• Online: 3.242

MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

05.01.2020 12:51    |    Dynamix    |    Kommentare (15)

Die Tage lief im Fernsehen eine interessante Doku aus dem Jahre 1969 in der man sich mit der Zukunft der Mobilität beschäftigt hat. Dort wurden diverse Konzepte, Ideen, Prototypen oder Träumereien vorgestellt die das Autofahren besser, schneller und sauberer machen sollten. Oftmals kommt man als autoaffiner Mensch ins Schmunzeln wenn man so sieht wie sich die Menschen damals die Zukunft vorgestellt haben. Trotzdem ist es interessant mal einen Blick auf diese Ideen oder Zukunftsvisionen zu werfen und mal einem Reality Check zu unterziehen.

 

Fangen wir mal mit dem Thema Antrieb an. Schon vor Jahrzehnten hat man sich mit alternativen Antrieben beschäftigt. Der E-Motor ist, wie viele wissen, keine neue Erfindung und noch älter als der Verbrennungsmotor. Immer wieder haben Hersteller mal an der Idee herumgeschraubt aber nie etwas praxistaugliches auf den Markt geworfen. GM hatte zwar in den 90ern mit dem EV1 ein einigermaßen praxis- und serientaugliches Modell das auch gut bei den Testkunden ankam, an dessen Serienproduktion GM allerdings keinerlei Interesse zeigte. So gut wie alle Testwagen wurden nach Ablauf der Leasingzeit verschrottet. Lediglich vereinzelte Exemplare überlebten in Museen oder in der Hand von vereinzelten solventen Sammlern.

 

Schon vor 50 Jahren gab es vereinzelt E-Auto Prototypen an denen allerdings damals schon Kritik in Sachen Reichweite geübt wurde. Kommt einem bekannt vor, oder? ;) Richtig süß fand ich den Vergleich mit einem damals aktuellen Golf. Während der Golf für seine satte Reichweite von 400km gefeiert wurde, war man von den 100km des besagten E-Autos nicht gerade angetan. Davon ab das 400km für einen Verbrenner heutzutage ein schlechter Scherz sind, ist es doch interessant das sich in Sachen Reichweite in der Praxis nicht viel getan hat. Der erste i3 hat ohne RE kaum mehr geschafft als das besagte E-Mobil im Film. Ein weiteres Problem damals war die schiere Größe der Batteriepakete die nötig war um überhaupt auf brauchbare Reichweiten zu kommen. Erst auf Druck von Herstellern wie Tesla tut sich was in Sachen Batterietechnik und Reichweite.

 

downloaddownload

Spulen wir weiter zurück in die 50er Jahre, dem Jahrzehnt der Kernenergie. Die Leute waren aufgrund der Verheißung unendlicher, sauberer Energie zuversichtlich in eine goldene Zukunft zu blicken. Ford hatte damals das Ford Nucleon Konzept vorgestellt, ein Auto das mit Nuklearenergie laufen sollte. Die Idee: Da man glaubte das man die Reaktortechnik irgendwann kompakt genug für ein Auto bekommen würde, sollte der Nucleon einen Atomreaktor im Heck haben, welcher wiederum eine Dampfturbine antreibt welcher als Antrieb für den Nucleon dienen sollte. Das Prinzip kennt man unter anderem aus Atomschiffen- und U-Booten. Natürlich hatte das Konzept keinen funktionierenden Reaktor verbaut, da die Technik damals noch im zivilen Bereich relativ frisch war. Davon ab dürfte man damals schon genau das festgestellt haben was Doc Browns 1955er Ich sagte:

 

1985 kannst du Plutonium bestimmt in jeder Apotheke kaufen, aber 1955 kommt man da nur sehr viel schwerer dran :D

 

Da man selbst im Jahr 2019 noch schwer an Plutonium rankommt hätte sich die Idee mit Sicherheit nicht durchgesetzt, vor allem wenn man aus heutiger Sicht mal die Risiken betrachtet. Was passiert bei einem Unfall mit dem Reaktor? Keiner braucht mehrfach täglich ein Mini-Hiroshima auf der Autobahn!

