jennss

Auto und mehr...

15.02.2013 15:29    |    jennss    |    Kommentare (57)

schaltungautomatikschaltungautomatik

Früher war klar festgelegt, dass sportliche Autos ein Schaltgetriebe haben müssen. Inzwischen fahren aber auch Porsche, Ferrari etc. mit Automatik. Ein Polo GTI ist gar nur mit DSG lieferbar. Wie beurteilt ihr den Fahrspaß zwischen Schaltung und Automatik? Ist Automatik jetzt nicht nur komfortabler, sondern bringt auch noch mehr Fahrspaß? Oder geht mit der Automatik die Kontrolle über den Motor verloren und damit auch der Fahrspaß?

j.


15.02.2013 15:40    |    Bumer645

Seit wann ist ein DirektSCHALTGetriebe eine Automatik? :confused:

 

Auch heute sollte ein sportlicher Wagen meiner Meinung nach ein Schaltgetriebe haben, die Alltagsfahrzeuge kommen aber auch mit einer Automatik gut zurecht, da es einfach im Alltag bequemer ist.


15.02.2013 15:43    |    Ascender

Das kommt stark auf das Getriebe an, würde ich sagen.

Ursprünglich kommen ja Doppelkupplungsgetriebe aus dem Motorsport. Und ich, der ja häufiger auf Rennstrecken unterwegs bin, finde bspw. das PDK von Porsche richtig gut. Das knallt die Gänge richtig schnell rein. Schneller als es selbst ein geübter Fahrer jemals mit Schaltgetriebe machen könnte.

 

Ich finde es nur schade, dass man den Kunden bevormundet und ausschließlich DSG in manchen Modellen anbietet.

 

Heutige Automatikgetriebe haben auch nichts mehr mit den lahmen Mercedes-Kisten von vor vierzig Jahren zu tun, mit Gedenksekunden, etc.

 

Das DSG von VW ist im Prinzip auch nicht schlecht, jedoch schaltet es im manuellen Modus am Begrenzer automatisch hoch, was ja prinzipiell richtig wäre, aber es durchaus Situationen gibt wo sowas nicht gewünscht ist (bspw. mehrere aufeinander folgende Kurven). Aber da aktuelle VWs eh nichts für die Rennstrecke sind (ESP und elektronisches Differential nicht vollständig abschaltbar), ist das wohl auch egal.

 

Im Alltagsverkehr würde ich auf ein Automatikgetriebe nicht verzichten wollen. Ist einfach wesentlich angenehmer. Und ich bin 24 Jahre alt! Also auch kein Rentner. ;)

 

Manchmal würde ich mir aber auch gerne hin und wieder einen Handschalter wünschen.


15.02.2013 15:51    |    meehster

Es kommt immer auf den Einzelfall an. Und es gibt auch noch Zwischenstufen.

 

Wenn ein Auto sportlicher sein soll, dann muß es auf jeden Fall ein komplett manuelles Getriebe sein.

Für größtmöglichen Komfort gibt es nur Wandlerautomatik oder CVT.

Halbautomatik habe ich auch als angenehmen Begleiter kennengelernt.

 

Absolut indiskutabel ist dagegen ein automatisiertes Schaltgetriebe. Nachdem ich so etwas von VW ud Smart kennengelernt habe, steht für mich fest: So etwas kommt mir nicht ins Haus.


15.02.2013 15:53    |    motorina

Mit entsprechender Power ausgestattet lassen sich die heutigen Automaten auch sportlicher fahren als früher - also kann auch Spass machen.

 

Aber was ist früher?

Da denke ich an einen 200D von Mercedes, der mit der Automatik überhaupt nicht vom Fleck kam (ok, der Schalter war ja auch nicht gerade spurtfreudig:rolleyes:).

Oder Golf 1 Automatik - da brauchte man immer noch einige Gedenksekunden bis (nach dem Schaltvorgang) die Beschleunigung wieder eingesetzt hatte.

Automatik war früher nur zum Cruisen mit grossvolumigen Motoren interessant - und sehr bequem bei Staus oder im Stadtverkehr (wo sie sich dann aber entsprechend sehr durstig gebärdeten!).

 

Die sportliche Fahrweise mit "Automatik" wurde erst in den letzten paar Jahren von Otto-Normalverbraucher entdeckt.

Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass die meisten dieser sog. Automatikfahrzeuge mit einem ganz normalen Schaltgetriebe ausgestattet sind und nur die Kupplung automatisiert ist!

Also nur schwer vergleichbar mit den früheren Automatikfahrzeugen mit Wandlergetrieben...

 

Wenn ich an Sportwagen denke wie z.B. an einen Audi R8, dann fahre ich diesen mit den neuen Getriebe-/Kupplungsvarianten lieber im "Automatikmodus", während der alte Audi 100 Coupé S nur als Schalter in Frage kommt!

 

Grüsse,   motorina.


15.02.2013 15:59    |    jennss

Mir ist schon klar, dass ein DSG nicht genau das gleiche ist wie eine Wandler-Automatik. Aber wo liegen in der Praxis die genauen Unterschiede? Beim DSG wird ja auch automatisch geschaltet und z.B. beim Golf wird gar keine normale Automatik mehr angeboten, also hat das DSG die Automatik ersetzt.

j.


15.02.2013 16:05    |    Ascender

Nene, ihr vergesst eines. Halbautomatische, oder Doppelkupplungsgetriebe, gab es im Motorsport auch schon in den frühen 90ern! Man hat das "sportliche Fahren" mit Automaten also nicht erst heute entdeckt. Auch beim BMW E46 M3 gab es das SKG - was viele Rennfahrer genial fanden und immernoch im Motorsport so eingesetzt wird.

 

Nur, es ist scheinbar bezahlbarer geworden, sodass es auch in der Kompakt- und Kleinwagenklasse Verwendung findet. Wie ich eingangs schrieb: Ich finde es nur schade, dass man den Kunden bevormundet (VW Polo GTI bspw.) und in manchen Modellen keinen Schalter mehr anbietet.

 

Ich vermisse also Handschalter nur äußerst selten (selbst auf der Rennstrecke).


15.02.2013 16:15    |    meehster

Eine Halbautomatik zeichnet sich dadurch aus, daß die Kupplung automatisch ist, das Schalten jedoch herkömmlich mit Knüppel um H-Schema vorgenommen wird, vgl. NSU Ro80, Renault Twingo Easy, ...

Ich habe so etwas im Mercedes W168 kennengelernt und bin durchaus angetan.


15.02.2013 16:15    |    jl1

Nun, die Zeiten wo eine Automatik nur träge und somit eher für die Wackeldackelfraktion geeignet war sind wohl schon seit ein paar Jahren vorbei.

 

Trotzdem finde ich es nicht gut, dass es leistungsstärkere Modelle fast nur noch mit automatischem Gangwechsler gibt, denn das gute Teil erhöht den Anschaffungspreis um locker 2000 € und bevormundet mich als Nutzer nicht unerheblich.

Für mich persönlich gehört ein manuelles Schaltgetriebe ins Auto, egal ob 20 oder 200PS. Ich hab das Fahren mit einem Handschaltgetriebe erlernt und es im Laufer der letzen fast 30 Jahre hinreichend trainiert, so dass es ganz gut funktioniert.

Auch bei meinen 60 tkm/a vermisse ich nichts und die Dieselmotoren mit Single- oder Biturbo sind noch so elastisch, dass der 6.Gang für den Tagesgebrauch von 60- v-max reicht, sofern man keine Wunder erwartet.

Kritisch wirds mMn wenn die Generation der 3+x Turbomotörchen mit Schnapsglashubraum um sich greifen und dann ein Getriebe mit 10+x Gängen notwendig wird um das Drehmomentplateau von 3000-3200 U/min möglichst optimal auszunutzen. Dann wird schalten und vor allem Kuppel richtig Arbeit und es werden sich die Automaten durchsetzen.


15.02.2013 16:17    |    Hummerman

@Bumer645:

Zitat:

Seit wann ist ein DirektSCHALTGetriebe eine Automatik? :confused:

Schon immer, ist ein automatisiertes Schaltgetriebe.

 

 

Meiner persönlichen Meinung nach gehört in jedes vernünftige Auto eine Automatik.


15.02.2013 16:19    |    urduliz

Zitat:

Wie beurteilt ihr den Fahrspaß zwischen Schaltung und Automatik?

