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09.11.2021 17:49    |    Dynamix    |    Kommentare (14)

Lange ist es her das ich diese Reihe bedient habe. Da mir aber schon seit der Camaro Reihe die Idee im Kopf herumschwirrt der Corvette die gleiche Würdigung zuteil werden zu lassen, habe ich mich jetzt endlich mal aufgerafft :)

 

Allgemeine Informationen

 

Die Corvette ist ein Sportwagen welcher von General Motors jeher unter der Marke Chevrolet verkauft wurde. Die Corvette gibt es seit 1953 und blickt somit auf eine ziemlich lange Tradition zurück, länger als der Porsche 911 und nur unwesentlich kürzer als die Marke Porsche selbst! Die Corvette zeichnet sich seit Generation I durch Ihr klassisches Rezept aus:

 

Hinterradantrieb, Coupe/Roadsterform, zwei Sitze, robuste Großserientechnik und ein fast schon unschlagbares Preis-Leistungsverhätlnis.

 

Geschichte Generation I

 

1953-chevrolet-corvette1953-chevrolet-corvette

Wir schreiben das Jahr 1952, der zweite Weltkrieg ist seit ein paar Jahren vorbei und viele der in Europa stationierten GIs kommen nach und nach wieder in die USA zurück. Da sich die GIs in den Jahren zum Teil an den europäischen Lebensstil gewöhnt hatten erfreuten sich die leichten Roadster, vor allem aus britischer Produktion, einer gewissen Beliebtheit bei den Soldaten. So verwundert es auch nicht das einige davon die Autos mit nach Europa nahmen bzw. gleich aus Europa importierten. Bei General Motors glaubte man einem Trend auf der Spur zu sein und so gab man die Entwicklung eines kleinen, leichten Roadsters in Auftrag welcher der Konkurrenz aus Übersee Paroli und der Kundschaft eine amerikanische Alternative bieten sollte. Der erste Prototyp wurde so schnell fertig das man diesen bereits im Januar 1953 der Öffentlichkeit, medienwirksam im New Yorker Edelhotel Waldorf Astoria, präsentierte. Optisch schlug die Corvette mit Ihrer eleganten und gleichzeitig sportlichen Linienführung voll ein und heute erkennt man das Design sofort als typisches Design des Amerikas der 50er. Die Außenhaut wurde aus Fiberglass gefertigt was für den schnellen Anlauf der Produktion durchaus Vorteile hatte!

 

Man baute verschiedene Prototypen für das Corvette Projekt wo man sich auch den Luxus erlaubte mehrere Karosserievarianten zu entwickeln. Es gab einmal den Roadster, welcher dann auch in Serie ging, das Fastback (keine Serienproduktion) und ein Sportsback (Audi war hier nicht der erste mit der Idee ;)), eine Art sportlicher Kombi mit zwei Türen der dann als Chevrolet Nomad in Produktion ging.

 

Eine Maßgabe für die Produktion war die Verwendung von so vielen Serienteilen wie möglich um die Entwicklungskosten und auch den damit verbundenen Zeitaufwand möglichst niedrig zu halten und den Wagen so preislich konkurrenzfähig zu halten.

 

Klingt nach einem eher langweiligen Rezept, allerdings nach einem das einem potenten Sportwagen nicht im Wege stehen muss! Gleichteile bedeuten auch gute Ersatzteilverfügbarkeit und vor allem niedrige Ersatzteilpreise wodurch diese Fahrzeuggattung auch weniger betuchten Kunden zugänglich wurde. Ein weiterer Vorteil war die ausgereifte Technik die nicht so grazil und anfällig war wie die Konkurrenz die eher in speziellen Kleinserien mit hoher Fertigungstiefe produzierten. Somit war die Corvette schon immer so etwas wie der antielitäre Sportwagen.

 

Die Serienproduktion startete entsprechend zügig ein gutes halbes Jahr nach Produktion was für damalige Verhältnisse schon recht flott war. Damals wurde die Corvette noch nicht in Bowling Green, Kentucky gebaut sondern noch in Flint, Michigan. Auch so eine Stadt die am Weggang der großen Automobilhersteller zugrunde geht und durch den Trinkwasserskandal traurige Berühmtheit erlangte. Einer der berühmtesten Söhne der Stadt ist der Dokumentarfilmer Michael Moore. Der Grund dafür war das man noch kein Werk entsprechend fertig hatte um die Corvette in hohen Stückzahlen zu fertigen. Die 53er Modelle wurden entsprechend in einem hohen Anteil von Handarbeit gefertigt, welches die Produktion entsprechend verlangsamte.

