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26.02.2018 15:17    |    jennss    |    Kommentare (39)

Uneingeschränkte Mobilität mit elektrischem Auto?

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E-Autos fahren sich toll, kein Zweifel: Kein Turboloch, schnelles Ansprechen, gutes Drehmoment, super leise, perfekte "Schaltung". Aber die Nachteile sind doch noch deutlich: Entweder eingeschränkte Reichweite oder teurer, sehr großer Akku mit fiesem CO2-Rucksack ;). Die Alternative ist verlockend: PlugIn-Hybride oder auch E-Autos mit Range Extender.

 

Doch da wäre noch eine Lösung. So manch einer hat zuhause zwei Autos und eins davon ist ein E-Auto. Das andere manchmal ein schöner, großer Kombi, Van oder SUV. Doch die Leute stellen fest, dass sie das E-Auto, das eigentlich nur das Zweitauto sein soll, viel mehr nutzen, weil die täglichen Strecken problemlos innerhalb der Reichweite liegen und es so fein läuft. Selbst die kleinen Elektriker sind da zumeist ganz problemlos. NEFZ 160 km liefern auch im Winter noch mindestens 80 km, eher 100 km Reichweite. Der große Verbrenner verottet fast, erfüllt jedoch die wichtige Aufgabe weiter Strecken, denn ein Leihwagen ist den meisten doch zu umständlich.

 

Zwei teure Autos sind insgesamt besonders teuer und wenn der Verbrenner zumeist nur rumsteht, bietet sich eine andere Kombination an: Billigen, alten, großen Verbrenner fahren und dazu ein kleines, schickes E-Auto für den Alltag. Da E-Autos ja keine Gangschaltung haben, sind sie mit "Automatik" auch ideal für den Stadtverkehr, während der Verbrenner dann durchaus Handschalter haben darf, denn auf der Autobahn schaltet man eh nicht sehr viel. Wie findet ihr diese Kombination? Lieber alten Verbrenner plus neues, kleines E-Auto (Umweltprämie!) oder lieber nur einen PlugIn-Hybriden für alles, vorausgesetzt, zwei Autos sind in der Familie eh kein Muss.

 

Wer genug Geld über hat, kann sich natürlich alles leisten und frei wählen, aber aus Umweltgründen gezielt einen alten Verbrenner als Langstreckenauto zu kaufen, ist wohl noch nicht so verbreitet. Auch gerade alte Diesel könnten damit noch einen Sinn bekommen. Ein Nachteil ist nur, dass man 2 Autostellplätze braucht und vielleicht nur einen hat. Aber ein selten genutzer Verbrenner könnte auch woanders an der Straße stehen. Da das Auto nur wenig gefahren wird, verschleißt es auch nicht mehr viel.

j.

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23.02.2018 13:40    |    jennss    |    Kommentare (19)

Wären mehr REx-Modelle auf dem Markt wünschenswert?

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Sie liegen zwischen PlugIn-Hybrid und E-Autos und erübrigen die riesigen Akkus, um genug Reichweite zu bekommen: E-Autos mit Range-Extender. Anders als beim PlugIn-Hybrid liegt der Schwerpunkt hier nicht auf dem Verbrenner, sondern auf dem E-Antrieb, so dass etwa 90% elektrisch gefahren werden kann, während PlugIn-Hybriden meist nur ca. 50% E-Anteil erreichen. Damit baut man einen größeren Akku als beim üblichen PlugIn-Hybriden ein und einen kleineren Benziner, der die Leistung nicht unterstützt, sondern nur die Reichweite verlängert. Die Gesamtleistung wird also nur durch den E-Motor mit Akku bestimmt.

 

Auf dem Markt gibt es kaum REx-Modelle. Mir fällt da jetzt nur der BMW i3 mit REx ein. Obwohl ich die doppelte Power unseres PlugIn-Hybrids sehr mag, sehe ich den Markt für REx-Modelle unterschätzt. Sicher, man hat noch einen kleinen Benzinmotor an Bord, der auch einige Kilometer mitläuft und gewartet werden muss, aber im Vergleich zu den riesigen Akkus, wie sie ein Tesla hat, kommt man günstig und leicht weg. Nachteil ggü. den großen Akkus ist, dass der REx die Leistung nicht erhöht, sondern sogar die Beschleunigung verschlechtert (beim i3 fast 1 Sekunde auf 100) während bei großen Akkus auch größere Ströme zum E-Motor fließen können. Während man für die ca. 4600 € eines REx-Motors ohne Getriebe (es geht sicher auch noch günstiger als beim i3, denke ich) auch einen Akku mit zusätzlich etwa 50 bis 70 km NEFZ-Reichweite bekommen kann, bietet der REx noch den Vorteil, auf das Benzin-Infrastrukturnetz Zugriff zu haben. Weiterhin kann man schnell "laden" und der CO²-Rucksack ist viel kleiner als bei einem riesigen Akku. Nachteilig ist, dass der REx mit kleiner Leistung bei dauerhaft hohem Tempo (Autobahn) die Geschwindigkeit begrenzt und nur bei gemischtem Betrieb für volle Power sorgt, denn er muss ja nur den Durchschnittswert über einen Zeitraum der geforderten Leistung liefern. Die hohe Spitzenleistung kann weiterhin aus dem Akku kommen, solange der genug Saft hat. Vorteil ggü. dem PlugIn-Hybriden ist, dass man auch im reinen E-Betrieb die volle Leistung hat, also z.B. beim i3 170 PS, während ein 330e rein elektrisch nur 88 PS bieten kann (auch wenn der Benziner immer zur Verfügung steht und eingreifen kann).

