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16.10.2016 19:53    |    Hakuna Matata    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Norwegen, Roadtrip, Roadtrips

In dieser Blogreihe möchte ich euch meinen letztjährigen Norwegen-Aufenthalt näherbringen. Gemeinsam mit einem Kumpel sollte es ohne Navi und ohne Campingplätze durch das Land der Fjorde gehen. Den vorherigen Teil der Serie findet ihr hier.

 

[...] Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, machte uns der Auris noch schnell lautlos Platz und wir gingen on the road, um die wenigen Kilometer bis zum Parkplatz der Trolltunga-Wanderung zu absolvieren. Und das Bild, dass sich uns dort bot, stand in völligem Kontrast zu dem des vorigen Abends: Der gesamte Parkplatz war voller Autos und wir fanden mit Glück noch einen der letzten freien Parkmöglichkeiten. Irgendwo halb auf dem Fahrweg zwischen den Parklücken und massiven Steinen, die einen vor dem Badengehen samt Auto in einem kleinen Stausee schützte, standen wir nun da und ließen das Treiben auf uns wirken. Zig Menschen wuselten an ihren Fahrzeugen herum, zogen sich um, suchten die Toiletten auf oder versuchten Parktickets am Automaten zu lösen. Letzteres war für uns mangels Münzgeldes nicht möglich, weshalb wir uns in die lange Schlange an einem kleinen Shop stellen mussten. Es ging jedoch zügig voran und so konnten wir zeitig unsere Wanderung beginnen.

 

Früher bestand vom Parkplatz aus die Möglichkeit den ersten steilen Anstieg über die Treppen der stillgelegten Mageliban in Angriff zu nehmen. Die Treppe ist nun jedoch dem Bau einer Straße bis hoch auf das erste Plateau zum Opfer gefallen. Es stehen nur noch kleine unerreichbare Teilstücke, da die geplante Straße die alte Mageliban-Strecke mehrfach kreuzt. Wie sich die Straße nach der Fertigstellung auf die Wanderung und die Menge an Touristen auswirken wird möchte ich mir gar nicht vorstellen. Wenn man also noch auf dem guten alten 'klassischen' Weg die Trolltunga erreichen möchte, dann wird es nun höchste Zeit. Sollte die Straße tatsächlich auch der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden, dann wird es wohl leider deutlich einfacher die Trolltunga zu erreichen und damit wahrscheinlich noch voller als es jetzt schon ist.

 

Etwa einhundert Meter von der Mageliban-Strecke entfernt führt ein neu eingerichteter Wanderweg den Anstieg hinauf. Zwei Tage zuvor empfanden wir den Langfossen-Anstieg schon als anstrengend, doch dieser war nochmal eine andere Klasse. Gnadenlos ging es über eine Strecke von 1700 Metern insgesamt von 400 auf 850 Höhenmeter hinauf, wovon die ersten zwei Drittel definitiv am steilsten und damit am härtesten waren. Stufe um Stufe, Stein um Stein, Fels um Fels ging es hinauf. Und immer wieder Wurzeln, auf die man Acht geben musste. An einigen unwegsamen Stellen sind sogar Seile befestigt, die Halt bieten sollen. Nicht, weil die Gefahr eines Absturzes bestände, sondern weil die Stelle zu steil oder bei Regen zu rutschig wäre. Auf einem mehrere Quadratmeter messenden glatten Felsen findet man nunmal nicht so gut halt.

 

An diesem steilen Stück stapften die Menschen wie an einer Perlenkette hintereinander den Berg hinauf. Das Tempo unterschied sich untereinander nicht so arg und die Tatsache, dass der Weg zudem sehr eng war unterstützte das hintereinander herlaufen. Einzig, wenn der ein oder andere eine kleine Pause machte konnte man eine Position gutmachen. Im letzten Drittel dieses ersten Aufstieges entzerrte sich die Menschenkette dann einigermaßen und die Wege wurden insgesamt breiter, was sich kurze Zeit später auf der ersten Ebene noch deutlicher darstellte. Jetzt fühlte es sich endlich nicht mehr an wie bei einer Touristen-Exkursion, sondern lediglich wie ein gut besuchter Wanderweg. Endlich wieder wandern, ohne den Atem des Nachfolgenden im Nacken zu spüren.