 

Im Jahr 1953 lag die Produktion dann auch bei gerade mal 300 Einheiten, welche zum Großteil an GM Manager und Prominente gingen. Der Grund für die geringe Produktionszahl war die aufwändige Produktion der Glasfaserkarosserie, seit jeher eine Corvette Spezialität. Erschwerend kam hinzu das Chevrolet für die Corvette damals keinen potenten Antrieb im Portfolio hatte. Der 150 PS Blue Flame Reihensechszylinder in Kombination mit der Powerglide 2-Gang Automatik waren nicht gerade Garanten für rasanten Vortrieb. Die Corvette sollte zwar durch den Einsatz von viel Großserientechnik relativ günstig werden, war aber aufgrund der aufwändigen Produktion teurer als die Konkurrenz aus England.

 

1954 Corvette1954 Corvette

GM konnte aus oben erwähnten Gründen gerade mal die Hälfte der Jahresproduktion überhaupt verkaufen. Im GM Management kamen erste Zweifel über die Sinnhaftigkeit eines Sportmodells auf. 1954 wurde die Produktion nach St. Louis verlegt. Die Produktionszahlen stiegen, hatte man die Produktion mittlerweile im Griff. Allerdings waren die Absatzzahlen katastrophal. Man plante konservativ mit gut 10.000 Einheiten pro Jahr, von denen im Jahr 1954 nicht mal 4000 gebaut wurden und gerade mal knapp über 1000 Einheiten überhaupt abgesetzt wurden. Die Akzeptanz der Corvette innerhalb von GM schwand weiter. Interessanterweise machte das Magazin "Popular Mechanics" im gleichen Jahr eine Umfrage unter Corvette Eignern. Dabei wollte man wissen wie zufrieden die Eigentümer mit Ihrer Corvette sind und welche Erfahrungen Sie in dem Segment schon haben. Immerhin 36% der Befragten gaben an bereits früher ein Konkurrenzprodukt besessen zu haben. Von diesen 36 Prozent befand immerhin die Hälfte der Befragten die Corvette als besseres Auto, 19 Prozent befanden die Corvette auf der Höhe der Konkurrenz und 22 Prozent befanden die Corvette als das schlechtere Auto. Ebenso kam heraus das, obwohl die Kunden mit dem Auto an sich sehr zufrieden waren, Sie die Corvette nicht als Sportwagen ansahen. Damit war man wieder beim Thema der fehlenden Leistung ;)

 

1955-Corvette-harvest-gold1955-Corvette-harvest-gold

1955 hatte man die Corvette nur noch halbherzig im Programm weil Ford in dem Jahr seinen Thunderbird präsentierte der auf die gleiche Kundschaft abschielte wie die Corvette, auch wenn der Thunderbird eher ein luxuriöser Zweisitzer als ein ernsthafter Sportwagen war. Nichts desto trotz war der Thunderbird vom Start weg relativ erfolgreich für Ford, ein Grund dafür dürfte unter anderem der V8 gewesen sein dem Chevrolet nichts entgegenzusetzen hatte.

 

Als das Projekt Corvette von der GM Führung fast schon beerdigt wurde bekam es einen neuen Leiter, namentlich Zora Arkus Duntov. Duntov war selber ein erfahrener Rennfahrer und ein Fan von Sportwagen. Er erkannte das Potenzial der Corvette und er wusste auch ganz genau was dem Auto fehlte, ein potenter Motor! Zum Glück hatte Chevrolet, unter Leitung von Ed Cole, gerade den Small Block entwickelt, der ideale Motor für die Corvette! Der Motor war klein genug um in die Corvette zu passen, hatte die Leistung die der Corvette immer fehlte, brachte das Prestige das sich die GM Führung von dem Auto immer erhofft hatte und durch den niedrigen Schwerpunkt des Motors wurde das Handling auch nicht verschlechtert. Ideale Voraussetzungen also! So konnte Duntov dann die GM Führung auch davon überzeugen den Motor in die Corvette zu verpflanzen und zu schauen ob sich an den Verkaufszahlen etwas ändert. Da der Motor einfach zu spät kam setzte GM 1955 lediglich 700 Fahrzeuge ab, was dieses Modelljahr zum zweitseltensten der C1 machte.

 

1956-Corvette1956-Corvette

Die runderneuerte Corvette wurde dann 1956 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, wieder im Waldorf Astoria und diese reagierte begeistert auf den neuen Motor. Die Verkaufszahlen stiegen, für Corvette Verhältnisse, massiv an. 1958 hatte man über 9000 Stück abgesetzt was immerhin fast das zehnfache von dem war was man noch vor 4 Jahren verkaufen konnte.

 

Die Technik

 

Rein mechanisch war an der Corvette vieles Stangenware um den Preis so niedrig wie möglich zu halten, so war die Maßgabe des GM Managements! Somit stammten Rahmen und Aufhängung vom 49-54er Chevy (damals gab es keine Modelle sondern nur DEN Chevy oder DEN Ford). Man verlagerte das Cockpit weiter nach vorne um eine bessere Gewichtsverteilung zu erreichen was in einer Verteilung von 53:47 gipfelte.

