hinsicht änderte, werde ich ab nun von der bisherigen Erzählweise etwas abweichen und hauptsächlich auf die angefahrenen Orte eingehen. Diese waren einfach zu prägend, als dass noch viele Erinnerungen nebenbei hängengeblieben wären. Norway is awesome!
Kjeåsen Kjeåsen ist ein Hof mehr als 500 Meter über dem Eidfjord. Seit 2010 nur noch zur Instandhaltung bewohnt, zieht der Berghof weiterhin viele Touristen an. Einerseits mag das an der wunderbaren Aussicht auf den Fjord liegen, andererseits an der Zufahrt. Mussten die Bewohner früher zu Fuß die Hänge hochkraxeln, so wurde in den 70er-Jahren im Zuge des Baus eines Wasserkraftwerkes eine Straße gebaut, die bis zum Berghof und noch weiter hinauf führte. Die Besonderheit dieser Straße: Sie ist sehr schmal und führt zudem durch einen unbeleuchteten einspurigen ( und mittlerweile befestigten ) Tunnel, der diese Passtraße zu einer Einbahnstraße macht. Da es logischerweise keine Alternativstrecke gibt, führt dies zu einer kuriosen Regel: Hinauf darf man jeweils nur zur vollen Stunde + 30 Minuten und hinunter im Umkehrschluss nur zur halben Stunde + 30 Minuten. So umgeht man geschickt das Problem des Gegenverkehrs.
Am Ende unseres Aufenthalts durfte der Vectra nochmal sein Können beweisen: Auf der Suche nach einem schönen Fotospot fuhren wir die Straße so weit es geht hoch und noch ein wenig weiter. Doch auch die Bodenfreiheit eines Vectras hat irgendwann ein Ende, so dass wir eine ganzes Stück wieder rückwärts zurück mussten und schließlich doch noch eine schöne Stelle fanden.
Vøringfossen Der Vøringfossen ist einer der meistbesuchten Wasserfälle Norwegens. Was sicherlich auch an seiner Lage liegt. Vom Eidfjord kommend merkt man auf den Straßen bereits, dass einem nun wahrscheinlich ein großer Pass bevorsteht. Dort gibt es Konvoi-Sammelstellen, viele offene Schlagbäume und dutzende Warnschilder. Im Winter ist der Pass wenn überhaupt nur im Konvoi zu befahren. Relativ schnell schraubt man sich die Meter hoch und neben einer schönen Aussicht faszinieren Tunnel, die sich spiralenförmig durch den Berg arbeiten. Da fährt man dann schonmal 360° im Kreis. Oben angekommen gibt es einen großen Parkplatz und mehrere Möglichkeiten, von wo man sich den Wasserfall betrachten kann. Der große Wasserfall ist etwas versteckt um die Ecke; die größere Faszination löste bei mir jedoch auch eher der hohe schmale Wasserfall aus, den man von allen Aussichtspunkten aus sehen konnte. Beachten sollte man auch hier, dass die Aussichtspunkte größtenteils nicht gesichert sind und Mahnmale erinnern an Menschen, denen dies bereits zum Verhängnis wurde. Nach ein wenig Aufenthalt und einem kurzen Mahl setzen wir unsere Fahrt fort, da dieser Ort in der Tat ziemlich viele Touristen anlockte.
Hardangervidda Unsere Route führte uns weiter über die Reichsstraße 7, die uns bereits zufällig (!) zum Vøringfossen gebracht hatte. Es ging Meter um Meter höher, ehe wir mit dem Hardangervidda Europas größte Hochebene erreichten. Das Hochfjell ist geprägt von kargen, hügeligen und weitläufigen Flächen. Ein Ort, der dir den Atem raubt, zugleich aber eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Hier hätte man durchaus auch tagelang wandern können, jedoch waren wir dafür nicht gut genug ausgerüstet, denn es war dann doch ziemlich kalt dort oben.
Geilo “Geilo, lass nach Geilo fahren”. Das war mein Gedanke, als ich Geilo vorschlug. Ein Ort über den wir nichts wussten, jedoch den Namen witzig fanden. Wie sich herausstellte ist Geilo ein Winter-Skiort dem im Sommer natürlich der Schnee fehlt. Dafür gibt es auch in Geilo einige Lokalitäten mit witzigen Namen. Nach fünf Minuten in der Tourist-Information fuhren wir weiter.
Riksveg 50 Da wir die Reichsstraße 7 nur befuhren um mal durchs Hardangervidda zu kommen und schließlich einmal in Geilo gewesen zu sein, nutzten wir die nächste Möglichkeit um zurück in Richtung der Fjorde zu gelangen. Diese Möglichkeit war die Reichsstraße 50. Sie führt ( wie war es anders zu erwarten ) durch eine wunderschöne Landschaft, unzählige Tunnel, in denen plötzlich auch mal Schafe auftauchen können oder Asphaltarbeiten durchgeführt wurden. Einziges Manko dieser Straße war die Stromautobahn, die in Form von Strommasten immer in Sichtweite war.
Übernachtplatz Wer nicht suchet, der findet. Zwischen den ganzen Hängen eröffnete sich plötzlich ein Tal, in dem ein unbefestigter Weg von der Straße wegführte. Diese Chance nutzten wir ohne zu zögern und bauten unser Zelt windgeschützt abseits der Straße auf. Während das Tal schon im Schatten lag, beobachteten wir die letzten Sonnenstrahlen und ließen den Abend entspannt ausklingen. Nach einiger Zeit tauchten noch drei Fahrzeuge ( ein Lada, ein Nissan Qashqai und ein nicht identifizierbares russisches Modell ) mit russischen Kennzeichen auf, die jedoch nach einer kurzen Beratung wendeten und den Feldweg wieder verließen. Platz genug wäre zumindest auch für deren Camp gewesen.
Am nächsten Tag sollte es noch weiter gen Norden gehen, doch dazu mehr im nächsten Artikel
to be continued.. Hakuna Matata |
Sun Oct 16 19:53:16 CEST 2016
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Hakuna Matata
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Norwegen, Roadtrip, Roadtrips
[...] Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, machte uns der Auris noch schnell lautlos Platz und wir gingen on the road, um die wenigen Kilometer bis zum Parkplatz der Trolltunga-Wanderung zu absolvieren. Und das Bild, dass sich uns dort bot, stand in völligem Kontrast zu dem des vorigen Abends: Der gesamte Parkplatz war voller Autos und wir fanden mit Glück noch einen der letzten freien Parkmöglichkeiten. Irgendwo halb auf dem Fahrweg zwischen den Parklücken und massiven Steinen, die einen vor dem Badengehen samt Auto in einem kleinen Stausee schützte, standen wir nun da und ließen das Treiben auf uns wirken. Zig Menschen wuselten an ihren Fahrzeugen herum, zogen sich um, suchten die Toiletten auf oder versuchten Parktickets am Automaten zu lösen. Letzteres war für uns mangels Münzgeldes nicht möglich, weshalb wir uns in die lange Schlange an einem kleinen Shop stellen mussten. Es ging jedoch zügig voran und so konnten wir zeitig unsere Wanderung beginnen.
Etwa einhundert Meter von der Mageliban-Strecke entfernt führt ein neu eingerichteter Wanderweg den Anstieg hinauf. Zwei Tage zuvor empfanden wir den Langfossen-Anstieg schon als anstrengend, doch dieser war nochmal eine andere Klasse. Gnadenlos ging es über eine Strecke von 1700 Metern insgesamt von 400 auf 850 Höhenmeter hinauf, wovon die ersten zwei Drittel definitiv am steilsten und damit am härtesten waren. Stufe um Stufe, Stein um Stein, Fels um Fels ging es hinauf. Und immer wieder Wurzeln, auf die man Acht geben musste. An einigen unwegsamen Stellen sind sogar Seile befestigt, die Halt bieten sollen. Nicht, weil die Gefahr eines Absturzes bestände, sondern weil die Stelle zu steil oder bei Regen zu rutschig wäre. Auf einem mehrere Quadratmeter messenden glatten Felsen findet man nunmal nicht so gut halt.
An diesem steilen Stück stapften die Menschen wie an einer Perlenkette hintereinander den Berg hinauf. Das Tempo unterschied sich untereinander nicht so arg und die Tatsache, dass der Weg zudem sehr eng war unterstützte das hintereinander herlaufen. Einzig, wenn der ein oder andere eine kleine Pause machte konnte man eine Position gutmachen. Im letzten Drittel dieses ersten Aufstieges entzerrte sich die Menschenkette dann einigermaßen und die Wege wurden insgesamt breiter, was sich kurze Zeit später auf der ersten Ebene noch deutlicher darstellte. Jetzt fühlte es sich endlich nicht mehr an wie bei einer Touristen-Exkursion, sondern lediglich wie ein gut besuchter Wanderweg. Endlich wieder wandern, ohne den Atem des Nachfolgenden im Nacken zu spüren.
Im letzten Artikel erwähnte ich mehrmals, dass man überall wo es nur geht darauf hingewiesen wird, dass man so früh wie möglich zur Wanderung aufbrechen soll beziehungsweise die Wanderung abbrechen soll, wenn man zum Zeitpunkt X noch nicht die Trolltunga erreicht hat. Diese Warnungen sollte man definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn man sowieso vor hat mit Zelt und Proviant dort oben zu nächtigen, dann ist das alles kein Problem. Sollte man jedoch als Wanderer auf Tagesbasis dort oben im Dunkeln und der Kälte stranden, dann kann es dort oben sicherlich ganz schön unangenehm werden.
