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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

27.08.2014 22:39    |    Designs    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: 8R, Audi, Q5

Audi E-tron Expierence (Part 02)

 

Ausweichmanöver im S4

 

Im Rahmen des Programms zur Audi e-tron Expierence (Blogartikel Part 01) gab es noch weitere Punkte, um etwas mehr zu er“fahren“. So ging es also im nächsten Schritt darum, ein wenig die Reaktionsfähigkeit zu schulen, und mittels elektronischer Helferlein namens ABS und ESP ein Ausweichmanöver zu simulieren.

 

S4 Avant - AufstellungS4 Avant - Aufstellung

 

Die bereitgestellten S4 sind mit Zusatzinstrumenten ausgestattet, wie zum Beispiel die auf dem Armaturenbrett aufgebrachte Signalleuchte, die entweder links oder rechts kurz vor dem Hindernis eine gesperrte Fahrspur verdeutlichen soll.

Die Übung besteht also aus folgendem Ablauf: Ab in den S4, Start mit Vollgas in Richtung dem simulierten Pylonenhindernis und warten bis die Signalleuchte auf dem Cockpit in grellem Rot leuchtet. Linkes Licht rot bedeutet ausweichen nach rechts und umgekehrt. Nun ist also Reaktion gefragt. Mit vollem Druck aufs Bremspedal und in die richtige Richtung ausweichen. Das alles auf nasser Fahrbahn.

 

Von außen sieht das relativ unspektakulär aus. Bei der ersten Instruktionsfahrt mit dem Fahrtrainer wirft es uns im Auto von links nach rechts. Die weiblichen Mitfahrer geben leicht verstört ein quieken von sich. Auf der eigentlich recht kurzen Anfahrtsstrecke beschleunigt der S4 mit seinen 333PS dennoch unter röhrendem Motor auf immerhin 80km/h.

Wie gut die eigene Reaktionsfähigkeit ist, zeigt das zweite Zusatzinstrument an. Dort aufgelistet ist die Reaktionszeit und der in dieser Zeit zurückgelegte Weg.

 

Doch vorher gibt es noch einen kleinen Exkurs in die Theorie der Fahrdynamik. Übertragungskräfte der Reifen, Unterschiede zwischen Front-/Heck- und Allradantrieb, Übersteuern und Untersteuern.

 

TheoriestundeTheoriestunde

 

Jetzt aber ab ins Auto und den ersten Testlauf gestartet. Die Pylonen nähern sich schnell, ich stehe immer noch auf Vollgas und frage mich in einem Bruchteil schon, wie ich es überhaupt noch schaffen soll hier auszuweichen. Plötzlich blitzt die Lampe auf – Vollbremsung, Lenkrad auf die richtige Seite rumgerissen und den Bremsdruck beibehalten, bis der Wagen steht. Geschafft! Alle Pylonen stehen noch, das Zusatzinstrument zeigt eine Reaktionszeit von 0,40s an – ein guter Wert. Auch die folgenden Übungen klappen gut, die Reaktionszeit konnte ich noch auf 0,38s reduzieren – mehr war nicht drin. Im täglichen Verkehr wird man das wohl nicht erreichen, schließlich wartet man bei dieser Übung ja auf das Signal.

 

Beeindruckend bei dieser Übung war auf jeden Fall, dass die Elektronik hier volle Unterstützung leistet. Trotz Vollbremsung, starkem Einlenken und Lastwechsel war der S4 nicht aus der Ruhe zu bringen und blieb jederzeit voll in der Spur. Trotzdem eine Situation, die ich auf der Straße nicht erleben möchte.

 

 

Offroad-Parcours im Q5

 

Letzter Programmpunkt des Tages ist eine Simulation der Offroad-Fähigkeit im Q5. Das Audi Driving Experience Center hält hierfür einen separaten Offroad-Parcours bereit, bei dem Verschränkungen, Unwegsamkeiten, Steigungen oder Schräglagen durchfahren werden können. Da hier doch etwas fahrerisches Können gefragt ist und niemand auf dem Dach landen möchte, beschränkt es sich hier auf eine Mitfahrt beim Instruktor.

