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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

19.01.2015 12:23    |    Designs    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: 89, Alcantara, Audi, Cabriolet, Leder, Lederaufbereitung, Lederreiniger, Refresher, Reparatur

Fortsetzung von Teil 1

 

Der erste Teil wäre erledigt, Leder und Alcantara ist gereinigt, Löcher und Risse mit Flüssigleder verfüllt und alles mit dem GLD-Stift egalisiert. Was man jetzt sieht ist ein doch gewisser Farbunterschied zum etwas kräftigeren Farbton des getrockneten Flüssigleders im Gegensatz zum mittlerweile etwas helleren originalen Leder.

 

 

farblich nachbessern

 

Und hier kommt der Refresher ins Spiel. Farblich ebenso abgestimmt wie das Flüssigleder wird er mit den kleinen mitgelieferten Schwämmchen komplett aufgetragen. Entweder in Kreisbewegungen oder in getupfter Variante - Hauptsache man vermeidet übermäßigen punktuellen Auftrag. Und wieder kommt ein leidiger Part - die Trocknungsphase. Ungeduldige überbrücken die Zeit mit einem Fön, ich vertage das weitere einfach auf morgen.. :)

 

Das schöne ist ja immer die Überraschung, wie es getrocknet aussieht. Und tatsächlich sind die Unterschiede schon wesentlich geringer, aber noch nicht weg - das heißt ich nehme einen weiteren Vorgang mit dem Refresher vor - und widme mich im Anschluss dem Alcantara.

 

erster-gang-mit-farb-refresher (hier war mal das Loch)erster-gang-mit-farb-refresher (hier war mal das Loch)gld-stift-und-refreshergld-stift-und-refresher

 

Alcantara-Wellness - Einmal rasieren, bitte!

 

Die Sitzefläche ist durch Jeans und Co wohl einfach etwas in Mitleidenschaft gezogen. Mehr oder weniger große oder kleine Fussel lassen das Alcantara fransig wirken. Ich hatte am Anfang wirklich darüber nachgedacht, ob ich dem einfach mit dem Langhaarschneider eines alten Rasierapparats begegne, doch beim Thema Rasieren fiel mir schlicht ein Fusselrasierer ein, die es ja batteriebetrieben für wenige Euro gibt.

Also kurz besorgen und auf in den Kampf. Am Anfang ganz zögerlich, rubble ich nach kurzer Zeit schon fleissig darüber und höre die Messer über den Stoff wetzen. Natürlich ohne übermäßigen Druck. Das Ergebnis ist wirklich genial. Wie ein glattrasierter Babypopo sieht das Alcantara wieder blendend aus. Was dabei allerdings an Fusseln alles entfernt wurde, zeigt der volle Behälter des Rasierers. Das alles stammt nur von der Sitzfläche des Fahrersitzes!

 

fransiges-alcantarafransiges-alcantarafransiges-alcantara-02fransiges-alcantara-02

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Milch für die Haut, Protector für´s Leder

Nach dem Wellnessprogramm kommt die Body-Lotion - was auch sonst :)

Der Farbrefresher der zweiten Anwendung ist trocken und hat farblich alles gegeben. Der Sitz erstrahlt in satter Originalfarbe.

Ein weiches Tuch und drauf mit dem frisch geschütteltem Leder Protector. Schön einmassiert, glänzt das Leder erst mal in sattem Farbton. Nun soll man alles einziehen lassen und im Anschluss überschüssiges mit einem weichen Tuch entfernen. Das erkennt man nach dem Trocknen (ja, es ist wieder Zeit zu warten) leicht an dem etwas milchigen Rückstand an manchen Flächen.

 

Und damit wäre der erste Sitz geschafft. Dies war eigentlich der Sitz in schlechterem Zustand, aber im direkten Vergleich zum Beifahrersitz sieht man das positive Ergebnis schon mehr als deutlich, auch wenn es auf den Bildern relativ schlecht darzustellen ist. Blitz und ein Kellerraum sind da natürlich nicht die optimalen Vorraussetzungen.

