• Online: 4.193

12.02.2017 20:26    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (73)    |   Stichworte: C, Fazit, Mängel, Opel, Vectra

Flott unterwegsFlott unterwegs Nachdem die letzten Artikel von Reisen mit dem Vectra handelten, wird es nun wieder Zeit sich mit dem Fahrzeug an sich zu beschäftigen. Seit dem letzten Artikel ist viel Zeit vergangen und einiges passiert.

 

Morgen, am 13. Februar ist es soweit: Der Vectra befindet sich 3 Jahre in meinem Besitz. Seit dem Kauf abgespulte 85.000 Kilometer in zwölf verschiedenen Ländern ließen den Gesamtkilometerstand auf aktuelle 216.000 Kilometer steigen - und hoffentlich noch weiter steigen.

 

Doch 10 Jahre und über 200.000 Kilometer sind wahrlich keine Daten eines neuen Fahrzeugs, was ab und an leider spürbar ist und worauf ich in diesem Artikel näher eingehen möchte. Ausnahmsweise gibt es diesmal auch eine Galerie am Ende des Artikels.

 

In den letzten beiden Artikeln ging ich bereits darauf ein, dass ein Frontscheinwerfer aufgrund von Steinschlag getauscht werden musste, die Gläser der Außenspiegel abfielen, der Zuheizer raucht, mich ein Injektorstecker ärgern wollte und ich Roststellen an den Radläufen günstig lackieren ließ. Kommen Fragen wie zum Beispiel “Außenspiegel abgefallen? What the f...?” auf, dann verweise ich gerne auf die Vorstellung und das Zwischenfazit. :D

 

Doch was ist seitdem passiert?

 

Kapitel 1: Aus einer Mücke wird ein Elefant

Bei einer Inspektion im Sommer 2015 ist aufgefallen, dass die Spannfeder an der Bremse hinten links gebrochen ist. Da die Inspektions-Werkstatt diese Kleinigkeit nicht vorrätig hatte, fuhr ich am Samstag danach in die Werkstatt, die einige Wochen vorher die hinteren Bremsen gewechselt hatte. Was eigentlich eine kurze Angelegenheit werden sollte, wurde letztendlich zu einem mehr als zweistündigem Aufenthalt im Autohaus. Die Feder war ziemlich fest und wollte sich partout nicht vom Bremssattel lösen. Es dauerte und dauerte, doch der freundliche Geschäftsführer hielt mich regelmäßig auf dem laufendem. Als auch das Ausbohren nicht funktionierte und die Gefahr bestand, dass der gesamte Bremssattel erneut getauscht werden musste ( der nicht auf Lager war ) bot er mir einen Leihwagen für das restliche Wochenende an, damit man das Problem am Montag in Ruhe lösen konnte.

 

“Haben sie auch etwas großes verfügbar?”, entgegnete ich ihm, mit dem Gedanken,

dass ich hier bisher nur Corsas als Werkstattersatzfahrzeug gefahren bin. “Äh, leider nicht. Eventuell haben wir einen Astra da.” - “Als Kombi? Ich brauche den Vectra dieses Wochenende eigentlich, da ich morgen eine komplette Lederausstattung in Brandenburg abholen muss und das die einzige Möglichkeit wäre sie vor dem Urlaub zu holen.” Man merkte, dass ihn das kurzzeitig überrumpelte, doch nach einem kurzen “Dann sollten wir das heute auf jeden Fall hinbekommen” verschwand er wieder in der Werkstatt. Erst zwanzig Minuten später tauchte er wieder auf; diesmal mit erfreulichen Nachrichten: “Unser Mitarbeiter hat es geschafft. Nur noch wieder alles zusammenbauen, dann ist das Auto fertig.” Ich bedankte mich für die Problemlösung & das freundliche Umgehen und konnte tatsächlich wenige Minuten später den Vectra wieder in Empfang nehmen.

 

Es wird größer und größerEs wird größer und größerKapitel 2: Wer günstig repariert, der repariert zweimal

Nachdem für den TÜV die inneren Spurstangen gewechselt wurden, ging es wieder an außerplanmäßige Dinge. Beim TÜV wurde darauf hingewiesen, dass es einen leichten ‘Kraftstoffverlust in Versorgung der Standheizung’ gibt. Damals nässte es nur, seit einer Woche tropft es jedoch bereits sporadisch. :rolleyes:

 

Doch darum geht es nun nicht. Der aufmerksame Blogleser weiß, dass die Radläufe günstig lackiert wurden. Überraschenderweise hielt dies nicht mal ein komplettes Jahr. Es rostete nun nicht nur die Kante, sondern zusätzlich platzte seitlich der Lack an einer Stelle ab. Und diese Stelle wurde mit jedem Waschgang größer und größer. Zudem ließ sich bereits Rost unter dem Kunststoffschwellerschutz erkennen, der im Jahr vorher noch nicht zu sehen war.

 

Es musste eine Entscheidung her, ob nun ein wenig Geld in die Hand genommen wird um es gescheit lackieren zu lassen und dem Rost keine Chance zu geben sich großartig auszubreiten oder es zu lassen und Gefahr zu laufen, dass der Rost sich ziemlich schnell ausbreitet. Die Schweller waren dabei die große Unbekannte; wir wussten ja noch nicht, was sich unter dem Kunststoff verbarg..

Die ‘Grundsanierung’ lohnt sich jedoch nur, wenn man das Fahrzeug auch langfristig halten will und nicht bei der nächsten großen Reparatur abstößt. Somit wurde die Entscheidung pro oder contra Lackierung irgendwie auch zu einer langfristigen Entscheidung pro oder contra Vectra. “Keep it or leave it”.

