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Europa und Nordafrika auf zwei Rädern.

26.05.2018 16:50    |    TDIBIKER    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: 1100, BMW Motorrad, R

Werden Moppedfahrer zu sehr geblitzt in Europa?

Die ersten Kilometer über dem NebelmeerDie ersten Kilometer über dem Nebelmeer Gudrun wird fit gemachtGudrun wird fit gemacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Morgen des 18.Mai stieg die Sonne über das Nebelmeer unten im Tal. Gudrun, meine R 1100 RT Ex- Präsidenten-Eskorte, stand in ihrem Stall in den Gorges d'Aveyron, Midi Pyrenées, und scharrte mit den Hufen.

118540 KM standen auf der Uhr, aber die Ventile waren eingestellt, die Kerzen und Batterie neu, sogar der Benzinfilter, der Poly-V Riemen, die 50er Bosch-Einspritzung synchronisiert. Heute sollte sie mich 1074 Km zum Bodensee tragen, sagte das TomTom V40. Dass es noch ein paar mehr werden sollten, konnte ich nicht ahnen.

Nach den ersten Kilometern an der Aveyron-Schlucht, in einer der tollsten Motorradgegenden der Welt, wo "Radar" noch ein Fremdwort aus der Luft- und Schiffahrt ist, muss ich anhalten um die Nebel über dem Fluss zu betrachten. Wie blöd muss man sein, um hunderte Kilometer durch langweilige Ebenen zu düsen, wo es hier doch alles gibt, was des Moppedfahrers Herz begehrt! Meine Hausstrecke ist schwer zu toppen. Aber am Ende der Strasse warten nunmal Freunde, leckeres Essen, das Jura, der Bodensee, das Allgäu, die Alpen, das Piemont, Ligurien, die Côte d'Azur, das Zentralmassif...und wer rastet, der rostet.

 

Also Brrrrt schiebt der Boxer an, und ich fahre in Caussade auf die A 20, um kurz nach Brive auf der A 89 auf Clermont-Ferrand zu halten. Autobahn fahren, langweilig halt. Immer knapp 140 Tacho, echte 134, damit der Blitz ungestraft bleibt. Und manchmal lasse ich die Füsse baumeln, oder rutsche auf den Beifahrersitz, oder lass den Lenker los für ein paar Lockerungsübungen. Waren das noch Zeiten, als man konzentriert am Gas fahren konnte....Zum Glück muss ich alle 300 Km tanken. Das heisst, eigentlich gingen auch 400 - aber mein Hinterteil findet es besser, den Tank nicht ganz leer zu fahren :)

Bei Montluçon auf die Landstrasse, wo gefühlt 50 Radarfallen auf mich lauern, dann Châlon-sur-Saône, die Jurabahn A 36 und dann, kurz vor Mühlhausen, will das Navi, dass ich rechts ab nach Basel fahre. Naja, warum nicht...ist mal was anderes als Freiburg und die Quälerei am Nordufer des schwäbischen Meeres.

Nur - da habe ich nicht aufgepasst - will das TomTom natürlich durch die Schweiz. Plötzlich stehe ich vor der Zollschranke um die EU zu verlassen. Habe keine Lust, die Vignette zu kaufen. Der sehr nette Zollbeamte hat Verständnis und meinte, ich sollte doch einfach umkehren. Also, das Navi umprogrammieren, und da sehe ich die Route über den Schwarzwald, Richtung Villingen...kenne ich gut, kommt mir von Basel aus aber schrecklich lang vor. Da muss es doch eine Alternativroute geben...und hopp, stehe ich schon wieder vor einer Zollschranke. OK, jetzt ist es gleich. Ich zahle die 40 Franken (genau 34 Euro und 86 Cent) für die Vignette und los geht es durch Basel nach Zürich. Und von dort nach Lindau.

In jeder grösseren Stadt ist Stau. In Franzosenmanier fahre ich rechts vorbei, links vorbei, mitten durch...aber die Schweizer müssen noch erzogen werden, einige fahren brav zur Seite und machen die Gasse frei, andere bleiben stur in der Mitte, andere wiederum machen die Gasse extra zu...das entspricht den französischen, italienischen, aber auch germanischen Einflüssen der Helveten :(

 

Nach über 1100 Tageskilometern und einem ordentlichen Gewitterguss am See komme ich ans Etappenziel, wo Gaby uns erwartet und fürstlich bewirtet. Es gibt auch reichlich destilliertes Obst...

