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09.08.2017 10:32    |    nick_rs    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Mit dem Sporti durch Schottland

Nachdem wir die Isle of Skye verlassen hatten übernachten wir eine Nacht in Applecross. Vor dem Campingplatz wurden wir von interessanterweise garnicht scheuen Wildtieren empfangen.

Die folgenden 4 Tage fuhren wir die North Coast 500 Strecke entlang. Eine 500 Meilen lange Route entlang der Küste des nördlichen Zipfels Schottlands. Meist sind die Straßen einspurig und sehr eng. Dafür entlohnen sie mit atemberaubenden Landschaften, siehe die Bildergalerie.

 

 

Am Freitag übernachteten wir im kleinen Städtchen Ullapool. Die Zivilisation nutzen wir um statt zu kochen auch mal Essen zu gehen und ein Bierchen zu trinken.

Bei Lairg entdeckten wir am nächsten Tag einen der atemberaubendsten Stränden überhaupt. Auch zuvor waren wir schon zu einem tollen Strand gelaufen, der aber leider von Touris übersiedelt war.

Die folgende Nacht wollten wir an einem Strand bei Castletown wild campen. Wir suchten uns zu Fuß eine geeignete Stelle, allerdings müssten wir einen engen Pfad und einen Bach durchqueren um mit dem Auto dort hin zu gelangen. Das sollte eigentlich kein Problem sein für einen SUV, also fuhr Nick vorsichtig den Weg entlang, Flo kontrollierte an engen Stellen die Abstände auf der Beifahrerseite und Tobi wieß von außen die Richtung. Die ganze Angelegenheit klappte trotz riesiger, feuchter Steine ganz gut, bis wir im Bach standen. Wieder hatten wir das Problem der mangelnden Bodenfreiheit. Die Auffahrt auf der anderen Seite des Baches war in der Mitte zu hoch für unsere Front. Es hätte vielleicht gereicht über das hohe Graß zu schleifen, aber der kleinste Stein hätte uns die Front kaputt gemacht, das Risiko wollten wir nicht eingehen. Also ging es Rückwärts wieder hoch. Die ersten Meter verliefen halbwegs problemlos, an einem größeren Stein scheiterte der Allrad allerdings. Das vordere rechte und hintere linke Rad hingen in der Luft und drehten sich, während die anderen beiden Räder keinen Mucks machten. Auch viel Gaseinsatz half nichts. Dazu ließ sich die Traktionskontrolle nicht ausschalten sondern nur abschwächen. Scheinbar hat der Sportage weder ein Sperrdifferenzial an den Achsen noch wenigstens ein elektronisch über einen Bremseingriff simuliertes. Tobi nannte das treffend "Enttäuschend". Wozu braucht man dann einen Allradantrieb?

 

 

Wir fanden einen anderen Weg zum Strand und verbrachten den Abend vor toller Kulisse mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang.

Am Sonntag fuhren wir zum John O'Groats Sign. Das markiert den nördsten bebauten Punkt Schottlands. Anschließend ging es an der Ostküste runter Richtung Loch Ness. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir von der Straße aus ein Stoppelfeldrennen am Meer. Wir hielten an und schlossen uns dem großen Event als Zuschauer an. Nach einer halben Stunde begann es zu regnen, während die Sonne weiter bruzelte. Auch war keine Regenwolke am gesamten Himmel, nur ein paar weiße Miniwölkchen und "Chemtrails". Trotzdem goss es wie aus Eimern. Sowas hatten wir auch noch nicht erlebt.

 

Loch Ness ist nicht sonders sehenswert sondern nur durch den Mythos ein Anlaufpunkt für Touristen. Für uns lag es sowieso auf dem Weg, also kann man auch mal vorbei schauen.

Die Nacht verbrachten wir auf einem tollen, modernen Campingplatz in Inverness. Bei der Ankunft parkten wir direkt neben einem weiteren "Le Sportage", wie wir ihn immer nennen :D. Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass in GB mehr Sportages fahren als in Deutschland Golfs.

 

 

 

Als wir am nächsten morgen aufbrechen wollten erwartete uns im Kombiinstrument eine Warnung:

 

 

Wir fuhren zur nächsten Tankstelle und füllten den Reifen wieder auf. Nach Rücksprache mit der Redaktion beschlossen wir zum 90km entfernten, sich auf unserer Route befindlichen Kia Händler zu fahren und den Reifen tauschen zu lassen, da der Reifen auf den ersten 20km - wo wir auch noch die Brücke in Carrbridge besichtigten - kaum Luft verloren hat schien das auch möglich.