Nach den Wanderungen zum Preikestolen und am Langfossen machten sich zudem unsere Wanderschuhe spätestens bei dieser Wanderung bezahlt. Immer wieder stand man plötzlich vor Bächen, die quer über den Weg liefen und für nasse Füße gesorgt hätten. Von riesigen morastigen Feldern ganz abgesehen, die durch die Schneeschmelze nun am Ende der Sommersaison freigelegt werden. Einen Monat vorher ist man hier sicher noch ohne Probleme über Schneefelder gelaufen, nun ist an diesen Stellen schwarzer Morast und vom Schnee nur noch sehr wenig übrig geblieben. An nur mehr einer einzigen Stelle führte der Weg noch zwingendermaßen über Schnee.
Nach knapp neun Kilometern Wanderung verändert sich die Landschaft nochmals. Es wird wieder viel felsiger und in einem kommt das Gefühl auf, dass man gleich am Ziel ist. Dieses Gefühl zieht sich dann jedoch zwei lange Kilometer, die jedoch ziemlich abwechslungsreich sind. Man kommt erst an ein Nadelöhr: Wir gingen über eine Kuppe, konnten eine große Felslandschaft überblicken und sahen einen Bach, der links durch eine zig Meter hohe Felswand begrenzt wird und rechts durch einen großen Felsbrocken, der zu groß erschien, als dass der Weg darüber weiterführen könnte. Der Bach wiederum führte so viel Wasser und wurde im Verlauf so steil, dass er nicht begehbar war. Also verringerten wir und einige andere Wanderer unser Tempo unterbewusst und kurz ratterte es in den Köpfen. “Die anderen Leute haben es ja auch irgendwie auf die andere Seite geschafft. Nur wie?”
Nach diesem Nadelöhr führt der Weg durch eine sehr weitläufige rundgewaschene Felslandschaft. So weitläufig, dass man plötzlich das Gefühl hatte hier fast ganz alleine zu sein. Jede Wandergruppe nahm einen anderen Weg und es würden sich auch Stellen finden, an denen man vollkommen ungestört ein Nickerchen halten könnte.
Wiedermal ein schönes Stückchen Norwegen und nonverbal verstanden wir uns wieder aufs Feinste, so nahmen wir doch nicht Weg des geringsten Widerstandes, sondern den Weg, der uns spontan am besten gefiel und uns durch die Felslandschaft an unser Ziel brachte: Die Trolltunga.
Nach geschlagenen fünf Stunden Marsch waren wir nur noch wenige Meter entfernt. Wir gingen über die Kuppe und entdeckten als erstes ein paar Menschen. Mit jedem Schritt sahen wir immer mehr vom Stausee und auch immer mehr Menschen. Die Menschenmengen am ersten Anstieg ließen es bereits erahnen, jedoch realisierte ich erst jetzt, dass diese logischerweise auch an der Trolltunga aufschlagen würden. Und damit bot sich uns ein skuriller Anblick.
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Da wandern Familien mit ihren Kindern, Rentner mit ihren Rentnerinnen und Gruppen von Jugendlichen hin und zurück knapp zehn Stunden lang insgesamt 22 Kilometer ins Niemandsland, wo es normalerweise keine einzige Menschenseele geben dürfte, um dann wahrscheinlich stundenlang in dieser Warteschlange zu stehen, die einem wenn es hochkommt zwei Minuten für Fotos auf der Trolltunga ermöglicht.
Egal wo man an der Kante des Felsens entlangläuft: Man entdeckt fast jeden Meter einen neuen phänomenalen Blick oder interessante Stellen. Unterhalb der Trolltunga sind zum Beispiel begraste Vorsprünge, auf denen auch zig Menschen saßen. Wie die dorthin gekommen sind, fragte ich mich, jedoch war das investigative Ich nicht gewillt, dem weiter nachzugehen. Des weiteren fiel mir ein zweiter Vorsprung auf, der nur wenige Meter hinter der Trolltunga aus der selben Felswand ragte. Durchaus interessant anzusehen.
Nach einiger Zeit wachte mein Kumpel auf. Während er auch relativ zügig die Klippe begutachtete, schoss ich die letzten Fotos und wir begaben uns auf den Rückweg. Durch die weitläufigen Felsformationen, vorbei am Nadelöhr und über die Ebene bis hin zu den zwei Abstiegen. Da wir uns von den Rückenbeschwerden der Langfossen-Wanderung bzw. vom Camp nach der Wanderung erholt hatten, ging auch der Abstieg im Preikestolen-Stil zügig voran. Für den Rückweg brauchten wir nur mehr etwas mehr als dreieinhalb Stunden. Wir sind die Abstiege aber auch herabgerannt wie die Irren und kamen nassgeschwitzt und mit roten Köpfen unten am Parkplatz an. Da guckte manch einer nur doof.
Schließlich fanden wir einen kleinen idyllischen Campingplatz in Ringøy direkt am Fjord. Eine kleine Hütte und ansonsten nur Wiese in Hanglage. Was braucht man mehr? Da zudem überhaupt nicht viel los war stellten wir uns ans untere Ende der Wiese direkt an den Fjord und in Nähe des kleinen Häuschens. Vom Besitzer der Anlage war weit und breit nichts zu sehen und erst ein kleiner Infozettel in der Hütte wies darauf hin, dass die Besitzerin abends um 21 Uhr erscheint, um das Geld zu kassieren. Ziemlich entspannte Lösung.
Der weitere Tourverlauf war indes noch nicht hundertprozentig fest. Am nächsten Morgen wollten wir uns mit den Karten Gedanken machen, wie wir die letzten Tage unserer Reise angehen, denn wir zählten mittlerweile Tag 9 und der Kjerag wartete noch immer auf uns. Uns trennten lediglich knapp sechs Stunden Fahrt beziehungsweise über acht Stunden, wenn wir nicht den gleichen Weg wieder zurück fahren wollten. So ist das nunmal in Norwegen. Alternativstrecken sind Mangelware.
to be continued.. Hakuna Matata
P.S.: Der Mangel an Alternativ- bzw. Umleitungsstrecken führt auch zu dem ein oder anderen Kuriosum: Frisch asphaltierte Straßen werden ziemlich schnell wieder frei gegeben, was die ‘Baustelle’ aufgrund von schwarzen Spuren auf der Straße schon weit im Vorfeld ankündigt. Und was auf den alten Straßenabschnitten klebt, kann natürlich genausogut am Fahrzeug kleben. Ein Graus für jeden Fahrer eines gepflegten Automobils. |
Tue Jul 26 03:45:22 CEST 2016
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Hakuna Matata
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[...] Und so erreichten wir nach einem anstrengenden und aufregenden Nachmittag unser Auto, mit dem wir nach einer kurzen Verschnaufpause und den letzten Blicken auf den Langfossen in Richtung Trolltunga starteten. Auf den knapp fünfzig Kilometern bis dorthin suchten wir wieder nach Camping-Möglichkeiten, doch an dem Bild der letzten Tage änderte sich nicht viel: Links der Fjord, rechts eine hunderte Meter hohe Felswand, wir auf der Straße dazwischen.
Nach einigen Kilometern erreichten wir dann ein Teilstück, dass rechts und links von weitläufigen Wiesen gesäumt wurde. Diese waren jedoch eingezäunt und wurden landwirtschaftlich genutzt. Bis auf ein Stück rechts der Straße, denn dort befand sich ein großer und ziemlich leerer Campingplatz. Dieser Bestand quasi nur aus der Wiese und Baumreihen, die die Zeltbereiche von den Wohnmobilbereichen abgrenzte. Dass dort auf einer Fläche, die Platz für sicherlich über 50 Zelte und mindestens genau so viele Wohnmobile bat, nur jeweils etwa 5 ebenjener standen wirkte etwas surreal. Ob der Campingplatz mitten in der Hauptsaison deutlich besser besucht ist?
Etwa zwanzig Kilometer nach dem Langfossen bogen wir auf eine Nebenstraße ab, die in Richtung des Sees Reinsnosvatnet führte. Ein superidyllisches einsames Stück Straße, an dem wir mehrfach anhielten, um uns mögliche Stellen zum campen anzusehen, doch jeder hatte einen Negativpunkt, über den wir nicht hinwegsehen konnten. Daher ging es immer weiter..
An der Straße stehen stellenweise auch Ansammlungen von Hütten, die exakt so weit voneinander entfernt sind, dass man das Nachbarhaus fast nicht mehr aktiv wahrnimmt und auch von der Straße im Prinzip nichts mitbekommt. Hier sah es so aus, wie ich mir Norwegen noch bis kurz vor den Roadtrip vorstellte.
Die Straße führte schließlich entlang des Sees, bis sie plötzlich hinter einer Kurve versperrt durch einen Schlagbaum für uns endete. 45 Minuten Strecke quasi für die Katz.
Die nächste Stadt, die wir erreichten hieß Odda. ,,Ein Ort eingerahmt von zwei Nationalparks und zwar des Hardangerviddas, einer einzigartigen Hochebene in Norwegen und dem Folgefonnanationalpark mit dem 3. größten Gletscher Norwegens, am inneren Ende des Sørfjord ein Seitenarm des Hardangerfjord.