 

Das Südufer des BodenseesDas Südufer des Bodenseeshausgemachter Leberkäshausgemachter Leberkäs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andy kommt nächtlicherweise mit viel Verspätung eingeflogen. Sein Hinterrad schwabbelt nur so in der Schwinge, die ZRX ist praktisch unfahrbar. Er hat einen neuen Reifen aufziehen lassen, und das Distanzstück wurde falsch herum eingebaut, was das Radlager nicht gut fand. Ein bekanntes ZRixen Problem. Wenn man nicht alles selber macht :rolleyes: Jedenfalls können wir so nicht los, und Schrauben ist angesagt.

 

Irgendwas ist immer: Diesmal die Radlager der ZRX.Irgendwas ist immer: Diesmal die Radlager der ZRX.Der Kringel war mal eine LagerschaleDer Kringel war mal eine Lagerschale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lager sind Standard, aber es ist Pfingstsamstag, und es dauert bis zum späten Nachmittag, bis alles repariert ist. Und gerade dann beginnt es zu regnen.

 

 

Egal - wir fahren Martins Hausstrecke nach Voralberg: 110 Km tolle Kurven. Und essen fein zu Abend. Auf dem Rückweg fällt den Kollegen auf, dass ich nur mit Standlicht fahre - das Abblendlicht funktioniert nicht. Zum Glück habe ich eine Ersatzbirne dabei. Nur ist das Mopped für kleine germanische Händchen gedacht - da komme ich mich meinen Wurstfingern nicht dran (Spass). Jedenfalls brauch ich die Hilfe von zarteren Händen als meinen, um die Staubmanschette wieder draufzuwürgen. Beim Birnetauschen fällt mir auf, dass das Telelever voll Öl ist: Aus den Simmerringen spritzt das Öl nur so, wenn die Gabel auf einer Bodenwelle eintaucht.

Egal jetzt, das muss noch die 3000 Km bis zum Ende der Tour halten.

 

Sulzberg im österreichischen Allgäu.Sulzberg im österreichischen Allgäu.Semmelknödel auf Spinat - auch vegetarisch schmeckt'sSemmelknödel auf Spinat - auch vegetarisch schmeckt's

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren dann erst am Sonntag wirklich los - mit der Fähre von Friedrichshafen über den Bodensee.

Das ist immer recht spassig. Dummerweise wird uns erst in der Schweiz klar, dass die meisten hohen Pässe aufgrund der Witterung noch zu sind. Wir müssen also über den Bernadino. Ab und an giesst es, das kann uns aber die Laune nicht verderben. Mir schon gar nicht, mit dem dicken elektrischen Windschild :). Die Fährt über den Bernadino wurde nach unserer einhelligen Meinung zur schlimmsten Passfahrt der letzten 30 Jahre. Kilometerlanges Stop&Go, alles zugepackt mit Wohnmobilen, die nicht um die Kehren kommen, von oben und von unten...wir überholen ein bisschen, sehen aber schnell ein, dass das hier keinen Sinn macht. Die Autos ötteln Stosstange an Stosstange hoch. Kein Alpentraum - ein Alptraum! Das geht soweit, dass unserem Spitzkehrenprofi (R 80 GS) vor lauter Langsamkeit die Maschine umfällt, weil der Motor ausging. Während wir ihm aufhelfen, sehen wir das hämische Grinsen der Wohnmobiltreiber, die wir gerade überholt haben...und mir raucht die Kupplung, weil der erste Gang zu lang ist.

 

Auf der BodenseefähreAuf der BodenseefähreWasserflugzeuge am Lago di ComoWasserflugzeuge am Lago di Como

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endlich Italien! Im Piemont finden wir ein paar Flaschen Wein und Grillfleisch, und schlagen uns nach altem Brauch in die Büsche. Wir finden eine Kilometerlange Piste, die leider vom starken Regen völlig aufgeweicht ist, mit tiefen Spurrillen, wo die Gudrun über beide Räder rutscht. Und endlich eine nasse Wiese, bei der mein Stiefel bei jedem Schritt ein paar Zentimeter einsinkt. Zudem werden wir, kaum angehalten, von Myriaden von Mücken heimgesucht. Es ist das erste Mal, dass ich mein Zelt mit Helm und Handschuhen aufbaue. Naja, wir machen ein Feuerchen auf der Fahrspur, der Mond kommt raus, das Fleisch ist lecker, und der Wein vorzüglich...