 

Im Januar letzten Jahres war es dann soweit: Für eine Woche ging er in die Klinik und das Ergebnis war entzückend: Der Lackierer hat wirklich saubere Arbeit geleistet und das größte Problem waren glücklicherweise nicht die Schweller, sondern die Schweißnaht in der Nähe der Falz. Nun bleibt lediglich zu hoffen, dass der Rost nicht doch einen kleinen Nistplatz gefunden hat. Sicher ist laut Lackierer lediglich eines: Nie mehr nimmt er den Auftrag für die Radläufe eines Vectras an, haben diese ihm doch den letzten Nerv gekostet. :D

 

 

Kapitel 3: Das Ungeheuer von Loch Ness

Durch das markerschütternde Kreischen seiner Frau soll ein britischer Geschäftsmann damals auf Nessie aufmerksam geworden sein. In der heutigen Zeit hätte es auch durchaus ein Opel Vectra sein können, denn einen abgerissenen Stehbolzen des Krümmers kann man mittlerweile zu den typischen Auffälligkeiten zählen. Auch ich blieb davon und dem damit verbundenen Kreischen beim Gasgeben nicht verschont. Ein klassisches Konzert klingt da besser. Und ist deutlich günstiger.

 

Kapitel 4: Fix gelöst, viel bezahlt

Zu allem Überfluss stand der Vectra kurze Zeit nach der Krümmer-Reparatur erneut in der Werkstatt. Aus einem Verdacht auf defekte Wasserpumpe wurde letztendlich ein sich festsetzender Klimakompressor. Ende der Geschichte. :D

 

Kapitel 5: Kleinvieh macht auch Mist

An großen Reparaturen war es das glücklicherweise, doch es gibt dann doch die ein oder andere Kleinigkeit, die der Otto-Normal-Bürger sicherlich nicht registriert oder diese nach der Behebung wieder schnell verdrängen würde, doch als automobilinteressierter Mensch bleiben auch die kleinen Dinge hängen.

 

Seit dem letzten Winter ist die rechte Wischwasserdüse verstellt und sprüht nur noch semiproduktiv auf die Frontscheibe. Diagnose nach einigen Einstellversuchen: Die Düse ist fest ergo defekt. Besserung gibt es nur durch einen Austausch.

 

Ebenfalls im letzten Winter ist ein Heizdraht der Heckscheibe ausgefallen und während des Sommers eine zweite. Nun darf man hinten immer zwei Striche freikratzen. :D

 

Vor ein paar Wochen leuchtete dann im Cockpit die ‘Beleuchtung’-Lampe auf. Einmal ums Fahrzeug gegangen doch es war nichts festzustellen. Das wiederholte sich genau so noch zwei mal. Erst bei der vierten Kontrolle leuchtete dann tatsächlich die sich in der Kofferraumklappe befindende Lampe des linken Hecklichtes nicht. Die Lampe im Cockpit ging interessanterweise trotzdem manchmal aus. Ein gezielter Hieb auf das Rücklicht zeigte mir, dass die Lampe an sich noch funktionierte. Sie ging an, um sofort wieder zu verdunkeln. Dem vermeintlichen Wackelkontakt ging ich daraufhin auf die Spur. Nachdem die halbe Kofferraumverkleidung abgebaut werden musste fand ich auch endlich den Verursacher: Die Kontakte der Lampenfassung waren nicht mehr in Ordnung. Eine neue Fassung löste das Problem. Und wie soll es anders sein: Keine zwei Wochen später tauchen die selben Symptome beim Standlicht vorne rechts auf. :rolleyes:

 

Wenn wir schon bei der Beleuchtung sind: Einer der seitlichen Blinker macht den Eindruck, sich vom restlichen Auto trennen zu wollen. Mal schauen wie lange er es noch mitmacht. Und um auf die Heckleuchten zurückzukommen: In diesen befinden sich tote Larven / Insekten. :D Als ich vor kurzem ein zweites Paar Heckleuchten in die Finger bekam wurde mir bewusst, dass das durchaus kein Einzelfall ist..

 

Wie unterschiedlich andere Menschen auf kleine Defekte reagieren können erfuhr ich durch zwei Vorfälle mit blablacar:

 

Im Frühjahr war ich auf dem Weg zum 6. Youngsters @ Green Hell, als ich bei Frankfurt kurz vor dem Abholen einer Mitfahrerin ein lautes Geräusch bei jeder Bremsung wahrnehmen musste. An meiner ersten Befürchtung, dass etwas an den Bremsen nicht stimmt, zweifelte ich bereits bei der Fahrt auf den nächsten Parkplatz. Ohne Bremseinwirkung passierte ich eine Bodenwelle und das Geräusch tauchte wieder auf. Die Passanten drehten sich sogar in meine Richtung um. War es doch etwas an den Federn? Eine Sichtkontrolle sollte Klarheit bringen, doch es war nichts zu entdecken. Bremsscheiben okay, Bremsklötze außen okay und auch an den Federn war nichts festzustellen. Was bitte sollte das sein? Ich setzte meine Fahrt weiter fort und es änderte sich nichts. Bei jeder Bremsung und bei jeder größeren Unebenheit kam das besagte Geräusch auf.

 

Erst bei den massiven Bremsschwellen am Frankfurter Flughafen wurde mir die Lösung vor die Füße gelegt. Die Passanten, die sich mal wieder nach mir umdrehten konnten das Problem von außen mit ihren Blicken ausmachen. Die Blicke sagten mir, dass irgendetwas unten an der Front nicht stimmte. Vielleicht hat sich die Verkleidung gelöst und schleift nun auf dem Boden?

