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24.02.2023 10:26    |    Dynamix    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: 1000, motorrad, Suzuki Motorrad, SV, SV;

Suzuki SV1000

 

Nach all den Kandidaten die ich schon durch hatte, überlegte ich mir was es denn da noch so geben könnte. Dabei schoss mir die SV-Reihe von Suzuki durch den Kopf die immer so gerne empfohlen wird. Von vielen als DAS Anfängerbike schlechthin bezeichnet, sollte ich mir diese vielleicht doch mal näher ansehen. Der Klassiker der SV-Reihe ist sicherlich die SV-650 mit Halbschale, also sowas wie der Golf GTI unter den Motorrädern. Die SV ist nicht langsam, nicht übertrieben schnell, alltagstauglich, universell einsetzbar, robust und tut niemandem weh. Ein Rezept, was für viele Anfänger gut ist, mich aber so erst einmal gar nicht anspricht. Bei der weiteren Recherche stieß ich aber noch auf einen anderen Ableger, nämlich die SV-1000! Hmm, 1000 ccm V-Twin und dazu gibt es die auch noch in nackt, also ohne die Halbschale. So klingt das Rezept schon wieder interessanter.

 

Ergonomie

 

sv1000-cycle-ergosv1000-cycle-ergo

Hmm, hier schwanken die Angaben zwischen 81 und 84 cm Sitzhöhe. Ansonsten die typische Naked Position, bei der man noch einigermaßen aufrecht drauf sitzt. Cycle Ergo spuckt da eine bequeme Sitzposition aus. Glaube hier macht man mit einer SV nichts falsch. Wie gesagt, die SV gilt nicht umsonst als extrem beliebtes Motorrad für Fahranfänger, Wiedereinsteiger und Daily-Driver.

 

Gewicht

 

Fahrfertig wiegt die große SV um die 200 kg, was ich als sehr leicht empfinde. In Kombination mit dem Motor ist das sicherlich eine spaßige Angelegenheit auf Landstraßen! Daraus ergibt sich ein nettes Leistungsgewicht :) Mehr sage ich dazu auch nicht bevor mich die alten Hasen für diesen Punkt wieder lynchen wollen :p

 

Optik

 

Spektakulär wäre wohl das falsche Wort. Mir persönlich gefällt die nackte Version besser als die mit Halbverkleidung. Die Nackte soll wohl ab Werk auch das bessere Fahrwerk und andere Kleinigkeiten gehabt haben. Besonders der Rundscheinwerfer gefällt mir an der Nackten ganz gut. Der offene Gitterrrohrrahmen macht auch was her und gibt dem ganzen einen sportlichen Touch ala Ducati Monster. Optisch sagen mir die moderneren Versionen zu, von Fans „Kante“ genannt. Eins der auffälligsten Merkmale ist hier sicherlich, neben dem kantigeren Design, besonders das das LED-Rücklicht. Der Rest ist relativ unspektakulär, aber auch das gehört zur SV-Reihe dazu. Ich finde hier hätte Suzuki noch ein wenig mehr riskieren können, auch was das Thema Farbe angeht. Da ist das Blau auf den Bildern noch die exotischste Farbe, ansonsten findet man viel silber und schwarz. Das hilft jetzt nicht gerade dabei einen emotional abzuholen. Ist aber auch Geschmackssache, bevor mich hier die SV-Fans lynchen :D

 

Eine Schwäche von der viele Tester und SV-Besitzer berichteten ist die Verarbeitung. Man merkt der großen SV an das Sie auf der kleinen Schwester basiert und die musste preislich in einem hart umkämpften Segment um Käufer werben. Entsprechend hat man hier bei der Qualität und Verarbeitungsqualität ein wenig gespart. Da gibt es sicherlich besseres, aber das müsste ich mir mal in Natura ansehen um mir ein Urteil bilden zu können.

 

Motor/Technik

 

1000 cm³, 124 PS, serviert in V2 Form und all das kombiniert mit einem niedrigen Gewicht. Klingt nach einem spaßigen Rezept, auch weil der Motor in vielen Testberichten als einer der Besten seiner Klasse gefeiert wurde. Suzuki hat die Twins der SV nicht umsonst so lange im Programm behalten und kontinuierlich verbessert. Der Motor hat als einer der wenigen Kandidaten in meiner Liste schon eine Einspritzung was das Thema Zuverlässigkeit natürlich massiv anhebt. Aufsteigen und fahren ist hier kein Problem solange die Batterie Saft hat und Sprit im Tank ist, da verstellt sich nix ;) Auch Spielereien mit dem Choke entfallen somit.

 

Und ich mag den Klang von V2-Motoren. Dazu gilt der Motor als unkapriziös und robust. Auch der Rest gilt als haltbar. Hier macht man sicherlich nichts falsch wenn man auf Nummer sicher gehen will. Ironischerweise ist der Motor somit auch mehr oder weniger DER Grund sich überhaupt eine SV-1000 in die Garage zu stellen, da ansonsten alles doch schwer an das Rezept der kleinen Schwester angelehnt ist.

 

Emotion

 

Suzuki SV 1000Suzuki SV 1000

Hier bin ich etwas zwiegespalten. Die technischen Daten sprechen für sich und die SV-Reihe gilt auch, sicherlich zurecht, als einsteigerfreundlich, zuverlässig und gravierende Schwächen leistet sich die Baureihe nicht wirklich. Trotzdem will ich mit dem Ding nicht so 100% warm werden. Vielleicht überzeugt Sie mich eher beim Fahren.

