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Europa und Nordafrika auf zwei Rädern.

29.08.2015 16:46    |    TDIBIKER    |    Kommentare (0)

Depart Indian Summer Ride 2015Depart Indian Summer Ride 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PHOTOS

 

Bikers Pennols: Quelques images de la vie d'un petit Moto-Club de la France du sud-ouest.
Bikers Pennols: Ein paar Bilder aus dem Leben eines kleinen Motorradclubs aus Frankreichs Südwesten.

 

CatalunyaCatalunya

 

une pauseune pause

 

en routeen route

 

Les Gorges du TarnLes Gorges du Tarn

 

Les grandes CaussesLes grandes Causses

 

Baby-bikerBaby-biker

 

La merLa mer

 

AlbenqueAlbenque

 

CahorsCahors

 

ProspectProspect

 

RefletReflet

 

RespectRespect

 

SuspectSuspect

 

On TourOn Tour

 

Notre Shadow...Notre Shadow...

Old Gold...Old Gold...

 

Le drapeau Occitan!Le drapeau Occitan!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pour les Bikers Pennols (et tous les autres) plus d'images:

 

Le cirque de Navacelles

https://www.flickr.com/.../

 

Aveyron

https://www.flickr.com/photos/ioanna81/albums/72157662220850401

 

Und noch mehr Bildchen...Los Pirineos

https://www.flickr.com/photos/ioanna81/albums/72157668182795636

 

"DROIT ET FIER"

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22.08.2015 14:03    |    TDIBIKER    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: 1100, BMW Motorrad, R

Juli 2015 kletterte das Quecksilber hier in Süd-Frankreich auf 40 Grad im Schatten, und darüber hinaus.

Kein Wunder, dass man bei solchen Temperaturen im Schatten sitzt, Salvetat trinkt und träumt...

Von hübschen Mädchen, Motorrädern, und allem was das Leben lebenswert macht.

 

In der hiesigen Bucht (nein, nicht die E-Bay, sondern heisst "le bon coin") tauchte kurz eine R 1100 RT auf.

Rein weiss, mit blitzenden Chrombügeln überall, voll bekoffert und mit allem sonstigen Zierrat.

Sie hatte nämlich früher auf den Champs-Elysée so manchem Staatsoberhaupt als Eskorte gedient,

Chirac, Sarkozy, und vermutlich gar der Angela. OK, auch Ghaddafi...

 

So oder so ähnlich sah Gudrun mal ausSo oder so ähnlich sah Gudrun mal aus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie war eine Maschine der Republikanischen Garde, einer absoluten Elite-Truppe, und war somit nur zum

Flanieren, Eskortieren, und für Kunststückchen genutzt worden. Die Gardisten dürfen, wenn sie ausscheiden, ihr Motorrad behalten.

So kommt es, dass diese Maschinen manchmal privat feilgeboten werden.

Ich dachte mir, die ist sofort verkauft.

92.000 Km, 2400 Euro, 6/2000 und sieht aus wie frisch aus dem Laden!

 

Gudrun, die Walküre.Gudrun, die Walküre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am ersten Tag dachte ich, da freut sich jetzt jemand.

Am zweiten Tag sagte ich mir, ich brauche doch nicht NOCH ein Motorrad.

Am dritten Tag fuhr ich hin, und nahm sie gleich mit.

 

Es war meine erste BMW nach 29 Jahren Propeller-Abstinenz. Damals fuhr ich R 60/5 und R 45...

Und gleich war alles wie früher: Die Einscheiben-Trockenkupplung, das Krachen beim Gang einlegen, die heulenden Zahnräder...

Der zweite Gang war verschlissen. Vermutlich weil die Eskorte sich fast ausschlieslich in diesem Gang bewegt.

 

Als Schelm hatte ich mir beim Abholen gleich ein hellblaues, kurzärmeliges Hemd angezogen: Sehr witzig, wie alle plötzlich

genau 90 fuhren, sobald ich im Rückspiegel auftachte, und rechts ran fuhren, wenn ich den Blinker setzte...

Ich habe immer diese Beamten der Gendarmerie bewundert, die bei fast jedem Wetter im kurzärmeligen Hemd fuhren.

Da entdeckte ich zwei kleine Hebelchen in der Verkleidung: Das ist die Warmluftheizung!

 

Zunächst brauchte meine neue Gefährtin einen Namen. Weiss, deutsch, mit üppigen Formen: Da denkt der Franzose gleich an

Wagners Walküren. Sie sollte also GUDRUN heissen, und mich auf Europa's Strassen sicher tragen. Und im Zweifelsfall lieber zur Walhalla als zur Hel...

 

Der stolze Besitzer am Meer. Noch ist gut Lachen.Der stolze Besitzer am Meer. Noch ist gut Lachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stolz wie Oskar fuhr ich sie zunächst mal die 250 Km ans Mittelmeer, wo die Jungs aus dem Moto Club schon zelteten.

Danach gleich in die Dordogne, mit Pascal auf seiner MV Agusta. Uiui...der Hautständer setzte in jeder Linkskurve gefährlich auf,

dass die Funken nur so stoben.

Der Auslager war schon spitz wie ein Messer gefeilt.

Erst danach entdeckte ich den Drehknopf, um das Fahrwerk an meine 120 Kg anzupassen.

 

bad-spencer-terence-killbad-spencer-terence-kill

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einer kurzen Tour in der Umgebung sah ich dann Tropfen auf dem Boden. Gudrun lief aus!

Mhm: Kein Benzin, kein Wasser, kein Öl...DOT 4!

Die Bremsschläuche waren löchrig, und es war schon fast null Bremsflüssigkeit im Behälter.

Oh Mann!

 

Löchrige Leitung an der ABS-Zentrale. Ist mir noch nie untergekommen, so etwas.Löchrige Leitung an der ABS-Zentrale. Ist mir noch nie untergekommen, so etwas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe ihr gern die schimmernden neuen Stahlflexe gekauft, wie Geschmeide für meine dicke Diva,

auch wenn ich schlucken musste:

Fast 4 Meter Bremsschlauch insgesamt! Von den Hebeln zur ABS-Zentrale unterm Tank, und von dort zu den

3 Radbremsbrücken.

Dazu musste Gudrun zunächst mal entkleidet werden. Unter ihrer schmucken Robe sah Gudrun ganz anders aus...

 

Escort-Girl beim Strip. Unterm Kleid die Innereien...Escort-Girl beim Strip. Unterm Kleid die Innereien...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber jetzt, mit neuen Bremsen, sollte die Bewährungsprobe stattfinden: 4000 Km durch Europa, mit Frau und Gepäck!

An den beiden ersten Tagen ging alles gut. Am dritten Tag, in der Nähe von Lille, hing ein Tropfen an der Ölablassschraube des Paralevers. Leider hatte ich keine Zeit, mich darum zu kümmern. Also, Zewa wisch und weg...

Am Nachmittag sah alles immer noch relativ trocken aus. Dann ging es nach Belgien und über Antwerpen nach Holland.

Bei Venlo auf die A 40 und schliesslich auf die A2. Die deutsche Autobahn! Die letzte Oase, wo Mann ganz legal den Hahn aufmachen darf! Einmal kurz 200 Km/h...da kam ein mahlendes Geräusch von den hinteren Kegelrädern. Und dann ein Hopsen, Knacken und Knirschen.

Oh Mann!

 

Nur die Lager und die Dichtungen. Zum Glück blieben die Kegelräder heil.Nur die Lager und die Dichtungen. Zum Glück blieben die Kegelräder heil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also Standstreifen und da...lief alles Öl aus dem Hi-Radgetriebe in einem dicken Schwall auf den Reifen, der in Getriebeöl badete,

und das Öl tropfte ebenfalls von den Bremsbelägen, von den Koffern...Ein Stückchen schwarzen Plastik war mal die Dichtung,

die ich jetzt zerrissen und halbiert in der Hand hielt. Sicher waren auch die Lager im Eimer, es klang wie rollende Kugeln.

Mit 40 zur Ausfahrt, und dann die paar Kilometer zur unserer nächsten Etappe. Ohne Hi-Rad Bremse, immer in der Angst, das Hi-Rad könnte blockieren (da hilft keine Hand an der Kupplung, wenn die Kegelräder festgehen, steht das Rad).

Mit dem Bordwerkzeug war da natürlich nichts zu machen. Aber wozu hat man seine deutschen Freunde? Willem kam und brachte Werkzeug. Nobby ludt uns zum Essen ein, um uns aufzuheitern...aber ohne Explosionszeichnung, ohne Teile, ohne Spezialwerkzeug, ohne Internet?