 

downloaddownload

Eine weitere Idee welche auch in der Dokumentation behandelt wurde waren Fahrzeuge mit Turbinen als Motoren. Die Vorteile lagen auf der Hand. Turbinen bringen ordentlich Leistung und laufen mit so gut wie allem was brennt. Benzin, Tequila, Oil of Olaz und was weiß ich noch alles sind kein Problem für eine Turbine. Allerdings war das Konzept auch mit handfesten Nachteilen verbunden, weshalb es auch nie ernsthaft in Serie ging. Die Nachteile waren neben dem exorbitanten Verbrauch, dem schlechten Abgasverhalten und der schlechten Gasannahme unter anderem der Abgassstrahl der im Leerlauf alles was nicht bei 3 in Deckung gegangen ist einfach abgefackelt hat :D Chrysler hatte Anfang der 60er sowas tatsächlich mal in einer Kleinserie produziert und an handverlesene Kunden verteilt. 3 Jahre lang ließ man das Projekt laufen und die Akzeptanz war bei den Kunden sehr hoch nachdem man diverse Probleme (Startprobleme bei großer Höhe, kompliziertes Startprozedere der Turbine) des Konzepts ausgebügelt hatte. Gemessen daran wie andersartig das Konzept für damalige Verhältnisse war, waren die Probleme doch eher als gering einzuschätzen und das Turbine Car ansich, für eine Kleinserie, sehr zuverlässig. Trotzdem zog Chrysler nach der Testphase den Stecker, holte alle Exemplare zurück und verschrottete den Großteil. Ein paar wenige wurden mit ausgebauten Motor an Museen gespendet. Chrysler selbst behielt eine kleine handvoll fahrfertiger Exemplare, aus sentimenalen Gründen. Wer mehr über das Turbine Car erfahren möchte, dem sei der Youtube Kanal von Jay Leno ans Herz gelegt. Dort hat er ein Turbine Car im Detail vorgestellt, definitiv sehenswert :)

 

Ein weiteres Motorkonzept aus den 60ern, welches sich bis heute nicht so wirklich durchgesetzt hat, war der Wankelmotor. Aufgrund seiner Andersartigkeit, war er damals der letzte Schrei und eine mögliche Alternative zum herkömmlichen Hubkolbenmotor. Als Vorteil sah man vor allem die kompakte und einfache Bauweise, sowie die niedrigen Vibrationen die Felix Wankel dazu veranlassten den guten alten Hubkolbenmotor als "Schüttelhuber" zu titulieren. Allerdings hatte das Prinzip auch seine Probleme, welche auch in der Doku angeführt wurden. Das größte Problem waren in der Theorie die schlechten Abgaseigenschaften, ein Problem das auch moderne Wankelmotoren, neben der Zuverlässigkeit, immer wieder hatten ;) Richtig lustig war allerdings eine andere Prophezeiung:

 

In der Doku verkündete der Sprecher voller Euphorie, dass der Hubkolbenmotor in der Hinsicht deutlich weiter wäre als der Wankelmotor und der abgasfreie Verbrennungsmotor keine Zukunftsmusik mehr sei und quasi in greifbarer Nähe ist. Wenn die gewusst hätten wie es heute aussieht! :D :D :D Smog, Katalysatoren, Abgasvoschriften und Abgasskandal waren alles Dinge die man Ende der 60er in Europa noch nicht so wirklich kannte ;)

