Wie kommt ihr durch den Schnee mit dem F10/11 was habt ihr heute erlebt?
Hallo zusammen!
So ich bin jetzt echt erstmal froh das ich sicher zuhause angekommen bin. Ich war heute mittag nochmal in Nürnberg und bin zum Glück vor dem großen Berufsverkehr zurück Richtung München weil ich schon geahnt habe, was da für eine Schneewalze kommt.
Die A9 glich besonders auf der Gegenseite zwischen Nürnberg und München einem Schrottplatz. Ich habe alleine an einer Stelle 4 Fahrzeuge hintereinander gereiht auf der Böschung stehen gesehen. Auch auf meiner Seite waren ständig irgendwelche Fahrzeuge auf der Standspur oder im Graben. Es war scheiße glatt und eine geschlossene Schneedecke oder Eis.
In so einer Rechtskurve war ich auf der rechten Spur und obwohl ich nur 80 Kmh fuhr, für etwa 50 m nur noch Passagier. Das Auto hat vollkommen selbstständig nach links rüber gezogen, ich hab dann schnell die Lenkung geöffnet und bin auf der linken Spur in den Schnee gefahren, da war der Grip dann wieder besser. Nach der Kurve stand eine C-Klasse links anner Leitplanke mit Warnblinkanlage, Glück gehabt!
Danach bin ich natürlich noch langsamer gefahren. Ich habe aufgehört nach 10 Unfällen zu zählen. Es standen ständig Autos im Graben es war echt Horror. Kurioserweise waren das fast ausschließlich neuere Fahrzeuge, sogar 2 SUVs mit Allrad und ein A6 quatro stand verkehrt herum auf der Standspur.
Der F10 selbst hat sich aber sonst sehr gut verhalten, bis auf die eine Stelle wo blankes Eis war. Das DSC kommt mir beim Anfahren geschickter vor als das im E60, es lässt mehr Schlupf zu und regelt so ruckartig ab, dadurch kommt man sehr gut von der Stelle.
Grüße
Peter
Beste Antwort im Thema
Ja, ich hatte am Montag auch solch einen Experten, der meinte, mit seinem A6 auf der ganz linken, ungeräumten Spur unbedingt alle überholen zu müssen. Nachdem ich dann 20 Minuten später endlich an seinem kaputten Auto, das jetzt entgegen der Fahrtrichtung mit zerknautschter Motorhaube die linke und die mittlere Spur blockiert hat, vorbei gekommen bin, stand das Kerlchen (ca. Mitte 20) mit Kippe in der Hand und Handy am Ohr bibbernd im weißen Hemd an der Mittelleitplanke.
Irgendwie hat er mir schon leid getan...
87 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Klez
Das ist ein Gerücht, enstanden durch fahrerisches unvermögen...Zitat:
Original geschrieben von bobbymotsch
Ein Frontler ist nun mal einfacher zu fahren. Es geht noch, trotz etwas Schnee.
Mit dem Heckler (BMW) traut sich meine Frau bei akuten Schneefall nicht raus.Wenn ein Frontler erstmal über die Vorderräder wegrutscht, dann kannst Du nichts mehr machen ausser bremsen und beten. Auf die Art habe ich meinen letzten Audi geschrottet. Beim Hecktriebler merkst Du in der Regel frühzeitig was Sache ist und kannst Gegenlenken.
Problem an der Sache: Die meisten bekommen Gegenlenken nicht gebacken und geraten sofort in Panik sobald das Heck kommen will... Dafür kann aber das Auto nichts.
Weil ein echtes Gegenlenken die modernen Assistenten außer Kraft setzt. Die Assis unterstützen durch Eingreifen und regeln die Räder entsprechend des angesteuerten Kurs. Wenn der Fahrer nun plötzlich Gegenlenkt dann berechnet das System den neuen Kurs und der Fahrer hat immer mehr zu kämpfen.....Gegenlenken klappt fast nur noch auf der berühmten Schleuderplatte auf dem Fahrsicherheitstraining ...ggf. bei ausgeschaltetem Assistenten...
Ich sollte vielleicht kurz erklären was ich mit dem ausbrechen gemeint habe.......
Um sicher fahren zu können, muss oder sollte man wissen wann wo Schluss ist.
Wenn die Helfer einem diese Arbeit abnehmen ist der Punkt wo du abfliegst einfach da und du kannst es kaum noch abwenden denn das waren dann die 100%. Ich rede vom Grenzbereich.
Das heisst ich bin sehr verunsichert wenn der Wagen nicht dann überfordert ist wo meine Erfahrung liegt.
Sicher bin ich kein Typ der die Abfahrten mit einem GT quer fährt .