 

Und in der Tat: Es war nicht die gesamte Verkleidung, sondern nur eine der Serviceklappen, die sich gelöst hatte und durch den Fahrtwind nach unten gedrückt wurde. Mangels Befestigungsmöglichkeiten drückte ich sie wieder nach oben und wir fuhren mit der nun dazugekommen Mitfahrerin weiter. Doch diese war anscheinend not amused und glaubte wohl nicht, dass es nur die Serviceklappe ist, die immer wieder auf dem Boden schleift, wenn die Front des Vectras sich senkt. Zumindest sagte mir das ihre Körpersprache. Aber was soll ich mehr als reden.. :P

 

Ein komplett anderes Bild gab es bei der Fahrt zum 7. Youngsters @ Green Hell ( Warum geht immer auf den Fahrten dorthin etwas kaputt? :D ). Auf dem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof, wo ich zwei Mitfahrerinnen abholen wollte, hatte ich beim Wechsel in Gang 2 an der Ampel plötzlich den Griff meines Schalthebels in der Hand. Ich steckte ihn wieder auf, doch ohne Kleber hielt dieser nicht sehr lange. Beim Schalten passte ich daraufhin immer auf, doch manchmal löste sich der Schaltknauf ohne Fremdeinwirkung und sprang uns durch die verbaute Feder förmlich entgegen. Hier wurde es jedoch komplett mit Humor genommen und der flüchtende Knauf war bis zum Absetzen der letzten Mitfahrerin der Running Gag. Beim Treffen wurde dieser wieder angeklebt und hält bis heute einwandfrei. Das Problem mit dem Knauf kommt beim Vectra übrigens ebenfalls überdurchschnittlich oft vor.

 

 

 

 

 

Was gibt es sonst noch zu bemängeln?

- Feder vorne links gebrochen

- Achsmanschetten haben die beste Zeit hinter sich

- Parksensoren hinten spinnen seit einem Auffahrunfall sporadisch

- Tempomat springt sporadisch und phasenweise heraus

- Auf den letzten 30.000 Kilometern musste etwa 1 Liter Öl nachgekippt werden

- Türfangband auf der Fahrerseite knackt beim Schließen der Tür

- Die Anzahl der Steinschläge ist nicht mehr feierlich :D

- Punktuelle Lackschäden

- Chromoberfläche am Opelzeichen löst sich

 

Viele kleine Dinge, einige große und teure Sachen, doch ich bin weiterhin zufrieden mit dem Vectra. Ob man täglich elf Kilometer zur Arbeit fährt, 350 Kilometer über deutsche Autobahnen abreißt oder 4000 Kilometer durch den Balkan fährt: Der Komfort und das Platzangebot gepaart mit dem günstigen Dieselmotor lassen über die kleinen und großen Macken hinwegblicken. Das geht soweit, dass ich sogar in das ein oder andere ‘unnötige’ investiert habe. Der ein oder andere Hinweis war bereits in diesem Text versteckt. Doch dazu mehr im nächsten Artikel. ;)

 

Bis dann

Hakuna Matata

 

Edit: Die Galerie will aktuell wohl noch nicht so richtig..

 

Flott unterwegs Flott unterwegs

Hat Dir der Artikel gefallen? 15 von 16 fanden den Artikel lesenswert.

12.02.2017 20:55    |    apfelgruener

Die Galerie funktioniert wenn man auf das Bild klickt und dann die großen Bilder weiterklickt. Das Problem besteht bei mir schon seit Monaten, scheint aber wie vieles technisches niemanden auf MT zu interessieren :D

 

Zum Auto: Ein paar Macken hier und da hat jedes Auto, von den ganz dicken Problemen bist du ja bis jetzt verschont geblieben. Und es ist ja auch nur ein Opel ... :D


12.02.2017 23:04    |    Schlawiner98

Ich finde den Vectra C ja durchaus interessant und im allgemeinen auch gut gelungen. Nur summieren sich anscheinend die mehr oder weniger kleinen Fehler immer mehr. Aber auf 85 tkm kann auch schon mal etwas ungeplantes vorkommen, das ist klar. Ich wünsche dir noch weiterhin viel Freude mit deinem Reisemobil ;)


12.02.2017 23:26    |    mapo1109

Oh ja, den Schaltknauf meines Signums hatte ich auch schon öfters am Schaltknüppel befestigen müssen. Ist ja auch wirklich nicht einfach ein Auto zu bauen, dessen Schaltknauf nicht von selbst abfällt. Gehört wohl zum Fahrzeug wie das Opelzeichen selbst.

Auch die Tempomat Probleme sind mir nicht fremd. Hatte mich schon damit abgefunden, dass dieses doofe Ding sich immer wieder selbst abschaltet. Dann, nach Jahren des Leidens, klappt dieses launische Gerät wieder wie neu. Keine Ahnung, was kaputt war und warum es dann wieder funktioniert als wäre nie etwas gewesen.


13.02.2017 04:40    |    make32

Hallo fahre selber gts Mit 150 diesel ps, läuft einwandfrei Mit jetzt 150tkm....


13.02.2017 06:54    |    -VenDeTTa-

Die aufgetretenen Mängel sind bei dem Km-Stand ein Armutszeugnis ;)


13.02.2017 07:31    |    bermuda.06

Deine Erfahrung klingt ja wie ein Horrorfilm!

 

Das Auto hätte ich schon drei Mal verkauft.


13.02.2017 07:41    |    Caravan16V

Also unser Vectra C Caravan Z19DTH war ein Geldgrab. Da sind innerhalb von 3 Jahren und knapp 50.000Km fast 8000€ reingeflossen (Turbolader, AGR, CIM, Drallklappen, Lima, Schwungrad, Rußpartikelfilter, Wasserpumpe und dann noch hier und da defekte Sensoren). Dabei war das Auto als quasi runderneuert vom FOH gekauft worden. Runderneuert deswegen, weil der direkt vor dem Kauf bereits AGR, Drallklappen und Lima getauscht hatte. Bei uns ging der Mist dann direkt zum zweiten Mal kaputt. Eine finanzielle Katastrophe der Wagen.

