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11.06.2024 17:05    |    jennss    |    Kommentare (83)

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Nach der Europawahl mit einem klaren Voting für CDU und AFD (siehe Bild, stärkste Parteil nach Landkreisen, kopiert von der Tagesschau. Schwarz = CDU/CSU und blau = AFD) kann man ein bisschen auch daraus schließen, dass die Menschen gegen ein "Verbrennerverbot" sind, wie es zuletzt oft zu lesen war.

 

Was mich daran etwas stört, ist, dass es doch eigentlich gar kein Verbrennerverbot geben wird. Auch nach 2035 dürfen noch neue Verbrenner gebaut und genutzt werden. Es besteht also durchaus noch Technologieoffenheit. Was jedoch ab 2035 verboten werden soll, sind fossile Kraftstoffe in neu zugelassenen Autos. eFuels hingegen sind erlaubt.*

 

Haben die Leute also entweder nicht verstanden, was Sache ist, oder wollen sie ernsthaft bis in alle Ewigkeit das Öl aus der Erde pumpen und verbrennen? Oder geht es darum, die Entscheidung um ein paar Jahre hinauszuschieben, weil man befürchtet, dass in 11 Jahren die E-Infrastruktur noch nicht so weit ist? 2035 wird es aber auch noch viele Bestandsfahrzeuge für fossile Kraftstoffe geben. Es werden sicher noch bis über 2050 hinaus Autos mit Benzin und Diesel in Europa fahren.

 

Zur Abwahl einiger bestehender Regierungen (Frankreich will gar eine Neuwahl machen) denke ich, dass die Lage in der Welt, die zwangsläufig mit Verlust von mehr oder weniger Wohlstand verbunden ist, es aktuellen Regierungen nicht leicht macht. So gab es zuletzt große Herausforderungen zu meistern wie Corona, Chipkrise, zwei große Kriege (Ukraine und Gaza), Klimawandel und Mobilitätswandel, viele Fake-News (nicht nur über E-Autos) etc. Da hätte vermutlich auch eine Merkel-Regierung (CDU) es nicht leicht gehabt, denn die Anfänge zur E-Mobilität kamen schon zu Merkel-Zeiten.

 

Interessant wäre auch zu sehen, was die AFD in einer Koalition konkret bei diesen Themen machen würde. Wenn es ums Machen und nicht nur Kritisieren aus bequemer Oppositionsposition geht, wird vielleicht anders gehandelt als im Wahlkampf gerne behauptet wird. (?)

 

Was denkt ihr, wie eine Koalition aus CDU (unter Merz) und AFD die Mobilitätswende durchführen würde? Rechnet ihr damit, dass das Verbot von fossilen Kraftstoffen in neuen Autos ab 2035 aufgehoben oder auf später verschoben wird?

j.

 

* [HVO100 gehört aber wohl eher nicht dazu, da die Pflanzenöle seit Jahren bereits für Energiegewinnung genutzt und gar nicht entsorgt werden. Insofern ist die Verwendung im Auto ein Energieverlust anderswo.]

 

PS: Ich lasse Kommentare hier jetzt zu, obwohl ich mit politischen Themen im Blog eigentlich schwierige Erfahrungen gemacht habe. Ich bitte euch, respektvoll und mit nicht zu heftiger Formulierung zu schreiben, schon gar nicht persönlich. Bleibt möglichst beim Autothema, ohne politischen Rundumschlag. Ich sage schon jetzt, dass ich das Kommentieren vielleicht irgendwann abschalten muss, aber im Prinzip will ich Meinungen nicht unterdrücken und respektiere sie.

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11.06.2024 17:29    |    Bnuu

e-fuels waren immer konnotiert mit: das wird nie im Leben für den Bedarf ausreichen.

 

Fast alle, die dazu Statements abgaben, gingen von heute oder 'morgen früh' aus. Was Technologie kann, wenn sie muß, das wurde ausgeblendet. Sie wollten dem Verbrauchenr m.E. mindestens gedanklich keine Alternative neben dem E-Auto zulassen und es auch zwischen den Zeilen ausreden.

 

Was HVO angeht, so habe ich ganz im Ernst 3 Tage vor Markteinführung davon zum ersten Mal gehört. Und ich informiere mich normalerweise aktiv.

 

Hätte ich vor kurzem eine E-Auto gekauft (ok, da informiert man sich ggf. noch etwas mehr, aber wenn man es nicht weiß, rechnet man auch nicht mit so etwas wie HVO), hätte ich mich extrem geärgert, wenn für mich jetzt oder in Kürze HVO eine Option ist.

 

Auch zum Thema HVO: Wenn es gebraucht wird, werden sich Wege entwickeln, genügend ergiebige Quellen für die Ursprungsstoffe aufzutun. Die erste Struktur steht, was man sonst noch alles ausquetschen und chemisch verarbeiten kann, da ist noch viel Potential.

 

Ich denke da an alle Klärwerke, die organische Materialien rausziehen. Gekackt wird immer, wir haben Großstädte und viele Leute. Ob das verwendbar ist, und man im großen Maßstab irgendwelche C-H-O-irgendwas-Ketten draus basteln kann, die dann Heizöl ähnlich sind, kann ggf. die Grundlagenforschung zeigen.

 

Das alles kann sicher im Wettbewerb mit anderen Strukturen sein, das ist ja beim Strom für Autos genau so. Die Rohstoffe, die genau den Autostrom liefern (Kohle, Gas, Silizium uns für Panels, Akkumaterialien -Akkus sind auf lange Sicht auch Verbrauchsmaterial), bräuchte es sonst nicht oder sie wären für etwas anderes verfügbar.

 

edit: vergessen, die Japaner sind ja auch nicht ganz ungeschickt, Toyota, Mazda, Subaru und dazu Kawasaki und Yamaha bilden gerade eine Allianz, finde ich sehr gut:

 

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

11.06.2024 18:17    |    Haasinger

Ich halte E-Fuels für eine ähnliche Ausrede wie Gasheizungen "die aber Wasserstoff können müssen".

 

Nämlich eine Ausrede um bei bekannter Technik bleiben zu können.

Kalkuliert man das Thema E Fuels mal ordentlich durch, merkt man sehr schnell dass die Basis dieses Konzeptes ein gewaltiger Stromüberschuss sein müsste, denn sowohl die Herstellung als auch die Verbrennung bleiben extremst ineffizient. Da halte ich es für deutlich einfacher, die Bevölkerung mit E-Autos auszustatten. Und mit diesem Energiebedarf haben wir schon größte Schwierigkeiten.

 

Ich denke nicht, dass eine Änderung des Verbrennerverbots dem Automobilmarkt noch gut tun würde. Die Weichen sind gestellt, wir hatten viele Jahre der Unsicherheit - jetzt sollten wir langsam einmal Stabilität reinbringen. Was ich mir vorstellen könnte wären neue Prämien und höhere Zölle beim Thema China Import von BEVs.

11.06.2024 18:34    |    Schwarzwald4motion

Technologie kann nun mal die Physik nicht bescheißen!

Von daher gesehen ist “Was Technologie kann, wenn sie muß, das wurde ausgeblendet“ die komplett verkehrte Schlussfolgerung.

 

Natürlich geht da auch noch etwas; Tatsache ist aber die EU Regelungen zehn vor, dass der Sprit bei nicht Einhaltung der Vorgaben für Verkehr sich entsprechend versteuern muss. Wer also unbelegte ein Verbrenner erwerben möchte, darf sich hinterher nicht beschweren wenn die Unterhaltskosten lästiger werden.

 

Schließlich kauft man ein Auto nicht für die nächsten zwei Jahre, sondern das ganze Autoleben, zumindest der Anschluss Käufer wird den Preis, den er bereit ist zu zahlen entsprechend ermitteln.

 

Dem gegenüber steht, dass ein in die Jahre gekommener Akku auch problematischer wird. Aber da sind die Erfahrungswerte noch ganz am Anfang, und das Technologische Verbesserungspotenzial wird IMHO dem Thema eFuel oder Verbrennermotor meilenweit voraus bleiben.

 

Damit sollten sich die deutsche Ingenieurskunst beschäftigen, nicht mit alten Kamellen;

Um mal etwas Süffisant sarkastisch diese Hochnotpeinliche CDU-Umfrage zu zerlegen.

11.06.2024 18:42    |    jennss

Zitat:

@Bnuu schrieb am 11. Juni 2024 um 17:29:01 Uhr:

Fast alle, die dazu Statements abgaben, gingen von heute oder 'morgen früh' aus. Was Technologie kann, wenn sie muß, das wurde ausgeblendet. Sie wollten dem Verbrauchenr m.E. mindestens gedanklich keine Alternative neben dem E-Auto zulassen und es auch zwischen den Zeilen ausreden.

