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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

13.07.2010 21:21    |    Designs    |    Kommentare (30)

Nach der „letzten“ ALT 2009 folgt also die überletzte ALT 2010!

 

Diesmal aber wirklich „The Final“, das heißt das Urgestein der Alpentouren geht definitiv in die letzte Runde. Weil unsere „Bergziegentruppe“ aber wieder die ganze Woche in den Dolomiten klettern ging, blieb der Treffpunkt wie schon 2009 im Rifugio Carlo Valentini. Einige der Bilder dürften deshalb durchaus noch von 2009 bekannt sein.

 

Nach Plan kommt die letzte Truppe diesmal auch am Freitag abend nach. Erster Treffpunkt bei Dany zum Kaffeetrinken, dann weiter nach Garmsich-Partenkirchen, um den Rest zu treffen und dann weiter bis zum Ziel – so war der Plan.

Erste SMS von Valle: Scheiße, hab verschlafen, ich komm direkt nach Garmisch geflogen..

 

Danach der Anruf der Berlin-Truppe: Stehen im Stau, kommen direkt nach Garmisch! Ok, läuft ja gut an. Da Dany ihrem 1 Tag alten A3 Sportback wohl keine ALT antun wollte und sie und Helmut auf Abholung warten, komme ich allein dahin. Schade nur, dass ich mich angesichts der Temperatur von 30° spontan umentschieden habe und nicht mit dem A4 Avant, sondern mit dem Cabrio anreise und die Tour dann nur als Beifahrer genieße (die Reifen und das Fahrwerk des 13 Jahre alten Cabbys sind nicht Audi-Tour konform, das habe ich bereits 2008 festgestellt). Also 3 Personen ins Cabby, Windschott raus und irgendwie das Gepäck untergebracht. Halbwegs pünktlich kommen wir dann auch in Garmisch an, Dany wurde auf dem Rücksitz allerdings gut durchgeblasen ;)

 

Dort wartet tatsächlich schon der Rest der Anreisetruppe und wir fahren weiter. Natürlich wieder Abseits der Autobahnen, auch wenn wir in Innsbruck bei über 30° im Cabrio fast gegrillt wurden. Kurz vor der Grenze zu Italien war allerdings Stillstand. Straße komplett gesperrt. Kein Grund zur Klage, sondern Zeit für Nussecken! Proviant ausgepackt und gemampft.. doch dann flog der Hubschrauber ein, scheinte etwas schlimmeres zu sein und ein Ende war nicht in Sicht – also umkehren und doch die Autobahn nutzen. Als Führungsfahrzeug haben wir die Mautschranke zuerst passiert und sind dann gemütlich los. Der RS6 kam kurz danach wieder zu uns und der Rest.. ja, wo ist denn der Rest?? Seit gefühlten 20km sind wir mit Tempo 80 auf der Autobahn unterwegs und niemand schließt auf.

 

Ein kurzes Telefonat klärt den Sachverhalt: Der Automat wollte partout kein Kleingeld mehr annehmen, Scheine wurden wieder ausgespuckt und eine Kreditkarte wurde einem direkt wieder vor die Füße geworfen. So machte sich Ratlosigkeit breit. Nach allen möglichen Versuchen, die keine Erkenntnis brachten, gab ein beherzter Schlag auf den Abbruch-Knopf die Schranke und das grüne Licht frei. Auch gut.. hauptsache durch! Und so beginnt die Aufholjagd, während wir vorne weiter gemütlich cruisen. Inzwischen überholen uns schon Lastwagen und Busse..

 

Es dürfte so um die 50km später gewesen sein, als endlich eine Audi-Kolonne von hinten ankommt. Möglicherweise wäre die schon früher dagewesen, hätte sich nicht irgendjemand spontan dazu entschlossen falsch abzubiegen. Schön dass Tom wenigstens wieder alle einsammeln konnte!

 

So ging dann immerhin alles glatt, bis wir am Fuße des Passes waren, auf dem das Hotel steht. Plötzlich ein Tropfen auf der Scheibe – bei strahlendem Sonnenschein. Kann nicht sein, oder? Während auch das S5-Cabrio-Team noch an Überreste aus einem Scheibenreinigungsbehälter glaubt, stellen wir inzwischen fest, dass dies wohl doch eine abgeschwächte Form von Regen sein muss. Die über uns hängende Wolke würde dazu auch passen. Das anschließende leichte Tröpfeln hält einen Cabrio-Fahrer aber nicht von seiner Freiheit ab – der 5min darauf folgende Schauer allerdings schon. Also Luken dicht – Mist..