Das ist bei mir ganz einfach:

Ich habe keinerlei Fahrspaß wenn ich mit den Füßen einen Stepptanz aufführen soll und nebenbei noch mit 'ner Stange in den Zahnrädern rühren muss. Ich halte es mt dem Grunsatz "zwei Füße - zwei Pedale". Ja, ich bremse mit links. Angewöhnt habe ich mir das beim ersten eigenen Fahrzeug, 'ner großen Amischüssel mit einem schönen breiten Bremspedal, und weil ich damit wunderbar zurecht komme bin ich dabei geblieben. ;)


15.02.2013 16:38    |    Shibi_

Allgemein bevorzuge ich eine Handschaltung. Zwar hat das Auto, dass ich zur Zeit fahre eine Automatik, aber das lag nur an dem guten und preiswerten Gesamtpaket. Da musste ich den Kompromiss eingehen.

 

Die neuen DSGs machen zwar schon deutlich mehr Spaß als die trägen Wandlerautomaten aber ich finde für vollendeten Fahrspaß muss es eine Handschaltung sein. Das gehört einfach dazu.


15.02.2013 16:43    |    motorina

Nur ist das Autofahren bei mir meist mit der Arbeit verbunden; und da bin ich - nicht immer, aber meistens - froh über die neue Fahrzeuggeneration mit modernem Antriebsstrang.

Bei meinen Freizeitautos dagegen bevorzuge ich i.d.R. das eigene Schalten ...


15.02.2013 16:46    |    der_Derk

Wie andere auch schon schrieben, hängt sehr von dem jeweiligen Fahrzeug, dem Motor und der Art der Automatik/Schaltung ab - und natürlich davon, was je nach Modell überhaupt zur Auswahl steht.

Im Smart habe ich zwar die Möglichkeit ihn schalten zu lassen, mache es aber doch meistens selber, weil ich eine andere Vorstellung der Schaltpunkte habe als Smart sie bei der 2005er Software vorgesehen hat. Im Renault hätte ich gerne eine Wandlerautomatik gehabt (auch weil die Übersetzung der einzelnen Gänge beim Schaltgetriebe vollkommen unpraktikabel ist), die gab es aber auch für Geld und gute Worte nicht.

 

Bei aktuellen Dieseln liegt man mit der Automatik meistens nicht verkehrt, weil sie auch die häufig vorhandene Anfahrschwäche überspielen kann. Zum Anhänger schleppen ist sie auch nicht verkehrt, sofern ausreichend dimensioniert. Wo der Twingo Easy angesprochen wurde: Da nehme ich doch lieber den Smart, das herumbrechen am Schalthebel (beim Herausnehmen eines Gangs kuppelt er nicht aus, erst im Leerlauf - die A-Klasse macht das besser) war nicht so meins ;).

 

Gruß

Derk


15.02.2013 16:46    |    jennss

Ich schalte auch gerne und hätte etwas Bedenken, ob eine Automatik (z.B. Skoda Fabia RS oder Rapid mit 122 PS, beide nur mit DSG zu bekommen) mir nicht den Fahrspaß versauen würde. Mit Schaltung ist die Kontrolle des Motors doch irgendwie besser.

 

Es kann sein, dass bei den Zwangs-DSGs der Aufpreis nicht mehr ganz so hoch ist wie bei wählbarem DSG. Bin mir aber nicht sicher. Ein Polo GTI würde mit Schaltung womöglich attraktivere ca. 21000 € kosten, vielleicht aber auch noch ~22000 €? (derzeit knapp 23000 € mit DSG)

j.

 

BTW: Wir wirkt sich eine Automatik auf den Fahrstil aus? Beruhigend?


15.02.2013 17:00    |    fehlzündung

Eine Automatik wirkt sich in jedem Fall beruhigend aus, sofern es sich um eine Wandlerautomatik handelt und der Motor nicht völlig überfordert ist.

 

Man fährt einfach entspannter, da das Kuppeln und schalten wegfällt. Es ist einfacher flüssiger. Schwer zu beschreiben. Ich habe zwar Handschalter, aber fahre immer wieder gern mit dem Golf III meiner Frau mit Automatik (und da muß man bedenken, es ist eine Uraltautomatik, moderne Automatiken können das alles noch viel besser).


