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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

19.06.2016 21:48    |    Dynamix    |    Kommentare (74)

Hello Petrolheads,

 

welcher Autofreak kennt Sie nicht, die klassischen Pony und Muscle Cars, welche bis heute noch viele Autofahrer durch Ihre für heutige Verhältnisse schon fast obszöne Optik sowie die großen Motoren begeistern. Mit neuen Umweltschutzbestimmungen war ja Anfang der 70er erstmal Schluss mit Performance made in USA. Seit ein paar Jahren allerdings gibt es wieder vermehrt günstige Performance für die Masse, so wie damals zu Zeiten der Muscle Car Wars.

 

Erst kürzlich hat Dodge mit seiner Viper ACR so gut wie alles platt gemacht was Räder hat, Chevrolet haute den neuen Camaro auf Basis des ATS raus und rückt damit dem BMW M3/M4 gefährlich nah auf die Pelle und Ford brachte mit dem Mustang GT350R das wohl radikalste Pony Car seiner Firmengeschichte raus. Dazu steht die Neuauflage des Ford GT in den Startlöchern welchen man dieses Wochenende in LeMans bewundern durfte. Für mich Grund genug mal einen Blick auf die wichtigsten US-Car Neuheiten der jüngsten Vergangenheit bzw. Zukunft zu werfen.

 

Fangen wir mal bei FCA an. Mit dem Hellcat Motor hat man schon letztes Jahr eine ganz eigene Modellfamilie geschaffen. Mit dem 717 PS starken 6,2 Liter Kompressor Hemi hat man dabei ganz in guter alten Chrysler Tradition ein Monster von einem Motor geschaffen der es bisher in den Charger und den Challenger geschafft haben. Nächster Kandidat für die chryslersche Kraftkur ist der Jeep Grand Cherokee.

 

Gehen wir doch mal ein wenig ins Detail:

 

Charger Hellcat

 

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Der Charger Hellcat ist quasi die Familienkutsche unter den Modern Muscle Cars. Mit gut 5 Metern Länge und 4 Türen ist genug Platz für Kind und Kegel. Mit einer Beschleunigung von 3,7 Sekunden auf 100 km/h und einer Top Speed von 328 km/h dürfte sich so ein Charger nicht nur auf dem Highway, sondern auch bei uns auf der Autobahn sehr wohl fühlen :) Die Kraft wird klassisch an die Hinterräder übertragen. Die reinen Daten sind schon sehr beindruckend und eine echte Kampfansage an die Konkurrenz. Richtig bitter wird es für die Konkurrenz dann aber beim Preis: Für gut 62.300 Dollar vor Steuern bekommt man die laut Dodge schnellste Serienlimousine der Welt. Zumindest in Sachen Leistung bzw. Preis-/Leistungsverhältnis haben die Konkurrenten da noch ernsthaften Nachholbedarf ;)

 

Fahrbericht Charger Hellcat

 

Challenger Hellcat

 

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Auch den Challenger bekommt man mit dem Höllenmotor. Die Fahrleistungen bewegen sich dabei auf einem ziemlich ähnlichen Niveau wie beim Charger. Dodge gibt an mit dem Challenger im Serientrimm eine Zeit von 10,8 Sekunden auf dem Dragstrip zu schaffen was schon eine echte Hausnummer ist. Selbst ausgewachsene Supersportler bewegen sich für gewöhnlich bestenfalls im 11er oder 12er Bereich. Ein besonderes Feature der Hellcat Modelle ist der sogenannte Valet Key, mit dem die Leistung des Wagens stark begrenzt wird. Er begrenzt die Höchstdrehzahl auf gut 4000 u/min, ebenso stehen in diesem Modus die ganzen Performance Einstellungen im Bordsystem nicht zur Verfügung und die Leistung wird elektronisch begrenzt. Erst der rote Schlüssel schaltet die komplette Gewalt der Höllenkatze frei. Preislich startet der Challenger knapp unterhalb des Chargers und so müssen gut 60.000 Dollar vor Steuern für den zweitürigen Hellcat berappt werden.