 

Nichtsdestotrotz hatte die Corvette für die damalige Zeit einige Leckerbissen zu bieten. Das größte war sicherlich Ihre Außenhaut aus GFK welche Sie bis heute beibehalten hat. Man entschied sich für diesen Werkstoff weil er leichter war als Stahl, was der Grundidee eines leichten Roadsters durchaus zuträglich war und weil man Ihn gut formen konnte was wiederum den Designmöglichkeiten zu Gute kam. Man wollte schließlich ein aufregend gestyltes Auto an den Mann bringen! Weiterhin hatte die Corvette damals schon eine Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas was damals längst kein Standard war.

 

Anfangs wurde die Corvette noch von einem 3.8 Liter Reihensechszylinder angetrieben. Dieser basierte noch auf dem Motor den Louis Chevrolet vor Jahren höchstpersönlich entworfen hatte. Seinerzeit war der Chevrolet Reihensechser ein fantastischer Motor, Anfang der 50er war er dann aber doch mal reif fürs Altenteil, besonders weil die Konkurrenz bereits zum Großteil prestigeträchtige V8 Motoren im Programm hatte. Chrysler hatte damals schon die ersten Hemis und Ford hatte mit seinem Flathead eh schon einen Vorsprung von gut 20 Jahren in Sachen V8 für alle. Der 6-Ender brachte durch eine erhöhte Verdichtung, eine veränderte Nockenwelle, mechanischen Liftern und 3 Carter YH Vergasern gut 150 PS. Für das Modelljahr 1954 kam noch eine etwas schärfere Nockenwelle dazu die aber lediglich 5 PS brachte und auch das grundsätzliche Problem der Corvette nicht änderte. Dazu gab es zu dem Zeitpunkt noch keine Handschaltung wodurch die Corvette mit dem erprobten, aber eben auch nicht sehr sportlichen Powerglide 2-Gang Automaten auskommen musste. Dazu kamen weitere kleine Nachteile im Vergleich zur Konkurrenz aus Europa. Es gab zwar für das Modelljahr 1954 einen Kompressor als Dealer Installed Option, dieser merzte zwar die fehlende Leistung aus allerdings konnte auch er die sinkenden Verkaufszahlen nicht stoppen. Dafür war die Option auch einfach nicht bekannt genug.

 

1955 kam dann endlich die Erlösung, der Small Block hielt Einzug in die Corvette! Mit 4,3 Litern Hubraum und 195 PS war der Wagen deutlich potenter. Anfang noch immer ausschließlich mit Automatik erhältlich, hielt später im selben Jahr eine 3-Gang Handschaltung als Option Einzug in das Corvette Programm. Was viele nicht wissen: Den 6-Ender gab es in dem Modelljahr parallel zu dem V8. Wie man sich allerdings denken kann, brachen die Verkaufszahlen für den Blue-Flame Motor brutal ein.

 

1956 verschwand der 6-Ender dann völlig aus dem Programm. Das 3-Gang Handschaltgetriebe wurde die Standardoption und das Powerglide nur noch auf Wunsch verbaut. Der Small Block, jetzt Standardmotor in der Corvette, bekam eine kleine Leistungsspritze auf 210 PS und mit der Option "449" ließ sich die Leistung mit einer scharfen Nockenwelle auf bis zu 240 PS steigern.

 

1957-Corvette1957-Corvette

Für das Modelljahr 1957 legte Chevrolet noch einmal ordentlich nach. Der Small Block bekam eine moderate Hubraumerhöhung auf 4,6 Liter und optional gab es sogar eine mechanische Einspritzung welche allerdings recht selten (weil teuer!) war. Chevrolet bot die Einspritzung in zwei Leistungsstufen an. Diese Corvettes waren wegen der Einspritzung auch als "Fuelie" Corvettes bekannt. Gerade mal knapp über 1000 Stück wurden in diesem Modelljahr gebaut. Gut 270-290 PS brachte der Motor so, je nach Option, wobei sich die Gelehrten bis heute darüber streiten ob die Leistung zu niedrig angegeben wurde. Es hat auf jeden Fall gereicht um den Motor als einer der ersten zu bewerben die ein PS pro Kubikzoll Hubraum leisteten. Damals durchaus etwas womit man in Performance Kreisen angeben konnte!

 

Eine weitere Neuerung war die, optional erhältliche, 4-Gang Handschaltung. Dank Duntovs Einfluss konnte man die Corvette auch ab diesem Modelljahr auch "Ready to Race" bestellen. Dazu gab es ein spezielles Performance Paket welches zum einen die Frischluftversorgung des Motors verbesserte und zum anderen spezielle Analoginstrumente bereit hielt. Weiterhin Teil des Pakets waren ein Heavy Duty Fahrwerk sowie 15 Zoll Felgen.

 

1958-Corvette1958-Corvette

Technisch änderte sich für das Modelljahr 1958 nicht viel. Der Small Block selbst blieb unangetastet, dafür gab es diverse Vergaseroptionen wodurch die Leistungsspanne der Motoren zwischen 250 und 270 PS variierte. Die 270 PS Variante kam ab Werk mit einer Doppel-Vierfachvergaseranlage, was für diese Zeit schon eine Ansage war. Die Fuelie Option bildete mit 290 PS die Leistungsspitze und blieb der Corvette erhalten!