Das Empfinden hierfür liegt auch sicher bei jedem anders das ist denke ich auch normal.
Das ein Frontantrieb im Schnee besser ist wurde hier wie ich finde schon gut klar gemacht, hat nix damit zu tun ob einer fahren kann oder nicht.
Im Winter erkennt man immer wieder wieviele an Selbstüberschätzung leiden und sich für den nächsten Walter Röhrl halten.
Aber DAS können eben die wenigsten: http://www.youtube.com/watch?v=Svmuf3IQ93Q
Zitat:
Original geschrieben von toxical
Im Winter erkennt man immer wieder wieviele an Selbstüberschätzung leiden und sich für den nächsten Walter Röhrl halten.
Oder wie Manfred Krug in seiner Trucker-TV-Serie "Auf Achse".
... Auch wenn ich ein wenig Probleme an der Steigung hatte, muss ich sagen das der F11 auf der Autobahn selbst bei geschlossener Schneedecke ein sehr sicheres Fahrgefühl vermittelt. Auch die mal geprobte Notbremsung von 120 km/h auf 0 km/h auf einer total leeren Autobahn (ja sowas gibt es nur in Schleswig-Hostein) konnte nicht besser gehen, der Wagen bliebt dabei voll in der Spur und immer kontrollierbar. Sicheres Bremsen ist nun mal im Winter mehr als Gold wert ...
Genervt haben auf einer anderen Strecke nur die 18"-Tonner, die selbst im dichtestens Schneetreiben auf der linke Spur so drängelten, dass einem Angst und Bange wurde. Liegt vielleicht daran, dass bei uns die Fähren aus Norwegen und Schweden anlanden und die Brummifahrer meinten, sie seien die einzigsten auf der Straße, die sich mit winterlichen Straßenverhältnissen auskennen. Na, wer's glaubt!
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Zitat:
Original geschrieben von taggm
Sobald die Fahrbahn wieder schwarz ist, sofort wieder den normalen Luftdruck herstellen! Andernfalls ................ und die Durchschlagwahrscheinlichkeit und Anfälligkeit gegenüber spitzen Gegenständen erhöht sich drastisch!
Das glaub ich
nicht!
Als Kinder sind wir mit den Fahrrädern immer extra mit wenig Luftdruck auf einem Schuttplatz über alle möglichen Glasscherben, Nägel usw. gefahren damit wir
k e i n eReifenpannen riskierten.
Hat auch immer gut geklappt, weil ein schwabbeliger, weicher Reifen bei "spitzen Dingen" besser "anschmiegen und ausweichen" kann 🙂
Zitat:
Original geschrieben von Klez
Das ist ein Gerücht, enstanden durch fahrerisches unvermögen...Zitat:
Original geschrieben von bobbymotsch
Ein Frontler ist nun mal einfacher zu fahren. Es geht noch, trotz etwas Schnee.
Mit dem Heckler (BMW) traut sich meine Frau bei akuten Schneefall nicht raus.Wenn ein Frontler erstmal über die Vorderräder wegrutscht, dann kannst Du nichts mehr machen ausser bremsen und beten. Auf die Art habe ich meinen letzten Audi geschrottet. Beim Hecktriebler merkst Du in der Regel frühzeitig was Sache ist und kannst Gegenlenken.
Problem an der Sache: Die meisten bekommen Gegenlenken nicht gebacken und geraten sofort in Panik sobald das Heck kommen will... Dafür kann aber das Auto nichts.
Hallo klez,
jetzt hast Du dich aber doch geoutet, indem Du sagst Du hast deinen vorigen Audi geschrottet.
Also auch zu schnell gefähren bätsch 😁. Ich hoffe Dir und Anderen war nichts passiert bei der Aktion.
Dafür konnte aber Dein Audi nichts, das erklärt mir nur, warum Du auf Audi scheinbar momentan eine ziemlich Hasskappe hast. Jedenfalls äußerst Du dich ziemlich abwertend in anderen Threads, was dieses Thema betrifft.
Ich muss aber auch sagen, dass wenn ein Fronttriebler untersteuert, gehen die meisten Fahrer vor Schreck vom Gas und das Auto fängt sich wieder. Ich unterstelle Dir jetzt mal, dass Du mit Deinem Audi hier auch etwas zuuu schnell in der Kurve warst, so dass mit vom Gas gehen nichts mehr zu retten war. Ein Hecktriebler ist für Normalfahrer immer erschreckender, wenn er quer kommt und schwerer zu fangen, da gegengelenkt werden muss und oft das Manöver zu spät kommt und auch nicht in der richtigen Dosierung. Das führt dann zu ein paar mehr oder weniger spektakulären Schlenkern bevor es dann in scharfer Richtung rechts oder links in die Botanik bzw. Leitplanke oder Gegenverkehr geht. Schön, wenn Du den Drift beherrschst, aber das können die Wenigsten wenn es mal ernst wird und nicht wissentlich provoziert wird. Das geht nur mit viel Übung, damit es in Fleisch und Blut übergeht.