15.02.2013 17:05    |    jennss

Und vermisst man den Schalter nicht doch etwas, wenn man Automatik fährt?

Wenn alles so entspannt ist, ist das Fahren doch gar nicht mehr so spannend.

j.


15.02.2013 17:13    |    svente29

Also ich sag mal so Automatik, insbesondere das DSG können sehr sportlich sein. Als ich meinen bestellt habe bin ich erst nen Vorführer mit Dsg und 3 Tage später einen Golf R Schalter gefahren. Das Dsg schaltet so schnell, das ist extrem, aber man wird teilweise bevormundet. Mir war es am Ende egal, was ich nehme, da beide Getriebe ihre Vor und Nachteile haben. Hab dann den Schalter genommen, da das mein letztes Auto ohen DSG sein wird.

Aber der Fahrstil hat sich bei mir nich geändert, einzig wenn man viel Stop and Go hat, ist man entspannter, sonst keine auswirkungen ;)


15.02.2013 17:23    |    jennss

Allerdings ist das DSG etwa so teuer wie ein Panoramaschiebedach und Xenon-Licht zusammen oder wie ein stärkerer Motor (140 PS-TSI vs. 105 PS-TSI). Ich kenne bisher nur normale Automatik, muss mal ein DSG probieren.

j.


15.02.2013 17:29    |    svente29

Also wenn man durch das DSG auf irgendein Ausstattungs merkmal verzichten muss würde ich den Schalter vorziehen. Ja ich würde auf jeden Fall das DSG ausprobieren, im Scirocco R, Golf R und Golf 7 2,0 TDI hat mich das 6- Gang DSG überzeugt! das 7 Gang im Tiguan 2,0 Tsi finde ich auch sehr gut, aber das 7-Gang Dsg mit dem 1,2Tsi fand ich schlimm. Da würde ich den Schlater vorziehen.


15.02.2013 17:32    |    Mad_Max77

Also ganz klar: Automatik. Ist einfach viel entspannender, vor allem im Stadtverkehr oder bei Stop & Go. Man kann auch nebenher mal was essen oder trinken, beim Handschalter wird das dann doch etwas umständlich... :D

Und Cruisen ist mit Automatik auch viel cooler... :cool:


15.02.2013 17:38    |    kappa9

Ich wüsste jetzt nicht, wie ein manuelles Getriebe den Fahrspass auch nur um einen Millimeter für mich erhöhen sollte. Ich will kein manuelles Getriebe mehr haben.

Das sage ich nach Erfahrungen mit Schaltgetrieben von vier Gängen bis 16 Gängen mit und ohne Vorgelege, mit unsynchronisierten geradverzahnten Fuller bis zum modernen 6 Gang PKW Getriebe.

Vom alten Ford 3-Stufen Automaten, 4 Stufen (Ford und Audi) 5 Stufen (S8 - das erste "flottere Auto" mit Automat) bis zu verschiedenen 7 Stufen MB Automaten und CVT bei unserem A200Benziner.

 

Was ich allerdings schätzen gelernt habe: Den manuellen Modus mit Schaltwippen am Lenkrad.

Wenn ich mal flotter auf kurvigen Landstraßen unterwegs sein möchte nutze ich den M-Modus mit seinen verkürzten Schaltzeiten, weniger Wandlerschlupf und Schaltwippen gerne. Das verhindert dann auch das ungewollte heraufschalten an ungünstigen Stellen und unterstützt die Bremsen durch gezielten Einsatz des Motorschleppmomentes.

 

Für mich: Freiwillig kein Auto mhr ohne Automatik.

Ausnahme: So ein funnycar wie Morgan Threewheeler :D

 

kappa9


15.02.2013 17:42    |    bebahunter

Nach 6 Fahrzeugen mit Schaltung und danach 5 Fahrzeugen mit Automatik, das Ganze in knapp 30 Jahren und reichlich Fahrpraxis in den 3 Jahren Studium ab 1990 im Nebenjob als Fahrer bei einer Autovermietung (von Peugeot 105 bis Mercedes S 600), habe ich ein Schaltgetriebe nicht vermisst. Wenn die Automaten gut "angepasst" sind, fährt es sich einfach angenehmer und entspannter - allerdings ist mein Leben auch so spannend genug :D


15.02.2013 17:47    |    marcu90

Kommt halt auf die Vorlieben des Fahrers an - ich könnte mit Automatik höchstens einen alten Amerikaner fahren und dabei behaupten, dass ich zufrieden bin.