 

Fahrbericht Challenger Hellcat

 

Viper ACR

 

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Die Viper ACR ist Dodges neuester Streich im Kampf um die Performance Krone. Die Entwickler des SRT (Street Racing Technology) Teams haben der Viper ein umfassendes Aerodynamik Paket spendiert. Dadurch bekommt die ACR Viper einen monströsen Heckflügel der einem ausgewachsenen GT Rennwagen zur Ehre gereichen würde sowie lauter kleine Modifikationen an der Karosserie wie die kleinen Flaps oder die riesige Lippe an der Frontstoßstange. Der Motor selbst blieb hingegen so gut wie unangetastet. Mit dem 8,4 Liter V10 schlummert in der Viper immer noch der größte Motor den man in einem Serienauto kaufen kann. Er leistet in der ACR nun gut 6 PS mehr als in der Serie. 654 PS und 814 NM stemmt der Motor auf die Kurbelwelle und damit steht mehr als genug Kraft zur Verfügung. Geschaltet wird in der Viper traditionell über ein 6-Gang Schaltgetriebe was besonders die Traditionalisten erfreuen dürfte :)

 

Damit die ganze Kraft auch auf die Straße gebracht wird hat man neben der extremen Aerodynamik auch viele weitere Modifikationen vorgenommen. Die Reifen kommen von Kumho und wurden speziell für die Viper entwickelt. Das Fahrwerk stammt von Bilstein und ist ebenso perfekt auf die Viper angepasst worden. Gleiches gilt für die riesige Carbon Keramik Bremse von Brembo. In 3,7 Sekunden gehts auf 100 km/h und die Top Speed ist mit 285 km/h angegeben. Dies ist deutlich langsamer als die Standard Viper, allerdings ist dieser Umstand dem starken Abtrieb der Aerodynamik Teile zuzuschreiben. Allein der Heckspoiler erzeugt bei Top Speed über eine Tonne Abtrieb. Damit hat die Viper in den USA diverse Streckenrekorde eingestellt, darunter auch den in Laguna Seca!

 

Kommen wir an dieser Stelle nun zu GM!

 

 

Cadillac ATS-V

 

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Der ATS ist Cadillacs erster ernsthafter Anlauf in der Mittelklasse. Von Anfang an auf ein sportliches Fahrerlebnis ausgelegt soll er Cadillacs neues sportliches Image untermauern. Der ATS ist schon in der normalen Ausführung keine lahme Schnecke, als ATS-V wird er zum Königsmörder welcher seine Konkurrenz in Grund und Boden fährt. Die Altherrenmarke Cadillac als BMW Killer? Klingt komisch, richtig? ;) Ist aber so! Der ATS-V hat bisher in so gut wie jedem Vergleichstest die Konkurrenz aus deutschen Landen geschlagen. Egal ob C-Klasse AMG, M3/M4 oder Audi S4, alle hatten Sie gegen den ATS-V das nachsehen. Der ATS-V kommt mit einem 3,6 Liter V6 Bi-Turbo mit 470 PS und wahlweise mit einer 6-Gang Handschaltung oder dem exzellenten 8-Gang Automaten. Zu haben ist das ganze ab knapp 60.500$. Ein nackter M3 kostet mal eben 3000$ mehr ;)

 

Vergleich M3 vs. C63 AMG vs. ATS-V

 

Cadillac CTS-V

 

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Der CTS-V ist im Prinzip wie der ATS-V, nur noch mal alles eine Stufe höher. Wenn der ATS-V quasi die 10 auf dem Verstärker ist, so ist der CTS-V die 11 ;) :D Schon die letzte Version des CTS-V war eine echte Kampfansage in Sachen Performance und man hat viel dafür getan damit die neue Version noch besser wird. Angetrieben wird der CTS-V vom LT4 V8 den man auch aus der Corvette Z06 kennt. Im Gegensatz zum Vorgänger hat man hier keine entschärfte Version des konzernweiten Top Motors verpflanzt sondern den Motor mehr oder weniger ohne große Veränderungen in den CTS verpflanzt. Damit stehen mehr als ausreichende 640 PS zur Verfügung ;) Weiterhin kommen auch hier die 8-Gang Automatik (Handschalter sind in der Klasse mittlerweile out) zum Einsatz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen :cool: Los geht der Spaß ab 84.000$.