 

Preis

 

Preislich sind die SV-Modelle erschwinglich. Egal ob SV650 oder SV1000, seine Niere muss niemand dafür verkaufen. Die SV-650 hat sich in massiven Stückzahlen verkauft, worunter witzigerweise die Verkaufszahlen der SV-1000 brutal gelitten haben. Suzuki hatte darauf gesetzt, dass es unter den SV-650 Fans einige gibt die einen größeren Motor mit mehr Power vermissen. Tat aber niemand! Die typische SV-Klientel war mit Ihrer 650er wunschlos glücklich. So verkaufte man die 1000er auch lediglich 3 Jahre lang und am Ende auch nur über Schleuderpreise. Entsprechend wenige Modelle gibt es, verglichen mit dem Beststeller SV-650. Die niedrigen Stückzahlen machen es zwar schwieriger die Passende zu finden, dafür wirkt sich das auch nicht negativ auf die Preise aus. Man kriegt eine brauchbare Basis immer noch für einen akzeptablen Preis :) Für 3000-4000€ bekommt man da schon was Nettes, was ich für das Gebotene preislich durchaus fair finde.

 

Wie gesagt, irgendwie war für die 1000er bei uns kein Markt vorhanden und im Grunde war die SV-1000 damit genauso ein Verkaufsflop wie die Suzuki TL-1000, welche in eine ähnliche Kerbe schlug.

Im Grundsatz ein tolles Bike, jetzt muss Sie mich nur noch auf der emotionalen Ebene irgendwo abholen ;)


24.02.2023 10:32    |    PIPD black

Genau sowas würde mir zu Beginn auch vorschweben. Ein Klassiker.:D

24.02.2023 10:34    |    Dynamix

Uh, diese Vernunft :D

24.02.2023 10:45    |    PIPD black

Richtig. Vernunft in allen Belangen.

Ob das Ding nun in der Optik kickt oder nicht, ist doch beim Fahren völlig Schnuppe. Die Emotionen kommen doch erst richtig beim Fahren auf. Und wenn so ein Maschinchen das leisten kann, ist es genau richtig.

 

Wenn dir die Farben nicht gefallen......dagegen kann man was machen. Kostet auch nicht die Welt. Folierung!

24.02.2023 10:50    |    Badland

Ein klassiches Naked Bike der Oberen Klasse eben.

 

Ist eben wie mit Autos. Du bekommst einen 3er BMW mit kleinem 4 Zylinder und 156PS sowie mit Reihensechser und 480PS. Entscheidend ist wie viel du ausgeben möchtest/kannst.

24.02.2023 10:52    |    nebukatonosor

Ganau,... tolles Bike !

24.02.2023 10:59    |    Dynamix

Zitat:

@PIPD black schrieb am 24. Februar 2023 um 10:45:54 Uhr:

Richtig. Vernunft in allen Belangen.

Ob das Ding nun in der Optik kickt oder nicht, ist doch beim Fahren völlig Schnuppe. Die Emotionen kommen doch erst richtig beim Fahren auf.

Also mir ist das nicht ganz so Schnuppe ;) Es darf ruhig nach was aussehen. Ich will durchaus vor dem Bike stehen und auch ohne damit zu fahren ins schwärmen geraten. Das der Markt dafür da ist sieht man alleine schon daran das eben nicht alle Bikes schwarze Superbikes mit Monster Beklebung oder silberne Naked-Bikes sind.

24.02.2023 11:08    |    Swissbob

Zitat:

@Badland schrieb am 24. Februar 2023 um 10:50:00 Uhr:

Ein klassiches Naked Bike der Oberen Klasse eben.

 

Ist eben wie mit Autos. Du bekommst einen 3er BMW mit kleinem 4 Zylinder und 156PS sowie mit Reihensechser und 480PS. Entscheidend ist wie viel du ausgeben möchtest/kannst.

510PS mit Allradantrieb:) SCNR :D

 

Nebenbei bemerkt, die SV Suzukis Tönen wirklich toll, sind beim lokalen Töff Treff jedoch eher unscheinbar.

 

Eine Ducati Monster mit rotem Rahmen ist auffälliger.

 

Japaner mit Woweffekt: Yamaha MT01 oder die Vmax 1700.

24.02.2023 11:20    |    nebukatonosor

Man muss halt wissen worauf man mehr wert legt. Emotione oder doch mehr Alltagstauglichkeit.

Eine Buell, MT01 oder V max sind emotional kaum zu toppen. Sowas stellt man sich als ZWEITtmotorrad in die Garage

24.02.2023 11:25    |    Dynamix

Das ist halt bei mir der Punkt. Alltagstauglichkeit ist kaum gefragt. Ich werde Motorrad nicht als Daily fahren. Ich habe ein Alltagsauto und das wird auch rege genutzt. Da darf es dann auch herrlich unpraktisch sein.

24.02.2023 13:23    |    Jungbiker

Die Triuph Speed Triple kannst du noch angucken.

Tolles Motorrad, aber auch ziemlich giftig.

 

Ducati GT 1000 ist auch sehr schön. Die Ducati Sport 1000 auch.

24.02.2023 13:27    |    Badland

Zitat:

@Dynamix schrieb am 24. Februar 2023 um 11:25:20 Uhr:

Das ist halt bei mir der Punkt. Alltagstauglichkeit ist kaum gefragt. Ich werde Motorrad nicht als Daily fahren. Ich habe ein Alltagsauto und das wird auch rege genutzt. Da darf es dann auch herrlich unpraktisch sein.

Wenn das Bike geil aussieht aber sich beschissen fahren lässt, hast du aber auch nix von ;)

24.02.2023 13:35    |    Dynamix

Bei Alltagstauglichkeit denke ich eher an so Dinge wie Langstreckentauglichkeit oder die Möglichkeit Gepäck zu montieren oder Daily-Qualitäten.