Einen anderen Wagen würde ich mit Automatik gar nicht erst in Betracht ziehen (auch wenn das Angebot gut erscheint). DSG klammere ich mal aus, damit habe ich keine Erfahrung. Die Bevormundung (welche mich auch stört) entfällt da ja...


15.02.2013 17:50    |    andy netzkante

mir kann kein vielfahrer (der zwangsläufig oft im stau steht) erklären, dass eine handschaltung das maß der dinge ist. es gibt absolut nichts nervigeres als permanent kuppeln und schalten zu müssen.

hinzu kommt, dass mir ab einer gewissen leistung (ich sage jetzt mal >300PS) die kupplung und die reifen bei einem handschalter nur noch leid tun können.

 

für einen 75PS golf 2 mag eine handschaltung genau das richtige sein... allerdings nicht für die kräftige reiselimousine eines vielfahrers wie ich es bin.


15.02.2013 17:54    |    mbjadcnein

Zitat:

Und vermisst man den Schalter nicht doch etwas, wenn man Automatik fährt?

Wenn alles so entspannt ist, ist das Fahren doch gar nicht mehr so spannend.

Meine Autos haben ausschließlich Automatik.

"Spannend" soll das Fahren für mich nicht sein, mehr "ent"spannend.

Spaß machen die Amis allemal, da dieses typische Cruisen schon Freude nur beim Gedanken daran aufkommen lässt.

Wenn ich Vortrieb erleben will - einfach Pedal-to-the-metal (beim V8 entsprechend brutal).

 

Schaltgetriebe würde ich nur noch akzeptieren z. B. bei einem Mercedes Heckflossendiesel.

Da ist es zumindest stilvoll, nämlich am Lenkrad und mit riesigen Schaltwegen.


15.02.2013 18:10    |    fehlzündung

Ich fahre nur Schalter, weil ich keinen passenden Golf mit Automatik (Wandler, kein DSG!) auf dem Markt gefunden habe).

 

Also ich würde mit Automatik definitiv nichts vermissen, zumal wenn es eine Automatik ist, bei der man auch nocbh in den manuellen Modus wechseln kann.

 

Kann aber auch nicht sagen, dass ich mit Handschalter jetzt total unglücklich bin.


15.02.2013 18:36    |    Pseiko80

Hallo,

 

ich habe einen "alten" 4-Gang Wandlerautomaten. Der besteht ja aus einem Drehmomentwandler und einem Planetengetriebe. Dieses Getriebe hat eine eigene Kupplung für jeden Gang. Genau genommen habe ich dadurch quasi ein 4-fach Kupplungsgetriebe. ;)

 

In der Zwischenzeit nerven mich schon fast die Handschalter an der Ampel vor mir, weil die beim Losfahren beim Schalten vom 1. in den 2. und später in den 3. Gang so lange brauchen. Ich denke mir da nur: Zwischengas braucht man heute nicht mehr... Beim Anfahren ist eine Wandlerautomatik fast ungeschlagen.

 

Wenn man mal sportlich unterwegs sein will braucht man ja nur den Sportknopf drücken, schon werden die Gänge bis zum Drehzahlbegrenzer hochgedreht (Bei mir: 1. bis 70 km/h, 2. bis 120 km/h, 3. bis 160 km/h).

 

Aber man kann auch bei einer Wandlerautomatik mit einem gefühlvollen Gasfuß schalten. Ab da wird automatikfahren richtig zur Kunst und macht spaß. Beispiel: Anfahren - 2/3 Gas durchgedrückt und erster Gang bis auf 30 km/h beschleunigt, dann das Gas auf 1/3 reduziert -> Das Automatikgetriebe schaltet jetzt in den zweiten Gang. Danach das Gas langsam aber stetig wieder auf 2/3 durchgedrückt, das Auto beschleunigt bis 50 km/h schön zügig. Jetzt kann man das Gas wieder reduzieren und das Auto schaltet wieder usf.