 

Auch 1959 änderte sich technisch so gut wie nichts. Es gab jetzt einen optionalen 24 Gallonen Tank wodurch allerdings das Verdeck entfiel, da der größere Tank den Platz für den Verdeckmechanismus verschlang. Wer also ein Dach über dem Kopf wollte musste sich nach einem Hardtop umsehen. 1960 bekam die Corvette einen Alukühler, wobei dieser den schwächeren Motoren mit 270 und 290 PS vorbehalten war. Im gleichen Jahr entfiel auch die Powerglide Option für die Motoren mit Einspritzung, wodurch es für diese Motoren nur noch das Schaltgetriebe gab.

 

Für 1961 begnügte man sich ebenso mit eher kleineren technischen Verbesserungen, die Einspritzer leisteten jetzt zwischen 275 und 315 PS, die Doppelvergaser blieben unangetastet und leisteten weiterhin 245-270 PS. GM strich nach diesem Modelljahr auch die Doppelvergaseroption aus dem Programm.

 

1962 markierte das letzte Modelljahr der C1 Corvette. Hier packte man dann doch noch etwas mehr Aufwand in die Corvette. Unter anderem erhielt die Corvette einen neuen Small Block mit 5,4 Litern Hubraum wodurch sich die Leistung auch noch einmal spürbar zu den Vorjahresmodellen steigerte. Die Basisoption hatte jetzt 250 PS. Die stärkeren Versionen kamen mit solid Liftern statt der standardmäßigen hydraulischen Liftern und mit bis zu 340 vergaserbefeuerten PS oder 360 PS bei den Einspritzern. Damit war die letzte C1 auch gleichzeitig die stärkste von allen und das letzte Corvette Modell mit einer Starrachse im Heck. Alle Modelle danach hatten ab Werk eine Einzelradaufhängung rundherum. Ja, die Amerikaner konnten sowas damals schon!

 

Motoren

 

Die Corvette kam zuerst mit dem 3.9 Liter Blue Flame Reihensechszylinder auf den Markt. Chevrolet hatte zu der Markteinführung keinen V8 im Angebot und war damit hinter Chrysler und Ford zurückgefallen die schon seit ein paar Jahren eine entsprechende Motorisierung im Angebot hatten. Der Paukenschlag erfolgte im Modelljahr 55 mit der Einführung des Small Block, der Chevrolet zum beliebtesten Automobilhersteller und GM zum größten Automobilkonzern der USA machte. Bei den Daten wird es etwas unübersichtlich, da Chevrolet je nach Modelljahr immer den gleichen Motor anbot, den dann aber mit verschiedenen Vergaserbestückungen, Einspritzung und nach Wunsch sogar mit einer Rennsportnockenwelle.

 

Blue Flame R6

 

1953-1954

 

blue-flame I6blue-flame I6

Hubraum: 3859 cm³

Leistung: 150 - 155 PS @ 4200 u/min

Drehmoment: 302 NM @ 2400 u/min

Verdichtung: 8,0:1

 

Hubraum: 3859 cm³

Leistung: 155 PS @ 4200 u/min

Drehmoment: 305 NM @ 2800 u/min

Verdichtung: 8,0:1

 

Small Block V8

 

1955

 

Hubraum: 4342 cm³

Leistung: 195 PS @ 5000 u/min

Drehmoment: 352 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 8,0:1

 

1956

 

Hubraum: 4342 cm³

Leistung: 210 PS @ 5200 u/min

Drehmoment: 366 NM @ 3200 u/min

Verdichtung: 9,25:1

 

Hubraum: 4342 cm³

Leistung: 225 PS @ 5000 u/min (RPO 469 2x4-fach Vergaser)

Drehmoment: 352 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 9,25:1

 

Hubraum: 4342 cm³

Leistung: 240 PS @ 5000 u/min (RPO 469 2x4-fach Vergaser & RPO 449 schärfere Nockenwelle)

Drehmoment: 352 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 9,25:1

 

1957

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 220 PS @ 4800 u/min

Drehmoment: 407 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 245 PS @ 5000 u/min (mit 2x4-fach Vergaser)

Drehmoment: 307 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 250 PS @ 5000 u/min (mit Einspritzung)

Drehmoment: 414 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 270 PS @ 6000 u/min (2x4- fach Vergaser & scharfe Nockenwelle)

Drehmoment: 386 NM @ 4200 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 283 PS @ 6200 u/min (mit Einspritzung & scharfer Nockenwelle)

Drehmoment: 393 NM @ 4400 u/min

Verdichtung: 10,5:1

 

1958

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 230 PS @ 4800 u/min

Drehmoment: 407 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 245 PS @ 5000 u/min (mit 2x4-fach Vergaser)

Drehmoment: 307 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 250 PS @ 5000 u/min (mit Einspritzung)