 

Gruß

Jürgen


13.02.2017 08:26    |    Dr.Nossen

Das Problem mit dem Tempomaten habe ich bei meinem Signum auch. Als Abhilfe kann man die Kontakte vom hebel mit Kontaktspray einsprühen, dann geht es wieder so 3-6 Monate einwandfrei :D

Ebenso der Außenspiegel, bei dem sich das Glas löst. Da ist mit das beim Anklappen des Spiegels rausgefallen und geschmeidig auf dem Boden zersprungen. Ist halt ein Opel ;)


13.02.2017 11:22    |    Dynamix

Also das meiste von dem was ich hier lese habe ich bei ganz anderen Herstellern schon deutlich heftiger erlebt ;) Brechende Federn sind kein Opel Phänomen, da haben auch ganz andere (Renault, Fiat, deutsche Premiums) Ihre Probleme mit!

 

Achsmanschetten sind Verschleißteile, die habens halt irgendwann hinter sich. Klimakompressoren halten auch nicht für immer.

 

Der Rost? Da wäre so mancher Mercedes und BMW Fahrer froh wenn Ihr Auto genauso rosten würde ;)

 

Abgerissene Krümmerbolzen kommen auch immer mal wieder durch die Bank bei allen Herstellern vor, wobei es auch genug Autos gibt wo der Krümmer einfach mal direkt reißt :D Wenigstens hat der Vectra noch einen Krümmer der mit Schrauben befestigt ist. Sollte bei einem der neuen tollen Kisten mal der Krümmer kaputt gehen darf man je nach Motor gleich den Zylinderkopf mit tauschen weil das alles ein Teil ist ;) Mein Mii ist leider so ein Auto. Naja, wenigstens sind da die Teile generell nicht teuer :D

 

Lest euch mal die Kaufberatung zum E46 in Newsbereich durch, dagegen ist der Vectra ein grundsolides Auto ;)

 

Und mal ehrlich: Nach über 10 Jahren und über 200.000km haben ALLE Autos Ihren Zenit überschritten. Kein Hersteller konstruiert Autos für die Ewigkeit ;)

 

Zum einen ist das teuer und zum anderen ist das für die Hersteller geradezu geschäftsschädigend.

 

Heute wird ja gerne über die Zuverlässigkeit von Marke XY oder neuen Autos generell gemeckert aber versetzt euch mal ein paar Jahrzehnte zurück!

 

Als Käfer Fahrer hast du von VW eine Art Tapferkeitsmedaillie (kein Scherz!) bekommen wenn dein Käfer die 100.000km geschafft hat! Heutzutage würde man so eine Aktion als schlechten Scherz empfinden. 100.000km, da sind einige ja noch in der Garantie :D

 

Der Großteil von den Problemen fällt halt unter Verschleiß/Alter und ein paar wenige Dinge unter dumm gelaufen ;)


13.02.2017 11:28    |    Caravan16V

Naja, also das was wir mit unserem Vectra C CDTI miterleben durften, gabs bei uns in der gesamten Family noch nicht, nichtmal ansatzweise. Da waren sogar Schlachtschiffe wie BMW 750i V12 und VW Phaeton die reinsten Sparschweine dagegen.

 

Insgesamt sind wir mit Opel allerdings zufrieden. Fahre seit Anbeginn Opel, vom Corsa A 1.4i bis zum Vectra OPC :)

 

Gruss

Jürgen


13.02.2017 16:30    |    pico24229

Finde den Vectra gar nicht schlecht, wobei mir das VFL besser gefällt, ein überraschend gutes Raumgefühl!


13.02.2017 22:35    |    DeLumbe

Ein paar Mängel kommen mir durchaus bekannt vor, hatte mal einen C GTS (VFL), den ich dann mit ca. 190 TKM verkauft hab.

 

Hier mal eine Übersicht, an was ich mich erinnern kann:

 

- Türfangband Fahrertür hat auch geknackt (nervig)

- Navi Laufwerk CD wurde oft nicht mehr gelesen

- Ölverbrauch (ich glaube ich durfte alle zwei Tankfüllungen nen Liter nachkippen)

- hängende Stoßstange vorne (sodass am Kotflügel ein ungleiches Spaltmaß war)

- Federn gebrochen (weiß nicht mehr welche)

 

Alles in allem hat die Freude am Auto aber doch überwogen, weil:

 

- schönes Fahrgefühl

- großer Karren

- überraschend gute Soundanlage

- keine größeren Reparaturen, zuverlässig


14.02.2017 21:19    |    Gentlemander

Das mit der guten Soundanlage kann ich nur bestätigen, beim Kauf war ich positiv überrascht. Ich gebe auch mal meinen Senf dazu (in Form meiner Investitionen sowie Probleme):

Investitionen:

-kurze Zeit nach dem Kauf (war beim Kauf bekannt und hat den Preis gedrückt) 2 Massenschwungrad (samt Kupplung)

-Anlasser

-gebrochene Feder vorne rechts

-Radlager vorne links

derzeitige Probleme:

-Tempomat fällt nach einer vermeintlich erfolgreichen Reparatur wieder ständig aus

-gelegentliches Knacken beim Lenken (vermutlich Domlager vorne links)

-Pfeifgeräusch in den ersten zwei Gängen beim beschleunigen nachdem das Auto gestartet wurde, tritt danach nicht mehr auf, nur nach erneutem Starten und beschleunigen bis ich im 3. Gang bin (könnte Lager der LiMa sein)

-Handbremse könnte etwas mehr Bremskraft vertragen, TÜV sagt ist noch ok

-Türfangbänder vorne Knacken

Ich finde dass diese Bilanz in Ordnung ist. Gekauft wurde das Auto am 18.03.16 mit 203.000km und derzeitig hat es 255.000km runter - ein Ende ist nicht in Sicht. Alles in Allem bin ich zufrieden mit dem Wagen (ok, die Schalldämmung könnte meines Erachtens nach besser sein), vor allem wegen der sephr guten Ausstattung.