Ich finde es inzwischen gar nicht schlecht, dass eFuels auch nach 2035 in Verbrennern erlaubt sind. Damit lässt sich nicht mehr sagen, es wäre ein "Verbrennerverbot". Der Begriff ist zwar schön einfach, aber er führt zu Missverständnissen. Verbrenner bleiben ja erlaubt, nur dürfen neue Verbrenner ab 2035 keine fossilen Kraftstoffe mehr nutzen.

 

Zitat:

Was HVO angeht, so habe ich ganz im Ernst 3 Tage vor Markteinführung davon zum ersten Mal gehört. Und ich informiere mich normalerweise aktiv.

Ich war auch ziemlich überrascht.

 

Zitat:

Hätte ich vor kurzem eine E-Auto gekauft (ok, da informiert man sich ggf. noch etwas mehr, aber wenn man es nicht weiß, rechnet man auch nicht mit so etwas wie HVO), hätte ich mich extrem geärgert, wenn für mich jetzt oder in Kürze HVO eine Option ist.

Warum ärgern? Ich bin echt froh, dass ich schon vor 4,5 Jahren auf Elektro umgestellt habe. Ich muss zugeben, dass ich dabei nicht an die Umwelt gedacht habe, sondern einfach nur an Fahrspaß und Komfort.

 

Zitat:

Auch zum Thema HVO: Wenn es gebraucht wird, werden sich Wege entwickeln, genügend ergiebige Quellen für die Ursprungsstoffe aufzutun. Die erste Struktur steht, was man sonst noch alles ausquetschen und chemisch verarbeiten kann, da ist noch viel Potential.

Ich war auch erst sehr für HVO100, aber inzwischen sehe ich es doch kritischer. Zunächst mal kommen die meisten Lieferungen aus Asien und da sind die Quellen schwer nachzuvollziehen, d.h. es kann durchaus umdeklariertes Palmöl sein. Zum anderen würden die HVO100-Kraftstoffe statt im Dieselauto schlicht zur normalen Energieerzeugung mit ca. 40% Effizienz genutzt werden, wie es seit Jahren üblich ist. Aus https://efahrer.chip.de/.../...versprechen-ist-nicht-zu-halten_1020280 :

 

Zitat:

Altfette und -öle aus Industrie und Gastronomie, also zum Beispiel das immer wieder zitierte „Frittenfett“, werden schon seit vielen Jahren eingesammelt und verwertet. Selbst die Verwertung zusammen mit Restmüll in Müllverbrennungsanlagen ist dazu geeignet CO2 einzusparen: Das gebrauchte Öl kann dort ohne weitere Aufbereitung eingesetzt werden, sein Energiegehalt wird mit rund 40 Prozent Wirkungsgrad verstromt, in modernen Anlagen wird zusätzlich die Abwärme für Fernwärme genutzt. Wenn der Einsatz des Pflanzenöls Kohlestrom verdrängt, dann ist die CO2-Ersparnis sogar deutlich größer als bei der Verarbeitung zu HVO und der Nutzung in PKWs.

--

Zitat:

Ich denke da an alle Klärwerke, die organische Materialien rausziehen. Gekackt wird immer, wir haben Großstädte und viele Leute. Ob das verwendbar ist, und man im großen Maßstab irgendwelche C-H-O-irgendwas-Ketten draus basteln kann, die dann Heizöl ähnlich sind, kann ggf. die Grundlagenforschung zeigen.

Das wäre schon interessant, denn damit ist die Quelle nachverfolgbar (also nicht zu einer Person :D, aber es kommt aus Deutschland).

 

Zitat:

Das alles kann sicher im Wettbewerb mit anderen Strukturen sein, das ist ja beim Strom für Autos genau so. Die Rohstoffe, die genau den Autostrom liefern (Kohle, Gas, Silizium uns für Panels, Akkumaterialien -Akkus sind auf lange Sicht auch Verbrauchsmaterial), bräuchte es sonst nicht oder sie wären für etwas anderes verfügbar.

Akkus sind nur zum kleinen Teil Verbrauchsmaterial. Es sollen nach EU-Verordnung ab 2027 große Teile vom Akku zu ca. 90% recyclet werden können.

Aus https://www.avrios.com/.../...erordnung-auto-akkus-werden-nachhaltiger :

Zitat:

Derzeit sollen die Batteriehersteller die Rohstoffe Nickel und Kobalt ab 2027 zu 90 Prozent und ab 2031 zu 95 Prozent wieder verwerten. Lithium soll ab 2025 zu 50 und ab 2031 zu 80 Prozent zurückgewonnen werden.

Was zu den 100% fehlt, ist dann "Verbrauchsmaterial". Der Batteriepass sogt dann für Quellennachverfolgbarkeit. Das könnte vielleicht auch bei HVO100 klappen. Aber wie oben zitiert: Die Verwendung im Auto nimmt der anderen Energieerzeugung nur das Material und es spart den Wasserstoff, den man noch zur Erzeugung von HVO100 braucht.

j.

11.06.2024 19:18    |    Bnuu

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 18:42:14 Uhr:

Zitat:

@Bnuu schrieb am 11. Juni 2024 um 17:29:01 Uhr:

Fast alle, die dazu Statements abgaben, gingen von heute oder 'morgen früh' aus. Was Technologie kann, wenn sie muß, das wurde ausgeblendet. Sie wollten dem Verbrauchenr m.E. mindestens gedanklich keine Alternative neben dem E-Auto zulassen und es auch zwischen den Zeilen ausreden.

Ich finde es inzwischen gar nicht schlecht, dass eFuels auch nach 2035 in Verbrennern erlaubt sind. Damit lässt sich nicht mehr sagen, es wäre ein "Verbrennerverbot". Der Begriff ist zwar schön einfach, aber er führt zu Missverständnissen. Verbrenner bleiben ja erlaubt, nur dürfen neue Verbrenner ab 2035 keine fossilen Kraftstoffe mehr nutzen.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, irgendwann um 2030 wird die ganze fossile Verbots'orgie' aufgehoben. Entweder aus europweiter (Finanz- oder ökonomischer) Not heraus, oder, weil heutige Annahmen sich als falsch herausstellen. Dann wird gefahren, was attraktiv und akzeptiert ist, nicht was man, aus welchen Gründen auch immer, fahren soll.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 18:42:14 Uhr:

Zitat:

Hätte ich vor kurzem eine E-Auto gekauft (ok, da informiert man sich ggf. noch etwas mehr, aber wenn man es nicht weiß, rechnet man auch nicht mit so etwas wie HVO), hätte ich mich extrem geärgert, wenn für mich jetzt oder in Kürze HVO eine Option ist.

Warum ärgern? Ich bin echt froh, dass ich schon vor 4,5 Jahren auf Elektro umgestellt habe. Ich muss zugeben, dass ich dabei nicht an die Umwelt gedacht habe, sondern einfach nur an Fahrspaß und Komfort.

Dann ist es ja ok, wenn es paßt. Die eigentliche Motivation ist ja eben der Umweltgedanke. Also bist Du ein Exot ;-)

 

Für mich / uns als Erst- oder Zweitwagen völlig ungeeignet. Ich mag es unkompliziert, Tanken 5 min, nicht überlegen, wann und wo.

 

edit: und außerdem sieht seit Jahrzehnten keine Werkstatt unsere Wagen, Bj 93 und 11. Die 'Mechatroniker' richten mehr finanziellen Schaden als Instandsetzungs-Nutzen an, ist meine arrogante Meinung. Beispiele gibts ja zu Hauf.

 

Ich sehe außerhalb unseres EFH Viertels Leute in Mehrfamilienhäusern, die sind dort auf die Parkplätze angewiesen, müssen aber den Wagen an den zwei dortigen Ladesäulen (oder halt in der Nähe) laden. Kommen 16 Uhr nach Hause, da gibt es noch normale Parkplätze, aber nach der Ladezeit von 4 (?) Stunden, gegen 20 Uhr safe nicht mehr. Sie müssen aber die Ladesäule räumen und parken sonstwo. Ein Moppedfahrer dort (me too) hat mir erzählt, sein Nachbar ist clever :-) und parkt 16 oder 17 Uhr, lädt dann mitten in der Nacht und hofft, daß zwischen 12 und 4 keiner den Parkplatz nimmt oder bleibt böse bis um 9 an der Säule stehen. Und das ist nur ein Beispiel von Alltagslästigkeit. Nicht jeder hat n Gundstück und Module auf dem Dach.