 

In der MatscheIn der MatscheEin Angel GT ist prima - aber DAFÜR ist er nicht gemacht.Ein Angel GT ist prima - aber DAFÜR ist er nicht gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag ist recht gutes Wetter, trotz eines nächtlichen Schauers und wir fahren frohgemut Richtung Ligurien. Da kann auf Nebenstrecken im Piemont auch mal richtig geschnetzelt werden, dass die Rasten nur so kratzen. Nun ja, bei Gudrun ist's eher der Ständer...der von Jahr zu Jahr immer kleiner wird :) Wir haben richtig Spass.

In Ligurien dann wird das Relief schroffer und abrupter, die Strassen noch schmaler und schlechter.

Das mag Gudrun dann überhaupt nicht mehr, da ist Kehre an Kehre, Felsbrocken und Äste auf der Strasse, zum Teil fehlt der Asphalt völlig. Das ist eher etwas für unsere Enduros..

 

Hübsch und GeländetauglichHübsch und GeländetauglichOb Gelände fahren damit gut geht? :DOb Gelände fahren damit gut geht? :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Geheimtipp für Trails: Der Pass von Rezzo nach Molina.

Dort passiert Folgendes:

Ich komme um eine der zahllosen Kehren

und vor mir kommt eine riesige weisse Wand auf mich zu, welche die gesamte Strassenbreite einnimmt.

Ein Reisebus. Erster Gedanke - jetzt bist Du tot. Aber irgendwie schaffe ich es, die breite Gudrun zwischen Felswand und Bus zu quetschen, ohne diese zu berühren. Danach rechne ich mit allem Möglichen - zu Recht!

Das Navi sagt, nur noch eine Stunde bis Perinaldo, wo wir ein Häuschen haben. Da wird der Freund, der vor mir fährt, einfach über den Haufen gefahren. Während er vor Schmerzen stöhnend auf der Strasse liegt, kommt die alte Italienerin, die ihm die Vorfahrt genommen hat, aus dem Auto und schimpft auf ihn ein.

 

Die arme Cagiva Navigator stumpf umgeputztDie arme Cagiva Navigator stumpf umgeputztStarke Leistung der Ambulanzfahrer aus Bozen.Starke Leistung der Ambulanzfahrer aus Bozen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir kümmern uns um das Unfallopfer und halten die Dame in Schach, während wir die Carabieri und den Rettungswagen verständigen. Zum Glück ist einer von uns Arzt. Die Dame beteuert vor den Carabinieri, dass sie seit 25 Jahren in dem Dorf wohne und deshalb die Vorfahrt hätte... Als der Rettungswagen kommt, folgen wir ihm zum Krankenhaus nach San Remo. Dort wird geröngt. Zum Glück ist nichts gebrochen, und wir können den unglücklichen Fahrer per Taxi zu unserer Etappe in Perinaldo mitnehmen, während wir mit den Moppeds im einsetzenden Regen hinterher fahren. Wir folgen dem Taxi zu unserem Haus in Perinaldo. Mittlerweile ist 22 Uhr, dunkel, es regnet in Strömen, und ich bin total erschöpft. Die letzten 2 Km zu diesem Haus bestehen aus einer schlammigen Piste direkt am Hang, kaum breiter als ein Auto. Zunächst weigert sich der Taxifahrer, dorthinein zu fahren. Aber nach gutem Zureden und einigen "Mamma Mia" :) kommen wir doch glücklich an. Er brauchte erstmal eine Zigarette und sagte, er wäre der einzige Taxifahrer im Umkreis von 50 Km, der sich getraut hätte, seinen Wagen über diese Piste zu fahren.