 

Und "beschissen fahren" ist halt auch so ein subjektives Gefühl. Gibt genug Leute die mir gesagt haben wie absolut grottig beschissen mein Caprice fährt. Ist mir aber egal weil ich die Dinger gerne fahre und ich weiß eben das sich ein 30 Jahre alter Full-Size Sedan nicht wie ein aktueller Golf R fährt. Aber diese Erwartungshaltung spüre ich hier überall, nicht nur beim Auto sondern auch beim Motorrad.

 

Scheinbar müssen Motorräder immer ausnahmslos sportlich fahren :confused:

 

Und ich dachte immer dafür gibt es extra die Kategorie Supersportler, Supermoto oder Hyper-Nakeds.

24.02.2023 13:47    |    cutf

Zitat:

@Badland schrieb am 24. Februar 2023 um 13:27:50 Uhr:

Zitat:

@Dynamix schrieb am 24. Februar 2023 um 11:25:20 Uhr:

Das ist halt bei mir der Punkt. Alltagstauglichkeit ist kaum gefragt. Ich werde Motorrad nicht als Daily fahren. Ich habe ein Alltagsauto und das wird auch rege genutzt. Da darf es dann auch herrlich unpraktisch sein.

Wenn das Bike geil aussieht aber sich beschissen fahren lässt, hast du aber auch nix von ;)

Genau ;)

 

@Dynamix: wenn du ernsthaft mit dem Gedanken spielst, eines des vorangegangenen Schwerlastransportern aus dem 2. Weltkrieg anzuschaffen, dann geh NICHT die SV Probefahren :D

 

Und entgegen deiner Vermutung finde ich nicht, dass die SV zu viel Leistung hat… moment, hat sie für einen Anfänger doch, aber sie hat wenigstens ein Chassis und Bremsen, die dich bei der ersten Überraschung nicht gleich umbringen. Und mit der Sitzposition fährt es sich auch gscheit.

24.02.2023 13:49    |    cutf

@Dynamix: Die Motorräder müssen nicht sportlich fahren, aber das Fahrwerk und die Bremsen müssen zum Anfänger und der Motorleistung passen. Das hat nix mit sportlich zu tun.

24.02.2023 14:00    |    Dynamix

Naja, ein gescheites Fahrwerk wird nicht automatisch dadurch unfahrbar nur weil es mittlerweile Besseres gibt. Klar fährt sich ein altes Auto/Motorrad nicht wie was neues, aber viele Leute suchen ja genau das. Ich habe auch sehr viele Freunde die auf alten Autos angefangen haben. Da fährt jeder moderne Golf Kreise drum. Aber die haben sich halt mit den Eigenheiten arrangiert und siehe da, die leben alle noch!

 

Warum soll das für Motorräder nicht gelten? Und selbst wenn, es gibt für so viele, auch ältere Motorräder Fahrwerke die den Originalteilen massiv überlegen sind. Auch da kann man nachhelfen und moderne Reifen tun Ihr übriges. Dann wird vielleicht immer noch kein Renner draus, aber zumindest dürfte das Fahrverhalten dann entsprechend sicherer werden.

 

Ich werde es ja sehen wenn es soweit ist. Entweder ich komme damit klar, vielleicht gefällt es mir sogar, oder ich greife halt zum Aftermarket und probiere mich da ein bisschen am Fahrwerk aus. Da muss man eh je nach Gewicht was anpassen. Und das selbst moderne Motorräder nicht immer die Ansprüche Ihrer Fahrer erfüllen sieht man am gut bestückten Aftermarket für Federn und Dämpfer ;)

 

Öhlins, Wilbers und Co verdienen sich nicht umsonst dumm und dusselig mit dem Zeugs. Und ja, das Geld würde ich notfalls in die Hand nehmen. Hab bei der Vespa auch das ausgenudelte Originalfahrwerk durch eins von YSS ersetzt und damit bin ich zufrieden, auch weil man das entsprechend dem Gewicht was einstellen kann und der Spaß dann auch nicht so schnell durchschlägt wie vorher.

24.02.2023 14:18    |    Badland

@Dynamix

Mit "beschissen Fahren" meine ich, dass du dir dein Bike rein nach Optik kaufst und auf Punkte wie Fahrtests, eigene Gefühlsempfindungen und Co. ausser acht lässt.

 

Beispiel: Optik genial, aber....

 

  • Der Sitz ist hart wie ne Parkbank
  • Die Fußrasten sind so hoch, dass du immer das Gefühl hast in der Hocke zu sitzen.
  • Im Rückspiegel siehst du nichts, weil sie doof platziert sind für deine Körpergröße
  • Bei der Probefahrt merkst du wie wabbelig sie fährt oder du Lastwechselreaktionen hast wie bei einer Gummikuh

 

etc.

Manche Dinge kann man durch Umbauen ändern manche nicht. Manche Dinge sind für den Fahrspaß unabdingbar, mit manchen Dingen kannst du dich arrangieren.

 

Dass du rein nach Optik kaufst, glaube ich dir deswegen an dieser Stelle nicht.

24.02.2023 14:21    |    Dynamix

So war das auch gar nicht gemeint. Wollte damit lediglich sagen das es für mich ein wichtiger Punkt ist.

 

Beispiel:

 

Ein Golf kann im Grunde alles was ein Auto können muss. Stelle ich mir sowas deshalb als Spaßauto in die Garage? Nee. Und für den Spaß geht man nun mal gewisse Kompromisse ein. Hey, es gibt Leute die kaufen sich bewusst was altes weil es eben nicht so fährt wie der neue Kram. Manche WOLLEN sich mit dem beschissenen Fahrverhalten von dem alten Zeug auseinandersetzen.

 

Beim Auto nennt man das Oldieszene, bei den Motorrädern gewinne ich den Eindruck das man solche Leute dann lebensmüde nennt :D

24.02.2023 14:35    |    nebukatonosor

Zitat:

Beispiel: Optik genial, aber....

