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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

29.10.2016 20:12    |    Designs    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: Audi, GA, Q2

Der Audi Q2 – wie gut ist #untaggable?

 

 

Eines der ersten Dinge, die mir zum Q2 einfallen, ist der Hashtag. Schließlich erhält der neue kleine Audi alle möglichen Tags – und das obwohl er ja eigentlich #untaggable ist. Da sag noch einer, Werbung funktioniert nicht!

 

Und deshalb bin ich ihn probegefahren – am Tag. (<- Achtung, das war ein deutsches Wort :D)

 

Nach Übernahme des Schlüssels stehe ich vor einem #brauereipferd in Korallenorange Metallic. Auch wenn die Eventlocation eine alte Brauerei ist, passt die Bezeichnung Pferd so gar nicht zur kleinsten Quh in Audis Stall. Eigentlich ist er mit seinen knappen 4,20m eher ein Kälbchen. Eines, das mit dem 1.4 TFSI s-tronic in der Grundausstattung bei knapp 27.000€ beginnt und mit ein paar schicken Extras und Spielereien letztendlich doch irgendwo ca. 35-40.000€ kosten wird. #unbelievable

 

 

Was bereits von außen auffällt – das Design mag die Geister scheiden, ist aber doch eigenständig. Wer sich bei A3/A4/A6 über nicht zu unterscheidenden Einheitsbrei beschwert, der wird zugeben müssen, dass der Q2 keine große Verwechslungsgefahr mit anderen Audi Modellen aufweist. Zwar zeigt der große Singleframe-Grill deutlich aus welchem Hause er kommt, aber trotzdem wirkt er mit seinen Ecken und Kanten von vorne fast etwas knuffig. Das Heck bietet im Leuchtendesign wenig bis keine Ähnlichkeit mit den anderen aktuellen Audi-Modellen – speziell hier auf Motor-Talk habe ich immer wieder von Vergleichen mit 1er BMW oder Polo gelesen.

 

Wieviel Platz hat man denn nun in dieser undefinierten Fahrzeugklasse? Der Q2 ist etwas kürzer als ein A3 und bietet auf dem Rücksitz trotzdem noch genug Platz um auch längere Zeit angenehm zu sitzen. Aber nur wenn der Vordermann nicht gerade 1,90m ist – denn dann wird´s eng. Dafür bleiben hinten noch 405 Liter Kofferraumvolumen übrig. Wer einen kleinen Flitzer sucht, mit dem man die Kids von A nach B bringen kann, während man zwischendurch noch beim shoppen war, der ist hier gut beraten und ergattert gleichzeitig noch die derzeit allseits begehrte höhere Sitzposition. Und so könnte dies auch ein attraktiver Zweitwagen für junge Familien sein und den eigentlich angestrebten Käuferkreis von gut betuchten Youngstern oder Hipstern ergänzen.

 

 

Mit ein paar verspielten Farben und einem optional andersfarbig wählbaren Blade, wie man es schon vom R8 kennt, kann man sich einen Mini-SUV im eigenen Style konfigurieren, der sogar technisch auf Wunsch einiges zu bieten hat. LED-Fahrlicht, bunte Ambientebeleuchtung innen, Virtual Cockpit, Parkassistent, Rückfahrkamera, Side Assist, Lane Assist, ACC, MMI Navigation Plus oder auch ein wirklich gelungenes Bang & Olufsen Sound System – die Bandbreite (oder viel mehr die Aufpreisliste) ist groß..

 

 

Wer auf das Virtual Cockpit verzichten möchte, der bekommt weiterhin zwei analoge Rundinstrumente und eine mickrige dazwischen liegende Multifunktionsanzeige, so wie man sie seit mindestens 15 Jahren kennt - #unacceptable

 

Liegt der Rest des Innenraums auf Audi Niveau? Jein. An sich ist der Innenraum gut verarbeitet, viele der einzelnen Elemente kennt man aus A3 oder A4. Grund zur Diskussion bietet in der Tat die Türverkleidung. Auch wenn der Türgriff noch mit Alu Applikationen belegt ist, besteht der Rest aus zwei verschiedenfarbigen, genarbten Kunststoffen. Kein Stoff, kein Leder. Das wirkt einfach und mäßig gemütlich. Klapprig sind diese aber nicht, im Gegensatz derer vom Konzernbruder Seat Ateca.

 

 

Der 1.4 TFSI mit S-Tronic ist auch für den Stadtverkehr eine gute Wahl. 150PS genügen dem Q2 absolut und ermöglichen kurze Sprints oder auch akzeptables Beschleunigen bis ca. 180km/h, danach wird es etwas zäh. Er läuft im Teillastbereich sehr ruhig, ist bei gemäßigter Fahrweise kaum zu hören. Die S-Tronic schaltet gut und schnell. Nur wer nicht vorausschauend unterwegs ist, muss hin und wieder eine Gedenksekunde hinnehmen. Geht man beispielsweise im efficency Modus vom Gas, kuppelt die S-Tronic aus und lässt den Wagen in Leerlaufdrehzahl segeln. Wer jetzt einen spontanen Spurt per Kickdown befiehlt, bringt die S-Tronic erstmal ins grübeln. Hat sich diese dann irgendwann für den richtigen Gang entschieden, wird endlich eingekuppelt und die Drehzahl hochgejagt. Da können aber auch mal gut 1-2 Sekunden vergehen. Wer also überholen möchte ist gut bedient den Gang manuell vorzuwählen.