 

Sobald die E-Autos landes und- europaweit einen Akkuwechsel in 5 Minuten gestatten, ist das kein Ausschlußkriterium mehr.

 

 

Bleiben andere Punkte, ich würde z.B. nie in meiner EFH-Tiefgarage laden.

 

Außerdem das Reparaturprozedere mit hochspannungslos (heißt das so) machen, wenn man auch nur einen Parksensor wechseln will - ist das noch so? War jedenfalls für PHEV und Vollstromer so, meine ich. Umständlich ohne Ende und kostet in der Werkstatt immer extra.

 

 

Da wäre mir ein HVO Diesel 1000x lieber. Nicht nur ich meine, daß E-Autobesitzer sich manches nicht eingestehen, schon gar nicht vor anderen.

 

Und meine alte Ninja mit Remus-Auspuff bzw. das Fahr- und Hörerlebnis kann man durch gar nichts Elektrisches ersetzen.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 18:42:14 Uhr:

Zitat:

Ich denke da an alle Klärwerke, die organische Materialien rausziehen. Gekackt wird immer, wir haben Großstädte und viele Leute. Ob das verwendbar ist, und man im großen Maßstab irgendwelche C-H-O-irgendwas-Ketten draus basteln kann, die dann Heizöl ähnlich sind, kann ggf. die Grundlagenforschung zeigen.

Das wäre schon interessant, denn damit ist die Quelle nachverfolgbar (also nicht zu einer Person :D, aber es kommt aus Deutschland).

hehe, das wäre wirklich eine sichere Quellenangabe

11.06.2024 19:19    |    joe_e30

HVO100 ist kein eFuel sondern ein bFuel und fällt damit unter das Verbrennerverbot 2035, auch wenn es 100% CO2 Neutral ist.

 

Im Kern geht es bei dem Verbrennerverbot schlicht darum, dass keine Verbrenner mehr auf den Markt kommen, die technisch gesehen was anderes als eFuel tanken können. Denn wenn das Fahrzeug erstmal beim Kunden ist, bestimmt dieser was getankt wird, und selbstverständlich kann der dann auch HVO oder fossilen Kraftstoff tanken.

11.06.2024 19:22    |    Schwarzwald4motion

Nein, das wird fahrzeugtechnisch entsprechend geregelt.

Bei eFuel heißt das Zauberwort "E-Fuels-Only"

 

Ich glaube jedoch auch nicht, dass sie ein entsprechendes Äquivalent bei HVO100 finden, aber ich kann mich irren.

11.06.2024 19:24    |    Bnuu

Wie gesagt, das wird so nicht kommen, auch keine Einschränkungen auf eFuel. Wird nur aufgebauscht.

11.06.2024 19:49    |    jennss

Zitat:

@Bnuu schrieb am 11. Juni 2024 um 19:18:47 Uhr:

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, irgendwann um 2030 wird die ganze fossile Verbots'orgie' aufgehoben. Entweder aus europweiter (Finanz- oder ökonomischer) Not heraus, oder, weil heutige Annahmen sich als falsch herausstellen. Dann wird gefahren, was attraktiv und akzeptiert ist, nicht was man, aus welchen Gründen auch immer, fahren soll.

Also du meinst, Benzin und Diesel dürfen dann auch neue Verbrenner ab 2035 fahren? Oder meinst du, dass das Verbot fossiler Kraftstoffe in neuen Verbrennern nur verschoben wird?

 

Zitat:

Dann ist es ja ok, wenn es paßt. Die eigentliche Motivation ist ja eben der Umweltgedanke. Also bist Du ein Exot ;-)

Na, ich denke mal, die meisten kaufen ein E-Auto aus Fahrspaßgründen. Das ist doch das Argument.

 

Zitat:

Für mich / uns als Erst- oder Zweitwagen völlig ungeeignet. Ich mag es unkompliziert, Tanken 5 min, nicht überlegen, wann und wo.

Du kannst nicht zuhause laden? Für Leute, die öffentlich laden müssen, sehe ich Schnelllader als geeigneter an als AC in der Siedlung. Hier sind bei uns gerade 8 Schnelllader bei Rewe freigeschaltet worden (2x 300 kW und 6x 150 kW). 2x Einkaufen in der Woche dürfte den meisten bei einem mittelgroßen Akku wohl schon reichen. Meine Prognose ist, dass in 2024/2025 viele Supermärkte etc. Schnelllader bekommen. Wer zuhause laden kann, ist schon jetzt fein raus. Nun kommt es aber darauf an, dass auch die anderen mit Elektro gut klarkommen.

 

Zitat:

Sobald die E-Autos landes und- europaweit einen Akkuwechsel in 5 Minuten gestatten, ist das kein Ausschlußkriterium mehr.

Habe neulich nahe Hannover zufällig eine Nio-Swap-Station gesehen. Siehe Bild. Sind aber noch selten. Die müssen ja auch immer Akkus vorrätig halten und das Ganze geht nur mit Batteriemiete.

 

Zitat:

Bleiben andere Punkte, ich würde z.B. nie in meiner EFH-Tiefgarage laden.

Da hätte ich keine Hemmungen :D.

 

Zitat:

Außerdem das Reparaturprozedere mit hochspannungslos (heißt das so) machen, wenn man auch nur einen Parksensor wechseln will - ist das noch so? War jedenfalls für PHEV und Vollstromer so, meine ich. Umständlich ohne Ende und kostet in der Werkstatt immer extra.

Ich habe mit dem E-Auto deutlich weniger Werkstattkosten bisher. Habe aber auch erst 99000 km runter. Erste Inspektion war bei 64000 km, natürlich ohne Ölwechsel :). Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich noch gar keine außerplanmäßigen Kosten beim E-Auto gehabt, ausgenommen einen Crash, bei dem der Unfallverursacher Fahrerflucht begangen hat. Die Software-Updates waren ja kostenlos.

 

Zitat:

Da wäre mir ein HVO Diesel 1000x lieber. Nicht nur ich meine, daß E-Autobesitzer sich manches nicht eingestehen, schon gar nicht vor anderen.

Ich würde ganz ehrlich auf keinen Fall zurückwechseln wollen. Mit dem E-Auto finde ich die Hamburger City deutlich entspannter zu fahren.

 

Zitat:

Und meine alte Ninja mit Remus-Auspuff bzw. das Fahr- und Hörerlebnis kann man durch gar nichts Elektrisches ersetzen.

Ja, das ist schwierig. Zwar sollen E-Motorräder eine Menge Spaß machen, aber Reichweiten sind da doch etwas mager.

j.


11.06.2024 19:56    |    jennss

Zitat:

@joe_e30 schrieb am 11. Juni 2024 um 19:19:46 Uhr:

HVO100 ist kein eFuel sondern ein bFuel und fällt damit unter das Verbrennerverbot 2035, auch wenn es 100% CO2 Neutral ist.

Es kann nicht 100% CO2-neutral sein, denn man braucht zur Herstellung ja Wasserstoff. Geworben wird oft mit 65-90% weniger CO2, aber eigentlich ist es null Ersparnis, da das alte Pflanzenöl eh verstromert werden würde und dabei nicht mal H2 braucht. Diese Energie wird seit Jahren nicht weggeschmissen, sondern gesammelt und verstromert mit 40% Wirkungsgrad, was einem sehr guten Diesel entspricht.

j.

11.06.2024 20:15    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 19:56:11 Uhr:

, …was einem sehr guten Diesel entspricht..

Aber nicht im PKW da fehlen noch über 20 %!

11.06.2024 20:19    |    joe_e30

Zitat:

HVO in Reinform (HVO 100) hat ein CO2-Emissionsminderungspotenzial von mehr als 90 Prozent.

https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/faq-zu-hvo-100.html

Dazu müsste der Anteil Wasserstoff allerdings ebenfalls grüner Wasserstoff sein. Aber auch mit grauem Wasserstoff ist die CO2 Bilanz weitaus besser als mit fossilem Diesel und auch besser als bei schweren Elektroautos, da der CO2 Rucksack für die Akkumulatorenherstellung doch recht groß ist. Vom Strommix mal ganz zu schweigen, aber das wird sich hoffentlich noch bessern.

 

Leichte Elektroautos haben vielleicht eine bessere Bilanz, aber auch wenig Reichweite.

 

Da sind kabelgebundene Stromer wie Straßenbahn und Zug natürlich im Vorteil.

