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Europa und Nordafrika auf zwei Rädern.

04.09.2017 17:23    |    TDIBIKER    |    Kommentare (46)    |   Stichworte: 1100 Bulldog, BT, Yamaha

Die Bulldog in schwarz/rotDie Bulldog in schwarz/rotSo begann es...aus der Presse, anno 2001: "Der neue 1100er-Big Twin 1100 mit Namen Bulldog ist eine europäische Züchtung. Entworfen wurde die Maschine im italienischen Yamaha-Werk nahe Mailand, und da rollt sie auch vom Band.

Oliver Grill, Produktplaner der Yamaha Europazentrale in Amsterdam, sieht seinen Traum endlich verwirklicht: "Ich konnte mich nie von meiner TR 1 Baujahr 1982 trennen. Damals galt die Maschine als echtes Multitalent, und ich habe den Punch, das satte Drehmoment und den tollen Sound immer gemocht. Die Bulldog übertrifft die TR 1 selbstverständlich in allen Belangen und kommt meinem entspannten Fahrstil sehr entgegen. Der überarbeitete V-Twin aus der XV 1100 Drag Star stellt den idealen Antrieb dar, um auf der Drehmomentkurve zu surfen, denn er liefert beeindruckend viel Dampf und Durchzug. Die Maschine deckt ein breites Einsatzspektrum ab und eignet sich für den sportlichen Ritt über kurvige Landstraßen ebenso wie für die ausgedehnte Tour. Im Gegensatz zu anderen Allroundern kommt auf der Bulldog niemals Langeweile auf, und selbst Pärchen werden den Beifahrerkomfort zu schätzen wissen......."

 

WINTER 2005/6

 

"Die "Turbine", XJ 900 4 BB, hatte mich viele Tausend Km durch die verschiedensten Länder Europas getragen. Vor der Jahrtausendwende gab es noch keine automatischen Blitzer, und abseits der Metropolen kaum Kontrollen. Da konnte man mit sehr hohen Geschwindigkeiten cruisen, und dafür war die XJ 900 das perfekte Gerät. Bei 90 KM/h, in der Welt der totalen Überwachung, machte sie keinen Spass. Einschläfernd fast, ihr Summen bei niedriger Drehzahl, ruhig gleitend, "Gas auf" in den Kehren ging zwar, aber da wurde aus dem Summen nur gaaanz laaangsam ein Crescendo, ausser wenn es gleich zwei Gänge runter ging. Bei legalen Geschwindigkeiten war sie, nun , langweilig.

 

Ich begann also zu träumen...von einem bollernden, urigen Zweizylinder, der brüllt wie ein Stier, antritt wie ein Bulle, der eine Dogge an den Fersen hat. Hahn auf, und da schüttelt es, rüttelt es, und ab geht die Post. Ordentlich Bodenfreiheit, vernünftige Bremsen und Kardan wäre auch nicht schlecht...das beste aus 4 Welten eben: Japanische Zuverlässigkeit, amerikanisches Grollen, deutsche Bequemlichkeit, italienisches Design...aber das gibt es ja nirgends, oder?

 

Und dann musste ich mal zu Yamaha, neue Reibscheiben für die XJ kaufen, und da stand sie:

 

Die BT 1100 Bulldog

Ein Blick in den Katalog:

Fetter Zweizylinder, 1063 ccm,

nur 65 PS ABER bei nur ca. 6000 U/min

nur 8,8 M/Kg bei 4500 U/min, ABER ab praktisch 2000 U/min vorhanden: Die Zahlen hauen einen nicht um, aber das Feeling ist gut: Ein Traktor, ein Trecker, wie der von Lanz! :D

Luftgekühlt (noch nicht mal ein Ölkühler), Zweiventiler, und von zwei 37 mm Vergasern gespeist -

oldschool wie man es liebt. Und genauso muss das auch sein, wenn man diesen Poum-Poum-Charakter will. Ein Einlass-, ein Ausslassventil pro Zylinder, die Gaskanäle nicht zu gross, der Ventildurchmesser auch nicht, und dadurch eine hohe Frischgasgeschwindigkeit. Wenig Spitzenleistung, aber kaum abzuwürgen, und selbst bei niedrigen Drehzahlen kriegt man den Hi-Reifen zum durchdrehen...der Kraftschluss vom Motor zur Strasse ist sehr direkt.