Am Ende des 19. Jahrhunderts war Odda ein beliebtes Ziel für die "Sommerfrische" für Adelige und reiche Bürger aus ganz Europa. Auch Kaiser Wilhlem der II war über 20. Jahre immer wieder als Gast in Odda anzutreffen. In seinen tourstischen Glanzzeiten hatte der damals noch kleine Ort zehn Hotels, davon war das alte Hardanger Hotel das grösste und das erste Haus am Platz. Durch den Bau des Smelteverk 1908 und der mehr und mehr Industralisierung Oddas blieben die Touristen weg und Odda kam in Verruf. Aber seit dessen Konkurs und der daraus folgenden Schliessung des Smelteverks 2003 versucht man wieder den Tourismus anzukurbeln. Ein Besuch von Odda und besonders seiner tollen Umgebung lohnen sich auf jeden Fall.” [sic] ( Quelle: http://norwegenfee.jimdo.com/ )
Dieser passenden Zusammenfassung ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen. Wir parkten auf einem Parkplatz im Zentrum, das sich direkt am Ende Fjords befand. Vorne der Fjord und zu den drei anderen Seiten Gebirgsketten. Ein atemberaubender Ort. Das Städtchen gefiel uns. Fehlte nurnoch ein Platz zum Schlafen.
Nach einer kurzen Stärkung begaben wir uns daher in Richtung eines elf Kilometer langen Tunnels, der in Odda begann und uns durch einen Berg auf die andere Seite des Folgefonna-Gletschers bringen sollte. Nach der Durchfahrt passierten wir eine der vielen Mautstationen, doch diese ärgerte uns im nachhinein etwas. Wir fanden nämlich wenige Minuten später zwar einen Schlafplatz direkt an einer so gut wie nicht befahrenen Sackgasse, doch kostete die Durchfahrt des Tunnels knapp 70 Kronen und war damit die teuerste Mautstation unseres Roadtrips. Zu allem Überfluss fuhren wir am nächsten Morgen ohne Umwege direkt wieder nach Odda und mussten logischerweise erneut durch den Tunnel, durch den auf dem Rückweg erneut 70 Kronen fällig waren. Summa summarum etwa 140 Kronen ( ~15 Euro ), um direkt hinter dem Tunnel zu Zelten und ansonsten nichts weiteres zu sehen. Auf diese Summe werde ich in diesem Artikel nocheinmal zurückkommen.
Die Tourist-Info bot außerdem die Möglichkeit zu duschen. Dies merkten wir uns vor.
Im Anschluss an die Tourist-Info besuchten wir den örtlichen Supermarkt. Wir wollten uns ein wenig umsehen und neues Müsli kaufen. Bisher bestand jedes Frühstück aus Müsli und der Vorrat schrumpfte dadurch in großen Schritten. Milch & Müsli und eine Salami, ein Leib Brot & Nuss-Nougat-Creme für die Moral. Es bestätigte sich dabei, dass Norwegen ganz schön teuer ist.
Nachdem wir den Einkauf im Auto verstauten, ging es auf eine Suche, auf die ich gespannt war. Skandinavische Internetverbindungen werden oftmals hochgelobt. Und wir benötigten nun eine. Für die Rückfahrt nach Deutschland war noch keine Fähre gebucht, da wir uns erstmal offen halten wollten, wann wir zurück fahren. Wir wurden schließlich in einer Bibliothek fündig, deren Bibliothekarin superfreundlich war und uns alles kurz erklärte. ”Nur kurz diesen Zettel ausfüllen und dann das Passwort dort hinten an PC Nummer XY eingeben, dann habt ihr eine Stunde kostenloses Internet.” Und diese Stunde brauchte man wirklich. Das Internet war dermaßen langsam, dass wir wirklich vorher überlegen mussten, was wir genau googlen wollten. Wir checkten kurz ein paar Fährgesellschaften und schließlich die Gesellschaft, die uns schon nach Norwegen brachte. Von Odda aus wären zwei verschiedene Abfahrtshäfen in Frage gekommen, doch wir wollten beide lieber die kürzest mögliche Zeit auf der Fähre verbringen und da bliebe wieder nur Kristiansand übrig. Es gab allerdings zwei Probleme. Einerseits schätzten wir unsere Ankunft in Kristiansand auf den zweiten oder dritten September. Die Fjordline stellt jedoch den Betrieb ihres schnellen Katamarans immer Ende August ein. Andererseits waren die Preise für die allerletzten Fahrten im August dermaßen überteuert: Teilweise wurden im Vergleich zur Hinfahrt die 3-5-fachen Preise verlangt. Dies war uns deutlich zu viel und so entschlossen wir uns für unseren Kumpel Risiko: Den Tag der Heimfahrt offen lassen und dann spontan in den Fährhäfen abchecken, ob sich günstige Preise finden lassen. Online hätten wir ohne Kreditkarte eh nicht buchen können, wie uns erst in der Bibliothek bewusst wurde.
Wir kehrten zurück zum Auto und begaben uns in Richtung Trolltunga, um schonmal die Parkmöglichkeiten auszukundschaften, damit am Folgetag durch solche Kleinigkeiten keine Zeit unnötig verloren geht. Wir hielten erst an einem Parkplatz mit Haus, da die Straße ab hier mit einer geöffneten Schranke und dem Schild ‘Ab hier mautpflichtig’ bestückt war. Relativ schnell merkten wir jedoch, dass wir noch weiter hinauf fahren mussten und so erreichten wir einige Minuten später den richtigen Parkplatz am Fuße des ersten Anstieges und kehrten auch direkt wieder um. Mehr wollten wir erstmal nicht wissen.
Zurück in Odda parkten wir erneut auf dem Parkplatz im Zentrum. Wir nutzten die freie Zeit für Postkarten an Freunde und Familie beziehungsweise um einige erinnerungswerte Momente unserer bisherigen Reise zu verschriftlichen.
Immer wieder gingen junge Menschen mit Wanderrucksäcken an uns vorbei und steuerten die Tourist-Info mit ihren Duschen an. In Odda kamen insgesamt ganz schön viele Backpacker zusammen! Und während diese sich der Körperreinigung widmeten, machten wir uns auf den Weg, um aufgrund der Topographie mit einem unserer Prinzipien zu brechen: Unser Weg führte uns zum Oddaer Campingplatz. Damit wir am nächsten Morgen früh los konnten, benötigten wir einen Übernacht-Platz, der nicht weit von der Trolltunga entfernt war, und durch die Suche des Vortages wussten wir, dass wir in der näheren Umgebung nichts besseres finden würden. Der Campingplatz lag näher an der Trolltunga als das Camp des Vortages und hier kommem wieder die 140 Kronen Maut ins Spiel: Der Campingplatz kostete für zwei Personen inklusive Auto und Zelt 190 Kronen. Für Quasi fünf Euro mehr gab es für uns somit eine kurze Trolltunga-Anfahrt, eine Dusche; kostenloses Trinkwasser, mit dem wir unsere Wasservorräte auffüllen konnten und nervige Nachbarn.
Unsere Rücken waren wieder fit und nach diesem Tage organisatorischer Art stand endlich wieder sehenswertes Programm bevor, weshalb wir zeitig zu Bett gingen und unseren Wecker auch sehr zeitig klingeln ließen.
Geweckt von sanften Melodien rafften wir uns sehr schnell auf, um einen Blick aus dem Zelt zu werfen. Und siehe da: Neben dem bereits fröhlich herumlaufenden deuschen Camper, der diesmal einen grauen Pullover trug und die ganze Nacht in seinem grauen Toyota Auris geschlafen hatte, war der Himmel wie vorhergesagt.. Na, wer kommt drauf? Genau: Grau. Und dies sollte sich so schnell auch nicht ändern.
Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, machte uns der Auris noch schnell lautlos Platz und wir gingen on the road, um die wenigen Kilometer zum Parkplatz der Trolltunga-Wanderung zu absolvieren. Und das Bild, dass sich uns dort bot, stand in völligem Kontrast zu dem des vorigen Abends..
to be continued Hakuna Matata |
Mon Jul 11 16:07:04 CEST 2016
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Hakuna Matata
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Der fünfte Tag begann gewohnt ruhig. Das Zelt wurde abgebaut und das Mittagessen zubereitet. Wieder Nudeln. Wieder Fertigsoße. Immerhin hatten wir verschiedene Soßen dabei, von denen uns jedoch vor allem Gulasch überhaupt nicht schmeckte. Doch was soll man machen? Was weg muss, muss weg. Gekauft ist gekauft.
Wir kleideten uns für die Wanderung entsprechend ein und gingen in Richtung Wanderweg. Und wie sich an den Bildern schon erahnen lässt: Es ist verdammt steil. Schon auf den ersten Metern merkten wir, dass diese Wanderung sich deutlich von der Preikestolen-Wanderung unterschied. Es ging knallhart von null auf hundert. Kein anfänglicher leichter Anstieg oder ab und zu mal ebene Passagen. Nein. Gefühlt macht man mit jedem Meter Strecke auch einen Höhenmeter. Und dabei entfernt man sich am Hang immer weiter vom Wasserfall. Das Einzige, dass einen ununterbrochen an dieses Naturschauspiel erinnert, ist das Hintergrundrauschen der Wassermassen.
Nach 300 Höhenmetern erreicht man ein erstes Zwischenziel. Wenn man kurz vom Weg abweicht, kann man auf halber Höhe des Wasserfalls bis an ihn ran und die
Und ein kleines Schmankerl versüßte uns ab nun den Weg. Nur wenige Höhenmeter unterhalb dieses ‘Aussichtspunktes’ begannen links und rechts des Weges Heidelbeeren zu wachsen. Sträucher mit zig, nein hunderten, nein tausenden Heidelbeeren. Dass die restliche Strecke ab nun mehr Zeit in Anspruch nehmen sollte ist da wohl selbstverständlich.
Unsere Aufmerksamkeit galt jedoch erst einem Kasten, der auf einem Stock im Boden steckte. Auf der Oberseite befand sich ein Deckel, den wir vorsichtig öffneten. Und siehe da: Tüten. Im Kasten waren Tüten. In einer ertasteten wir jedoch etwas buchähnliches und in der Tat: In einer der Tüten war ein Büchlein in eine weitere Tüte eingepackt. Doppelt hält besser.