 

Laut Datenblatt liegt man damit im Mix bei 5,2 Liter/100km, tatsächlich sind Werte unter 7 Liter realistisch locker möglich. Der sicher nicht geschonte Testwagen hatte einen aktuellen Verbrauch von 7,1 Liter – in der Münchner Innenstadt. Das mag auch am COD (Cylinder on demand) liegen, mittels dem er bei Lasten unter 100Nm und im Schubbetrieb im Drehzahlbereich von 1400-3200U/min den zweiten und dritten Zylinder abkoppelt. Im NEFZ Zyklus soll dies laut Audi 0,4L/100km Vorteil bringen, bei extrem moderater Fahrweise sogar bis zu 20% einsparen.

 

Die ersten Q2 dürften demnächst in freier Wildbahn zu sehen sein und werden uns damit beweisen, dass auch dieses Format seine Anhänger findet und vielleicht den ein oder anderen Käufer von Mercedes GLA oder des Mini Countryman auf seine Seite zieht…

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28.10.2016 22:20    |    Designs    |    Kommentare (10)

Audi S5 Coupe – eine nicht ganz objektive Testfahrt

 

Der neue Audi S5 steht derzeit vor Auslieferung bei einigen Händlern zur Probefahrt bereit – und falls ihr noch in den Genuss einer solchen kommen solltet, dann nutzt die Chance.

 

Viele werden vielleicht gar nicht merken, dass A5/S5 als neues Modell erhältlich sind. Denn die optischen Veränderungen hält Audi derzeit unter einem mehr als dezenten Deckmantel. Allenfalls die stärker konturierte Motorhaube mit ihren vielen Falten lässt das neue Modell in der Frontansicht erkennen. Meiner Ansicht nach nicht unbedingt eine Verbesserung – aber darauf möchte ich gar nicht näher eingehen.

 

Ich verzichte an dieser Stelle nämlich einfach mal auf das übliche Gefasel, sondern arbeite die beim S5 unwesentlichen Punkte mal ganz kurz ab.

 

 

Interieur -> gewohnt hohes Niveau

Exterieur -> vorhanden, optisch nur geringfügige Änderungen zum Vorgänger

Platz im Innenraum -> vorne ausreichend, hinten – für heute einfach mal uninteressant

Fahreigenschaften -> jetzt wird´s interessant!

 

Diesen Punkt lohnt es sich ausführlich zu beleuchten. 354PS aus turboaufgeladenen 3.0l Hubraum stemmen 500Nm Drehmoment über die 8-stufige Tiptronic an alle 4 Räder. Das bedeutet, dass über 1,7to Masse in 4,7s Tempo 100 erreicht haben und danach gnadenlos weiter bis 250km/h beschleunigen! Klingt schon mal nicht schlecht, aber bislang sind das nur technische Daten. Wie sich das ganze dann anfühlt ist nochmal etwas anderes.

 

Aber zurück auf Anfang. Nach dem Drücken des Start-Knopfs brummelt der 6-Zylinder los. Hörbar, aber nicht spektakulär. Langsames Warmfahren auf der Landstraße ist angesagt. Kaum merkbare Schaltvorgänge und sanftes Beschleunigen. Dank prädiktivem Effizienzassistent ist außer Lenken nichts nötig. Die Geschwindigkeit steuert die ACC selbstständig passend zu jedem erkannten Tempolimit und je nach Fahrstrecke. Selbst die Zufahrt auf den Kreisverkehr regelt die ACC so perfekt, dass kein Eingriff nötig ist. Toll, aber langweilig. Das geht mit dem kleinsten Motor ebenso gut.

 

 

Wenn das Öl aber warm ist – dann heißt es Pedal to the metal! Und dann faucht und sprotzelt der V6 hinten raus und beißt sich in den Asphalt. Der Wandler knallt die Gänge durch, als ob es kein morgen gäbe. Grip ist trotz leicht feuchtem Asphalt für den Quattro kein Thema. Ihn bringt nichts aus der Ruhe. 4x 255mm Reifenbreite stehen zur Kraftübertragung bereit.

Also geben wir mal alles – Drive Select auf Dynamic, Start-Stopp Automatik deaktivieren, ESP aus und die Tiptronic auf S gestellt. Dann im Stand voll auf die Bremse, voll aufs Gas – Launch Control aktiviert! Bei rund 3000 Touren wartet er auf Startfreigabe – und die sollte nicht zu lange auf sich warten lassen.

 

Runter von der Bremse - mit einem Satz sticht der S5 schlupffrei nach vorne wie von der Tarantel gestochen, knallt mit einem Ruck den 2. Gang rein, zieht weiter durch und ehe man es sich versieht sind die 100 längst überschritten. Der Zug reißt einfach nicht ab, selbst jenseits der 200 geht es fröhlich weiter. Bei Tacho 257 gehe ich vom Gas. Mehr war verkehrstechnisch risikofrei nicht möglich. Es hatte aber nicht den Anschein, als würde ihm die Puste ausgehen. Eines ist der S5 aber trotz aller Kraft jederzeit: sehr gut beherrschbar. Traktion satt dank quattro, ein gutmütiger Grenzbereich und Assistenten, die immer ein waches Auge haben.

 

 

Wer´s gemütlich mag, cruist auf der Autobahn im 8. Gang mit 2200 U/min dahin – bei rund 140km/h. Und plötzlich wird aus dem Biest von eben im Comfort-Modus wieder ein angenehmer Reisebegleiter, der dich mit den Massagesitzen nebenbei noch verwöhnen kann. Wenn ich aber ehrlich bin, ich mag das Biest etwas mehr…. ;-)

 

Zum gelungenen Sound des S5 gibt´s hier noch ein kurzes Video:

https://youtu.be/jmWgO6iljZ0

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