 

Nun geht es noch an Sitz Nummer 2 und danach an die Rückbank. Hier wird sich der Aufwand aber in Grenzen halten, denn mehr als reinigen und etwas Refresher + Protector ist bei der Rückbank nicht nötig. Vom zweiten Sitz kann ich nochmal versuchen etwas bessere vorher/nachher-Fotos zu liefern.

 

Ich finde dieses Geld war gut investiert. Auch nach der zweiten - etwas aufwändigeren Aufbereitung - würde ich die Produkte von lederzentrum.de definitiv weiterempfehlen! Gerne hänge ich im Sommer nochmal ein Bild der eingebauten Sitze an..

Wer´s nachmachen will - viel Erfolg!

 

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im-direkten-vergleichim-direkten-vergleich

 

Gruß Jürgen

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17.01.2015 22:10    |    Designs    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: 89, Audi, Cabriolet

Ich hatte es ja schon angekündigt - mein neues, 16 Jahre altes Cabrio bedarf etwas Pflege im Innenraum. Wen wundert es, dass das Leder nach 16 Jahren Cabrioleben nicht mehr so richtig auf Vordermann ist. Ich habe vor einigen Jahren bereits eine ähnliche Aufbereitung mit meinem damaligen Cabrio gemacht und in meinem Blog gepostet - dabei handelte es sich um graue Vollledersitze, denen ich mit den Pflegeprodukten von www.lederzentrum.de auf den Leib gerückt bin.

 

Jetzt geht es um Teilledersitze in anthrazith mit blauem Alcantara. Der Pflegezustand ist noch etwas schlechter, Abnutzung und Risse in den Seitenwangen, das Alcantara verfranst, zusätzlich gibt´s im Fahrersitz ein daumengroßes Loch an der Rückenlehne. Nicht schön, aber sicher nicht irreparabel.

 

pflegebeduerftige-rueckbankpflegebeduerftige-rueckbanksitzwangen-verschlissensitzwangen-verschlissenrisse-in-den-seitenwangenrisse-in-den-seitenwangenloch-in-der-rueckenlehneloch-in-der-rueckenlehne

 

Auch dieses Mal beginnt es mit einer Bestellung beim Lederzentrum (www.lederzentrum.de). Reiniger, Stoff zum Unterfüttern, Flüssigleder und Farb-Refresher (farblich speziell angemischt), ein GLD-Stift und ein Protector. Macht in Summe ca. 80€.

 

Sitze ausbauen!

Man muss die Sitze nicht zwangsweise ausbauen - aber da ich sowieso die Sitzheizung repariert habe und das Cabrio zugedeckt im Winterschlaf liegt, arbeite ich doch lieber im beheizten Keller.

2 Abdeckungen, ein Splint, ein Stecker und raus mit dem Sitz - alleine des Komforts wegen, würde ich es jedem empfehlen. Da es bei mir keine Seitenairbags gibt, ist das Risiko gleich 0. Bei Airbagsitzen bitte ich darum, die Bestimmungen zu beachten!

 

First Step: Reinigen!

Und ich beginne diesmal nicht mit dem Leder, sondern mit dem Alcantara. Auch hier sammelt sich jede Menge Dreck an. Perfektes Einsatzgebiet für meinen Kärcher Puzzi!

Ein Schuss Waschmittel für dunkle Wäsche und ein paar Liter heißes Wasser geben eine gute Mischung. Damit sprühe ich die Sitze zuerst einmal ein. Kurz einwirken lassen und dann nochmals mit dem Kärcher drüber. Sprühen, spülen und saugen erledigt er in einem Schritt. Schon am durchsichtigen Teil der Saugdüse sieht man, was da alles gelöst wird. Nach zwei Gängen spricht das abgesaugte Wasser Bände. grau-braun bis schwarz schütte ich die Brühe in den Ausguss.