Beim Telefonieren machte man uns auf die BMW-Notfallnummer aufmerksam. Eine Super-Sache: Jeder BMW-Eigner wählt

die +49 89 14 379 479, und wird kostenlos zur nächsten Vertragswerkstatt geschleppt. Eine halbe Stunde später

stand der X5 mit Hänger auf dem Hof, Gudrun fuhr nach Hakvoort in Münster, und meine Frau und ich waren zwei Asphaltcowboys ohne Ross und Eskorte...so eine Notfallnummer hat Yamaha nicht. Böse Zungen behaupten, Yamahas brauchen auch keine...;)

 

Die Reparatur war schnell und sehr professionnel durchgeführt, und der Preis noch human: 350 Euro. Dank an Herrn Elskamp,

den Werkstattleiter. Mehrere Lager, Dichtungen, Simmerringe.

 

Jetzt war mir klar: Gudrun ist ein Eskort-Girl mit Zicken. Wie würde es weitergehen, was kommt als nächstes?

Ich sah mich schon mit einem kapitalen Getriebeschaden am Col de la Schlucht in den Vogesen, am Col de la Faucille im Jura,

Am Iseran oder in der Einöde des Zentralmassifs, wo nur der Wind über die erloschenen Vulkane heult und am Tag zwei Autos fahren...

 

Das Zentralmassiv. Unendliche Weiten...Das Zentralmassiv. Unendliche Weiten...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorsorglich habe ich aus dem Landmaschinenshop Mähdrescher-Getriebeöl eingefüllt. 85 W 140.

Das soll Gudrun am liebsten mögen.

 

Der langer Rede kurzer Sinn: Sie hat uns brav nach Marburg getragen, wo ein anderer Freund sich gerade zu einer

Motorradtour nach Tallin, der Hauptstadt Estlands, rüstete. Auch allein mit Reisedampfer, Frau und Gepäck. Ich sollte doch mitkommen. Aber das wollte ich Gudrun jetzt doch nicht zumuten, die östliche Steppe plus die westlichen Hügel hätten ihr vielleicht den garaus gemacht. Danach Karlsruhe, die Vogesen, das Jura, das Rhone-Tal, Chambéry. Das Zentralmassif, die Dordogne....

 

Mann mit Mopped...Mann mit Mopped...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Yes! Wir haben es geschafft. Und Gudrun ist uns jetzt die liebste Reise-Eskorte.

Ausser der Warmluftheizung (die Luft wird vom Ölkühler vorn in der Verkleidung durch Winddruck zum Fahrer geführt)

hat Gudrun ein paar andere nette Extras. Z.B. das mechanische Cruise-Control :). Das ist ein Schräubchen, mit dem man

beim Fahren den Gasgriff in einer beliebigen Position arretieren kann. Zum freihändig durch die Landschanft pflügen...oder

für die Dienstpistole, sofern der Fahrer Rechtshänder ist. So eine Schraube hatte ich damals an der R60/5.

 

Oder die Ultraschallpfeifen an den Sturzbügeln, zum Wild vertreiben.

Sie verbraucht unter 6 Liter bei voller Zuladung.

Mit dem 26 Liter-Tank macht das eine Reichweite von 450 Km...

 

Nur bei sehr schneller Kurvenhatz kann Gudrun nicht mithalten, da ist die Bulldog besser, aber eben nicht so bequem. Die Bulldog dient jetzt mehr für die Mittelstrecke, für Fernreisen wird es Gudrun sein.

 

Yamahas haben keine Notfallnummer. Die brauchen aber auch keine :D

 

Meine Eskorte...Meine Eskorte...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Juni 2016: Die Gudrun hat jetzt 102.000 Km auf der Uhr, und ich habe ihr gerade eine neue Kupplung von Sachs spendiert und ein gebrauchtes M94 Getriebe in Silber (Das M97 war schwarz). Dank netter Mitmenschen halten sich die Kosten in Grenzen, allerdings ist es viel Arbeit. Bin gerade beim Zusammenbauen und mache eine Pause. In einer Woche wird sie zu neuen Horizonten Aufbrechen:

Über Lourdes nach Santander, über die Picos d'Europa nach Santiago de Compostella, und bis zum Cap Finisterre...die Reise ist erst zu Ende, wenn man für seine Eskorte nicht mehr zu Opfern bereit ist.

 

Fast total zerlegt: Hinterer Rahmen, Kupplung, Getriebe. Nur das Telelever ist noch ganz.Fast total zerlegt: Hinterer Rahmen, Kupplung, Getriebe. Nur das Telelever ist noch ganz.Das neue alte und das alte neue Getriebe.Das neue alte und das alte neue Getriebe.Die Kupplung des 1100er Boxers. Um dahin zu kommen, muss die Gesamte Maschine von hinten demontiert werden. Gerade an der RT ein Haufen Arbeit...Die Kupplung des 1100er Boxers. Um dahin zu kommen, muss die Gesamte Maschine von hinten demontiert werden. Gerade an der RT ein Haufen Arbeit...Beim Zusammenbau hat sie gleich auch neue Schwingenlager bekommen.Beim Zusammenbau hat sie gleich auch neue Schwingenlager bekommen.

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30.05.2015 19:48    |    TDIBIKER    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 1100 Bulldog, BT, Yamaha

Korsika. Schon 2 mal waren wir mit dem Mopped da. Ich ausserdem schon zum Wandern. Die "Insel der Schönheit", wie

sie mit Beinamen heisst, zieht uns immer noch magisch an. Und diesmal sollte es wieder klappen. Und dann kam alles ganz anders.

 

 

Pfingsten 2015. Je älter man wird, desto weniger können unsere Betriebe ohne uns. Der Druck ist stark, die Arbeit türmt sich.

Viele von uns hatten nur das lange Pfingstwochenende. Und die Fähre von Genua nach Korsika dauert lang und hat bestimmte Abfahrtzeiten. Zuviel verlorene Zeit. So wollten wir einfach nur gemeinsam Fahren. Am Freitag vor Pfingsten mussste ich bis 5 Uhr arbeiten. Hatte gerade das Nôtigste aufs Mopped gezurrt. Die Anderen grillten irgendwo am Bodensee. Ich sollte sie an der Alpen-Südseite treffen. Wo genau? Inch' Allah, man telefoniert...Die komplette Lederrüstung ist ungewohnt. Schwer und zwickt. Komme mir vor wie ein Ritter auf seinem Schlachtross. Normalerweise fahre ich eher in Jeans und Jet-Helm...Das Schlachtross, die brave Bulldog, hat auch ein paar Kg mehr als gewohnt. Von mir will ich gar nicht reden...:p Wie weit werde ich heute wohl kommen? Ich bestelle mir ein Hotelzimmer in Montpellier, und los geht's! Zunächst einmal durch Albi in Richtung Millau. Die grandes Causses leuchten im Abendsonnenschein. Es handelt sich um ein karges Hochplateau, das traditionell als Schafsweide genutzt wird. Da das Hotel ab 9 Uhr nicht mehr aufnimmt, muss ich es etwas gehen lassen. Kein Problem: Die Bulldog hat zwar nur 65 PS, aber die sind praktisch immer vorhanden, sobald man rechts dreht...Dagegen sind Dosen eben nur bewegliche Verkehrhindernisse (Spass jetzt:cool:).

Der "Gouffre de Padirac" und der "Gouffre de la fin du Monde" bleiben schnell hinter mir, das Klima wird mediterraner, und schon taucht Montpellier vor mir auf. Zum Touren hat die Bulldog zwei Nachteile: keinen Hauptständer - und noch nicht mal einen Gepäckträger.

Und einen Treiber, der zu faul ist, da mal Abhilfe zu schaffen. Aber naja - es geht auch so.

Das Arena-Hotel liegt im Industriegebiet an der A9 und ist für einsame, müde Reisende sehr empfehlenswert: Für 50 Euro gibt's

ein sauberes, modernes Zimmer, nette Leute an der Rezeption, gegenüber ein Steakhaus, morgens eine Tanke, und die direkte Verbindung nach Barcelona A9, Clermont-Ferrand A75, oder Marseille A9. Im Zimmer klingelt mein Telefon:" Komm mal zum Bernhardino - oder zum Lago Maggiore - St-Bernard Laaaagoooo Machhhhiiiii" Tuuuuuuuut. Verbindung weg.Ein Blick auf die Karte:

Der Lago ist bei Mailand, Und von den Bernhardspässen gibt es gleich 3: Den kleinen und grossen Bernado, und den Bernadino. Dazwischen liegt die Hälfte der Alpen...Ich bin ja erst mal in Frankreich, daher mach ich mir nichts draus, bis nach Turin muss ich sowieso. Also, nach dem Frühstück geht's bei strahlendem Sonnenschein frohen Mutes gen Osten. Bei Orange verlasse ich die Autobahn und fahre die sehr schöne Strecke nach Gap.