 

Seltsamerweise hatte die ZRX am Morgen Keramik-Krümmer...Seltsamerweise hatte die ZRX am Morgen Keramik-Krümmer...Meine und Gudruns Schluffen vor Ollis Landhaus. Voll mit Mudke.Meine und Gudruns Schluffen vor Ollis Landhaus. Voll mit Mudke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen regnet es immer noch, und ich fahre allein zu den Carabineri nach Pigna, um meine Zeugenaussage zu machen. Wir verbringen einen langen regnerischen Nachmittag mit Lesen, kümmern uns umdie Unfallmaschine, und organisieren ihren Rücktransport. Am nächsten Morgen ist die Ambulanz da, vom ADAC bestellt: Aus Bozen! Die beiden Fahrer waren um 4 Uhr morgens aufgebrochen, und waren schon vor 9 da. Auch sie brauchten etwas gutes Zureden, um zum Haus zu fahren :D

Sie fuhren das Unfallopfer aus Italien nach Deutschland und wieder zurück nach Bozen. Bravo!!

Andy musste auch schon fahren. Jetzt waren wir nur noch fünf...Also sind wir im strahlenden Sonnenschein nach Ventimiglia aufgebrochen, um den Tende zu fahren.

 

Das ging so zur Sache, dass selbst meine Ruecklichtleiste rausgerappelt ist. Zum Glueck hing die noch an der Strippe.Das ging so zur Sache, dass selbst meine Ruecklichtleiste rausgerappelt ist. Zum Glueck hing die noch an der Strippe.LigurienLigurien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg dorthin ging es wieder richtig zur Sache. Unten von Tende aus konnten wir das alte Fort der Grenzkammhöhenstrasse sehen, wo wir vor Jahren schon übernachtet hatten (damals war ich mit der XJ 900 dort). Diesmal fahren wir aber nur durch den Tende-Tunnel :D Ein glücklicher Umstand (ein übler Regenguss) wollte es, dass wir bei Zoreh und Mike im Piemont Aufnahme gefunden haben. Mike ist Engländer und hatte früher in Dubai an dem 700 Meter Kratzer mitgebaut, und jetzt in Niella Belbo eine alte Farm umbgebaut. Ausser einer Enfield hat er zwei GS und einen ganzen Stall voll Softails :D

Wir wurden dort wie alte Freunde behandelt und können den Laden nur empfehlen! Wanderer kommst

Du nach Niella Belbo, kehre bei Zoreh und Mike ein. Du bekommst eine Harley, und fährst mit Mike durch eine der schönsten Gegenden der Welt, während Zoreh Dir zeigt, was liebevolle Gastlichkeit ist...

 

Cascina Belbo, Pian Canale 24, 12050 Niella Belbo, Italy www.cascinabelbo.com

 

Mikes Harley-SchuppenMikes Harley-SchuppenGutes Team: Zoreh und MikeGutes Team: Zoreh und Mike

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen ist Trennung angesagt. Zoreh macht noch schnell ein Foto unserer kleinen Truppe. Die einen fahren nach Müchen und Thüringen, die anderen nach Westfalen, aber ich fahre an die Côte d'Azur! Da macht nämlich gerade ein Forumsgenosse Urlaub. Der Lewellyn :)

 

Los geht's zu den 2 letzten Etappen.Los geht's zu den 2 letzten Etappen.Den Burschen und seine reizende Frau wird wohl der eine oder andere trotz Sonnenbrille erkennen..Den Burschen und seine reizende Frau wird wohl der eine oder andere trotz Sonnenbrille erkennen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich schnetzel erst über kleine Strassen nach Ceva, wâhrend die schneebedeckten Gipfel der Alpen in der hitzeflimmernden Luft rechts an mir vorübergleiten. Und schliesslich gebe ich auf der spektakulären Autobahn nach Savona mal richtig Gas, dass fast die Rasten schleifen. Ist etwas illegal, aber hat man nicht oft, Autobahnen mit rechts-links Kombinationen. Dann San Remo, Monaco, und endlich bin ich wieder in Frankreich. In La Ciotat werde ich von Lewellyn empfangen, wir gehen spazieren, baden, Calanques gucken und schön essen, und ich schlafe gut und fest auf dem Balkon der Ferienwohnung. Am Morgen geht die Sonne strahlend über dem Meer auf, wir frühstücken schön, und dann bin ich wieder allein on the road, auf der wunderschönen Passtrasse Richtung Marseille.