 

Der Sitz ist hart wie ne Parkbank

Die Fußrasten sind so hoch, dass du immer das Gefühl hast in der Hocke zu sitzen.

Im Rückspiegel siehst du nichts, weil sie doof platziert sind für deine Körpergröße

Hört sich nach Supersportler an....

 

 

Da sind die Schwerlasttransporter aus dem WW 2 schon gemütlicher ;)

24.02.2023 14:47    |    Dynamix

Und aus genau dem Grund hab ich diese auch aus meiner Suche ausgeschlossen. Man sitzt halt permanent in so einer "sportlichen" Embriostellung auf dem Ding. Dafür hab ich einfach nicht die Statur damit das länger als 500m bequem ist.

 

Dann eben lieber so einen "Schwerlasttransporter" der wenigstens groß genug ist und eben mehr auf das Fahren auf normalen Straßen ausgelegt ist. Da kann man dann auch mal länger drauf sitzen :)

24.02.2023 16:18    |    cutf

Ein Oldtimer Auto lässt sich aus mehreren Gründen nicht mit einem alten Motorrad vergleichen. Es gibt aber zwei Hauptgründe:

- Selbst wenn ein Auto früher schnell war, ist es heute zum gähnen langsam, Überforderung null. Ein altes Mopped beschleunigt immer noch sauschnell —> Überforderung latent

- Ein altes Auto hat vier Räder, da kannste nicht kippen ;)

 

Du redest dir die alten Moppeds schön :) ich bin absolut nicht gegen alte Motorräder, nur find ich sie für einen Anfänger echt schwierig, aber das musst du wissen, nicht ich :) Fahrwerke (sofern noch verfügbar) und Reifen können das Motorrad nicht grundlegend ändern. Ich mein, wenn ich die Bremse der GPZ900 anschaue, oder wie dünn die Gabelholme sind, da wird mir echt schwindelig. Und übrigens, früher sass man tiefer, richtig, aber der Lenker war extrem weit weg. Lang gestreckt war damals normal. Je neuer das Motorrad, umso näher der Lenker.

 

Warum nicht für 1 Jahr so etwas uninteressantes à la SV650, möglichst in dem Preisrange wo kein grosser Wertverlust mehr entsteht, und dann, mit wesentlich mehr Erfahrung, den Traum-Oldtimer suchen (ohne Druck) und auch kaufen?

24.02.2023 16:38    |    Dynamix

Da sind wir aber wieder beim Punkt Selbstdisziplin. Ich meine mir war schon vorher irgendwo klar das die Diskussion kommen wird, es ist halt immer noch Motor-Talk :D

 

Auch weil unter Motorradfahrern ja scheinbar die Meinung vorherrscht das die Selbstbeherrschung diametral mit steigender Leistung abnimmt. Wie gesagt, mir wurde der gleiche Kram immer bei leistungsstarken Autos erzählt. Dann bin ich sowas gefahren und hab eigentlich das festgestellt was nur logisch ist:

 

Man MUSS sowas nicht permanent auswringen, auch einen Gasgriff kann man behutsam betätigen. Wenn man sich zurückhält kann man jedes noch so leistungsstarke Gefährt zivil fahren. Ansonsten dürfte es keine Supercars mehr geben weil ja jeder Eigner längst seinen Lappen hätte abgeben müssen oder schon im Grab liegen.

 

Und wer jetzt wieder mit dem "aber" kommt, auch beim Auto kannst du wie ein Volltrottel "aus Versehen" das Pedal voll durchlatschen.

 

Und was hier scheinbar viele vergessen:

 

Ich bin kein 17 jähriger Verkehrsanfänger mehr der sich maßlos selbst überschätzt und ich gehöre sicherlich nicht zu den Typen die sich für den besten Fahrer der Welt halten und damit Ihre miese Fahrweise rechtfertigen.

 

Und zum Thema fehlende Erfahrung:

 

Es gibt genug Menschen auf den Straßen dieses Landes die trotz 30 Jahren und mehr Erfahrung richtig scheiße fahren. Wenn du es 30 Jahre lang falsch machst, macht dich das nach 30 Jahren nicht automatisch zum Experten der es immer richtig macht und deshalb unfehlbar wird.

 

Da hab ich beim Fahrsicherheitstraining schon genug gesehen die zum Training noch einen kostenlosen Ego-Check mit dazubekommen haben ;)

 

Mein Favorit war der Typ Hobbyrennfahrer. Er wäre ja unfehlbar, wisse gar nicht was er hier mache. Er wäre nur hier weil seine dusselige Freundin, die übrigens neben Ihm saß, Ihn dazu genötigt hätte und seine Eltern ja auch nur gegen Ihn aufgebracht hätte. Auf die Frage was denn der Grund dafür war kam die Wahrheit ans Licht. Unser Hobbyrennfahrer ist bei Schnee wie eine gesenkte Sau gefahren und hat das Auto in den Graben gesetzt. Die Freundin daneben hatte natürlich Todesangst gehabt, während er das total runtergespielt hat. Und weil der so beratungsresistent war, hat der Instruktor Ihn auch jedes Mal als Negativbeispiel rausgepickt und Ihn vorfahren lassen, eben um allen zu zeigen wie es NICHT geht. Der hat dann auch intuitiv jede Übung die ersten Anläufe verkackt. Kreisfahrt? Hat er das Auto fast umgeworfen weil er meinte er wäre schlauer als die Physik. Ausweichen? Hat er auch verkackt weil er allen etwas beweisen wollte, die Übung dann viel zu schnell gefahren ist und natürlich die Lenkung so überfordert hat das er jedes Mal geradewegs in die Wasserwand gerauscht ist. Als Krönung hat er dann das Auto zum Schluss mehrfach gedreht. Der Typ hat es auch nach dem Training nicht gelernt. Weil er mit Papa ab und an mal auf dem Nürburgring fährt hielt er sich für den perfekten Autofahrer, er hätte ja immerhin Rennstreckenerfahrung und wäre damit automatisch besser als der durchschnittliche Autofahrer. Das er das nicht ist und Arroganz die Gesetze der Physik nicht außer Kraft setzt hat er an dem Tag mehrfach bewiesen.