 

Da Langstrecken bei vielen Fahrern keinen so großen Anteil ausmachen, dürfte sogar schon der alte BMW i3 mit nur 60 Ah-Akku (190 km NEFZ) einen sehr großen E-Anteil seiner Kilometer erreichen. Dass der Tank nur 9 Liter hat, ist vielleicht insofern sinnvoll, weil man bei einem 30 Liter-Tank die meiste Zeit wohl nur einen vollen Tank mitschleppen würde. Soweit ich weiß, kann der REx im i3 aus irgendwelchen prinzipiellen Gründen den Akku nicht so einfach -wie beim PlugIn-Hybriden- aufladen, was ich etwas ungeschickt finde, aber das sollte eigentlich kein Problem sein. Nur baut eben sonst kein anderer Hersteller REx-Modelle, wenn ich mich nicht irre (den Ampera 1 gibt es nicht mehr auf dem Markt und der war mit nur 80 KM-E-Reichweite und großem Benzinmotor auch noch recht verbrennerlastig).

 

Zur Orientierung:
PlugIn-Hybride haben oft ca. 50 km NEFZ-Reichweite und erreichen damit in vielen Fällen etwa 50% E-Kilometer.

E-Autos mit REx erreichen mit 200 bis 300 km NEFZ-Reichweite wohl oft schon ca. 90% E-Kilometer

Reine E-Autos sind mit 500 bis 600 km NEFZ für die meisten Fahrer geeignet, einen zusätzlichen Verbrenner im Haushalt überflüssig zu machen.

 

Wie seht ihr das, findet ihr REx-Modelle auf dem Markt unterrepräsentiert oder ist diese Konstruktion zwischen E-Auto und PlugIn-Hybrid überflüssig?

j.

 

 

 

 

 

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16.02.2018 12:23    |    jennss    |    Kommentare (44)

Welches E-Auto wäre eure Wahl als Verbrennerauto-Ergänzung?

kleine-e-autoskleine-e-autos

E-Autos sind perfekt für Kurzstrecken und als Ergänzung zum Verbrenner im Haushalt. So macht es Sinn, im E-Auto-Bereich nach den günstigsten zu gucken, die keine so große Reichweite brauchen.

 

Normalerweise bin ich ja eher dafür, vergleichbar teure Autos in eine Umfrage zu stellen, aber hier packe ich einfach die günstigsten Modelle zusammen, weil es nicht so viele Alternativen gibt, wobei das günstigste Modell von VW der eUp! ist. Die anderen sind alle (z.T. deutlich) günstiger. Noch nicht abgezogen sind die 4000 € Umweltprämie, die es jedoch nicht zum Twizy und Microlino gibt, da die als Quad eingestuft werden.

 

Welches E-Auto wäre eure Wahl als Ergänzung zum Verbrenner im Haushalt?

j.

 

Daten/Infos:

 

VW eUp!

Preis 27190 € (inkl. Batterie)

60 KW (82 PS)

Beschleunigung 0-100 km/h 12,4 s

Höchstgeschwindigkeit 130 km/h

Reichweite 160 KM (NEFZ) bzw. Nennkapazität 18,7 kWh

CCS-Ladedose mit Schnellladung für 625 € Aufpreis (reale 100 km in ca. 30-40 Min.)

inkl. 4 Türen, Parkpilot, Climatronic, Radio "composition phone" 2 x 20 Watt, 30 Tage Verbrenner Leihwagen pro Jahr gratis (die ersten beiden Jahre)

L/B/H 3,60 m/1,64 m/1,49 m

4 Sitze

https://www.volkswagen.de/de/models/e-up.html

 

 

Smart 42 + 44 + 42 Cabrio

21940 € / 22600 € / 25600 € inkl. Batterie

Dauerleistung 41 KW / Maximalleistung 60 KW

0-100 km/h 11,5 s. / 12,7 s. / 11,8 s.