 

Les CalanquesLes CalanquesCoucher du soleil sur MarseilleCoucher du soleil sur Marseille

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt zwickt es mich aber, schnell nach Hause zu kommen, und fahre auf der A 75 mit hoher Geschwindigkeit durch das Plateau de Larzac, und anschliessend "wie früher" auf Landstrassen von Millau nach Albi. Wie früher heisst: Für Autos vor Dir wird nicht mal Gas weggenommen...Aber vor Albi bin ich schon geblitzt worden und lasse es gaaanz langsam gehen. Zum Glück, da stand schon wieder ein Auto der Gendarmerie auf Lauer...Das kostet dann, nach Abzug der Messungenauigkeit von 5%, 95 Euronen für 1 bis 20 Km/h drüber. Bei sofortiger Zahlung nur 50. Danach wird's RICHTIG teuer.

Bei solch einer Europatour fährt man in kurzer Zeit durch soviele Länder mit verschiedenen Regeln und unbekannten Strecken, dass da zwangsläufig mal die eine oder andere Regel übertreten wird - ohne den Verkehr im geringsten zu gefährden oder zu behindern, im Gegenteil, auf dem Motorrad muss das Fahren intuitiv bleiben.

 

Endlich bin ich wieder im Lande! Home, sweet home! Gudruns Uhr zeigt 121801 Km.

 

Die "route des crêtes" zwischen La Ciotat und CassisDie "route des crêtes" zwischen La Ciotat und CassisDas Team noch komplett auf der Fähre. Bis zur nächsten Tour, die Linke zum Gruss!Das Team noch komplett auf der Fähre. Bis zur nächsten Tour, die Linke zum Gruss!

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27.05.2018 11:27    |    Jungbiker

Hi TDIBiker,

 

schöner Bericht, coole Maschinen, tolle Landschaft.

Alles Gute für Deinen Kumpel. Hoffe es geht ihm schon wieder besser.

 

Gruß

Jungbiker

 

PS: Deine Semmelknödel sehen aus wie Blutwürscht :D


27.05.2018 16:47    |    TDIBIKER

Hi Jungbiker, danke für den Kommentar. Das waren österreichische Semmelknödel, die sahen irgendwie anders aus als die von Pfanni. ;) Der Kollege läuft schon wieder herum, allerdings mit einem Sehnenanriss. Und die Dame, die ihn angefahren hat, hat sich nachträglich entschuldigt. Die Menschen sind meist nicht so schlecht, wie man meint.


31.05.2018 02:27    |    Twinni

Geile Tour. Möchte ich gerne mal mit der Harley fahren. Aber im September geht's erstmal nach Tirol. Auch nicht schlecht. Gute Besserung für den Umgefallenen. P.S.: in Dubai gibt's keinen 700 m Kratzer.


31.05.2018 08:51    |    TDIBIKER

Hi Twinni, bin nicht so der Experte für Wolkenkratzer, war auch noch nie da, aber ich meine den Burj Khalifa in Dubai. Mike erzählte, wenn man ganz oben ist und Wind, schwankt die Chose mit einer Amplitüde von 4 Metern hin und her...kann ich aber nur nacherzählen, hab's nicht erlebt. Toll, alles was es auf der Welt gibt und noch zu erleben ist....dann wünsche ich eine unfallfreie Fahrt ohne Blitze...


01.06.2018 10:29    |    Karlodererste

Bisher habe ich wohl keine Kommentare dazu abgelassen, obwohl ich den Bericht super finde und vor einiger Zeit auch gelesen habe. Weckt in mir Fernweh, was sich leider jetzt nicht mehr erfüllen lässt es mal in Realität nach zu machen. Um so schönen ist, darüber was zu lesen. Danke.


01.06.2018 10:36    |    TDIBIKER

Oh, danke, Karlo. Sag' mal, ich bin damals mit der 125er nach Marokko gefahren. Setz Dich einfach auf deinen Bock und fahr nach Süden, oder wohin dein innerer Kompass Dich lotst. Kannst auch gern hier vorbei kommen. Das sind von Essen aus - Moment - nur 1190 KM. 3 eher kurze Fahrtage mit der Koreanerin...


01.06.2018 11:24    |    Karlodererste

Danke für die gute Idee. Vermutlich muss ich mich dann Richtung Südfrankreich halten? Weiß ja deinen Wohnort nicht, aber Frankreich (Paris - 5 Jahre mit dort beheimatete Freundin in jungen Jahren) ist sowieso mein Traumland. Und kurz hinter Nizza habe ich auch bereits herrliche Urlaubszeiten verlebt. Dieses Jahr wird es leider nicht mehr klappen. Schade. Mal Lottoscheine ausfüllen. :D


01.06.2018 11:42    |    Karlodererste

Habe mal gerade maps bemüht: 1233 über Lyon, wäre ja in einem Rutsch zu schaffen. Aber wahnsinnig viele Baustellen. 12:22 Std. sitze ich auf einer Backe eigentlich ab, wenn kein Hexenschuß und viele Gewitter mich stoppen. Aber mal im Auge behalten. Über Paris wäre schlecht: könnte bei der Jugendfreundin hängen bleiben, wenn die nicht von einem Franzosen beschützt wird. :D


01.06.2018 11:43    |    TDIBIKER

Südwesten. Und immer geradeaus...;)

 

Mhm. Mit der Gudrun schaff' ich das, ist kein Problem. Auf einer unverkleideten

125er sieht die Sache schon anders aus. Geh eher von 16-18 Stunden aus, mit Tanken und Ausruhen.

Das ist schon eine echte Leistung. Und Lyon vermeide ich - viel Stau.


01.06.2018 12:23    |    Karlodererste

Wie sieht es eigentlich mit den Mautgebühren bei den Mopeds aus? Habe da 10 Gebührenpflichtige Abschnitte gesehen. Meine letzte Tour Lyon war ca. 2000 mit einem Campingbus, der aber in De als Lastwagen zugelassen war und dadurch höhere Gebühren hatte. Aber auch bereits vergessen. Vielleicht sind die Mopeds frei? Und die Geschwindigkeit ist ja eh begrenzt in Frankreich. War aber immer über Mühlhausen gefahren. Für die alten grauen Zellen ist es besser nicht ohne Navi durch die Gegend zu gondeln. Das Mittelmeer reizt natürlich auch und in der Nachsaison ist es vielleicht alles einfacher. Mal schauen, was sich machen lässt. Muss auch mal den Motor schecken lassen. Hoffentlich kommt von da keine böse Überraschung.


01.06.2018 12:55    |    TDIBIKER

Moppeds sind Klasse 5, kosten etwas mehr als die Hälfte eines PKW (Klasse 1).


07.06.2018 16:28    |    Lewellyn

Mautgebühren? Kürzeste Route, Autobahnen vermeiden und einfach der magentafarbenen Linie folgen. ;)


07.06.2018 18:00    |    Karlodererste

Danke @Lewellyn dabei geht es wohl nicht ohne Routenplaner. In Belgien habe ich mich schon einmal verfranzt auf dem Weg nach Südfrankreich. Was zeigt denn eine magentafarbene Linie an? Eine App auf dem Smartphone? Habe keine Ahnung, wie man lesen kann.


07.06.2018 19:28    |    Lewellyn

Das ist die Anzeige auf dem Bildschirm vom Garmin Motorradnavi.

 

;)


Bild

11.06.2018 11:38    |    TDIBIKER

;) Bei meinem TomTom ist sie blau...

 

Aber Lew hat natürlich Recht. Kürzeste Strecke, Maut vermeiden, und gib ihm.


11.06.2018 15:33    |    TDIBIKER

Zur Umfrage, ob Motorradfahrer zu viel geblitzt werden:

 

Wir leben in einer Welt der digitalisierten Datenerfassung. Fahre ich an einem Tag durch 3 oder 4 Länder, bin ich zwangsläufig mal etwas über der erlaubten Geschwindigkeit auf einem gewissen Teilstück der Strecke. Nobody is perfect.

Bin ich deshalb ein schlechter Fahrer?

Oder gar ein Verkehrsgangster? Nein! Dafür spricht meine tadellose Unfallbilanz, auf einer halben Millionen Kilometern in Motorradsätteln. Nach jeder Tour wird mir mulmig, ich warte auf irgendwelche Geldforderungen aus irgendwelchen Ländern:

Wie letztes Jahr (91 Km/h auf einer Strecke wo 90 erlaubt sind), oder 77 auf einem Teilstück einer spanischen Autobahn!! (wo aus unerfindlichen Gründen auf einmal 70 war) usw... und das kann dann hunderte von Euros kosten.