 

mit-dem-kaercher-sitzflaechen-reinigenmit-dem-kaercher-sitzflaechen-reinigendieser-dreck-kommt-aus-einer-sitzflaechedieser-dreck-kommt-aus-einer-sitzflaeche

 

Dann also weiter zum Leder. Ein weicher Lappen und der milde Lederreiniger (gibt´s für grobe Verschmutzungen auch in der starken Variante) genügt, um das Leder etwas abzureiben. Rissige und raue Stellen werden mit dem Schleifpad nochmal abgezogen und nochmals gereinigt. Eine einfache Arbeit und bei diesen Sitzen relativ schnell erledigt.

 

Löcher stopfen!

Es gibt Grenzen beim Füllen von Löchern. Es ist natürlich auch abhängig davon, an welcher Stelle das Loch sitzt. Bei mir, oben auf der Rückenlehne, sollte es unkritisch sein. Ich richte mich mit meiner Vorgehensweise nach der Anleitung bei www.lederzentrum.de.

Zuerst soll das Loch mit Stoff unterfüttert werden. Ich habe extra ein Stück Stoff für 3 Euro mitbestellt - kann man sich aber wohl auch getrost sparen. Es ist einfach nur ein dünner, etwas perforierter Stofffetzen, da tut´s sicher auch was anderes. Diesen habe ich vorsichtig angeklebt.

 

loch-mit-stoff-unterfuetternloch-mit-stoff-unterfuettern1-verfuellung-mit-fluessigleder1-verfuellung-mit-fluessigleder

 

Als nächstes wird das Loch mit dem Flüssigleder aufgefüllt. Die dünne Spitze lässt sich gut dosieren und dabei auch gleichmäßig mit kreisender Bewegung zum modellieren verwenden. Das anthrazithe (fast schwarze) Leder hat im ersten Schritt mal so gar nichts mit der Farbe des hellgrauen Flüssigleders gemeinsam - aber wird schon werden...?

 

Parallel dazu fange ich an alle tieferen Riefen, spröden Stellen und Risse an den Wangen der Sitze mit Flüssigleder zu füllen. Mit der Spitze ziehe ich immer wieder flach darüber, um das Flüssigleder etwas zu verschmieren. Macht man das vernünftig, vergeht schon etwas Zeit dabei. Für heute ist es dann genug - ich lasse erst mal trocknen und widme mich morgen wieder dem Sitz.

 

2. Gang

Das Flüssigleder ist mittlerweile getrocknet - und siehe da, auch farblich passt das ganze schon viel besser!

Aber durch das Trocknen hat es deutlich an Volumen verloren. Besonders im Loch ist es wieder zu wenig und hat viele Risse. Also, nochmal fleissig nachfüllen, wieder etwas glatt ziehen (man kann auch eine kleine Spachtel zu Hilfe nehmen) und anschließend eine Pause einlegen.

 

.. und zum Dritten!

Ich weiß ich wiederhole mich - aber das Loch hat immer noch Risse, also nochmal verfüllen..

Bei den rissigen Stellen in den Seitenwangen sieht´s aber schon ganz gut aus. Nur steht es teils noch etwas über und man sieht eher deutlich die "reparierten" Stellen. Dafür gibt´s aber jetzt den GLD-Stift. Kann man sich vorstellen, wie einen Lösemittel-Edding.

 

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Die Spitze des Stifts etwas eindrücken, so saugt er sich mit dem Lösemittel voll. Dann etwas über das Flüssigleder streichen, das löst sich nach kurzer Zeit an und man kann es etwas "verschmieren" und dabei die Übergänge sauberer anpassen. Klingt jetzt recht einfach, es erfordert auch kein großes Können, aber schon etwas Geduld. Ich würde sagen ich habe schon so eine Stunde kreuz und quer über die verschiedenen Stellen modelliert, bis ich halbwegs zufrieden war.

Speziell am gefüllten Loch habe ich noch ein 4. Mal nachgelegt und etwas nachmodelliert, bis alles sauber verfüllt und optisch ansehnlich war. Danach erst mal wieder Zwangspause!

 

Schon jetzt sieht man einen Unterschied zu vorher, aber es fehlen noch der Refresher, der Protector und ich muss mir etwas für das fransige Alcantara überlegen - das aber dann im zweiten Teil!