 

hqdefaulthqdefault

Interessant wie man sich damals auch das Thema Verkehr vorgestellt hat. Vom Superhighway bis hin zu selbstfahrenden Autos war da so gut wie alles an wilden Phantasien dabei. Eine Idee waren selbstfahrende Autos die entweder an Schienen am Fahrbahnrand geleitet über die Autobahnen fahren (wenig praxistauglich wie man heute weiß) oder über eine Art Leitsystem im Straßenboden geleitet werden. Auch dies ist nie so eingetreten. Eine Idee die im Grunde zwar funktioniert hat, nur am Ende technisch anders gelöst wurde, ist das Autofahrer Leit- und Informationssystem. Oder auch kurz: Ali :) Wie funktionierte das Ganze? Im Prinzip musste die Straße eine Art Leitstreifen (ähnlich wie bei der Idee mit den autonomen Autos die sich an solchen Streifen orientieren) haben, das Fahrzeug natürlich eine Art Gerät das die Daten anzeigt (incl. einer Sende- und Empfangseinheit im Fahrzeug) und einen Zentralcomputer der das Ganze steuert. Es wurde Anfang der 1980er Jahre in Hildesheim getestet und funktionierte sogar ganz manierlich. Auf einem Monochromdisplay konnte das System dann bestimmte Infos anzeigen.

 

Eine Karte wie heute ging damals natürlich noch nicht, allerdings konnte das System schon anzeigen in welche Richtung man abbiegen soll oder die wie vielte Ausfahrt man nehmen muss. Außerdem konnte das System durch den permanentem Datenaustausch zwischen dem Zentralcomputer und den angeschlossenen Fahrzeugen schon den Verkehr erkennen und daraus eine ungefähre Ankunftszeit berechnen. Auch Staus konnten so angezeigt werden oder sogar Wetterwarnungen übertragen werden. Der Ausbau ist dann an mehreren Punkten gescheitert. Zum einen hatte die Politik einige Bedenken wegen des Datenschutzes (na, wer hat schon wieder ein Dejavu?), da man durch das System alle möglichen Verkehrsverstöße tracken könnte. Geschwindigkeitsübertretungen oder unterschreitungen des Sicherheitsabstandes wären mit dem System einfach messbar gewesen, da ja alle Autos an dem System angeschlossen waren. Ein weiterer Punkt dürften die Ausbaukosten gewesen sein. Damit das System richtig Sinn macht hätte man das komplette Straßennetz entsprechend anpassen und umbauen müssen. Horrende Kosten wären die Folge gewesen, aus heutiger Sicht kann man froh sein das es nicht funktioniert hat. Da keine 10 Jahre später so langsam die ersten GPS geführten Systeme waren und spätestens 20 Jahre nach ALI die Systeme massentauglich waren hätte man sinnlos tonnenweise Geld in eine Technik investiert die keine Zukunft hatte. Interessant war die Idee aus damaliger Sicht allemal!

 

Wo wir gerade beim Thema Verkehr sind:

 

Schön war auch die Vorstellung einiger "Experten" das es in Zukunft keine Staus mehr geben wird weil der Verkehr viel intelligenter gesteuert wird. Da haben einige wohl die Rechnung ohne den Wirt, bzw. unserer Bundesregierung und dem brutalen Anstieg des Fahrzeugbestandes gemacht :) Es zeigt aber auch wunderbar wie wenig die Zukunft vorhersehbar ist und wie beschränkt unsere Fähigkeiten sind die Zukunft tatsächlich vorherzusagen. Beispiel gefällig? Hätte ich jemanden im Jahr 2001 erzählt das es 2007 Mobiltelefone geben wird die mehr Rechenleistung haben als die damals schnellsten Heimrechner hätte derjenige mich wohl in eine geschlossene Anstalt eingewiesen. Es gibt da auch das bekannte Sprichwort des Kaisers Wilhelm des II der einmal sagte "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." Heute wissen wir das seine Einschätzung ziemlich falsch war. Beispiele dieser Art finden sich einige in der jüngeren Menschheitsgeschichte!