Drehmoment: 414 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 270 PS @ 6000 u/min (2x4- fach Vergaser & scharfe Nockenwelle)

Drehmoment: 386 NM @ 4200 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 290 PS @ 6200 u/min (mit Einspritzung & scharfer Nockenwelle)

Drehmoment: 393 NM @ 4400 u/min

Verdichtung: 10,5:1

 

1959

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 230 PS @ 4800 u/min

Drehmoment: 407 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 245 PS @ 5000 u/min (mit 2x4-fach Vergaser)

Drehmoment: 307 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 250 PS @ 5000 u/min (mit Einspritzung)

Drehmoment: 414 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 270 PS @ 6000 u/min (2x4- fach Vergaser & scharfe Nockenwelle)

Drehmoment: 386 NM @ 4200 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 290 PS @ 6200 u/min (mit Einspritzung & scharfer Nockenwelle)

Drehmoment: 393 NM @ 4400 u/min

Verdichtung: 10,5:1

 

1960

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 230 PS @ 4800 u/min

Drehmoment: 407 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 245 PS @ 5000 u/min (mit 2x4-fach Vergaser)

Drehmoment: 307 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 270 PS @ 6000 u/min (2x4- fach Vergaser & scharfe Nockenwelle)

Drehmoment: 386 NM @ 4200 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 275 PS @ 5200 u/min (mit Einspritzung)

Drehmoment: 414 NM @ 4400 u/min

Verdichtung: 11:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 315 PS @ 6200 u/min (mit Einspritzung & scharfer Nockenwelle)

Drehmoment: 400 NM @ 5100 u/min

Verdichtung: 11:1

 

1961

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 230 PS @ 4800 u/min

Drehmoment: 407 NM @ 3000 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 245 PS @ 5000 u/min (mit 2x4-fach Vergaser)

Drehmoment: 307 NM @ 3800 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 270 PS @ 6000 u/min (2x4- fach Vergaser & scharfe Nockenwelle)

Drehmoment: 386 NM @ 4200 u/min

Verdichtung: 9,5:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 275 PS @ 5200 u/min (mit Einspritzung)

Drehmoment: 414 NM @ 4400 u/min

Verdichtung: 11:1

 

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 315 PS @ 6200 u/min (mit Einspritzung & scharfer Nockenwelle)

Drehmoment: 400 NM @ 5100 u/min

Verdichtung: 11:1

 

1962

 

Small Block V8Small Block V8

Hubraum: 4637 cm³

Leistung: 250 PS @ 4400 u/min

Drehmoment: 475 NM @ 2800 u/min

Verdichtung: 10,5:1

 

Hubraum: 5358 cm³

Leistung: 300 PS @ 5000 u/min (großer 4-fach Vergaser)

Drehmoment: 488 NM @ 3200 u/min

Verdichtung: 10,5:1

 

Hubraum: 5358 cm³

Leistung: 340 PS @ 6000 u/min (großer 4- fach Vergaser & scharfe Nockenwelle)

Drehmoment: 466 NM @ 4000 u/min

Verdichtung: 11,25:1

 

Hubraum: 5358 cm³

Leistung: 360 PS @ 6000 u/min (mit Einspritzung & scharfer Nockenwelle)

Drehmoment: 477 NM @ 4000 u/min

Verdichtung: 11,25:1

 

Getriebe

 

PowerglidePowerglide

Grundsätzlich gab es über die Zeit lediglich 3 verschiedene Getriebe bei der Corvette. Standardmäßig war ein 3-Gang Handschaltgetriebe das später durch ein optionales 4-Gang Handschaltgetriebe ergänzt wurde. Freunde des Schalten lassens bekamen mit dem Powerglide Ihr Wunschgetriebe. Dazu gab es mehrere Hinterachsübersetzungen, sowie die Option auf ein Sperrdifferential.

 

Automatik

 

2-Gang Powerglide Wandlergetriebe

 

Schaltgetriebe

 

3-Gang Handschaltung

Gangübersetzungen: 1. 2.47:1 2. 1.53:1 3. 1:1 R. 2,80:1

 

4-Gang Handschaltung

Gangübersetzungen: 1. 2.54:1 2. 1.89:1 3. 1.51:1 4. 1:1 R. 2,61:1

 

Hinterachsübersetzungen: 3.08:1; 3.36:1; 3.55:1; 3.70:1; 4.11:1; 4.56:1

 

Ausstattungslinien

 

Bei der C1 gab es keine Ausstattungslinien im eigentlichen Sinne. Es gab ja nur DIE Corvette, was aber nicht hieß das es nicht trotzdem bestimmte Ausstattungsoptionen gab. Folgend sollen einmal die Neuerungen pro Modelljahr aufgelistet werden.

 

1953

 

Im ersten Jahr der Corvette gab es nur eine Farbe für In- und Exterieur. Alle 53er Corvetten waren außen weiß, mit rotem Innenraum und schwarzem Verdeck. Es gab zudem noch keine versenkbaren Fenster, stattdessen gab es kleine "Vorhänge" die man an Dach und Tür befestigen konnte.