Der auchmalzuschnellgewesene und jetzt auf quattro Vertrauende 🙂
Zitat:
Original geschrieben von MadMarkus
Weil ein echtes Gegenlenken die modernen Assistenten außer Kraft setzt.
Ist nicht wahr. DSC nutzt sogar den Lenkwinkeleinschlag um dich beim Gegenlenken zu unterstützen. Wenn Du dem System nicht mitteilst wo Du hin willst, wie soll es Dir dann helfen?
Zitat:
Original geschrieben von haispeedo
Also auch zu schnell gefähren bätsch 😁.
Ja, ich war viel zu schnell. Habe kein Problem damit das zuzugeben.
Zitat:
Original geschrieben von haispeedo
Ich hoffe Dir und Anderen war nichts passiert bei der Aktion.
Die Vorderräder begannen zur Seite wegzurutschen. Zuerst habe ich es mit sanftem Bremsen und Gegenlenken versucht. Keine Chance... Die Karre schaukelte sich langsam auf und ich wechselte im Slalom die Fahrbahnen.
Als dann der Gegenverkehr kam setzte ich alles auf eine Karte und riß das Lenkrad rum... Dadurch war das Auto natürlich vollends nicht mehr beherrschbar, aber wenigstens bin ich dadurch dem Gegenverkehr ausgewichen.
Zitat:
Original geschrieben von haispeedo
Dafür konnte aber Dein Audi nichts, das erklärt mir nur, warum Du auf Audi scheinbar momentan eine ziemlich Hasskappe hast. Jedenfalls äußerst Du dich ziemlich abwertend in anderen Threads, was dieses Thema betrifft.
Ich glaube du interpretierst zuviel herein. Ich habe keine Hasskappe, sondern dadurch nur wieder festgestellt, was ich vorher schon wusste: Fronantrieb ist nicht sicherer als ein Hecktriebler, da Du kaum eine Chance hast die Karre abzufangen sobald sie über die Vorderräder rutscht. Und das merkst Du beim Frontler häufig zu spät, während Du beim Heckler sehr viel Feedback bekommst.
Das wird Dir auch jeder der fahren kann (Walter Röhrl und Co.) bestätigen können.
Zitat:
Original geschrieben von haispeedo
Ein Hecktriebler ist für Normalfahrer immer erschreckender, wenn er quer kommt und schwerer zu fangen, da gegengelenkt werden muss und oft das Manöver zu spät kommt und auch nicht in der richtigen Dosierung.
Richtig. Sagte ich ja bereits.
Tut mir leid das ich dir Widersprechen muss, das ist Quatsch.
Wenn der Frontangetriebene über die Vorderräder rutscht musst du Gas geben um ihn in der Spur halten zu können um dann mit Geschwindigkeitsreduzierung den Wagen abzufangen.
Das Lenkrad rumzureissen oder solche Manöver enden wie sie geendet sind.
Ist nicht böse gemeint aber ich musste es loswerden.
Zitat:
Original geschrieben von feldi66
Tut mir leid das ich dir Widersprechen muss, das ist Quatsch.Wenn der Frontangetriebene über die Vorderräder rutscht musst du Gas geben um ihn in der Spur halten zu können um dann mit Geschwindigkeitsreduzierung den Wagen abzufangen.
Wer erzählt Dir so einen Unsinn!?
Gas geben und dann "Geschwindigkeitsreduzierung"?! Was für ein Blech...
Die Vorderräder hatten keinen Grip mehr! Jede Form von Gas geben hätte es, entgegen dem Stammtischgelaber, nur schlimmer gemacht. Ich habe mehrere Fahrsicherheitstrainings hinter mir und weiss wie man Auto zu fahren hat.
In dieser Situation war Schadensreduzierung das einzige was mir übriggeblieben ist.
Zitat:
Original geschrieben von feldi66
Tut mir leid das ich dir Widersprechen muss, das ist Quatsch.Wenn der Frontangetriebene über die Vorderräder rutscht musst du Gas geben um ihn in der Spur halten zu können um dann mit Geschwindigkeitsreduzierung den Wagen abzufangen.
Das Lenkrad rumzureissen oder solche Manöver enden wie sie geendet sind.
Ist nicht böse gemeint aber ich musste es loswerden.