 

Audi Q5 - PipeAudi Q5 - PipeAudi Q5 OffroadAudi Q5 Offroad

Audi Q5 OffroadAudi Q5 OffroadAudi Q5 OffroadAudi Q5 Offroad

Q5 OffroadQ5 OffroadQ5 OffroadQ5 Offroad

 

Es ist schwierig hier alle Eindrücke zu beschreiben, deshalb sagen Bilder oder die Videos sicher mehr als viele Worte. Kurz gesagt: Weder 55% Prozent Steigung/Gefälle (auf der AMI in Leipzig waren es sogar noch mehr), noch 35 Grad Schräglage oder volle Verschränkungen konnten den Q5 hier aus der Ruhe bringen. Es wurde auch wieder einmal bewiesen, dass das allseits bekannte Video X-Drive gegen Quattro (bei dem der Quattro scheinbar hilflos kapituliert) eine provozierte Situation darstellt, die mit einem kurzen Gasstoß durch die Elektronik übergangen werden kann.

 

Beeindruckendstes Szenario war für mich auf jeden Fall die Fahrt auf der Schräge – bei welcher ich ohne zu übertreiben spekuliert habe, ob wir jeden Moment seitlich umkippen. Ich weiß also jetzt, was der Q5, wie vermutlich auch die meisten anderen der belieben Premium-SUVs, zu leisten vermag. Wohl wissend, dass sicherlich keines dieser Fahrzeuge im Alltag jemals in vergleichbaren Umständen bewegt wird. Und ganz ehrlich – ich würde es mich mit meinem Q5 auch nicht zutrauen. Aber man fährt mit einem Sportwagen ja auch nicht immer 300km/h – aber es genügt ja oft zu wissen, dass er es könnte. ;-)

 

 

Weitere Videos des Q5 auf dem Offroad-Parcours des Driving-Experience Center findet ihr unter diesen Links:

Audi Q5 - Wippe

Audi Q5 - Pipe

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24.08.2014 13:09    |    Designs    |    Kommentare (66)    |   Stichworte: 8VA Sportback, A3, Audi

Die Audi e-tron Experience (Part 1)

 

Elektronen-Tango im A3 Sportback

 

Die alternativen Antriebe sind im Trend. Ein Trend, der viele neue Namen mit sich bringt, die oft einfach nur verwirrend sind. Electric, Hybrid, Range-Extender, E-Cell, i-MiEV, plug-in, e-motion, iOn, F-Zell, g-tron usw. Die Hersteller werfen mit Bezeichnungen um sich, die Technik dahinter unterscheidet sich oft völlig. Hier den Überblick zu behalten fällt schwer.

 

e-tron Schriftzug am Hecke-tron Schriftzug am Heck

 

Audi ergänzt den Markt nochmals um ein weiteres Modell - der neueste Spross hört auf den Namen Audi A3 Sportback e-tron. Dieser gruppiert sich in die Klasse der Plug-in Hybridfahrzeugen ein. Mit ordentlicher Elektronenladung an Bord kann man in verschiedenen Modi den vorhandenen Benzinmotor mit dem immerhin 75kw starken Elektromotor kombinieren. Wer sich mit den 75kw begnügt und auf den „Kick down“ verzichtet, kann den A3 auch ausschließlich elektrisch und damit flüsterleiste bis zu 50km bewegen.

 

Der 150PS starke 1.4TFSI bewegt den A3 an sich schon recht flott, unterstützt durch den Elektromotor kann man als Systemleistung gesamt bis zu 204PS abrufen, was zu wirklich guten Fahrleistungen führt und den A3 zur Not auch in 7,6s auf 100km/h beschleunigt. Das Datenblatt bietet noch ein paar mehr technische Werte, die sich durchaus sehen lassen können:

 

  • 350Nm Drehmoment
  • 222km/h Höchstgeschwindigkeit (130km/h bei reinem Elektrobetrieb)
  • Durchschnittsverbrauch ca. 1,5-1,7l/100km
  • etwa 35g Co²/km
  • Reichweite bis zu 940km

 

Soweit die durchaus interessante Theorie. Doch gegenüber Elektromobilität herrscht – zumindest bei mir - immer eine gewisse Skepsis. Sind die Werte realistisch? Welche Einschränkungen habe ich im Alltagsbetrieb? Was treten für Folgekosten auf?

