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17.08.2016 23:50    |    flo-95    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Bergen - die regenreichste Großstadt Europas.

Durch den Zeltabbau sind sind wir noch völlig durchnässt als wir den Mazda am Straßenrad abstellen. Der Wischer wischt noch wild vor sich hin. Wollen wir wirklich aussteigen? Wir schnappen uns unsere Regenschirme, die dank des Windes nicht wirklich zu gebrauchen sind und stürzen ins Atlantis Norweges. Bergen ist wirklich sehenswert. Die kleinen Gassen in Bryggen und der Fischmarkt sind überdacht. Wir gönnen uns einige Spezialitäten auf dem Markt und eilen anschließend wieder zurück zum Auto. Unter der Regenjacke ist es trotzdem nass, die hellgraue Trekking-Hose ist fast schwarz und klebt an den Beinen, beim Auftreten drückt es Wasser aus den Schuhen. Nein, Spaß macht das nicht.

Also ab ins Auto und erstmal trocknen. Kilometer reißen steht mal wieder auf dem Programm. Gegen Nachmittag kommen wir in Haugesund an. Wir mieten eine viel zu teure Hütte auf einem Campingplatz an der Küste. Zelter gibt es hier nicht. Kein Wunder, denn der Wind macht es einem schwer auf der Stelle stehen zu bleiben, der Regen klatscht wie kleine Nadeln ins Gesicht und das Meer tobt. Nichts wie in die Hütte, die großzügig ist und neben einem Heizgebläse sogar eine Koch- / Spülgelegenheit bietet. Super, dann müssen wir heute nicht mehr raus!

 

Am nächsten Tag geht es über Stavanger nach Strand. In Stavanger halten wir kurz und schauen uns die schöne Innenstadt sowie den Hafen an, bevor wir mit einer Fähre 15 km nach Strand übersetzen. Von dort aus geht es Richtung Preikestolen, den wir am nächsten Tag erwandern wollen. Wir suchen eine Hütte für zwei Nächte. Auf Zelten haben wir bei dem Wetter alle keinen Bock. Doch alle Hütten im Umkreis von 30 km sind ausgebucht. Wir wenden uns also notgedrungen an die Touristinformation in Joerpeland mit der Frage nach einer billigen Unterkunft. Uns wird eine Art “Herberge” in ca. 30 km Entfernung empfohlen, die wir dann auch gleich anfahren. Flo und Tobi gehen zur Rezeption und fragen nach ob noch eine Übernachtungsmöglichkeit frei wäre. Die Rezeptionistin überlegt eine Weile und meint dann, dass noch ein Zimmer frei sei. Auf unseren Hinweis dass wir zu dritt seien, weiß sie jedoch keine Antwort - es ist nur ein Doppelzimmer. Erst unsere Frage, ob wir eine Luftmatratze dazulegen könnten entspannt die Lage wieder. Im strömenden Regen laufen wir zum vorletzten Haus auf dem Gelände und gehen in den Keller. Hier ist unser Zimmer und sogar ein Bad ist dabei. Die schmale Luftmatratze passt nur ins Zimmer weil wir die Betten zusammenschieben und in die Ecke rücken. Noch zwei Reisetaschen in das Zimmer und der Boden ist nirgends mehr sichtbar. Aber wir sind ja eh nur zum Schlafen dort drin. Im Empfangsgebäude gibt es einen großen, urig eingerichteten Aufenthaltsbereich mit Esstischen, gemütlichen Ledersofas und einer tollen Aussicht. Auch eine ausgestattete Küche ist vorhanden. Wir belagern gleich eine Sofagarnitur mit Tisch und Blick aufs Landesinnere. Der weitere Abend verstreicht mit Kochen, Essen und Kartenspielen.

 

 

Am nächsten Morgen wollen wir zeitig los um auf den Preikestolen zu wandern - ab dem späten Nachmittag soll es wieder regnen. Wir programmieren das Navi. Schon zwei Kilometer vor dem Parkplatz werden wir auf einen Ausweichparkplatz umgeleitet und dürfen 150 Kronen (ca. 16 Euro) Parkgebühren zahlen. Vor dem Start noch was kleines essen und auf gehts. Über steinige Wege geht es knapp vier Kilometer bis zum Ziel. Leider sind wir schon zu spät - Völkerwanderung ist angesagt. Oben angekommen genießen wir eine schöne Aussicht in den Lysefjord. Leider sind wir nicht allein - auch halb Deutschland ist hier oben. Wir suchen uns einen ruhigen, eher windstillen, Platz für die Rast. Neben uns zuerst die typisch schwäbische Familie, danach die typischen Urbayern mit bayrischer Flagge, Bier, nem Flachmann und einer Oma die mit ihrem Organ den ganzen Felsbrocken in tiefstem Bayrisch unterhält (wir haben kein Wort verstanden) - Fremdschämen pur. Nachdem wir uns auch an den Abgrund wagten und ein paar Fotos machten, ging es zurück.

 

 

Der Abstieg geht dann deutlich schneller und pünktlich zum Regen sind wir wieder zurück in unserer Unterkunft, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen. Am nächsten Tag steht nochmal Kilometerreißen an, doch der Tag beginnt mit einem fahrerischen Highlight. Von der Unterkunft geht es in Richtung des Lysefjords, wo wir mit der Fähre bis zum Ende des Fjords nach Lysebotn fahren möchten. Als wir immer näher zum Fjord und damit zum Fähranleger kommen, fragen wir uns doch, ob wir hier überhaupt richtig sind bzw. wie oft die Fähre hier denn wohl fährt, denn uns begegnet weit und breit kein Auto, lediglich Schafe blockieren mal wieder die Straße. Als auch wenige hundert Meter vor der Ankunft am Fähranleger noch nicht an Zivilisation zu denken ist, zweifeln wir schon stark, doch nach der letzten Kurve können wir aufatmen: wir sehen den Fähranleger, an dem ca. 5 Autos warten. Hinten eingereiht, sehen wir auch schon die Fähre auf uns zukommen - besser hätte es nicht laufen können. Als wir auf die Fähre fahren, müssen wir jedoch sehr schlucken, denn die Fährfahrt soll 990 Kronen (über 100€) kosten! Naja, eine andere Wahl haben wir nun wohl leider nicht mehr. In sehr gemütlichem Tempo geht es nun also durch den Fjord nach Lysebotn. Dort angekommen, wollen wir noch kurz warten, da wir gleich eine sehr schöne Strecke fahren wollen und nicht im Kriechgang hinter Bussen, LKWs und langsamen Autos fest hängen wollen. Nach einigen Minuten, die wir als ausreichend empfinden, starten wir auf die Passstraße in Richtung Sirdal, die Flo unbedingt fahren wollte, da er vorher einen Bericht von Top Gear las, in der diese Strecke sehr empfohlen wurde. Zu Beginn geht es in einen Tunnel, der schon die erste “Serpentine” beinhaltet. Mitten in der Serpentine laufen wir jedoch auf einen Pulk sehr langsamer Fahrzeuge auf - wir hätten wohl noch länger warten sollen. So hängen wir nun mehrere Minuten hinter einem Reisebus, da man auf den ersten Kilometern weder überholen kann, noch es Haltebuchten zum erneuten warten gibt. Nach einigen Serpentinen und vielen Höhenmetern entdecken wir einen Parkplatz, auf dem wir direkt anhalten, um einerseits Abstand zu den anderen Fahrzeugen gewinnen zu können und andererseits einen Happen frühstücken zu können. Hier genießen wir auch eine schöne Aussicht auf das Tal auf der einen Seite, sowie einen kleinen Wasserfall auf der anderen Seite. Nach ca. 15 Minuten geht es weiter und wir erklimmen die letzten Serpentinen, die dank wenig Verkehr auch schön zu fahren sind. Oben angekommen, befinden wir uns auf einer Art Hochebene, die sowohl landschaftlich als auch fahrerisch begeistern kann. So fahren wir ca. 25 Kilometer durch diese Hochebene, vorbei an interessanten Felsformationen, Seen und erneut einigen Schafen. Wir können es nur jedem empfehlen, diese beeindruckende Strecke selbst zu erfahren, wenn man schon in der Nähe ist.

 

 

Im Anschluss an dieses Highlight steht noch ein relativ straffes Programm, denn Ziel ist es, nocheinmal kurz vor Kristiansand wild zu campen, was weitere etwa 4 Stunden Fahrt bedeutet. Wir finden ca. 40 km vor Kristiansand eine schöne Wiese mit einem See auf der wir unser immer noch klatschnasses Zelt in der Sonne aufbauen um es endlich trocknen zu lassen. Wir machen es uns am See gemütlich, doch vor dem Kochen lassen wir es uns nicht nehmen, endlich einmal baden zu gehen. Der Abend wird dann kühl, so dass wir uns zum Kartenspiel ins Zelt zurückziehen. Am nächsten Morgen werden wir durch lautes Geprassel geweckt - nicht schon wieder Regen. Es schifft und wir dürfen mal wieder im strömenden Regen das Zelt abbauen. Danach geht es direkt nach Kristiansand, wo am frühen Nachmittag unsere Fähre startet. Da wir 2,5 Stunden vor Anfahrt da sind, fahren wir noch kurz durch die Stadt. Aussteigen möchte bei dem Regen aber keiner.