 

die finsteren Riesen auf dem Weg nach Gapdie finsteren Riesen auf dem Weg nach Gap

 

Da tauchen am Horizont die ersten Giganten auf: Die Alpen! Atemberaubend. Da kommt man aus dem fröhlich warmen Rhone-Tal, und diese finsteren Bergriesen wirken wie aus einer anderen Welt. Und dem ist auch auch so: Die Raumzeit verändert sich, Die Alpen machen aus einer halben Stunde Für 70 Km gar 2 Stunden,

wenn's schlecht lâuft. Die Temperatur sinkt, die Winterhandschuhe werden ausgepackt, die Orte sind dünner gesät. Und aus der romanisch-provenzialischen Lebensfreude wird nordische Trägheit. In der Nähe von Gap war ich mal mit einem Studienkollegen auf einem 2500er: Lang ist her. Damals hatten wir unsere Hâmmer wie Eispickel benutzt um eine verharschte Schneechwächte zu erklettern. Ein Wunder, dass wir damals keine Lawine ausgelöst hatten...

In Gap tanke ich und von Gap geht's nach Briançon, unserer alten Hochburg, die von unseren Lieblingspässen umgeben ist: Col de la Madeleine, Col de la croix de fer, und viele andere. Heute halte ich mich nicht auf, der Tank ist noch voll, und ich fahre direkt durch nach Montgenevra und Italien.

 

Nix los an der franco-italienischen Grenze...
Da bin ich wohl der einzige Moppedfahrer, der aus der Sonne in den Regen fährt.Nix los an der franco-italienischen Grenze... Da bin ich wohl der einzige Moppedfahrer, der aus der Sonne in den Regen fährt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt stellt sich die Frage: Wo mag wohl der Rest der Bande hingefahren sein? Da klingelt das Telefon:

" Wir treffen uns in Varese, zwischen Lago Maggiore und dem Lago di Como, zwischen Lugano und Novara...." Wow, das ist ja weiter als Mailand! Egal, ich habe jetzt ein festes Ziel: Meine alten Kumpels sind in Varese, bzw. werden abends dort sein, und ich muss nicht mehr einsam durch die Landschaft reiten, wie bisher...

 

Nach etlichen Autobahnkilometern auf den unglaublich teuren italienischen Autobahnen (finde ich als Franzose, und das will schon etwas heissen) und gefühlten 10 Mautstationen weiter, fahre ich in Novara ab und will den Rest per Landstrasse erledigen.

Schwerer Fehler. Kilometerlanger Stop&Go, und dann beginnt es zu regnen. Vareses ist eine Enttâuschung: Ein hässliches Verwaltungskaff mit Präfektur. Viel schlimmer: Von den Jungs weit und breit keine Spur. Ich stelle mich unter und konsultiere das Handy: Da ist eine SMS: "Komm nach Cannobio" Ja, aber verdammt, das ist ja am Westufer des Lago Maggiore! Muss ich den ganzen Weg zurück? Ich rufe mal an, da heisst es:" Wir kommen dir entgegen nach Stresa..." Ich fahre immer nasser in die einbrechende Dunkelheit, jetzt wieder Autobahn. Ich habe den intuitiven Fahrstil der Italiener schon kopiert: Einmal nehme ich die falsche Abfahrt, und schiebe das Mopped einfach 30 Meter zurück, wieder auf die Autobahn (pssst - das bleibt unter uns ;))

 

Dann endlich ein Zeltplatz, und da sehe ich schon von weitem die dicke GTR 1000, die meine Kumpels mir als Verkehrsschild an die Strasse gestellt haben! Gelobt seien sie, die Brüder! Jetzt hat alle Not ein Ende, und ich kriege noch auf dem Mopped eine volle Flasche lokales Bier in die Hand gedrückt, welches ausgezeichnet schmeckt. Die anderen haben die Zelte schon aufgebaut. Ich habe im Regen so gar keine Lust auch nur abzupacken, sondern gehe erstmal mit den anderen in die Pizzeria...ein verhängnisvoller Fehler.

Denn zuerst gibt ein Bier sich das andere, danach gibt sich ein Weissweinchen ein Rotweinchen und dann wieder ein Weissweinchen - noch ein paar Bier und ein Grappa...und plötzlich stelle ich fest, dass ich schon lange nicht mehr so betrunken war. Ich lege mich einfach so wie ich bin in eines unserer Zelte und, kaum habe ich den Zeltboden berührt, begebe mich ohne weitere Umstände

laut schnarchend und in Lederjacke in das Land der Träume....

war doch etwas feucht gestern...war doch etwas feucht gestern...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Morgen ist mir doch etwas frisch...es ist saukalt, bevor die Sonne ganz aufgeht und die ganze Pracht des Lago Maggiore vor meinen staunenden Augen entfaltet. Diesen Sinn für überschwengliche Pracht besitzt der Italiener in höchstem Mass. Ahhh - erst mal einen Cappuccino! Dieses Getränk war eigentlich von den Österreichern als Kapuziner (Kaffee mit Sahnehäubchen) erfunden worden, aber natürlich von den Italienern zu dem Genuss verfeinert worden, den heute jeder kennt. Dann los zum Frühstücken: Kleine Runde Mopped fahren, zu einer Bar direkt am See. Bei Clubsandwich, Bacon und Rührei beruhigt sich der Vorschlaghammer in meinem Kopf.

Witzig: Auf der Cocktailkarte sehe ich den Harvey Wallbanger....keine Ahnung was das sein mag - jedenfalls nix für mich heute morgen :p

Am Lago MaggioreAm Lago MaggioreItalienische PrachtItalienische Pracht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nebentisch sitzen 12 junge Frauen in Leder, die so ganz unsere Kragenweite wären: Fahren alle blitzende rote Ducatis, und eine fährt eine grüne Ninja. Ein Frauen-Moppedclub aus Mailand. Also, lächeln und winken...und dann auf in die Berge! Bei Stresa geht ein winziges Strässchen (:)) Nach Arola, und von da aus weiter nach Biella. Also, Gas! Die Serpentinen sind uneinsichtig und die Strasse nicht viel breiter als ein Wirtschaftsweg. Von oben kommen uns manchmal Moppeds entgegen: Das kann schon mal eng werden. Der Italiener bevorzugt SSP's, wie der Franzose Rennräder. Die Ducatis, MV's, R1 und Fireblades gehen zwar gut, sind für diese engen Winkel aber doch suboptimal. Von hinten schliesst so eine Truppe auf, mit mächtig Gas auf den kurzen Geraden, ordentlichen Bremsmanövern und etwas Gewackel in den Kurven. Der Italiener nennt sie "Smanettoni", was man mit "Gasfreaks" übersetzen könnte. Da 25 Minuten Rennstrecke ungefähr 50 Euro kosten, geht's dann zum Knieschleifen auf Strassen zweiter Ordnung...aber SSP's sind nicht für Strassen zweiter Ordnung ausgelegt. Die sind nicht wirklich schneller als unsere Packesel. Trotzdem fahren wir gutmütig rechts 'ran. Schliesslich sind wir hier nur Gast...nur werden sie jetzt noch ein bisschen langsamer, weil die Radien sich noch mehr verengen. So sind wir in der blöden Situation, dass die SSP's innen fahren und wir aussen, nur dass wir ohne Anstrengung doch schneller sind als die...

Also halten wir an und rauchen uns eine, bis die Strasse wieder frei ist. Kurze Zeit später ist Stau. Jemand winkt uns an der Kolonne vorbei. Der Stau war von einer Ambulanz verursacht. Davor lag eine verbeulte grüne SSP, vielleicht eine Ninja, mit den Hufen in der Luft.

Und direkt dahinter eine geplättete Ducati, die langsam ihren rauchenden Tankinhalt auf die Strasse verteilte, bis das Benzin unter der Leitplanke ins Tal tropfte. Von den Fahrern keine Spur mehr....jedenfalls ein schockierendes Bild, was uns mahnt: Strassenverkehr ist keine Rennstrecke.

 

Nach vielen schönen Kilometern sind wir schliesslich im Aosta-Tal, haben schon eingekauft, und suchen nach einem geeigneten Platz um die Nacht zu verbringen. Wir fahren in ein Endtal, aber die Berghänge sind zu abrupt, da ist Essig mit Zelten. Egal: Dort hat nämlich gerade ein Rennen stattgefunden: Über 200 Ps starke Renault 5, gegen Eigenbauten. Das Fahrerlager ist noch da, der Sekt steht auf dem Tisch, und wir haben die Gelegenheit mit den Piloten zu reden: Besonders mit 2 Pilotinnen :). Die tragen jetzt nicht etwa Asbestanzüge, sonden knackige, hautenge Jeans und Sandalen mit hohen Absätzen. Cool, extrem cool. Ich lasse mir von Einer ein hübsches Fleckchen auf meiner Karte zeigen, hauche mein "Grazie" und die Erscheinung entschwebt mit wiegenden Hüften....

ein-eigenbau-fuers-bergrennenein-eigenbau-fuers-bergrennen praz-bei-aostepraz-bei-aoste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann das Übliche: Ausschwärmen, Platz suchen, Zelte aufbauen, Feuer machen, Grillen...diesmal an einem verlassenen Haus von 1915,

an einem zugewachsenen Waldweg 1 Km von der Strasse entfernt, mit Wasserfall. Keiner macht sich lang, das Gras ist trocken, und nach dem Essen sitzen wir wir noch bei Wein und Wasser und singen schwermütige Lieder. Einer erzählt etwas von der Blair Witch, und nachts in meinem kleinen Armeezelt denke ich an den Typ, der das Haus mal erbaut hat, wie er wohl gestorben ist, schlafe ein und träume von Skeletten, die irgendwie noch leben...

