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27.05.2023 18:23    |    jennss    |    Kommentare (126)

Der neue i5 ist in 2 Varianten vorgestellt worden: Als eDrive 40 mit 340 PS Hinterradantrieb (6,0 s. auf 100) und als M60 mit 601 PS Allrad (3,8 s. auf 100). Was mir erstmal im Konfigurator auffiel: Beim i5 gibt es wie schon beim i7 kein Schiebedach mehr, nur noch ein festes Glasdach. Den Trend finde ich traurig und verstehe ich nicht. Beim i4 gibt es noch ein richtiges Schiebedach und beim Mercedes EQE sowieso (schön groß).

 

Auffällig ist, dass man beim i5 jetzt ein sehr großes Auto bekommt (5,06 m), wie sonst nur bei S-Klasse und 7er BMW. Aber der 7er ist ja auch gewachsen (5,39 m). So hat ein 5er BMW wohl etwa so viel Platz wie ein iX3 und geht statt in die Höhe halt in die Länge, steht bei Parkplätzen hinten einen halben Meter über. Dieser Trend ist in meinen Augen nicht viel besser als der zu mehr Höhe (siehe voriger Artikel). Immerhin ist die Reichweite ähnlich gut wie beim 28 cm kürzeren i4, also ca. 585 bzw. 520 km. Bei der Länge hätte ich etwas mehr kWh als 83 kWh netto erwartet, aber das ist vielleicht auch ein Tribut an die gemeinsame Plattform mit Verbrennern (lange Motorhaube). Ein ID.7 kommt mit 86 kWh auf ca. 700 km nach WLTP. Gut finde ich, dass der i5 wie der ID.7 auch als Kombis kommen sollen (2024). Beim EQE deckt das der SUV ab.

 

Die Preise liegen bei 70200 € bzw. 99500 €, siehe Konfigurator.

 

Der neue 5er als teuerster Verbrenner kostet z.B. als BMW 520d xDrive Limousine 62.350 € mit 197 PS (7,3 s. auf 100). Auch da gibt es kein Schiebedach, sondern nur das Panaorama-Glasdach für 1630 €. Eine Hinterradlenkung gibt es mit 2,5 Grad, was wenig ist (EQE bis 10 Grad). Zum Wendekreis habe ich keine Infos gefunden, aber der wird wohl kaum unter 12 m liegen.

 

Als Konkurrenzmodelle sehe ich beim kleinen i5 eDrive40 vor allem:

Genesis G80

Mercedes EQE350

VW ID.7 Pro S

Polestar 4

Kia EV6 GT (preislich)

BMW i4 M50 (preislich)

Genesis GV60 Sport Plus AWD (preislich)

Audi A6 E-Tron (demnächst)

Tesla Model 3 Performance

 

Und SUVs:

Audi Q8 50 e-tron quattro

Skoda Enyaq L&K (570 km Reichweite, 286 PS)

Genesis GV70 Electrified AWD

BMW iX3

Ford Mustang Mach-E Standard Range AWD

Tesla Model Y Performance

 

Und beim großen i5 M60:

Mercedes EQE43 AMG

Jaguar iPace (sehe ich nicht als SUV, da Höhe wie ID.3)

Porsche Taycan RWD (Plusbatterie)

Audi e-Tron GT Quattro

Tesla Model S LongRange

Nio ET7

Mercedes AMG C63s E-Performance (wenn es ein PHEV sein soll, mit Verbrennersound, 4-Zylinder 680 PS)

 

Und SUVs:

Lotus Eletre

BMW iX xDrive50

Polestar 3

EQE SUV 500

Audi SQ8 Sportback e-tron

 

Designmäßig erscheint er mir ziemlich konservativ, also auch von der Niere her, anders als der i4. Wie findet ihr den i5 in Bezug auf Antrieb, Reichweite, Größe, Design etc.? Wäre es eure Wahl in den jeweiligen Preisklassen? (70000 bzw. 100000 € für die Basis)

j.