 

Die Fähre ist ein kleiner Katamaran und das Meer wilder als erwartet. Ganz schlechte Voraussetzungen für Seekranke. Tobias geht daher lieber mal an Deck - zwei Minuten später kommt er wieder zurück nach unten - klatschnass. Das Spritzwasser der Fähre durchweicht einen sofort - hohe Wellen und Fahrgeschwindigkeiten über 60 km/h zeigen da Wirkung. Nur hinten kann man es aushalten, da spritzt es zwar auch, aber weniger, dafür stinkt es nach den Abgasen. Nach ca. zweieinhalb Stunden geht die Qual zu Ende und wir dürfen endlich zurück aufs Festland. Am Abend erreichen wir Hamburg, essen unterwegs noch etwas kleines und Tobi fällt dann erschöpft ins Bett. Flo und Nick lassen es sich trotz der Uhrzeit nicht nehmen noch ein kleines Tuningtreffen zu besuchen, wo auch ein paar Kumpels von Nick sind, die den Mazda begutachten (und für sehr schick befinden).

 

 

Am Samstag wird nach dem ausschlafen der Mazda einer Komplettreinigung unterzogen. Die fleißigen Männer von Mr.Wash haben ordentlich was zu tun. Anschließend bringen wir Nicks Cabrio noch zu Niclas, wo es bald einer Revision unterzogen wird. Bevor in Windeseile das halbe Auto zerlegt wird, darf der Mazda noch auf die Bühne. Für ein anderthalb Jahre altes Auto sehen Beschichtungen und Gummis garnicht mal so gut aus…

 

 

Abends gehen wir essen und schießen noch ein paar Fotos des schicken Gefährts in der Stadt (Bilder folgen im Abschlussartikel). Sonntagmorgen um 7 Uhr starten Flo und Tobias dann nach Berlin um den Mazda wieder sauber und vollgetankt zurück an MotorTalk zu übergeben. Über 4900 km sind wir mit dem Mazda nun in zwei Wochen gefahren. Unsere Meinungen und Eindrücke werdet ihr demnächst in einem eigenen Testbericht lesen können.

Von Berlin aus geht es dann wieder mit Tobias’ 5er zurück in die Heimat für Flo und Tobias. Die Rückfahrt verläuft problemlos, so dass am frühen Abend alle wohlbehalten Zuhause sein können.

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08.08.2016 11:26    |    nick_rs    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Am Freitagmorgen fahren wir vom Campingplatz aus direkt nach Trondheim, um die Stadt zu besichtigen. Im Vorfeld haben wir gehört, dass es eine der sehenswertesten Städte in Norwegen sein soll. Zur Zeit unseres Besuchs findet auch gerade das Festival Oi! statt, bei dem regionale Spezialitäten angeboten werden. Wir besichtigen die Altstadt und schlendern durch den Park. Der Park ist voller Kinder mit Warnwesten und Betreuern, selbst auf dem Friedhof um die Kirche und auf den Gräbern wimmelt es von Kindern - keine Ahnung was da veranstaltet wird.

 

Bevor wir zurück zum Auto gehen, laufen wir nocheinmal durch die Spezialitätenmeile und gönnen uns dort etwas zum Mittagessen. Neben der schönen Altstadt mit dem Fluss fällt uns auch die enorme Anzahl an Elektroautos im Straßenverkehr auf. Nissan Leaf, Tesla Model S, Kia Soul EV, VW E-Golf, VW E-Up, Mitsubishi i-MIEV, Citroën C-Zero, Peugeot Ion, Renault Zoe - das volle Programm können wir beobachten.

 

 

Am Mittag starten wir in Richtung Kristiansund und wollen auf einer vorgelagerten Insel mal wieder eine Nacht in der freien Natur am Wasser verbringen. Alles ist bebaut, nicht erreichbar, Privatgrundstück oder landwirtschaftlich genutzte Fläche. Wir fahren mal wieder einen Weg in Richtung Küste. Es ist ein Wanderparkplatz ausgeschrieben - in 1,8 km. Die Straße wird zum Schotterweg, der Schotter wird immer gröber - wir sehen den Wanderweg - jedoch keinen Parkplatz. Wir fahren weiter, der Weg ist nur noch eine vertiefte Spur in der Wiese bzw. zwischen Felsgestein und wir gelangen an der Küste an eine Reihe einiger Bootshäuser. Hmm, schon wieder Privatgrund. Wir entdecken eine schöne Wiese in der Nähe und während Nick und Flo versuchen auf dem IPad herauszufinden, ob diese Wiese zu einem Privatgrundstück gehört, beschließt Tobi die Gegend zu Fuß zu erkunden und zu gucken wie die Wiese erreichbar ist. Beide Parteien stellen fest, dass die Wiese leider nicht erreichbar ist.

 

Tobi läuft zurück zu den anderen und trifft dabei auf den Bewohner des letzen Hauses vor der Küste, der gerade einen Topf am Wasser ausspülen will. Aus dem Aufeinandertreffen entwickelt sich ein nettes Gespräch und am Ende erzählt uns der Herr, dass das weiße Bootshaus seines sei und wir gerne davor unser Zelt aufbauen können. Möglichst auf der Wiese davor, so dass der Abstand zu einem anderen Haus in der Nähe eingehalten wird. Wir werden außerdem gebeten das Auto neben der Hütte zu parken - für Notfälle. Es sei alles überhaupt kein Problem, wir würden sowieso niemanden mehr antreffen.

 

 

Es gäbe auf der anderen Seite der Küste, nicht weit entfernt, einen sehr sehenswerten Leuchtturm. Man könne auch einen Rundweg machen indem man an der Küste über die Felsen hinlaufe und auf dem Wanderweg übers Land zurück. Wir bauen unser Zelt auf der Wiese vor der Hütte auf und stellen unsere Stühle und Tische auf den Kai wo wir uns entspannen. Schon nach kurzer Zeit laufen Kinder am Wasser entlang, die sich in tiefstem bayrischen Dialekt unterhalten. Laut "unserem" Norweger eine bayrische Familie, denen das Nachbarhaus gehört. Von wegen heute kommt niemand mehr. Wir beschließen, den gemütlichen Spaziergang zum Leuchtturm auf der anderen Inselseite zu unternehmen. Relativ schnell dürfen wir feststellen, dass es an der felsigen Küste ohne geeignetes Schuhwerk nicht ganz so einfach vorwärts geht. An einer tiefen Felsspalte trennen sich dann unsere Wege. Tobi, der als einziger Wanderschuhwerk trägt, springt hinüber und läuft an der Felsküste weiter zum Leuchtturm. Flo und Nick umschiffen die Felsspalte und laufen über die Heidelandschaft Richtung Leuchtturm. Unter der Heideoberfläche ist leider der Untergrund nicht ganz ersichtlich, so dass Nick plötzlich in einem Loch verschwindet. Am Leuchtturm treffen wir wieder aufeinander und gönnen uns ersteinmal ein schönes (mitgebrachtes) Bier. Als es uns durch den Atlantikwind zu frisch wird, laufen wir über den Wanderweg zurück zu unserem Zelt. Doch wir sind nicht alleine dort.

 

Im Nachbarbootshaus werkeln drei Norweger. Wir sprechen sie an, auch weil unser Zelt eben zum Teil auf ihrem Privatgrund steht und schildern die Situation. Doch in Skandinavien sind die Leute sehr freundlich und wir dürfen bleiben. Wir werden noch auf die Mücken hingewiesen, die bei der Dämmerung herauskommen und sehr lästig sind. Bisher sehen wir sie noch nicht. Wir beginnen unsere Mahlzeit vorzubereiten und plötzlich sind sie überall. Mücken, Mücken, Mücken, Mücken und noch mehr Mücken, Mücken, Mücken. Kleine Mücken die sich auf die Haut setzen und stechen. Zwar nicht so wie die bei uns verbreiteten Stechmücken, bei denen nachher alles anschwillt, aber ein kurzer Schmerz ist doch zu spüren. (Die normalen Stechmücken mischen sich natürlich unter die kleinen Mücken). Unser freundlicher Nachbar, der gerade dabei ist eine Geburtstagsfeier für den nächsten Tag vorzubereiten, gibt uns den Tipp ein Feuer zu machen und mit Rauch die Mücken von uns fernzuhalten. Er verschwindet in seinem Häuschen und kommt mit einem Sack Holz wieder und beginnt am Strand ein Feuer anzufachen. Er gibt uns noch Tipps, wo wir besonders stark rauchende Pflanzen finden und führt uns dies gleich beispielhaft vor. Ein angenehmer Rauchgeruch - die Pflanze, die er gerade verbrennt, wird auch zum Räuchern von Fleisch verwendet - breitet sich aus, aber der Qualm beißt in den Augen. So sind wir den Rest des Abends damit beschäftigt, uns entweder vor den Mücken zu retten oder mit tränkenden Augen im Rauch des Feuers zu sitzen. Schade eigentlich. Das Plätzchen ist nämlich wirklich wunderschön und man könnte ewig draußen sitzen, da es selbst um Mitternacht noch hell draußen ist.