 

Daher mein Vorschlag: Wird man eh dauernd geblitzt und überwacht, sollte es vielleicht auch mal positiv geahndet werden:

Für 10 mal die erlaubte Geschwindigkeit eingehalten, wird eine Überschreitung von weniger als 10% hinfällig...

Für 15 mal, eine Überschreitung von 15 % ??

Ist jetzt Utopia und Wunschdenken, wäre aber uns Motorradreisenden gegenüber gerecht.

Auf dem Motorrad kann ich nicht einfach mein cruise-control auf 79 Km/h einstellen, wenn da 80 gefordert ist, denn das Gas bestimmt die Linie, den Kurvenradius, die Schräglage...dem Motorradfahrer muss es gestattet sein, zu improvisieren. Ein Motorrad ist kein LKW.


12.06.2018 00:03    |    DoppelPfeil

Ich bin schon 3 mal von Berlin bis nach Spanien und zurück gefahren, Auch etwas in Italien und hatte null Problemo mit den Blitzer. Also noch nie geblitzt. OK, ich übertreibe auch nicht, lohnt sich aber auch meistens wenig. Es kann sein, dass ihr die anderen Strecken fahren, aber in Albi bin ich auch mal gewesen. Super Essen dort, übrigens.


12.06.2018 00:25    |    TDIBIKER

Ich hatte früher auch keine Probleme mit Blitzern. Erst in letzter Zeit....und immer mit der Gudrun. Seltsam...


12.06.2018 15:51    |    DoppelPfeil

Sie zieht alle Blicke auf sich, ist doch klar!


12.06.2018 16:46    |    TDIBIKER

Hihi..die wird gepeilt nach dem Motto: Schau mal - so eine hatte ich auch mal als Dienstmaschine :(

 

Wäre natürlich möglich.


12.06.2018 20:54    |    Karlodererste

Hatte mal ein Radarwarngerät: leider verboten. Wieso eigentlich? Wäre dann doch Waffengleichheit. Aber die Streckenwärter haben ja mittlerweile auch eine andere Meßtechnik. Ganz schwierig sind hier dir Strecken mit 30km/h-Begrenzung. Die Dosen drängeln ständig. Mit dem sehr drehfreudigen Möpp von mir, ist es viel schwieriger die 30 genau zu halten, als mit einem Auto, habe ich das Gefühl. Wohl dem, der eine Gudrun hat: die dreht zahmer und schön konstant, schon von Berufs wegen mit guter Erziehung ausgestattet und kam wohl auch deshalb für den Job in Frage.


13.06.2018 08:50    |    TDIBIKER

Mhm. Für 30 Km/h ist die Gudrun auch nix...und bei 80 Km/h komme ich nicht in den 5ten. Zu lang übersetzt.

Wenn jetzt demnächst hier 80 Km/h auf Landstrassen herrscht, habe ich ein echtes Problem...


15.06.2018 00:52    |    Karlodererste

Sehe es schon kommen: irgendwann steigen wir (wenn nicht in diese Kiste) auf diese elektrischen Dinger um (ooh Graus), nur um diese politischen Kastrierungen für lahmarsch.... Fortbewegung erfüllen zu können. Mist ist nur: war heute beim Arzt: der sagte: den Mist wirste wohl alle noch erleben bei deiner Gesundheit. Grrr ... lieber GAS geben


15.06.2018 13:05    |    TDIBIKER

Prima Karlo! Bleib' gesund und freu' Dich des Lebens. Und 80 Km/h ist ideales Reisetempo für 125er...


10.07.2018 08:34    |    hoinzi

Schöner Bericht. :)

 

Zum Thema Blitzen: ich habe gerade die Tage eine Knolle aus Frankreich bekommen, dabei habe ich eigentlich so aufgepasst, das Limit nicht zu überschreiten...

 

Aber an einem Kreisverkehr haben sich ein paar Autos zwischen meinen Kumpel und mich gequetscht und sind dann getuckert, da bin ich halt dann vorbei. Jetzt weiß ich auch, warum die so geschlichen sind. :D


28.07.2018 22:11    |    TDIBIKER

Mein Beileid. Nimm es als Beitrag gegen die frz. Staatsverschuldung...


Deine Antwort auf "2018: Hart, feucht und glitschig - Gudrun's Tour d'Europe"

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