Der Weg zum Ziel: Zum HexenhausDer Weg zum Ziel: Zum Hexenhaus Zelt Aufbauen im einstigen VorgartenZelt Aufbauen im einstigen VorgartenGleich heisst es "zu Tisch!"Gleich heisst es "zu Tisch!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen ist der Spuk vorbei und wir trennen uns wieder. War zu kurz dieses Jahr. Ich fahre über den Forclaz und Chamonix

zurück. Die Gletscher rund um das Massif des Montblancs sind eine Augenweide und ein Blickfang. Hier mal das "Mer de Glace".

Die Bulldog, die doch mit ihren Ixil-Tüten heiser bellt, scheint nur ein dünnes Ameisenstimmchen zu haben, angesichts dieser Naturgewalten. Wer sind wir, die wir Jahr für Jahr die Pässe der europäischen Gebirge erklimmen? Ein bisschen Schall und Rauch,

schon bald vergessen. Trotzdem fahren wir immer wieder, solange wir noch einen Lenker halten können. Denn der Weg ist auch das Ziel.

 

Das "Eismeer" in ChamonixDas "Eismeer" in Chamonix

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31.12.2014 15:46    |    TDIBIKER    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: 2014 Zero SR, SR, Zero Motorcycles

Sind E-Bikes die Zukunft?

3 (8,1 %) Na klar! Je eher desto besser!
15 (40,5 %) Die haben eine Daseinsberechtigung
11 (29,7 %) Da fehlt noch die Infrastruktur
3 (8,1 %) Wenn's kein Benzin mehr gibt
5 (13,5 %) Haaau mir ab mit sowas...

Blasse Mutter Ruhr. Und das im Dezember. Der Tag wird zur Nacht, und die Nacht ist taghell erleuchtet. Untertage sowieso, übertage auch. Untertage tropft es, sobald die Pumpen im Bergwerk nicht mehr laufen. Übertage fällt der Regen ungehemmt auf das Kamener Kreuz. Und genau da befinde ich mich jetzt, mit meinem alten Transporter, dem alten 5 Zylinder Pumpe-Düse. Rechts meine Frau, hinter mir mein Wolfshund, der sich fragt, was er hier soll. Und der vermutlich seine sonnigen südfranzösischen Hügel vermisst, so schauerlich heult er manchmal.

Ich hingegen weiss, was ich hier soll. Es ist Heiligabend, aber es wird keine Weihnachtsgeschichte.

Es geht auf die A2, Abfahrt Castrop-Rauxel, zu MKM Motorrad. Da soll ich mal ein Elektro-Motorrad probefahren. Der Himmel ist um 10 Uhr immer noch so grau wie der Asphalt, und es giesst stetig und unaufhörlich, dazu ein steifer Nordwestwind. Anti-Moppedwetter.

« Was soll’s, wir sind ja nicht aus Zucker » fällt mir ein Spruch von damals ein, als ich noch ganzjährig das Ruhrgebiet unsicher machte.

Und « Viel Feind, viel Ehr’ ». Ich werde wohl noch mit ‘nem bisschen Wasser fertig, aber was ist mit dem E-Mopped ? kann das auch Wasser ab?

Kurzschluss, spontane Entladung der Batterie inklusive Grillparty mit dem Fahrer als Wurst ?

Genug Power hat die Batterie auf jeden Fall...

Man sieht, ich habe keine Kenne von E-Moppeds, und stehe der ganzen Sache dann doch eher skeptisch gegenüber.

Bei MKM ist’s dann warm und trocken.

 

Nur mit Glühwein auszuhalten?Nur mit Glühwein auszuhalten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine ganz Menge Moppedvolk steht da schon im geräumigen Laden und harrt der Dinge, die da kommen sollen. Links ist ein geiles kaltes Buffet aufgebaut, und rechts spielt eine Liveband. Der Inhaber scheut sich nicht, selbst in die Saiten zu greifen und sogar seine Stimmbänder zu bemühen, vom Feinsten. Fehlt bloss das Mopped, um das es ja ging.

 

Der Chef heizt einDer Chef heizt ein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

« Wie jetzt, Probefahren ? Motortalk ? ich weiss von nichts… » Na, das kann ja heiter werden.

Endlich schiebt er dann aber doch eine Zero RS mit holländischer Nummer in den strömenden Regen raus. Netter Typ. Ob ich denn ‘nen Helm hätte. « Nö ». Dann krieg’ ich glatt noch einen modernen Klapphelm verpasst.Ob ich überhaupt ‘nen Füherschein hätte, schon mal Mopped gefahren wäre ?

« Joa, so ab und an… » Na, dann wär ‘s ja gut.

« Aber Moment mal, wie funktioniert das jetzt ? » frage ich, und komme mir selbst ein bisschen dämlich dabei vor. »Schlüssel um und Ständer hoch, dann leuchtet so’n kleines grünes Symbol im Cockpit. Handbremse ist rechts oben und Fussbremse rechts unten… » Na super, wieder was gelernt... Tatsächlich ist die Zero RS so einfach wie ein Kinder-Laufrad. Leicht, handlich und passt perfekt . Keine Kupplung, keine Gangschaltung, einfach Gas und fäddich.

Wie ein Fisch im WasserWie ein Fisch im Wasser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich muss daran denken, wie wir die GS in Spanien getestet haben – im Flussbett vergraben und so.

Stelle mir gerade vor, ich fahre die ZEro in den Rhein-Herne Kanal, den Datteln-Hamm Kanal, oder in die Emscher - und mache da den Zitteraal.

Aber jetzt heisst es « GO ! ». Beim leichten Drehen des Gasgriffs spürt man, dass die Fuhre vorwärts will, also Visier runter, Füsse hoch, und ab geht’s ins leere, nasse Industriegebiet. Hahn voll auf !

Die 60 PS ziehen sahnig am gezahnten Riemen, und das Mopped geht ab wie Schmitts Katze. Völlig lautlos.

Dickes Drehmoment. Irres Gefühl. Schon zieht der Regen horizontale Schlieren übers Visier.

Gas weg vor der Kreuzung. Die Zero RS rollt unbeeindruckt weiter. Keine Motorbremse, nichts.

Also in die Eisen, die auch ohne ABS selbst im strömenden Regen beide gut verzögern, gut dosierbar,

Prima. Ich fahre die RS 12.5. Die neue 13.5 hat schon alle Helferlein. Als alter Hase brauche ich diesen Schnick-Schnack aber nicht. Links geht’s nach Recklinhausen, und da hat’s auch Kurven. Die RS legt sich spielerisch leicht, nicht zu doll wegen der Nässe, aber das Fahrwerk ist Top. Alles in allem fast zu einfach. Ich stelle sie wieder bei MKM auf den Hof, den extrem soliden Seitenständer ausgeklappt. Lew und Wolfgang sind auch schon da.

 

Die Zero soll, so wie sie da steht, 11.000 und ein paar Kosten. Die neue 13.5 ungefähr 15.000.

Dafür gibt’s ein E-Bike, das einfacher als ein Pedelec ist, bei jedem Wetter fährt und schneller als viele Motorräder ist. 150 Km Reichweite sollten ausreichend sein. Auf die Batterie gibt’s 5 Jahre Garantie. Also, man kann nichts schlechtes über die Zero sagen. Eigentlich ist alles Top...

 

 

Dann besichtige ich mal die tollen Moppeds, die bei MKM so rumstehen. Erster Blickfang ist die Münch Mammut TTS 4. Ist denn da noch mehr ? Jawoll ! Eins meiner Traumbikes, die Mondial Piega.

Dahinter steht eine MV, die nur in 11 Exemplaren gebaut wurde. Extrem umgebaute Harleys.

Getunte Uralt-Boxer mit Rennverkleidung. Eine R 1100 RT mit nur 40.000 Km für ‘nen Appel und ‘n Ei.

Neue Triumph’s mit dem 2.3 Liter-Block werden gerade probegefahren. Eine wunderhübsche 900 SS

wartet nur darauf, dass man ihre Stummellenker packt …und all diese motorisierten Männerphantasien sehen aus wie neu, wie aus dem Ei gepellt. Diese offenen Edelstahltüten, die Vergaser mit den offenen Ansaugtrichtern – besser geht’s nicht. Aber irgendwie überkommt mich jetzt so’n komisches Gefühl. Denn die Zero hat all diese Motorräder im Grunde zu Alteisen gemacht.