 

Die erste Ebene bot einen schönen Blick auf umliegende schneebedeckte Berge. Zudem konnte man vereinzelte kleine Hütten entdecken, die hier total abgeschieden im Nichts lagen. Bei genauem hinsehen fielen auch ein paar Zelte auf. Und in der Tat kann ich bereits jetzt verraten: Wer ein Bild auf der Trolltunga machen möchte, der sollte ernsthaft in Betracht ziehen hier oben zu übernachten und sich mindestens den ersten Anstieg zu sparen. Die Zeit, die ihr dadurch spart, rechnet sich in doppelter Hinsicht. Doch noch befinden wir uns auf 800 Metern Höhe und haben stattliche 10 Kilometer Fußmarsch vor uns.

 

Im letzten Artikel erwähnte ich mehrmals, dass man überall wo es nur geht darauf hingewiesen wird, dass man so früh wie möglich zur Wanderung aufbrechen soll beziehungsweise die Wanderung abbrechen soll, wenn man zum Zeitpunkt X noch nicht die Trolltunga erreicht hat. Diese Warnungen sollte man definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn man sowieso vor hat mit Zelt und Proviant dort oben zu nächtigen, dann ist das alles kein Problem. Sollte man jedoch als Wanderer auf Tagesbasis dort oben im Dunkeln und der Kälte stranden, dann kann es dort oben sicherlich ganz schön unangenehm werden.

 

Die entspannte erste Ebene ist ziemlich flach, doch kann man sich moralisch die ganze Zeit auf den nächsten Zuwachs an Höhenmetern vorbereiten, so läuft man doch auf die nächste Wand zu. Diese ist zugegebenermaßen nicht so steil wie der erste Anstieg und schraubt sich deutlich weniger in die Höhe, zieht sich danach aber ein wenig in die Länge. Mein Kumpel nutzte dies und setzte sich ein wenig ab. Als ich oben ankam und ein paar kleine Schneefelder bestaunte (es war Ende August!), war seine kleine Fotosession bereits beendet und er leutete eine kleine Essenspause ein. Nach tagelangem Reis-, Nudel- und Fertigsoß-Mahlzeiten waren die gekaufte Salami und das mit Nuss-Nougat-Creme bestrichene Brot ein Gaumenschmaus! Wir stärkten uns somit ein wenig und wagten uns dann an die zweite Etappe der Wanderung. Waren die ersten knapp viereinhalb Kilometer durch das Wandern in die Höhe bestimmt, so ging es ab nun mehr oder weniger darum, Strecke zu machen. Auf den fünfeinhalb Kilometern bis zur Trolltunga ging es immer wieder leicht auf und ab. Total felsige Abschnitte fast ohne jegliches Sediment wechselte sich ab mit durchweg grünen Teilstücken und immer wieder konnte man auf der rechten Seite halbfern einen See erkennen. Dieser Fernblick mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund faszinierte nicht nur uns beide. Immer wieder blieben Leute stehen und starrten für einige Momente einfach nur in die Ferne.

 

Nach den Wanderungen zum Preikestolen und am Langfossen machten sich zudem unsere Wanderschuhe spätestens bei dieser Wanderung bezahlt. Immer wieder stand man plötzlich vor Bächen, die quer über den Weg liefen und für nasse Füße gesorgt hätten. Von riesigen morastigen Feldern ganz abgesehen, die durch die Schneeschmelze nun am Ende der Sommersaison freigelegt werden. Einen Monat vorher ist man hier sicher noch ohne Probleme über Schneefelder gelaufen, nun ist an diesen Stellen schwarzer Morast und vom Schnee nur noch sehr wenig übrig geblieben. An nur mehr einer einzigen Stelle führte der Weg noch zwingendermaßen über Schnee.

 

 

Nach knapp neun Kilometern Wanderung verändert sich die Landschaft nochmals. Es wird wieder viel felsiger und in einem kommt das Gefühl auf, dass man gleich am Ziel ist. Dieses Gefühl zieht sich dann jedoch zwei lange Kilometer, die jedoch ziemlich abwechslungsreich sind. Man kommt erst an ein Nadelöhr: Wir gingen über eine Kuppe, konnten eine große Felslandschaft überblicken und sahen einen Bach, der links durch eine zig Meter hohe Felswand begrenzt wird und rechts durch einen großen Felsbrocken, der zu groß erschien, als dass der Weg darüber weiterführen könnte. Der Bach wiederum führte so viel Wasser und wurde im Verlauf so steil, dass er nicht begehbar war. Also verringerten wir und einige andere Wanderer unser Tempo unterbewusst und kurz ratterte es in den Köpfen. “Die anderen Leute haben es ja auch irgendwie auf die andere Seite geschafft. Nur wie?”