 

Am nächsten Morgen wachen wir recht früh auf. Regen fällt auf unser Zelt - na super. Wir beginnen im Regen unser Zelt abzubauen. Aber immer noch werden wir von dem Mücken geplagt. Schnell alles einpacken und weg von hier. Das sagt sich leichter als es ist. Wir müssen einen steilen Berg von der Küste über einen Wiesenweg hochfahren. Auf dem nassen Gras haben die Reifen natürlich nur wenig Grip, sodass wir es nur mit Anlaufnehmen und mehrmaligem Anschieben irgendwann nach oben auf den eigentlichen Feldweg schaffen. Schnell weg von hier und irgendwo unterwegs frühstücken.

 

Heute ist ein Tag mit zwei Highlights - erst die Atlantikstraße und dann Trollstigen. An der Atlantikstraße fahren wir einen Parkplatz an, um zu frühstücken und genießen die traumhafte Landschaft dabei. Auch die Atlantikstraße selbst ist eindrucksvoll gebaut und schön zu fahren.

 

 

Später kommen wir zum Trollstigen, einer eindrucksvollen Paßstraße, die sich einen Fels hochschlängelt. Oben angekommen steigen wir aus und machen den "Tourimarsch" zu einer Aussichtsplattform, wo wir einige Zeit verweilen. Einfach gigantisch und traumhaft. Nur schade, dass das Wetter nicht so mitspielt, den ganzen Tag haben wir immer wieder Regen. Unser heutiges Ziel ist Geiranger, welches an einem wunderschönen Fjord liegt. Wir erreichen dieses Ziel am Nachmittag, so dass uns noch Zeit bleibt, die touristischen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Heute gönnen wir uns wieder eine Hütte mit Blick auf den Fjord. Den Abend über spielen wir Karten und kratzen an unseren zahlreichen Stichen.

 

Der Sonntag bietet auf der Route sehr schöne Landschaften, jedoch keine vorher ausgesuchten Touri-Highlights. Daher fahren wir bis kurz hinter Bergen. Bergen ist als regenreichste Stadt Europas - was sie uns eindrucksvoll beweist - nicht wirklich zum campen geeignet. Leider hat kein Campingplatz eine Hütte mehr frei. Die ganze Nacht stürmt und regnet es und leider wird das heute morgen nicht besser, sodass wir auch im Regen wieder abbauen. Nun schauen wir uns erstmal - natürlich im Regen - Bergen an.

 

 

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05.08.2016 12:51    |    Telsch    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

"Lass uns morgen früh los kommen, wir haben viel vor" - "Okay, einen Wecker brauchen wir nicht, oder?" - "Nein nein, wir werden schon wach"

Wie naiv von uns :rolleyes:

Wir haben 11:30 Uhr und nun ziemlich Stress. Heute möchten wir noch nach Eidfjord. Aber erstmal müssen die 3 km bis zur nächsten asphaltierten Straße überwunden werden. Die Kiesgrube die wir durchqueren müssen sah gestern noch stillgelegt aus, heute ist hier richtig Verkehr und das ganze Gelände ist eine große Matschpfütze. Ein riesiges Baustellenfahrzeug rast auf uns zu und es sieht so aus, als würde er den hier wie ein Zwerg wirkenden Mazda gleich einfach überfahren. 5 m vor uns hält dieses Monster an und setzt zurück, um Kies aufzuladen. Puh, Aufregung. Jetzt müssen wir es nur noch durch die Matschlandschaft schaffen. Auch diese Aufgabe meistert der Mazda souverän, auch wenn er nun erstmal aussieht wie die Sau. Zuvor geht es aber zum Langfoss, einem eindrucksvollen Wasserfall, ebenso wie auch der Tvinfoss einer ist, den wir kurz darauf anschauen.

 

 

Später, in einem eindrucksvollen Tunnel mit Kreisverkehr verlieren sowohl wir als auch das Navi die Orientierung, sodass wir falsch abbiegen. Als wir in einer Haltebucht kurz halten um den Weg raus zu suchen, dauert es keine 30 Sekunden bis ein netter Mercedes Fahrer vor uns stoppt und uns hilft. Sehr nett also, die Skandinavier.

 

 

 

In Eidfjord beschließen wir, einen kleinen Campingplatz in einer wunderschönen Bucht aufzusuchen. Ausgiebig duschen muss eben auch mal sein.

Am nächsten Morgen - diesmal haben wir uns einen Wecker gestellt - möchten wir einen kleinen Spaziergang durch die Hadangervidda machen. Aus dem kleinen Spaziergang wird nach ein bisschen verlaufen und Selbstüberschätzung eine 4 Stunden Wanderung.

Völlig fertig und froh, wieder auf weichem Ledergestühl Platz nehmen zu dürfen, geht es mit dem Auto weiter in Richtung Geilo, wobei wir die Hadangervidda Hochebene ein kleines Stück durchqueren. Die Aussicht auf die schöne Landschaft hier oben beeindruckt uns alle, weswegen wir hier Stunden verbringen könnten. Leider müssen wir weiter, da wir sehr lange für die Wanderung gebraucht hatten und noch bis Geilo kommen wollen.

 

 

Tobi erzählt schon seit Beginn des Urlaubs von einem guten Ziegenkäse, der eine Spezialität aus der Region ist, sodass wir diesen gerne probieren wollen. Da alle paar Kilometer ein Verkaufsstand für diesen Käse am Straßenrand steht, halten wir an einem dieser Stände an und probieren den Käse, der von 2 von 3 Leuten für gut befunden wird. So wird kurzerhand ein Päckchen Käse gekauft - der Preis von ca. 25€ schockiert uns dann aber doch etwas.

 

Als wir nahe der Straße einen Stausee entdecken, zu dem sogar direkt eine Straße führt, wenden wir um den See näher anzusehen, die Landschaft zu genießen und ein paar Fotos zu machen. In Geilo angekommen füllen wir erst einmal wieder unsere Vorräte auf, um die nächsten Tage überleben zu können. Ab da fahren wir langsam in Richtung Trondheim, suchen aber schnellstmöglich eine Übernachtungsstelle. Wir stoßen auf ein Umspannwerk, auf ein wohl militärisch genutztes Areal und jede Menge Häuser am Ende von Feldwegen. Da es mittlerweile auch regnet, beschließen wir den nächsten Campingplatz anzusteuern. Dort stellen wir fest, dass die Miete einer Hütte nicht wesentlich teurer als das Zelten selbst ist. Wir beschließen daher, uns den Aufbau des Zeltes im Regen zu sparen und eine Hütte zu beziehen. Die Hütte ist ausgestattet mit vier unbezogenen Betten, einer Kochplatte und einem Kühlschrank - perfekt um einen Großteil des Campingzubehörs im Mazda zu lassen. Wir verbringen eine ruhige Nacht auf eher unbequemen Betten - auf der einen Seite die große Straße auf der anderen Seite die Bahnlinie - die Bahn hupt natürlich bei jedem Vorbeifahren damit auch jeder weiß, dass andere um diese Zeit noch arbeiten müssen. Am nächsten Morgen geht es zeitig weiter nach Trondheim, den Zeltabbau können wir uns ja sparen. Knappe 500 km liegen vor uns. Wir Nullen die Verbrauchsanzeige, da wir wissen wollen was der Mazda bei normaler Fahrt auf norwegischen Straßen verbraucht. Am Ende der Fahrt zeigt der Bordcomputer nach knapp 7 Stunden Fahrzeit einen Durchschnittsverbrauch von gerade mal 4,4 Litern pro 100 km an. Ein neuer Bestwert und für ein Fahrzeug in dieser Größe und mit dieser Zuladung wirklich beachtlich. Die letzten beiden Tankfüllungen verbrauchte er ebenfalls beachtliche, errechnete 5,3 L. Auf der Fahrt steht ebenfalls wieder ein Tankstopp an, bei dem wir auch gleich eine Fahrzeugwäsche durchführen (wir erinnern uns an die Matschpfütze). Glücklicherweise gibt es eine Waschanlage zum Selberwaschen, Waschanlagenfahrten beginnen erst bei umgerechnet 20 Euro.

Während wir wieder durch bergige Landschaft und auf Hochebenen fahren, begegnen uns immer wieder kleine Schafherden. Nicht nur stehen oder laufen diese neben der Straße, manchmal liegen sie auch mitten auf der Straße und interessieren sich nicht für die ausweichenden Autos, der Asphalt muss wohl sehr bequem sein.

Kurz vor Trondheim suchen wir wieder nach einem geeigneten Schlafplatz, wieder ohne Erfolg in der freien Natur. Steilküste, Steinstrand, Häuser, private Felder: kein geeigneter Platz. Also wieder auf den Campingplatz, dafür gerade mal 20 m vom Fjord entfernt. Der Mazda schlägt sich bisher sehr gut. Hervorheben möchten wir hier den großen Stauraum in den Türen - in jeder findet problemlos eine 1,5 Liter Flasche Platz. Weiterhin erwähnenswert ist das gelegentlich sogar per Touchscreen bedienbare Navigationssystem (Option nur nach Lust und Laune des Navigationssystems nutzbar). Als nachteilig dagegen empfinden wir die geringe Höhe der Heckklappe die zu regelmäßigem Kopfkontakt beim Ausladen führt.

