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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

21.11.2014 21:57    |    Designs    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: 7 (AU), Golf, VW

Meine ersten Erfahrungen im Bereich von Elektromobilität machte ich vor längerem mit einem Toyota Prius - allerdings nur auf der Rückbank, denn es war ein Taxi :) Nicht wirklich etwas, das mich neugierig gemacht hätte. Dann hatte ich mal das Vergnügen einen Audi A6 Hybrid bewegen zu dürfen, was schon eine etwas andere Erfahrung war. Schließlich folgten noch Probefahrten mit einem Elektro-Smart und dem Renault Twizy - lustig und irgendwie witzig, aber nichts was irgendwie als ernsthaftes Fortbewegungsmittel in Frage kommen würde.

 

Dann kam der A3-etron - einen ganzen Tag lang habe ich mich mit ihm beschäftigt und das war das erste Mal, dass mich dieses Thema ernsthaft zu interessieren begann, denn so langsam habe ich das Gefühl es wird alltagstauglich...

 

e-golfe-golffrontansichtfrontansicht

 

 

Nun steht der eGolf da - nicht ganz vollgeladen, aber mit einer Restreichweite von 120km. Im Gegensatz zu seinen Hybridgegnern setzt er rein auf die Kraft der Elektromotoren. Und schon befinden wir uns in der üblichen Diskrepanz. Die Reichweite. Bis zu 190km soll er kommen - damit sind Langstrecken tabu, denn an einer Haushaltssteckdose dauert die Zwangspause 10-12 Stunden.

Aber mal ehrlich: Als Zweitwagen ist das doch völlig ausreichend? Tägliche Arbeitswege könnte ich damit problemlos absolvieren. Doch irgendetwas in unserem Inneren sträubt sich dem Gedanken - "Was, wenn mir doch mal der Strom ausgeht?" Mal schnell 5kwh von der Tanke holen geht ja wohl schlecht...

Opel würde wohl sagen, wir müssen einfach mal im Kopf umparken. Vielleicht haben die ja sogar recht.. :-)

 

Los geht´s - erste Testfahrt!

 

Aber erst mal rein und den Schlüssel rumdrehen. Elektrotypisch passiert - genau - nichts!

Doch dann holt mich die Faszination wieder ein. Man drückt leicht aufs Gas und er rollt völlig geräuschlos nach vorne. Flüsterleise gleitet man runter vom Parkplatz. Auch bei 50km/h innerorts ist kaum etwas zu hören. Man gewöhnt sich schnell daran.

 

cockpitansichtcockpitansicht

Ortsausgang, Tempo 100 sind schnell erreicht, auch die kurvigere Bergpassage meistert er gut. Da darfs dann auch mal zügiger gehen. Das Gewicht oder eine Trägheit merkt man ihm nicht an, er hängt gut am Gas, die 115PS/270Nm reichen völlig. Auch bis zur Höchstgeschwindigkeit von 140km/h. Dann steigt aber auch der Verbrauch entsprechend an!

Zu langsam? Nicht wirklich, denn der eGolf ist kein Fahrzeug für die Autobahn, das widerspricht schon dem Konzept.

Eigentlich fährt er sich - tja, was soll man sagen - wie ein ganz normaler Golf. Auch der Rest des Fahrzeugs ist einfach "Golf-Klasse". Gute Verarbeitung, solide, übersichtlich. Nicht, dass man ihm jetzt irgendwelche besonderen Emotionen bescheinigen könnte, er ist "einfach ein Golf", so einfach und gut wie man ihn kennt.

 

 

verschiedene Rekuperationsmodi für Sparfüchse

 

Nach der etwas zügigeren Etappe geht's wieder "normal" weiter. Und auch hier passiert wieder genau das, was mich auch beim A3-etron gepackt hat. Ich werde zum Sparfuchs, habe mit dem linken Auge immer die Fahrzustandsanzeige im Blick. Versuche so vorausschauend wie möglich zu fahren, bremse mit Hilfe der Rekuperation und deren 4 Einstellungsmöglichkeiten. Theoretisch könnte man sich immer in der stärksten Rekuperationsstufe befinden und so quasi schon mit dem Gaspedal "bremsen". Nicht mal 18% Gefälle lassen den Golf in dieser höchsten Rückgewinnungsstufe noch schneller werden! Dementsprechend kann man sich auch vorstellen wie stark er verzögert, wenn man auf der Geraden einfach nur das Gas komplett weg nimmt. Und so macht es auch Sinn, dass die Bremsleuchten diesen Zustand auch als Verzögerung signalisieren.