 

Das erste was beim HVO allerdings passieren wird, ist dass der B7 Anteil beim Diesel damit ersetzt wird. Und auch B33 Kraftstoffe werden kommen.

 

Welche Ausgangsstoffe in Zukunft Verwendung für die HVO Produktion finden, muss man abwarten. Palmöl zu importieren bot sich jetzt am Anfang an. Damit entfällt auch die These, dass wir das Palmöl auch importiert hätten um in Ölkraftwerken zu verbrennen, denn es wurde ja bislang nicht importiert.

Prinzipiell könnte man auch Holz, Grünschnitt, Ernteabfälle oder Biogas nehmen. Da wird ja vielleicht heute einfach nur verbrannt, genau wie Haushaltsmüll und dann halbverbrannt deponiert.

11.06.2024 20:23    |    cookie_dent

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 18:42:14 Uhr:

Ich finde es inzwischen gar nicht schlecht, dass eFuels auch nach 2035 in Verbrennern erlaubt sind. Damit lässt sich nicht mehr sagen, es wäre ein "Verbrennerverbot". Der Begriff ist zwar schön einfach, aber er führt zu Missverständnissen. Verbrenner bleiben ja erlaubt, nur dürfen neue Verbrenner ab 2035 keine fossilen Kraftstoffe mehr nutzen.

Das ist richtig, allerdings haben sich ja auch die "Gelehrten", wie z.B. Kemfert und Quaschning, öffentlich und pressewirksam zu eFuels geäußert:

Zu teuer, unwirtschaftlich, wird niemals in großen Mengen verfügbar sein und wir brauchen den Strom anderswo (z.B. H2 Herstellung). Anschließend kommt noch die CO2 Abgabenkeule auf fossilen Sprit obendrauf und die ungeschickte Rhetorik einiger Politiker diese Entscheidung den Wählern mitzuteilen.

Der Bürger zählt nun 1 + 1 zusammen und kommt auf ein Verbrennerverbot, auch wenn die Ausführungen generell richtig sind.

 

Am Ende bin ich aber davon überzeugt, dass das "Verbrennerverbot" nur einen kleinen Anteil an der Wahlschlappe der Ampel zu verantworten hat.

11.06.2024 20:23    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Bnuu schrieb am 11. Juni 2024 um 19:18:47 Uhr:

…. irgendwann um 2030 wird die ganze fossile Verbots'orgie' aufgehoben. Entweder aus europweiter (Finanz- oder ökonomischer) Not heraus, oder, weil heutige Annahmen sich als falsch herausstellen..

Der ganze Quatsch braucht es eigentlich gar nicht, es geht halt um die Anfängliche Planungssicherheit für die Verkehrswende; Irgendwann wird auch der letzte begriffen haben dass E-Auto viel günstiger im Unterhalt sein wird, das ist jetzt am Anfang der ganzen Wende natürlich schlecht zu begreifen.

 

Finanzökonomische Probleme diesbezüglich sehe ich nur, wenn wir auf halben Weg den xxxx einkneifen.

 

Das für fossile Energie der Korruption Tür und Tor offen steht will ich nicht bestreiten, da müssen wir echt noch einiges an Hausaufgaben umsetzen. Kann man auch schon ganz schön mit AdBlue europaweit erahnen, wo die Haken und Ösen sein werden.

11.06.2024 20:44    |    PIPD black

Als wenn es bei der Wahl um Verbrenner ging.:rolleyes:

Die Wahl zeigt, dass die Politik, die von der Ampel gemacht wird, den wählenden Bürgern stinkt.

Da sind Verbrenner wenn überhaupt Randthemen, aber bestimmt nicht DER Grund für das Ergebnis.

11.06.2024 21:54    |    jennss

Ich kann mir schon vorstellen, dass es ein Teil der Wählerentscheidungen ausmacht. Natürlich nicht alles. Wäre interessant zu wissen, wie Merkel (CDU) auf diese Krisen (Klimawandel, Corona, Chipkrise, Kriege, Inflationsrate etc.) reagiert hätte bzw. ob sie auch daran gescheitert wäre.

j.

11.06.2024 21:57    |    Schwarzwald4motion

Sie ist rechtzeitig weg.

 

Irgendwann ist halt Ende mit Konsens und hinauszögern; drum klappt’s auch nicht mit Scholz, wobei Merkel hätte das schon viel intelligenter gestaltet.

11.06.2024 22:17    |    alexnoe81

Rechtlich wurde das Verbot von neuen fossilen Verbrennern doch dadurch umgesetzt, dass ein CO2-Grenzwert von 0g/km als Flottendurchschnitt ab 2035 festgelegt wurde. Dieser Beschluss erforderte eine qualifizierte Mehrheit, was in der EU bedeutet, dass 55% der Mitgliedsstaaten mit "ja" stimmen müssen, und dass die Länder, die mit "ja" stimmen, mindestens 65% der Bevölkerung haben müssen.

 

Ohne Deutschland wären die 65% Bevölkerung nicht zustande gekommen. Aber eine Änderung des Beschlusses würde nach meinem Verständnis wiederrum eine solche qualifizierte Mehrheit erfordern. Und momentan sehe ich nicht, wo die herkommen soll. Gerade in Frankreich, was ja auch eine große Bevölkerung hat, steht das Verbrenner-Aus gar nicht zur Debatte, denn dort ist Strom billig, und in Frankreich ist eine Mehrheit für den Ausbau der Kernenergie. Frankreich wird nicht für das Aus vom Aus stimmen, und ohne Frankreich wird das mit den 65% schwierig.

 

Ein Missverständnis scheint es hier aber noch zu geben: auch wenn noch nicht alles definiert ist, müssen neue Verbrenner ab 2035 voraussichtlich illegalen Erdöl-Kraftstoff erkennen, ähnlich wie Wasser im AdBlue-Tank erkennt werden muss. Für die Bestandsflotte muss es ja eine Zeitlang noch fossilen Kraftstoff geben, der darf dann aber in neuen Verbrennern nicht mehr funktionieren.

11.06.2024 22:52    |    jennss

Gute Infos, danke!

 

Angenommen Deutschland würde unter Merz/CDU mit AFD als Koalitionspartner für weiteren Verkauf von neuen Verbrennern für fossile Kraftstoffe stimmen, wäre das EU-Aus dann nicht doch auf der Kippe?

j.

11.06.2024 22:57    |    Schwarzwald4motion

Das mit den Mehrheiten hat er doch gerade erklärt, und das mit der Funktionsfähigkeit in Verbrenner habe ich oben verlinkt.

 

 

Es besteht also noch gerechtfertigte Hoffnung das mit den entsprechenden Maßregeln bei Nichteinhaltung des Sektor Verkehr was die CO2-Grenzwerte betrifft; auch die CDU genötigt ist Maßnahmen zu ergreifen.

 

Ich bin mal neugierig, ob sie diesem Populistischen Drang wiederstehen können den Schuldigen in Brüssel zu verorten.

Die Hochnotpeinliche Umfrage lässt schlimmes erahnen. :(

11.06.2024 22:58    |    Swissbob

Ein interessantes Thema:)

 

Was mir aus meinem Umfeld aufgefallen ist, ist dass viele erst durch das Verbrennerverbot angefangen haben sich für die Politik zu interessieren.

 

Bislang machte man bei höheren Mineralölsteuern die Faust im Sack, nun mobilisieren die Verbote die Bürger.

 

Das Elektroauto wird dabei als Datenkrake wahrgenommen, obwohl alle Autos mittlerweile Daten sammeln.

 

Ich plädiere für Technik Offenheit und bin gegen das Verbot.

 

Als Stadtauto mit kleiner LFP Batterie sind Elektroautos klar im Vorteil, aber auf Langstrecken bevorzuge ich den Diesel mit HVO100.

11.06.2024 23:02    |    alexnoe81

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 22:52:08 Uhr:

Gute Infos, danke!

 

Angenommen Deutschland würde unter Merz/CDU mit AFD als Koalitionspartner für weiteren Verkauf von neuen Verbrennern für fossile Kraftstoffe stimmen, wäre das EU-Aus dann nicht doch auf der Kippe?

j.

Nicht, falls ich damit richtig liege, dass für so einen Beschluss wieder eine qualifizierte Mehrheit nötig wäre: Da 15 von 27 Ländern den Beschluss ändern wollen müssten, damit das tatsächlich passieren kann, und aber offensichtlich mindestens 15 von 27 für den aktuellen Beschluss waren, müsste eine neue Regierung mehrere andere Länder umstimmen, und zwar so, dass dann auch 65% der Bevölkerung repräsentiert werden. Natürlich kann ich nicht sicher ausschließen, dass es gelingen könnte, andere Länder umzustimmen, aber Deutschland alleine kann da nichts machen.