16.02.2017 15:05    |    900sprint

Wir haben jetzt innerhalb von 5 Jahren ebenfalls 85tkm zurückgelegt (2012 von privat gekauft bei 60tkm/Bj.2006).

Bisherige Mängel:

2012:

-Drallklappen, obwohl bei Übernahme noch bei Opel geprüft und für angeblich gut befunden (haben aber einen Teil der Kosten auf Kulanz übernommen).

-Türfangbänder vorn knackten. Hier ist das Problem, dass zwar im WHB steht, dass nur die hinteren gefettet werden dürfen, die vorderen aufgrund eines anderen Aufbaus (?) nicht, das wissen aber nicht alle Mechaniker.

Da seinerzeit erst kurz zuvor die letzte Wartung bei Opel war, habe ich von Opel neue Türfangbänder

kostenlos erhalten und den Austausch selbst vorgenommen.

-Spiegelglas hat sich beim Drüberwischen gelöst, konnte ich gerade noch auffangen, wieder angeklebt, hält bis heute!

2014:

Federbruch vorn, hier hat Opel kostenlos getauscht, obwohl das Fahrzeug nicht mehr scheckheft-gepflegt war!

2016:

Federbruch hinten, selbst getauscht (nicht mehr bei Opel nachgefragt :-)).

 

Ansonsten habe ich mittlerweile vorne und hinten die Bremsscheiben getauscht (normaler Verschleiß),

1 Xenon Startgerät erneuert und ausser Öl, Bremsflüssigkeit-und Filterwechsel (auch normal), keinerlei wirkliche Probleme gehabt.

Etwas nervig ist allerdings die Elektronik, bzw. die Anzeige für defekte Leuchten - das ist nicht wirklich zuverlässig.

 

Insgesamt ein gutes Auto, günstig im Unterhalt, sehr viel Platz, tolles Licht (Xenon mit AFL), sehr gute Ausstattung (alles ausser Leder, SD, elektr. Heckklappe) wir sind zufrieden.


16.02.2017 23:43    |    Gravitar

Meine bisher besten, weil sorgen freiesten Autos waren Opels, allerdings kein Vectra! Ich stand immer auf die großen Kisten! Mein erster war ein SenatorB 3,0i Bj93, als Verlegenheitskauf nach einem verreckten BMW 520i gekauft, um mobil zu bleiben. Der (BMW) war mit einem Zylinderkopfriß ausgefallen......

 

Ich hab den Senator dann 4Jahre und knapp 100.000km von 130.000 auf gut 220.000km gefahren und war überrascht! In allen Belangen besser als der 520i E34! Dazu sorgenfreie Fahrt ohne Werkstattaufenthalte, einmal Bremsen, einmal Auspuff, Verbrauch dem BMW ähnlich: Ruhig 10l, ambitioniert 13l/100km.

 

Deswegen kam 2001 dann ein neuer Opel Omega anstatt eines 5er BMW´s in die Garage! Günstiger, aber wieder nicht schlechter. Ich bin mit dem knapp 200.000km in 8 Jahren gefahren und hatte wieder nur Bremse und Auspuff einmal zu machen, unglaublich! Ganz am Anfang wurde noch ein undichter Krümmer auf Garantie gedichtet. Leider hatte Opel in meiner Größe im Anschluß nichts mehr zu bieten und ich meine nicht nur das Platzangebot....

 

Ich ärgere mich noch heute, das ich den Omega nicht behalten habe, sondern mir im Anschluß einen Phaeton 3,0TDI als guten Jahreswagen geholt habe. Der hätte mit seinen zahlreichen Reparaturen die silberne Zitrone verdient! Weit über 10.000Euro Reparaturen ohne Beteiligung von VW, so was war ich nicht gewohnt. Ich wäre gerne wieder zu Opel zurückgekehrt, warte aber bis heute auf eine Alternative mit Heckantriebsplattform oder entsprechender Güte......

 

 

Gruß

 

Gravitar


17.02.2017 10:21    |    gaston73

Ärgere Dich nicht, und sei froh, dass Du den Omega in guter Erinnerung behalten kannst, denn die Langzeitqualitäten sind eher mäßig. Ein guter Freund von mir hat 2000 von seinem leider viel zu früh verstorbenen Vater einen silbernen Omega 2.2 geerbt, der gerade mal 6 Monate alt war. Er hat ihn heute noch, aber der Wagen ist derartig fertig, dass er kaum noch normal nutzbar ist.

Zunächst mal ist der Omega ein hervorragender und sehr leiser Reisewagen, ich habe ihn auch oft gefahren. Allerdings waren die Sachen, die so zwischendurch auftraten, nicht immer lustig. Regelmäßig Probleme mit der Drosselklappe, etwa alle 80.000 eine völlig ausgeschlagene Vorderachse, eine gebrochene Feder an der Hinterachse, mehrfach gerissene Krümmer oder durchgeblasene Krümmerdichtungen. CD-Player nach 8 Jahren außer Funktion, Klima nach 14 Jahren endgültig tot. Heute, mit 17 Jahren und knapp 360.000 km ist der Wagen schlicht unbrauchbar geworden. Auf der Beifahrerseite geht keine Tür mehr auf, weder von innen, noch von außen, auch nicht mit dem Schlüssel. Auch die Fensterheber auf der rechten Seite sind tot. Der Deckel des Handschuhfachs schließt nicht mehr, der Anlasser hat eine Macke (rückt nicht immer ein und kreischt nach dem Anspringen des Motors kurz aber heftig auf), der Motor springt nicht mehr gut an, zudem ist der ganze Wagen unglaublich verrostet. Türschwellen und Radläufe hinten sind derartig mit der braunen Pest befallen, dass der nächste TÜV mit Sicherheit das Ende bedeutet. Vor dem linken Hinterrad ist inzwischen die halbe Ecke hoch zum Radlauf weggefault, die andere Seite sieht auch nicht viel besser aus. Die Türschwellen sind teilweise bis zur Fläche eines halben Bierdeckels verrostet, und zwar auf der Oberseite. Dort blüht und quillt es massiv. Dem Geräusch beim Draufklopfen nach bereits völlig durchrostet.