 

Wie gut der CTS-V ist zeigt euch Randy Pobst im folgenden Video, viel Spaß beim anschauen ;)

 

CTS-V Test Randy Pobst

 

Chevrolet SS

 

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Dem SS hatte ich ja schon mal früher einen Blogartikel gewidmet. Der SS ist quasi der legitime Nachfolger des 1996 eingestellten Impala SS. Der SS kommt mit einer leicht entschärften Version des LS3 Motors, einem 6.2 Liter V8. Er leistet 415 PS und wird entweder als 6-Gang Schalter oder als 6-Gang Automat ausgeliefert. Weitere nette Dreingaben sind die Brembo Bremsen und die bereits in der Standardversion sehr reichhaltige Ausstattung mit Tempomat, Klima, Sportsitzen, Navi und und und. Einziges wirkliches Extra ist das Schiebedach :D

 

Zu haben ist der SS für geradezu lächerlich günstige 46.575$. Für den Preis wird man bei der Konkurrenz schwerlich eine vergleichbare Limousine finden ;)

 

Motor Trend beschrieb den SS als eine Art aussterbende Art und verglich den SS deshalb mit der ihrer Meinung nach wirklichen letzen klassichen Sport Limousine, dem BMW M5 E39.

 

Motor Trend SS vs. M5 E39

 

Interessant ist der Vergleich alle mal!

 

Chevrolet Corvette Z06

 

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Seit Mitte letzten Jahres gibt es von der C7 wieder eine Performance Version. Kam die Vorgängerin noch mit einem 7 Liter Small Block und 512 PS, so setzt GM bei der neuen Version auf eine stark modifizierte Version seines 6,2 Liter Small Blocks. Dieser leistet nun Dank Kompressor 659 PS und massige 880 NM Drehmoment. Der Standardsprint ist in 3,4 Sekunden abgehakt und erst bei 330 km/h ist Schluss mit lustig. Wer mehr Wert auf Trackperformance legt kann mit dem optionalen Z07 Paket noch ein spezielles Spoilerkit ordern welches den Abtrieb auf der Strecke nochmals deutlich steigert, wenn auch schon wie bei der Viper auf Kosten der Höchstgeschwindigkeit. Die Z06 stellt nicht nur das Topmodell des GM Konzerns dar, Sie ist auch das stärkste Auto das GM je gebaut hat. Gott sei Dank bietet GM neben dem Camaro auch die Corvette ganz regulär in Deutschland an. Zum Importeur muss für eine Z06 also keiner mehr ;) Bei gut 110.000 Euro geht es los. Nicht viel für ein Auto mit dem man locker Autos verseilt die das doppelte bis vierfache kosten! Nichts desto trotz dürfte die Z06 in Deutschland eine eher seltene Erscheinung bleiben.

 

Vergleichstest Corvette Z06 vs. Viper ACR

 

Camaro/Camaro ZL1/Camaro Z/28

 

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Die neueste Generation des Camaro ist kaum auf dem Markt und schon ärgert er die etablierte Konkurrenz aus Good ol Germany. Der neue Camaro ist deutlich kleiner und leichter als sein Vorgänger der noch auf der Zeta Plattform von Holden stand. Mit dem Modellwechsel spendierte man dem Camaro die Alpha Plattform welche Ihr Debüt beim Cadillac ATS hatte. Am augenscheinlichsten dürften die deutlich geschrumpften Ausmaße des Camaro sein, da die Alpha Plattform eine Mittelklasse Plattform ist. Positiv ist allerdings das dadurch deutlich gesunkene Gewicht was wiederum der Performance zu Gute kommt :cool:

 

Diese wurde von der Fachpresse bisher nur gelobt, manche Tester wünschten sich nach der Probefahrt im Camaro sogar das der LT1 V8 auch im Cadillac ATS zum Einsatz kommt ;) Wie gerade angedeutet bekommt man beim Camaro schon ab Verkaufsstart den V8 den es im ATS bisher nicht gibt. Somit bleibt sich der Camaro in der Hinsicht schon einmal treu. In der Super Sport Version treibt der bekannte LT1 V8 mit 6,2 Litern Hubraum aus der Corvette C7 den Camaro an. Mit gut 455 PS leistet dieser gut 20 PS mehr als sein Vorgänger. In Kombination mit dem leichteren Chassis kann man sich ausmalen wie viel besser der Camaro dadurch wird ;) Den Standardsprint bringt der Camaro in glatten 4 Sekunden hinter sich und auch in Sachen Querdynamik muss er sich nicht vor der Konkurrenz verstecken. In einem ersten Vergleichstest mit einem M4 unterlag er zwar knapp auf dem Rundkurs, in allen anderen Disziplinen lag er allerdings gleichauf oder war sogar besser weshalb er den Vergleichstest am Ende auch gewonnen hat.