 

Wenn Ihr mich mit sowas vergleicht, verstehe ich eure Bedenken sogar. Sowas überlebt auf so einem Motorrad keine 5 Minuten.

 

So bin ich aber eben nicht und das ist auch nicht mein Anspruch ans Motorradfahren. Um was anderes als die Unterstellung ich hätte keinerlei Selbstbeherrschung geht es doch. Ihr übertrag eure eigenen Erfahrungen auf Leute die Ihr nicht kennt. Kann man machen, muss aber eben nicht stimmen oder gar eintreten. Bei uns heißt es "jeder Jeck ist anders".

 

Vielleicht komme ich mit dem Kram ja besser klar als Ihr glaubt, vielleicht habe ich ja am Ende super viel Spaß damit, vielleicht gibt es am Ende überhaupt kein Problem und Ihr habt euch geirrt ;)

 

Kumpel von mir hat mit einem Motorrad angefangen das älter ist als er selbst. Der hatte vorher 0,0 Erfahrung auf 2 Rädern und der kommt mit seiner Maschine fabelhaft klar. Dem müsste ich ja nach der Logik auch unterstellen das er mit sowas heillos überfordert ist und sowas perse schon nicht kaufen darf. Ich glaube da einfach das jeder da anders tickt und jeder anders talentiert ist. Lasst mich es doch einfach mal ausprobieren. Wenn es passt dann passt es, wenn es gar nicht passt dann eben nicht. Aber eine gewisse Auswahl muss ich nun mal treffen. Und mich da selber zu beschränken weil jemand anders glaubt es besser zu wissen finde ich blöd. Vielleicht fährt "der andere" selber total scheiße, vielleicht ist der einfach nur mit was schwererem maßlos überfordert, vielleicht hat derjenige sich einfach selber nicht im Griff und überträgt sein eigenes Verhalten auf andere.

 

Ich will das jetzt gar nicht noch weiter ausbreiten, genau die Diskussion hatte ich erst letztens unter einem anderen Bikeartikel. Ich bleibe dabei:

 

Jeder ist selber für sein handeln verantwortlich und muss dafür die Konsequenzen tragen. Wer das nicht kann und sich nicht selbst im Griff hat sollte generell nicht am Steuer von irgendwas sitzen.

24.02.2023 17:29    |    ToledoDriver82

Ich versteh beide Seiten ;) bei meinem Octavia war es auch so und ich würde lügen,wenn ich behaupte,ich wäre ihn genauso wie die anderen gefahren. Natürlich fährst du nicht immer Anschlag und testet 0-100,aber,man hält sich auch weniger zurück wenn die Leistung da ist...und du weißt,ich gehöre eher zu den ruhigeren Fahrern;) oder bildlicher,wo ich oft mit dem 60PS Fiesta einfach nur hinten dran geblieben bin weil der eh nichts reißt und ich dann lieber ruhig von A nach B gefahren bin, haben die 180 Turbopferdchen im RS mich schon mal ein Überholmanöver starten lassen. Nicht das es eng war,aber selbst mit meinem jetzigen Fuhrpark würde ich es nicht machen,einfach weil da kein Dunst da ist für so etwas. Auch auf freier Strecke hat der RS eher mal zum Pedal Richtung Boden "genötigt" :D und auf das ein oder andere "Duell" hab ich mich auch eingelassen...einfach weil es geht ;)

Das hat nichts mit jugendlichen Leichtsinn zutun und auch nicht mit "weil ich der Beste bin"...es kommt halt manchmal so über ein :p

Nichts desto trotz, natürlich kann man auch mit weniger Sch... bauen und mit viel vernünftig fahren,in 90% der Fälle wird das bei einem Fahrer mit Köpfchen auch funktionieren.

24.02.2023 19:30    |    Dynamix

Zitat:

@ToledoDriver82 schrieb am 24. Februar 2023 um 17:29:24 Uhr:

........oder bildlicher,wo ich oft mit dem 60PS Fiesta einfach nur hinten dran geblieben bin weil der eh nichts reißt und ich dann lieber ruhig von A nach B gefahren bin, haben die 180 Turbopferdchen im RS mich schon mal ein Überholmanöver starten lassen.

Da sind wir wieder beim Thema persönliche Verantwortung ;) Mein erstes Auto hatte auch nur 60 PS, da wurde jedes Überholmanöver auf einer Landstraße zum Spiel mit dem eigenen Leben. Also hab ich es gelassen. Jetzt mit dem Fiesta könnte ich so einige spielend überholen, aber ich habe mich durch meine langsameren Autos so daran gewöhnt einfach dahinter zu bleiben da ich da gar nicht groß das Bedürfnis habe zu überholen. In der Stadt so überhaupt nicht und auf der Landstraße wäre mir selbst mit 600 PS das potenzielle Risiko zu hoch. Und auf der Bahn ist es ja meistens überschaubar. Wenn da links frei ist kann man dann auch gefahrlos überholen. Ansonsten kann ich mich da gut am Riemen reißen.

 

Ich fahre meine Autos ja auch nicht umsonst mit so moderaten Verbräuchen, wenn ich die Leistung ständig hemmungslos ausnutzen würde wäre der Verbrauch vom Fiesta wohl eher bei 7-8 Liter. Beim Peugeot war es so und der war schwächer. Da hab ich die Leistung wirklich oft ausgenutzt, aber die Phase ist auch lange vorbei. Der Fiesta würde Kreise um den Peugeot fahren und trotzdem fahre ich den im Alltag nicht mal ansatzweise so hart. Ich freue mich da eher über die Leistungsreserve für den Fall der Fälle und ansonsten über den moderaten Verbrauch :)

 

Zitat:

Nicht das es eng war,aber selbst mit meinem jetzigen Fuhrpark würde ich es nicht machen,einfach weil da kein Dunst da ist für so etwas. Auch auf freier Strecke hat der RS eher mal zum Pedal Richtung Boden "genötigt" :D und auf das ein oder andere "Duell" hab ich mich auch eingelassen...einfach weil es geht ;)

Das hat nichts mit jugendlichen Leichtsinn zutun und auch nicht mit "weil ich der Beste bin"...es kommt halt manchmal so über ein :p

Nichts desto trotz, natürlich kann man auch mit weniger Sch... bauen und mit viel vernünftig fahren,in 90% der Fälle wird das bei einem Fahrer mit Köpfchen auch funktionieren.

Und siehst du, mir geht es so überhaupt nicht. Nur weil ich schneller fahren kann habe ich keinerlei Bedürfnis nach solchen Geschichten. Der Sheriff war jahrelang das schnellste Auto in meinem Fuhrpark und unterm Strich bin ich kein Auto so lahmarschig gefahren wie dieses und das liegt nicht am vermeintlich schlechten Fahrwerk oder weil zu wenig Leistung da wäre. Mir ist in dem Auto einfach nicht danach. Mal auf dem Beschleunigungsstreifen die Leistung ein bisschen nutzen, ja, aber eben nicht mit 200 Dauerfeuer über die Bahn oder nur Vollgas oder kein Gas.

 

Und ja, man kann sich auch mit weniger tot fahren. Gibt auch genug Leute die sich mit 45 PS tot fahren. Fakt ist doch das es ab einem gewissen Tempo eh völlig egal ist wie viel PS das Ding hat. Die 100 km/h, wo man statistisch gesehen schon weit im tödlichen Bereich unterwegs ist, packt heute jeder 125er Roller, jedes straßenzugelassene Auto sowieso. Wenn ich da frontal in irgendwas festes reinfahre ist es egal ob Motorrad oder Auto, beides ist potenziell tödlich. Du kannst auch mit 30 km/h im Auto tödlich verunglücken. Autos werden auch nur bis 60 km/h getestet, alles darüber hinaus was nicht tödlich endet, ist Glück!

 

P.S.: Ich finde es lustig das bisher unter so gut wie jedem Artikel die Leistungsdiskussion kam. Ich vermute das hört erst auf wenn ich wirklich ne 125er Vespa vorstelle oder ähnliches :D Da muss ich wohl einfach meine Erfahrungen machen und die Kritiker lügen strafen indem ich am Leben bleibe und die Mopete heile lasse ;)

24.02.2023 19:48    |    ToledoDriver82

Du kennst mich,mir ist die Leistung latte ;) ich kann auch mit 90PS heute noch gut leben.

 

Nur noch mal zum Verständnis,ich will und muss auch nicht immer schneller fahren nur weil es geht,aus der Zeit bin ich lange raus,im Gegenteil sogar,ich fahre teilweise bewusst langsamer...langsamer im Sinne von "dann nutze ich eben nicht die schnelle AB sondern die Landstraße und wenn da ein LKW oder Traktor ist,dann bleib ich eben dahinter,selbst wenn es 10km sein sollten". Mein Transit ist durch die E Unterstützung ja auch recht fix und wenn man will,kann man da auch ein Stechen an der Ampel gegen normale PKW fahren...trotz der nur 130PS...könnte man ;) aber zum Auffahren auf die AB ist so etwas natürlich nicht schlecht.

Wie gesagt,ich fahre mit jedem Auto etwa gleich,das variiert nur etwas mit der Tagesform,und doch erwische ich mich,dass man doch ab und zu mal die Momente hat,wo man mit Power doch etwas anders fährt,vielleicht nicht mal bewusst ;) trotzdem traue ich dir und mir und den anderen zu,dass der Verstand immer noch die Oberhand hat,du wirst mit Sicherheit nicht der kopflose Raser....auch nicht wenn die Maschine 200PS hätte,soweit kann ich dich einschätzen.

Lassen wir die Sachen mal nicht als Wertung stehen,eher als Notiz im Hinterkopf...ich schätze keiner will dich hier dahingehend abstempeln,ist eher als Randnotiz zu sehen,denke ich.

 

Und wie wir anhand der Beiträge sehen,man kann nicht behaupten,du hättest dir keine Gedanken gemacht :D

24.02.2023 20:05    |    Dynamix

Ist jetzt auch gar nicht mal auf dich gemünzt :) Es ist halt nur dieser alte "du fährst dich tot" Reflex. Dabei gibt es auch genügend Beispiele von Typen die tatsächlich, ohne jegliche 2-Rad Erfahrung, auf ein 200 PS Superbike aufgestiegen sind und sich nicht totgefahren haben. Ich finde es halt immer schwierig sowas zu pauschalisieren nur weil man selbst so fühlt. Nur weil ich Kartoffelsalat mag müssen alle anderen auch Kartoffelsalat mögen. Viele können sich da gar nicht vorstellen das es Menschen gibt die Kartoffelsalat ekelhaft finden. Nur mal um das Dilemma etwas zu verdeutlichen.

 

Es wird halt auch immer so getan als ob Leistung bzw. Tempo DIE Todesursache bei Motorradfahrern wären. Stimmt allerdings nicht. 80% der Motorradunfälle wurden durch Fremdeinwirkung verursacht. Heißt Sie wurden von Autos, LKWs usw. schlicht übersehen. Ein Viertel der tödlichen Motorradunfälle wird durch zu hohes Tempo des Motorradfahrers verursacht. Heißt aber im Umkehrschluss das die restlichen 75% der tödlichen Unfälle auf das Konto von anderen Dingen gehen.