Ich habe mich deshalb sehr über die Einladung zur Audi e-tron Experience gefreut, die vorrangig einen Einblick geben soll, wie „außergewöhnlich normal“ der neue A3 Sportback e-tron ist.

 

Erste Testfahrt im A3 e-tron

 

Am Audi Showroom des Flughafen Münchens werden wir erwartet, sowohl vom Audi-Team, als auch von der schön nebeneinander aufgestellten A3 e-tron Flotte, die in strahlendem Rot erscheint. In einem ersten Briefing werden der Tagesablauf und die technischen Details des ab Ende des Jahres erhältlichen Modells vorgestellt. Dann führt der erste Weg vom Flughafen aus bis nach Neuburg in das kürzlich eröffnete neue Audi Driving Experience Center.

 

Startaufstellung am Flughafen MünchenStartaufstellung am Flughafen München

 

Wer mit Audi vertraut ist, wird sich auch im Cockpit des A3 etron schnell in gewohnter Weise zurechtfinden. Auch von außen unterscheidet den A3 etron nicht viel von seinem rein benzingetriebenen Bruder. Nur der e-tron Schriftzug und die in der Heckansicht fehlende Abgasanlage lassen auf ihn schließen. Im Innenraum findet man anstatt des gewohnten Drehzahlmessers die Energieanzeige welche sofort informiert, wie viel Prozent gerade abgerufen werden, bzw. ob man sich im Charging-Modus befindet.

 

Die größte Unsicherheit gibt es nach dem Druck auf den Start-Knopf. Das Gewohnheitstier Mensch wartet auf ein Startergeräusch und einen brummelnden Motor. Der A3 etron bleibt stumm. Er signalisiert seine Bereitschaft lediglich mit einem kleinen Zucken der Energieanzeige auf „ready“. Vielleicht war das auch der Grund dafür, dass der ein oder andere „Mit-Tester“ leichte Startschwierigkeiten hatte.

 

A3 e-tron CockpitA3 e-tron CockpitRestreichweite elektrisch/BenzinRestreichweite elektrisch/Benzin

 

Nun also die 6-Gang S-tronic auf „D“ gestellt und das Gas antippen. Der A3 rollt geräuschlos vorwärts und behält dies im Modus „EV“ bei geladener Batterie auch bis 130km/h bei. Außer einem Abrollgeräusch der Reifen und den typischen Windgeräuschen ist nichts zu hören. Innerhalb der Stadtgeschwindigkeiten ist dies doch sehr imponierend, auf Landstraßen bei Tempo 100 fällt es allerdings kaum auf. Hier ist ohne einen Blick auf die Anzeigen kaum auszumachen, ob der Benzinmotor nun mitläuft, oder nicht. Erst beim beherzten Durchdrücken des Gas(Strom?)pedals bis auf den Grund, schaltet dieser deutlich hörbar zu, dreht sofort fleissig nach oben und gibt die komplette Systemleistung frei – unabhängig seiner Betriebstemperatur. Wer bisher schön darauf achtet sein Auto immer warmzufahren, dem stellen sich hier die Nackenhaare auf. Der e-tron holt sich seine bezinbetriebene Unterstützung zur Not auch bei frostigen Temperaturen ohne Vorwarnung mit voller Drehzahl. Wie lange mag das gut gehen? Audi ist sich seiner Sache sicher, erklärt uns, dass ausreichende Tests stattgefunden haben und der 1.4TFSI hier zusätzlich mit einem „Robustheitspaket“ ausgestattet wurde, das unter anderem speziell behandelte Laufflächen der Kolben beinhaltet. Ein gewisser Rest an Skepsis bleibt trotzdem.

 

Hybrid nach Wahl mit Sparpotenzial

 

Der Schalter „EV“ in der Mittelkonsole lässt dem Fahrer die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi. Soll´s heute rein elektrisch vorangehen, oder nimmt man den Automatikmodus, in dem beide Motoren das optimale Zusammenspiel selbst wählen? Die gespeicherte elektrische Energie kann auch für einen späteren Zeitpunkt vorgehalten werden, z.B. für eine anstehende Stadtfahrt. Oder man legt Wert auf maximale Energierückgewinnung, um die Batterien zu laden.