Wahrscheinlich würde ich bei diesem Auto niemals neue Bremsen brauchen :-)

 

Aussencheck!

 

Auch von außen ist der e-Golf einfach Golf. Die LED-Tagfahrleuchten sehen ganz nett aus, die Front wird geprägt von seinem Erkennungszeichen, der blau durchlaufenden Linie im Grill und den Scheinwerfern - die übrigens bereits in der Basis passend zum Konzept ihr Licht aus LEDs schöpfen. Die serienmäßigen 16" Alus mit den Schmalspureffizienzreifen haben auch ihren Sinn - sind aber leider alles andere als schön. Aber der eGolf dürfte wohl nicht zu den begehrteren Tuningmodellen gehören ;-)

 

Auch im Motorraum ist es wenig aufregend. Selbst der "Elektromotor" lehnt sich optisch an die Benzinvarianten an. Eine zentrale Motorabdeckung, ein paar Stecker hier, ein paar Elektronikgehäuse dort - und eine 12V Batterie hinten in der Ecke.

 

 

effizienzreifeneffizienzreifenreichweitenmonitorreichweitenmonitor

 

 

 

gutes Infotainment in der Basis

 

Das große Display in der Mittelkonsole steuert das komplette Infotainment und lässt wenig Wünsche offen, was die aktuelle Fahr- oder Verbrauchssituation anbelangt. Die Anzeige umfasst wahlweise die Verbrauchsdaten ab dem letzten Ladezyklus, oder den Langzeitverbrauch. Der Reichweitenmonitor zeigt zudem noch verfügbares Potenzial an - beispielsweise wie viele Kilometer Reichweite durch Deaktivieren von Heizung/Klimatisierung etc. gewonnen werden können.

Neigt sich die Reichweite dem Ende zu, wechselt der Golf automatisch in sparsamere Fahrmodi und reduziert die Leistung. Die können übrigens auch manuell gewählt werden - aber damit wird er auch wirklich träge.

 

motormotorverbrauch-ab-ladenverbrauch-ab-laden

 

 

akzeptabler Verbrauch in Nähe der Werksangabe

 

Am Ende der Testfahrt steht ein Durchschnittsverbrauch von 14,9kwh auf dem Display. Laut VW soll er sich mit 12,7kw/h begnügen. Da die Probefahrt auch durchaus zügigere Abschnitte und bergauf/bergab-Passagen beinhaltete, bin ich mir sicher man kann die Werksangabe ohne größere Schwierigkeiten erreichen. Wie groß ist also das Sparpotenzial gegenüber herkömmlichen Antrieben? Auf der VW-Website kann man einen Vergleichsrechner bemühen. Bei ca. 15tkm Jahresfahrleistung spart man gegenüber einem Diesel mit 5l Durchschnittsverbrauch (Dieselpreis 1,33€/l) angeblich ca. 50€ pro Monat. Nicht schlecht, aber auch nicht die Welt.. es geht wohl eher um den grünen Gedanken.

 

 

 

 

persönliches Fazit

 

Die Grundausstattung ist üppig, viele Extras braucht man beim e-Golf nicht. Das ist aber auch gut so, denn der Grundpreis von 34900€ ist entsprechend hoch gegriffen. Das Konzept ist stimmig, die Umsetzung gut. Aber die Nutzung schränkt sich auf einen geringen Radius ein, als Hauptfahrzeug taugt er nur bedingt. Würde ich aber nun einen e-Golf für 35.000€ oder mehr bestellen, oder nicht doch einen gleichstarken TSI oder TDI für deutlich weniger Budget ordern? Ganz ehrlich, ich würde hier eher konservativ entscheiden.

Ich bin aber gespannt, wie sich diese Fahrzeuge als junge Gebrauchte verkaufen, wenn die Preisdifferenz nicht mehr so hoch ist? Sofern die Batterietechnik sich bewährt (8 Jahre hat man Garantie), dürfte das Interesse sicher da sein.

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17.11.2014 17:37    |    Designs    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 89, Audi, Audi Cabrio, Cabriolet, Heizmatte, reparieren, Sitzheizung, Temperaturfühler

Hallo zusammen!

 

Wie man ja den letzten Blogbeiträgen entnehmen konnte, habe ich mit meinem wieder mal neu gekauften Cabrio noch ein paar Dinge vor, die ich hier sicher auch zum Teil online stellen werde - möglicherweise bringt es den ein oder anderen ja auch weiter.

 

Beim Kauf ist mir ja leider aufgefallen, dass die Sitzheizung auf der Fahrerseite nicht funktioniert. Die Gründe können jetzt überall liegen.. Regler defekt, Kabelbrüche, Heizmatten kaputt, was auch immer. Da die Sitze sowieso über den Winter ausgebaut werden, um sie aufzubereiten, geht das gleich in einem Zug. Das gute an den Sitzen ist, dass es zwei davon gibt und man so immer eine Referenz für Messwerte hat. :-)

 

Versuch Nr.1 - einfach mal die Regler der Sitzheizung von links nach rechts tauschen. Ändert sich nichts an der Situation - so wie bei mir - kann das schon mal ausgeschlossen werden.

 

Dann also doch mal raus mit den Sitzen! Dazu einfach den Stecker unter dem Sitz abstecken, die Abdeckung der Schienen hinten abschrauben und nach schräg oben rausziehen, den Splint an der vorderen Sitzverstellung entfernen und dann kann der Sitz nach hinten rausgeschoben werden.

 

Jetzt kommt man auch vernünftig an den Stecker am Sitz hin und kann mal anfangen durchzumessen. Der Kabelstrang mit den beiden separaten Leitungen (PIN 3+6) geht zur Heizmatte der Rückenlehne. Dort mal mit einem Multimeter den Widerstand messen, er sollte im niedrigen einstelligen Ohmbereich liegen. Wenn das der Fall ist, scheint damit alles in Ordnung.

Die Zu-/Ableitung für die Heizmatte der Sitzfläche liegt auf PIN1/PIN5. Auch hier sollte ein kleiner Widerstand messbar sein. Auf PIN2/PIN4 liegt der Temperatursensor, der sich auch auf der Heizmatte der Sitzfläche befindet. Der Widerstand hier sollte wohl bei ca. 10-12kOhm liegen - auf dem defekten Sitz war bei mir leider nichts mehr messbar.

Die Steckerbelegung gilt für mein Cabrio Bj98, je nach Baujahr kann es hier Unterschiede geben! Von 94-98 war dies aber meines Wissens gleich.

 

In meinem Fall heißt das: Rückenlehne i.O., Sitzfläche zerlegen!

 

1. Rückenlehne/Sitzfläche auseinanderschrauben

Erstmal müssen die Kunststoffabdeckungen über der Verbindungsstelle von Lehne und Sitzfläche ab. Das ist etwas fummelig. Wenn ihr euch das ganz genau anseht, kann man auf der Abdeckung die runden PINs sehen, die dort als Arretierung dienen. Die solltet ihr - sofern man hinkommt - von der Innenseite mit einem Schraubenzieher nach außen rausdrücken. Wenn man dann noch mit sanfter Gewalt dran zieht, bekommt man die Abdeckung ab.

 

Dann noch die Schraube zur Lehne ausschrauben und man hat 2 Teile, die einzige Verbindung sind noch die Kabel im Stecker.

Den Stecker kann man an seiner Rückseite jetzt noch mit einem Schraubenzieher von beiden Seiten aufklappen, dann kann man auch die PINs entriegeln und die beiden Kabel zur Rückenlehne rausziehen. Halb so wild. Punkt 1 geschafft!

 

Plastikstifte in der Kunststoffabdeckung von innen ausdrückenPlastikstifte in der Kunststoffabdeckung von innen ausdrückenden Stecker aufklappen, PINs entriegeln u. rausziehenden Stecker aufklappen, PINs entriegeln u. rausziehen

 

 

 

2. Der Bezug muss runter!

Nehmen wir uns mal die Sitzfläche vor. Seitlich befinden sich jetzt noch je eine Art "Kunststoff-Rolle" angeschraubt, auf denen die Rückenlehne arretiert. Die müssen raus, dann geht auch die seitliche Kunststoffabdeckung runter, die noch zusätzlich mit zwei kleinen Kreuzschlitzschrauben befestigt ist - eine seitlich, eine von unten. Leicht zu finden.

Sieht man sich die Sitzfläche jetzt von unten an, ist zu erkennen, dass der Bezug rundum mit einem Draht gespannt ist und zusätzlich kleine Spitzhaken den Bezug halten. Die Spanndrähte sind ganz hinten unten im Gestell verhakt. Die müssen zuerst mal gelöst werden. Eine Spitzzange und ein Schraubenzieher sind da eine gute Hilfe.

Die rundum liegenden Haken einfach auch mit einem Schraubenzieher aufhebeln und den Bezug davon lösen. Dann kann man ihn langsam nach oben hin über die Sitzwangen stülpen. Klingt einfach, ist es aber gar nicht unbedingt. Das Ding steht gut unter Spannung....

Schnell werdet ihr merken, dass die Sitzfläche trotzdem noch mit dem Bezug verbunden ist. Damit der Bezug sauber innerhalb der Wangen liegt, gibt es im Bezug vernähte Stahldrähte, welche mit Stahlstreben auf dem Sitzgestellt verbunden sind. Und zwar mit ungefähr 10 Metallösen. Auch die müssen raus! Da hilft oft nur etwas Gewalt, denn man kommt ganz beschi*en dort hin. Am besten mit einem Schraubenzieher aufbiegen und mit einer Zange gegenhalten.

Aber mit vermutlich viel Fluchen und Schimpfen liegt nur der Bezug neben euch und das Polster liegt frei.

 

Spitze Haken fixieren umlaufend den BezugSpitze Haken fixieren umlaufend den BezugDer Spanndraht des BezugsDer Spanndraht des Bezugs

 

 

 

3. die defekte Stelle suchen

Nun seht ihr auch die aufgeklebte Heizmatte - die in meinem Fall nach 16 Jahren zum größten Teil aus bröseligem Schaumstoff besteht. Grundsätzlich ist diese nur aufgeklebt, ein Abziehen ist hier aber gar nicht mehr möglich, da alles zerbröselt. Also mit gewisser Vorsicht arbeiten, denn die Stellen müssen ja freigelegt werden.

Habt ihr einen Defekt an der Heizmatte, ist entweder der Draht irgendwo gebrochen - dann ggf. neu zusammenlöten, oder an anderer Stelle gibt es ein Kontaktproblem. Ca. 5cm oberhalb der Stelle, an welcher der Anschluss ist, findet man auch den kleinen runden Temperaturfühler. Bei mir sind hier beide Anschlusskabel gebrochen. Mit einem Stück neuem Draht und Schrumpfschläuchen habe ich das ganze neu verlötet und repariert. Zusätzlich hatte ich noch einen Kabelbruch in der Zuleitung, vermutlich durch Scheuern am scharfen Sitzgestell. Wenn alle Fehlstellen beseitigt sind, solltet ihr am Stecker auch wieder die nötigen Werte messen können.

 

Kabelbruch in der ZuleitungKabelbruch in der ZuleitungKabelbruch am TemperatursensorKabelbruch am Temperatursensor

 

 

 

4. Der Bezug muss wieder drauf!

Ich hoffe es überwiegt an dieser Stelle noch die Freude, dass ihr den Fehler gefunden habt. Denn jetzt kommt der meiner Ansicht nach schwierigste Teil der Geschichte. Den Bezug wieder so aufziehen, dass es ordentlich aussieht. Theoretisch wäre es jetzt an der Zeit die Streben des Bezugs wieder mit den Ösen am Sitzgestell zu verbinden. Ganz ehrlich: Ich habe nach 30min aufgegeben. Keine Ahnung, wie man das schaffen soll. Das ganze soll ja eng anliegen und wie ich dann die Öse durch beide Streben ziehen soll, um sie dann anschließend zuzubiegen - vielleicht hat ja jemand ne Idee - ich habe mich für eine einfachere Variante entschieden. Statt Ösen gibt´s jetzt Kabelbinder. Die habe ich sauber durchgefädelt und dann einfach bis zum Anschlag zugezogen. Ich wüsste nicht, warum das nicht halten sollte.

Wenn die Sitzfläche sauber drauf ist, den Rest über die Wangen ziehen, Die Spitzösen wieder am Leder einhaken und runter biegen, den Spanndraht einfädeln und straff ziehen.

Alles natürlich wieder etwas fummeliger und schwieriger als es hier klingt, aber es ist machbar.

 

wieder bezogen - fertig!wieder bezogen - fertig!

 

 

 

5. Alles wieder zusammen schrauben

Den Rest muss ich nicht groß erklären. Die Rückenlehne wieder draufschrauben, die PINs wieder in den Stecker, alles zurück ins Auto und hoffen, dass alles funktioniert :-) Für die Reparatur der Matte habe ich damit ohne Ein- u. Ausbau des Sitz vielleicht ca. 2,5-3 Stunden gebraucht. Beim ersten Mal dauert ja alles etwas länger... Aber das Ergebnis zählt.

 

Grundsätzlich würde ich sagen braucht man hier keine großen Kenntnisse und es ist auch nicht super schwierig. Wer löten, ein Multimeter bedienen kann und etwas Geschick und Geduld hat, bekommt das hin. Nötige Werkzeuge: (Spitz- und Flach-/Kombizange, Seitenschneider, Kabel, Lötkolben, Multimeter, div. Schraubendreher, Torx-Bits und eine kleine Ratsche

 

Viel Erfolg beim Nachmachen!

Demnächst gibt´s dann was über die Aufbereitung des Leders zu lesen...

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07.11.2014 11:36    |    Designs    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: 89, Audi, Cabriolet

Wer Teil 1 und Teil 2 gelesen hat, der weiß, dass der letzte Kandidat ernsthaft in Frage käme. Die Preisverhandlung endete zuletzt bei 4500€ - ein grundsätzlich akzeptables Ergebnis. Cabrios des Typ 89 sind günstiger zu haben - ohne Frage. Aber man bekommt dann eben nur so viel, wie man bezahlt. In der Regel Autos voller Reparaturstau in entsprechender Optik und nicht mit den gewünschten Kriterien.

 

Also mal kurz die Pro-/Kontraliste gedanklich checken:

 

Pro:

- Guter Allgemeinzustand

- die typischen Schwachstellen sind i.O. (ein reparierter Kabelbaum, Türabschlussleisten i.O.)

- ein komplett neu abgedichteter Motor

- ein neues KW-Gewindefahrwerk

- neue Lambda-Sonden

- neuer Zahnriemen inkl. WaPu

- ein neuer Querlenker

- eine neue Kupplung

- ein neuer Edelstahlauspuff ab KAT

- gut erhaltene Felgen

- komplett durchgängig scheckheftgepflegt

- alle Flüssigkeiten neu befüllt, inkl. Klimaanlage

- neu TÜV/AU

 

Kontra:

- ein kleiner Riß an der vorderen unteren Stoßstange

- Innenausstattung müsste etwas aufbereitet werden, inkl. kleines Loch im Fahrersitz

- Bremsen vorne inkl. Scheiben müssten demnächst gewechselt werden

- Reifen an der Verschleißgrenze

- Heckscheibe leicht verfärbt und matt - Aufbereitung nötig

- ein Gummiband des Innenverdecks gerissen - müsste repariert werden

 

InnenansichtInnenansichtInnenausstattung mit PflegebedarfInnenausstattung mit Pflegebedarf

 

Alles in allem eine lange Pro-Liste, die vor allem einen guten technischen Zustand bescheinigt und erstmal vor weiteren Reparaturen schützen sollte. Die optischen Mängel hatten leider sonst fast alle Fahrzeuge, sind aber für mich größtenteils selbst zu erledigen. Mit etwa 500€ sollten die Kontras behebbar sein - was alles in allem im gesetzten Budget wäre.

 

Ich habe mich also entschlossen den Kauf zu wagen und das Projekt Cabrio zu starten. Nach telefonischer Zusage kümmere ich mich um die Kurzzeitkennzeichen, mache dann noch die Probefahrt, die bei Besichtigung leider nicht möglich war und sollte sich da nichts negatives zeigen, wird gekauft.

 

Samstag 8:30 Uhr - ich starte ins 210km entfernte Ziel. Dort angekommen scheint sogar schon die Sonne! Kennzeichen drauf und los zur Probefahrt! Nach 15km, mit einem Stückchen Autobahn und Hoppelstrecken ist schnell klar - hier gibt es nicht das geringste am Motor oder Fahrwerk zu bemängeln. Auch das Fahrwerk bietet entgegen meiner Befürchtung genügend Restkomfort.

Einziges Manko: Während der Probefahrt stelle ich fest, dass die Sitzheizung - natürlich auf der Fahrerseite - leider nicht funktioniert. Das ist natürlich ärgerlich, kann aber die Kaufentscheidung jetzt nicht mehr beeinflussen. Denn sonst wären 800km Anfahrt mit zwei Besichtigungen und die Kurzzeitkennzeichen umsonst gewesen - das steht in keinem Verhältnis.

 

Ich einige mich also mit dem Verkäufer, dass wir nochmal 50€ nachlassen. So wechseln nach etwas Vertragsschreiberei 4450€ den Besitzer - und ich erhalte dafür einen Stapel Papiere und drei Schlüssel.

An dieser Stelle lockert sich dann etwas die Anspannung und weicht der Freude! :) Ich bin also wieder dabei im Club der offenen Genießer!

 

Die Fahrt nach Hause war schon ein Genuss. Mit offenem Verdeck und bei Sonnenschein geht´s vorbei am Chiemsee - mit 10 Grad zwar keine üppige Temperatur, aber Windschott und Heizung kein Problem!

Doch es wurde zunehmend bedeckter. Es geht etwas in höhere Lagen - und dort war plötzlich keine Sonne mehr, Temperatur 7 Grad, die Wiesen schneebedeckt vom kurzfristigen Wintereinbruch der letzten Woche. Aber das Verdeck bleibt offen! 20km bevor ich zuhause bin, beginnt es zu regnen. Na gut.. dann wohl doch "vorübergehend geschlossen".

 

von hintenvon hintendie zeitlose Seitenliniedie zeitlose Seitenlinie

 

Zuhause wird gleich mal vom Rest der Familie das neue Mitglied im Fuhrpark begutachtet. Die ersten prüfende Blicke hat er bestanden! Wenig später habe ich schon die ersten Bestellungen aufgegeben.

Folgende Punkte stehen also den Winter über an:

 

- Der Zubehörgrill wird wieder ersetzt durch einen neuen Originalgrill

- passende neue Audi-Ringe für den Grill kommen von Ebay

- das Verdeck wird gereinigt und imprägniert

- eine Politur für die Kunststoffheckscheibe habe ich noch einem Freund bekommen

- Die Innenausstattung kommt raus und wird im Keller mit Produkten vom Lederzentrum aufbereitet, bzw. das Alcantara mit dem Waschsauger komplett gereinigt

- Wenn die Sitze schon raus sind, wird der komplette Teppich innen gereinigt

- Halteband Innenhimmel reparieren

 

Front mit ZubehörgrillFront mit Zubehörgrill

 

 

Dann kann´s nächste Saison gleich frisch losgehen! Den ein oder anderen Bericht dazu wird´s hier sicher noch geben...

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