Bis zur Ankunft am Hotel hat es sich sogar richtig eingeregnet, die Temperatur fiel am Pass auf rund 10°C. Passt irgendwie nicht zum restlichen Tag. Aber gut, ausräumen, ankommen, einchecken und fertig.

 

Für den Samstag haben wir uns einen etwas früheren Start (ca. 8:30) und verkürzte Pausen vorgenommen, das Mittagessen entfällt komplett. Der Grund ist einfach. Das WM-Viertelfinale Deutschland – Argentinien wird mit Spannung erwartet und beginnt um 16 Uhr. Bis dahin muss die Tour durch sein. Für´s gemeinschaftliche Erlebnis haben wir einen Beamer + Leinwand vorbereitet – das muss sein!

 

Auch das Wetter ist wieder vollkommen zurück, bereits morgens scheint die Sonne und wir starten pünktlich. Und so blubbern A3, A4, S4, S5 Cabrio, A6, RS6, Coupe usw. glücklich los. Ich schnappe mir den freien Platz neben Valle im RS6 MTM und muss feststellen, dass fotografieren, während 702 PS nach vorne reißen, ziemlich anstrengend und schwierig ist. Während dieser Beschleunigungsvorgänge kommt man sich vor wie beim Face-Lifting, denn die Falten zieht es einem direkt nach hinten weg. Damit auch andere in den Genuss kommen und sich meine Nackenmuskulatur wieder entspannen kann, wechsle ich dann mal ins S5 Cabrio. Auch wenn es sich hier nur um knapp die Hälfte der PS handelt, ändert das aber kaum etwas am Feeling. Auch damit kann man durchaus sehr zügig unterwegs sein. Auch ein Auto, dass Spaß macht, aber natürlich nicht so derart böse faucht wie der V10 aus dem RS6!

 

Zur Streckenführung muss ich eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Wer die Berichte und Fotos der anderen ALT-Touren gelesen hat, kennt es. Viel auf und ab, hin und her, mal gemütlich, mal rasant. Einfach alles dabei, was Spaß macht! Und sicherlich bei der ein oder anderen Stelle mal etwas schneller, als die „Carabinieri“ sich das wünschen. ?

Umso verhaltener war die Freude, als am Aufweg auf den nächsten Pass nach einer Kehre zwei oben besagte Männchen standen und Auto Nummer 2 (in dem Fall den RS6) freundlich rauswinkten. Es stellt sich noch die Frage, ob hier gezielt nach Optik ausgewählt wurde, oder ob Auto Nummer 1 einfach zu schnell vorbei war.. *g*

 

Während der Rest gemütlich daran vorbeifuhr und sich jeder Gedanken über Art und Umfang der möglichen Belehrung machte, warteten wir oben am Pass auf den verlorenen Sohn.. Man war auf alles gefasst (angesichts eines wohl doch schlechten Gewissens) und erwartete mit Spannung die Meldung. Die Carabinieri dachten anfangs jedoch wohl an eine Testfahrt, erkannten dann anhand der von MT gesponsorten Audi-Alpentour-T-Shirts (vielen Dank übrigends dafür, einfach für jede Tour zu empfehlen!) wohl den Zweck. „Ahh… Club?“ – „Äh, ja genau!“ Der Rest drehte sich wohl eher um den RS6. Ein Blick unter die Motorhaube wurde mit „Mhh.. Bella Macchina!“ quittiert und alles war wunderbar!

 

Heiter weiter zur nächsten Kaffeepause und dem Gruppenbild. Klick, Klick, Gluck, Gluck – fertig, weiter. Nicht zu viel Zeit verlieren! Zwischendurch nochmal tanken (man sollte es kaum glauben, aber bei 30 Liter im Schnitt ist eine gut 200km lange Tour für ein S5 Cabrio ohne Zwischentanken kaum möglich) und wieder los.

So waren wir also mehr als pünktlich und allerdings auch etwas hungrig wieder zurück am Ziel. Zum Cappuccino gabs dann den Rest der berühmten Nussecken und damit geht es gestärkt ab zum Gruppen-Viewing auf der Leinwand.