 

Vergleichstest Camaro vs. M4

 

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Bereits angekündigt ist ein neuer ZL1 Camaro. Hier soll der LT4 aus der Corvette Z06 zum Einsatz kommen. Heißt im Klartext: 650 PS in einem Mittelklasseauto. Der ZL1 soll GMs berühmtes Magnetic Ride Fahrwerk bekommen, ebenso wie eine deutlich kräftigere Bremsanlage. Getriebeseitig hat man die Qual der Wahl: Entweder greift man zum 6-Gang Handschalter oder man gönnt sich gleich GMs brandneues 10-Gang Automatikgetriebe welches dem Handschalter in Sachen Performance mehr als überlegen sein dürfte. Weiterhin hat man die Wahl zwischen Coupe und Cabriolet. Die Qual der Wahl kann manchmal so schön sein ;) Man darf auf jeden Fall auf die ersten Tests gespannt sein.

 

https://www.youtube.com/watch?v=GXiF2PWfJZA

 

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Ebenso angekündigt ist eine neue Z/28 Version des Camaro, also die rennstreckenorientierte Version des Camaro. Ford hat in diesem Segment mit dem Mustang GT 350/R ordentlich vorgelegt. Viel ist leider bisher nicht bekannt. Aus den ersten Erlkönigvideos lässt sich aber schließen das der Z/28 gott sei Dank wieder einen Saugmotor bekommt. Es gab bereits Spekulationen das man den V8 zugunsten des Bi-Turbo V6 des ATS-V fallen lassen würde. Dem ist scheinbar nicht so. Leider gibt es zum Motor selbst keine weiteren Infos. Auf der einen Seite wird über eine getunte Version des LT1 spekuliert, auf der anderen Seite gibt es Gerüchte der Z/28 könnte einen brandneuen 7 Liter V8 bekommen welcher damit der legitime Nachfolger des LS7 V8 wäre :cool:

 

Ich persönlich hoffe auf letzteres, schließlich war der LS7 ein feiner Motor und eine moderne und verbesserte Version mit sagen wir mal 500-600 PS (in dem Bereich müsste die Leistung am Ende liegen wenn man auf der einen Seite den Mustang schlagen, aber auf der anderen Seite den Abstand zum ZL1 wahren will) wäre noch viel feiner, besonders als Sauger :)

 

https://www.youtube.com/watch?v=VyWNiKpcNoQ

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ou2yJ-rk178

 

Kommen wir beim Stichwort Mustang auch gleich zu Ford!

 

Mustang GT350/R

 

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Mit dem GT350 hat Ford den quasi Nachfolger des Boss 302 auf die Beine gestellt. Dieses Auto schreit geradezu Rennstrecke aus jedem Stück Blech. Mit dem GT350 meint Ford es durchaus ernst und so beließ man es nicht bei einer simplen Leistungssteigerung. Der intern "Voodoo" getaufte 5,2 Liter V8 Sauger ist eine komplette Neuentwicklung bei welcher man nur ein Ziel kannte: Einen formidablen und modernen Rennmotor zu bauen der aber gleichzeitig seine amerikanischen Wurzeln nicht verleugnet. Der Motor hat dafür eine Flat Plane Kurbelwelle bekommen was ziemlich ungewöhnlich für einen US-V8 ist. Dadurch kann der Motor allerdings höher drehen und so bei Bedarf bis zu über 8000 mal pro Minute drehen. Ziemlich heftig, selbst für einen modernen Motor! Der Motor leistet entsprechend 526 PS für die man den Motor ordentlich ausdrehen muss. Für sportliche Fahrer sollte dies allerdings eher eine Lust als eine Qual sein. Für Fans von Hochdrehzahlsaugern ist der Motor eine Offenbarung und vermutlich einer der letzten seiner Art :cool: Noch erfreuter dürfte diese Klientel sein wenn Sie hört das man den GT350 ausschließlich mit Handschaltgetriebe bekommt! Wie GM, so verbaut auch Ford im Mustang ein magnetisches Fahrwerk welches die Dämpfung in Bruchteilen einer Sekunde an die Straßenverhältnisse anpasst.. Um den Kontakt zur Fahrbahn bemühen sich Michelin Pilot Sport Cup 2. Eingefangen werden die 526 verhexten Pferdchen von einer Brembo Bremsanlage mit gelochten Scheiben. Wer das R Paket bucht bekommt dazu auch noch einen Spoiler sowie die Carbon Felgen (sic!) über die im Vorfeld viel spekuliert und berichtet wurde.