 

DAS ist ein MotorradDAS ist ein Motorrad Wuchtbrumme im SauwetterWuchtbrumme im Sauwetter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich muss an Dampfloks denken. An schmierige Heizer, die mit schwarzen Pfoten den Kessel mit Kohle füllen, um mit langen Abgasfahnen und Donnergetöse ein paar Km/h mehr rauszuholen.

Das waren wir, auf unseren Benzinhengsten. Mit schwarzen Klamotten und schwarzen Fingern Motoren zum Leben erwecken, ihr vibrierendes Herz spüren, und im Donnergrollen des Auspuffsounds zu immer mehr Speed angefeuert werden.

Bei der Zero ist das anders. Die tut, was sie soll, perfekt, ohne Gestank und Gezeter.

Leuchtsymbole, Ruhe, im 6 Uhrstau unserer Metropolen ein perfektes Werkzeug zum zur Arbeit fahren.

 

 

Ich verabschiede mich von Lew und Wolfgang und fahre im Bulli über die leere, nasse Autobahn zurück. Es läuft gerade « mixed emotions » von den Stones.

 

Zwei Tage später sitze ich bei Freunden. « Was hasse denn Heiligabend gemacht ? »

« Da war ich in Castrop-Rauxel, ein Elektro-Motorrad testen. »

« Für Dich ? » Ute lacht sich schief. »Jau ! In den Pyrenäen sind auch überall Steckdosen… »

Und Mattin, der immer nach 200 Km tanken muss, sagt : « Super. Dann bin ich ja endlich nicht mehr der Einzige, der allen Anderen den Schnitt versaut... »

Da weiss ich nix drauf zu erwidern. Ausser vielleicht, dass ich mir keine Zero kaufen werde.

Für Pendler sehr empfehlenswert, ist sie nichts für TDIBIKER. Noch nicht. Vielleicht, wenn die Pyrenäen einst mit Schnelladestationen übersät sind...

Na, denn Prost...Na, denn Prost...

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02.10.2013 18:37    |    TDIBIKER    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: SR125 XL350R CX500 XJ900 BT1100

Wieviel PS sollten es sein, um Spass zu haben?

 

 

 

 

 

 

Liebe Mit-Talker und Freundes des motorisierten Zweirades,

 

Lewellyn ist fast allen hier im Forum bekannt, als Kenner seltener Motorräder, Tourguide,

und Verwalter der Frequently Asked Questions. Er fährt eine BMW und bietet im Bikertreff Touren an.

 

Die 2014er MTBTT soll in die Pyrenäen führen, und um den wilden Südwesten Frankreichs zu erkunden (bislang waren die Seealpen sein Jagdgründe) hat er auf meine Einladung hin kurzerhand einen Flug gebucht. Ich wollte mit ihm mal meine Hausstrecken fahren, er hat das Quartier besichtigt und für gut befunden.

 

Aber der eigentliche Reiz des Aufenthaltes sollte im "Entschleunigen" liegen.

Denn wenn man ständig um die 100 Pferde in der Hand hat, und diese auch ausnutzt, kann man sich meist zwar an die Beschaffenheit des Asphaltes (oder Schotters:D), die Verkehrsdichte, die Menge und Qualität der Kurven erinnern, aber die grandiose Landschaft und viele nette Details bleiben einfach auf der Strecke.

Zudem waren da praktische Gründe:

Es wartet bei meinen drei "Dicken" die XJ 900 auf ihre Wiederauferstehung, die CX 500 auf ihre Versicherungsplakette, und nur die 1100er Bulldog war tourenfit. Es blieben also zur Auswahl, zum gemeinsamen Touren:

 

SR 125

XL 350 R

BT 1100

 

Salat, Schaf, und Wolf Mops. Immerhin eine total disparate Besetzung. Kann man mit diesen so völlig verschiedenen Untersätzen zusammen fahren und Spass haben?

 

Zunächst haben wir Salat und Schaf bemüht. Lewellyn hat sofort Spass an der 125er gefunden, auch wenn sie unter diesem ausgewachsenen Mannsbild doch etwas filigran wirkte:D:D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die SR und die treue 350er haben uns bei gutem Wetter ins Segala geführt: Die Aveyronschlucht, die Viaurschlucht,

Rocher des Anglars, das Château de Thuriès, das Ferroduc und Viaduc de Tanus...

 

Am nächsten Tag hatte ich dann ein Einsehen, Lew durfte den Mops fahren. Da musste ich mit der 350er schon ganz schön kämpfen, in den Kurven bei Najac, damit er im Rückspiegel kleiner wurde er sich nicht zu sehr langweilte:D.

Da wurde sie mal ein bisschen gedreht und verbrauchte ein wenig mehr als normal...

 

Lew meinte, der Mops wäre ein bisschen schwammig: Da fehlen vorn 0,3 Bar...und recht hatte er!

Am höchsten Punkt des Massifs (512 M) tat die XLR dann keinen Muckser mehr...kein Benzin mehr...

und natürlich keine Tanke weit und breit. Nur der Wind heult über die einsamen Hügel...

 

Wir haben dann die XLR zu einem sicheren Ort geschoben und gerollt, und dann habe ich den Mops genommen, und Lew hintendrauf! Satte 220 Kg Lebendgewicht in Socken steckt die Bulldog locker weg. Nach 2 Km goss es allerdings in Strömen....hatte zum Glück eine 2-Teilerkombi auf dem Mopps.

Lew kriegte die Hose-ich die Jacke :)

 

Danach war Basteltag:

-Die XLR mit dem T4 abholen und auftanken. dabei stellte ich fest: kein Öl mehr drin...hat wohl nicht nur Sprit, sondern auch ein wenig mehr Öl genommen als normal. Ein Liter 10W40, und sie ist wieder auf Minimum :). Erfahrene Biker sagen: Lieber etwas zu wenig, als viel zu viel :)...

 

-Die CX wieder zum laufen bringen:Luft drauf, Auftanken, Öl, Batterie ausbauen, destilliertes Wasser drauf, abschmieren...20 Meter schieben, Berg runter rollen WWWRRRUUMMM! Geiler 80er Jahre Sound

aus den kurzen Töpfen. Naja, ab und an mal eine Fehlzündung...

 

-Danach hat Lew mal das Quad ausprobiert.

 

Am nächsten Tag musste ich (etwas) arbeiten. Lew bat sich die SR aus. Die ist Klasse für das Motorradwandern auf den weissen Strecken. Als ich nachmittags, von der Arbeit kommend, die steile

Strecke am Steinbruch hochfuhr, kam mir ein grüner Blitz entgegen! Ich hatte kaum Zeit, mit der Lichthupe zu grüssen, da war er auch schon wieder hinter der nächsten Kehre verschwunden, der Lew! 125er mögen langsam sein, wenn's Berg rauf geht...Berg runter geht die Lutzie ab, wenn man sich traut!

 

Abends hat Claire wieder für uns gekocht, und wir haben uns mit Rosé unter die Milchstrasse gesetzt

und Podcasts über schwarze Löcher gehört, während wir Sternschnuppen vorbeiziehen sahen.

Ein helles Aufglühen, und wieder Nacht und Zikaden.

 

So, nu issser wieder in Deutschland, ich sitze hier immer noch im MT- T-shirt und freue mich an den deutschen Moppedzeitungen, die er mir mitgebracht hat. Endlich wieder Lektüre aus dem Lande des Motorrades! Und fand die drei Tage wirklich toll. Es geht nichts über das Fahren mit routinierten, guten Leuten. Und Lew ist sicher einer der Besten! Nochmal, Danke Lew.


02.09.2013 16:24    |    TDIBIKER    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 1100 Bulldog Spanien

Ende August, das Wetter hier in Süd-Frankreich ist herrlich. Die Brombeeren sind reif, die Sonne

steht am blauen Himmel, September geht die Arbeit los, aber jetzt ist noch August...

 

Abends stehen dann die Sterne am Himmel, die ganze Milchstrasse, es ist schon 22 Uhr...

Da ruft mich ein ein alter Kumpel an, André, ein bekannter Name in der hiesigen Motorradszene.

Er und sein Bruder René sind die "Guzzi-Brüder".

Ob ich nicht kurz nach Spanien herüberwollte,

Christophe hätte ihn überredet, angesichts des guten Wetters und seiner neuen GS. Drei Tage, in unserem alten Hotel..."Du weisst schon ;) *zwinker*."

"Wann get's los?"

"Morgen früh...."

"Spinnst Du?"

"Kommst Du?"

"OK"

 

10 Uhr soll's losgehen, ich fahre diesmal ohne Gepäck, nur mit Werkzeug, Regenklamotten (es soll ja schön bleiben) und Wasserflasche.

 

Ein Mann, ein MoppedEin Mann, ein Mopped

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine Wechselsachen, nix, drei Tage kann man wohl im eigenen Saft schmoren, zumal es genug Tümpel auf dem weg gibt, und das Hotel hat auch 2 Swimming-pools.