11.06.2024 23:32    |    Bnuu

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 19:49:08 Uhr:

 

Also du meinst, Benzin und Diesel dürfen dann auch neue Verbrenner ab 2035 fahren? Oder meinst du, dass das Verbot fossiler Kraftstoffe in neuen Verbrennern nur verschoben wird?

Ersteres. Ich mag ernstgemeinte Gedanken zu allen Sachverhalten, die Verkehrswende ist mir viel zu ideologisch besetzt. Und das wird nicht anhalten.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 19:49:08 Uhr:

Na, ich denke mal, die meisten kaufen ein E-Auto aus Fahrspaßgründen. Das ist doch das Argument.

Das wäre mir echt neu. Einen Zoe oder ID.3 aus Fahrspaßgründen? Aber ok :-) , jeder so, wie er Spaß haben will

 

Ach ja, mein Firmenwagen C300de, der hatte Fahrspaß geliefert. In Summe ein Drehmoment wie ein kleiner AMG :-). Und das bei ganz angenehmem Motorsound. Ich gebe zu, ich müßte mich echt umgewöhnen, so _ganz_ ohne Motorgeräusch.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 19:49:08 Uhr:

 

Du kannst nicht zuhause laden? Für Leute, die öffentlich laden müssen, sehe ich Schnelllader als geeigneter an als AC in der Siedlung.

Die, die in Wohnungen wohnen, haben jetzt schon das Parkplatzproblem, suchen nach dem Laden. Und den Weg von der Säule nach HAuse und wieder hin... ach, alles oberlästig. Am besten sollte dann jeder Parkplatz ne Ladesäule haben. Das ist aber utopisch. Und in der Praxis ist es echt mühsam, die Verweildauer beim Laden und dann woanders parken zu müssen - wie gesagt, wenn zum Feierabend alle anderen schon geparkt haben. Man ist gezwungen, Zeit aufzuwenden, wenn mans gar nicht will.

 

Ich könnte zu Hause laden. Hätte sogar einen Reiz, die kWs tagsüber mit von den Panels zu nehmen. Wäre mir aber trotzdem zu lästig, absehen zu müssen, ob ich dann 17 Uhr genug geladen habe (oder ob ich in Kombi Netz / Solar lade). Wobei ich wochentags nicht immer tags zu Haus bin. Ganz speziell für mich ist das nicht alltagstauglich.

 

Habe jetzt einen smarten Zähler. Da kann man (in der Zukunft?) mal eben vom Netzbetreiber aus die Stromstärke beschränken - von extern. Ist ja bekannt und ich reagiere echt allergisch auf solche Eingriffe in meine Privatsphäre :-)

 

Und natürlich ist die Wahrscheinlichkeit eines Brandes beim Laden seeehr gering, aber es gibt halt die Fälle und da möchte ich trotz vernetzter Rauchmelder und Haus-Automation nicht zwei Etagen weiter oben pennen, auch nicht durch Brandschutztüren von der Garage getrennt - die von vorsichtig gesagt, nicht sehr sicherheitsaffinen Familienmitgliederinnen (ich weiß, ich bin böse) noch mit irgendwas am schließen gehindert werden. Gründe dafür hatte es schon gegeben :-)

 

Laden immer im Freien.

 

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 19:49:08 Uhr:

 

Ich habe mit dem E-Auto deutlich weniger Werkstattkosten bisher. Habe aber auch erst 99000 km runter. Erste Inspektion war bei 64000 km, natürlich ohne Ölwechsel :). Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich noch gar keine außerplanmäßigen Kosten beim E-Auto gehabt, ausgenommen einen Crash, bei dem der Unfallverursacher Fahrerflucht begangen hat. Die Software-Updates waren ja kostenlos.

Zitat:

@jennss schrieb am 11. Juni 2024 um 19:49:08 Uhr:

 

Ja, das ist schwierig. Zwar sollen E-Motorräder eine Menge Spaß machen, aber Reichweiten sind da doch etwas mager.

j.

Moppeds ist nochmal ne andere Sache.

 

Ohne Sound ist das nicht spaßig. Und man hört doch erst recht beim Mopped am Sound Dinge, die man für die Fahrt berücksichtigt, Drehzahlen, in Gängen hat man unterschiedliche Drehmomente, wenn man am Hahn dreht, man kalkuliert Motorbremse ein usw.. Da wäre E-Mopped eher nah dran am Computerspiel :-)

 

Ist IMHO wie ein guter Film mit schlechtem Ton. Und ein MotoE Mopped wiegt glaub ich knapp 300 kg. Habe eins in die Begrenzung einschlagen sehen, schlitterte ungebremst über den Kies.

 

Vom Saisonstart vor paar Jahren gar nicht zu reden, war leider sehr klischeebedienend :-0

 

https://www.motorsport-magazin.com/.../

11.06.2024 23:39    |    Old Faithful

Ich habe keine belastbaren Zahlen zu der Menge an HVO 100, die für DE erzeugt werden können. Ich höre, dass die Mengen begrenzt sind und nicht ansatzweise die Mengen an Diesel ersetzen können, die bei uns verfahren werden. Das sind täglich rund 100 Mio. Liter Benzin und Diesel, je zur Hälfte. Ganz grob. Ich gehe davon aus, dass HVO 100 ein kleines Nischenprodukt bleiben wird, die an unseren CO2-Emissionen nichts erhebliches ändern werden.

12.06.2024 00:01    |    Schwarzwald4motion

Man kann mit Fugen und Recht behaupten den anthropogenen Klimawandel zu leugnen ist eine Ideologie, und zwar eine ganz üble.

 

Was ein Volk in der Verzweiflung alles für verrückte Sachen macht nur um die Realität nicht annehmen zu müssen, zeigt die Geschichte.

Früher, dachte ich, wir könnten nicht mehr so blöd sein, mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher.

12.06.2024 00:42    |    Bnuu

jetzt wirds polemisch, hab schon drauf gewartet. Mal ein Beispiel, daß wir wesentliche Dinge nicht kennen.

 

Und nein, ich meine nicht den Kommafehler beim Spinat. Sowas unentdecktes kann aber auch zu falschen Annahmen führen.

 

BTW: Personen wie Quaschning und Kemfert mit ihrem Sprung in der Schallplatte nützen niemandem, keinem pro und keinem contra. Die kassieren nur für wenig Gegenleisung ihre ordentlichen Bezüge. Auch nicht zu verachten, es sei ihnen gegönnt. Ich wäre so mit mir nicht zufrieden. Kritisches Hinterfragen habe ich von denen noch nie gehört.

 

Zurück zum Beispiel, das ich nennen wollte:

Die Medizin, deren Errungeschaften ich sehr schätze, kann heute sehr viel. Pharmabashing ist in, aber es gibt halt wirklich viele Medikamente, z.T. teuer erforscht, z.T. mal eben gefunden. Egal. Viele Medikamente heilen, lindern verlängern Leben.

 

Es gibt Prothesen für Hauptschlagadern, Herzklappen, Hüftgelenke, Hörhilfen (Cochlea), Nervenstimulation, alles mögliche.

 

Und DANN entdeckt 'die Medizin' 2018 das Interstitium? Das möglichwerweise größte Organ im menschlichen (und vermutlich nicht nur menschlichen) Körper?

 

https://www.nbcnews.com/.../...-unknown-human-organ-could-help-n860601

 

What the hell !!!! haben die bitte die ganzen letzten 300 Jahre gemacht? :-))))

 

Und nun kommt der Gedanke, wie das Interstitium auf alle bisherigen Therapien reagiert oder nicht reagiert hat, welche Auswirkungen es hatte oder auch nicht. Keiner weiß es. Es wurde schlicht nie berücksichtigt bei Forschung, Annahmen, Tests, Studien.

 

Und genau so weiß keiner genau, was passiert, wenn Parameter A sich ändert und die Parameter B und C auch. Es _kann_ einen Zusammenhang geben, muß es aber nicht. Und Parameter I ist vielleicht gar nicht bekannt, hat aber eine Wirkung.

 

Das Klima wird in Modellen abgebildet. Die sind je nachdem, wen man fragt, auch zweifelhaft. Datenerhebung aus früheren Zeiten kann fehlerbehaftet sein. Weiß jeder, der mal einen Physik-Versuch gemacht hat. Dazu gibt es in der Wissenschaft so wie überall im Leben Selbstdarsteller. Peers trauen sich nicht, zu widersprechen, die wollen ja auch weiter ihr Gehalt haben.

 

Mir sind immer Leute suspekt, die zu komplexen Sachverhalten sagen, sie wüßten was richtig ist.

 

Jedenfalls stört mich, daß mittlerweile jeder 2. schnöde Wetterbericht zur Klimaberichterstattung wird.

 

 

Zur Technologie - heute und morgen - offen oder nicht:

 

Ich möchte echt mal wissen, welchen Anteil die in den letzten 30 Jahren nach Afrika verkauften PKW an welchen Emissionen auch immer haben - alle mit rausgeflexten KATs und DPFs - im Vergleich zur Summe der Wagen, die jetzt in Europa fahren. Ok, in Rumänien und Bulgarien auch

 

https://www.br.de/.../abgewrackt-und-exportiert-100.html

 

Denn eins ist klar: In Afrika (bekanntermaßen Riesenfläche, viele Einwohner) wird es noch Jahrzehnte einen gewissen Markt für Benzin und Diesel geben. Das ist anders gar nicht vorstellbar.

 

Also werden regional Klimmzüge gemacht, die global nur wenig bewirken.

 

Deshalb denke ich ist der ganze Einschränkungs- Spuk so gegen 2030 vorbei.

12.06.2024 06:06    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Bnuu schrieb am 12. Juni 2024 um 00:42:22 Uhr:

…Und genau so weiß keiner genau, was passiert, wenn Parameter A sich ändert und die Parameter B und C auch. Es _kann_ einen Zusammenhang geben, muß es aber nicht. Und Parameter I ist vielleicht gar nicht bekannt, hat aber eine Wirkung…

Und genau deshalb war es ja so fahrlässig, seit der Industrialisierung einfach das ganze CO2 abzulassen.

 

Ein bisschen mehr Demut vor der Beeinflussung wäre angebracht gewesen.

 

Die Medizinforschung war schon immer eine empirische Herangehensweise.

 

Im Gegensatz zur eFuel-Erzeugung, dessen chemische Voraussetzungen kennt man nur zu gut.

12.06.2024 08:59    |    Ascender

Ich denke nicht, dass Verbrennerverbote ein großer Treiber dieser Wahl waren. Den meisten, die Mitte-Rechts bis rechtsextrem gewählt haben, ging es wohl um die Migration aus Nicht-EU-Ländern. Auch wirtschaftliche Gründe werden genannt, und in Deutschland ganz speziell das Versagen der GroKo in den letzten Jahren. Wobei ich mich tatsächlich frage wie Mutti mit den ganzen Krisen umgegangen wäre. Covid, Suez-Kanal, verstärkte Inflation, Flut 2021, Ukraine, Klima-Kleber, Bauernproteste, Flut 2024, Staatshaushalt, etc. Die hat ja die meisten Krisen ausgesessen (bis auf Fukushima, da kam das Atom-Aus ganz schnell!).

 

Viele machen ja die jeweils regierenden für Probleme verantwortlich, für die die absolut nichts können.

 

Ich persönlich habe eine kleine Spaßpartei gewählt, weil ich mich mit keiner der Großparteien identifizieren kann. Mein Hauptgrund dafür ist, dass alle Großparteien (bis auf die linksextremeren) der neoliberalen Wirtschaftsordnung angehörig sind (versimpelt: "wenn es den Großunternehmen und den Reichen gut geht, dann geht es auch den Armen gut"; Privatisierung von Staatseigentum; verstärkter Lobbyismus, Cum-Ex-Skandal ist ein gutes Beispiel, etc.). Übrigens: Ja, auch die AfD und auch die Grünen sind neoliberal.

 

Und wenn es einen neoliberalisten gibt, dann ist es Friedrich Merz. Der behauptet er sei trotz zweier Flugzeuge in seinem Besitz, der Mittelschicht angehörig. :D Und die Leute glauben echt, dass der ihre Probleme lösen wird? :D

 

Keine der Parteien spricht sich für die soziale Marktwirtschaft aus.

 

Die Linken wiederum kann man aus anderen Gründen nicht wählen (Russlandnähe; in Wirtschaftsfragen genauso planlos, viele ehemalige Kommunisten in der Partei).

 

Dass sich wohl die allermeisten nicht mit der Klimadebatte identifizieren war wohl noch die Kirsche auf der Torte.

 

Den Aufschwung, den die Klimabewegung um 2019 herum hatte, ist ja komplett versiegt. Ich glaube, dass viele bei diesen Friday-For-Future-Protesten nur Mitläufer waren (ich wäre als Schüler wohl auch mitgelaufen, damit ich Freitags frei habe, und bei erster Gelegenheit wäre ich rechts abgebogen). Selbst bei Arbeitskolleginnen erlebt, wie die als Mütter dazu sozial unter Druck gesetzt worden sind da mitzumachen.

Die meisten werden jetzt wohl denken: "Klimaschutz ja, aber nur so lange ich das nicht bezahlen muss."

12.06.2024 10:02    |    Profi58

In der Vergangenheit haben sich Technologien immer dann durchgesetzt, wenn sie besser (einfacher, billiger, leistungsfähiger) waren als ihre Vorgänger.

 

Das Auto hat das Pferd abgelöst, weil es sofort einsatzfähig war und nicht erst gesattelt, eingespannt, gestriegelt und gefüttert werden mußte. Zudem lief der Motor noch, wenn das Pferd Erholung brauchte.

 

Im Luftverkehr hat die Strahlturbine den Kolbenmotor abgelöst, weil sie im Aufbau weniger kompliziert ist, in Bezug auf ihr Gewicht viel leistungsstärker und sparsamer ist und das Kerosin im Gegensatz zu hochoktanischem Ottokraftstoff fast ein Abfallprodukt bei der Erdöldestillation ist.

 

Ein Verbot der alten Technologie war nicht nötig und wo es passt, kommt sie heute noch zum Einsatz.

 

Die Einführung der eMobilität war z. T. eine Rückkehr zum Pferd. Die Leistung, vor allem die Reichweite, war/ist deutlich schlechter als mit "alter" Technologie und auch der heimische Stall samt Ruhezeit (Garage mit 11 kW Wallbox) kehrt zurück. Ich fahre selbst einen PHEV und nutze ihn im Umkreis von 40 km rein elektrisch, aber ohne eigene Lademöglichkeit wäre das nichts geworden.

Inzwischen haben sich sowohl Reichweite als auch Schnelllademöglichkeiten deutlich verbessert, aber selbst am schnellsten Schnelllader dauert eine Ladung von 10 auf 100% deutlich länger als das komplette Füllen eines Benzin- oder Dieseltanks. Zudem sind Schnelllader abseits der Autobahnen und der großen Städte Mangelware.

Daher ist die neue Technologie noch nicht besser als die alte. Das ursprüngliche Verbrennerverbot ab 2035 wurde daher von großen Teilen der deutschen Bevölkerung als Nötigung empfunden. Die jetzige Fassung mit Zulassung von eFuel wurde während des Verfahrens hart erkämpft.

Ob aber eFuel und HVO 100 in großen Mengen produziert werden können, ist fraglich.

 

Die Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren mit elektrischer Unterstützung führt schon zu einer deutlichen Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Wenn ich mit dem GLC 300de im Verbrennermodus unterwegs bin, verbrauche ich deutlich weniger Kraftstoff als im Q5 TDI 3.0 bei vergleichbaren Fahrleistungen.

 

Mir wäre es lieber, wenn Technologien so lange parallel betrieben werden dürfen, bis die neue Technologie eindeutig besser als die alte ist. Und da jetzt bestimmt der Einwand kommt, keiner müsse einen Akku für 800 km haben, dann ist das nur bedingt richtig. Ladezeiten für 200 - 300 km (von 20 auf 80%) werden an Schnellladern mit 20 - 30 min angegeben. Wenn ich nicht zu Hause oder auf Arbeit laden kann, stehe ich für die 800 km unterm Strich doch 1 - 2 Stunden an Ladesäulen herum. Der Tank wäre in 5 min voll und das reicht für den nächsten Monat. Da gibt es noch viel zu tun.

 

Der Wahlsieg der Mitte-Rechts-Kräfte ist ja in ganz Europa gleich. Wahrscheinlich haben die Leute einfach genug von Cancel Culture, Gendern; 100 beliebigen Geschlechtern, Klimapanik und ungesteuerter Migration. Alles Dinge, die von den linksgrünen Parteien gefördert oder zumindest wohlwollend in Kauf genommen wurden.