 

Bis plötzlich zwei Köpfe über dem Felsen auf der rechten Seite auftauchten. Dann zwei Oberkörper und schließlich standen zwei ausgewachsene Menschen auf dem Felsen und kletterten die knapp einundhalb Meter hinunter. Wenn man bedenkt, dass den Weg von Mann bis Frau, von Kind bis Hund alle begehen, dann war die Situation doch ein wenig kurios. :D

 

Nach diesem Nadelöhr führt der Weg durch eine sehr weitläufige rundgewaschene Felslandschaft. So weitläufig, dass man plötzlich das Gefühl hatte hier fast ganz alleine zu sein. Jede Wandergruppe nahm einen anderen Weg und es würden sich auch Stellen finden, an denen man vollkommen ungestört ein Nickerchen halten könnte.

 

Wiedermal ein schönes Stückchen Norwegen und nonverbal verstanden wir uns wieder aufs Feinste, so nahmen wir doch nicht Weg des geringsten Widerstandes, sondern den Weg, der uns spontan am besten gefiel und uns durch die Felslandschaft an unser Ziel brachte: Die Trolltunga.

 

Nach geschlagenen fünf Stunden Marsch waren wir nur noch wenige Meter entfernt. Wir gingen über die Kuppe und entdeckten als erstes ein paar Menschen. Mit jedem Schritt sahen wir immer mehr vom Stausee und auch immer mehr Menschen. Die Menschenmengen am ersten Anstieg ließen es bereits erahnen, jedoch realisierte ich erst jetzt, dass diese logischerweise auch an der Trolltunga aufschlagen würden. Und damit bot sich uns ein skuriller Anblick.

 

Mit den letzten Schritten bis zum Abgrund wird der Blick auf den Felsvorsprung freigegeben. Ich stand plötzlich dort und schaute leicht nach unten. Links eine riesige Felswand mitsamt dem Felsvorsprung und hunderte Meter weiter unten, am Fuße der Felswand der große See, der über den Sommer wohl einiges an Wasser einbüßen musste. Und das Einzige, das mir durch den Kopf ging: “Das kann nicht echt sein. Ich stehe direkt davor und habe den Eindruck, dass ich auf eine Fotomontage gucke.” Dieser Felsvorsprung wirkt in so vielen Blickwinkeln so dermaßen surreal, dass man es selbst dann noch nicht glauben mag, wenn man direkt davor steht und es mit eigenen Augen sieht.

 

Die ganze Situation wird jedoch noch surrealer, wenn dann wieder die ganzen Wanderer in den Vordergrund rücken. Mensch an Mensch stehen sie da in einer Schlange, um das obligatorsiche Trolltunga-Foto für das Familien-Album Facebook & Instagram zu schießen.

 

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Da wandern Familien mit ihren Kindern, Rentner mit ihren Rentnerinnen und Gruppen von Jugendlichen hin und zurück knapp zehn Stunden lang insgesamt 22 Kilometer ins Niemandsland, wo es normalerweise keine einzige Menschenseele geben dürfte, um dann wahrscheinlich stundenlang in dieser Warteschlange zu stehen, die einem wenn es hochkommt zwei Minuten für Fotos auf der Trolltunga ermöglicht.

 

Wir ließen dieses Treiben lieber links liegen und setzten uns auf einen Hügel etwas entfernt der Menschentraube. Manchmal bedarf es etwas Glück, doch dieses hatten wir nun: Während wir uns an unserem zubereiteten Mittagessen bedienten, ließ sich auch die Sonne endlich & zum ersten Mal am heutigen Tage blicken. Die wärmenden Sonnenstrahlen wurden umgehend für ein kleines Verdauungsnickerchen genutzt, welches zwar nicht von Dauer war, jedoch trotzdem erholsam wirkte. Als die Sonnenstrahlen wieder verschwanden, merkte ich wieder, wie kühl es doch bei diesen bewölkten Bedingungen auf knapp 1200 Metern über dem Meeresspiegel ist. Daher begann ich eine kleine Erkundungstour mit der DSLR in der Hand, um verschiedene Blickwinkel auf und um die Trolltunga herum zu betrachten, während mein Kumpel weiter vor sich hin döste.