OK. Wenn die Guzzi Brüder 10 Uhr sagen, bedeutet das meistens: "Trink noch einen Kaffee, ich muss nur eben schnell die Ventile einstellen:D" Aber diesmal ist wirklich nur schnell Öl nachkippen angesagt.

 

Denn Christophe steht schon mit seiner GSA 1200 ( GS 1150 ) full Options auf'm Hof. Seine Tochter hinten drauf. Inklusive Schminkköfferchen. Christophe ist alter Endurist und Grobstoller-freak, seine Waffe ist

normalerweise die KTM 450. Deshalb hat seine GS auch Speiche und grobe Stollen, alles nur vom Feinsten. Dann brummt auch ein Flat-Four und gesellt sich zu uns. Aus unerfindlichen hat René die 1100 Goldwing vom Seitenwagen geschraubt und die 1000 SP zuhause gelassen. Nu, denn.

André's 850er Le Mans III erwacht zum Leben, seine Frau klettert hinten drauf, und es geht über Landstrasse die 200 Km zu den Pyrenäen und der spanischen Grenze.

 

 

 

Le Mans vor der GrenzeLe Mans vor der Grenze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren "Old-school" d.h. etwas über der erlaubten Geschwindigkeit...;) Die GS ist hinten.

An der Tanke trödel ich ein bisschen, die anderen sind schon weg, da geb' ich Gas und von weitem sehe ich die GS Koffer. Ich klemm mich dahinter und muss sagen: Prima Windschatten!

Wo ich doch mit Jethelm und Hochlenker fahre.

 

 

guter Windschattenguter Windschatten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann geht's die Pyrenäen hoch, die GS ist hinten.

Dann geht's die Pyrenäen runter, die GS ist hinten.

Endlich hört die Strasse auf, und wir fahren Piste. Die GS ist vorn! Und zieht eine 15 Meter hohe

und 100 Meter lange Wand aus Staub und kleinen Steinen hinter sich her. Wir nehmen alle Gas

weg *hüstel, Spotz" und fahren ohne Sicht weiter, immer der Wolke nach.

Nach 8 Km wird der Schotter tiefer, vorn hat sich die Wolke gelegt.

René jammert über seinen "frisch gereinigten Luftfilter":D

Wir suchen einen Pfuhl, um uns den Staub aus den Ohren zu waschen.

Die GS übertreibt dabei ein bisschen...

 

Wer sich eine Grube gräbtWer sich eine Grube gräbt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

gestrandeter Walgestrandeter Wal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wieder flottwieder flott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis zu den Köfferchen eingegraben, versucht Christphe sie freizuschaufeln.

Der Vorteil ist, er hat sogar Badehose und Sandalen in den Koffern, was die Arbeit angenehmer gestaltet.

Zum Glück ist die Besatzung von Goldwing und Bulldog da, um ihm aus der Patsche zu helfen.

Die Besatzung der Le Mans hat schon ein Wasserloch aufgetan und suhlt sich in der Brühe, während wir noch Hand anlagen.

 

Erfrischung nach dem StaubErfrischung nach dem Staub

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Guzzi Le Mans mit Stummeln und Sozia im Gelände zu fahren, ist nicht jedermanns Sache.

Für André die leichteste Übung.

Abends im Hotel versorgen wir zuerst unsere braven Hengste.

 

Unser vierblättriges KleeblattUnser vierblättriges Kleeblatt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Le Mans wirft ordentlich Öl vom Hinterradgetriebe auf die schmalen Reifen.

André zuckt die Achseln. Solange noch was drin ist...:cool:

Dann vergnügen wir uns mit Cana Lemon und Sangria, nach dem Essen mit Cuba libre... Fortsetzung folgt.

 

AbendstimmungAbendstimmung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz Cuba libre fällt das Aufstehen leicht, denn wir befinden uns in einer der schönsten Gegenden

Europas. Ich will jetzt nicht über die Geologie reden, die springt Jedem direkt ins Auge. Schliesslich befindet sich ebendort der geologische Nationalpark der Pyrenäen. Die Berge, wie blaue Elefanten am Horizont. Die Schluchten und Canyons mit ihren Wasserfällen...einfach unbeschreiblich. Ich habe meine Zelte schon an vielen Orten aufgeschlagen, aber die Sierra de Guara ist einfach magisch.

Magie de la GuaraMagie de la Guara

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bulldog hat ihr Öl noch über Minimum, Die GS wurde im Bach gesäubert. Die brave GL 1100, mit ihrer selbstgebauten Gabelversteifung, die jedem deutschen TüV-Prüfer die Haare zu Berge stehen lassen würde, macht mahlende Geräusche im 5ten Gang. René beschliesst, im 4ten zu fahren. Die Le Mans hat auch Morgens noch Öl im Hinerradgetriebe. André vermutet, dass da Getriebeöl über den Kardantunnel in die Kegelräder sifft und über die Entlüftung herausgedrückt wird. Er muss es wissen, er kennt die Maschine wie seine Westentasche.

 

Wir halten in einem Ort, mit seiner Festung aus dem 9. Jahrhundert nach Christus, die von Arabern erbaut wurde. Dort bleiben stolze alte Spanier vor der Le Mans stehen, stellen Fragen, wollen sie gar kaufen...Dazu muss man wissen, dass diese Maschine in Spanien unter Franco der Traum einer ganzen Generation war. Damals gab es kaum schwere sportliche Maschinen in Spanien, die damaligen Motorradfans mussten mit Sanglas vorlieb nehmen. Aber auf der Rennstrecke von Montjuic, in Barcelona, kamen sie mit den schnellen Guzzis, MV's, Tritons und Dresdas in direkten Kontakt. Damals wurde an der Rennstrecke gezeltet, Es gab keine Trennung zwischen Paddock und Publikum, alle waren gleich begeistert, und jeder Abend endete in einer Mega-Fiesta, zwischen Sangria, Joints, kulturellem und genetischem Austausch:)

Brücke zwischen den KulturenBrücke zwischen den Kulturen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jungen bleiben eher vor der elefanthaften GS stehen und bewundern die Zusatzscheinwerfer,

wie Brillianten für eine dicke Diva (400 Euro/Stück), das Mäusekino, die Koffer...

Vor meiner Bulldog bleibt fast niemand stehen...da zweifelt man doch am Verstand dieser Spanier! :rolleyes::D, zumal Renés Eigenbau-GL auch nicht bewundert wird.

 

Als Ausblick mochte ich folgendes sagen: Solange das Motorrad Eigeninitiative erlaubt, sei es technisch, sei es fahrtechnisch, solange man improvisieren und selbermachen kann, ist es nicht tot.

Es ist ein formidables Mittel des Brückenschlags zwischen Kulturen, zwischen Generationen, ein Gerät des Kennelernens, des Austausches. Lasst uns weiter Hügel erklimmen, Flüsse durchqueren, selbst

die angemessene Geschwindigkeit bestimmen ;), an den Dingern basteln und mit anderen Benzingespräche führen. Die junge Generation ist schon in den Startlöchern, Gott sei Dank. Amen und aus.

Der Nachwuchs fährt schon mitDer Nachwuchs fährt schon mit


24.05.2013 13:31    |    TDIBIKER    |    Kommentare (5)

Am Pas de Peyrol, 1600 mAm Pas de Peyrol, 1600 m

 

 

 

 

 

Pfingsten, 2013. Die Jungs kommen extra aus Deutschland, um mit mir zu fahren. Normalerweise komme ich nach Deutschland. Diesmal kommt der Berg zum Propheten, wie man so schön sagt. Aber ich will ihnen schon entgegenfahren, das ist klar. Ein Blick aus dem Fenster: Eine gewaltige Cu-Nimb löst die nächste ab, dazwischen mal ein Blaues Loch, dazu giesst es wie aus Eimern. Extreme Windböen, Aufwinde, Fallwinde und 12 Grad Mittags. Ist das jetzt die globale Erwärmung, oder schon der Beginn der nächsten Eiszeit? Sowas kennt der Südfranzose nur aus "the day after". Ein Blick auf das Regenradar - gleich kommt's noch dicker. Also schnell auf den Bock und los. Die Anderen zelten irgendwo zwischen Dijon und Besançon, ich fahre erstmal in die grobe Richtung Clermont-Ferrand. Schön auf Nebenstrecken. Nach einer Stunde ist die Kombi durch, und meine 15 Jahre alte "Held Strada" beginnt sich vollzusaugen. Gut, dass die Papiere und alles, was einen Micro-Chip besitzt, in Gefrierbeuteln wasserdicht verpackt sind. In Aurillac traue ich meinen Augen nicht. Das ist kein Regen mehr - es schneit! Dabei fahre ich unten im Tal, auf der grossen roten Landstrasse! Zum Glück dann ein Tunnel.

Am Ausgang ist Schneesturm, mit Sichtweiten unter 10 Metern. Ich fahre flugs in den nur für Personal bestimmten Servicebereich und warte den Schauer ab, zittere mich warm. Zum Glück bleib's nicht liegen.

Dann kommt sogar ein Wolkenloch - und weiter geht's, diesmal mit Spass. Der Metzeler Roadtec Z6, sehr langlebig, rutscht ein bisschen, gerade wenn's nass ist, bleibt dabei aber gutmütig. So mag ich das. Ich treffe meine lieben langjährigen Freunde und Fahrtgenossen in Roanne, und wir übernachten im goldenen Adler in Thiers: Recht empfehlenswert, mit einer grossen Garage für die Moppeds und einem netten, wenn auch geschäftstüchtigen Aubergisten. Vor allen Dingen ist gut geheizt!

Am nächsten Morgen ist trocken, wir überqueren die A 75 auf Nebenstrecken und sind dann im Nationalpark der Vulkane der Auvergne. Da fehlen eigentlich die engen Kurven und Spitzkehren, weil die etwa 12000 Jahre alten Asche- und Lavaschichten nur ein sanftes Relief bilden. Aber danach, bei Besse, Superbesse und so weiter, geht's dann richtig zur Sache. Bis es wieder regnet...Im Cantal, im Aubrac, glotzen uns die zotteligen Hochlandkühe an. Moppedfahrer - bei dem Wetter? Aber es passt schon. Gerade wenn man sich ein warmes Aligot mit etwas Schweinernem gönnt. Das wärmt von innen. Bei Puy Mary sind die Cols geschlossen - zuviel Schnee. Wir fahren auf der sehr schönen "Route des Crêtes" nach Süden...

 

Viaduc de Millau (Höhe 345m)Viaduc de Millau (Höhe 345m)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

dann kommt der Sonnentag, den wir uns verdient haben. Und genau an der richtigen Stelle. In den Gorges du Tarn. Wie immer einfach wunderschön, und ein Paradies für Moppedfahrer. Wir zelten oben auf dem Plateau, finden halbwegs trockenes Holz, und grillen. Bei knapp 1000 Höhenmetern friert das Wasser in den Tassen nur nicht, wenn man viel Pastis als Frostschutz zugibt. So etwas hat der Südfranzose noch nicht erlebt. Oder vielleicht sehr viel früher, als der Cro Magnon auf den Neandertaler traf...:)

 

Z 750 Twin, seit 1978 dabeiZ 750 Twin, seit 1978 dabei


13.10.2012 21:13    |    TDIBIKER    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 1100 Bulldog, BT, Yamaha

Weltkriegsloks und JapanbikesWeltkriegsloks und Japanbikes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anders als Afrika, ist Europa ein Kontinent für Hektiker. Mit einer 125er ist da nicht viel zu machen.

Höher, schneller, weiter. Was die Moppeds angeht: teurer, stärker, dicker. Besonders mit meinen deutschen Bros&Sis geht es immer richtig zur Sache. Jedes Jahr fahren wir eine gute Woche zusammen. In dieser einen Woche fahren wir aber mehr als manch Einer im ganzen Jahr.

Bis zu 5000 Km, bis zu 8 Länder....

Und zwar seit mittlerweile 30 Jahren. Das läuft immer auf dieselbe Art und Weise ab. Der erste Tag ist Anfahrt. Meist treffen wir uns irgendwo in Deutschland. Für mich sind das gut 1350 Km...

Anreise ist einfach auf den Bock klemmen und los, so schnell und wenig ermüdend wie es gerade geht.

Also Autobahn oder gerade, schnelle, bereite Strasse. Nach 500 Km geht das los mit den Schmerzen.

Dann sind es nur noch 850 Km:)

 

Ein LastkraftradEin Lastkraftrad

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haben wir uns erstmal wiedergefunden, geherzt und geküsst, und auf unser Wiedersehen

ordentlich angestossen, geht es dann am nächsten Morgen los. Wohin? Dahin wo die Sonne scheint und Kurven warten, sich klare Flüsse, Wälder und Wiesen zum Lagern anbieten...

In's Gebirge. Und jetzt nicht etwa via Autobahn, sondern je kleiner die Landstrasse, je schmaler der Pfad, desto besser. Denn nur da kann der diesjährige "Spitzkehrenkönig" ausgefahren werden.

Gegen 6 Uhr wird dann eingekauft, und mit den von Wein und Bier beschwerten Lastkrafträdern

nur so weit gefahren, bis wir einen guten Lagerplatz finden. Dann gibt es in der Abenddämmerung

meist noch eine kleine Enduroeinlage mit unseren 300 Kg Moppeds, die auch immer für viel Spass sorgt, besonders bei denen, die schon mit der Büchse Bier und der Kamera in der Hand auf den fatalen Fehler des Kameraden warten:cool:

Das weitere Programm des Abends: Zeltaufbauen, Feuerchen, grillen, Mucke machen, singen, (Zeltaufbauen:cool:)....

abendliche Rastabendliche Rast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist ein Bach oder Fluss in der Nähe, umso besser. Dann gibt es auch eine richtige Morgenhygiene.

Morgenstund hat Fluss im Bund
gegen Schnaps und Rauch im Mund :DMorgenstund hat Fluss im Bund gegen Schnaps und Rauch im Mund :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber das eigentliche Spannende passiert dann. Faahhnn...Pässe fahren im Hochgebirge.

Der Manghen PassDer Manghen PassGut für Gänsehäute: die EdelweisspitzeGut für Gänsehäute: die Edelweisspitze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Foto, das nie klapptDas Foto, das nie klapptMit jedem Tag verwilderter...Mit jedem Tag verwilderter...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach all diesen Kilometern, Entbehrungen, Gefahren und Völlereien

hat man sich dann auch ein wenig Entspannung verdient. Man gönnt sich ja sonst nix;);)

 

High-Life in IstrienHigh-Life in Istrien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hoffe diese Bilder haben euch Lust gemacht auf unsere Art des Motorradreisens. Liebe Grüsse und bis demnächst in den Alpen oder Pyrenäen, TDiBiker


11.10.2012 15:51    |    TDIBIKER    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 125, SR, Yamaha

caminandocaminando

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A.D. 2011

Liebe Biker,

 

Eines Tages im Jahre 1996 wollte meine Frau, die begeistert hinten drauf mitfährt, eine eigene Maschine.

Sie durfte nur 125er fahren. So kam es, dass wir beim selben Yamaha Händler, bei dem ich zwei Jahre zuvor eine fast neue XJ 900 erstanden hatte, eine ganz neue grüne SR 125 kauften.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen - die SR hatte einen lauen Lenz in ihrer Garage. Nur sehr selten

durfte sie mal ein wenig Frischluft schnuppern.

 

Bis ich eines Tages mit meinem guten Freund JJ sprach. Der hat Familie in Marokko.

Sein Schwiegersohn, der Hamid, ist ein Berber aus der dortigen Steppe. Ein Wort gab das andere,

und so beschlossen wir, mit dem Motorrad dorthin zu fahren. Das Problem war:

JJ hat nur eine Kymco 125. Trotzdem ist er ein echter Biker im Herzen und Gründungsmitglied

unseres Moto Clubs. Da erinnerte ich mich der schnuckeligen kleinen Yamaha meiner Frau.

Jau, wir würden gemeinsam zu den Berbern fahren, mit Kymco und Yamaha!

 

Allerdings hatte ich einige Bedenken. Würde das kleine Maschinchen meine 110 Kg

plus Gepäck so weit, auf einen anderen Kontinent, tragen?

 

Hamid auf meiner MaschineHamid auf meiner Maschine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser MC, Der Bürgermeister, und das ganze Dorf gaben uns eine rauschende Abschiedsparty.

 

Der Bürgermeister mit den bros&sisDer Bürgermeister mit den bros&sis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen regnete es in Strömen. Während die anderen ihren Rausch ausschliefen,

machten JJ und ich uns auf. Gen Süden, immer gen Süden! Doch da standen uns als natürliche Barriere

zunächst einmall die Pyrenäen im Weg. Auf einer 125 wird man genauso nass wie auf einer grossen Maschine! Und kalt ist es auch, selbst wenn man z. T. nur mit 40 Km/h die Bergflanken hinaufkriecht...

 

Wenn man den Pyrenäen- Hauptkamm überquert, wird normalerweise das Wetter schlagartig besser.

Diesmal nicht! Es regnete nur umso heftiger.

Völlig durchnässt nach 6 Stunden fahren machten wir Pause in einem spanischen Busunterstand.

Da warf uns eine plötzlich Windböe beide Mopeds um! JJ brach es einen Blinker ab, und mir den Kupplungshebel. Zum Glück konnte ich mit dem Stumpf noch kuppeln. Das fing schon gut an.