 

ADAC E-Auto-Übersicht (aber teils alte Preise):

https://www.adac.de/.../

Fahrbericht: https://www.adac.de/.../

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18.05.2023 22:58    |    jennss    |    Kommentare (333)

Würdest du ein SUV beim Kauf ausschließen?

SUVs haben hier im Forum, in Instagram-Kommentaren und bei Facebook eher einen üblen Ruf, weil nicht umweltfreundlich. In der Marktwirtschaft hingegen sind sie ziemlich beliebt und verdrängen zum großen Teil die Kombis. Bei E-Autos lässt sich das jetzt ganz gut prüfen, weil man die verbrauchsbedingte WLTP-Reichweite in den Konfiguratoren sehen kann. Durch Änderung der Räder sieht man z.B. auch sofort, wie viel Verlust es bei der Reichweite gibt. Hier ein paar Vergleiche:

 

Mercedes EQS und EQS SUV 450+ (das EQE SUV ist ja leider wieder aus dem Konfigurator raus):

EQS 450+: 235/50 R19, Höhe 151,2 cm, 742 km

EQS 450+: 265/40 R21, Höhe 151,2 cm, 723 km

EQS 450+: 265/35 R22, Höhe 151,2 cm, 681 km

 

EQS SUB 450+: 265/50 R20, Höhe 171,8 cm, 663 km

EQS SUB 450+: 275/45 R21, Höhe 171,8 cm, 644 km

EQS SUB 450+: 275/40 R22, Höhe 171,8 cm, 592 km

 

Hyundai Ioniq 5 und 6 RWD (beide mit 229 PS und Techniq-Paket):

Ioniq 5: 235/55 R 19, Höhe 160,5 cm, 507 km

Ioniq 5: 255/45 R 20, Höhe 160,5 cm, 476 km

 

Ioniq 6: 225/55 R 18, Höhe 149,5 cm, 614 km

Ioniq 6: 245/40 R 20, Höhe 149,5 cm, 545 km

 

ID.3, ID.4, ID.5 (alle 204 PS, 77 kWh):

ID.3 Pro S: 215/50 R 19, Höhe 156,4 cm, 559 km

ID.3 Pro S: 215/45 R 20, Höhe 156,4 cm, 551 km

 

ID.4 Pro: 235/55 R 19 vorn / 255/50 R 19 hinten, Höhe 163,4 cm, 528 km

ID.4 Pro: 235/50 R 20 vorn, Reifen 255/45 R 20 hinten, Höhe 163,4 cm, 520 km

ID.4 Pro: 235/45 R 21 / 255/40 R 21, Höhe 163,4 cm, 525 km

 

ID.5 Pro: 235/55 R 19 / 255/50 R 19, Höhe 161,6 cm, 534 km

 

Skoda Enyaq Coupe 204 PS mit 19" Aero-Laufräder, Höhe 162,1 cm, 553 km

 

Insgesamt lässt sich sagen, dass die bei SUVs üblichen großen und breiten Laufräder zusätzlichen Reichweitenverlust bzw. Mehrverbrauch bringen. Das Design der Felgen macht aber wohl auch einen Unterschied aus. Bei VW sind die Breiten der Räder bei einem Modell immer gleich, so dass die Reichweitenunterschiede durch verschiedene Räder eher gering sind. Die Coupe-Bauform bringt ca. 1 % mehr Reichweite (ID.5 vs. ID.4). Erstaunlicherweise hat der Skoda Enyaq deutlich mehr Reichweite als der ID.5. Vielleicht, weil er etwas länger ist? Mit ebenfalls 19" ist die Reichweite praktisch auf ID.3-Level.

 

Teilweise machen alleine die Räder ca. 70 km Differenz nach WLTP aus, also beim EQS SUV und Ioniq 6. Da dürfte man in der Beschleunigung auch eine Differenz merken. Diese 70 km sind es auch nochmal zwischen Ioniq 5 und 6 bei gleichgroßen Felgen. Beim Hyundai-Händler standen hier nur 18-Zöller an mehreren Ioniq 6 (Foto). Dagegen ist im Konfigurator kein Bild der 18-Zöller. Da sieht man nur die 20-Zöller.