 

So, die Statistik sagt also das es hauptsächlich Autofahrer sind die Biker umbringen und abräumen. Hat hier jemand gefordert das ich jetzt nur noch ein 50 PS Auto fahren darf, oder noch besser, meinen Lappen abgeben muss weil ich im Auto statistisch gesehen gefährlicher bin für jeden anderen Verkehrsteilnehmer als auf dem Motorrad? Nö.

 

Und warum ist das so? Wohl auch weil bei der Diskussion ausschließlich auf die bösen Heizer eingegangen wird und da kann ich viele Biker verstehen die absolut die Schnauze voll haben das Sie mit solchen Deppen immer über den selben Kamm geschoren werden. Da sind dann die Wilden die sich nicht unter Kontrolle haben, die Medien schlachten das seit Jahrzehnten (!) genüsslich aus um in der Bevölkerung das Bild des Amok fahrenden Motorradfahrers zu schüren und der gemeine Autofahrer hält sich für das geringste Risiko und jeden Motorradfahrer für einen gewissenlosen Massenmörder.

 

Der unaufmerksame Autofahrer hingegen wird nicht mal im Ansatz so verurteilt, vielleicht auch weil Autofahrer im Verkehr die Mehrheit stellen ;) Wäre ja blöd wenn man die größte Kundschaft gegen sich aufbringt.

24.02.2023 20:09    |    ToledoDriver82

Da meine Onkels alle leidenschaftliche Biker sind,hab ich nichts gegen Zweiräder...gegen diese Idioten auf zwei Rädern aber schon...beim Auto aber dann auch nicht anders...von daher. Ohne jemanden was böses zu wünschen,aber da hab ich schon oft den Wunsch gehabt "bitte mal abfliegen",aber so,dass man auch was draus lernen könnte.

24.02.2023 20:20    |    Dynamix

Das ist ja der Punkt den ich seit Anfang predige:

 

Wer scheiße fährt fährt einfach scheiße. Da ist es egal ob Auto, Motorrad, Fahrrad oder Tretroller. Gefährliche Situationen kann man auch ohne Fahrzeuge provozieren. Ist es einfacher weil Motorräder mehr Leistung haben? Nö, es geht nur schneller.

 

Verkehr ist nun mal an ein gewisses Risiko geknüpft. Ich für meinen Teil werde eher darauf achten nicht abgeräumt zu werden, dies schätze ich als deutlich gefährlicher an als das Tempo. Die Gefahrensituationen die ich bisher so auf zwei Rädern hatte wurden allesamt nicht durch zu hohes Tempo verursacht sondern durch schlechte Fahrbahnen und unaufmerksame Verkehrsteilnehmer die besser nochmal ein paar Fahrstunden nehmen sollten. Was ich da täglich an Vorfahrtverstößen, Unaufmerksamkeit, gefährlichen Überholmanövern, ausbremsen des rückwärtigen Verkehrs und generell aggressive Fahrweise sehe geht auf keine Kuhhaut.

 

Ich könnte da so viele Negativbeispiele aufzählen die NICHT auf das Konto von zuviel Leistung gehen, aber dann würde ich den armen Artikel noch weiter zerlabern. Und wenn das jetzt bei jedem Artikel so läuft überlege ich ernsthaft entweder die Kommentarfunktion abzuschalten oder gar keine Artikel mehr zu dem Thema zu eröffnen wenn ich mich bei jedem Fitzel der von der Meinung anderer abweicht an die Wand stellen zu müssen. Das hat nichts mit einer gesunden Diskussionskultur zutun sondern ist einfach nur Rechthaberei und da findet man eh keinen Konsens. Und solche Diskussionen schaukeln sich gerne zu Kleinkriegen hoch und das muss ich hier nicht haben. Mal davon ab das es auch irgendwo mein Job ist genau das zu verhindern.

24.02.2023 20:24    |    ToledoDriver82

Richtig,muss nicht sein. Trotzdem fände ich es schade,ich mag die Reihe.gerade die "Auffrischung" der Motorräder...ich bin da schon seit Jahren raus,aber beim lesen kommt einiges wieder und die Auswahl ist durchaus interessant.

25.02.2023 14:05    |    Swissbob

Zitat:

@ToledoDriver82 schrieb am 24. Februar 2023 um 17:29:24 Uhr:

Ich versteh beide Seiten ;) bei meinem Octavia war es auch so und ich würde lügen,wenn ich behaupte,ich wäre ihn genauso wie die anderen gefahren. Natürlich fährst du nicht immer Anschlag und testet 0-100,aber,man hält sich auch weniger zurück wenn die Leistung da ist...und du weißt,ich gehöre eher zu den ruhigeren Fahrern;) oder bildlicher,wo ich oft mit dem 60PS Fiesta einfach nur hinten dran geblieben bin weil der eh nichts reißt und ich dann lieber ruhig von A nach B gefahren bin, haben die 180 Turbopferdchen im RS mich schon mal ein Überholmanöver starten lassen. Nicht das es eng war,aber selbst mit meinem jetzigen Fuhrpark würde ich es nicht machen,einfach weil da kein Dunst da ist für so etwas. Auch auf freier Strecke hat der RS eher mal zum Pedal Richtung Boden "genötigt" :D und auf das ein oder andere "Duell" hab ich mich auch eingelassen...einfach weil es geht ;)

Das hat nichts mit jugendlichen Leichtsinn zutun und auch nicht mit "weil ich der Beste bin"...es kommt halt manchmal so über ein :p

Nichts desto trotz, natürlich kann man auch mit weniger Sch... bauen und mit viel vernünftig fahren,in 90% der Fälle wird das bei einem Fahrer mit Köpfchen auch funktionieren.