 

Egal wo man an der Kante des Felsens entlangläuft: Man entdeckt fast jeden Meter einen neuen phänomenalen Blick oder interessante Stellen. Unterhalb der Trolltunga sind zum Beispiel begraste Vorsprünge, auf denen auch zig Menschen saßen. Wie die dorthin gekommen sind, fragte ich mich, jedoch war das investigative Ich nicht gewillt, dem weiter nachzugehen. Des weiteren fiel mir ein zweiter Vorsprung auf, der nur wenige Meter hinter der Trolltunga aus der selben Felswand ragte. Durchaus interessant anzusehen.

 

 

Nach einiger Zeit wachte mein Kumpel auf. Während er auch relativ zügig die Klippe begutachtete, schoss ich die letzten Fotos und wir begaben uns auf den Rückweg. Durch die weitläufigen Felsformationen, vorbei am Nadelöhr und über die Ebene bis hin zu den zwei Abstiegen. Da wir uns von den Rückenbeschwerden der Langfossen-Wanderung bzw. vom Camp nach der Wanderung erholt hatten, ging auch der Abstieg im Preikestolen-Stil zügig voran. Für den Rückweg brauchten wir nur mehr etwas mehr als dreieinhalb Stunden. Wir sind die Abstiege aber auch herabgerannt wie die Irren und kamen nassgeschwitzt und mit roten Köpfen unten am Parkplatz an. Da guckte manch einer nur doof. :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir uns einige Zeit akklimatisierten und ausruhten, setzen wir uns ins Auto und fuhren weiter gen Norden. In weiser Voraussicht hatten wir bereits am Vortag geplant, dass wir nach der Wanderung den nächstgelegenen Campingplatz in nördlicher Richtung aufsuchen werden. Die nervige Übernacht-Platz-Suche im Freien wollten wir uns nach der anstrengenden Wanderung definitiv sparen. Und so kam es, dass wir nach einiger Zeit an einem relativ großen Campingplatz hielten, der ziemlich voll war und offensichtlich auf Familien mit kleinen Kindern ausgelegt war. Wir schauten uns zwar noch die Preise an, jedoch war uns vorher schon klar, dass wir hier definitiv nicht bleiben wollten. Zu viele Menschen. Zu viel Gewusel. Wir wollten unsere Ruhe haben.

 

Schließlich fanden wir einen kleinen idyllischen Campingplatz in Ringøy direkt am Fjord. Eine kleine Hütte und ansonsten nur Wiese in Hanglage. Was braucht man mehr? Da zudem überhaupt nicht viel los war stellten wir uns ans untere Ende der Wiese direkt an den Fjord und in Nähe des kleinen Häuschens. Vom Besitzer der Anlage war weit und breit nichts zu sehen und erst ein kleiner Infozettel in der Hütte wies darauf hin, dass die Besitzerin abends um 21 Uhr erscheint, um das Geld zu kassieren. Ziemlich entspannte Lösung.

 

Wir bauten also fix unser Zelt auf, gönnten uns eine wohlverdiente Dusche und setzten uns auf eine Bank direkt am Fjord, um unser Abendessen abzuhalten. Als die Besitzerin des Campingplatzes zum Kassieren erschien, erzählte sie uns noch, dass wir kostenlos Kochen könnten und auch das Brennholz unten am Fjord kostenlos zur Verfügung steht. Das Brennholz konnte für einen großen Grill und einen kleinen Ofen, der aus Steinen am Fjord aufgebaut wurde genutzt werden; was durch andere Camper auch genutzt wurde. Im Großen und Ganzen ein sehr schöner minimalistischer und ruhiger Campingplatz, der uns wirklich gefallen hat.

 

Der weitere Tourverlauf war indes noch nicht hundertprozentig fest. Am nächsten Morgen wollten wir uns mit den Karten Gedanken machen, wie wir die letzten Tage unserer Reise angehen, denn wir zählten mittlerweile Tag 9 und der Kjerag wartete noch immer auf uns. Uns trennten lediglich knapp sechs Stunden Fahrt beziehungsweise über acht Stunden, wenn wir nicht den gleichen Weg wieder zurück fahren wollten.

So ist das nunmal in Norwegen. Alternativstrecken sind Mangelware.