 

Los geht das ganze bereits bei 49.000 Dollar, wer die volle Packung will muss gut 69.000 Dollar investieren, womit ein voll ausgestatteter GT350R gerade mal 2000 Dollar überhalb eines nackten M4 liegt um den der Mustang sicherlich Kreise fahren wird. Vielleicht sollten sich die Fahrer der Konkurrenz so langsam nach einem anderen Auto umsehen ;) Im Preis enthalten ist übrigens ein Fahrtraining damit die Käufer lernen mit einem derart potenten Auto auf und abseits der Strecke umzugehen!

 

Mustang GT350R vs. Chevrolet Camaro Z/28

 

Ford GT

 

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Auf dieses Auto haben sicherlich nicht nur Ford Fans sehnlichst gewartet. Gut 10 Jahre nach dem letzten GT hat Ford das flehen der Fans erhört. Ford kündigte letztes Jahr auf einer Automesse völlig überraschend den neuen GT an welcher dieses Jahr sein Debüt in LeMans gab und wohl im Herbst ausgeliefert wird. Ein Wunder wie Ford es geschafft hat die komplette Entwicklung geheim zu halten!

 

Der Ford GT hat sich ganz der Performance verschrieben, so musste für eine bessere Aerodynamik und weniger Gewicht der V8 dem V6 Ecoboost weichen. Fans mag dies zwar wehtun, allerdings tut der Ecoboost der Performance keinen Abbruch. Man rechnet mit ca. 600 PS+ was für den GT auf jeden Fall genug ist ;)

 

Optisch ist der neue GT im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern dabei eine Revolution. Beim Vorgänger legte man ja nur sehr behutsam Hand an die GT40 Form ;) Schaut man sich die Karosserie im Detail an sieht man wie wichtig Ford scheinbar die Aerodynamik war. Besonders interessant sind die Flügel die auf den ersten Blick wie C-Säulen wirken. Überall an der Karosserie findet man funktionale aerodynamische Details. Dies zeigt Fords Anspruch mit dem GT einen hochmodernen Supersportler auf die Straße zu bringen. Da darf man auf jeden Fall auf die ersten Tests gespannt sein!

 

Wer jetzt schnell sein Scheckheft zückt, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Der Ford GT wird nur an handverlesene Kunden verkauft. Ich gehe stark davon aus das der Wagen eh längst ausverkauft ist ;)

 

Vorschau Ford GT

 

Als richtiger Petrolhead darf man sich wohl glücklich schätzen im hier und jetzt zu leben, schließlich sind effiziente und ökologische Autos gefragter denn je und wer weiß ob und wie lange wir noch Spaß an Verbrennungsmotoren haben. Natürlich wird es auch in Zukunft Performanceautos geben, die Frage ist allerdings ob diese dann immer noch so hinreißend gut klingen wie die Kandidaten in diesem Artikel ;)

Hat Dir der Artikel gefallen? 13 von 14 fanden den Artikel lesenswert.

20.06.2016 09:30    |    pico24229

Toller Artikel. Sehr angenehm zu lesen


20.06.2016 09:33    |    PIPD black

YEAH! GREAT STUFF!:)


20.06.2016 10:01    |    Trottel2011

Fett! Oder auf englisch: SICK! ;)

 

Für das Geld bekommt man in Europa eigentlich keine Leistung


20.06.2016 10:04    |    Dynamix

Leider! :( Wie geil wäre es gewesen wenn Europa auch einen massentauglichen 8-Zylinder gehabt hätte! Blöderweise glaubte unsere Autoindustrie scheinbar das V8 Motoren nichts für den gemeinen automobilen Pöbel sind ;)

 

Mir fällt da gerade der berühmte "Rover" V8 ein, der ja eigentlich eine Buick Entwicklung war die man dann doch nicht lange im Programm hatte weil man mit dem Ergebnis nicht zufrieden war. Da wurde dann ein amerikanisches Wegwerfprodukt über Jahrzehnte als Premiummotor verkauft, das können auch nur wir Europäer.