 

Also KEINE Bevormundung wenn man mit genug Gefühl fährt.

 

Gruß Heiko


15.02.2013 18:54    |    Hartgummifelge

Wenn man die Folgekosten sieht, wie hoch DSG Kupplungs- und -Getriebeschäden ausfallen, kommen viele mit 7G- Automatikgetriebeschäden kaum dran..

Auf die schnelle was zusammen gestrickt, was irgendwie schon halten wird, wenn nicht, der Kunde wird die Kosten schon zahlen..

Er freut sich schliesslich neue Technik fahren zu können, ob und wie lang sie hält, ist doch völlig egal..


15.02.2013 20:01    |    meehster

Die Zeiten, daß Automatikautos träge sind, sind nach meiner Erfahrung spätestens seit 1978 (Baujahr meines Audi 100 5E mit Dreistufenwandlerautomatik) vorbei.

 

Ob eine Automatik zu ruhiger oder zügigerer Fahrweise anregt, kommt auf den Einzelfall an. Im Falle des VW TDI mit automatisiertem Schaltgetriebe wollte man z.B. nur schnellstmöglich ankommen und wieder aus der Möhre aussteigen, also wurde alles aus der Karre rausgeholt, was rauszuholen war.

 

Der Opel Monza mit dem Dreiliterreihensechser und Wandlerautomatik lud zum Cruisen ein. Der Daimler Double Six oder der Porsche 928 S4 sind noch entspannender. Viele andere sind zwischen dem VW oder dem (getriebeseitig verleichbaren) Smart und dem Daimler.

 

Mit dem Gaspedal kann man manuell eingreifen, ging auch schon bei dem Audi 100.

 

Im Stadtverkehr hätte ich oft auch gern Automatik. Aber wann bin ich mal da? Und Stau kenne ich (ca. 30.000 bis 40.000 km im Jahr) kaum.

OK, ich würde meinen Volvo gegen einen Toyota Prius III Vorfacelift eintauschen, wenn ich damit einen Wohnanhänger ziehen dürfte. Aber das PSD ist so ziemlich die beste Automatik wo gibt.


15.02.2013 20:45    |    Ascender

Was ihr auch nicht vergessen dürft: Mit Automatik habt ihr immer eine Hand frei. Die könnte man bspw. auf dem Oberschenkel der hoffentlich hübschen Beifahrerin legen. ;)


15.02.2013 20:50    |    RedRunner10

Beim DSG gibts kaum Bevormundung, da man manuell schalten kann wenn man will

Die einzige was man mit dem DSG nicht machen kann ist überdrehen, abwürgen und Gänge überspringen

Die Kupplung kann man lösen indem man auf N schaltet (Freilauf)

Weniger Bevormundung ist eigentlich nicht machbar


15.02.2013 21:07    |    andy netzkante

ich glaube die wenigste "bevormundung" bietet ein tretauto. damit kann man sogar "manuell" für den vortrieb sorgen.

in dem zusammenhang von "bevormundung" zu sprechen, finde ich schon ziemlich "speziell". als nächstes wird das navi auf die männerstimme umgestellt, weil man(n) sich von einer frau nicht sagen lassen möchte wo es lang geht... ;)

 

aber mal im ernst... wer traut sich denn als normalsterblicher fahrer zu, die gänge schneller manuell zu wechseln und die kraft besser auf die straße zu bringen, als eine moderene automatik-schaltung? (speziell bei großvolumigen und drehmoment-starken motoren)


15.02.2013 23:14    |    Harhir

Da ich ueberwiegend im Grossstadtverkehr einer 4 Millionen Metropole unterwegs bin und selbst auf Stadtautobahnen selten ueber 110 -120 kmh komme, kommt fuer mich nur ein Automatikgetriebe in Frage. Bei dem vielen Stop&Go Verkehr ist eine Automatik einfach komfortabler. Dazu kann ich nebenher bequemer Kaffee trinken.... :D

Aber auch bei Langstrecken hat die Automatik einen grossen Vorteil: Bei Fahren mit Tempomat muss ich nicht manuell eingreifen sondern lasse den Tempomat schalten.