 

to be continued..

Hakuna Matata

 

P.S.: Der Mangel an Alternativ- bzw. Umleitungsstrecken führt auch zu dem ein oder anderen Kuriosum: Frisch asphaltierte Straßen werden ziemlich schnell wieder frei gegeben, was die ‘Baustelle’ aufgrund von schwarzen Spuren auf der Straße schon weit im Vorfeld ankündigt. Und was auf den alten Straßenabschnitten klebt, kann natürlich genausogut am Fahrzeug kleben. Ein Graus für jeden Fahrer eines gepflegten Automobils. :o

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16.10.2016 22:48    |    Sachte

Roadtrippp... Roadtripp... Da muß doch irgendwo auch mal eine "Road" zu sehen sein... Dachte ich mir ;) :D


17.10.2016 02:13    |    Hakuna Matata

@Sachte Dann schau dir mal die vorherigen Teile an und sei gespannt auf die nächsten Teile. Dort wird das ein oder andere Stück norwegischer Straße zu sehen sein. :)


17.10.2016 17:10    |    EL PRESIDENTE 0

Gerade per Zufall diesen Blog entdeckt - ein gropßer Fehler im positiven Sinne, verfalle ich doch sofort wieder ins Schwärmen, da ich Norwegen abgöttisch liebe, aber leider meinen diesjährigen Urlaub dort absagen musste.

 

Der Bericht liest sich beinahe exakt so, wie ich die Tour selbst zuletzt in 2010 erlebt habe. Ich bin allerdings ziemlich überrascht über die neue Straße, die da gebaut wird. Eigentlich macht sie keinen Sinn, wenn sie oben zum Plateau führt, wo die Bahn endet. Da oben ist ja tote Hose. Da aber auch die Bahn in privaten Händen war/ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass ein privater Investor daraus eine Mautstraße mit kostenpflichtigem Touriparkplatz macht (siehe Dalsnibba oder Preikestolen). Das wäre in der Tat schade, wenn man an die zu erwartenden Touristenmassen denkt. Dann entwickelt sich da oben alles zum neuen Preikestolen.

 

Genau so überrascht bin ich ohnehin über die jetzt schon große Zahl an Menschen, die Ihr da oben gesehen habt. Beide Male, als ich dort war, standen unten vielleicht zehn Autos, und man begegnete auf der gesamten Strecke vielleicht 20 Menschen. Ich hätte mitten am Tag auf der Trolltunga pennen können, und niemand hätte mich da verjagt.

 

PS: Gibt's am Parkplatz noch die kostenlose Dusche?

 

PPS: Hab die anderen Tages-Berichte noch nicht gelesen, daher frag ich einfach mal: Wart Ihr auf dem Kjeragbolten. Der Schwierigkeitsgrad ist vergleichbar mit der Trolltunga, aber die Strecke ist nur halb so lang, erfordert aber m.E.n. trockenes Wetter wg. rutschiger Felsen.


17.10.2016 17:41    |    Hakuna Matata

@EL PRESIDENTE 0

Die Menschenmassen haben uns vorallem verwundert, da wir erst Ende August dort waren und da neigt sich die Sommersaison meiner Meinung nach eigentlich dem Ende zu.

Zu der Straße gab es hier im Text die ein oder andere Info.

 

Zum Kjerag; wie im vorletzten Absatz beschrieben ;)

Wir wollten ihn eigentlich am Anfang der Reise machen, haben uns dann aber kurzfristig umentschlossen und ihn für den Rückweg aufgespart. Nachzulesen in Teil 6. Der Wettercheck zwei Tage vor der Trolltunga ergab jedoch das von dir angesprochene Problem. Für unseren voraussichtlichen Ankunftstag in Lysebotn +/-2 Tage wurde Regen vorausgesagt. Das stimmte uns etwas nachdenklich..

 

Zu den Duschen kann ich leider nichts sagen. Am Parkplatz steht zwar dieses Sanitärhäuschen, und ich bilde mir ein, dass Leute dort offensichtlich Duschen waren; ob das jedoch tatsächlich so war und zudem noch kostenlos ist weiß ich leider nicht.

 

Viel Spaß beim Lesen der anderen Teile ;)


19.10.2016 13:50    |    Borntral

So. Jetzt hab ich mir alle Teile des Reiseberichts durchgelesen und muss schon sagen, dass stimmt mich immer freudiger auf meinen Urlaub im nächsten Jahr. Ich war aber bisher noch vollständig planlos bezüglich der Ausflugsziele. War.