Heute wollen wir uns Trondheim ansehen und weiter nach Kristiansund fahren.

 

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02.08.2016 00:22    |    flo-95    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Es ist Samstag 6 Uhr morgens, als die große Fahrt steht an. Die Reise beginnt mit dem bereits vorher vollgepackten 5er von Tobias. Nachdem Nick in Stuttgart und Flo in Wertheim abgeholt wurden, gehts nach Berlin, wo Constantin und seine Freundin bereits auf uns warten. Wir tauschen unseren 5er gegen einen Mazda 6 mit exzellenter Ausstattung. Nach einigen Benzingesprächen und dem Erledigen der Formalien geht es nun ans Umladen. Wir dachten, die Enge auf der Rückbank des 5ers wird im Mazda besser, da wir mehr Gepäck im Kofferraum des Kombis unter bekommen, aber leider hat der Mazda selbst bis zur Dachkante nicht wirklich mehr Volumen als die 17 Jahre alte Limousine von Telsch, zumindest subjektiv.

Am Nachmittag fahren wir dann nach Hamburg, wo wir unsere erste Nacht in Nicks Wohnung verbringen. Auf dem Weg gehen wir noch einkaufen, um für die ersten Tage mit Lebensmitteln versorgt zu sein, da die Preise in Norwegen doch deutlich höher sind als in Deutschland. Bei Nick angekommen, laden wir nochmal alles aus, um den vorhandenen Platz sinnvoller nutzen zu können, indem wir kleine Lücken mit weichen Gegenständen ausfüllen. Schon vor der Tür werden wir von Nachbarn angesprochen, was das denn für ein schickes Auto sei. Auch von Familie und Freunden, die mit dem ersten Bildern versorgt wurden hören wir ähnliche Kommentare. Ja, der Mazda ist sehr gelungen, das finden auch wir. Ein Auto, nachdem wir uns noch mehrmals in diesem Urlaub umdrehen werden.

Nach einer kurzen Nacht starten wir am Sonntagmorgen Richtung Norden. Schon auf den ersten Kilometern lernen wir die Assistenzsysteme des Mazda zu schätzen. Vor allem der Abstandstempomat hat es uns angetan, weswegen er seitdem fast immer aktiv ist. Was dem hinten Sitzenden negativ auffällt: Die Schalter für die hintere Sitzheizung sind so positioniert, dass man diese imer versehentlich mit dem Ellenbogen einschaltet. Letzten Urlaub haben wir uns damit gegenseitig geärgert, jetzt ärgern wir uns selber :D.

 

 

Wir überqueren die dänische Grenze und fahren über die Brücken Storebælt und Öresund nach Schweden. Nördlich von Göteborg bei Stenungsund finden wir - vorerst einmal zu Fuß - in einem ruhig gelegenen Waldstück einen Ort in dem wir unser Zelt aufbauen. Zuvor musste der Mazda aber noch seine Geländegängigkeit unter Beweis stellen. Vom Übernachtungsplatz aus sind es nur wenige 100 Meter zum Fjord, wo wir auf einem halbinselförmigen Felsen unsere Pocketgrills aufbauen und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Vor dem Schlafengehen treffen wir noch auf zwei Quadfahrer die uns nach der nächsten Straße fragen, ansonsten ist es - abgesehen von Wolfgehäul und dem Knarzen eines umsturzgefährdeten Baums - absolut still. Als uns gegen Mitternacht in unseren Schlafsäcken die Äuglein zufallen ist das nicht anders - bis uns kurze Zeit später die Alarmanlage des Mazdas aus der Idylle reißt. Nach dem Abschalten des Lärms und einem kurzen Kontrollgang lautet die Diagnose: Fehlalarm. Die Nacht verläuft trotzdem relativ ruhig und so starten wir am folgenden Tag nach einem nahrhaften Frühstück Richtung Norwegen.

 

 

Nach wenigen Kilometern auf der Autobahn lotst uns das Navi des Mazda herunter auf die Landstraße, wo wir - ohne es zu merken - die Grenze zwischen Schweden und Norwegen passieren. Erst nach einigen Kilometern fällt uns auf, dass die Schilder und die Fahrbahnmarkierungen anders aussehen und nach einem kurzen Check auf der Karte des Navis herrscht Gewissheit, jetzt in Norwegen angekommen zu sein. Diese Etappe bescherte uns auch mit 4,7 Litern pro 100 km den niedrigsten Durchschnittsverbrauch bisher. Wiederum nur wenige Minuten später schickt es uns zurück auf die Autobahn, der wir bis zum Ort Moss etwas südlich von Oslo folgen, wo wir mit der Fähre nach Horten übersetzen. Die Autobahn liegt nun hinter uns, die letzten 180 Kilometer bis zum Tagesziel legen wir auf der Landstraße zurück. Unseren nächsten Übernachtungspunkt finden wir in Rauland direkt an einem See. Ein ordentliches Stück über einen unbefestigten Weg von der Straße entfernt "wo uns nie jemand finden wird" (Zitat Nick). Er wird kurz darauf durch einen entgegenkommenden Camper eines Besseren belehrt ;) Nach dem ersten auf dem Gaskocher zubereiteten Essen sitzen wir nun in der idyllischen Landschaft und verfassen diesen Blogartikel während wir von unzähligen Stechmücken, trotz Mückenschutz, zerstochen werden.

 

 

 

To be continued...

 

 

Weitere Bilder findet ihr in der Gallerie:

 

 

Sollten euch die Bilder gefallen, schaut doch mal hier vorbei, hier gibt es nach dem Urlaub auch noch mehr Bilder

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28.07.2016 18:17    |    nick_rs    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Über unseren erfolgreichen Trip mit dem Motor-Talk Kia Venga durch Italien haben wir vergangenen Sommer unter dem Namen "Venga-Boys" ausgiebig berichtet. Auch dieses Jahr sind wir wieder unterwegs, nur in die entgegengesetzte Richtung: Norwegen ist das Ziel! Robert ist dieses Jahr leider zeitlich verhindert, statt dessen geht Tobias "Telsch" mit auf Tour.

 

2 Wochen x 3 Motor-Talkler = 6

 

Wie die Mathelehrer immer schön fragen: "6 was? 6 Äpfel? 6 Jahreszeiten? 6 Weltwunder? 6 Zwerge?"

Das passt alles nicht, nein. Wir meinen unser Auto! Denn auch dieses Mal bekommen wir einen Motor-Talk Dauertester zur Verfügung gestellt: Den Mazda 6.

 

Am 30.07. geht es los. Wir holen gemeinsam mit einem BMW 5 den Mazda 6 :D in Berlin ab und verbringen anschließend eine Nacht bei Nick in Hamburg, bevor es über Dänemark und Schweden Richtung Norwegen geht. In Norwegen geht es über die Hardanger Vidda hoch bis nach Kristiansund (oder Trondheim - mal schauen wie weit wir kommen) und anschließend an der Küste wieder runter. Insgesamt ca. 4500 Kilometer.

 

Auch dieses Mal werden wir hier in kurzen Abständen über unsere Tour berichten und freuen uns, wenn Ihr uns digital begleitet :)

 

Flo, Tobi und Nick

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28.01.2016 22:50    |    nick_rs    |   Stichworte: Mit dem Venga durch Italien

Nach unserer Reise und um diesen Blog nicht unvollständig zu lassen möchten wir euch unseren Testbericht über den Venga nicht vorenthalten.

 

Diesen findet ihr im "News" Bereich unter folgendem Link: Klick mich hart und innig!


23.09.2015 22:16    |    flo-95    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Mit dem Venga durch Italien

Jaja, kaum ist der Urlaub rum beginnt der stressige Alltag und die Zeit zum bloggen fehlt. Sorrrryyyy.

Nach der südlichsten Nacht unserer Reise war jetzt ein Besuch in Neapel geplant. Da wir durch die vier Tage in Cavallino ordentlich Zeit verloren hatten und das Landesinnere so oder so nicht allzu interessant ist, brachen wir mit unserem Vorhaben, nicht die Autobahn zu benutzen und fuhren zügig Richtung Westen. Nach kurzer Zeit hatten wir Pompeji erreicht. Dort wollte Robb unbedingt die Überreste der Römerstadt sehen. Am Ortseingang von Pompeji waren wir ersteinmal geschockt. Noch nie hatten wir so viel Müll in öffentlichem Raum gesehen. Die ganze Stadt gleicht einer überdimensionalen Müllhalde. Auf jedem Meter liegen Säcke, alte Flaschen oder sonstiger Kruscht.