Allerdings kam es anders. Plötzlich verlor der Reifen immer schneller Luft. ~0,1 Bar pro Minute. Wir fuhren von der Schnellstraße ab zu einer Tankstelle in einem kleinen Örtchen. Leider ist es in Schottland nicht üblich, dass Tankstellen auch Luft anbieten. Da uns die Zeit davon lief fuhren wir zur nächsten kleinen Werkstatt, die uns netterweise Luft in den Reifen pumpte. Allerdings fing dieser sofort an zu zischen. Wir wussten, wir kommen so nichtmal aus dem Ort raus.

So blieb uns nichts anderes übrig als die Werkstatt zu bitten den Reifen zu flicken. Es zeigte sich, dass wir uns auf dem Campingplatz einen abgebrochen Hering eingefahren hatten.

Nichts desto trotz sollten wir den Reifen beim Kia Händler tauschen lassen. Da in GB eher billige Reifen gefahren werden hatte aber keine Niederlassung einen Continentalreifen lieferbar, erstrecht nicht die riesigen 245/45 R19 des GT-Line Sportage.

 

Nach der ReperaturNach der Reperatur

 

 

 

Da der geflickte Reifen aber aktuell noch dicht hielt fuhren wir nach dem langen Zwischenstopp noch in den Loch Lomond Nationalpark, wo wir übernachteten um am nächsten Morgen wandern zu gehen.

 

Warum daraus nichts wurde und ob der Reifen dicht hielt, lest ihr dann bald im nächsten Artikel :D

 

Weitere Bilder wie immer in der Galerie:

 

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09.08.2017 10:45    |    PIPD black

Abermals tolle Bilder. Danke.:)

 

Zum Reifen: Shit happens.

In D hätte euch den Reifen wohl keiner geflickt, da Hochgeschwindigkeitsreifen nicht geflickt werden dürfen.

 

Ansonsten fällt mir gerade beim Anblick der Dachbox wieder ein, warum mein Neuer kein SUV dieser Größenordnung ala hochgelegter Kompaktwagen geworden ist: nicht familen- und reisetauglich bei Vollbesetzung, Gepäck, Fahrrädern und Wohnwagen. Dazu diese Luftpumpenmotoren.....nee Danke.

 

Die größeren Exemplare liegen dann außerhalb der Budgetreichweite.....


09.08.2017 11:05    |    nick_rs

Richtig, das ist ja auch der Grund warum der Reifen trotzdem getauscht werden sollte.

 

Im Prinzip muss man bedenken, dass der Sportage auch nur ein Golf ist. Ich würde ihn vom Kofferraumvolumen mit einem Kompaktkombi vergleichen, also eher etwas für Familien mit nur einem Kind.

Die Dachbox ist aber trotzdem klasse. Letztes Jahr im Mazda mussten wir immer sehr quetschen. Dazu die teils nassen Zelte und sperrigen Sachen irgendwie verstauen. Diesmal wurde alles was nicht Kleidung oder Essen ist einfach in die Dachbox geschmissen. Das ist schon sehr praktisch.

Allerdings kann eine Dachbox auch ordentlich Probleme verursachen. Aber das erzählen wir im nächsten Artikel...

(Heute bin ich aber gut im interessant machen des nächsten Artikels :D)


09.08.2017 11:17    |    PIPD black

Klar, kann ne Dachbox Probleme machen.....sei es in der Höhe oder auch bei der Geschwindigkeit.....oder wenn man sich mal aus Versehen einschließt.:D

 

Ich bin mit der Dachbox auf dem Caddy auch einmal nicht auf einen Parkplatz gekommen. Es handelte sich nur um ein paar cm.....


09.08.2017 11:22    |    nick_rs

Das Problem ist eher wenn du rein kommst, aber nicht wieder raus...

Das man sich versehentlich einschließt ist uns auch ständig passiert. Dass die Dinger auch kein Schloss von innen haben... :rolleyes: :D


09.08.2017 11:25    |    PIPD black

Na hoffentlich hat eure wenigstens Innenbeleuchtung. Meine billige hatte die jedenfalls nicht. War ziemlich dunkel da drin.;):p

 

Zitat:

Das Problem ist eher wenn du rein kommst, aber nicht wieder raus...

Sowas kenne ich bislang von meinem tiefergelegten Passat in Verbindung eines Itzehoer Parkhauses: rein durch die Schranke über eine Rampe nach unten......auf der anderen Seite kam ich aber nicht mehr über die Rampe raus und kaum ums Eck....geile Konstruktion. Mußte dann rückwärts durch die Einfahrt wieder raus.:rolleyes:


09.08.2017 17:11    |    Goify

Schöner Reisebericht und tolle Bilder. Da muss ich mal wieder hin.

 

Ich war dort mit meinem Semester vor ein paar Jahren und wir haben uns auf Geistersuche begeben, was auch einigermaßen funktioniert hat. