Energiebauern : jennss
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26.09.2022 21:37    |    jennss    |    Kommentare (40)

energiebauerenergiebauer

Bauern haben es nicht leicht. Sie arbeiten viel und die Marge ist oft nicht sehr groß. Der Trend geht zu veganem Essen oder zu Biofleisch. Mit dem Bio-Stempel steigt der Aufwand und der Gewinn sinkt. Es ist ein Kampf zwischen der unbeliebten Massentierhaltung und der weniger lukrativen Biohaltung. Diesen Sommer machte auch die Trockenheit Bauern zu schaffen.

 

Ich glaube, wenn ich jetzt Bauer wäre, würde ich umsatteln zum Energiebauern. Bauern haben große Felder für den Anbau und die Tierhaltung. Diese Felder könnte man auch für die Produktion grüner Energie nutzen, also Tiere, Trecker, Anhänger und alles verkaufen und ein Solar-System aufbauen. Dazwischen passen noch ein paar Windräder. Das sind Ausgaben, die (vermute ich) sogar noch gefördert werden und nach einer guten Investition hat man laufende Einnahmen, ohne ständig das Feld zu bestellen, die Tiere zu schlachten etc. Es bliebe zudem sicher auch noch mehr Freizeit, so dass man sich nicht bei RTL bewerben braucht ;).

 

Was denkt ihr dazu?

 

Gibt es hier Bauern, die sich schon mal Gedanken über so einen Wechsel gemacht haben? Ist das eine realistische Idee?

j.

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26.09.2022 22:08    |    Rainer0849

Am besten wäre es, der TE würde mal Bauer werden. Ich fürchte nur, schon nach wenigen Tagen wirft er das Handtuch.

Mit anderen Worten: Die besten Trainer sitzen auf dem Sofa zu Hause .....

26.09.2022 22:16    |    SimplyJ

Das es klappt sieht man an E-Farm in Nordfriesland. Das Projekt ist inzwischen richtig groß geworden. Er geht über PV Anlagen und alten nicht mehr geförderten Windrädern. Daraus wird Wasserstoff gemacht und an 3 Tankstellen verkauft. Zusätzlich wird die Abwärme der Elektrolyseure für ein Nahwärmenetz genutzt.

Es lohnt sich die Seite durchzulesen.

26.09.2022 22:17    |    motor_talking

Hohe Investitionen, also Kapitalkosten, Amortisierung frühestens nach mehreren Jahren. Um vom Nettoertrag leben zu können, braucht man wieviele Hektar PV-Fläche?

Wenn es so lukrativ wäre, würden es viel mehr tun.

 

Vom eigenen Windrad träume ich auch, wohne aber in einer windarmen Gegend. Das würde sich nie lohnen.

26.09.2022 22:19    |    jennss

Zitat:

@Rainer0849 schrieb am 26. September 2022 um 22:08:01 Uhr:

Am besten wäre es, der TE würde mal Bauer werden. Ich fürchte nur, schon nach wenigen Tagen wirft er das Handtuch.

Mit anderen Worten: Die besten Trainer sitzen auf dem Sofa zu Hause .....

Wahrscheinlich würde ich so einen Wechsel überhaupt in Betracht ziehen, weil ich kein "Typ Bauer" wäre. Für manche ist es sicher eine Berufung. Die wechseln dann nicht in so einfach in eine weniger naturverbundene Sache wie Solarenergie. Trotzdem ist es doch mal eine Überlegung wert. Daher habe ich ja auch Bauern hier im Forum direkt angesprochen. Bist du Bauer?

j.

26.09.2022 22:22    |    Alexander67

Weshalb entweder oder?

Das kann man kombinieren.

 

Wird teilweise auch schon gemacht.

Muss man natürlich entsprechend planen.

26.09.2022 22:25    |    jennss

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 26. September 2022 um 22:22:54 Uhr:

Weshalb entweder oder?

Das kann man kombinieren.

Ja, das wäre auch gut und könnte auch einen kompletten Wechsel schrittweise einleiten.

j.

26.09.2022 22:49    |    Alexander67

Zitat:

@motor_talking schrieb am 26. September 2022 um 22:17:39 Uhr:

Hohe Investitionen, also Kapitalkosten, Amortisierung frühestens nach mehreren Jahren. Um vom Nettoertrag leben zu können, braucht man wieviele Hektar PV-Fläche?

Wenn es so lukrativ wäre, würden es viel mehr tun.

Falscher Ansatz

Natürlich hat man Einkommen aus PV und/oder Windkraft.

 

PV und/oder Windkraft machen weniger Arbeit als Felder und/oder Vieh.

Also hat man Zeit um anderes zu arbeiten.

 

Auf Flächen mit PV und/oder Windkraft wächst sehr problemlos Gras. Da kann man also regelmäßig eine Schafherde drüber treiben.

Bzw. die Rechte hierzu verkaufen/vermieten/verpachten.

 

Also möglicherweise 3 Einnahmequellen.

 

Zitat:

Vom eigenen Windrad träume ich auch, wohne aber in einer windarmen Gegend. Das würde sich nie lohnen.

Kommt auf die Auslegung darauf an.

Es gibt auch sehr kompakte ziemlich billige Windkraftanlagen.

Betrachte einmal Anlagen mit vertikaler Rotationsachse.

Evtl. bist du dann bezüglich Effizienz bei geringen Wind und Kosten für die Anlage überrascht.

Oh.. bis zu einer gewissen Höhe sind die auch bezüglich Genehmigung deutlich vereinfacht.

26.09.2022 22:51    |    WODE123

Kann man Strom essen ?

Darüber hinaus haben sehr viele Bauern bereits PV Anlagen auf ihren großen Dächern

montiert. Ist also nichts neues.

26.09.2022 22:52    |    jodi2

Ohne dass ich was mit Landwirtschaft zu tun habe oder da Kontakte hätte, ist das glaube ich aktuell schon ein "Heißes Eisen" für Bauern bzw. Grundbesitzer, so aktuell, dass es 2022 sogar Kinofilme zu gibt, "ALCARRÀS - DIE LETZTE ERNTE". Ich zitiere mal die Zusammenfassung:

"Seit sie denken können, hat die Familie Solé jeden Sommer Pfirsiche auf ihrem Feld in Alcarràs gepflückt. Doch die diesjährige Ernte könnte ihre letzte sein, denn ihnen droht die Räumung. Die neuen Pläne des Grundbesitzers sehen vor, die Pfirsichbäume zu fällen und Sonnenkollektoren zu installieren. Eine Situation mit der jeder in der großen, eng verbundenen Familie anders umgeht."

 

Hab den Film noch nicht gesehen, aber der Trailer lässt erahnen, dass das Thema vielschichtig ist, weder Tradition/sich nicht lohnende Landwirtschaft um jeden Preis, noch "PV ist immer gut...". Angesichts Entwicklung der Weltbevölkerung und immer weiterer Reduzierung geeigneter Anbauflächen durch den Klimawandel und gleichzeitiger Notwendigkeit von kleineren dezentralerem Anbau mit weniger Ertrag und mehr unberührten Ausgleichsflächen für Umweltschutz&gegen Artensterben, ist eine Aufgabe von Anbauflächen nur für PV nur fürs Geld oder Energie sicher nicht die ideale Lösung. Aber eine Kombination oder eine Nutzung von schon zu trockenen Gegenden vielleicht.

 

Vor ein paar Tagen war ein Artikel über einen Obstbauern am Bodensee, der seine Apfelbäume großflächig mit leicht durchlässigen PV Modulen (oder hatten Sie einfach immer wieder Lücken/Löcher?) überdachen ließ. Hat den Äpfeln diesen Sommer nicht nur wenig geschadet, sondern bei diesem extrem heißen/sonnigen Sommer sogar besser getan.

Dauert aber sicher ein Weilchen, bis es sich amortisiert. Oder braucht besonders viel Zuschüsse...

27.09.2022 08:44    |    motor_talking

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 26. September 2022 um 22:49:04 Uhr:

Natürlich hat man Einkommen aus PV und/oder Windkraft.

PV und/oder Windkraft machen weniger Arbeit als Felder und/oder Vieh.

Also hat man Zeit um anderes zu arbeiten.

Auf Flächen mit PV und/oder Windkraft wächst sehr problemlos Gras. Da kann man also regelmäßig eine Schafherde drüber treiben.

Bzw. die Rechte hierzu verkaufen/vermieten/verpachten.

Also möglicherweise 3 Einnahmequellen.

Einnahmen habe ich nicht bestritten, habe nur Zweifel an ihrer Höhe und verweise auf die notwendigen Investitionen. Es wäre wohl eine Verschiebung von arbeitsintensiv nach kapitalintensiv.

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 26. September 2022 um 22:49:04 Uhr:

Es gibt auch sehr kompakte ziemlich billige Windkraftanlagen.

Betrachte einmal Anlagen mit vertikaler Rotationsachse.

Habe ich, aber gilt nicht auch da die Abhängigkeit der Leistung in dritter Potenz von der Windgeschwindigkeit?

D.h. eine Anlage mit 2000W nominal bei Wind von 11m/s liefert nur 43W bei 11km/h Wind?

27.09.2022 10:24    |    Alexander67

Zitat:

@motor_talking schrieb am 27. September 2022 um 08:44:12 Uhr:

....

Einnahmen habe ich nicht bestritten, habe nur Zweifel an ihrer Höhe und verweise auf die notwendigen Investitionen. Es wäre wohl eine Verschiebung von arbeitsintensiv nach kapitalintensiv.

Ja, das kann man so sehen.

 

Zitat:

@motor_talking schrieb am 27. September 2022 um 08:44:12 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 26. September 2022 um 22:49:04 Uhr:

Es gibt auch sehr kompakte ziemlich billige Windkraftanlagen.

Betrachte einmal Anlagen mit vertikaler Rotationsachse.

Habe ich, aber gilt nicht auch da die Abhängigkeit der Leistung in dritter Potenz von der Windgeschwindigkeit?

D.h. eine Anlage mit 2000W nominal bei Wind von 11m/s liefert nur 43W bei 11km/h Wind?

Es geht aber nicht nur um die Leistung sondern um die Leistung pro investieren €.

Bei kleinen Anlagen sind die Kosten entsprechend geringer.

Und aus https://energyload.eu/.../

Zitat:

...

Sie drehen sich um die eigene Achse, so dass der Wind aus jeder Richtung kommen kann, und laufen auch bei niedrigeren Windstärken an.

....

Wobei ich mir dem Zitat nicht unbedingt diese Tulpe empfehlen will.

Das war nur ein Beispiel.

27.09.2022 12:49    |    jennss

Ein schrittweiser Wechsel könnte auch möglich se8n, also zunächst nur einen Teil der Fläche mit Panels bebauen und noch weiter Tiere halten oder so. Ich wüsste gerne, ob sowas bürokratisch/rechtlich funktioniert.

j.

27.09.2022 13:56    |    motor_talking

27.09.2022 13:59    |    motor_talking

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. September 2022 um 10:24:06 Uhr:

...

Sie drehen sich um die eigene Achse, so dass der Wind aus jeder Richtung kommen kann, und laufen auch bei niedrigeren Windstärken an.

....

Vertikalwindräder habe ich gemeint, leider ist auch ihr Problem die Abhängigkeit der Leistung in dritter Potenz von der Windgeschwindigkeit.

Bildquelle:

https://www.maurelma.ch/windkraft.htm


Bild

27.09.2022 14:05    |    Alexander67

Zitat:

@motor_talking schrieb am 27. September 2022 um 13:59:39 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. September 2022 um 10:24:06 Uhr:

...

Sie drehen sich um die eigene Achse, so dass der Wind aus jeder Richtung kommen kann, und laufen auch bei niedrigeren Windstärken an.

....

Vertikalwindräder habe ich gemeint, leider ist auch ihr Problem die Abhängigkeit der Leistung in dritter Potenz von der Windgeschwindigkeit.

Bildquelle:

https://www.maurelma.ch/windkraft.htm

Natürlich ist das ein festes physikalisches Gesetz.

Aber relevant ist was man an € investieren muss um wie viel kWh heraus zu bekommen.

Und da diese Windräder schon bei wenig Wind loslegen und wenig kosten (inkl. wenige gesetzliche Vorgaben) KANN es sich lohnen.

 

Man muss es eben durchrechnen.

27.09.2022 15:34    |    SimplyJ

Zitat:

@WODE123 schrieb am 26. September 2022 um 22:51:37 Uhr:

Kann man Strom essen ?

Darüber hinaus haben sehr viele Bauern bereits PV Anlagen auf ihren großen Dächern

montiert. Ist also nichts neues.

Nicht alles was angebaut wird kann man essen.

Die Biozusätze in E5 und E10 zum Beispiel werden aus Raps bzw Mais gemacht. Diese nehmen mehr Fläche in Anspruch als PV Anlagen mit gleichem Energieertrag.

27.09.2022 15:52    |    PIPD black

Zitat:

Diese Felder könnte man auch für die Produktion grüner Energie nutzen, also Tiere, Trecker, Anhänger und alles verkaufen und ein Solar-System aufbauen. Dazwischen passen noch ein paar Windräder.

Kann man echt so blöd sein?:confused::mad:

 

Denk mal nen Schritt weiter. Wovon lebst du dann? Von Sonnen- und Windenergie? Bist du ein Cyborg?

Du begibst dich damit in die nächste Abhängigkeit fremder Staaten, obwohl du es heimisch produzieren könntest. Während man in EU (bspw. NL oder D) den Bauern langsam das Leben zur Hölle macht und ihnen die Existenz nimmt, freuen sich Nachbarländer in der EU oder auch mal wieder China, dass sie uns ihr billiges ohne große Auflagen angebautes Getreide oder aufgezogenes Fleisch andrehen können.

 

Macht nur so weiter.....wird eine rosige Zukunft.....Deutschland abhängig von allen und jedem, weil man nix mehr selbst produzieren kann DARF! Wie hat da mal einer geschrieben: "Deutschland (Europa) schafft sich ab." Damals hat man abgewunken und behauptet, das sei gar nicht wahr. Heute sieht man es.

27.09.2022 16:56    |    Alexander67

Zitat:

@SimplyJ schrieb am 27. September 2022 um 15:34:16 Uhr:

...

Nicht alles was angebaut wird kann man essen.

Die Biozusätze in E5 und E10 zum Beispiel werden aus Raps bzw Mais gemacht. Diese nehmen mehr Fläche in Anspruch als PV Anlagen mit gleichem Energieertrag.

Ja klar.

Beides, PV und Pflanzen nutzen das Sonnenlicht.

Und natürlich ist PV effektiver.

Und daher sind Biokraftstoffe die nicht aus "Abfällen" (Wertstoffen) gewonnen werden auch Verschwendung.

 

Ich habe vor kurzem auf einem Billigwein gelesen (OK, mehr Comic Stil) dass die aus Trester und Stielen Strom erzeugen. Ich vermute aus dem Gas. Weil der Zucker wurde ja anderweitig schon in Alkohol verwandelt.

 

Aus Kadavern aus Pelzfarmen kann man Biodiesel herstellen. In Deutschland zumindest vor ein paar Jahren noch mit rechtlichen Problemen.

 

Aber noch einmal.

Die Fläche unter und neben der PV ist nicht komplett verloren. Da wächst noch Gras.

Teilweise auch Obst.

Der Schatten gibt den Pflanzen auch bessere Chancen an Wasser zu kommen und dieses zu behalten.

27.09.2022 17:42    |    pcAndre

Morgen...!

Durch vertikale PV Anlagen kann auch der Bereich dazwischen genutzt werden. [1]

Da gab es auch mal ein Update zu. In weiterführenden Sinne, Dies auch als eine Art Zaun zu nutzen.

 

MfG André

 

[1] https://www.pv-magazine.de/.../

27.09.2022 18:16    |    Diabolomk

Zitat:

@SimplyJ schrieb am 27. September 2022 um 15:34:16 Uhr:

Zitat:

@WODE123 schrieb am 26. September 2022 um 22:51:37 Uhr:

Kann man Strom essen ?

Darüber hinaus haben sehr viele Bauern bereits PV Anlagen auf ihren großen Dächern

montiert. Ist also nichts neues.

Nicht alles was angebaut wird kann man essen.

Die Biozusätze in E5 und E10 zum Beispiel werden aus Raps bzw Mais gemacht. Diese nehmen mehr Fläche in Anspruch als PV Anlagen mit gleichem Energieertrag.

Die werden ausschließlich aus brachligenden Flächen, weil Nahrungsmittelüberproduktion erzeugt. Da gilt die Nachhaltigkeitsverordnung. Nicht bekannt? Schade! Reste davon werden gar zu Tierfutter was nicht extra mehr angebaut werden muss. WIN/WIN... und nein, ich wähle nicht grün und muss nicht zu viel Fleisch Essen. Aber überlege mal, was Du sagst!

PV hätte ich auch gern, aber Lage/Preis ... gibt es nicht her.

So lange fahre ich E10 mit passendem Auto und warte auf E20!

27.09.2022 20:39    |    AnyTime

Zitat:

Ich glaube, wenn ich jetzt Bauer wäre, würde ich umsatteln zum Energiebauern. Bauern haben große Felder für den Anbau und die Tierhaltung.

An dieser Stelle hatte ich schon kurz Sorge es geht um Biogasanlagen...:eek: Stichwort Energiemais...:rolleyes: (Wo ist der Kotzsmiley?!?)

Aber Gott sei Dank nicht!

Agri-PV ist doch eigentlich die Königslösung, schade dass weiterhin lieber so ein Quatsch wie Biogasanlagen gefördert wird...:( Gute Lobbyarbeit Bauernverband...

Zitat:

Betrachtet man die nüchterne Energiebilanz, nutzen Solarmodule das Licht bezogen auf die Energieproduktion pro Hektar rund 33-mal besser aus als Energiepflanzen, die erst über die Vergärung in einer Biogasanlage Strom und Wärme liefern.

27.09.2022 20:47    |    Alexander67

Zitat:

@AnyTime schrieb am 27. September 2022 um 20:39:06 Uhr:

..... , schade dass weiterhin lieber so ein Quatsch wie Biogasanlagen gefördert wird...:( Gute Lobbyarbeit Bauernverband...

Ja, Energiepflanzen sind Murks.

Biogas, Alkohol und Diesel aus Abfällen sind gut.

Und am Ende bleibt Dünger übrig.

 

Also bitte etwas mehr differenzieren.

28.09.2022 15:47    |    AnyTime

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. September 2022 um 20:47:37 Uhr:

Biogas, Alkohol und Diesel aus Abfällen sind gut.

Und am Ende bleibt Dünger übrig.

 

Also bitte etwas mehr differenzieren.

Entschuldige bitte, ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstehe: Meinst du es könnte in der Theorie Sinnvoll sein? Weil laut Umweltbundesamt spielen Nicht-Energiepflanzen eine untergeordnet Rolle in der Praxis

Zitat:

Ein Großteil der in Biogasanlagen erzeugten Energie stammt aus eigens angebauten nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Mais, Getreide oder Gras). Nur etwa 20 % stammen aus Bioabfällen, Reststoffen und Gülle

28.09.2022 17:24    |    Steppke2021

das große Problem mit Agri-PV ist die Genehmigung - i.d.R. braucht es dazu einen Bebauungsplan, das dauert.

Aber die Gesetzeslage / Genehmigungspraxis wird sich wohl bald ändern.

28.09.2022 17:47    |    Alexander67

Zitat:

@AnyTime schrieb am 28. September 2022 um 15:47:06 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. September 2022 um 20:47:37 Uhr:

Biogas, Alkohol und Diesel aus Abfällen sind gut.

Und am Ende bleibt Dünger übrig.

 

Also bitte etwas mehr differenzieren.

Entschuldige bitte, ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstehe: Meinst du es könnte in der Theorie Sinnvoll sein? Weil laut Umweltbundesamt spielen Nicht-Energiepflanzen eine untergeordnet Rolle in der Praxis

Zitat:

@AnyTime schrieb am 28. September 2022 um 15:47:06 Uhr:

Zitat:

Ein Großteil der in Biogasanlagen erzeugten Energie stammt aus eigens angebauten nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Mais, Getreide oder Gras). Nur etwa 20 % stammen aus Bioabfällen, Reststoffen und Gülle

Ja, diese Zahl ist erschreckend.

Aber genau deswegen sollte differenziert auf diese Zahl hingewiesen werden.

 

Ich vermute bei Biodiesel sieht es ähnlich schlecht aus.

 

Und Alkohol....

29.09.2022 12:17    |    tartra

Zitat:

@PIPD black schrieb am 27. September 2022 um 15:52:16 Uhr:

Zitat:

Diese Felder könnte man auch für die Produktion grüner Energie nutzen, also Tiere, Trecker, Anhänger und alles verkaufen und ein Solar-System aufbauen. Dazwischen passen noch ein paar Windräder.

Kann man echt so blöd sein?:confused::mad:

...

Schaue nach Japan ... ;) Das vertikale Feld ... die Gemüseproduktion sieht dann von außen aus wie ein großes Hochregallagerhaus, dazu ist es ein geschlossenes System wo nahezu auf alle Pflanzenschutzmittel verzichtet werden kann und man kann es für die Pflanzen perfekt machen .. Nährstoffe, keine Schädlinge, optimales Licht via LED ...

 

Ich dachte auch erst was für ein Blödsinn, aber wenn man mal genauer hinschaut schon irgendwie genial und schlüssig , dazu kann man es auch direkt in der Stadt / Gewerbegebiet hochziehen = kurze Transportwege evtl. noch ein paar Wohneinheiten oben rauf ... man muss nur mal weiter denken ... die Möglichkeiten sind riesig ... Die aktuelle Felderwirtschaft, hat enorme Nachteile, siehe Niederländer mit ihrem stickstoffproblem, abhängigkeit von Jahreszeiten, Fruchtreihenfolge muss eingehalten werden, wenn das so heißt ... Wetterrisiken/Schädlinge...

 

Geht es hier im Thread um die Agri PV Anlagen?:D

 

Auf die Iddee sind etliche schlauen Landwirte gekommen, aber Deutschland ... Baurecht u.s.w. man kann nicht einfach auf Ackerland eine PV Anlage dübeln, daher wird mit "mobilen" PV Anlagen experimentiert, was praktisch ist, da es für den Boden eh gut sein soll, wenn Pause eingelegt wird ..

 

anderseits mir fällt genau 1 Bundesland ein, was mit aller Macht dagenstemmen wird, zumindest die christliche Führungsriege , verschandelung der Sichtachse vom Dorfkern u.s.w. ... am Weißwurstäquator ticken die Uhren anders...:D

01.10.2022 21:22    |    jennss

In der City könnte man auf Hochhäusern bestimmt auch prima Solarpanels auf der Südseite an die Hauswand bauen, fällt mir gerade ein :). Es muss ja nicht immer das Dach sein.

j.

01.10.2022 23:20    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 1. Oktober 2022 um 21:22:08 Uhr:

In der City könnte man auf Hochhäusern bestimmt auch prima Solarpanels auf der Südseite an die Hauswand bauen, fällt mir gerade ein :). Es muss ja nicht immer das Dach sein.

j.

Dafür gibt es sogar schon spezielle Paneele.

Die sind hübscher.

02.10.2022 08:41    |    Steppke2021

Für eine dezentralisierte Energieversorgung spricht - nicht erst seit dem es Löcher in Gasleitungen gibt - dass das viel resistenter /robuster gegen Angriffe ist.

02.10.2022 08:51    |    Alexander67

Zitat:

@Steppke2021 schrieb am 2. Oktober 2022 um 08:41:43 Uhr:

Für eine dezentralisierte Energieversorgung spricht - nicht erst seit dem es Löcher in Gasleitungen gibt - dass das viel resistenter /robuster gegen Angriffe ist.

Ja!

02.10.2022 09:15    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Steppke2021 schrieb am 2. Oktober 2022 um 08:41:43 Uhr:

Für eine dezentralisierte Energieversorgung spricht - nicht erst seit dem es Löcher in Gasleitungen gibt - dass das viel resistenter /robuster gegen Angriffe ist.

Auf jeden Fall aber das robuste macht die Mischung aus mit PV und Wind alleine gewinnen wir keinen Blumentopf.

Man stelle sich vor allem Dezentralen würden dies als Quelle Priorisieren; Und dann kommt eine dunkelflaute*… Die Unmengen an ungenutzten Reserve Kraftwerken die der Bund präventiv vorhalten müsste würden unseren Steuergeldbeutel sprengen.

 

Das alleine zu kompensieren reicht nicht mit Akkus, Biomassekraftwerk Pumpspeicher u.s.w.

Da müssen wir uns deutlich mehr einfallen lassen zum Beispiel Gezeitenkraftwerke und vor allem zur Unzeit Energiesparen!

Das ist ein Punkt der weder technisch noch von der Akzeptanz in erforderlichen Maße beachtet wird.

 

Wenn das der Zentrale Netz jedoch groß wirklich groß ist können Tageszeiten und Wetterbedingungen zu einem gut Teil kompensiert werden.

Der große Rest muss dann mit H2 und Anderen regenerativen zur Verfügung gespeicherter Energie versorgt sein.

 

Bis dahin (und das sind noch 1-2 Dekaden Minimum) Werden wir an Kohle und anderen fossilen nicht vorbeikommen. Das hängt nicht nur an der Energieerzeugung sondern auch an den zur Verfügung stehenden Verbrauchern.

02.10.2022 09:42    |    tartra

Ich denke ein großer Teil der Bevölkerung ist dem Thema sehr aufgeschlossen... Ich wussel aus eigenem Interesse in anderen Foren rum, weil eine ESS Anlage geplant ist mit Panelen, Speicher u.s.w. Speicher muss kein Akku sein und für Flauten könnte ein generator mit Kraftstoff Xy betrieben werden .. ist aber alles noch offen

 

Mein Eindruck ist das viele Interesse dran haben und auch bereit sind viel zu investieren und sogar zu experimentieren ... Aus meiner buckeligen Verwandschaft gibt es auch in der Landwirschaft Erbfolgen, die keinen Bock mehr auf Viehhaltung und Felderwirtschaft haben, da ist das Thema "Energiebauer" hochaktuell

 

Was bei allen ein riesen Problem ist, vom Mieter der eine Balkonsolaranlage bis zum großen Landwirschaftsbetrieb der da einsteigen möchte ..

 

Die verkorkste Politik der letzten Jahrzehnte ... was da immer für Bürokratie auf die Leute einprasselt, wenn man alles legal betreiben möchte ... Denkmalschutz, Flächennutzung, Elektriker, Netzbetreiber, Finanzamt,

 

Es wurde vor kurzen ersten Erleichterungen eingeführt aber trotzdem werden einem viele steine in den Weg geworfen ...

 

Wenn man ließt das große fertige PV Anlagen noch nicht am Netz hängen, weil X Genemigungen noch nicht vorliegen .. ist das einfach nur bitter ...

 

Persönlich finde ich, es muss sich auch einges auf der Verbraucherseite tun ... Meiner Meinung nach erreicht man sowas über den Geldbeutel ...;)

 

Auch wenn einfache Lösungen in Schland immer problematisch sind, es muss doch einfache Lösungen geben, um z.B. Stromtarife mit stündlichen vorhersagbaren Preisen zu bieten ...

Mit Hilfe von Wetterdaten, sollte sich doch für Zeit X vorhersagen lassen .. was kommt für PV und Windenergie rein .

 

Dann wird der Verbraucher schon überlegen, mache ich die Waschmaschine jetzt bei 90cent/kwh an, oder kann ich noch ein paar Stunden warten und werfe das gerät bei 12 cent/kwh stunde an ...Bestenfalls können das geräte selbst erkennen.

 

 

Mir ist klar das nicht alles verschoben werden kann, aber in gewissen Bereichen von Industrie und gewerbe kann man sicherlich auch energieintensive Prozesse in günstige Energiepreisphasen legen ... Wo ein Wille, da wird auch ein Weg sein...

02.10.2022 12:02    |    jennss

Wie ist das eigentlich, wenn man eine PV-Anlage mit Speicher zuhause hat und das Stromnetz ausfällt? Merkt man das überhaupt? Es wird dann sofort Energie aus dem Speicher genommen, richtig?

j.