Man tankt halt ab und an Adrenalin:)

 

Ich hatte letztens auf der Passstrasse einen 5er GTI hinter mir, welcher auf meinem Kofferraumdeckel offensichtlich das Typenschild gesucht hat, anders liess sich das dichte Auffahren nicht erklären.

Da ohnehin nix drauf steht, nutzte ich den Anlass, meinen Pferden etwas Auslauf zu gönnen.

25.02.2023 23:38    |    twindance

Wenn das Stichwort SV fällt, dann muss ich mich einfach einklinken.

 

Dröseln wir mal auf - SV650 Kante und SV1000 haben nix gemeinsam außer der Verkleidung. Ansonsten basiert die Kilo-SV keineswegs auf der kleinen Kante. Das wirst Du auch im Fahrverhalten deutlich merken, die SVen sind grundverschiedener Charakter. Die Kleine ist eher Typ Wirbelwind/Luftikus, die Kilo-SV souveräner gelassener Landstraßenbomber.

Halbschale und Nackte sind vom Fahrwerk fast und ansonsten in Technik/Verarbeitung fast identisch. Die Nackte hat eine Spur längere Schwinge und ist -glaub ich- einen Hauch kürzer übersetzt. Gemosere über Verarbeitungsqualität höre ich immer wieder, kann dies aber nicht wirklich bestätigen. Lediglich die Schrauben vergnaddeln schon, wenn man nur mit dem Werkzeug droht. Meine kleine 650er hat jetzt gute 100.000 auf dem Buckel, davon bestimmt 5.000 Rennstrecke, lief Sommer und Winter, wurde echt geschunden und mehrfach in den Dreck gepfeffert. Ergo waren Plastik, Hebel und Blinker immer mal zu erneuern. Dazu eine Bremspumpe vergammelt und ein Vergaser wegen festgegammelter Leerlaufeinstellung zu ersetzen. Ein Schwingenschleifschutz, 2 Kupplungszüge, und normale Verschleißteile. Die Karre läuft einfach. Die Kilo hat jetzt 60.000 drauf und braucht jetzt ein paar neue Simmeringe in der Gabel. Sonst nix dran.

Fahrwerk ist von der Serie her wirklich nicht das Gelbe vom Ei, aber überschaubar aufzuhübschen. Die Gabel der Kleinen ist echt weich, hier gibt´s für nen Hunderter härtere Federn und das Problem ist gelöst. Dafür ist das Heck recht hart, da wird dann gern ein Wilbers-Beinchen eingebaut. Mit Suchen und Glück gibt es auch edlere Teile, ich konnte eine Cup-Gabel und ein Öhlins-Bein auftreiben. Geht gut..... Bei der Kilo-SV ist die Gabel ganz manierlich. Das Federbein wird gern durch Gixxer - oder Kawa-ZX10R-Teile ersetzt. Kann man machen, muss man nicht. Ich habe zwar ein Gixxer-Bein verbaut, die Unterschiede sind aber nicht wirklich enorm.

Langstrecke/Tour geht mit beiden, da würde ich dann aber wegen der Motorleistung doch die Kilo-SV bevorzugen. Du solltest dann aber doch überdenken, ob es wirklich die Nackige sein soll. Die Halbschale macht sich da doch ganz gut.

 

Insgesamt machst Du aber mit einer SV gewiss keinen Fehler. Wenn Du mal Richtung Zugspitze kommst - sag Bescheid, ich habe beide SVen im Stall. Dan kannst Du Dir ja selber ein Bild machen.

 

Vor der Motorleistung muss man auch als Einsteiger keine Angst haben. So ein Bike macht ganz genau DAS, was der Fahrer vorgibt.

27.02.2023 12:24    |    Lewellyn

Du willst einen Boxer. Du weißt es nur noch nicht. Das geht vielen so.

Eine R1200R oder eine R1200RS.

 

Eine Probefahrt wird es Dir dann eröffnen.

 

:D

27.02.2023 12:28    |    Dynamix

Ich kauf einfach ne Turbo-Hayabusa :D

Deine Antwort auf "Bikesuche: Suzuki SV1000"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 16.03.2021 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Ivar, Ivar!Shelving unit!


Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, aber meine Technikliebe erstreckt sich eigentlich auf alles was Räder hat, also auch Zweiräder, egal ob mit oder ohne Motor :D

Welcome!

Willkommen in Dynamix Garage,

 

hier dreht sich alles um den American Way of Drive und andere spannende Themen die für mich zum Thema Auto einfach dazugehören. Wer auf amerikanisches Blech steht ist hier genau richtig ;)

 

Mittlerweile haben sich in meinem Blog diverse Blogreihen etabliert:

 

Memory Lane: Vorstellungen besonderer/bemerkenswerter Fahrzeuge

 

Whale Diaries: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1992 Caprice Classic

 

Sheriff Tales: Erzählungen/Erlebnisse aus dem Leben unseres 1993 Caprice 9C1

 

La macchina nera: Geschichten um die Wiederauferstehung meiner Vespa ET4 50

 

Ihr könnt aber auch einfach im Diner vorbeischauen um hemmungslos zu spammen oder Off-Topic zu werden :D

 

Zum Diner gehts übrigens hier entlang! ;)

 

Von Zeit zu Zeit gibts aber auch Artikel die ein wenig aus der Reihe fallen. Dies können aktuelle Themen sein, Spezialthemen die nicht in die etablierten Blogreihen passen, eigene Gedanken oder einfach nur anderes Zeug an dem ich irgendwie geschraubt habe :D

 

Enjoy your stay!

 

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