 

Auch interessant war das man damals schon über die selben Probleme diskutiert hat wie heute. Autoverkehr verringern? Alter Hut! Besserer ÖPNV um die Leute zum Umstieg zu bewegen? Gähn, wurde schon im Deutschland der 60er Jahre drüber diskutiert. Umso erschreckender das sich an den Problemen bis heute wenig bis gar nichts getan hat. Vor dem Hintergrund versteht man auch den Volker Pispers Sketch in dem er von den alten Wiederholungen der Nachrichten erzählt die auf den dritten Programmen schon mal laufen um zu zeigen was vor 10, 20, 30 oder noch mehr Jahren am gleichen Tag die Themen waren welche die Welt bewegten. Sein Kommentar:

 

Kenn ich schon, weiß ich, schon gesehen......... bis Ihm auffällt: Moment mal, der Moderator ist doch längst tot :D

 

Wer schon einmal alte Telemotorfolgen aus den 70ern und 80ern gesehen hat wird feststellen das viele Verkehrsprobleme die damals angesprochen wurden heute immer noch brandaktuell sind. Abgasreinigung? Jepp, immer noch ein Thema! Verstopfte Straßen? Auch noch ein Thema! Autos mit teuren Entwicklungsfehlern die der Kunde ausbügeln darf? You name it! Keins der Probleme im Zusammenhang mit unserer Mobilität ist neu, geschweige denn tatsächlich gelöst. Manche Punkte haben sich leicht verbessert, manche verschlechtert und an manchen hat sich überhaupt nichts getan.

 

Eine weitere heiße Idee aus der Doku war die Magnetschwebebahn, die meisten kennen das Ding besser unter dem Namen Transrapid. Wie wir heute wissen hat es, zumindest in Deutschland, nicht zu mehr als einer Versuchsstrecke und einer ziemlich wirren Rede von Edmund Stoiber gereicht. In eine ähnliche Kerbe schlug das H-Bahn Projekt von Siemens, nur das hier das Ganze eher an die Wuppertaler Schwebebahn erinnert und die Kabinen haben statt eines Fahrers, einen Computer der die Kabinen automatisch und bedarfsgesteuert auf die Strecke schicken sollte. Eine weitere Idee die krachend an der Realität gescheitert ist ;)

 

maxresdefaultmaxresdefault

Ein Konzept des Entwicklers Dahir Insaat sieht vor eine Art Straßenbahn/Bus Hybrid zu bauen der auf Stelzen fahren und so quasi über dem Verkehr fahren kann. Das Konzept nennt sich "Gyroscopic transport" und soll bei Bedarf, im Falle eines Hindernisses, einfach am Verkehr vorbeirollen indem das Fahrzeug einfach ein Beinchen hebt. Dadurch sollen zum einen die Straßen als vorhandene Infrastruktur genutzt werden, auf der anderen Seite die Vorteile einer Bahn genutzt werden. Durch das Prinzip mit dem Beinchen heben würde man so einfach über den Verkehr hinwegfahren können, wodurch sich Verzögerungen vermeiden ließen.

 

 

 

hyperloop-all-cutawayhyperloop-all-cutaway

Eine weitere moderne Idee für die Lösung des Verkehrsproblems kommt von Elon Musk, dem charismatischen und nicht unumstrittenen Gründer von Tesla und SpaceX. Die Idee: Man baut eine Art überdimensionales Rohrpostsystem, genannt Hyperloop. Dabei sollen sich die zugähnlichen Fahrzeuge auf Luftkissen durch enge Röhren fortbewegen. An den jeweiligen Haltestellen sollen Linearmotoren sein die den Zug entsprechend auf Reisetempo brinegn, welches sich in der Nähe der Schallgeschwindigkeit bewegen soll. Um die Geschwindigkeit zu halten, sollen die Triebwagen einen elektrisch betriebenen Kompressor bekommen. Der erhoffte Effekt: Inlandsreisen mit dem Flugzeug sollen so komplett entfallen da der Hyperloop schneller ist als ein herkömmliches Verkehrsflugzeug ist und das Prinzip des Hyperloop deutlich umweltfreundlicher ist. Zusätzlich sollen Reisen mit dem Hyperloop deutlich günstiger sein als mit der Bahn. Ein erster Prototyp befindet sich im Bau, auch wenn einige an der technischen Machbarkeit und der Wirtschaftlichkeit eines solchen Projektes zweifeln.