Wir führen also zügig zu dem besagten Touristenmagnet. Man konnte vieles schon von außen sehen, weswegen es Flo und Nick nicht einsahen 13€ Eintritt zu bezahlen und sich stattdessen im Café nebenan daran zu versuchen, die Bilder für den vorherigen Artikel hochzuladen (:D), während Robb sich die Ruinenstadt von innen ansah. Vieles dort ist noch sehr gut erhalten, grade die Straßen und die Grundmauern der Gebäude. Dazu ist das Gelände einfach riesig, es gibt wirklich vieles zu entdecken. Als etwas enttäuschend empfunden wurde hingegen, dass dort fast keine Informationen zu Pompeji zu finden waren. Man stellt sich das Gelände mehr wie ein Museum mit Infotafel etc. vor, es war allerdings einfach da :)

 

 

Nach Pompeji wollten wir Neapel anschauen. Dazu haben wir im Navi Neapel eingegeben und sind einfach drauf losgefahren. Schon als die Route für die folgenden 40km eine Fahrzeit von über 3 Stunden ausgeworfen hat, hätten wir eigentlich ahnen können, was gleich passieren wird. Naiverweise haben wir das für einen Fehler der Software gahalten und haben uns nichts weiter gedacht. Schon in Pompeji wurden die Straßenverhältnisse auf einmal ganz anders. Plötzlich Rollerfahrer überall, die scheinbar alle mit Suizidabsicht unterwegs waren, dazu war die Mehrzahl der Autos zerbeult und es ging meist nurnoch im Schneckentempo voran. Außerdem legten die Straßen nochmal einiges an den für Italien so typischen Merkmalen zu. Kaputte Straßen, Straßen, die noch aus der Römerzeit zu stammen scheinen mit ihren Kopfsteinfelsbrocken, dazu unklare Verkehrsführung. Der Übergang zu Neapel war quasi nicht vorhanden, die Städte gehen einfach nahtlos ineinander über. Und jetzt ging das Verkehrschaos so richtig los. Auf den Straßen ohne Markierungen wurden von den Fahrern plötzlich Spuren eröffnet, wo gar keine hingehörten, der Abstand zwischen den Autos sowohl in Fahrtrichtung als auch in seitlicher Richtung betrug in den seltensten Fällen mehr als eine Handbreite und dazu wurde meist auf beiden Straßenseiten in zwei, wenn nicht sogar in drei bis vier Reihen geparkt. Desweiteren hat immer derjenigen Vorfahrt, der sich am aggressivsten durchquetscht und zum allem Überfluss sind da nach wie vor die Rollenfahrer, die wohl denken Sie seien unverwundbar und fahren einfach, egal was da ist. Russische Dashcamvideos sind wahrlich ein Witz gegen diese Verkehrshölle. Und jetzt stellt euch vor ihr seid mit eurem Kia Venga, der kein halbes Jahr alt ist und einem von Motor-Talk zur Verfügung gestellt wurde mittendrin. Das waren wirklich drei Stunden purer Stress und Angst ums Auto. Glücklicherweise haben wir es irgendwie geschafft und nach einigen dreispurigen Kreisverkehren, auf die man nur mit viel Gewalt sowohl drauf, als auch wieder runter gekommen ist, hatten wir plötzlich eine nur noch einspurige und eher leere Straße vor uns. Nach dieser Tortour ließ die Anspannung langsam nach und alle fühlten sich befreit und glücklich.

 

 

Nach dem Nervenkrieg in Neapel übernachteten wir auf einem schönen Campingplatz und genossen den traumhaften Sonnenuntergang. Am nächsten Tag stand eigentlich Rom auf dem Plan, aber angesichts des Nervenkriegs in Neapel und dem Zeitdruck beschlossen wir, nicht mit dem Auto durch Rom zu fahren und die Stadt ein anderes Mal zu besuchen, wenn mehr Zeit und kein Auto dabei ist. Also umfuhren wir Rom, nachdem wir zuvor an der Küste entlang fuhren, wieder über die Autobahn um uns nach wenigen Stunden Pienza anzuschauen. Flo hatte gehört, dass dies eine Bilderbuchkleinstadt in der Toskana ist. Und das war es auch. Kleines Städtchen, enge Gassen und eine herrliche Landschaft, welche vor langer Zeit nach dem Vorbild einer malerischen Vorstellung von Menschenhand umgestaltet wurde.

 

 

 

Nach Pienza fuhren wir direkt nach Florenz, da es schon sehr spät war. In den Bergen, umgeben von schmalen Straßen, ganz oben steuerten wir einen Campingplatz an, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über ganz Florenz genießen konnte. Bei leckerem Essen, ein paar Gläschen Rotwein und natürlich dieser Aussicht ließen wir den Tag ausklingen.

 

 

Am nächsten Tag fuhren wir dann in das Zentrum von Florenz. Nachdem wir ca. 3 Runden durch die Innenstadt gedreht hatten, da wir keinen Parkplatz gefunden und dazu nicht nur ein mal das Abbiegen verpasst haben, haben wir uns über die wunderbaren Straßenverhältnisse mit richtigen Spuren, Ampeln und einigermaßen rücksichtsvollen Fahrern gefreut. Wir sind dann in einem Parkhaus direkt am Zentrum gelandet und sind einfach drauf losgelaufen. Leider braucht man etwas mehr als unsere anderthalb Stunden, um sich Florenz mit all seinen kulturellen Möglichkeiten anzuschauen, so bekamen wir nur einen kurzen Überblick und fuhren schon recht bald weiter.

 

 

 

 

Auch Nick hatte einen Wunschort in der Toskana, nämlich die Kleinstadt San Gimignano, von der er hörte, sie soll sehr sehenswert sein. Und in der Tat, auch dieses Städtchen war es wert, anzusehen. Die kleinen Gassen und die alten Gebäude waren ähnlich denen, die wir in Pienza sahen, doch die Stadt hat ein besonderes Merkmal: ihre sogenannten Geschlechtertürme. Wer im Mittelalter den höchsten Turm hatte, genoss das höchste Ansehen, daher überboten sich die Familien gegenseitig, sodass heute noch 15 Türme erhalten sind. Leider ist der kleine Ort von Touristen überlaufen, sodass es schwer wurde, einen Parkplatz zu finden, wollte man nicht noch kilometerweit laufen. Auch die beiden Eisdielen im Ort hatten lange Schlangen, die jeweils aus geschätzt etwa 100 Leuten bestanden, weswegen unsere Lust auf Eis doch schnell verging. Nach einer Runde um das Zentrum herum ging es auch schon weiter in Richtung Pisa, das wir an diesem Tag noch sehen wollten.

 

 

In Pisa haben wir nur einen wirklich kurzen Ausflug zum schiefen Turm gemacht. Auto an einer Seitenstraße abgestellt, fünf Minuten hin gelaufen, ein paar Fotos gemacht, uns über die ganzen Leute amüsiert, die witzig in der Luft hingen, um das berühmte Anlehn-Foto zu machen, und sind wieder zurückgelaufen. Das wars. Danach sind wir noch weiter zur Küste gefahren, wo wir einen wirklich schönen Campingplatz fanden, von dem man auf die nahegelegene Bucht schauen konnte. Dabei sahen wir einige Kreuzfahrtschiffe, die anscheinend Grußmanöver fuhren. Hoffentlich hatten diese die Seekarten gelesen, anders als ein gewisser Herr Schettino vor 3 Jahren :D

 

 

Nach unserer letzten Nacht mit Ausblick auf das Mittelmeer ging es zügig weiter in Richtung Norden. Da wir an diesem Tag möglichst weit in Richtung Schweizer Grenze, jedoch nicht bis in die Alpenrepublik fahren wollten, nahmen wir erneut die Autobahn, die uns ca. 3 Stunden sparte. Unser Ziel war hierbei Arbosto am Comer See.

Am Comer See brauchten wir alleine über eine Stunde, um unseren Campingplatz zu erreichen. Dafür fuhren wir die meiste Zeit direkt am See gen Norden, allerdings wurden mittlerweile viele Straßen am See entlang durch Tunnel ersetzt. Das ist zum Vorankommen sicherlich nützlich, für die Intention unserer Fahrt allerdings eher hinderlich. Unser Platz lag direkt am See, das konnten wir dann aber wegen Regen und kaltem Wind nicht nutzen. Das erste mal keine Sonne diesem Urlaub, ist genehmigt! Wir haben dann einfach den Venga genommen und sind durch die Gegend gefahren. Bergauf, Fotosession, wieder Bergab und dann zu einem großen Supermarkt, um noch Hamsterkäufe an Lemon- / Orangesoda zu tätigen ;) Dieser kam uns aber mehr vor wie ein Großmarkt. Seht selbst:

 

 

So kurz vor dem Ende war es dann Zeit, die endgültige Auswertung des zwischenzeitlich auch um Fiat Pandas erweiterten "Punto-Spiels" vorzunehmen. Durch die Aufnahme des Panda in unser Spiel gab es schnell keine Ruhe mehr im Auto, ständig sah jemand eines der gesuchten Fahrzeuge, die wohl auch als Rudeltiere auftreten. Der offizielle Endstand lautet daher:

Punto-Counter: 5837

Panda-Counter: 1729

Multipla-Counter: 694

Venga-Counter: 86

;)

 

 

Die Fahrt am nächsten Tag führte uns zu unserer letzten Übernachtung am Bodensee. Alleine an diesem Tag waren wir in 5 Ländern. Zuerst Italien, dann die Schweiz, kurz durch Liechtenstein, wieder durch die Schweiz, dann am Bodensee kurz nach Österreich und schließlich final zurück nach Deutschland. Und bis auf Stau in Vaduz und an den Grenzübergängen am Bodensee war es wirklich eine schöne Fahrt über mehrheitlich schöne Landstraßen, wobei wir natürlich genauesten aufs Tempolimit bedacht waren. Immerhin hatte einer von uns bereits ein schweizer Ticket bezahlen müssen und das wollten wir natürlich ungerne wiederholen. Am Bodensee angekommen war es dann schlagartig vorbei mit der Dolce Vita. Jetzt war wieder urdeutsche Servicementalität und Starrheit an der Reihe. Beim Campingplatz wollten wir schon am Abend bezahlen, damit wir am nächsten Früh direkt ohne Umwege losmachen könnten. Der Plan scheiterte jedoch daran, dass der gar nicht mal so nette Herr an der Rezeption schon die Kasse gezählt hatte und unser Geld nicht nehmen wollte. Auf dem Platz selbst gab es dann wunderbar frische Landluft ;) bei 15 Grad Außentemperatur. Aaaach, endlich wieder daheim :D. Direkt nach dem Aufbau des Zeltes zog ein kurzer Sturm auf der dieses fast wegpustete. Kurzerhand wurde der Vega als Windschutz missbraucht ;). Abends gab es dann noch schwäbische Küche runtergespült mit einem Pils und dann ging es auch schon ins Bett.

 

 

Nach einer eher kurzen Nacht hieß es dann zum letzten mal Zusammenpacken und wir fuhren wieder zurück nach Stuttgart, um bei Nick's Eltern das ganze Campingequipment auszuladen und das Auto einer Grundreinigung zu unterziehen. Doch direkt nach dem Losfahren begrüßte uns diese schöne Lampe:

 

 

Na toll, 5000km kein Problem und jetzt am letzten Tag passiert was. Wir fuhren zur Tankstelle und füllten Luft auf, es waren bei allen Reifen zwischen 1,8 und 2,0 Bar eingefüllt. Laut Schildchen in der Tür sollten es 2,4 Bar sein. Nach dem Auffüllen des Luftdrucks erfolgte ein weiterer Check des Öls. Timo hatte uns gebeten das ab und an zu kontrollieren und Tatsache: der Ölstand war von anfangs 3/4 zwischen max. und min. auf 1/4 über "min" gesunken. Somit müssen wir auf 4000km etwas mehr als einen Liter Öl verbraucht haben.

 

 

Auf der Rückfahrt Genossen wir die "German Autobahn". Zwar fuhren wir gesittet, trotzdem ist es schön mal wieder halbwegs vernünftige Verkehrsteilnehmer um sich zu haben. Die Innenreinigung dauerte über eine Stunde. Leider haben wir vergessen Nachher-Bilder zu machen, aber der Vorher-Nachher Effekt war aufgrund des Ausgangszustands extrem :D. Alleine beim Ausklopfen der Fußmatten wurde das Auto mindestens 2 Kilogramm leichter, dazu überall kleine Steinchen und alles voller getrocknetem Schlamm. Das bleibt bei solch einer Tour leider nicht aus, aber dafür gibt es ja Staubsauger und Wischlappen. Nach über einer Stunde Arbeit sah der Venga dann von innen wieder richtig gut aus, die Wäsche von außen erfolgte dann kurz vor der Übergabe.

Am Samstag fuhren wir noch bis Wertheim, als sich dann nach über zwei Wochen unsere Wege trennten. Nick fuhr mit dem Venga nach Göttingen zu verwandten und anschließend am Sonntag nach Berlin, wo er dann sauber und schadenfrei zurückgegeben wurde.

Somit war unsere Reise beendet, der Testbericht folgt später im News Bereich, wir werden ihn aber im Blog verlinken ;)

 

Ein riesiges Dankeschön geht nochmal an Motortalk! Der Venga hat uns sehr viele Kosten und Mühen gespart!

 

 

 

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08.09.2015 20:15    |    nick_rs    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Mit dem Venga durch Italien

Nach der Pause in Cavallino mit einem Ausflug nach Venedig ging es weiter Richtung Süden. An diesem Freitag nicht ganz so weit wie ursprünglich geplant. In Adriano machte die Familie von Nick Urlaub und da ein Familienmitglied Geburtstag hatte fuhren wir überraschend vorbei und blieben eine Nacht auf diesem Platz. Die Fahrt dorthin verlief kaum am Wasser entlang und war eher unspektakulär, weswegen wir nicht genauer darauf eingehen.

 

Als wir am nächsten Morgen, etwas verkatert, auf der Karte gesehen haben, dass wir knapp an Rimini vorbeifahren, dachten wir uns, dass man sich den Ort ja einmal anschauen könnte. Man hört ja immer ganz viel von den Spießern "ich war im Urlaub in Rimini" "was? Schöööön". Dort hinzufahren hat sich wirklich nicht gelohnt. Strand voller Liegen, ein 5 stöckiges Hotel am anderen. Das Ganze wirkt und ist auch lieblos hingeklatscht, damit Pauschaltouristen an die Adria fahren können.

 

Es fällt wirklich extrem auf, dass quasi jeder Ort am Meer wie Rimini ist und es dort außer dem Strand wirklich wenig gibt, wofür es sich lohnt dorthin zu fahren. Man muss einfach sagen, Italien ist echt hässlich. Wenn man nicht zufällig ein schönes kleines Dorf findet (was sehr selten vorkommt) fährt man über kaputte Straßen, durch runtergekommene Städte, vorbei an Müllbergen. Nichts ist irgendwie gepflegt, fast jedes Haus würde man im Deutschland als "Schandfleck" bezeichnen. Und zwischen den ganzen bewohnten Schandflecken stehen gefühlt 30% der Gebäude einfach leer und keiner kümmert sich darum. Auch außerhalb der Ortschaften: zugewachsene Straßen, überall liegt Müll und Schrott. Der Lebensstandard scheint hier doch ein anderer als im Deutschland zu sein. Nur wenige Stellen an der Küste sind wirklich so, wie man es sich vorstellt, an der Adriaküste entlang zu fahren. Dazu muss man ganz bewusst die Schnellstraßen verlassen und unbebaute Orte an der Küste suchen. Dort entdeckt man dann aber auch die Straßen, für die man den weiten Weg nach Italien auf sich nimmt.

Dabei stößt man dann auch auf solch kleine Örtchen, wie auf den Fotos, wo nur 5 Häuser und eine Kirche auf einer Bergspitze direkt am Meer liegen. Dazu noch die erhaltenen Stadtmauern und nicht vorhandene Touristen (außer uns natürlich) machen solche Örtchen wirklich sehenswert. Und ein wunderschöner Ausblick aufs Meer. Da fängt man schon einmal an zu träumen von seinem eigenen Häuschen am Wasser ;)

 

 

Von diesem schönen Örtchen aus haben wir auch das Suchbild gemacht. Na, wer findet den Venga :)

 

Schon die ganze Zeit fiel uns auf dass es hier unglaublich viele Puntos gibt. Gefühlt zehn mal mehr als bei uns Golfs auf den Straßen unterwegs sind. Also entwickelten wir ein Spiel. Jeder, der einen Venga, einen Multipla oder eben einen Punto sieht schreit den entsprechenden Namen. Facelift-Vengas, Cabrio- und Polizeipuntos geben doppelt Punkte. Man kann zwischen dem "Punto" geschreie fast garnicht mehr atmen. Im Prinzip bestehen seit dem die Fahrten nur noch aus "Punto" "Punto" "Multipla" " Punto" "Hey ich war zu erst das ist jetzt mein Punto" "teilen wir uns doch einfach di.. MULTIPLA!" :D:

Punto-Counter: 3582

Multipla-Counter: 478

Venga-Counter: 37

 

Nach einiger Zeit kamen wir nach Ancona, eine etwas größere Stadt für Italienische Verhältnisse und mit einem großen Hafen. Die Gebäude waren wie oben schon erwähnt schlicht und einfach ungepflegt, aber die Stadt liegt am Meer und auf dem Berg, das könnten die Zutaten für einen schönen Ausblick sein. Also fuhren wir mit dem Venga einfach mal nach oben, bis wir an der Duomo di Ancona ankamen. Dort fand gerade eine Hochzeit statt, trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen einen atemberaubenden Blick über den Hafen und das Meer zu erhaschen. Außerdem sahen wir gegenüber eine alte Burgruine. Wir beschlossen einfach mal dort hin zu fahren. Der Weg dort hin führte durch so schmale Straßen, dass wir kurzzeitig sogar die Spiegel anklappen mussten (zum Glück elektrisch). Unten an der Burg angekommen parkten wir das Auto und Genossen zu Fuß den Park in malerischer Landschaft mit Blick über die Stadt und das Meer umgeben von alten Burgmauern.

Trotzdem, wir durften nicht zu viel Zeit verlieren, es war schon spät. Mit dem Auto fuhren wir noch ein bisschen Kreuz und quer durch die Stadt, die uns aufgrund der teils sehr sehr steilen Straßen und der Aussicht aufs Meer ein wenig an ein San Franzisco Italiens erinnerte.