Höchstgeschwindigkeit 130 km/h

2- oder 4-Türer bzw. -Sitzer/ 2-Sitzer Cabrio

L/B/H 2.695/1.663/1.555 bzw. 3.495/1.665/1.554 (ForFour)

Ladezeit 3,5 h (4,6 KW) bzw. optional Schnellladung 1 h (bestellbar ab 1. Quartal 2018, noch nicht im Konfigurator)

Reichweite NEFZ 160 km /155 km / 155 km

https://www.smart.com/de/de/index/smart-electric-drive.html

 

 

Citroën C-Zero (Mitsubishi i-MiEV, Peugeot iOn)

21800 € (4-Türer, inkl. Batterie)

Höchstgeschwindigkeit 130 km/h

0-100 km/h 15,9 s.

Reichweite nach EPA 100 km (dürften nach NEFZ etwa 130 km entsprechen)

49 KW (67 PS)

Höchstgeschwindigkeit 130 km/h

Länge 3,47 m - Breite 1,48 m - Höhe 1,61 m

Schnellladung 80% in 30 Minuten (CHAdeMO), sonst 6 - 11 h

http://www.ecario.info/i-miev-c-zero-ion/

http://business.citroen.de/elektrofahrzeuge/citroen-c-zero.html

 

 

e.Go Life 20/40/60

Preis (Batterie inbegriffen) ab € 15.900,- ab € 17.400,- ab € 19.900,-

3 Varianten gibt es (ab ca. Mai 2018)

Leistung (Dauer-/Peakleistung) 20/20 kW 24/40 kW 32/60 kW

Batteriekapazität 14,9 kWh 17,9 kWh 23,9 kWh

Elektrische Reichweite (NEFZ) 136 km 146 km 194 km

Höchstgeschwindigkeit 116 km/h 150 km/h 160 km/h

Reisegeschwindigkeit 104 km/h 110 km/h 133 km/h

Beschleunigung 0-100 km/h 35,0 Sek. 12,0 Sek. 8,6 Sek.

Schnellste Ladezeit (Typ 2 Stecker; 1-phasig) 3,1 h 3,6 h 4,6 h

Preisliste http://www.e-go-mobile.com/.../ego-life-preisliste.pdf

L/B/H 3,35 m/1,70 m/1,57 m

4 Sitze

Keine Schnellladung

http://www.e-go-mobile.com/de/modelle/e.go-life/

 

 

Renault Twizy

7650 € zzgl. Batteriemiete z.B. 10000 Jahreskilometer über 36 Monate 54 €/Monat (macht 648 €/Jahr) oder 20000 Jahreskilometer 36 Monate 78 €/Monat (macht 936 €/Jahr)

8,8 KW (12 PS)

Höchstgeschwindigkeit 80 km/h

2 Sitze (auch als Cargo 1 Sitzer mit 156 Liter Kofferraum)

Ladezeit 3,5 h (keine Schnellladung)

Reichweite 90 km (Die tatsächliche Reichweite beträgt im rein innerstädtischen Fahrbetrieb ca. 80 km und bei Überlandfahrten auf hügeligen Bundesstraßen ca. 50 km.)

Flügeltüren

L/B/H 2,33 m/1,30 m/1,45 m (Querparken offenbar erlaubt)

https://www.renault.de/.../twizy.html

 

 

Microlino

Preis wird ungefähr 12'000 Euro betragen (inkl. Batterie)

Batterie: 8 kWh oder 14.4 kWh

Beschleunigung (0-50km/h): 5 Sekunden

NEFZ-Reichweite: 120 km oder 215 km (mit 14.4 kWh Batterie)

Maximalgeschwindigkeit: 90 km/h

0-50 km/h in 5 s.

2 Sitze

2,4 m Länge, Querparken wohl erlaubt, Fronteinstieg

Der Microlino kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden in nur vier Stunden, mit einem Typ 2 Lader sogar in nur einer Stunde.

http://www.micro-mobility.com/de/micro-erleben/microlino

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01.02.2018 22:18    |    jennss    |    Kommentare (40)

Wie oft im Jahr würdet ihr den REx wohl nutzen?

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Eine simple Umfrage, deren Ergebnis aber ganz interessant sein könnte. Beim BMW i3 REx 90 Ah (Range Extender = kleiner Benzinmotor zum Stromladen unterwegs) kann man real wohl rund 170 km im Schnitt rein elektrisch fahren (nicht 94 Ah, sondern nur 90 Ah bei REx-Version). Wenn man mehr Kilometer ohne Nachladen fahren will, muss man den REx (34 PS Benziner) nutzen. An wie viel Tagen im Jahr würdet ihr den REx wohl nutzen? (geschätzt)

 

Wie sinnvoll findet ihr REx-Varianten von E-Autos und warum gibt es nur so wenige auf dem Markt?

j.

 

PS: Test vom i3 REx: https://www.163grad.de/der-bmw-i3-94-ah-range-extender-im-test/

 

 

 

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