 

Mach mal noch die restlichen paar Tage. :P

 

gegrüßt!


19.10.2016 17:10    |    Hakuna Matata

Gut Ding will Weile haben :D @Borntral


23.10.2016 13:15    |    dengtzik

Was für ein Toller Ort! Unglaubliche Bilder, dass muss einen bestimmt Mega geprägt haben!


24.10.2016 04:15    |    Hakuna Matata

Der Roadtrip als ganzes hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen! @dengtzik


27.10.2016 17:50    |    Trackback

Kommentiert auf: Hakuna Matata: Erfahrungen eines Unerfahrenen.:

 

Norwegen Roadtrip - Teil 12: Planänderungen, Kjeåsen, Hardangervidda

 

[...] Navi und ohne Campingplätze durch das Land der Fjorde gehen. Den vorherigen Teil der Serie findet ihr hier.

 

[...] Der nächste Morgen: Die Sonne strahlte am blauen HImmel und diesmal ließen wir uns Zeit mit [...]

 

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09.11.2016 21:02    |    casiosv

Super Blog! Ich war dieses Jahr mit meiner Freundin auch in Norwegen. Es ist wirklich ein wunderschönes Land. Wir waren in KW 29/30 dort. Die Menschenmassen zur Trolltunga kann ich nur bestätigen! Einfach verrückt. Vor allem fand ich es ziemlich leichtsinnig, dass sich auch etliche Leute nur mit einer Wasserflasche, leichter Kleidung und kaum festem Schuhwerk noch am Nachmittag um 16:00 Uhr auf dem Hinweg gemacht haben! Man konnte fast sagen der Weg ist rund um die Uhr besucht.

Wir haben "oben" übernachtet. Das war die beste Nacht überhaupt. :)

Auf dem Kjerag war ich auch, obwohl das Wetter schlecht war und der Skiroller-Worldcup an der Zufahrtsstraße statt gefunden hat. Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und so rutschig war es gar nicht.

Für Auto-Action war auch gesorgt. :D In Bergen angekommen wollten die Bremsen nicht mehr....

Alles in allem ein sehr abenteuerlicher Urlaub den ich aber sehr gern in Erinnerung behalten werde.



10.11.2016 18:44    |    Hakuna Matata

Wobei in KW 29/30 das Tageslicht sehr lange besteht. Gerade diese Läufer, die nur mit Sportschuhen, leichter Kleidung und Wasserflasche bewaffnet loslegen können da mMn noch locker erst um 16 Uhr starten. Wanderer sollten es sich jedoch in der Tat gut überlegen.

 

Das Gebäude am Ufer auf dem ersten Bild steht in Bergen?

 

Ich sehe, du kommst auch aus Nürnberg oder bist du wie ich mit ortsfremden Kennzeichen unterwegs?

 

@casiosv


10.11.2016 21:15    |    casiosv

Das erste Bild zeigt die Oper in Oslo.

Ja es stimmt, es war sehr lange hell. Denke aber das viele diese Wanderung auch leicht unterschätzen. Meine Freundin ist eigentlich nicht so begeistert vom wandern und deshalb auch nicht so gehfest. Ich hätte uns das an einem Tag so nicht zugetraut. Mit Zelt, Essen, Kleidung, Kocher, Schlafsäcken und Isomatten waren wir am ersten Tag 8 Stunden unterwegs bevor sie dann keine Lust mehr hatte. Und dann waren es noch ca. 3 km bis zur Trolltunga.

Bei ca. km 4, ich glaube das müsste ziemlich genau im Ende vom zweiten Anstieg gewesen sein, hat uns ein hefitger Regen erreicht. Da kam schon mal ein Abbruch ins Gespräch. Die nächsten 2 km gab es dann Stille, und Wasser von oben. :D Haben dann am zweiten Tag das Zelt mitsamt der Ausrüstung zurückgelassen und sind so fast doppelt so schnell den Rest abgegangen. Ich mit Rucksack und sie hinterher. Auf dem Rückweg haben wir dann alles eingesammelt.

 

Komme aus Nürnberg, wohne aber jetzt in Stein. :)


Deine Antwort auf "Norwegen Roadtrip - Teil 11: Trolltunga"

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