Genau das richtige für einen Dieselbiker.

 

Dazu perfekter Kardan ohne Lastwechsel, Bremsen der R1, eine entspannte Sitzhaltung, einstellbare Gabel, Zentralfederbein, fast 170 mm Bodenfreiheit, mit dem 20 Liter Tank 300 Km Reichweite, nur 233 KG trocken...que demande le peuple?

Die bessere Sportster, dazu noch günstig: Neupreis lag bei 8900 Euronen.

Da war ich verloren, ich musste sie besitzen...

...und hatte von Anfang an richtig Spass. Bei 80 im grossen Gang flanieren und dann den Hahn aufreissen? BRRRTTT ist sie auf 120. Auf einer kleinen Tour habe ich mit Hervé (RIP) getauscht:

Er fuhr damals eine (selbst umgebaute) 1200er Buell. OK, die Buell war lauter, brutaler, härter, richtiges Männermotorrad, aber ich war froh, als ich meine Bulldog wieder hatte. Sie war einfach viel bequemer, man konnte die Kupplung ohne Krafttraining ziehen, und im Endeffekt das bessere Motorrad - ausser auf dem Bikertreff : Da riss' die Buell eher die Schau, alle Mädchenaugen hingen an ihr, als sie erdbebengleich eingeflogen kam. Die arme Bulldog wurde eher geringschätzig taxiert. Das lag nicht zuletzt an den Journalisten der damaligen Zeit. "Bellt, aber beisst nicht" war noch nett.

Trotzdem hatten die Buell und die Bulldog eine ähnliche Philosophie: Choppermotor in einem schnellen Fahrwerk. Das ging soweit, dass Halbkundige die BT "Buelldog" genannt haben :D:D

Nur dass die Buell sportlicher war, die Dogge alltagstauglicher.

Hier mal ein noch recht neutraler Auszug aus Motorradonline:

 

"Reichlich Schwungmasse verleiht dem luftgekühlten V2 nicht nur einen sympathisch-altmodischen Charme ähnlich dem der Guzzi-Motoren, sondern auch tadellosen Rundlauf und Leistungsbereitschaft schon bei niedrigen Drehzahlen. Ab 1200 Umdrehungen drückt er kräftig vorwärts, wenig darüber wandelt sich der Auspuffton in ein leicht rauchig klingendes Geprassel. Der Fahrer lauscht erfreut, dreht zunächst bis höchstens 2500/min und legt in rascher Folge Gänge nach. Obendrein genießt er eine ideale Mischung aus Kernigkeit und Laufkultur. So könnte es bis zum Ende des Drehzahlbandes weitergehen.

Tut es aber nicht. Bei 3000/min wird´s rumpelig im Kurbelgehäuse, das Drehmoment bricht ein, und bis 4000 Umdrehungen kurbelt der Motor mit wenig Motivation. Darüber legt er sein depressives Geschüttel zwar wieder ab, aber da kommt dann auch nicht mehr viel an Drehmoment.

Es liegt also sicher nicht am Biss des Zweizylinders, dass die Bulldog so heißt wie sie heißt. Mehr Leistung als gemessene 61 PS bei 5700 Umdrehungen und höhere Drehzahlen als 6200/min wollten und konnten die Ingenieure der italienischen Yamaha-Tochter Belgarda, die sie entwickelt haben, dem V2 nicht entlocken. Im letzten Gang ist damit bei 174 km/h Schluß."