 

Obwohl Ancona unser eigentliches Ziel war, beschlossen wir, noch ca. eine Stunde weiter zu fahren, damit wir am nächsten Tag nicht mehr 7, sondern nur noch 6 Stunden Fahrt vor uns hatten. Während Nick fuhr suchte Robb einen Campingplatz mit einigermaßen guten Bewertungen auf Google Maps heraus. Am Ziel angekommen waren wir doch sehr enttäuscht, denn während uns die Empfangsdame (mit der wir uns mehr mit Händen und Füßen denn mit Worten verständigen mussten, da sie kein Englisch sprach) uns über den Platz führte, fiel uns auf, dass hier kein einziges Zelt stand, sondern nur recht heruntergekommene Wohnwagen in denen wohl Dauercamper hausten. Auch die Sanitäranlagen waren wirklich ekelerregend. Dennoch nahmen wir einen der drei noch freien Plätze und bauten unser Zelt auf dem matschigen Boden auf. Immerhin kostete uns die Nacht, in der wir halbstündlich von den Zügen auf den 20m entfernten Bahngleisen geweckt wurden, für 3 Personen zusammen nur 18 Euro.

Als wir kurz später hinaus fuhren, um ein Restaurant zu suchen, sahen wir, dass der eigentlich geplante Campingplatz nur wenige Meter daneben lag und schon von außen deutlich attraktiver aussah.

 

Am nächsten Tag ging es früh los, weiter entlang der Adriaküste Richtung Süden. Gefühlt fuhren wir dabei durch eine große Stadt, denn über eine Stunde lang sahen wir kein Stück Landstraße, immer nur Hauswände zu beiden Seiten. Vor allem Pescara wollte einfach nicht enden. Eine halbe Stunde lang fuhren wir ohne viel Verkehr auf geradem Weg durch die Stadt, bis irgendwann das Ende erreicht war.

 

Die ganze Zeit ging es an der Küste entlang. Mal sah man Wasser, mal nicht. Was man immer sah, war die Bahnstrecke die uns nun schon einige hundert Kilometer begleitete.

Als wir in den Natoinalpark vor Vieste einfuhren und den Blick über den traumhaften Lago di Varano schweifen ließen, fuhren wir nicht auf der Schnellstraße weiter, sondern eine kleine Landstraße entlang. Diese führte uns zuerst durch die Geisterstadt Cagnano Varano und anschließend über kleine Nebenstraßen und Serpentienen durch eine malerische Landschaft, bestehend aus Bergen, Olivenfeldern und Meerblick. Die Straßen wurden immer enger, schlechter und steiler, es ging immer weiter hoch und nachher wieder sehr steil runter. Für den Venga war das anstrengend, wir konnten dafür ständig eine wunderschöne Aussicht genießen.

Nach einigen Kilometern erreichten wir dann Peschici, eigentlich nur ein Ort zur Durchreise. Doch dort fanden wir dann eine Dorf vor, wie er italienischer kaum sein könnte. Weiße, mehrstöckige Häuser, welche durch maximal 5 Meter breite Durchfahrtwege getrennt wurden. Und das natürlich kombiniert mit einer Steigung der Straßen von oft über 20° sowie direkt am Meer. Dort haben wir es uns nicht nehmen lassen die Gassen mit dem Venga zu erkunden, was uns nicht nur einen den ein oder anderen verwirrten bis verärgerten Blick der einheimischen Italiener einbrachte :) Dazu sollte man vielleicht erwähnen, dass deutsche Kennzeichen in diesem Teil von Italien ähnlich oft vorkommen wie Straßen ohne Schlaglöcher, also fast garnicht.

Weiter auf einer kleinen Landstraße, die sich an der Küste entlang am Berg schlängelte, vorbei an idyllischen Buchten und hohen Klippen erreichten wir schon bald Vieste.

Vieste ist von der Idylle hier ähnlich wie Peschici, nicht ganz so eng und nicht ganz so hoch aber schön, dafür etwas mehr auf (italienischen) Tourismus ausgelegt.

Schon auf der Karte konnte man sehen, dass der favorisierte Campingplatz an einer kurvigen Straße im Nichts und dazu direkt am Meer lag. Und unsere Erwartungen wurden, wie ihr sehen könnt, wahrlich nicht enttäuscht. Eine malerische Bucht, eine Zeltplatz direkt an der Klippe zum Wasser und ein fast leerer Platz machen die Zutaten für einen erholsamen Tag am Meer.

Im nächsten Artikel erzählen wir euch dann, wie wir das Kriegsgebiet auf Neapels Straßen überlebt haben ;)

 

Viele Grüße von der Autobahn, auf der wir ja eigentlich überhaupt nicht sein wollten

Robb, Nick und Flo

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03.09.2015 12:10    |    greentea868    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Mit dem Venga durch Italien

Direkt vor der Einfahrt von Flo knackte der Venga die 22.000km.

Nach der Übernachtung in Stuttgart ging es Montag morgen direkt gut los. Geplante Abfahrt war 9 Uhr, losgekommen sind wir dann viertel nach 10. Ab jetzt geht es wirklich los, zu dritt im Auto auf dem Weg in den Süden :cool:

 

 

Auf der Autobahn konnte der Venga dann seine Fähigkeiten als Reisemobil darstellen. Bis auf die Tatsache, dass von den 128 PS auf dem Papier eher 80-100 auch wirklich ankommen, ist bei Tempo 150-160 wirklich entspanntes und zügiges vorankommen möglich. Wenig Windgeräusche und ein eher weiches aber nicht übertrieben schwammiges Fahrwerk gepaart mit der hohen und aufrechten Sitzposition und 2 Armlehnen vorne sind ziemlich angenehm. Warum Kia aber in einem sonst wirklich gut ausgestattetem Auto den Tempomat weglässt, muss man nicht verstehen. Dafür für unsere Reise perfekt, die Sitz- und Lenkradheizung. Die vorderen Passagiere ärgerten sich ständig gegenseitig, indem sie sich bei 35° die Sitzheizung anstellten, so wie bei top gear :D

 

 

Zurück zu den guten Extras: die Musikanlage ist wirklich sehr sehr gut und so hören wir neben den Vengaboys die unterschiedlichsten Lieder der letzten Jahrzehnte ;) Auch das große Panorama-Shibidach ist für unsere Reise natürlich perfek. Außerdem haben wir uns zum Ziel gesetzt, jedem anderen Verkehrsteilnehmern zu zeigen, dass wir ein Solches haben :D

 

 

Nach dem Grenzübergang sind wir natürlich nur noch Landstraße gefahren, weshalb wir dann bis zum Gardasee für 550 Kilometer auch 9 Stunden gebraucht haben. Trotzdem würden wir das jedem mal empfehlen. Die wunderschönen Straßen in Österreich, Schweiz und Italien sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.

 

Die Fahrt führte vorbei an schönen Seen, durch malerische Täler und über den ein oder anderen Pass, wobei wir zufällig auf eine Gruppe von Teilnehmern der "Italian Lakes" Oldtimer Rallye stießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als wir mitten in Tirol auf unserer vom Navi vorgeschlagenen Route ein Schild mit der Aufschrift "Reschenpaß" sahen, wurde einstimmig beschlossen, den Vorschlägen des Navis nicht zu folgen, sondern den Pass zu fahren. Belohnt wurden wir für diesen Umweg mit tollen Landschaften und -Straßen. Auf dem Pass entdeckte Nick den alten Tunnel wieder, in dem er vor 4 Jahren bei der Alpenüberquerung mit dem Fahrrad drin übernachtet hat. Als Highlight fuhren wir natürlich zum Reschensee mit seinem Kirchturm im Wasser, der daher stammt, dass vor langer Zeit ein Tal inkl. seiner Dörfer geflutet wurde, um einen Stausee anzulegen.

 

Auch das Stilfser Joch ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

Der Anstieg des Passo dello Stelvio war doch sehr anstrengend für den Venga. Die meisten Kehren konnten nur im ersten Gang bezwungen werden und man merkte schnell, dass dem relativ kleinen Diesel auf bis zu 2700 Metern Höhe die Luft ausging. Ganz oben angekommen ließ er sich selbst bei fast 1700 U/min nicht auf einer ebenen Straße anfahren. Wie sehr die Luft dem Motor die Leistung nimmt hat uns doch sehr verwundert. Dem Venga gönnten wir eine kurze Turbo-abkühl-verschnauf-Pause im Leerlauf während wir die bombastische Aussicht genossen. Anschließend machten wir uns vorsichtig auf den weg nach unten. Die Straßen sind eng und uneinsichtig. Auf dem Weg passierten uns einige der Teilnehmer der zuvor erwähnten Rallye, die wir gerne vorbei ließen.

In Kurve 13 legten wir einen kleinen Stop ein. Hier musste ein guter Freund des Venga - der Dauertester Mitzubishi ASX - seinen Schweller lassen (Klick mich nicht zu feste). Wir richteten eine kleine Gedenkstätte für ihn ein.

 

 

 

Nach dem Abstieg des Passes ging es in Richtung Gardasee, welcher nach 3 Stunden Fahrt gegen 20:30 Uhr erreicht wurde. Dort gab es zunächst eine Enttäuschung, denn die ersten beiden Campingplätze waren komplett belegt. Die Dame am Empfang des zweiten Platzes wusste jedoch, auf welchem Platz noch einige Zeltplätze frei waren. Wir suchten uns einen der wenigen freien Plätze aus, bauten unser Zelt auf und starteten aufgrund des allgemeinen Hungers sofort wieder zu einer Pizzeria, deren Pizzen doppelt so groß waren wie der Teller auf dem sie serviert wurden.