Während ich das Büchlein auspackte, entdeckte mein Kumpel an dem kleinen Felsen hinter uns einen weiteren kleinen Kasten und so verbrachten wir die nächsten Minuten jeweils an einem der beiden Kästen und stöberten in den 'Gipfellogbüchern' des Langfossen, die hunderte fröhliche Kommentare von vielen verschiedenen Menschen aus den interessantesten Nationen enthielten. Und die festgehaltenen Daten zeigten auch, dass hier tatsächlich nicht viele Wanderer vorbeikamen. Natürlich tragen sich nicht hundert Prozent der Wanderer ein, jedoch lassen sich trotz allem Tendenzen festhalten. Nachdem wir uns schließlich selbst verewigten und kurz zwei junge Männer beobachteten, die gerade auch unseren Standort erreichten und nun eine Drohne auspackten machten wir uns auf den Weg weg vom Wasserfall.
Es ging jedoch nicht wieder nach unten, sondern weiter weg vom Fjord. Der Wanderweg führte von hier weiter in die Berge und zumindest einen Teil dieses Stückes wollten wir uns auch anschauen. Über Stock und Stein ging es auf und ab und nach kurzer Zeit erreichten wir den Fluss, der den Langfossen speist. Von einer Art Hügel blickten wir auf ihn herab. Umgeben von tausenden Birken floß kristallklares Wasser in einer Linkskurve durch die Ebene und verschwand hinter einem anderen Hügel, der für uns ob des Höhenunterschiedes und der senkrechten Wand am Fuße des Hügels Hinter dem Wäldchen dann der nächste Wow-Effekt. Eine riesige Wiese, ein fulminanter Blick auf die Berge und eine einsame Hütte. Sind wir im Paradies gelandet?
Wir waren komplett geflasht. Dieser Ort zwischen schönem Birkenwäldchen und dominantem Bermassiv im Rücken war phänomenal. Hier konnte man die drei Dimensionen unserer Welt förmlich spüren. Und dabei diese Ruhe. Un-fass-bar! Man hörte sogar das Gras im Wind rascheln.
Die kleine Hütte war verschlossen und wir konnten nicht mal einen Blick durch die Fenster hinein werfen; dafür in die Toilette, die sich zwischen Holzscheiten für einen Kamin in einem kleinen Nebenschuppen versteckte. Dabei musste man jedoch sehr vorsichtig vorgehen, denn an der Tür und auch zwischen dem Schuppen und dem Häuschen hatten Spinnen Netze gewebt. Diese wollten wir natürlich nicht zerstören. Die dafür verantwortlichen Spinnen waren ziemlich groß und zahlreich. Im Einzugsbereich der Hütte sahen wir beinahe zehn einzelne Spinnen samt eigenem Netz. Fette Beute ließ sich hier offenbar trotz der starken Konkurrenz machen.
Nach einer kurzen Erfrischung an einem kleinen Bachlauf und einem kleinen Snack wollten wir uns noch kurz die nächsten Meter des Weges ansehen, der an einem kleinen Hügel um die Ecke bog. Was würde uns wohl hinter diesem Hügel erwarten?
Wir ließen unser Essen und die Rücksäcke stehen und liegen und gingen Schnurstracks auf den Hügel zu. Nach etwas Kraxelei, bei der man durch sehr weiche Moose ziemlich achtgeben musste, standen wir endlich oben und waren erneut fasziniert. Wir schauten auf eine einerseits kleine, andererseits aber doch weitläufige Fläche, die an den drei übrigen Seiten durch hunderte Meter hohe Bergwände begrenzt wurden. Von der hinteren Bergwand aus wurde der Fluss durch einen Wasserfall gespeist, der an dutzenden Stellen über die gesamten Berge von weiteren kleinen Wasserfällen unterstützt wurde. Wunderschön! Schade, dass wir auch die DSLR im Rucksack zurückgelassen hatten.
Da uns schon als Kind beigebracht wurde nichts zu Essen, das wir nicht kennen, verzichteten wir logischerweise auf das Probieren. Wer konnte schon wissen, dass diese Beere tatsächlich essbar und die teuerste der wild gesammelten Beeren ist? Schade, dass wir sie nicht vorher schon kannten.
Ein kleiner Trampelpfad führte flussabwärts am Wasser entlang und wir trennten uns, um die Gegend zu erkunden. Wieder ein kleines Abenteuer im Abenteuer, bei dem fortwährend Vorsicht gefordert war. Mal versank man ohne Vorwarnung plötzlich in der sumpfigen Wiese, dann blieb man in dornigen Büschen oder Trittlöchern hängen oder musste wieder steile Hänge hinaufklettern. Doch letztendlich fanden wir eine Stelle, von der wir auf der einen Seite wieder ins 'Landesinnere' in Richtung Fluss und der nächsten Bergwand schauen konnten und in der anderen Richtung auf den Fjord. Und dabei standen wir quasi auf dem Felsen, der den obersten Punkt des Langfossen darstellte. Keine zehn Meter von uns entfernt stürzte der Fluss in die Tiefe. Man schaute nach links und sah den ruhigen Fluss, der in seiner vorletzten Rechtskurve noch einen kleinen kreisrunden See speiste und links den tosenden Wasserfall. Diese zwei vollkommen unterschiedlichen Gesichter der Natur so nah beieinander zu sehen war einfach atemberaubend und wir nutzten daher auch diese Stelle für ein stilles Genießen ebendieser wunderbaren Natur.
Doch aller schönen Dinge haben mal ein Ende. Nach einiger Zeit machten wir uns an den Abstieg, der im Gegensatz zum Preikestolen-Abstieg nicht 'hüpfbar' war und daher etwas mehr Zeit in Anspruch nahm. Kürzer als der Aufstieg war er jedoch allemal. Selbst mit meinem angeschlagenen Rücken.
to be continued Hakuna Matata |
Mon Jun 13 17:54:05 CEST 2016
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Hakuna Matata
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Nachdem wir schon die ein oder andere Broschüre eingesteckt hatten, kam die Dame des menschenleeren Schalters auf uns zu. “Sie können auch zu mir an den Schalter kommen. Der andere Schalter ist für den Bus, deshalb stehen die Leute dort an.” - “Danke, ist schon in Ordnung”, entgegneten wir. “Haben Sie auch eine Karte von Haugesund, die wir mitnehmen können?” Die Dame zeigte auf einen Block, der vor uns auf der Ablage lag. “Ihr dürft euch dort bedienen und Karten vom Block abreißen.” Gesagt, getan. Und schon verließen wir die Touristen-Information wieder. Die Broschüren steckten wir erstmal weg und sahen uns die Karte an, wonach wir direkt auf den Hafen zusteuerten. Die Straßen ringsherum waren alle schön anzusehen, jedoch fiel uns auf der Karte nichts besonderes ins Auge und als wir die paar Meter bis zum Hafen zurücklegten machte sich langsam eine andere Stimmung breit, die an Stavanger erinnerte: Was wollen wir hier eigentlich?
“Wie ist der Plan?” Wir wirkten beide etwas ratlos. Der eine mit einer Broschüre in der Hand hin- und herwandernd, der andere auf einem Poller am Wasser sitzend. Nach einiger Zeit entschlossen wir uns dazu, erstmal wieder in Richtung Auto zu gehen. Die Stimmung war etwas gedrückt. Wir wollten uns jedoch nicht damit abfinden, die Stadt nun schon wieder zu verlassen. Zumal sich in den letzten Tage die Stadt Bergen als unser nächster Programmpunkt herauskristallisiert hatte. Was, wenn dort das gleiche passieren würde? Die Zeit könnten wir wahrlich besser investieren.
Es ging am Auto vorbei weiter die Straße entlang in Richtung einer Brücke, die wir vom Kai aus sahen. Bevor wir Haugesund wieder verlassen, sollte eine Grundsatzentscheidung gefällt werden: Städte ja oder nein?
Hier tauchten auch plötzlich einige gepflegte Häuser, die durchaus als Siedlung bezeichnet werden konnten auf. Lediglich von Menschen war hier nichts zu sehen.
Die Straße schlängelte sich an den Häusern vorbei und an den steilen Stellen war an großen Furchen im Weg zu erkennen, dass das ein oder andere Fahrzeug hier schonmal zu kämpfen hatte. Auch wir kamen nicht mehr über möglichst gleichmäßiges rollen im ersten Gang hinaus. Bis der Weg plötzlich im Vorgarten des höchstgelegenen Hauses endete. Der Schotterweg ging ernsthaft in die kleine Wiese vor diesem Haus über und endete im Vorgarten. Wir überlegten noch kurz, ob der Weg nicht vielleicht dahinter weiterging, jedoch verflog dieser Gedanke recht schnell.
In einem Mix aus Überraschung und Enttäuschung mussten wir unsere Übernacht-Platz-Suche dann kurz verdrängen, denn diese Sackgasse stellte uns vor eine nicht ganz angenehme Aufgabe. Zu dem teilweise sehr starken Gefälle des kurvigen Weges kam hinzu, dass dieser gerade so breit war wie unser Auto und an beiden Seiten stark abfiel. Ohne Fremde Hilfe würden wir aus dem Graben nicht mehr herauskommen. Und da sich selbst jetzt noch keine Menschenseele hat Blicken lassen, obwohl sich da zwei Deutsche mit ihrem laut schnaufenden Auto den Berg hochkämpften, gingen wir davon aus, dass hier aktuell niemand vor Ort war.