20.06.2016 10:18    |    Trottel2011

Der Rover V8 war ja auch DER V8 in Europa... Die Verkaufszahlen dieses eine Motörchens waren schon stark... Volks V8 für Europa... In fast jedem englischen Wagen konnte man den einbauen. Wie heute die LS Conversions :D gibt genug XJS mit dem Rover V8 statt dem V12! ;)


20.06.2016 10:22    |    Dynamix

Der ist ja noch lange Zeit in diversen Kit Cars gelandet ;)

 

So ein MX5 mit LS1 würde ich mir übrigens sehr gefallen lassen :D


20.06.2016 10:22    |    Paul121

V8 is eh zu schwer, dann doch lieber n R6 :D


20.06.2016 10:26    |    pico24229

Naja leichter als ein Eisen-R6 ;)


20.06.2016 10:28    |    Dynamix

Naja, zwischen einem LS1 und einem M50 B25 liegen gerade mal 50 Kilogramm Gewichtsunterschied. Das wird durch die 158 mehr PS und die 238 mehr NM mehr als kompensiert würde ich sagen :D


20.06.2016 12:14    |    V8-Junkie

Ich muss sagen der neue Ford GT ist eines der wenigen Autos die mir, je länger ich ihn betrachte, umso besser gefallen. Am Anfang hat mir vor allem das Heck nicht wirklich gefallen, aber mittlerweile gefällt er mir wirklich gut. :) Leider wird er wahrscheinlich, wie sein Vorvorgänger, ein Traum bleiben. :(


20.06.2016 12:15    |    Dynamix

Den Vorgänger kriegst du auch nicht geschenkt :D


20.06.2016 12:19    |    V8-Junkie

Der interessiert mich auch nicht. Der ist ja quasi nur eine größere/modernere Version des GT40. Da würde ich doch lieber nen alten GT40 oder den neuen GT haben wollen.


20.06.2016 12:34    |    KnopfKopf1990

'Murica! F*ck yeah!


20.06.2016 12:35    |    SBseinefrau

Sehr schöne Übersicht, danke dafür.

Der Chevrolet SS ist für mich ein interessantes Auto, mit der Power in einer Limousine, wenn ich mit meinem Hintern nicht mehr tief genug komme, um in der Vette Platz zu nehmen!;):D:D:D

Coole Kiste!:cool::cool::cool:


20.06.2016 17:57    |    Rockport1911

Für mich bitte einen Charger Hellcat, oder einen Caddy CTS- V :)

 

Jetzt wo es den Mustang offiziell in Deutschland gibt sprießen die wie Gras aus dem Boden. Wo bekommt man schon nen 5.0 V8 mit Werksgarantie zu den Preisen? Und die Ecoboost- Modelle sind auch nicht von schlechten Eltern. Sogar die autombilen "Softskills" werden recht gut umgesetzt.

 

Dagegen ist der lang erwartete neue große Caddilac CT6 eine Enttäuschung. Luxus geht anders und viel besser:

https://www.youtube.com/watch?v=S_7OFrdfeF8


20.06.2016 18:00    |    scion

Oh.. da ist jemand wie ich, grosser Fan vom Motor Trend Channel :D

Ich schau da immer gern rein und erfreue mich an den coolen Moderatoren und Tests.

Oftmals haben die sogenannten deutschen Premiumprodukte das Nachsehen.

Selbst beim Vergleich 2015 Bentley Mulsanne Speed vs 2016 Mercedes Maybach... sehr lustig :D

https://www.youtube.com/watch?...

 

Das Angebot an leistungsstarken Wagen in USA ist schon beeindruckend. Hoffentlich bleibt das noch eine Weile so.

Leider soll der Chevy SS 2017 vorm Aus stehen, weil auch seine Holden-Brüder vorm Aus stehen, was dann wohl auch den geilen Vauxhall VXR in GB betreffen wird.

 

Zum Thema Jaguar mit LS3-Umbau:

https://www.youtube.com/watch?v=OTAXykiqsGs ...geil


20.06.2016 18:26    |    Dynamix

An Motor Trend mag ich das Sie wenigstens ehrlich sind. Wenn der ATS-V besser ist als die AMG C Klasse aber diese aufgrund subjektiver Kriterien gewinnt dann sagen die das auch offen und ehrlich. Bei AMS und Co dagegen werden dann krampfhaft Argumente konstruiert damit der gewünschte Kandidat am Ende gewinnt obwohl er schlechter ist.