02.10.2022 12:03    |    jennss

Zitat:

@tartra schrieb am 2. Oktober 2022 um 09:42:13 Uhr:

Aus meiner buckeligen Verwandschaft gibt es auch in der Landwirschaft Erbfolgen, die keinen Bock mehr auf Viehhaltung und Felderwirtschaft haben, da ist das Thema "Energiebauer" hochaktuell

Ich kann mir gut vorstellen, dass bei einem Generationswechsel auf einen Bauernhof so ein Wandel zum Energiebauern stattfindet. Neue Generationen wollen nicht immer das gleiche machen, was die Alten schon gemacht haben. Das ist auch eine Frage der Selbstverwirklichung.

j.

02.10.2022 13:51    |    tartra

Zitat:

@jennss schrieb am 2. Oktober 2022 um 12:02:09 Uhr:

Wie ist das eigentlich, wenn man eine PV-Anlage mit Speicher zuhause hat und das Stromnetz ausfällt? Merkt man das überhaupt? Es wird dann sofort Energie aus dem Speicher genommen, richtig?

j.

Man kann es denke ich kurz machen ... Es gibt 1000 und 1 Variante wie man das aufbaut .:D

 

Von wenn das Netz ausfällt, man sitzt dann trotz Speicher im Dunklem, bis zu man merkt nix ist alles möglich ...

02.10.2022 14:11    |    Alexander67

Zitat:

@tartra schrieb am 2. Oktober 2022 um 13:51:07 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 2. Oktober 2022 um 12:02:09 Uhr:

Wie ist das eigentlich, wenn man eine PV-Anlage mit Speicher zuhause hat und das Stromnetz ausfällt? Merkt man das überhaupt? Es wird dann sofort Energie aus dem Speicher genommen, richtig?

j.

Man kann es denke ich kurz machen ... Es gibt 1000 und 1 Variante wie man das aufbaut .:D

 

Von wenn das Netz ausfällt, man sitzt dann trotz Speicher im Dunklem, bis zu man merkt nix ist alles möglich ...

Natürlich ist es von der Umsetzung abhängig.

Gut gemacht kann man auch einen Mindestfüllstand einstellen der nur unterschritten wird wenn das Netz ausfällt.

Und dann hat man eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit diesem Füllstand.

 

Natürlich könnte man den Akku bzw. die Leistungselektronik dahinter auch so mit der Netzfrequenz synchronisieren dass die Leistungselektronik ausfällt sobald die Netzfrequenz fehlt.

02.10.2022 14:22    |    Schwarzwald4motion

Kostet alles ordentlich Geld für ein was wäre wenn für ein paar Stunden.

Aber der Schalter wäre sicherlich eine bessere Investitionen als das Geld auf der Bank schrumpfen zu lassen.

02.10.2022 15:09    |    tartra

Das mit den Kosten ist ein Kapitel für sich selbst. Ein paar Parallelen gibt zum Autobereich...

 

Habe ich absolut keine Ahnung kann einem alles mögliche verkauft werden, dann evtl. mit Förderung, Einspeisevergütung, Abschreibung .... oder das andere Extrem bin ich Selbstschrauber, kann viel selber machen und betreibe eine PV Anlage möglicherweise schwarz?

 

Alleine der Speicher ist ein schönes Beispiel ... man kann sich bestimmt mit einem Rundumsorglospaket inkl. Bauteile, Montage, Anmeldung ein 10kwh Akkusystem installieren lassen mit allen was die Technik hergibt für 20 000 - 30 000 EURO ??.

Oder man fährt die extreme DIY Schiene:D bestellt sich die LiFePo4 3,2 V Blöcke via AliExpress in China, bastelt sich selbst das Batteriepack + Batteriemanagment und kommt für ein 10kwh Akkusystem mit 3000 EURO davon, natürlich ohne Registrierung, Förderung .. und das Ding speichert still und heimlich im Keller ...

 

Die Zahlen sind grob geschätz das die Verhältnisse klar werden...

02.10.2022 16:18    |    Schwarzwald4motion

Ich bezog mich ausschließlich auf die Autarkie Zusatzkosten.

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