Also ging es zurück: Ausgekuppelt, in den Rückspiegel geschaut und langsam Zentimeter für Zentimeter rollen lassen. Die knapp 100 Meter bis zur nächsten Wendemöglichkeit dauerten eine halbe Ewigkeit, doch letztendlich schafften wir es. Wir rollten wieder an den Fuß des Hügels, fuhren am See entlang und am Wasserkraftwerk vorbei.
Kurz hinter dem Kraftwerk hielten wir an einer Stelle, die uns bereits auf dem Hinweg aufgefallen war. Anfangs bestand noch ein wenig Skepsis, doch entschieden wir uns letzten Endes dazu, hier zu campieren. Während der dahinführenden Diskussion betrachteten wir mit Hilfe unseres Fernglases die um uns liegenden Berge und entdeckten eine Straße, auf der immer mal wieder ein Auto zu sehen waren. Wir hörten diese dann auch wenige Minuten später in unserer Nähe über einen Ferrist rasen. Wirklich rasen! Das Interesse war geweckt, und da wir unser Lager nicht aufgeschlagen hatten, fuhren wir zurück bis zum letzten Abzweig und den Hügel hinauf. Meter für Meter, Serpentine für Serpentine schraubte sich die Straße nach oben, ehe wir an einem kleinen Häuschen ankamen, an dem einige Fahrzeuge parkten.
Das Studium der Infotafeln klärte uns auf: Hier begann ein Wanderweg durch die hier liegenden Berge. Lediglich Parkgebühren für das Auto müsste man zahlen, die auch selbstständig an dem Infohäuschen zu entrichten wären. Begeistert von der Idee zwei bis drei Tage durch die Berge zu wandern und in Berghütten zu schlafen tauschten wir uns angeregt aus, mussten jedoch zugeben, dass wir dafür nicht ausreichend ausgerüstet waren. Sollte es während dieser Wanderung anfangen zu regnen oder etwas kälter werden, dann würden wir auch fernab von jeglichem Mobilfunknetz in eine recht gefährliche Situation geraten. Von daher begaben wir uns wieder zurück zum geplanten Lager und machten auf dem Weg dorthin noch zu Fuß einen kurzen Abstecher auf einem Versorgungsweg zu den Rohren, die vom Berg ins Tal führten.
Nachdem wir uns aufgrund der Mücken ganzkörperbedeckten, verbrachten wir den Rest des Abends mit den Haugesunder Broschüren, einer M&M’s-Tüte und einem herrlichen Seeblick. Wir führten uns nochmal vor Augen, dass wir tatsächlich für mehrere Tage Wandern am Stück ohne Kontakt zu unserem Auto nicht gerüstet waren und entschlossen uns dafür am nächsten Tag den Langfossen zu besichtigen. Mit der dazugehörenden Wanderung nach oben versteht sich.
to be continued.. Hakuna Matata |
Thu Apr 28 18:03:50 CEST 2016
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Hakuna Matata
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Unser vierter Reisetag begann ausgeschlafen und wieder mit viel Sonne. Unser Übernacht-Platz lag zwar wie am Vortag noch im Schatten, doch der Blick auf den nun von der Sonne erleuchteten Fjord toppte den Anblick vom vorigen Abend. Nachdem wir unser Zelt abgebaut hatten, setzten wir uns mit Müsli gewaffnet an den Steintisch mit Blick auf den Fjord und genossen den Anblick und die Ruhe. Wunderschöne Natur, tolles Wetter und kein Zeitdruck oder Verpflichtungen: So muss Urlaub sein.
Nachdem wir das Frühstück beendeten und die Sonne langsam aber sicher auch unseren Aufenthaltsort erschloss, begann mein Kumpel mit der mittlerweile obligatorischen Zubereitung des Mittagessens während ich mir die DSLR schnappte, um das ein oder andere Foto zu schießen.
Erst nach 11 Uhr verließen wir unser Camp und fuhren los in Richtung Haugesund. In Sand stoppte unsere Fahrt aufgrund einer Fähre. In Fjordnorwegen ist man nun einmal auf Fähren angewiesen, sind diese doch offizielle Teile der Straßen. Interessanterweise war die Anlegestelle in Sand mitten im Ortskern, wodurch auch die Warteschlange relativ weit vom Ufer entfernt war.
Die Fähre war zwar bereits da, doch die Schranke war noch verschlossen. Andere Fahrzeuge waren noch nicht vor Ort, weshalb wir die Warteschlange der Fähre eröffneten. Der Wartebereich befand sich separiert von der Fahrbahn in einer Linkskurve. Eine ziemlich schicke Ecke war das.
Recht schnell sammelten sich immer mehr Fahrzeuge hinter uns und was entdeckte ich da: “Schau mal, wer sich da hinten eingereiht hat. Das werden ziemlich sicher die Hannoveraner sein. Drei schwarze Busse und ein schwarzer Golf. Zufälle gibt es.”
Da sich an der Fähre auch nach einiger Zeit nichts tat, entschloss sich mein Kumpel, dem kleinen Sportartikel-Geschäft links neben der Fähranlegestelle einen Besuch abzustatten. “Wenn ihr auf die Fähre fahrt, dann sehe ich das ja und komme nach.”
Während mein Kumpel also das Geschäft aufsuchte, nutzte ich die Zeit und sortierte ein wenig das Chaos im Kofferraum. Ordnung muss sein.
Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Einer der Fährmänner kam zur Schranke, öffnete diese und winkte in unsere Richtung. Ich stieg ins Auto, fuhr auf die Fähre und während der erste Fährmann die Fahrzeuge einwies, begann ein Zweiter abzukassieren. Ich zahlte wieder 99 Kronen für 2 Personen plus Fahrzeug und wartete auf meinen Kumpel, der sich lange nicht blicken ließ. Da sein Handy auf dem Beifahrersitz lag, hätte ich ihn auch nicht erreichen können, doch einige Minuten vor Abfahrt erschien er wie geplant.
Nach der Überfahrt ließen wir einige Kilometer hinter uns, ehe wir zur Mittagspause anhielten. Da die bestuhlten ‘Rastplätze’ allesamt im Schatten lagen, wählten wir eine kleine Straße, die offenbar die knapp 20 Höhenmeter herunter bis zum Fjord führte. Da dieser Weg unbefestigt, sehr steil und das Ende nicht einsehbar war, schickte ich meinen Kumpel zu Fuß vor und wartete oben mit dem Auto. “Wenn man dort unten nicht wenden kann, dann kommen wir hier nämlich nicht mehr hoch.”
Mein Kumpel verschwand kurz um die Kurve und kam wenige Sekunden später wild winkend wieder um die Ecke. Ich sollte runterfahren, und tat dies auch. Trotz Schrittgeschwindigkeit schaukelte sich das Auto durch die Schlaglöcher so sehr auf wie noch nie zuvor und ich wurde ordentlich durchgeschüttelt, doch der Anblick am Ende des Weges war wunderschön. Direkt am Fjord gelegen fanden wir marode Häuschen und eine Bootsanlegestelle vor, die sich fast nur noch erahnen ließ.
Nach unserer ausgiebigen Mittagspause, kämpften wir uns mit Mühe und Not den Weg wieder hinauf zur Haupstraße und fuhren weiter. Immer wieder wechselten sich Straßen entlang der Fjorde mit Straßen über Land ab. Es herrschte zwar immernoch wenig Verkehr, jedoch war es für die bisherigen norwegischen Verhältnisse wahrscheinlich Rush Hour. So kam es, dass wir irgendwann eine Zeit lang hinter einem LKW herfuhren, was eigentlich recht selten vorkommt, denn norwegische LKW-Fahrer sind alle ehemalige Rennfahrer und fahren niemals mit den vorgeschriebenen Tempo 80 übers Land.
In einer langgezogenen Rechtskurve passierten wir einen am Straßenrand abgestellten PKW-Anhänger nebst Warndreieck. Doch dass das Warndreieck nicht dem Anhänger galt, stellten wir fest, als der LKW vor uns eine progressive Musterbremsung vom Feinsten durchführte.
Das Problem an der Sache: Als ‘Schutz’ oder aus Paranoidität stellten die beiden Herren auf Höhe des Hauses eine Baustellen-Straßenabsperrung quer auf die Fahrspur. Mitten in der Kurve. Mit einem missverständlichem Warndreieck als Warnung. Na Halleluja..
Der weitere Weg blieb frei von Aufregungen und Besonderheiten, so dass wir kurz vor 16 Uhr unser Ziel erreichten. Nach Mandal und dem eher unnötigen Blitzbesuch in Stavanger war Haugesund nun unser dritter Stopp in einer Stadt. Und dieser sollte einer der Schlüsselpunkte unserer Norwegen-Reise werden..
to be continued Hakuna Matata |
Sun Apr 03 20:27:41 CEST 2016
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Hakuna Matata
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[...] Unser Programmpunkt für den nächsten Tag war [...] eine weitere norwegische Sehenswürdigkeit: Kjerag, dass 40 Kilometer entfernt am anderen Ende des Lysefjords lag. Doch dafür mussten wir noch heute die Fähre erwischen, die in Forsand ablegt..
Also setzten wir uns wieder ins Auto, fuhren die Straße, die zum Preikestolen führt wieder herab zur Hauptstraße und wieder zurück in Richtung der Fähre, die wir gestern genommen hatten. Kurz vor dem uns schon bekannen Fährort mussten wir dann auf eine Brücke nach links abbiegen um den Ablegeort der Lysebotn-Fähre zu erwischen.
Die etwa zwanzig Kilometer waren schnell abgespult und wir erreichten das beschauliche Forsand. Da es quasi nur eine Straße gab, fanden wir die Ablegestelle sofort und stellten fest, dass wir bisher die Einzigen dort sind, denn die Wartereihe war noch leer. "Hoffentlich fährt die Fähre heute noch einmal." "Ja, ansonsten kommen wir morgen nicht früh genug los zur Wanderung."