Hat Dir der Artikel gefallen? 6 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

05.01.2020 13:15    |    ElHeineken

Coole Zusammenfassung, es bleibt spannend :D


05.01.2020 13:19    |    ToledoDriver82

Es war schon immer schwierig bis unmöglich ,genaue Prognosen für die Zukunft zu erstellen..es gibt einfach zu viele Variablen.

Was wirklich schlimm ist,dass man über Jahrzehnte an den Problemen nichts geändert hat bzw waren sie nicht so ernst,das man handeln musste.

Interessant sind diese Visionen aber alle mal und wenn man bedenkt was allein in den letzten 30 Jahren für eine Entwicklung stattgefunden hat,möchte man sich kaum ausmalen was in der Hälfte der der Zeit für die nächsten Jahre zu erwarten ist. Man sollte immer bedenken,wenn etwas ans Licht kommt,egal ob als Prototyp oder Serienfertigung,lief da im Hintergrund schon viele Jahre Forschung. Bedeutet,die Idee und einiges Wissen war schon vorher da,wir bekommen "Neuheiten" also ,wenn sie für die Entwickler schon gar keine Neuheiten mehr sind und diese Verzögerung wird immer kürzer. Es lässt sich nur erahnen was da allein aktuell im Verborgenen läuft und in den nächsten Jahren "reif" ist.

Macht auf alle Fälle neugierig....Zukunft wird wohl auch in Zukunft,eine Überraschung bleiben ;)


05.01.2020 15:47    |    PIPD black

Da hat ja aktuell wohl jemand mal richtig Zeit und haut hier einen Artikel nach dem anderen raus.:p

 

DANKE :)

 

Was so Zukunft, Vergangenheit, Entwicklung und WOLLEN angeht, ist wohl die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen eines der besten Beispiele dafür, wie ernst es der Industrie und der Politik ist/war, das voranzutreiben. Wann fuhren die ersten Autos von MB oder BMW dazu werbewirksam über die Mattscheibe? Linde machte Werbung für den Ausbau entsprechender Tankstellen. Wie verbreitet ist das heute? Stattdessen setzt man auf die Missgeburt E-Auto.


05.01.2020 15:49    |    ToledoDriver82

Das WOLLEN kommt immer erst dann,wenn man am meisten raus holen kann....und dann bekommst du auch diese Technik wieder. Wie gesagt,keiner weiß was in den Schubladen liegt und zum richtigen Zeitpunkt hervor geholt wird....wir erfahren doch nur ,das was nötig ist ;)


05.01.2020 18:55    |    Dynamix

Naja, ich hab Urlaub und viele Artikel schlummerten schon länger unfertig als Entwurf herum. Da wird dieses Jahr auch noch ein bisschen was kommen, wenn es denn mit den beiden Caprice weitergeht wie erhofft.

 

Da wäre noch das Thema Decals beim Sheriff und die Themen Klima und Vorderachse am Caprice........


06.01.2020 09:41    |    Trottel2011

Bei den Turbinenautos war Rover ordentlich weit. Man stand beim P4/P5 "T1" und "T2" Fahrzeugen kurz vor der Serienreife. Man hatte den Abgasstrom mit Temperatur (Wärmetauscher) im Griff bekommen, den massiven Durst einfach mit Erdgas reduziert und das Ganze schön kompakt gehabt. Ich glaube nicht größer als ein normaler R6 Benziner...

 

Ganz schön spannende Zeit damals!