Wenn das Dein Ernst ist, das man noch Gas geben muss, dann weiss ich nicht woher die Quelle Deines Wissens stammt. Hoffentlich probiert das keiner aus hier. 🙄🙄🙄🙄
edit: Klez hat schon alles dazu gesagt, war nur schneller wie ich.
Zitat:
Original geschrieben von feldi66
Tut mir leid das ich dir Widersprechen muss, das ist Quatsch.Wenn der Frontangetriebene über die Vorderräder rutscht musst du Gas geben um ihn in der Spur halten zu können um dann mit Geschwindigkeitsreduzierung den Wagen abzufangen.
Das Lenkrad rumzureissen oder solche Manöver enden wie sie geendet sind.
Ist nicht böse gemeint aber ich musste es loswerden.
Langsam wirds ja ziemlich interessant. Ich würde klar sagen es kommt aufs Auto drauf an. Beim Fronttriebler, wenn der über die Vorderräder schiebt könnte es gut sein dass wenn man Gas gibt diese durchdrehen, und dann gehts garantiert gerade aus. Wenn die Traktionskontrolle eingreift ist ja noch "ok", wenn man beschleunigen will.
Was das Gegenlenken angeht, so hat das ja nichts mit dem Untersteuern zu tun, sondern dem übersteuern, sprich wenn das Heck anfängt einen "zu überholen". Dafür gibts ja die fahrtrainings, um zu lernen mit dem eigenen Auto umzugehen in Notsituationen. Darum verstehe ich auch nicht wie man mit fremden/anderen Fahrzeugen Fahrtrainings "für den Alltag" absolvieren kann. Ist aber ein anderes Thema...
Gefährlich was hier manche von sich lassen, sorry 😉
Zitat:
Original geschrieben von feldi66
Sorry, was sollte noch schlimmer werden ;-)))Nix für Ungut das Widerspricht sich deutlich.
Das ist einfache Physik. Wenn die Vorderreifen ihre Haftung in der Kurve bereits verloren haben und man dann weiterhin Gas gibt, kann kein weiterer Vortrieb mehr generiert werden, da die Haftung bereits weg ist, dass einzige was passiert ist, das man die Lage noch mehr verschlimmert, wie Klez schon geschrieben hat. Hoffentlich äußern sich noch andere hier im Forum dazu, dass Du hier im Unrecht bist!!!
Das was feldi66 gesagt hat ist nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig.
Wenn die Räder wirklich überhaupt keine Seitenführung mehr aufbauen, sprich beim Einlenken das Auto nicht dem Kurvenradius folgt, war man grundsätzlich schon mal viel zu schnell und das war ein Fahrfehler. Ob und wie man diesen Fahrfehler ausbaden kann ist stark situationsabhängig.
Wenn das Auto nur ca. 5 Kmh zu schnell ist bis es wieder Grip hätte und über die Vorderräder rutscht, ist es tatsächlich sinnvoll das Gas wenigstens "auf Zug" zu halten das sich die Vorderreifen seitlich um die Kurve ziehen. Das ESP kann in so einer Situation das Auto vielleicht noch um die Kurve kriegen, weil es das Heck "herumschmeißt"
Ist man dagegen natürlich viel zu schnell also 10 - 15 Kmh über dem Limit der Kurve, kann man tatsächlich nur noch eine Vollbremsung einleiten.
Es ist auch so das man mit einem Fronttriebler bei dem man leicht auf dem Gas bleibt schneller um eine Kurve fahren kann, als wenn man bremst oder die Motorbremse nutzt.
Grüße
Peter
Zitat:
Original geschrieben von Nytro_Power
Es ist auch so das man mit einem Fronttriebler bei dem man leicht auf dem Gas bleibt schneller um eine Kurve fahren kann, als wenn man bremst oder die Motorbremse nutzt.Grüße
Peter
Das ist schon so, da die Räder dann Anfangen den Schnee so zusagen auf die Seite zu schaufeln. Jedoch mach ich solche Sachen nur wenn das Auto noch unter Kontrolle ist. Wenn die Räder bereits rutschen und man aufs Gas latscht, hatte ich früher mit dem Polo meiner Lehrfirma einige male gemacht, kann die Traktionskontrolle ja kaum richtig regeln da der Grip ja schon weg ist, dann kann es schnell passieren dass die Räder einfach durchdrehen.
Am besten man öffnet die Fahrertür und streckt das Bein richtung Strasse, wie beim Schlitteln 😛
Was ja beim Untersteuern helfen soll je nach Situation, die Lenkung etwas zu öffnen um die Seitenführungskräfte wieder aufzubauen sprich den Reifen nicht mehr zu überfordern. Aber wenn man zu schnell unterwägs ist, hat man schon mal das wichtigste falsch gemacht bzw. Pech gehabt.