12.06.2024 12:08    |    cookie_dent

Zitat:

@Ascender schrieb am 12. Juni 2024 um 08:59:17 Uhr:

Ich denke nicht, dass Verbrennerverbote ein großer Treiber dieser Wahl waren. Den meisten, die Mitte-Rechts bis rechtsextrem gewählt haben, ging es wohl um die Migration aus Nicht-EU-Ländern.

Richtig.

Laut den Umfragen nach den Wahlen kommt Klimaschutz (zu dem ich auch das Verbrennerverbot und Heizungsgesetz zähle), für mich überraschend, erst auf Platz vier.

Und nach der gestrigen Lanz Talkrunde, bei der Herr Hofreiter zugegen war, zeigt sich für mich, wie weit sich die Grünen vom Willen der Bevölkerung entfernt haben.

Pauschal zu behaupten, dass 50% der AfD Wähler extrem weit rechts oder gar rechtsextrem sind, klingt für mich eher nach nachtreten auf den bösen Mob, der nicht so gewählt hat, wie man es sich selbst gewünscht hat.

Selbstreflexion scheint nicht so sein Ding zu sein.

 

Ich bin mir also nicht sicher, ob die aktuellen Gesetze/Planungen überhaupt noch bis 2035 gelten werden, oder ob eine Korrektur stattfindet.

12.06.2024 12:22    |    Dang3r

Auch ich glaube nicht, dass das Verbrennerverbot ein Treiber war, sondern die völlig fehlgeleitete Migrationspolitik in unserem Land. Die CDU hat nach wie vor viel zu viele Stimmen eingesackt, aber das ist dann wohl so.

Als bekennender Benzinerfahrer habe ich auch weiterhin kein echtes Interesse an E-Autos und mal ganz von der ganzen Umweltkontroverse abgesehen; würden von heute auf morgen 40% aller Bürger bei uns auf Stromer umstellen, würde das die Infra eh nicht mitmachen und in die Knie gehen. Anstatt also ständig über die Vorteile zu reden, sollte man auch mal über die aktuellen Nachteile reden. Ich wollte am Wochenende eigentlich einen Stromer bei Europcar mieten, bis ich gesehen habe "voll abgeholt / voll gebracht". Is klar, ich komme 3h vor Abgabetermin wieder zurück, damit ich die Karre noch an die Dose hänge um nicht mit Strafgebühren gecharged (lustiger Wortwitz) zu werden? Sicher nicht.

Man nimmt hier seit Einführung der extra Ökosteuer an den Tankstellen den Bürger in Beugehaft und läßt ihn für was zahlen, was weder im Sinne der Umwelt eingesetzt wird, noch ausreichend schnell zur Verfügung gestellt werden kann. Sonst hätten eigentlich an den Autobahnen im Nord-Süd-Gefälle schon längst hektagroße Plätze mit Ladesäulen, Rastplätzen und Volksbespaßung entstehen müssen, damit alle Stromer Platz haben und in der Ladepause auch was anstellen können. Passiert aber nicht und in sofern ist dann die nächste Frage, wo das Geld dann hingeht. Ganz sicher nicht dahin wofür es eingezogen wird, sonst hätte ich gern mal den Kontoauszug gesehen, wo diese Einnahmen ja dann wegen Nichtantastung schon den 10-stelligen Bereich durchbrechen müssen und die Zinsen selbst bei den Minderprozenten bei dieser Summe aber doch merkbar sein sollten.

Ich stimme meinem Vorschreiber zu, alle Technologien parallel laufen zu lassen, so lange bis nachweislich die eine die andere endgültig ablösen kann. Ein E-Auto ist in der Produktion tatsächlich schädlicher als ein Benziner und diese Kurve flacht erst im Laufe des Betriebs ab. Das zig Batterien am Lebensende dann auch wieder in ihre Bestandteile zerlegt werden müssen, die wertvollen Rohstoffe (wie auch immer) da wieder separiert werden müssen...usw. Es gibt auch noch keine Langzeitstudien über die Lebensdauer von modernen Batterien, nur akademische Rechnungen. Der Wiederverkaufswert eines Stromers ist aufgrund dieser Thematik im Grunde kein Thema, daher würde ich maximal leasen, damit ich darauf nicht sitzen bleibe.

Diese ganze Klimapolitik ist am Ende so oder so am Ziel vorbei, weil die Wissenschaft längst weiß, dass unsere Erde sich in regelmäßigen Zyklen selbst killt, entweder mit Eis oder Feuer. Grad ist wohl Feuer dran und das können wir so oder so nicht verhindern, wir können es nur in die Länge ziehen und genau das ist der Punkt über den keiner spricht.

Lebend kommt aus dieser Nummer ohnehin keiner raus, besser wird es auch nie wieder werden und solange nicht alle Länder dieser Welt an einem Strang ziehen sehe ich auch nicht ein, warum ausgerechnet wir mal wieder vorpreschen und alles versuchen die Ziele zu erreichen, wohlweislich dass es weniger als ein Tropfen aufs heiße Bein ist.

12.06.2024 13:09    |    Ascender

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 12. Juni 2024 um 12:08:15 Uhr:

Und nach der gestrigen Lanz Talkrunde, bei der Herr Hofreiter zugegen war, zeigt sich für mich, wie weit sich die Grünen vom Willen der Bevölkerung entfernt haben.[...]

Selbstreflexion scheint nicht so sein Ding zu sein.[...]

Naja, Deflektion ist unter Politikern stark verbreitet. Kann mich noch an CDU-Politiker erinnern, die bei der Kommunalwahl in Hamburg meinten die historisch niedrige Wahlbeteiligung sei Ausdruck dessen, dass die Leute ja mit dem Status Quo zufrieden waren. :D

 

Zitat:

Pauschal zu behaupten, dass 50% der AfD Wähler extrem weit rechts oder gar rechtsextrem sind, klingt für mich eher nach nachtreten auf den bösen Mob, der nicht so gewählt hat, wie man es sich selbst gewünscht hat.

Ich bin absolut kein Grüner, aber er hat ja nicht ganz unrecht. Wer nach der Wannseekonferenz 2.0 immernoch AfD wählt, der ist rechtsextrem. Sorry, nur weil die AfD es geschafft hat dies salonfähig zu machen, ist man deshalb immer noch sehr weit entfernt von der Mitte.

Um den Grünen und den anderen einen Denkzettel zu verpassen, hätte es ja gereicht eine der "sonstigen" Parteien zu wählen. Da muss man nicht die wählen, die ganz weit rechts (oder von mir aus auch links) des Spektrums sind.

 

Davon abgesehen fehlt mir aber selbstverständlich von jeglichen Großparteien eine gewisse Selbstreflektion und Demut.

12.06.2024 14:34    |    Alexander67

Zitat:

@Haasinger schrieb am 11. Juni 2024 um 18:17:26 Uhr:

....

Kalkuliert man das Thema E Fuels mal ordentlich durch, merkt man sehr schnell dass die Basis dieses Konzeptes ein gewaltiger Stromüberschuss sein müsste, ....

Wir haben teilweise massive jetzt schon Stromüberschüsse.

Mit 100% erneuerbaren werden es teilweise einige 100% Überschuss werden. Einen Teil in Akkus speichern.

Oder Pumpspeicher, oder....

Einen Teil in H2 Produktion.

Und ich denke auch Methan.

Methan kann Erdgas quasi 100% kompatibel ersetzen.

Auch für CNG.

Und es gibt auch Methan Brennstoffzellen.

Methanol wäre wohl auch eine Option.

 

Diese Anlagen laufen dann vermutlich nicht 24/7 sondern nur bei aktuellen Überschuss.

12.06.2024 15:07    |    Profi58

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 12. Juni 2024 um 14:34:21 Uhr:

 

Diese Anlagen laufen dann vermutlich nicht 24/7 sondern nur bei aktuellen Überschuss.

Das erfordert aber ein sehr gut ausgebautes Strom-Grid.

Habe gerade mal auf die Ertragskurve meiner PV geschaut und da sind Wechsel von 80 auf 20 und zurück auf 80% innerhalb kürzester Zeit möglich. Da es zwei Kilometer weiter wieder anders aussehen kann, muss der Strom hin- und hergeschoben werden können - und das in Größenordnungen.

12.06.2024 15:08    |    Alexander67

Zitat:

@Swissbob schrieb am 11. Juni 2024 um 22:58:50 Uhr:

....

Als Stadtauto mit kleiner LFP Batterie sind Elektroautos klar im Vorteil, aber auf Langstrecken bevorzuge ich den Diesel mit HVO100.