 

1954

 

Mit der Verlegung in das Werk in St. Louis wurden auch andere Farben verfügbar. Neben dem "Polo White" gab es jetzt auch blau, rot und schwarz. Verdeckseitig konnte man jetzt auch ein beiges Verdeck ordern. Dazu wurden die Auspuffrohre bei diesem Modelljahr verlängert.

 

1955

 

In diesem Modelljahr wurde der Small Block als Option eingeführt, es markiert auch das einzige Modelljahr der C1 in der man die Wahl zwischen zwei Motoren hatte. Die 3-Gang Handschaltung wurde eingeführt. Ebenso wurde die Palette an Farben für Außenhaut, Innenraum und Verdeck erweitert. Die V8 Modelle bekamen ab Werk ein 12V Bordnetz, während die 6-Ender noch mit einem 6-Volt Netzt auskommen mussten.

 

1956

 

Erstes "Facelift" mit neuer Außenhaut und versenkbaren Fenstern, auf Wunsch elektrisch. Die Scheinwerfer standen jetzt senkrecht in der Karosserie, die kleinen Heckflossen verschwanden wodurch die Karosserie nach hinten in einem Guss auslief. Das manuelle Getriebe ist jetzt Serienausstattung und die Automatik wanderte auf die Liste mit der Zusatzausstattung. Das Verdeck wurde verbessert, da sich Kunden über dessen Dichtheit beschwert hatten.

 

Als weitere Komfortextras gab es ein elektrisch unterstütztes Verdeck, sowie ein Hardtop ab Werk. Ein kleines High-Tech Schmankerl zu der Zeit war das optionale Delco Radio welches für damalige Verhältnisse schon mit einer Transistortechnik und automatischem Sendersuchlauf aufwarten konnte. Das Radio hatte zusätzlich noch die klassische Röhrentechnik verbaut womit es so eine Art Hybrid aus als und neu war. Für 1956 war das schon fast Raumfahrttechnik. Mit dem RPO 449 gab es eine schärfere Nockenwelle für den Small Block.

 

1957

 

Der Small Block erhielt eine Hubraumspritze auf 4,6 Liter. Die ersten Fuelie Vetten kamen auf den Markt und ein 4-Gang Getriebe war optional erhältlich.

 

1958

 

Im Modelljahr 58 kam die nächste größer optische Überarbeitung der Corvette. Die Front zierten jetzt Doppelscheinwerfer, da diese ab 1956 auf Bundesebene und ab 1957 auch in allen Staaten in den USA erlaubt wurden. Das hat sich kaum ein Hersteller in den USA zwei mal sagen lassen und so bekamen fast alle Autos in dem Modelljahr Doppelscheinwerfer verpasst, auch die Corvette. Eine weitere optische Eigenheit waren die Chromleisten die senkrecht über die Kofferraumklappe verliefen. Die Haube bekam ein großes Fake Lüftungsgitter. Das Interieur bekam ein kleines Update verpasst was sich unter anderem an einem zentralen Drehzahlmesser direkt vorm Fahrer bemerkbar machte. Mit Option 684 bekam man eine Art Vorläufer des Z51 Performance Paketes welches bessere Bremsen und ein verbessertes Fahrwerk beinhalteten. RPO 579 war für den kleinen Doppelvergasermotor mit 250 PS, mit RPO 276 bekam man die größeren 15" Felgen.

 

1959

 

1959-Corvette1959-Corvette

59 hielten sich die Änderungen in argen Grenzen, die meisten waren lediglich kosmetischer Natur. Der Innenraum erhielt neue Türverkleidungen, der Tacho wurde für eine bessere Ablesbarkeit umgestaltet und es gab jetzt ein Handschuhfach. Dazu konnte man jetzt den Innenraum in schwarz bestellen. Mit einer der seltensten Optionen, dürfte das türkise Verdeck gewesen sein, welches es nur in diesem Modelljahr gab. Die größte äußerliche Veränderung war der Verzicht auf die Chromleisten auf der Heckklappe sowie der Entfall der Fake Luftschlitze in der Haube die es somit nur im Modelljahr 58 gab.

 

 

 

 

 

 

1960

 

1960-Corvette1960-Corvette

Für das Modelljahr 60 hatte man wieder etwas an der Technik verändert. Die Modelle ab 270 PS bekamen einen Aluminiumkühler ab Werk. Die Fuelie Vetten gab es jetzt nur noch mit Handschaltung, die Option auf die Automatik hatten nur noch die vergaserbefeuerten Modelle. Zusätzlich gab es mit Cascade Green noch eine neue Farbe welche es auch nur 1960 gab und entsprechend selten ist. Lediglich eine geringe 3 stellige Anzahl wurde in dieser Farbe ausgeliefert. Ansonsten waren die Änderungen sehr gering.