 

Fortsetzung folgt!

 

Link zu Teil 2

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16.01.2015 22:11    |    Designs    |    Kommentare (9)

Erstkontakt auf der AMI

 

Den neuen TT habe ich ja schon ein wenig auf der AMI 2014 in Leipzig begutachtet. Dynamische LED-Blinkleuchten und das Cockpit mit dem TFT Monitor waren natürlich die Aufhänger des neuen Modells, welches sonst ja mit recht unspektakulären Änderungen an der Optik da stand.

 

Nun ergab sich die Möglichkeit zu einer Probefahrt des 2.0TFSI quattro.

Ich möchte gleich mal anmerken, dass die Vergleiche natürlich immer relativ subjektiv sind, vor allem wenn man als Hauptfahrzeug einen Q5 bewegt. Da ist der TT ja so ziemlich das Gegenteil davon :D

 

Erster Eindruck nach dem Einsteigen

 

Ja, der TT gehört wohl eher in die Klasse der Sportwagen, denn der Innenraum ist für Beifahrer und Fahrer sicher ausreichend und engt nicht ein, von möglichen Mitfahrern auf der Pseudo-Rückbank müssen wir aber gar nicht erst sprechen. Ich würde stark anzweifeln, dass selbst Kinder in der Größe von 1,30m da Platz finden (die ja dann eigentlich optimalerweise noch einen Kindersitz bräuchten). Man hätte sich das also eigentlich gleich sparen können. Nett übrigens auch der Hinweis am Kofferraumdeckel, welcher auf die Köpfe der hinten sitzenden kauernden Personen aufmerksam macht.

 

Die Sitze sind bequem, die Verarbeitung toll - alles eher typisch Audi. Und auf was schaut man als erstes nach dem Druck auf den Start-Knopf? Klar, auf´s neue TFT Display. Erster Gedanke - geil :) Gleich mal alles ausprobieren, verschiedene Ansichten auswählen, durch die Mediensteuerung scrollen, dann ins Car-Menü wechseln und dann mal in die tolle Navi-Ansicht.... ähh.. ja, wo is die denn? Nicht verfügbar? Allen ernstes hatten die ersten Vorführer, die Audi zur Verfügung gestellt hatte, kein Navi an Bord. Auch zum Leidwesen des Händlers, wäre das doch die Paradedisziplin bei der Vorführung des neuen Displays.

 

Los geht's...

 

Na, dann mal erst ne Runde drehen. Auch hier finde ich den TT eigentlich unauffällig. Man kann ruhig und entspannt gleiten, das Fahrwerk ist nie übermäßig ruppig, wenn´s mal zügiger um die Kurven geht, liegt er aber einwandfrei. Schon eine kleine Kurvensau. Das DSG schaltet sauber durch. Nur der Klang ist im Dynamic Modus schon recht kernig. Das klingt schon nach mehr, als einem 2.0 Liter 4-Zylinder. Für den einen sicher spaßig, für andere vielleicht schon grenzwertig. Die Entscheidung fällt wohl eher subjektiv.

Ansonsten geht er für meine Empfindung recht gut, ist also mehr als ausreichend motorisiert.

 

Schnell-Fazit

 

Nach einer dreiviertel Stunde geht´s dann aber wieder zurück zum Händler. Nettes Auto, macht Spaß - aber ein "sehr geil, muss ich haben"-Gefühl stellt sich nicht ein. Vor allem hat mich ein Faktor überrascht. Nach der Dreiviertelstunde Probefahrt fand ich das Display schon irgendwie langweilig. Man gewöhnt sich zwar schnell an die Übersicht und die wirklich tolle Darstellung der Menüfunktionen - aber ich hätte lieber weiterhin "echte" Rundinstrumente. Hier fehlt mir irgendwie die räumliche Tiefe in der Darstellung, es wirkt einfach etwas "plastisch". Vielleicht ist aber auch das nur eine Frage der Gewöhnung..

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