20.06.2016 19:42    |    Trottel2011

Motor Trend hat unglaublich viel zu bieten. HotRod Garage und Roadkill sind meine Lieblinge :D


20.06.2016 19:51    |    Dynamix

Ich mag Randy am liebsten :) The Racing Line Funde ich noch sehr gut. Da bringt er einem gewisse Fahrtechniken auf lustige und verständliche Art und Weise näher :)


20.06.2016 20:09    |    Trottel2011

Okay, ich bin eher der Techniker (huch, wer hätte das erwartet!? :D)... Was ich Mist finde ist 'Dirt Every Day'. Das ist irgendwie nicht so gut... Der Host ist irgendwie lahm...


21.06.2016 07:32    |    bermuda.06

Ich bin auch ein Motor Trend Fan :) Ich schätze die Kombination aus Unterhaltung und objektiven Kriterien. Mir ist kein anderes Magazin bekannt welches so "runde" Tests abliefert.

 

Was mich gewundert hat, dass selbst der normale Camaro im Grunde besser ist als ein M4. Von wegen Amis gehen nicht gut um die Kurve....Von der subjektiven Agilität und sportlichen Fahrbarkeit war der Camaro sogar nennenswert besser als der M4.

 

Genauso genial ist der Cadillac CTS V. Im Grunde eine Corvette Z07 mit Limo-Karosserie :D Corvette Motor, Keramikbremsen so groß wie Pizzateller, viele Carbonteile und eine irre Vmax. Bei Jay Lenox Garage hat man dazu viel erfahren. Besonders der, wie bei einem Rennwagen, vollverkleidete Unterboden aus Carbon-Platten ist sehr beeindruckend :)


21.06.2016 07:34    |    Dynamix

Jetzt bin ich verwirrt. Hatten die nicht mal irgendwo behauptet der CTS-V hätte normale Bremsscheiben weil Carbon/Keramik bei Tests keinen Unterschied gemacht hat bis auf einen happigen Aufpreis? Oder war das der ATS-V?! :confused:


21.06.2016 07:47    |    V8-Junkie

Wie man auf der Homepage von Cadillac erfährt hat der CTS-V "nur" normale Bremsscheiben. Carbon-Keramik Bremsen gibts nur bei der Corvette mit Z07 Package.


21.06.2016 09:09    |    bermuda.06

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Entwickler von Cadillac gesagt hat, dass es Keramikbremsen sind. Vielleicht nur für die usa?

Macht aber bei so einem schweren Auto Sinn.


21.06.2016 09:48    |    Dynamix

Ich habe da mal ein Interview gesehen wo es hieß das man die Keramik Bremsen nicht für sinnvoll hielt weil Sie das gewünschte Ergebnis auch mit normalen Stahlscheiben hinbekommen haben. Das Ergebnis spricht für sich würde ich sagen :)

 

Schlecht bremsen tut der Hobel ja nun nich ;)


21.06.2016 13:19    |    SXE10

Die Hellcat Modelle sind zwar schön und gut, aber stehen für mich für ALLES was Falsch mit Chrysler/Dodge ist.


21.06.2016 13:56    |    Dynamix

Inwiefern falsch?


21.06.2016 14:04    |    SBseinefrau

Da bin ich jetzt aber auch gespannt??

Kommt jetzt die Umwelt/CO 2 Diskussion? Wenn ja, bitte warten, ich

benötige noch Popcorn und Kaltgetränke.:D


21.06.2016 14:28    |    SXE10

Weil sie nicht in der Lage sind ein günstiges Auto zu bauen. Chrysler ist super darin, starke Musclecars zu bauen aber das letzte gute ,,economy car" was sie gebaut haben, war der erste Neon und den gibts schon seit über 15 Jahren nicht mehr... Chrysler macht die selben Fehler, welche sie bereits in den 1970er Jahren gemacht haben.


21.06.2016 14:31    |    PIPD black

Dafür haben sie doch nun Fiat.;)


21.06.2016 14:39    |    Dynamix

Warum? Die haben doch bei Chrysler mittlerweile den Fiat 500 und Dodge hat in der Kompaktklasse den Dart im Programm. Der kostet knapp 17.000$ und ist damit nur ein paar Hunderter teurer als der Chevrolet Cruze.

 

Dodge wird ja hier eh nicht mehr angeboten.