 

An dieser Stelle ein besonderer Hinweis:

 

Liebe Argentinier, lieber Maradona!

Ich möchte mich hiermit im Namen aller Audi Alpentour Teilnehmer herzlichst für eure Teilnahme an der WM 2010 bedanken, mit der ihr uns den Tag nicht schöner hättet gestalten können. Es war ein Traum das 4:0 der deutschen Elf in der Gruppe der Audi-Alpentourer zu bejubeln. Die Vollendung eines wirklich perfekten Tages. Macht weiter so!

So, damit geht es dann über zum Abendessen, welches wirklich überfällig war. Den Rest des Abends kann sich ja jeder vorstellen. Quatschen, Bilder schauen, was trinken, lachen.. Auch wenn es nicht zu lange ging, da so ein Tag einfach anstrengend ist und zudem am Sonntag frühes Aufstehen angesagt war.

 

Wegen eines Marathons (oder was auch immer) folgte eine Straßensperrung ab 7 Uhr. Um dem zu entgehen mussten wir gegen halb 7 starten, da der Umweg sonst relativ erheblich gewesen wäre. Konkret heißt das um 6 Uhr frühstücken und noch etwas früher aufstehen.. Auch das haben wir aber hinbekommen und sind kurz nach halb 7 auf der Strecke gewesen, die dafür wenigstens erstaunlich frei war. Weder am Grenzübergang noch an den Pässen war viel Verkehr. Trotzdem haben einzelne Sonntagsfahrer die Gruppe etwas zerteilt, so dass wir ein bissl hinterher fuhren, was aber nicht schlimm war. Wir genossen die Sonne im Cabrio – sofern sie da war. Doch plötzlich das Deja-vu. Die Tropfen auf der Scheibe.. es tröpfelt.. es nieselt.. es regnet. Und wieder unser Übermut: Geht noch, lass auf… geht immer noch.. hmm.. nur nicht langsamer werden.. Mist, wird zu viel, Parklücke suchen und Dach schließen! Perfekt getimed standen wir also 10 Sekunden später an einer Haltebucht, mitten im extremsten Platzregen und ich betätige die Dach-Hydraulik. Und wenn nun jemand behauptet 30 Sekunden wären für ein 13 Jahre altes Cabrio eine akzeptable Zeitspanne, um das Verdeck zu schließen, den würde ich bitten, sich beim nächsten Platzregen mit der Stoppuhr für 30 Sekunden nach draußen zu stellen. Danach sprechen wir weiter…

 

Mit dem Lappen aus dem Handschuhfach habe ich dann das gröbste der Sitze, der Armaturen und das Lenkrad abgewischt und wir fuhren mit nassem T-Shirt und an den Beinen klebenden Hosen weiter. Nach ca. 2km hört der Regen auf und die Straßen sind plötzlich trocken. Vermutlich wären wir besser davongekommen, wären wir einfach weiter gefahren… An dieser Stelle kommt uns ein SLK entgegen, natürlich offen.. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen *g*

 

Auch wir halten wieder an der nächsten Tanke und öffnen wieder, die Sonne war auch wieder da. Verrücktes Wetter..

Der Teil der Truppe, welcher nicht noch weitere Strecken vor sich hatte (wie die Berliner) flog dann ca. 11 Uhr bei Dany ein. Die hatte sich mittels Autobahnnutzung einen zeitlichen Vorteil verschafft und alles fürs Mittags-Gruppen-Grillen vorbereitet. Pünktlich um 12 war das Grillfleisch, die Baguettes und Salate fertig. Lecker war´s! Ganz lieben Dank dafür an Dany+Familie! Und wer Dany kennt, der weiß, dass sie währenddessen noch irgendwie zwischendrin einen leckeren Erdbeerkuchen fabriziert hat. Eine logistische Meisterleistung, keine Frage!

 

Für mich endet der Tag dann aber hier, die Familie ruft. Jetzt ist es 15:25 Uhr, draußen tobt gerade wieder ein Unwetter, es gießt aus Kübeln und ich habe wenigstens Zeit die frischen Erinnerungen direkt auf virtuelles Papier zu bringen.

Fazit: Ein klasse Wochenende liegt hinter mir und das darf einfach nicht das letzte dieser Art gewesen sein, oder Jungs…?? ;-)

 

Berichte und Bilder der bisherigen Audi-Touren gibts auf meiner Homepage: www.designs-carpage.de


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