Die rund 80km Distanz konnten wir hier tatsächlich mit einem Durchschnitt von rund 1,5l/100km zurücklegen (zuzüglich der fast voll verbrauchten Akkukapazität von 8,8kwh), ohne dabei besonders auf Energieeffizienz zu achten. Ich möchte an dieser Stelle aber schon gestehen, dass die Energieanzeige irgendwie ein wenig das eigene Öko-Bewusstsein anspricht und man zum erzogenen “Stromsparer“ mutiert.

 

Aber stellen wir doch mal eine kleine Rechnung auf: 1,5 Liter Benzin (nehmen wir mal 1,60€/l) macht 2,40€, zuzüglich ca. 2€ Stromkosten (8kwh * 0,25€/kwh) macht gesamt 4,40€ für100 km.

Setzt man für eine vergleichbar starke Benzinmotorisierung 7 Liter Durchschnittsverbrauch an, landet man bei 11,20€/100km. Bei angenommender Jahresfahrleistung vom 20000 km macht dies eine Differenz von 1360€/Jahr – sicher eine Überlegung wert. Einiges dieser verlockenden Einsparung verlässt jedoch bereits im Vorfeld das eigene Konto - für die stolzen 37900€ Grundpreis. Und es setzt natürlich die jederzeit optimale Nutzung der Hybridenergie voraus. Lange Strecken oder Urlaubsfahrten sind dank der Gesamtreichweite von 940km kein Problem, spielen aber durch den damit einhergehenden hohen Anteil an reiner Benzinfahrt negativ in die Gesamtbilanz ein.

 

Was bleibt ist die Frage nach der Preisentwicklung als Gebrauchtwagen. Die Zeichen der entsprechenden Agenturen stehen laut Audi gut und bescheinigen ähnlich stabile Restwerte wie bei einem herkömmlichen A3. Geht der Trend so weiter, wird er vielleicht sogar noch gefragter sein? Oder wird der A3 e-tron als Gebrauchtwagen ein unverkäuflicher Ladenhüter, aus Angst vor hohen Folgekosten? Wir dürfen gespannt sein.

 

Welche Kritikpunkte oder Bedenken gibt es also jetzt wirklich gegen den A3 e-tron? Ehrlich gesagt nicht sehr viele, außer die Anschaffungskosten. Die grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Batterielebensdauer werden von Audi mit immerhin 8 Jahren Garantie auf den Akku quittiert. Die Fahrleistungen sind gut, die Fahrdynamik unterscheidet sich trotz stattlichem Leergewicht von 1615kg nicht merklich vom normalen A3, was wir auf dem Handlingsparcours selbst testen durften.

 

Dynamikparcours im Audi Driving CenterDynamikparcours im Audi Driving CenterAuch im Handling eine gute FigurAuch im Handling eine gute Figur

 

Wer ein passendes Fahrprofil (mehrere Kurzstrecken, viele Stadtfahrten) vorweisen kann und gute Lademöglichkeiten hat (Garage mit Steckdose empfehlenswert), den werden auch die 2:45-3:15 Std. Ladezeit (Lichtstrom/Starkstrom) nicht schockieren und der sollte den A3 e-tron in seinen künftigen Anschaffungsüberlegungen vielleicht mit einbeziehen.

Technikfreaks kommen dank Audi Connect und der Handyapp auf Ihre Kosten und können dabei Ladezeiten, Verbräuche, Systemstatus, oder auch die Standheizung/Klimatisierung und mehr überprüfen und steuern.

 

 

Meine persönliche Vision wäre ein perfektes Zusammenspiel von vernetzter elektrischer Energie im Bereich Fortbewegung und Haustechnik. Photovoltaik auf dem Dach, möglichst eigen genutzt, u.a. zur Heiztechnik. Überschüssige Energie zur Ladung des Fahrzeugs verwenden. Warum nicht auch den Energiespeicher des Fahrzeugs rückspeisend als Heizenergie nutzen, wenn dieses vorübergehend nicht benötigt wird?

Ich denke die Zukunft hält uns hier noch einiges bereit und der A3 e-tron könnte durchaus ein Teil dessen werden…

 

Was es e-tron unabhängig sonst noch bei der Audi Experience zu erleben gab, folgt hier in Kürze in einem weiteren Blog-Beitrag. ;)

 

Hier geht es zum 2. Teil des e-tron Events

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