Wir parkten den Vectra am Straßenrand, stiegen aus und gingen zum kleinen unbesetzten Häuschen am Wasser. Von Außen waren viele verschiedene Aushänge befestigt, doch keiner half uns weiter. Einerseits waren diese alle in norwegisch verfasst, zum anderen ging es dort weder um Preise noch um Abfahrtszeiten der Fähre nach Lysebotn. "Was sollen wir tun?"
Wir studierten ein zweites Mal die Aushänge und fragten uns dann erneut, was wir nun tun sollten. "Lass erstmal in den Laden gehen. Ich möchte mal schauen, was es hier so gibt."
Mein Kumpel sprach das kleine Geschäft an, das hier direkt am Fjord stand. Ohne weitere Worte zu tauschen, gingen wir hinein und sahen uns ein wenig um. Fazit: Norwegen ist tatsächlich teuer, hat aber auch interessante Artikel im Sortiment. Nachdem wir fast eine halbe Stunde in dem Laden verbrachten und Zeit zum überlegen hatten, ging es wieder zum Auto. Ein guter Plan musste nun her. "Lass mal die Karte studieren."
Während sich erste Fahrzeuge in der Wartelinie der Fähre postierten, breiteten wir unsere große Straßenkarte auf der Motorhaube aus und begannen abzuwägen. Zwar schien es, dass die Fähre demnächst anlegen sollte, doch unausgesprochen suchten wir beide eigentlich schon nach einer Alternative. Zumal mit mehr als 800 Kronen für die Überfahrt zu rechnen war.
Letztendlich blieben abgesehen von der 40 Kilomter langen Fährüberfahrt nur zwei Alternativen. Nummer Eins: Mit der Fähre des Vortages zurück nach Oanes und den kürzesten Weg nach Lysebotn. Dies wäre jedoch eine Strecke von knapp 130 Kilometern gewesen und da die Straße dorthin laut Karte eher mickriger Art war, rechneten wir mit einer Fahrzeit von mindestens zweiundhalb Stunden (Gegencheck zurück in der Heimat ergibt: Googlemaps rechnet mit 3 Stunden(!)). Da es bereits halb fünf Abends war, sagte uns diese Variante nicht ganz zu.
Nummer Zwei: Planänderung; Weiter gen Norden fahren, um dann am Ende unseres Roadtrips auf dem Rückweg zur Norwegen-Dänemark-Fähre nach Lysebotn zu fahren und die Wanderung zum Kjerag quasi als Krönung der Reise zu machen. Getreu dem Motto "Das Beste kommt zum Schluss."
Aus Mangel an weiteren plausiblen Alternativen, entschieden wir uns für letztere Variante. Damit war von da an der einzige Plan für den restlichen Tag, einen Schlafplatz zu finden und das im besten Fall noch bevor die Sonne untergeht. Ausgeschriebenes Ziel: Auf Campingstühlen sitzend den Sonnenuntergang neben dem bereits aufgebauten Zelt verbringen. Es ist erst 16:30 Uhr. Let's go!
Wir fanden auch eine, von der wir lange dachten, dass das die gesuchte Straße ist. Bis sie nach etwa sechs Kilometern vor einem See als Parkplatz endete.
Und genau so lief dann auch die Suche nach der Campingmöglichkeit. Tag Drei und wieder die selben Probleme: Fjord – Straße – Fels. Und wenn das Gelände mal weitläufiger wurde, dann war alles bebaut oder bewirtschaftet. Daher fuhren wir einfach weiter gen Norden. Am nächsten Tag wollten wir uns das Städtchen Haugesund anschauen, und wenn wir schon keinen Übernacht-Platz finden, dann wenigstens Haugesund schonmal etwas näher kommen.
Nach etwa zwei Stunden Fahrt entschlossen wir uns zu tanken. Der Literpreis war günstiger als an den zuletzt passierten Tankstationen und da es sich um eine vollwertige und keine SB-Tankstelle handelte, war es uns auch möglich zu tanken. Die nicht vorhandene Kreditkarte ließ unseren letzten Tankversuch an einer SB-Tankstelle nämlich kläglich scheitern.
Der letzte Tankstopp lag 318km zurück und der Vectra gönnte sich dafür 21,5 Liter Diesel, was einen Durchschnittsverbrauch von 6,76Ltr/100km für diese Teilstrecke machte. Insgesamt lagen wir für die bisherigen 1578 Kilometer Strecke bei 7,12 Ltr/100km.
Nachdem ich vollgetankt und bezahlt hatte, trugen wir den Tankstopp wie alle anderen Ausgaben in unser kleines Büchlein ein und fuhren weiter. Die Straße führte ziemlich breit und geschwungen einen Berg hinab. Ich schaute auf den Tacho und erschrak. "Was ist los?" fragte mein Kumpel, während er mich etwas perplex ansah und ich begann auf der Straße zu wenden.
Ich deutete auf die Tankanzeige. "Wir haben nichts getankt. Die Tankanzeige ist vielleicht um fünf Liter angestiegen. Das kann doch nicht sein? Ich habe eben vollgetankt."
Wir fuhren den knapp einen Kilometer zurück, parkten wieder an der selben Zapfsäule, wie vor ein paar Minuten und ich stellte den Motor ab um dann die Zündung nochmal einzuschalten. Die Tankanzeige stieg und stieg..und blieb wieder an der gleichen Stelle stehen. "Da muss doch etwas mit der Zapfsäule nicht stimmen. Ich gehe mal rein, der Tankswart soll das mal prüfen."
Während mein Kumpel im Auto wartete, betrat ich die Tankstelle und begann dem Tankwart das Problem in bestem Oxford-Englisch (Wer's glaubt
Ich entgegnete ihm, dass dies nicht sein könne und suchte nach einer Lösung, dies auch zu belegen. Da fiel es mir ein: Wir hatten einen Kanister mit 5 Litern Diesel an Bord. Ich schlug dem Tankwart vor, dass ich diesen in den Tank des Vectras fülle und wir dann neue fünf Liter zapfen. Wenn die Zapfsäule spinnt, dann sollte der Kanister dementsprechend nicht voll werden.
Der Tankwart wirkte zunehmend genervter. Kommen hier zwei Deutsche an und stören seinen ruhigen Arbeitstag. Offenbar wollte er auch nicht verstehen, so diskutierten wir doch einige Momente hin und her. Bis ich feststellte, dass ich derjenige war, der nicht verstand: Ihm ging es gerade nur ums Bezahlen dieser 5 Liter, die neu gezapft werden sollten und nicht um die Aktion an sich.
Ich versprach ihm, dass ich dies natürlich zahlen werde und daraufhin willigte er ein mit nach draußen zu schauen.
Während ich meinem Kumpel vom Plan erzählte, packten wir den Kanister aus dem Kofferraum und entfernten die zwei Lagen Tüten außenrum. Wir hatten vor Fahrtantritt gut dafür gesorgt, dass nicht das ganze Auto nach Diesel riecht.
Da der Einfülltrichter nicht ganz wollte wie wir, wurde das Umfüllen eine recht wackelige Angelegenheit, doch es klappte. Ein Liter, zwei Liter, drei Liter, vier Liter. "Gleich ist der Kanister leer."
Doch plötzlich passierte das, was jetzt wahrscheinlich keiner von uns wollte: Der Tank des Vectras war voll und der Diesel lief der Schwerkraft ausgesetzt an der Seite des Autos herunter. "Scheiße." "Oh verdammt, was eine Sauerei."
Wir beendeten das Umfüllen mit geschätzt einem Liter Diesel im Kanister. Während mein Kumpel nach einem Lappen suchte, nahm mir der Tankwart den Kanister aus der Hand und begann diesen wieder zu Befüllen. Er war sichtlich 'not amused' und befüllte den Kanister bis exakt 5.00 Liter auf der Anzeige standen. Dass der Kanister schon einen halben Liter vorher anfing überzulaufen ignorierte er aus Prinzip.
Der Tankwart stellte den Kanister hin, drehte sich um und ging ohne ein weiteres Wort zu sagen wieder hinein. Ich wechselte mit meinem Kumpel einige wortlose Blicke, ehe er ebenfalls hineinging, um sich die Hände zu waschen und ich den Kanister wieder in die Tüten einwickelte.
Insgesamt war diese Fahrt jedoch trotzdem ziemlich interessant. Wo es möglich und logisch war, bogen wir von der Haupstraße ab um Umwege über Nebenstraßen zu machen. Und solche Nebenstraßen haben in Deutschland warscheinlich gerade mal den Status der Gemeindestraße. Nachfolgend ein paar Eindrücke:
Letztendlich fanden wir einen Platz, der eigentlich unseren Vorstellungen nicht entsprach, dessen Aussicht uns jedoch fesselte. Er befand sich hoch über einem bereits im Schatten liegenden Fjord und war eigentlich als Rastplatz gedacht. Heute sollte es unser Nachtplatz werden. Wir rangierten etwas herum, bis wir das Auto in einer guten Position am Rand geparkt hatten. Das Zelt bauten wir direkt dahinter auf. Einzig die Heringe wollten Steinen im Boden sei Dank nicht in alle in die Erde.