Ich kann verstehen wenn man auf der Langstrecke (und anderen besonderen Einsatzfällen) Verbrenner bevorzugt.

 

Aber schon einmal darüber nachgedacht dass die Toyota Hybridachse das genau so gut kann und eine zusätzliche E-Achse auch noch billiger Allradantrieb daraus macht.

 

2 Achsen die rein elektrisch können.

Die einen extrem effizienten Verbrenner mit bringen der in der Stadt jeden Diesel schlägt und auf der Langstrecke mithalten kann.

Die Hybrid Achse kann auch effizienten Generator Betrieb. OK, benötigen die wenigsten.

12.06.2024 16:35    |    JürgenS60D5

Können wir zumindest in diesem Thread mal bei der Wahrheit bleiben?

 

ES GIBT KEIN VERBRENNERVERBOT!!!

 

Es gibt ein Verbot der Neuzulassung von nicht lokal emissionsfreien Fahrzeugen ab 2035.

Nicht mehr, nicht weniger.

 

In der Tat, wer jetzt bei der Europawahl AFD gewählt hat, ist IMHO rechtsextrem, oder zumindest extrem ungebildet; oder um es -für mich- maximal freundlich auszudrücken: hat nicht nachgedacht. Wollen wir wirklich chinesischen der russischen Meinungsbildern wie Krah und Bystron Macht geben?

 

Was mich in diesem Thread wieder nachdenklich stimmt: wer von euch glaubt wirklich, dass durch die Wahl einer Partei, die gesamte Problematik des Klimawandels ausser Kraft gesetzt wird? Die CO2-Bespreisung wird steigen. Das allein wird den Benzinpreis steigen lassen. Gut, vielleicht gehen die Saudis mit dem Preis runter, mag sein. Man verhindert/behindert sinnvolle Massnahmen, Problem ist dabei: je später wir beginnen, desto heftiger werden Massnahmen ausfallen müssen.

 

Spätestens wenn in Frankreich die Atomkraftwerke wegen fehlenden Wassers abgeschaltet werden müssen und in verschiedenen Ländern neue Hitzerekorde aufgestellt werden, kommen manche wieder zur Besinnung... Der Klimawandel ist eine Tatsache. Auch wenn manche das leugnen. Warum glauben manche an diese falschen Botschafter? Weil es so toll ist, mit lautstarkem Getöse durch die Gegend zu fahren?

 

Zum Thema e-Auto: ich fahre jetzt ein e-Auto seit ungefähr 20.000km. Der Unterschied zum Verbrenner (in der Verfügbarkeit) vorher: 0. Mit geringen Anpassungen ist Laden überhaupt kein Problem. Ich kenne keinen, der täglich 400km fährt und somit auf tägliches Laden angewiesen ist. Wer dennoch so viel fährt, wird zwischendrin einen Schnellader aufsuchen. Wo ist das Problem? Ich wohne in einer Ortschaft, der nächste Lader ist 20km entfernt, eine WB hatte ich erst 3 Monate später. Alles kein Problem. Sind die E-Auto-Gegner überhaupt schon mal ein E-Auto gefahren?

 

Ich halte es für extrem befremdlich, dass gleich in einem der ersten Beiträge, Menschen wie Quaschning und Co angegriffen werden. Passt die reale Physik nicht zu der felsenfesten Meinung einiger hier? Genau dies ist doch die Vorgehensweise, mit der Populisten vorgehen: suche die Gegner (in diesem Fall Quaschning), Lüge, und werde immer radikaler. Wäre schon, wenn wir wenigstens hier drauf verzichten könnten?

12.06.2024 17:05    |    Profi58

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 12. Juni 2024 um 16:35:45 Uhr:

Können wir zumindest in diesem Thread mal bei der Wahrheit bleiben?

 

ES GIBT KEIN VERBRENNERVERBOT!!!

 

Es gibt ein Verbot der Neuzulassung von nicht lokal emissionsfreien Fahrzeugen ab 2035.

Nicht mehr, nicht weniger.

Was auf das selbe hinausläuft.

Bei jeder Verbrennung gibt es eine Emission, und sei das Endprodukt nur Wasserdampf.

Und wenn es lokal sein soll, spielt es auch keine Rolle, wie der Treibstoff produziert wurde und wo er herkommt.

 

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 12. Juni 2024 um 16:35:45 Uhr:

Zum Thema e-Auto: ich fahre jetzt ein e-Auto seit ungefähr 20.000km. Der Unterschied zum Verbrenner (in der Verfügbarkeit) vorher: 0. Mit geringen Anpassungen ist Laden überhaupt kein Problem. Ich kenne keinen, der täglich 400km fährt und somit auf tägliches Laden angewiesen ist. Wer dennoch so viel fährt, wird zwischendrin einen Schnellader aufsuchen. Wo ist das Problem? Ich wohne in einer Ortschaft, der nächste Lader ist 20km entfernt, eine WB hatte ich erst 3 Monate später. Alles kein Problem. Sind die E-Auto-Gegner überhaupt schon mal ein E-Auto gefahren?

Mir wird zwar immer vorgeworfen, mein PHEV sei kein eAuto, im reinen Elektrobetrieb (und den nutze ich fast täglich) verhält er sich aber so. Also kann ich auch mitreden.

Wie ich schon weiter oben schrieb, moderne eAutos laden am Schnelllader innerhalb von 20 - 30 min von ca. 20 auf 80%, auf 100% dauert es länger. Einfach mal ein paar Ladekurven anschauen - linear verlaufen die nicht. Wenn du für 400 km (Verbrauch von 100 auf 20%) eine Ladezeit von 45 min bis 1 h einplanen mußt, ist es egal, ob du 400 km am Stück oder 8 x 50 km fährst, am Ende stehst du wieder diese Zeit an der Säule. Also pack dir schon mal ein gutes Buch ein.

Wenn du zu Hause laden kannst, ist alles schick und sogar billiger. Allerdings empfand ich die ersten 6 Wochen mit Schukosteckdose und ohne Wallbox als extrem nervig. Die Ladeverluste sind dann auch nicht ohne. Und ja, zur Zeit lade ich zu Hause fast jeden Tag nach der Arbeit, nicht weil ich muß, sondern weil dann noch ein paar kWh direkt vom Dach in den Autoakku wandern. Ob ´s für den Akku gut ist? Egal!

 

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 12. Juni 2024 um 16:35:45 Uhr:

Ich halte es für extrem befremdlich, dass gleich in einem der ersten Beiträge, Menschen wie Quaschning und Co angegriffen werden. Passt die reale Physik nicht zu der felsenfesten Meinung einiger hier? Genau dies ist doch die Vorgehensweise, mit der Populisten vorgehen: suche die Gegner (in diesem Fall Quaschning), Lüge, und werde immer radikaler. Wäre schon, wenn wir wenigstens hier drauf verzichten könnten?

Mach doch den Anfang und verzichte auf Angriffe auf andere, die keine eAuto-Fanboys sind. Nur weil die rumpoltern, mußt du es doch nicht. Oder doch?

12.06.2024 17:12    |    windelexpress

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 12. Juni 2024 um 16:35:45 Uhr:

 

Ich kenne keinen, der täglich 400km fährt

Und nur weil Du keinen kennst, gibt es diese nicht? ?

 

Ich kenne da mehrere. Und die haben mit Sicherheit keinen Bock irgendwo eine Stunde zu stehen um ihren Akku für die nächsten 200 km nachzuladen.

 

400km ist eine Strecke,die ich spontan in der Mittagspause entscheide zu fahren, ohne irgendwelche Gedanken an den Füllstand des Tanks zu verschwenden. Anruf "kannst Du" ,Antwort " wohin?" und Abfahrt.

12.06.2024 17:25    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@windelexpress schrieb am 12. Juni 2024 um 17:12:54 Uhr:

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 12. Juni 2024 um 16:35:45 Uhr:

 

Ich kenne keinen, der täglich 400km fährt

Und nur weil Du keinen kennst, gibt es diese nicht? ?

 

Ich kenne da mehrere. Und die haben mit Sicherheit keinen Bock irgendwo eine Stunde zu stehen um ihren Akku für die nächsten 200 km nachzuladen.

:mad: Jemand mit den Fahrleistungen kauft ein vernünftiges E-Auto; und dann reichen nun mal ~20 Minuten am HPC.

 

Können wir also endlich aufhören, diese uralten Fehlinformationen in die Welt hinauszuposaunen!

Denn sonst benimmst du dich nicht nur wir ein …Troll?

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