16.02.2013 12:48    |    jennss

Zitat:

Was ihr auch nicht vergessen dürft: Mit Automatik habt ihr immer eine Hand frei. Die könnte man bspw. auf dem Oberschenkel der hoffentlich hübschen Beifahrerin legen.

Oder simsen... Meine Tochter ist gerade in Amerika (Austauschjahr). Sie mag dort nicht Rad fahren, weil sie das für lebensgefährlich hält, denn dort praktizieren viele "text and drive", was sicherlich auch durch die weitverbreiteten Automatikgetriebe begünstigt wird ;). Aber das ist auch eine Kopfsache, kein echtes Argument gegen Automatik.

 

Insgesamt bin ich überrascht, wie viele sich hier für die Automatik aussprechen. Also vom Fahrspaß her spricht offenbar nichts gegen eine Automatik. Bleibt nur der saftige Aufpreis von oftmals fast 2000 €. Da muss man sich dann überlegen, ob die Automatik einem das wert ist. Eine Umfrage dazu könnte mal ganz interessant sein. :)

j.


16.02.2013 21:12    |    Hellhound1979

Ich habe beides, einmal ein klassisches 5 Gang Schaltgetriebe und einmal einen 3 Gang Wandlerautomat. Gerade im Zusammenspiel mit einer schwergängigen Sportkupplung (das Ding schleift nicht, das kennt nur auf und zu) macht das Schaltgetriebe Stadtverker anstrengend und Stop&Go kann zur Tortur werden. Wenns mal ein wenig zügiger auf Kurvenhatz geht ist es jedoch ein Traum, dann macht die Arbeit hinter dem Steuer und an den Oedalen richtig Spaß.

Der 3-Gang Wandlerautomat in Verbindung mit dem Großvolumigen Motor macht einfach gelassen, da macht das Cruisen Spaß. Man verspürt überhaupt nicht das Bedürfnis zu "heizen". Tritt man aufs Gas, dann steigt die Drehzahl und man merkt wie der wandler langsam "zu" macht und die Geschwindigkeit steigt. Man fühlt siich ein bisschen als hätte man Elektromotor, da die Beschleunigung vollkommen gleichmäßig ist. Alte Weisheit, ist der Wagen mit Wandlerautomat zu träge, dann ist der Motor zu klein, so einfach ist das. :D

 

Zitat:

Nene, ihr vergesst eines. Halbautomatische, oder Doppelkupplungsgetriebe, gab es im Motorsport auch schon in den frühen 90ern!

Die gabs sogar noch viel früher, sie wurden im Panzerbau schon mindestens seit den 40er Jahren verwendet. Aber stimmt, Porsche waren meines Wissens nach die ersten die es im Pwk gebracht haben.


17.02.2013 04:53    |    Ascender

Jo, da denke ich vor allem an den 928 und später dann den 968. Im Rennwagen natürlich eher.


17.02.2013 18:04    |    meehster

Ich weiß zumindest von einer Halbautomatik, die in den 1960ern in Serien-PKW eingebaut wurde. Und zwar in den NSU Ro80.

 

Ein Bekannter hat einen 928 S4 mit Wandlerautomatik. Die paßt recht gut zu dem Granturismo.


21.02.2013 10:02    |    jennss

Mal ein Vergleich, wo man entscheiden muss, ob DSG nimmt oder nicht. Was würdet ihr nehmen? Mal im Skoda Octavia- und Seat Leon-Prospekt geguckt, wo die Preise ähnlich sind...

 

Benziner:

Leon 1,2 TSI 105 PS DSG 21290 €

Leon 1,4 TSI 140 PS Schaltung 20990 €

 

Diesel

Octavia 1,6 TDI 105 PS DSG 24290 €

Octavia 2,0 TDI 150 PS Schaltung 24 690 €

 

j.


21.02.2013 13:24    |    RedRunner10

Wenn man DSG will zahlt man den Aufpreis und wählt keinen kleineren Motor

Naja es soll auch Leute geben die wegen teuren Felgen und Navi auf Motorleistung verzichten aber für mich ist das ein absolutes No-Go

 

Man sollte sich erst überlegen welchen Motor man will und dann entscheiden welche Extras (DSG, Navi,...) man will

m.E. sollte man bei einem Neuwagen nicht sparen weil man sich später nur über fehlende Ausstattung ärgert


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