 

Spazierfahrt ist andersSpazierfahrt ist andersMad Maxes GarageMad Maxes Garage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Albaloa de Cinca kamen wir bei der charmanten Maria Eugenia unter, und konnten unsere

nassen Klamotten gegen Feuchte tauschen. Es wurde Ostersonntag. Um 5 Uhr morgens ging es los

mit Kirchenglocken und Singen. Wir haben uns dann schnell auf die Moppeds geschwungen und

sind mit der aufgehenden Sonne losgefahren. Gen Süden, immer gen Süden! Von der Calle auf die Pista. Immer schön auf Nebenstrecken. Wenn man so gemütlich durch Zentralspanien tuckert, mit einem Durchschnitt von 60 Km/h, sieht man viele verlassene Fincas, verlassene Pueblos,

kilometerlange Brandschäden, und einmal sogar - ein verlassenes Kraftwerk!

Das hätte Prima als Fimkulisse für eine Postapokalypse getaugt: Als Garage für den Challenger

von Mad Max, immer auf der Suche nach Benzin. Wir haben das Problem nicht:

Meine SR braucht 3 Liter auf 100 Km, hat also eine Reichweite von gut 300 Km. Die Kymco

schafft dank ihres grösseren Tanks sogar 400.

 

Am dritten Tag, in den andalusischen Olivenhainen, brach mein Kupplungshebel ganz.

Ich bin dann ohne Kupplung in die nächste Stadt gefahren, wo ich einen Husquvarna

Hebel in einem Landmaschinenshop aufgetrieb. Den haben wir solange mit dem Leatherman

bearbeitet (Säge und Nagelfeile), bis er einigermassen passte.

 

Und wer war Schuld? Las Brujas de la Guara...Und wer war Schuld? Las Brujas de la Guara...Dort, hinter den paar Millionen Olivenbäumchen, muss Afrika liegen...Dort, hinter den paar Millionen Olivenbäumchen, muss Afrika liegen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Witzig: In Andalusien bestand unser Frühstück ausser dem obligatorischen Olivenöl auf Brot,

nur aus Schweinereien mit mehr oder weniger Chilis und Pepperonis:

Während es auf der anderen Seite des Mittelmeeres gar nix schweinernes mehr gibt: Ist alles Hallal....

Das ist die Schweinegrenze an Europas Südseite.

Unser Frühstück in Andalusia.
100% Schwein.Unser Frühstück in Andalusia. 100% Schwein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann endlich Malaga, die Küste, Gibraltar und die Fähre!

Die Überfahrt nach Ceuta dauert ungefähr 45 Minuten.

 

MalagaMalagaNoch in Spanien: Was man so braucht: Wasser, Kippen, Bier...Noch in Spanien: Was man so braucht: Wasser, Kippen, Bier...GibraltarGibraltarDie Säulen des Herakles: Die Meerenge zwischen Europa und Afrika ist eine der meistbefahrenen Schiffsrouten überhaupt...Die Säulen des Herakles: Die Meerenge zwischen Europa und Afrika ist eine der meistbefahrenen Schiffsrouten überhaupt...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ceuta ist eine spanische Enklave auf dem schwarzen Kontinent.

Am Zoll nach Marokko wimmelt es dann von selbsternannten Helferlein, die Dir deine Fahrzeugpapiere abnehmen wollen, um Dir gegen ein kleines Bakschisch die Formaltäten zu erleichtern. Denn die Frau des Zollbeamten ist eine Nichte zweiten Grades ihres Vetters.

Sonst würde es stundenlang dauern...Aber mit oder ohne Hilfe - lang ist es immer.

Marokko ist ein Königreich, und Mohammed der sechste seines Namens hat alles im Griff.

In jedem Bui-Bui hängt sein Foto...das ist Pflicht.

 

Manche Hauptstrassen sind asphaltiert und richtig gut zu fahren. Nur manchmal, vor Brücken,

merkt man das man nicht in Europa ist. Da wird als "sleeping policeman" einfach ein Haufen Erde auf die Strasse gekippt. Das hält dann bis zum nächsten Regen.

Ah ja. Wenn es regnet, dann regnet es. Und manche Hauptstrassen sehen dann nicht mehr

wie eine Hauptstrasse aus. Sondern wie eine Tapirsuhle:D

 

Auf dem Weg zu Hamid's Familie. Der kleine schwarze Punkt ist ein Mopped :DAuf dem Weg zu Hamid's Familie. Der kleine schwarze Punkt ist ein Mopped :DDie Hauptstrasse von Mekhnes nach FesDie Hauptstrasse von Mekhnes nach Fes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den Restos hat man die Wahl zwischen Coca, Kawa oder Athei. Der exzellente Pfefferminztee

ist immer vorzuziehen. Wein trinken in der Öffentlichkeit ist verboten. Ich habe es einmal geschafft,

in einem Motel nach westlichem Vorbild, eine Flasche Wein zu bestellen. Das geht so: Du bestellst

eine Cola, und der Kellner bringt Dir versteckt eine offene Flasche Wein, die Du dann unter den Tisch stellen musst. Heimlich giesst Du Dir dann das Colaglas mit Rotwein voll...

Ich nehme an, das sich diese Regeln in den Badeorten an der Küste sehr gelockert haben. Im Inland sind Sie gültig!

Das Essen ist gut und reichlich. Kouskous, Tadjin, Kefta...nur sollte man immer eine volle Packung Smecta dabei haben. Die afrikanischen E-Colis haben leichtes Spiel mit verzärtelten europäischen Därmen.:D

 

Ein Bui-Bui an der StrasseEin Bui-Bui an der StrasseIm Hotel. König Mohammed VI ist allgegenwärtig. Auf dem Bild, natürlich.Im Hotel. König Mohammed VI ist allgegenwärtig. Auf dem Bild, natürlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Hauptstrassse ging es über Nebenstrecken zu unseren Berbern. Diese sind befahrbar wenn es trocken ist, auch mit Strassenmoppeds. Nach dem Regen kommt selbst eine Vollenduro nicht durch, weil der Tonboden die Räder blockiert.

Da geht der Lehm bis zu den Achsen. Das beste und einzige Verkehrsmittel ist der Esel.

Um zu den Weidegründen von JJ's Familie zu kommen, müssen wir 5 Kilometer auf dieser Art Piste fahren.

Da wurde erstmal ein Schaf für uns geschlachtet, und wir mussten essen, bis wir fast platzten. Wobei der Familienvorstand

uns immer die besten Stücke mit der Hand auf den Teller legte. Immer mit einem freundlichen Nicken und dem Wort: "Kull" (iss).

Wir konnten "Baraka" oder "ssaffi" (genug!) sagen, so viel wir wollten ;)

 

Bei den Schafshirten auf dem Lande macht der Islam durchaus Sinn, wie die christliche Religion

im 19. Jahrhundert in Europa. Wenn man Schafe hütet, bringen die 5 Gebete einen gewissen Rhytmus in den Tag, ein bisschen sprituellen Überbau, in ein ansonsten recht monotones Leben.

Nahrung produzieren, essen, beten...manchmal in die Stadt reiten, manchmal besuchen und besucht werden, manchmal dem Ruf des Muezzin folgen und in die Moschee gehen, und anschliessend auf den Sukh, kaufen was man nicht selbst produzieren kann und verkaufen was man produziert hat....der Islam hat dieselbe Rolle wie damals die Kirche bei uns.

 

Da musste glatt ein Schaf für uns dran glauben...an was auch immer...Da musste glatt ein Schaf für uns dran glauben...an was auch immer...Dies ist unser Frühstück bei Hamids Familie. Alles selbst gebacken und erzeugt.
Als rührende Aufmerksamkeit ist einer extra in die Stadt geritten: Um den Schmierkäse zu besorgen. Da mussten wir den natürlich auch essen....Dies ist unser Frühstück bei Hamids Familie. Alles selbst gebacken und erzeugt. Als rührende Aufmerksamkeit ist einer extra in die Stadt geritten: Um den Schmierkäse zu besorgen. Da mussten wir den natürlich auch essen....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten in Mekhnes geschäftlich zu tun, und haben natürlich die Gelegenheit genutzt, für die Familie einzukaufen. Auf dem Sukh, wo lokale Erzeugnisse feilgeboten werden.

 

Auf dem SukhAuf dem Sukhdie Kymco Trike Owners Group :)die Kymco Trike Owners Group :)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie es weitergeht, ist persönlich, und auch ein bisschen politisch, und gehört nicht hierhin.

Nur soviel, dass wir nach 16 Tagen und 3800 Km ohne nennenswerte Panne wieder in unser kleines gallisches Dorf zurückgefunden haben. Das wurde dann wieder eine Mega-Fiesta, bis in den frühen Morgen!:p:p:p:p:p:p

Das kleine gallische DorfDas kleine gallische Dorf

 

 

 

wüste Landschaften...wüste Landschaften...

 

 

 

Spass muss seinSpass muss sein eine Rasteine Rast bei den Berbern: Liebe, gastfreundliche Menschen.bei den Berbern: Liebe, gastfreundliche Menschen. mach' das mal mit der Pan Euro...mach' das mal mit der Pan Euro...


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