 

Soweit die Presse, zurück in meine Welt. Nach den ersten 5000 Km lief der Motor befreiter, leichter, er braucht etwas Zeit, er muss lange und sorgsam eingefahren werden. Dann aber ist das "depressive Geschüttel" :rolleyes: Geschichte. Hatte es eigentlich nie wirklich bemerkt - die Depressionen waren eher für den einen oder anderen "Sportler", der nach Lektüre der einschlägigen Fachpresse die Bulldog mal eben ablaschen wollte. Für den Fahrer produziert der bullige Doggenmotor nur "good Vibrations" und vor allen Dingen eine breite Banane :D

Meine Bulldog rannte erst bei Tacho 185 vehement und drehfreudig in den Begrenzer.

Natürlich ist sie für so etwas nicht gemacht: Ideal ist sie zwischen 70 und 120 Km/h, also im Landstrassen-Nutzbereich.

 

Aber nicht nur der Motor will sorgsam eingefahren sein, auch der Fahrer muss sich zunächst etwas eingewöhnen. Mein alter Kumpel Chri sagte mir "das ist ja ein schönes Mopped, aber auf der XJ warst Du DEUTLICH schneller..." Mag sein, die XJ hat immerhin 30 PS mehr, die wurden damals noch brutal ausgequetscht. Der Sprung von einem 120/90/18 hinten auf einen 170/60/17 ist auch eine Hausnummer. Es braucht Zeit, sich an das etwas eigenwillige Fahrverhalten anzupassen. Das war im ersten Jahr.

 

Danach habe ich sie etwas modifiziert. Quadlenker, IXIL Tüten....Später habe ich mal mit einem anderen Kumpel getauscht. Der sagte nach 30 KM: " Ich versteh' nicht, wie Du mit dem Kackstuhl soo schnell sein kannst". Tja. 30 Km sind nicht genug, damit die Bulldog dem Herrchen gehorcht.

Besonders wenn man eine Reisenduro gewöhnt ist....

Stärken der Dogge im Geschlängel sind: Gute Bremse, gute Motorbremse, viiiel Bodenfreiheit (aber man muss sich trauen), und Leistung, die einen zwar nicht umhaut, aber immer gleichmässig und beständig da ist, mal Verschalten ist kein grosses Problem. Im zweiten Jahr war die Bulldog allgemein akzeptiert als vollwertiges Heizergerät...allerdings nur bis 120 (reicht ja, in der Regel). Auf den Hochgebirgspässen, wo wir uns gern austoben, war die Bulldog immer ganz vorn mit dabei, und brauchte auch Maschinen, die auf dem Papier die doppelte PS-Zahl haben, nicht fürchten. Ein weiterer Vorteil ist ihr guter neutraler Geradeauslauf, freihändig Kurvenfahren geht mit ihr, wo der Lenker der XJ nach wenigen Sekunden von rechts nach links in den Anschlag haut.

 

Sie hat sich als sehr solide erwiesen. In 11 gemeinsamen Jahren, nie liegengeblieben, einmal von einem Auto umgeputzt, einmal von einem Wildschwein, einmal in Tschechien kopfunter im Graben gelandet, bei 80 Km/h... einen Druck aufs Knöpfchen und nach etwas Klackern im Anlasser erwacht sie immer zum Leben. Meine Frau fuhr immer gern hintendrauf mit, lieber als auf der R 1100 RT, zum Vergleich. Auf ihrer letzten Tour, durch die Provence, musste die Bulldog in sintflutartigen Regen durch einen Sturzbach. Das Wasser ging mir bis zu den Knien. Trotz ihres Öllecks zog sie unbeeindruckt dadurch.

Habe ihren Kauf nie bereut. Doch "all good things come to an end", und ich lasse sie nun ziehen - einem neuen Anfang entgegen.

Ich tausche die Bulldog jetzt mit blutendem Herzen gegen eine neue Z 900. Man soll sein Herz nicht an Dinge hängen. Die Bulldog ist etwas für Philosophen. Für Stoiker. Bonne Route, auch weiterhin...

Noch mit Original-LenkerNoch mit Original-LenkerV-TwinV-TwinZ6 ziemlich FratzeZ6 ziemlich FratzeAuch ohne Träger geht ordentlich was drauf...Auch ohne Träger geht ordentlich was drauf...On TourOn Tourin Spanienin Spanienmit leichtem Gepäckmit leichtem GepäckFarewell, ma belle....Farewell, ma belle....

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04.09.2017 21:44    |    Dynamix

Nette Geschichte!

 

Wäre so eine MT01 eigentlich nix für dich gewesen? Ist ja im Grunde das gleiche Prinzip nur mit noch mehr Power, Hubraum und Schräglage. Mit der Akropovicanlage die Yamaha angeboten hat war glaub ich sogar noch ein kleines bisschen mehr Power drin und der Klang war für nen Japan V2 echt nicht verkehrt.


04.09.2017 22:19    |    muhmann

MT01 haben alle gesagt.

:D


04.09.2017 22:27    |    Dynamix

Klingt nach einem Insider den ich verpasst habe :D


04.09.2017 23:18    |    TDIBIKER

Die Bulldog ist goldrichtig für die aktuelle Verkehrslage. Mehr Mopped braucht kein Mensch.

Die MT-01 dagegen scheint mir ein Blender zu sein, kann das allerdings nicht bestätigen, weil ich nie eine gefahren habe.

Schade, dass so wenige Leute das gute Konzept der Bulldog verstanden haben.

Sie war nur von 2002 bis 2006 im Katalog. Aber sie hat noch viele Fans.

Ein Motorrad, das bei legalem Landstrassentempo lebendig und belebend ist, dabei gediegen und fernreisefähig.

Kann mich den Wortes ihres "Erfinders" Oliver Grill nur anschliessen.

Ich hätte sie ja behalten - aber leider nicht genug Platz in der Garage. Hatte mal wieder Lust auf ein Kreischeisen...und die Z 900 ist da echte Sahne. Man will immer das, was man gerade nicht hat - zwischen Drehmoment und 'nen Moment mehr drehen...

Wenn ich wieder vernünftig werde, hole ich mir wieder eine Bulldog ;) :D


05.09.2017 08:40    |    Gany22

Einfach ein tolles Bike, ich habe mich damals als Anfänger gegen die Bulldogge und für die Suzuki SV 650 SA entschieden, auf anraten meines "Mopedvaters". Vor allem das Rot und die "unzerstörbarkeit" sowie der Kardan waren Argumente für die Bulldog, hmm, ob ich mich falsch zur SV 650 habe beeinflussen lassen? Ich weiß es nicht und so viel fahre ich auch nicht, aber einen Glimmer Hoffnung gibt es noch für die Bulldog, irgendwann. ;)


05.09.2017 08:54    |    TDIBIKER

Na, die SV ist ja auch ein gutes Motorrad, quirliger und sportlicher. Lässt sich schwer vergleichen.

Aber gut ist sie, die Bulldog, uriger und irgendwie erwachsener.

Ich kann sie Dir nur empfehlen.


05.09.2017 09:01    |    Dynamix

Wollte es gerade sagen. Die SV gilt doch als das anfängertaugliche Motorrad schlechthin. War sicherlich keine schlechte Wahl.


05.09.2017 09:15    |    TDIBIKER

Selbst erfahrene MT-Moderatoren schwören auf die SV :)

 

Die hat ihren Hubraum, um ihre 72 PS zu erzeugen.

 

Die Bulldog hat ihren Hubraum, weil sie eben ihren Hubraum hat.


05.09.2017 09:29    |    Dynamix

Hach, es gibt so viele tolle Motorräder. Sollte ich irgendwann endlich mal den Lappen machen hätte ich schon Bock auf eine 2008er Night Rod Special. Ist zwar nicht gerade bequem oder Langstreckentauglich aber der Motor ist geil und toll aussehen tut Sie ja.


05.09.2017 09:40    |    Gany22

Darum geht es ja auch eigentlich, geiles Aussehen und Spaß muss die Maschine machen.

 

Nein, schlecht war die Wahl bestimmt nicht, ich frage mich nur ob ich auch etwas sanfter gefahren wäre, wenn ich gleich eine etwas behäbigere Maschine gehabt hätte? Aber wenn das Wörtchen wenn nicht wäre...


05.09.2017 09:49    |    Dynamix

Ich denke das kommt mehr darauf an wie du so drauf bist als auf das Motorrad selbst ;) Wer ein notorischer Heizer ist, der wird auch die Bulldog treten wie blöd.

 

Meiner Meinung nach stellt sich ein guter Fahrer auf sein Gefährt ein. Er erkennt die Stärken und Schwächen seines fahrbaren Untersatzes und lernt diese vernünftig zu nutzen.

 

Wobei ich zugeben muss das es auch Maschinen gibt die zu Blödsinn verleiten. Das müssen zwangsläufig nicht mal die richtig fiesen Waffen sein.


05.09.2017 09:56    |    TDIBIKER

"Behäbig" ist relativ bei der Bulldog. Wie gesagt, man braucht einige Kilometer, um sich mit ihr vertraut zu machen, sie ist eben atypisch. Aber wenn man sie mal gut im Griff hat, ist sie auch gegen 1290 Superduke und Konsorten ganz vorne mit dabei, solange es kurvig ist ....da ist sie nicht langsamer als die meisten 100+ Moppeds, selbst mit guten Fahrern. Ich habe das schon oft erlebt.


05.09.2017 10:17    |    Lewellyn

Ja, die Bulldog ist ein gutes Motorrad, aber eben nicht für den deutschen Markt. Hier zählen Papierwerte.

 

Die Bilder aus der Kamera...


Bilder

05.09.2017 10:26    |    TDIBIKER

Danke, Mann! Passt wie die Faust auf's Auge :D

 

Kann es kaum erwarten, die Z 900 mit Dir + Andreas fliegen zu lassen!

 

Habe aber keine News von ihm. Nun ja , ist ja noch etwas Zeit.

Jetzt ist erst mal Sardinien mit Frau auf Gudrun angesagt. Mit Bodenfreiheit gegen 0...


05.09.2017 10:43    |    Lewellyn

Ja, wie schon im BMW-Forum geschrieben, im Moment steht das auf der Kippe mit der Oktoberwoche. So gerne ich das auch machen möchte. Wobei mir gerade noch einfällt, wie ist das Wetter bei Dir Ende Oktober/Anfang November?

 

Da gibts hier dieses Jahr eine einmalige Sache, einen doppelten Feiertag. Sowohl der 31.10. als auch der 01.11. ist Feiertag. Mitten in der Woche. Sind die Tage nur kürzer, aber wir wollten je eh eher entspannt fahren. Soweit das möglich ist. :D


05.09.2017 10:47    |    Klapphelm

Schön zu lesen, die Bulldog war auch mal ein heißer Favorit bei mir. Letztendlich ist es dann doch die 1100 GS geworden.


05.09.2017 10:50    |    TDIBIKER

Anfang November? Hm - neblig-trüb. Aber man kann Glück haben...

 

Möglich wäre Anreise mit Hänger + 4 kurze, aber schnelle Tagesausflüge, je nach Wetterlage.

 

Kann man ja kurzfristig entscheiden.


05.09.2017 10:52    |    TDIBIKER

Hi Klapphelm, 11er GS ist doch Klasse!

Gruss


05.09.2017 11:20    |    ricco68

Wo ist das letzte Bild mit der Brücke gemacht worden? Schweiz? Schöner Ort jedenfalls.


05.09.2017 11:25    |    TDIBIKER

Der Fluss ist der Tarn in Südfrankreich...meine Heimat.


06.09.2017 09:51    |    TDIBIKER

@Klapphelm : Nochmal kurz zur Bulldog vs 11er GS:

 

Die GS kann alles so gut wie die Bulldog, hat 20 PS mehr, und mehr Bodenfreiheit für's Gelände, dazu noch ABS...

 

Die Bulldog hat ein um Welten besseres Getriebe/Endantrieb , klingt Welten besser (manchem ist das wichtig), und fühlt sich uriger an. Dieses "Surfen auf dem Drehmoment" bei 2000 U/min ist einfach geil, da gibt es bei der GS wegen der Einspritzung nur Langeweile oder Konstantfahrruckeln, wenn sie nicht 100% synchronisiert ist. Kenn ich gut, habe ja den selben Motor in der Gudrun...

 

@ricco68 Der Ort heisst Brousse le Château


06.09.2017 10:13    |    ricco68

Mein Bekannter hat ne Bulldog. Wenn sein Sohn (der hat ne MT-07) nach Alpenpässen von der Schaltarbeitt müde Hände bekommt, lächelt er immer nur ....


06.09.2017 10:29    |    Dynagonzo

In der Tat ein tolles Moped, ich durfte die Bulldog auch 2 Sommer fahren, dann wurde sie mir aus der (verschlossenen) Garage gestohlen. Danach bin ich viele Jahre nur noch Harley gefahren, das war noch deutlich geiler.

Frage: warum diese Krachmacher-Tüten ? Ist unsere Welt nicht schon laut genug ? Für mich war der "Sound" der Serienauspuffanlage stets ausreichend, übrigens auch bei den Harleys. Aber bei den meisten Mopedfahrern herrscht offenbar die Devise vor "nur was richtig laut ist, das ist auch gut"...

"Sound" hat übrigens nicht nur etwas mit Lautstärke zu tun, das verwechseln leider viele !


06.09.2017 10:41    |    TDIBIKER

Mit der IXIL Anlage ist die Bulldog fast 10 Kg leichter, weil die ohne Kat auskommt. Klingt besser und ist hübscher, ohne wesentlich lauter zu sein. Ausser natürlich, wenn man die Eater rausnimmt, die an nur einem Schräubchen hängen...

 

Es gibt es, wo ich lebe, keinen Tüv für Motorräder, jeder baut sein Mopped um wie er mag (in gewissen Grenzen).

 

Das Problem in Deutschland ist die Überbevölkerung. Hört man pro Tag einen kernigen Motorradmotor, freut man sich. Hört man 3 pro Minute, geht das allen auf den Keks. Wenn wir irgendwo hinkommen, dann hupen wir, was Lächeln und Winken zur Folge hat. In D undenkbar...:D


06.09.2017 10:59    |    Lewellyn

Beatus Gallia...:cool:


06.09.2017 17:00    |    gaston73

Tarn ist eine schöne Ecke. Da war '13 und '14 auch mit meiner K. Ein Paradies... :)


12.09.2017 10:19    |    Marodeur

Könnt jetzt noch das Bild deiner zuletzt bevorzugten Position neben dem Motorrad posten. :D

 

Aber MT01 ein Blender? Wie kommst auf sowas? :confused:

Die ist einfach eine Bulldog in groß.

 

Haben dir wohl zu viele empfohlen... :D


12.09.2017 10:43    |    Dynamix

Ich persönlich fand die Idee hinter der MT-01 ja ziemlich cool. Wobei ich da noch eher in die Buell Ecke schielen würde. Ähnliches Konzept (archaischer V2 in nackiger Verpackung) mit noch mehr Spleen Faktor :D


14.09.2017 22:11    |    TDIBIKER

Du meinst vor ihr knieend und nach dem Ölleck suchend....tja, dafür kann die Bulldog nix, Einschläge von Wildschweinen und Ford Focus hinterlassen eben Spuren. :D

 

 

Die Bulldog ist "vernünftiger" als die MT-01. Zuviel Motor ist für Vielfahrer anstrengend, die sind mit einem nicht so ganz presenten Motor besser bedient. Ich mag zwar das Feeling vom V2, aber die Bulldog ist leichter, verbraucht weniger, und ich meine, nach 500 Km steigt man entspannter von der Bulldog als von der MT-01. Kann mich aber täuschen, wie gesagt, hatte nie das Vergnügen mit der MT-01, leider.

 

Aber mit dem grünen Monster bin ich glaube ich gut bedient...ich wollte mal wieder ein vierzylindrisches Kreischeisen.

Mein letztes war eine frisierte Suzuki GS 750, mit Stummeln, Monocoque und Sebring 4 in 1, das war anno '84 oder so. Ich hatte auch mal einen Fred dafür aufgemacht - Moment, ich suche mal - Ah, ja, hier:

 

https://www.motor-talk.de/.../PostJump.html?...


15.09.2017 10:18    |    Marodeur

Eher daneben liegend. ;)

 

Ah, wusst nicht das du doch noch so auf Kreischer stehst. Hab meinen kleinen Kreischer aktuell daheim, muss ich nicht auch noch fahren. :D


15.09.2017 12:10    |    TDIBIKER

Hier ist es so ruhig, da ist jedes Geräusch eine spannende Ablenkung- schon mal eine Woche verbracht, ohne eine menschliche Stimme, ohne Musik, nur gelegtlich eine Brise in den Bäumen, Regenprasseln, oder eine huschende Eidechse? Man will immer, was man gerade nicht hat....


15.09.2017 12:26    |    Marodeur

Man solls nicht glauben aber diese Ruhe hätt ich grad gern mal einige Zeit. Und bin zwar bissl Nerd aber auf der anderen Seite auch doch recht naturverbunden. Sollte man hier in der Oberpfalz aber auch sein. Nicht ganz so ruhig wie bei dir aber die Kimme kann man von hier auch schon ganz gut sehen. :D

 

Andererseits erklärt das natürlich die halben Begeisterungsstürme bei unseren Dorfdurchfahrten. Sehr ungewohnt, normal winkt ein Bauer nicht sondern schwenkt die Mistgabel. :D


15.09.2017 14:27    |    TDIBIKER

Bauer mit Mistgabel? Ja, auch das war einmal. Heutzutage nur noch den 10 T Manuskopic mit drahtloser Fernbedienung...und das bei uns in der Pampa. Wenn ich durchs Dorf fahre, erkennen mich alle schon allein vom Motorengeräusch, und bis ich da durch bin (80 feste Einwohner) habe ich bestimmt 2x zu einem Plausch angehalten.

Jetzt müssen die sich umgewöhnen - und das grüne Monster vom Geräusch her von der GSR 750 vom Sohn des Wirtes unterscheiden lernen :)


15.09.2017 15:21    |    Marodeur

Tja, Einheitskreischbrei. :D

 

Aber nicht zu sehr ans Gekreische gewöhnen. Weist ja, Todesstrafe und so... :D


22.09.2017 11:07    |    TDIBIKER

Einheitskreischbrei? Perfektion...

 

Da rüttelt nix, da schüttelt nix, da hackt nix auf der Kette rum (selbst im 6ten bei nur 2000 U/min geht es vorwärts)

Nicht so vehement wie mit der Bulldog...aber mit dem Gefühl, der Tiger schläft noch, er beginnt gerade zu blinzeln...und zupp steht er schon und guckt Dich an :D:D

 

Nach 11 Bulldog-Jahren hatte ich mal genug von "Charakter". Kann sich wieder ändern, ich weiss...


22.09.2017 11:33    |    TDIBIKER

Die Nachfolgerin meiner braven Dogge...die grüne Raubkatze Z 900 im Tourentrimm für die schnelle Tour.


Bild

29.09.2017 13:54    |    WorldEater666

Die is ja noch grün hinter den Ohren... und überall sonst eigentlich auch... :D


29.09.2017 14:50    |    TDIBIKER

Ich hatte mir erhofft, dass ich selbst damit wieder zu dem grünen Jungen werde, der ich mal war...das klappt nur teilweise...so perfekt die Z 900 auch ist: Die Bulldog fehlt mir schon sehr...


29.09.2017 18:59    |    Marodeur

Drittmotorrad? :D


Deine Antwort auf "Yamaha BT 1100 Bulldog: Requiem for a heavyweight"

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