 

Sind SUVs also weniger umweltfreundlich? Im Verbrauch schon, aber die Unterschiede sind auch nicht so riesig, wenn man sich mit kleinen Felgen begnügt. Man muss bedenken: SUV ist nicht gleich SUV. Ein EQS SUV ist ganze 20 cm höher als eine EQS Limousine. Bei Hyundai sind es 11 cm Differenz und ein ID.5 ist gar nur ca. 5 cm höher als ein ID.3, wobei der ID.3 aber auch schon eine erhöhte Karosserie hat.

 

Bei Hyundai (22 cm) und Mercedes (9 cm) sind die vergleichbaren SUVs kürzer, was der Umwelt bzgl. Stellfläche wiederum zugute kommt. Andererseits kann mehr Länge die Aerodynamik auch verbessern. Der Ioniq 6 hätte mit 22 cm weniger Länge wohl einen etwas schlechteren Cw-Wert als 0,21. Der ID.4 ist eigentlich ohnehin ein größeres Modell als der ID.3.

 

Ich denke, das Designs macht auch einiges aus. Besonders bullige Designs, also mit hoher Fronthaube, sind bei Kritikern eher weniger akzeptiert. Persönlich stehe ich nicht auf SUVs, aber ich denke auch, dass sie pauschal keinen so schlechten Ruf verdient haben. Die Reichweitenunterschiede sind teilweise recht gering, also es hängt von den jeweiligen Modellen ab und welche Felgen verbaut wurden.

j.

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01.05.2023 13:12    |    jennss    |    Kommentare (23)

Mit welchem Antrieb fändet ihr einen ID.3 GTX besser?

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Mit dem ID.7 hat VW einen neuen Motor vorgestellt, mit 286 PS und als Singlemotor bis 180 km/h laufend. Der ID.3 GTX wird von Fans schon erwartet, aber es ist noch nicht klar, welchen Antrieb er bekommen wird. Wird es doch ein Allradler mit dem Antrieb des ID.4 GTX? (299 PS) Oder kommt womöglich der ID.7-Motor in den ID.3 GTX und es bleibt bei Hinterradantrieb, was auch dem Wendekreis und Verbrauch bzw. der Reichweite zugute käme? Welche Variante würdet ihr bevorzugen?

 

Ich schätze mal, dass der 286 PS-Singlemotor eher etwas mehr Reichweite haben wird als der 204 PSer im ID.3 Pro S (559 km), weil die Windungen im Motor dickere Querschnitte haben dürften (Widerstand geringer) und er eine Generation moderner ist. Beim ID.7 sind 615 km nach WLTP genannt, aber da spielt ja auch noch die bessere Aerodynamik des ID.7 rein. Allerdings ist der schwerer. Also tippe ich mal auf 590 km beim virtuellen ID.3 GTX mit 286 PS RWD, bei ca. 6,0 s. auf 100, sowie auf ca. 520 km beim ID.3 GTX mit dem Allradsystem aus dem ID.4 GTX, bei ca. 5,6 s. auf 100. Mit dem großen Motor hinten könnte der Kofferraum ein bisschen kleiner werden. Ob vorne überhaupt ein Motor reinpasst, ist bisher nicht klar. Aber wir gehen in der Umfrage mal davon aus :).

j.

 

PS: Mit dem neuen Motor wären weitere Varianten denkbar, z.B. vorne der kleine 109 PS-Motor aus dem ID.4 GTX und hinten der große 286 PS-Motor vom ID.7, was bei voller Addition 395 PS ergeben dürfte. Maximum wären vorne und hinten jeweils 286 PS, aber das ist auch eine Frage des Akkus, der sicherlich keine 572 PS stemmen kann. Zudem verbrauchen zwei PSM-Motoren auch mehr als ASM+PSM. Ich nehme an, der ID.4 hat nur 299 PS und nicht 313 PS (volle Addition), weil der Akku bzw. die Software da Grenzen setzt. Also bei 300+ PS müsste sich Entscheidendes am Akku tun.

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