 

 

 

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Osten. Zuerst an der malerischen Westküste des Garadees entlang. Nach einiger Zeit fuhren wir dann aber ohne tolle Aussicht durch das tiefste Italien. Die Straßen wurden immer kleiner, wir waren eben mitten in der Pampa. Zwischendrin entdeckten wir noch eine Eisdiele, in der wir eine bombastisch leckere Abkühlung von dem heißen Wetter genossen.

 

 

 

 

Die Fahrten in Italien sind schon sehr abenteuerlich, da fährt man schon leicht zu schnell, und immernoch wird gedrängelt. Überholt wird grundsätzlich dort wo man nichts sieht und immer, wenn Gegenverkehr kommt. Dieser muss dann halt ein bisschen zur Seite fahren. LKWs sehen das übrigens ebenso, auch diese heizen deutlich zu schnell durch die Kurven, sodass man als vernünftiger Deutscher fast mit dem Auto nicht hinterherkommt. Die Abstandsregel ist bei dem Italienern die selbe wie bei uns, wird nur anders interpretiert. Halber Tacho ist hier die Höhe des Kombiistruments -> ca. 5cm. Logisch, oder?

Kreisverkehre haben den Umfang einer Kleinstadt und so viele Spuren, wie Autos die sie stündlich passieren. Das hat den Vorteil dass die Italiener ihrem Hobby nachgehen können: Überholen und anschließend in der Ausfahrt knapp schneiden.

Auch interessant sind die wild blinkenden Ampeln die gerne mal auf der Straße stehen und signalisieren: ACHTUNG, Es passiert: Nichts!

 

Gegen 18 Uhr kamen wir am Dienstag beim 5 Sterne Campingplatz "Union Lido" in Cavallino an. Hier machen wir erstmal 3 Tage Entspannungsurlaub und genießen die Vorzüge eines Touristenziels. "Little Germany" haben wir dashier getauft :D

 

 

Weitere Bilder gibt es wie immer in der Gallerie:

 

 

Heute fahren wir mit dem Boot nach Venedig bevor am Freitag der Venga wieder angeschmissen wird.

 

Sonnige Grüße vom Strand

Flo, Nick und Robb

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01.09.2015 00:28    |    flo-95    |    Kommentare (96)    |   Stichworte: Mit dem Venga durch Italien

Wie könnte eine Tour schöner starten als mit einem Treffen am Nürburgring? Dank passender Planung konnte Nick den Venga am Donnerstag schon in Berlin abholen und direkt zum am Wochenende anstehenden Ringtreffen der Youngsters mitbringen. Alle Autos, die beim Treffen dabei waren, absolvierten ihre Runden auf dem Ring und somit dachten wir uns, es könne ja nicht schaden, eine vorsichtige Runde mit dem Venga zu drehen. Wird schon gut gehen. Mit einer Zeit von 9:39 Minuten sehen wir den Venga als idealen Kompromiss aus Ringtool und Familienauto an. Ein paar schöne Fotos gab es auch, wie ihr hier sehen könnt.

 

 

 

So und nun dürfen die MT-Redakteure ihr in die Hose gerutschtes Herz wieder zurück an der rechten Fleck setzen. Wir waren natürlich NICHT auf dem Ring mit dem Venga. Das Bild ist nur eine Montage ;) Ein besonderer Dank geht hierbei aber an Markus_95, der uns das Foto spontan zusammengeschnitten hat. :)

Auf die Nordschleife kamen natürlich nur unsere Privatautos, von uns Dreien der Swift Sport von Flo und der Clio RS von Robb. Beide zusammen kamen auf 14 Runden der schönsten Straße Deutschlands ;) Wie üblich versuchten wir dort die richtige Linie zu treffen und so die Rundenzeit langsam aber sicher zu steigern um uns somit an unser Limit heranzutasten.

Nick verzichtete auf eigene Fahrten, er hatte ja auch schon genug negativ Erfahrungen mit dem Ring gemacht. Bei beiden NOS Unfällen war Nick dabei und als sei es ein Fluch, saß er auch beim Unfall welcher dieses Treffen passierte auf dem Beifahrersitz. Shibi_ hat es diesmal erwischt. Am Ende der Fuchsröhre kam ihm das Heck und wir schlugen in die Leitplanke ein. Allen Beteiligten ging es aber gut, es war auch kein schlimmer Einschlag. Was mindernd dazu kam: der silberne 323ti war sowieso als Schlachtfahrzeug vorgesehen und so ist der finanzielle Verlust überschaubar, die Lehre dafür aber umso größer.

 

https://youtu.be/KHVtrL66YpY

 

Der Venga war aber auf dem Parkplatz immer präsent und dabei, so auch auf einer schönen Ausfahrt durch die Eifel, die diesmal besonders gelungen war.

Auch bei den feucht-fröhlichen Abenden war der Venga oft im Gespräch und die Eindrücke der Mitfahrer waren durchaus positiv.

Allzu viel möchten wir aber über das Wochenende garnicht verraten. Ein ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Wochen im Blog der MT-Younsters.

Am Sonntag Nachmittag fuhren wir alle dann zu Flo um den Clio und den Swift abzustellen. Anschließend ging es zu Nick's Eltern, wo wir dann die erste Nacht unseres Urlaubs verbrachten.

 

 

Wir werden weiter berichten, seid gespannt ;)

Weitere Bilder gibt es in der Galerie:

 

 

Viele Grüße

Nick, Robb und Flo

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25.08.2015 22:05    |    nick_rs    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Mit dem Venga durch Italien

Die Vengaboys, das kennt man doch schon, oder? Jugendliche in unserem Alter erinnern sich wahrscheinlich höchstens noch dunkel an die Band, die um die Jahrtausendwende mit Hits wie "Boom, Boom, Boom, Boom" und "We're going to Ibiza" bekannt wurde.

Die Vengaboys schrieben hauptsächlich Sommerhits - deswegen passen sie zumindest von diesem Thema her perfekt zu uns. Auch das Gründungsjahr der Band (1996) liegt nicht allzu fern von uns drei 20-Jährigen. Das wars dann aber auch schon. Denn: Wir haben weder vor Musik zu machen noch haben wir sexy Outfits an. Außerdem sind wir auch wirklich nur "Boys", während bei den Vengaboys auch "Girls" dabei sind. Aus Holland kommen wir übrigens auch nicht. Deswegen auch die Differenzierung im Namen mittels Bindestrich.

Vielmehr sind wir drei ganz normale, junge, verrückte MotorTalk User. Wir, das sind Florian (flo-95), Robert (greentea868) und Nick (nick_rs), kommen aus den verschiedensten Ecken Deutschlands: Wertheim, Dresden und Hamburg. Vor knapp einem halben Jahr kamen wir auf die Idee, zusammen in den Urlaub zu fahren. Von Anfangs sechs Begeisterten blieben nach der Suche eines geeigneten Zeitpunkts leider nur noch drei übrig.

Für uns Autoverrückte ist es natürlich üblich, dass wir nicht nur irgendwo hin fliegen und Urlaub am Strand machen. Nein: das Auto und die Straßen sollen im Mittelpunkt stehen. Es soll eine Rundreise werden.

Schnell fiel die Entscheidung auf Italien. Die tollen Straßen in den Alpen, die wunderschönen Landschaften und Städte und nicht zuletzt der Strand und das gute Wetter im Süden.

Das Besondere: Eine wirkliche Strecke haben wir nicht geplant. Die Ostküste runter und die Westküste wieder hoch - ein konkretes Ziel gibt es nicht. Wir kaufen uns einfach einen Atlas für Italien und fahren drauf los.

Und die Faustregel:

Außerhalb Deutschlands ist das Fahren auf der Autobahn tabu!

Nun aber zurück zum Topic: Warum nennen wir uns Venga-Boys? Die Antwort liegt auf der Hand: Für die Reise steht uns der MotorTalk Dauertestwagen Kia Venga zur Verfügung. Für drei Ausgewachsene, die zwei Wochen lang auf einen Campingtrip gehen möchten, ist das vielleicht nicht das größte Auto - aber auch das ist Teil des Abenteuers. Was nicht rein passt, muss eben zu Hause bleiben ;).

Am Donnerstag wird Nick das Auto abholen und damit zum Ringtreffen fahren. Von dort aus geht es dann am Sonntag in Richtung Süden, nachdem wir Flo's Swift und Robb's Clio bei Flo geparkt haben.

Während unserer Reise werden wir in kurzen Abständen von unserem Trip berichten. Mit netten Bildern uns ausführlichen Berichten. Wir freuen uns schon sehr auf diese Reise und es wäre schön, wenn Ihr uns dabei begleitet - hier in diesem Blog ;)

 

Flo, Robb und Nick

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Was machen wir

Willkommen im Reiseblog der MT-Youngsters!

 

Hier berichten wir von Reisen, die wir als MT-User gemeinsam unternehmen.

 

2016

2x3=6 - Mit dem Mazda 6 durch Norwegen (Florian, Tobias und Nick)

 

2015

Die Venga-Boys - Mit dem Kia Venga durch Italien (Robert, Florian und Nick)

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