Ich kenne den Wagen seit seinem ersten Tag. Er ist gut behandelt und regelmäßig gewartet und repariert worden. Man kann also nicht sagen, dass er einfach verheizt wurde. Der Omega war immer ein unglaublich komfortables Langstreckenauto, ich bin sehr gerne damit gefahren. Ich kann mir absolut vorstellen, dass auch ein 5er, eine E-Klasse oder ein A6 das nicht überbieten kann. Den W210 als E240 habe ich schon gefahren, deshalb kann ich das hier schon einmal bestätigen, den E39 als 523i kenne ich auch, der war höchstens ebenbürtig, aber nicht besser, zudem ist er innen viel kleiner.

 

Aber was aus dem Omega im Laufe der Jahre geworden ist, kann man nur als Trauerspiel bezeichnen. Dass heutige Autos derartig zerfallen, ist mir bisher noch nicht oft begegnet. Kein Vergleich mit Passats oder A6 aus der Zeit. OK, MB hat mit der C und E-Klasse aus der Zeit auch ein Rostproblem, aber nicht so extrem. Aber der Omega gehört da ohne Zweifel zu den schlechtesten Modellen. Peugeots waren da schon in den 80ern besser. Mein eigener Volvo 940 Kombi ist fast 25 Jahre alt, und hat jetzt knapp 400.000 auf dem Zähler. Bis auf winzige Rostpickelchen in der Steinschlagzone ist der Wagen rostfrei, lediglich an der hinteren rechten Tür löst sich ganz unten etwas der Klarlack ab. Das war's. Es geht also, aber irgendwas hat Opel da falsch gemacht. Gutes Auto, aber nicht besonders haltbar.

Wie gesagt, sei froh, dass Du Deinen abgegeben hast, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Ausreißer war. Ich habe schon viele Omega B in diesem Zustand gesehen...


17.02.2017 23:21    |    Gentlemander

Hier geht es aber um den Vectra C. Und wenn ich mir meinen Ansehe, vor allem im Innenraum, kann ich nur sagen: Zeige mir ein Auto, das nach 250.000km noch so gut aussieht. Beifahrersitz sowie Rücksietzbank sieht wie neu aus, der Fahrersitz hat leider einen kleinen Riss und ein paar Nähte sind lose. Das Lenkrad ist auch etwas abgegrabbelt und das war es schon fast.


17.02.2017 23:35    |    gaston73

Ist klar, hier geht's um den C Vectra. Mein Post bezog sich nur auf das, was Gravitar geschrieben hatte...


18.02.2017 10:09    |    Gentlemander

Oh, stimmt, tut mir leid.


18.02.2017 10:19    |    Neoctavianer

Rostende Radläufe zu lackieren ist totaler Schwachfug, zumal bei einem Opel. Da kommt der Gammel immer von innen, weil Opel seit dreißig zu blöd für eine gescheite Hohlraumkonservierung ist. Außer dein Omega B , da hats zufällig halbwegs geklappt.


18.02.2017 17:24    |    Leon596

Hohlraumkonservierung ist bei Opel eigentlich kein Problem mehr.

Die Liste ist zwar nicht kurz, aber finde ich für die Laufleistung echt voll okay.

Das können andere Hersteller bedeutend schlimmer!

Zumal da jetzt nichts dabei war was wirklich teuer gewesen wäre.

 

Lass mal ein DSG abstinken, da hast du direkt das Doppelte und das auf einen Schlag.

 

Den Ölverbrauch finde ich gut.

1 Liter/30tkm ist nix!

 

Habe auch den Z19DTH (Zafira) mit jetzt 204.500km

Der nimmt 1 Liter/15tkm

Vermutlich aber weil der Turbo nicht mehr 100%ig frisch ist.


18.02.2017 19:27    |    Hakuna Matata

Ersteinmal ein großes dankeschön für die vielen Kommentare, Erfahrungen und Meinungen!

 

@-VenDeTTa- & @bermuda.06

Also den Vectra ein Armutszeugnis bzw. die Erfahrungen mit ihm einen Horrorfilm zu nennen finde ich etwas hart. Wenn die ganzen Fehlerchen und Defekte nach 85.000 Kilometern aufgetreten wären okay, aber die hat er alleine unter meinen Fitischen abgespult. Und davor durfte er 131.000 zusätzliche Kilometer abspulen.

 

@Dynamix und @DeLumbe haben das finde ich ziemlich gut wiedergegeben: Dinge wie Achsmanschetten und Klimakompressoren sind Verschleißteile, die nach 216.000 Kilometern und 10 Jahren einfach ihre Lebenzeit hinter sich haben. Und sicherlich gibt es auch Fahrzeuge, bei denen das ein oder andere Verschleißteil erst später dran ist, jedoch gebe ich gerne zu bedenken, dass mein Vectra auch ziemlich gefordert wird und nicht die ganze Zeit auf geleckten Straßen von A nach B und von B nach A fährt. Auf der Autobahn wird er definitiv nicht geschont und auch Touren wie die in den Balkan nimmt er ohne Murren hin, egal wie materialmordend sie aufgrund zB der Straßenverhältnisse sind. Da sage ich nicht "Och ne, da fahre ich jetzt nicht lang, weil ich mein Auto schonen will.' Daher nehme ich ihm auch nicht Übel, wenn mal die Stehbolzen vom Krümmer abreißen oder das Glas von den Außenspiegeln abfällt. Alles eine Frage des Einsatzes.