Als alles fertig aufgebaut war, aßen wir an einem Steintisch noch die Reste unseres Mittagessens auf und beobachteten einen Fischer auf dem Wasser, ehe er wieder zurück zum Haus auf der kleinen Insel im Fjord schipperte. Es war Zeit für's Bett.
to be continued... Hakuna Matata |
Sat Oct 17 13:00:27 CEST 2015
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Hakuna Matata
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[...] Mit der einstimmigen Meinung, dass wir es gar nicht gebrauchen könnten, wenn wir unser ganzes Auto nach der langen Anreise ausräumen müssen bestreiten wir die letzten Meter bis zum Zollbeamten. Der silberne Suzuki SX4 darf passieren. Der graue Nissan Almera und der beklebte Touran vor uns auch. Doch als der Beamte mich und meinen Kumpel zu Gesicht bekommt macht er sich unverzüglich auf der Straße breit und gibt zu erkennen, dass er noch das ein oder andere Wörtchen mit uns wechseln möchte. Na das geht ja gut los..
Ich fahre meine Fensterscheibe herunter und wir rollen die letzten Meter vor bis zum Zöllner. Ohne jegliche Begrüßung beginnt dieser auf deutsch(!) mit der Befragung unsererseits: 'Was wollen Sie in Norwegen?' - 'Wir möchten zwei Wochen durch Norwegen fahren und campen' entgegne ich ihm und mein Kumpel ergänzt 'Preikestolen, Kjerag, Trolltunga.' Der Zöllner mustert uns kurz und wagt dann einen Blick durch die hintere Seitenscheibe in unseren stattlich gefüllten Laderaum. 'Okay, habt ihr Alkohol dabei?' Ohne zu zögern entflieht mir ein 'Nein, haben wir nicht.' - 'Und Zigaretten?' Ich wende den Blick vom Zöllner ab auf meinen Kumpel und sehe in fragend an. 'Eine Schachtel. Ich habe eine Schachtel Zigaretten mit', antwortet er.
Der Zollbeamte richtet sich aus seiner gebückten Haltung wieder auf und tauscht mit vermutlich einem Kollegen ein paar Sätze auf norwegisch über sein Funkgerät aus. Es herrscht etwas Anspannung im Auto, doch keine 15 Sekunden später zeigt der Beamte in Richtung Ausfahrt und orientiert sich mit den Worten 'Gute Reise' bereits zum nächsten Fahrzeug in der Schlange. Puh, nochmal Glück gehabt. Jetzt aber schnell weg hier, bevor er es sich anders überlegt. Also pedal to the metal und mit Kavalierstart runter vom Hafengelände.
Letzteres haben wir natürlich nicht gemacht.
Wenn man Kristiansand nach Ankunft der Fähre sofort verlassen möchte, dann passiert man auf dem ersten Kilometer bereits den ersten Tunnel. Und allgemein kann man schon auf den ersten darauf folgenden Kilometern erkennen, dass die Norweger Straßenbaukünstler sein müssen; so haben sie sich doch überall wo nötig einen Weg durch ihr felsiges Land gesprengt(?). Während wir darüber philosophierten, wie die Norweger dies alles hinbekommen haben fielen mir provisorisch aufgestellte neonfarbene Schilder mit der Aufschrift Stavanger am Straßenrand auf.
Meine nicht ausgesprochene Vorahnung bestätigte sich an der nächsten Kreuzung: Unsere Route ist gesperrt und wir müssen eine Umleitung nehmen. 'Was solls, dann sehen wir heute eben noch ein wenig mehr vom Land.' Wir verließen also die E39 und begaben uns hinter einer LKW-Kolonne auf die 461 Richtung Laudal. Und 'Richtung Laudal' heißt hier nicht wie man es in Deutschland vermuten würde 'Richtung Laudal und nach 3km biege ich links ab und bin wieder auf dem Weg zurück zur eigentlichen Strecke.' Nein, 'Richtung Laudal' heißt in Norwegen 'Richtung Laudal und durch Laudal durch'. Merke: Laudal liegt 30km von der eigentlichen Strecke entfernt. Es gibt meistens eben keine alternativen Straßen. Dafür konnten wir noch mehr von der norwegischen Landschaft genießen.
Im Gegensatz zu unseren ersten norwegischen Kilometern wurde die Landschaft nun erstmal ein klein wenig weitläufiger. Weitläufig ist vielleicht der falsche Begriff, jedoch fuhr man nicht zwischen irgendwelchen Felswänden herum, sondern durch ein Tal das teilweise geschätze 2000 Meter breit war und weitgehend abgeholzt war. Erst nach etwa 10 Kilometern auf der Umleitungsstrecke verließ der Straßenverlauf das Tal, um uns durch ein hügeligeres Waldgebiet zu leiten. Die LKWs vor uns waren längst über alle Berge ( im wahrsten Sinne des Wortes: LKWs halten sich prinzipiell nicht an Tempo 80 und rasen einem dementsprechend davon ) und so fuhren wir die restlichen Kilometer bis Laudal und von Laudal weiter über die 455 zurück Richtung eigentlicher Strecke fortwährend durch dieses Waldgebiet. Mittlerweile zeigte die Uhr etwa 20:30 Uhr an und wir entschlossen uns so langsam einen Übernacht-Platz zu suchen.
'An der Hauptstraße werden wir nichts finden'. 'Ja, denke ich auch. Lass einfach mal in die nächste Abzweigung abbiegen, an der auch ein Verkehrsschild steht. Dann ist es mit Sicherheit keine Privateinfahrt. Auch wenn die Straßen so aussehen als ob sie es wären.' Teilweise unbefestigt und nicht stark befahren sahen die Straßen alle aus. Und somit nahmen wir auch die nächste offizielle mit Straßenschild bestückte Abbiegung nach rechts. Eine Spur in den Wald hinein und kein Platz zum Ausweichen, falls uns jemand entgegen kommen sollte. Hier sollte es doch etwas zu finden geben. Vielleicht ja nach der Ortschaft, auf die wir laut Schild an der Hauptstraße in 0,5km treffen sollten. Und Tatsache: Eine Rechts- und eine Linkskurve später trafen wir auf das 'Dorf'. Bestehend aus einem Haus, einem Carport, einem Unterstellplatz für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und dem offensichtlichen Ende der Straße. Nun im Nachhinein auf google maps betrachtet ging die Straße noch weiter. Allerdings nur bis zu fünf weiteren Häusern eine Kurve später.
Uns blieb nichts anderes übrig als zur Hauptstraße zurückzukehren und eine andere Seitenstraße zu wählen. Wir entschieden uns nach einem kurzen Blick auf die Karte wieder zurückzufahren und die letzte Einbiegung zu wählen an der wir vorher vorbeigefahren sind. Diese sah nämlich einladender aus und laut Karte war sie auch definitiv länger, genauer genommen nicht mal eine Sackgasse. Diese Seitenstraße bestand aus vermutlich stark verdichtetem Split oder etwas in dieser Art. Wahrscheinlich dem immernoch währenden Regen zur Folge sah es auf den ersten Blick aus wie frischer Asphalt mit einem Hauch von Rollsplit, aber persönliche Probebohrungen
Wir fuhren die Straße ab und an drei potenziellen Übernacht-Plätzen vorbei. An der nächsten Ortschaft angekommen drehten wir dann um und hielten an dem geeignetsten der drei Plätze. Weit und breit keine Menschenseele. Nur die Straße, Wald und soweit wir noch erkennen konnten ein wenig Freifläche. Es wurde nun minütlich deutlich dunkler und leider regnete es weiterhin unaufhörlich vor sich hin. Uns blieb also nichts anderes übrig, als unser erstes Norwegen-Camp bei äußerst bescheidenem Wetter aufzubauen.
Tag 2:
Gegen 7 Uhr morgens wachten wir überraschend erholt wieder auf. Die Anstrengungen des Vortages waren wie weggeblasen, das Zelt trocken geblieben und erste Sonnenstrahlen zeichneten sich auf dem Außenzelt ab. Die Vorfreude auf den Tag stieg damit schlagartig.
Wir bauten das Zelt wieder ab und beschlossen bei einem nahrhaften Müsli, dass wir unser Mittagessen am besten auch schon vorkochen. Diese Vorgehensweise wurde letztendlich zu einem festen morgendlichen Ritual unserer Reise. So schön Rituale sein können, so bescheiden war das Essen. Jedoch hatten wir es bekanntlich nicht anders geplant: In Deutschland ordentlich mit Nudeln, Reis, Saucen und Konserven eindecken, damit wir unsere Azubi-/Studentenfinanzen in Norwegen nicht strapazieren müssen. Kommt Zeit, kommt Geld.
Noch fix einen Holzlöffel im Supermarkt gekauft, damit wir den Eisenkochtopf beim Kochen nicht beschädigen, schon ließen wir das Auto stehen und erkundeten Mandal. Erst entlang des Hafens, vorbei an einem kleinen modern aussehendem Einkaufszentrum über die Hafenbrücke in die Wohngegend. Die kleinen Seitenstraßen waren gesäumt von kleinen niedlichen klischehaften weißen Häuschen.
Auf dem Rückweg zum Auto entdeckte ich eine völlig unscheinbare Treppe neben einer Tankstelle, die auf einen großen Hügel/Felsen mitten im Stadtgebiet führte. Meinem Kumpel ist die Treppe wohl schon auf dem Hinweg aufgefallen und so genügte ein einziger Blick: Wir wollten da beide 'rauf. Sofort. Und taten dies auch.
Allgemein hatte man in Mandal von den Häusern bis zum Hafen das Gefühl, durch ein einziges riesiges Klischee zu laufen. Ein wirklich schöner Einstieg in den Trip.
Nach einiger Zeit machten wir uns wieder auf dem Weg zum Auto, denn wir wollten am selben Tage noch Stavanger sehen und danach unser Camp kurz hinter Stavanger auf dem Weg zum Preikestolen aufschlagen.
Doch dazu mehr im nächsten Artikel
Hakuna Matata |

Wir hingegen machten uns einen Spaß daraus die Akustik zu testen, so kamen doch teilweise minutenlang keine Autos vorbei.





































