 

1961

 

1961-Corvette1961-Corvette

In diesem Jahr wurde noch einmal kräftig Hand an der Optik angelegt. Das Heck wurde komplett umgestaltet und nahm damit schon ein wenig die kantigere Optik der C2 Stingray vorweg. Das Heck hatte jetzt eine stark abfallende Kante in der sich auch die Rückleuchten befanden, hier kamen übrigens zum ersten Mal die ikonischen Doppelrückleuchten zum Einsatz! Der Grill an der Front wurde etwas feiner gestaltet. Die Fuelies bekamen eine klitzekleine Leistungsspritze auf 275 PS bzw. 315 PS. Der Hubraum des Small Blocks blieb unangetastet. Die Doppelvergaserversionen behielten Ihre Leistung, allerdings war es sowieso das letzte Jahr in dem diese Option erhältlich war. Dies war auch das letzte Modelljahr der C1 in dem eine Two-Tone Lackierung erhältlich war. Erst mit der C3 sollte es überhaupt wieder Zweifarbenlackierungen geben.

 

1962

 

1962-corvette1962-corvette

1962 spendierte Chevrolet der Corvette wieder etwas mehr Leistung. Der Hubraum des Small Blocks wuchs von 4,6 Litern auf 5,4 Liter, welcher mit dem 4-fach Vergaser 250 PS leistete. Auf Wunsch gab es immer noch eine Benzineinspritzung, dafür entfiel die Option auf 2x4-fach Vergaser. Dieses Modelljahr sollte auch bis 1998 das letzte mit einem Kofferraum sein.

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09.11.2021 17:58    |    PIPD black

Zitat:

Lange ist es her das ich diese Reihe bedient habe. Da mir aber schon seit der Camaro Reihe die Idee im Kopf herumschwirrt der Corvette die gleiche Würdigung zuteil werden zu lassen, habe ich mich jetzt endlich mal aufgerafft :)

Und das freut mich sehr.:)


09.11.2021 18:18    |    Badland

Ich habs zwar gerade nur Diagonal gelesen, aber echt nen Top Artikel geworden.

 

Als Kind hatte die 1957er Corvette als 1:18 Modellauto im Schrank stehen, in Silber mit roter Innenausstattung.

 

Man könnte meinen, silberfarbener Autolack begleitet mich schon seit Kindertagen. Jedes zweite Auto was ich hatte, war/ist Silber. Sogar einer meiner Internet-Nicks beinhaltet Silber. :D :D :D


09.11.2021 18:31    |    PIPD black

Mit den Doppelscheinwerfern und ohne Heckflossen gefällt mir die C1 am Besten. Bei den schmalen Rücklichtern in der Kante oder den doppelten Rückleuchten bin ich zwiegespalten. Die schmalen Leuchten gefallen mir durchaus.

 

Mit den Doppelscheinwerfern wirkt das Auto viel bulliger/aggressiver, verliert damit aber auch zugleich die „Verwandschaft“ zu den typischen Roadstern, somit auch etwas Eleganz. Auf dem Weg zum Sportwagen muss das wohl so……


09.11.2021 18:36    |    Dynamix

Zitat:

@Badland schrieb am 9. November 2021 um 18:18:43 Uhr:

Ich habs zwar gerade nur Diagonal gelesen, aber echt nen Top Artikel geworden.

Merci! :)

 

Zitat:

Man könnte meinen, silberfarbener Autolack begleitet mich schon seit Kindertagen. Jedes zweite Auto was ich hatte, war/ist Silber. Sogar einer meiner Internet-Nicks beinhaltet Silber. :D :D :D

Silber war wohl auch eine relativ seltene Farbe. Damals hat man es wohl einfach noch bunter getrieben :D


09.11.2021 23:45    |    E500AMG

Hi,

 

schöner Beitrag mit viel Info's. :)

 

Als ehemaliger C5 Cabrio und C6 Z06 Besitzer bin ich sehr interessiert, vor allem ab der Baureihe C4 bis hin zur C7.

 

C1 bis C3 - ich glaube die sind mir zu alt :D aber gehören zur Geschichte dazu und sind nett anzusehen.

 

Grüße E500 AMG


10.11.2021 04:48    |    Badland

Das die Autos früher farbenfroher waren kommt daher, dass in den Anfangsjahren des Automobilbaus die Farbauswahl sehr beschränkt war. Mit Ende des Welt- und Koreakrieges, wollten die Leute endlich mal gute Laune Farben auf ihren Autos und die Weiterentwicklungen der Farbindustrie tat ihr übriges dazu.

 

War bei den PCs und Spielekonsolen doch genau das gleiche. :D :p


10.11.2021 09:06    |    Dynamix

Zitat:

@E500AMG schrieb am 9. November 2021 um 23:45:30 Uhr:

Hi,

 

schöner Beitrag mit viel Info's. :)

 

Als ehemaliger C5 Cabrio und C6 Z06 Besitzer bin ich sehr interessiert, vor allem ab der Baureihe C4 bis hin zur C7.

 

C1 bis C3 - ich glaube die sind mir zu alt :D aber gehören zur Geschichte dazu und sind nett anzusehen.