 

Dann muss man auch noch den Gegenkolbendieselmotor (2 Takt Diesel) mit aufführen. Dieser war zur damaligen Zeit unschlagbar. 3 Zylinder, die so viel Leistung erzeugten wie ein 8 Zylinder 4 Takt Diesel. Kompressor oder Turboaufladung. Detroit Diesel, Commer, GM, Dennis, ... alle hatten einen eigenen 2 Takt Motor. Dazu den Deltic Gegenkolben 18 Zylinder, 36 Kolben Motor... Die Zukunft war richtig spannend!

 

Und heute? Wir beschweren uns schon, wenn aus einem 2.0l Motor spontan 400 ps rausgeholt werden und sagen "das geht nicht lange gut". Damals wäre man einfach hellauf begeistert gewesen! ;)


06.01.2020 10:03    |    Dynamix

Weil man den Leuten jahrelang eingetrichtert hat das man für ne ordentliche Haltbarkeit die Literleistung eines kaputten Vorkriegsmotors benötigt und das alles mit Leistungen jenseits der 100 PS pro Liter Hexenwerk sind und die Motoren ständig kaputt gehen. Das die meisten Downsizingmotoren eher moderat aufgeladen sind fällt da gerne hinten runter.

 

Die fahren ja nicht alle mit 3 Bar sondern meistens mit weniger als einem Bar, also eher moderat aufgeladen.


06.01.2020 12:28    |    Trottel2011

Softturbo ist hier das Zauberwörtchen... :)


06.01.2020 15:17    |    ElHeineken

Man muss zu den Detroit-Diesel (trotz ihrer interessanten Technik und des guten Klangs) aber auch sagen dass das nutzbare Drehzahlband wohl so schmal war dass die Maschinen (nach Aussage der Fahrer) gar nicht genügend Gänge haben konnten :D


06.01.2020 16:16    |    Trottel2011

Aber die Gänge wurden mehr und mehr und das ging ja wiederum. Der normale Diesel von heute hätte auch keine Leistung im gesamten Drehzahlband bis man ihm das angezwungen hatte... ;)


06.01.2020 16:17    |    Trottel2011

Nachtrag... Und wenn du ein 40 Tonner beim Anfahren hörst wie es 16 Gänge durchschalten wird man auch nur das Geschälte hören...


06.01.2020 16:18    |    ElHeineken

40 Zimmer, gefällt mir :D

PS: Edit war schneller


06.01.2020 16:21    |    Trottel2011

Wer kennt es nicht, den 40 Zimmer LKW... :D


07.01.2020 09:03    |    pico24229

Toller Artikel mal wieder :)

Solche Rückblicke sind immer sehr interessant. (siehe 2001: Odyssee im Weltraum :D


17.01.2020 18:33    |    euroztar

"wie man heute weiss" *smileysmiley* usw. - jeder blamiert sich eben so gut er kann. Physik-/geschichte, Phantasie, Ausblendung von Werbemüll sind reine Fehlanzeige. Genieße weiter deine fortschrittlichen Produkte.


Deine Antwort auf "Zurück in die Vergangenheit"

Wer war´s?

Dynamix Dynamix

Ivar, Ivar!Shelving unit!


Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, meine wahre Liebe aber gehört neben meiner Liebsten der letzten Generation B-Bodys von General Motors. Anders lässt es sich auch nicht erklären das man gleich zwei Caprice besitzt :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Americas Next Top Models: Vorstellungen aktueller amerikanischer Fahrzeuge

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen oder auch einfach eigene Gedanken :)

 

Enjoy your stay!

 

Dynamix

American Horsepower Show

Chrom und Flammen Show

Cool wall (229)

Strange blokes

  • anonym
  • carchecker75
  • Lumpi3000
  • Trottel2011
  • CarFan_77
  • PIPD black
  • Dynamix
  • Schlawiner98
  • ToledoDriver82
  • el lucero orgulloso