Hinweisschild
Die obere Tunneleinfahrt
Blick vom Berghof auf den Eidfjord
Blick vom Berghof auf den Eidfjord
Ein kleiner Bach in der Nähe des Berghofs
Am Ende der Straße weit über dem Berghof
Am Ende der Straße weit über dem Berghof
What kind of sorcery is this?


Wer hat sich denn da einen Palast gebaut?


Man kann sehr weit gucken
Seht ihr die Hütte als Größenvergleich?

Schafe im Hardangervidda
Auch der Vectra genießt die Aussicht











Verdammt klares Wasser
Die Sackgasse zu unserem Camp
Die letzten Sonnenstrahlen


























































Ferrist


Die Berge
Die Berge
Unser Seeblick
Altes Gebäude
Altes Gebäude
Die Siedlung aus der Ferne
Altes Gebäude

















Quelle: maps.google.de





















Quelle: maps.google.de




Als Konsequenz wurde die Kamera daraufhin ständiger Begleiter während des Trips. 


Sun Dec 18 14:25:15 CET 2016 |
Hakuna Matata
|
Kommentare (37)
| Stichworte:
anonymisierte, Daten, Datenschutz, TankTaler
Langfristig werden wir uns dieser Entwicklung leider nicht entziehen können und da stellt sich mir die Frage: Kann man den Herstellern zuvorkommen und für sich selbst einen Nutzen aus der steigenden Vernetzung ziehen?
Kann man sein öffentliches Facebook-Profil noch weitestgehend für Fremde einschränken, so geht das spätestens mit den Daten im Hintergrund nicht mehr. Genauso nutzt eine Vielzahl der Menschen Whatsapp, welches unter anderem auf alle Telefonkontakte, die Galerie und den Standort zugreifen kann; und auch Nutzer einer Payback-Karte lassen ihre Kaufgewohnheiten verschlüsselt in Datenbanken ablegen. Wer weiß, was mit all diesen Daten passiert? Wir lassen uns trotzdem darauf ein, da wir einen Mehrwert für unser Leben erkennen. Ob es der einfache Kontakt mit Freunden ist, Staumeldungen auf googlemaps oder Rabatte auf Waren im Supermarktregal.
An dieser Stelle sei auch gesagt, dass ich von TankTaler nicht gesponsert o. Ä. werde. Dieser und mögliche Folgeartikel sind und bleiben unabhängig & spiegeln nur meine persönliche Meinung wieder.
Was ist der TankTaler?
Der TankTaler selbst ist ein Stecker für die OBD-Buchse des Autos. Im Stecker stecken ein GPS-Modul, eine SIM-Karte, eine Batterie, ein Beschleunigungssensor, die CPU und ein Flashspeicher. Daraus lässt sich bereits erahnen, was der Stecker alles kann beziehungsweise in Zukunft können wird. Das Konzept des TankTalers ist: Der Autofahrer gibt seine anonymisierten Daten und bekommt dafür Tanktaler, die er dann in zum Beispiel Amazon-Gutscheine umtauschen kann. Pro getankten Liter Sprit gibt es aktuell umgerechnet 2 Cent auf das Tanktalerkonto. Zudem gibt es immer wieder verschiedene Aktionen. Aktuell bekommt man pro gefahrenen Kilometer 1 Tanktaler, das ist umgerechnet 1 Cent Ersparnis auf 10 Kilometer Strecke. Zudem gibt es weitere Kooperationen mit Partner, so dass man zum Beispiel Punkte bekommt, wenn man bei bestimmten Partnern vorbeischaut beziehungsweise dort einkauft. Dies allerdings hauptsächlich nur in Gebieten mit hohem TankTaler-Aufkommen. Je mehr Anmeldungen in einer Region, desto besser können dort Sponsoren gefunden werden. Ein Mehrwert ist für mich die Aufarbeitung der gesammelten Daten, wie zum Beispiel gefahrene Strecken, Geschwindigkeiten und Spritverbrauch. Laufend kommen neue Funktionen dazu.
Was ist mit dem Datenschutz? / Was passiert mit meinen Daten?
Auf der anderen Seite der Medaille steht der Datenschutz. Sowohl TankTaler ( beziehungsweise das deutsche Startup-Unternehmen ThinxNet, das hinter dem TanktTaler steckt ), als auch die Konkurrenzmodelle müssen irgendwie Geld verdienen. Laut offizieller Homepage profitiert TankTaler durch Einkaufsgemeinschaften, Sponsoren, Provisionen und sogenannte `Schwarmdaten’. Jedem wird sofort klar sein, dass es sich hierbei um anonymisierte Daten handelt. Da man meine Meinung zu diesem Thema sicherlich bisher herauslesen konnte, werde ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Kommentare und Diskussionen eurerseits am Ende des Artikels sind hingegen gerne gesehen!
Wo bekommt man einen Stecker her?
Den Stecker kann man auf drei verschiedene Art und Weisen erhalten.
Version 1: Man registriert sich mit seiner Email-Adresse auf der TankTaler-Seite und bekommt einen TankTaler kostenlos als Dauer-Leihgabe zugesandt. Wenn du in einer TankTaler-Region wohnst ( München, Köln und seit kurzem Stuttgart + jeweils 100km Umkreis ), dann bekommst du den Stecker nach kurzer Zeit zugesandt. Außerhalb dieser Regionen muss man sich Gedulden. Die Registrierten in deiner Region steigen und sobald genügend Kooperationspartner & Sponsoren in der jeweiligen Region mit den meisten Interessenten gefunden wurden, wird diese dann als nächstes für die kostenlosen TankTaler freigeschaltet und die Stecker gehen in den Versand.
Version 2: Wer nicht warten möchte kann sich über Amazon einen TankTaler für einmalig 99€ bestellen. Dieser wird deutlich schneller zugesandt und ist keine Dauer-Leihgabe, sondern geht in euren Besitz über, doch logischerweise rentiert sich der gekaufte Stecker nicht ab dem ersten Kilometer. Den Anschaffungspreis muss man erstmal wieder herausfahren.
Version 3: Die Miete des Steckers für 29€ jährlich.
( Bei Interesse würde ich mich natürlich über eine Anmeldung über diesen Link freuen. Damit erhält man ein Anfangsguthaben von
5000 TankTalern - nur bis 26.12. / danach2000 - und ich einen Bonus in selber Höhe. )Doch was genau bietet der TankTaler nun? Wieso habe ich ihn mir zugelegt?
Wie bereits angesprochen bekommt man grundsätzlich erstmal 20 Tanktaler ( Gegenwert: 2 Cent ) pro Liter Sprit gutgeschrieben. Bei meiner jährlichen Fahrleistung von 30.000 Kilometern bei durchschnittlich 7,5 Litern / 100km kommt bei mir eine Summe von 45 Euro jährlich zusammen. Zudem läuft bis Ende des Jahres die Aktion “1 Tanktaler pro Kilometer”. Sollte die Aktion verlängert werden, dann kämen weitere 30 Euro jährlich dazu. Wenn nicht, dann natürlich nicht. Beworbene Zusatzaktionen wie zum Beispiel “Erhalte 500 Tanktaler, wenn du bei Media Markt in xx vorbeischaust” oder “.. bei Burger King ..” sind an meinem aktuellen Standort Nürnberg aktuell noch nicht verfügbar, da es noch keine TankTaler-Region ist.
Weiteres Interesse weckte bei mir die Auswertung der gesammelten Daten. Einerseits gibt es ‘oberflächliche’ Statistiken wie zum Beispiel folgende:
Andererseits kann man auch ziemlich ins Detail gehen und jede einzelne Fahrt exakt nachvollziehen und sehr detailliert betrachten:
Des weiteren wird einem der aktuelle Standort des eigenen Fahrzeugs angezeigt, der aktuelle Kilometerstand, der Zustand der Batterie und noch einiges mehr. Auf alles detailliert einzugehen würde den Rahmen sprengen.
Doch warum dieser Artikel?
Der Stecker befindet sich nun seit fast zwei Monaten im Fahrzeug und sammelt fleißig Daten. Mit jedem Kilometer und mit jeder Vollbetankung werden die Daten umfangreicher und schalten teilweise Funktionen frei, die vorher aufgrund fehlender Berechnungsgrundlage nicht seriös berechnet werden konnten. Er ist nun Teil meiner Erfahrungen mit dem Auto und hat daher einen Platz im Blog verdient. Sicherlich ist er auch interessant für den ein oder anderen der Technikspielereien mag.
Nun liegt es mehr oder weniger an der Resonanz beziehungsweise am Interesse, ob ich es bei dieser Einleitung belasse oder mit der Zeit unregelmäßig von meinen Erfahrungen und Ergebnissen mit dem TankTaler berichte oder auch genauer auf meine Lieblings-Funktionen eingehe. Denn zu einem soll dieser Blog hier nicht verkommen: Einer langweiligen Werbeplattform oder ähnlichem.
Grüße
Hakuna Matata
Hinweis: Vor der Anfertigung und Veröffentlichung der Screenshots aus der App wurde das Einverständnis von TankTaler eingeholt. Die Bildrechte liegen bei ThinxNet / TankTaler.