 

Grüße E500 AMG

Vielleicht schaffe ich die restlichen 7 Generationen noch in diesem Jahrzehnt :D


10.11.2021 11:40    |    Zarrooo

Zitat:

Silber war wohl auch eine relativ seltene Farbe. Damals hat man es wohl einfach noch bunter getrieben :D

Bei der C1 war silber in der Tat relativ selten. 1957 konnte man die Corvette überhaupt zum ersten mal mit einer silbernen Lackierung (Inca Silver) bestellen und nur 65 von 6.339 Exemplare wurden in Inca Silver ausgeliefert.

 

Am beliebtesten waren bei der 57er Corvette, um mal bei diesem Jahrgang zu bleiben, Onyx Black (2.189), Venetian Red (1.320) und Polo White (1.273). Deutlich dahinter kamen Cascade Green (550), Arctic Blue (487) und Aztec Copper (452). Cascade Green ist übrigens dieses quietschebunte türkis in dem auch die 56er auf dem Foto im Artikel lackiert ist (und das so gar keine Ähnlichkeit mit der gleichnamigen Farbe der 60er Corvette hat). Das Bild der 57er zeigt ein Exemplar in Arctic Blue.

 

Wer da jetzt zusammenzählt, wird feststellen, dass das drei Autos weniger als die produzierten 6.339 Exemplare sind. Diese drei sind in einer Nicht-Standard-Farbe, Nicht-Standard-Farbkombination oder nur mit Grundierung ausgeliefert worden.

 

Ohne jetzt alle Produktionszahlen für die Folgejahre aus dem Black Book abschreiben zu wollen, zu den meistbestellten Farben gehörte silber bei der C1 nie, wurde aber in den folgenden Jahren etwas beliebter.

 

Meine persönliche Lieblingsvariante der C1 sind die Modelle mit Doppelscheinwerfern und dem runden Heck, also 1958-60. Bei freier Wahl wäre es wohl eine 58er in Regal Turquoise mit Zweifarblackierung, wie auf dem Bild im Artikel. Für mich einfach die geilste Farbe auf der C1. Gab es nur bei der '58er (510mal bestellt, davon 252mal als Zweifarblackierung mit weiß als Kontrastfarbe).

 

Ein sehr schöner Beitrag übrigens. Danke für die Arbeit, die Du Dir damit gemacht hast!


10.11.2021 13:14    |    Dynamix

Ich bin da einfach gestrickt. Rot/weiss wäre meine Lackierung :) Mit weissem Innenraum kommt das sicherlich gut.


12.11.2021 11:46    |    Tobner

Vielen Dank für diesen Einblick :)

 

Was mich tatsächlich umhaut ist die hohe Verdichtung der Einspritzmotoren. 11:1 finde ich Wahnsinn. Welchen Sprit hatten den die Amerikaner in dieser Zeit?


12.11.2021 11:51    |    Dynamix

Glaube das ging damals mit verbleitem Sprit auch noch einfacher. Wenn ich mich Recht entsinne war eins der ersten Dinge, welche die Amerikaner mit der Einführung der Kats machen mussten, die massive Reduzierung der Verdichtung.


15.11.2021 19:16    |    Tobner

Aber warum das? Wegen dem unverbleitem Sprit?

 

Der VisioRacer hat mal ein schönes Video gemacht mit den V8 Motoren mit den geringsten spezifischen Leistungen. Da waren die Hubraumgiganten der 70er Jahr deutlich verhungert mit der Leistung. Irgendwie wurde wegen der umweltfreundlichkeit die Verdichtung reduziert. Das leuchtet mir nicht richtig rein.


15.11.2021 19:24    |    Dynamix

Um den Kat zu schonen musste der verbleite Sprit weg, da der Bleianteil den KAT sonst kontaminiert.

 

Der Bleigehalt hatte aber den Vorteil das er die Kopffestigkeit des Sprits erhöht hat. Damit der Motor nicht anfängt zu klingeln musste die Verdichtung runter. Dazu kam das der Sprit damals ja generell nicht die Qualität von heute hatte.

 

Dazu die immer stärkeren Anforderungen an den Verbrauch und die Abgasreinheit. Zusätzlich hat man ab 72 die Motorleistung auch anders gemessen. Das alles hat dann zu dem starken Rückgang der Leistung (zum Teil nur auf dem Papier) in den 70ern geführt.


16.11.2021 08:29    |    Zarrooo

Zitat:

@Tobner schrieb am 12. November 2021 um 11:46:23 Uhr:

Was mich tatsächlich umhaut ist die hohe Verdichtung der Einspritzmotoren. 11:1 finde ich Wahnsinn. Welchen Sprit hatten den die Amerikaner in dieser Zeit?

Es gab ein regelrechtes Rennen um die höchsten Oktanzahlen, das erst mit dem Clean Air Act Anfang der 70er Jahre endete:

https://www.stevesnovasite.com/.../#post-1496695


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