 

Man darf an dieser Stelle allerdings auch nicht vergessen das Chrysler immer schon mit Abstand der kleinste der "Big" Three war. Die kamen zu besten Zeiten auf 15% Marktanteil während GM locker 50% hatte und Ford gut 25% hatte. Der Rest hat sich auf die Importmarken aufgeteilt. Entsprechend hatten die weder die technischen, noch die monetären Möglichkeiten sich so breit aufzustellen wie Ford und GM, davon ab ist Chrysler in seiner Geschichte schon mehrfach an der Pleite vorbeigeschrammt. Da war nicht viel Spielraum für neue Autos. Chrysler war ja lange Jahre aus dem V8/RWD Business ausgestiegen. Wo Ford und GM noch solche Autos im Programm hatten hat Chrysler auf Frontantrieb und V6 Motoren gesetzt. Heckantrieb und V8 gabs bestenfalls noch in Trucks.


21.06.2016 14:42    |    SXE10

Aber für den breiten US-Markt? Versteht mich nicht Falsch, ich mag die Hellcats, aber sie sind nicht das, was Chrysler gerade braucht. Sie sollten einen Kleinwagen bauen, den die Amerikaner kaufen möchten, anstatt einen Supercharger an einen Challenger zu bauen.


21.06.2016 14:54    |    Dynamix

Ich weiß nicht ob wir aneinander vorbeireden. Der Dart ist ja für den US-Markt gebaut. Ist zwar ne Alfa Romeo Plattform aber der Cruze steht ja auch auf einer konzernweiten Kompaktplattform die auch bei Opel zum Einsatz kommt.

 

Der Dart läuft zwar meines Wissens nicht so gut aber Sie bieten mit dem Dart zumindest einen legitimen Nachfolger des Neon an und schicker als der Neon ist er alle mal ;) Gut, der Neon war mit knapp 13.000$ deutlich günstiger aber vergleich die beiden Autos mal.

 

Auch im Kompaktsegment sind die Ansprüche gestiegen und der Dart hat mit dieser Plastikwüste namens Neon nichts gemein. Modernere Technik, bessere Haltbarkeit und der um welten bessere Innenraum. Die Daimler Chrysler Ära war mein persönlicher Tiefpunkt für Chrysler. Da kann man fast froh sein das die Italiener das mit dem Autos bauen wieder ernst nehmen. Was DMC damals rausgehauen hat waren billigst zusammengeschusterte Autos in deren Entwicklung man keinen Cent zuviel investiert hat. Die Quittung hat das Daimler Management ja dann bekommen indem die Verkäufe bei sämtlichen Chrysler Marken deutlich abgesackt sind.

 

Seit Fiat den Laden schmeißt geht es Chrysler deutlich besser. Die Qualität der autos ist gestiegen und die Verkäufe ebenso. Nicht umsonst finanziert Fiat aus diesen Gewinnen gerade seine eigene Genesung, da warten auch noch genug Baustellen.

 

Marchionne war immerhin schlau genug zu erkennen das er erst Chrysler richten muss wenn das Konstrukt FCA dauerhaft Bestand haben soll und der Erfolg gibt Ihm ja Recht :)


21.06.2016 16:03    |    Stratos Zero

Mit Kleinwagen kann man auf dem US-Markt kein Geld verdienen, mit solchen Autos wie den Hellcats hingegen schon, FCA handelt in dieser Hinsicht völlig richtig


21.06.2016 17:25    |    SXE10

Ich hab doch keine Ahnung :'D Alles was ich gesagt hab hab ich aus dem video zum Challenger Hellcat meiner lieblings YouTube-Carshow geklaut: https://youtu.be/uNgb_BUsOs4 schaut es euch bitte mal an.:)


21.06.2016 17:27    |    SXE10

Allerdings macht er in dem Video den Fehler nicht zwischen Leistung an den Rädern und leistung am motor zu unterscheiden


21.06.2016 19:54    |    i need nos

Mein Favorit: Charger Hellcat:)


21.06.2016 21:14    |    DIESEL4LIFE

Charger Hellcat für den Alltag. Eine geräumige und praktische Limousine, um im alltäglichen Verkehr mitzuschwimmen.

Den Shelby 350R für den Spaß am Wochenende.


22.06.2016 09:15    |    Sitzheitzung

Toller Artikel, wie eine Präsentation von aktuellen Muscle Cars einer professionellen Zeitschrift.

 

Vielen Dank!


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Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

La macchina nera: Geschichten um die Wiederauferstehung meiner Vespa ET4 50

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen, eigene Gedanken oder einfach nur anderes Zeug an dem ich irgendwie geschraubt habe :D

 

Enjoy your stay!

 

Dynamix

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