 

Wie DeLumbe schrieb: Alles in allem überwiegt die Freude am Auto. Zu den positiven Dingen kommen wir jedoch im nächsten Artikel ;) Was ich in der Tat vergessen habe aufzuzählen, obwohl es gerade jetzt an kalten Tagen mehr als präsent ist: Das Radio spuckt aktuell bei jedem Start die selbstgebrannte CD aus -> meganervig! Und auch die ungleichen Spaltmaße bzw herausstehenden Kanten der Stoßstange sind leider ein vectrabekanntes Problem. Ich erinnere mich da gerne an eine der vielen Sendungen über Autoversteigerungen: Ein Händler schaut sich einen Vectra an, kommt an der Stoßstange an und sagt, dass das Fahrzeug einen Unfallschaden hatte, da die Enden der Stoßstange abstehen. Und ich denke mir nur: Nein, es ist einfach ein ganz normaler Vectra. :D

Im Bild anbei sieht man den Versatz, den ich meine.

 

@Neoctavianer Genau. Außerdem sind alle französischen Autos unzuverlässig und jeder BMW-Fahrer ist ein Drängler ;) Die Radläufe wurden nun penibelst gründlich gemacht. Ob sich das gelohnt hat wird die Zeit zeigen.


Bild

18.02.2017 19:35    |    Leon596

Du hast einfach zu oft aufgesetzt auf deinen Reisen :D ;)


18.02.2017 19:48    |    Hakuna Matata

Und wenn nicht aufgesetzt, dann ordentlich durchgeschüttelt. :D


18.02.2017 21:01    |    DeutzDavid

Zitat:

Nach über 10 Jahren und über 200.000km haben ALLE Autos Ihren Zenit überschritten. Kein Hersteller konstruiert Autos für die Ewigkeit ;)

Guck mal beim W124, W201 und Golf 1/2 und bei Audi vorbei ;)


Bilder

18.02.2017 21:08    |    Leon596

Kommt auch auf den Einsatzzweck an!

Es gibt hier im Forum auch einen der hat einen Signum mit dem 3.0CDTI mit über 400.000tkm!

Von daher ist Laufleistung nichtssagend.

Denn wenn der mit der Karre 400tkm schafft :D muss jeder W124 2 Millionen schafffen.

 

In der heutigen Zeit gibt es auf jeden Fall nur noch wenige Autos, die ab 150.000km nicht langsam mit den Reparaturen kommen.

 

Früher gabs da einige sehr robuste Kolllegen.

Die Taxidiesel Mercedes z.B

Oder heutzutage auch die Toyota Prius sind extreme Dauerläufer.

 

Bei Mercedes steht häufig mal ne höhere Laufleistung.

Bei 5er BWM oder größeren Motoren bei Audi auch.

Aber hauptsächlich weil die Autos dann auch sehr viel auf der Langstrecke und Autobahn gerannt sind.

Das mag jedes Auto verdammt gerne!

 

Ich kenne auf jeden Fall nur sehr sehr wenige die über 200.000tkm nicht investieren mussten.

Es wird nur gerne mal verschwiegen.


18.02.2017 21:15    |    Dynamix

Ich kenne genug alte W124 oder W201 die unter extremen Rost leiden. Der Golf 1 war auch so ne fahrende Pestbeule :D Golf 2 war zwar besser aber auch die sind mechanisch nicht unsterblich. Auch da kenne ich komischerweise Menschen die in den Karren investieren mussten. Wenn die wirklich 2 Millionen ohne Probleme abspulen würden hätte meine Tante ihren vermutlich heute noch :D


18.02.2017 21:30    |    DeutzDavid

Bei 400.000km war beim W124 das Getriebe kaputt, aber der Motor hat bis auf neue Glühkerzen und ab und zu einen Ölwechsel nie was gehabt

 

Der wurde dann ausgebaut und kam nach Afrika

 

Dann Hauptbremszylinder, und neue Radlager sowie Lager an der Hinterachse

 

 

Alles in Ordnung für 400.000km

 

 

 

Kleinigkeiten sind immer mal, das bestreite ich auch nicht, ist auch normal

 

 

Die alten V8 aus den USA laufen ja auch ihre 500.000km, weil die halt wie die alten Motoren aus Deutschland noch gut konstruiert sind

 

Viel mehr Toleranzen bei der Fertigung, was bedingt das sie mehr vertragen

 

20% Benzin konnte man alten Dieseln im winter zumischen, heute geht das nicht mehr und sie frieren ein bzw. brauchen einen Wärmetauscher


19.02.2017 02:34    |    altae

Das mit den Amimotoren und der Langlebigkeit hat für mich primär einen anderen Grund: In den USA gibt es aufgrund der Grösse des Landes praktisch keine Kurzstrecken. Da erstreckt sich schon die Fahrt zur nächsten Einkaufsmöglichkeit über locker 20 oder mehr Kilometer (ein Weg wohlgemerkt). Und ebenfalls durch die Grösse des Landes bedingt sind die Strassen da in der Regel schnurgerade und man fährt hunderte Kilometer mit ca. Tempo 100 km/h auf der Autobahn, die, wie soll es auch anders sein, üblicherweise auch kaum mal eine Kurve aufweist. Da hält fast jedes Auto deutlich länger als unter europäischen Bedingungen, wo Kurzstrecke sowie kurvige Strecken mit vielen Stopps und Beschleunigungsvorgängen zum Alltag gehören. Auch das in Deutschland übliche Über-die-Autobahn-Heizen trägt nicht gerade zur Langlebigkeit bei (dauerhafter Betrieb an der Leistungsgrenze ist immer schlecht für eine Maschine).

 

Mag sein, dass ein grosser Motor (der nicht regelmässig an der Leistungsgrenze läuft) tendenziell leicht länger hält, die Betriebsbedingungen sind aber für mich deutlich entscheidender. Wenn man dann noch bedenkt, dass es in vielen Gegenden der USA so trocken ist, dass ein Fahrzeug kaum rosten kann, selbst wenn der Hersteller beim Rostschutz geschlampt hat, ergeben sich eben diese Unterschiede in der Laufleistung.


19.02.2017 20:07    |    Bayernlover

Ganz richtig, im Oman erreichen sämtliche Fahrzeuge aller Hersteller bereits nach kurzer Zeit astronomische Laufleistungen und sie halten trotzdem - vor einer Woche erst in nem Land Cruiser mit über 450.000km gesessen. Eben, weil der Verkehr dort wie in den USA strukturiert ist. Und wenn der Motor kalt ist, hat er trotzdem mindestens 25 Grad :D


19.02.2017 23:23    |    900sprint

@Hakuna Matata

Zu den Spaltmaßen der Stoßstange:

Ich habe in meiner Aufzählung den Austausch des Klimakonensators (mit Trockner) vergessen zu erwähnen. Dieser war durch Steinschlag undicht geworden. Für den Austausch habe ich auch die Stoßstange, die ebenfalls schlechte Spaltmaße aufwies, demontieren müssen.

Dabei habe ich festgestellt, dass sie falsch (von wem auch immer ?), bzw. nachlässig montiert war. Wenn man das an sich gute Patent korrekt montiert, lassen sich auch gute Spaltmaße realisieren.

Das Thema "Beschädigung durch Steinschlag" habe ich übrigens mit Hilfe eines feinmaschigen, aber sehr stabilen Fliegendrahtgitters aus Edelstahl, das ich mit Heisskleber von innen vor das Lufteinlassgitter geklebt habe gelöst.

"Neue" Steinschläge haben bis dato allenfalls das Gitter beschädigt (sogar einen Steg rausgeschlagen), sind dann aber im Fliegendraht hängengeblieben, bzw. abgefallen - der Kondensator ist also noch heil.

Ich bin eben auch mai` auf "Nebenstrecken" unterwegs. :-)


22.02.2017 13:01    |    pollasto

Manchmal, vielleicht auch öfter als man denkt, sitzt bei manchem Problemwagen das Problem nicht im Fahrwerk oder unter der Haube, sondern hinter dem Lenkrad. ;-)


22.02.2017 14:55    |    Gentlemander

Viele berichten ja auch von Problemen mit dem Z19DTH. Ich habe diesen Motor auch und bis jetzt kein einziges Problem mit dem gehabt. Die interessante Sache dabei ist, so habe ich den Eindruck, wenn die Fahrzeuge viel bewegt werden, gerne auch getreten wenn sie warm sind, machen die Motoren viel weniger Probleme. Eine Statistik dazu wäre interessant.


22.02.2017 21:08    |    Leon596

Ich habe in 205.000 Kilometern jetzt alles gehabt was typisch ist.

 

AGR, Drallklappen, Krümmer Stehbolzen gerissen, Injektorstecker

 

Man muss nur weit genug fahren. Die ersten beiden Sachen ereilen einen immer irgendwann.

Wer Kurzstrecke fährt schafft es eher, wer Langstrecke fährt bei dem dauert es länger.

Wer immer Vollgas fährt, der hat gute Chancen, dass es ihn gar nicht ereilt

(Weil das AGR dann geschlossen ist und nicht zugerotzt wird und dementsprechend auch die Drallklappen nicht zugerotzt werden)

Aber wer fährt schon andauernd mit ordentlich Stoff auf der BAB?

 

Würde aber fast für wetten, dass die Fahrzeuge mit >200tkm mit erstem AGR und ersten Drallklappen im einstelligen Prozentbereich liegen dürften. Inbesondere alles vor Baujahr 2007


22.02.2017 21:10    |    Leon596

Weshalb der Motor noch schlechter rüber kommt als er ist ist dann noch das Getriebe bei den Handschaltern (vor allem bei Astra/Zafira mit dem M32 was oft kaputt geht! Vectra hat meist F40, das ist besser!)

Und generell: die Zweimassenschwungräder bei allen Dieseln...

Hält auch oft nicht >200tkm, vor allem wenn man die Leistung im niedrigen Drehzahlbereich gerne und oft abruft


22.02.2017 21:11    |    Leon596

@Hakuna Matata

 

Führst du eigentlich Buch über die Kosten?

Laufende Kosten ohne Wertverlust wäre doch mal interessant zu sehen! :)


23.02.2017 02:31    |    Hakuna Matata

@Leon596 Ich habe zwar alle Rechnungen ausnahmslos in der Ablage, aber ich führe aktuell keine Kostenübersicht. Ich habe es mir jedoch mal vorgenommen alles nachzutragen.

 

Lediglich die Spritkosten werden auf Spritmonitor geführt: https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/628537.html


23.02.2017 17:46    |    Neoctavianer

Zum Thema rostige Hohlräume bei Opel hab ich noch einen schönen Link

http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/13683648

 

Viel Spaß mit dem Vectra.


23.02.2017 18:31    |    Hakuna Matata

Gut, dass ich keinen Vectra B, sondern einen Vectra C fahre, der geschmeidige 12 Jahre nach erscheinen des Spiegel-Artikels gebaut wurde und damit weit nach der Ära Lopez. ;)


Deine Antwort auf "85.000 km mit dem Vectra - Was gibt es zu bemängeln?"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 08.01.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Der Autor

Hakuna Matata Hakuna Matata

roadtrippin'


 

Willkommen in meinem Blog

 

www.instagram.com/theroadtrotter

Zaungäste

  • anonym
  • Espredo
  • enrgy
  • el lucero orgulloso
  • Thomas13057
  • Compikub
  • keulinchen
  • Pretoria4711
  • 1-3-4-2
  • ChrisMueller

Logenbesitzer (119)

Fahrzeuge

Hersteller: Mitsubishi

Modell: Pajero

Baujahr: 1994

Motor: R4 (2.8l, 125PS)

Getriebe: 4-Gang-Automatikgetriebe

Farbe: Grün

unbekanntes Ereignis

Es ist soweit...

Spritmonitor

Letzte Kommentare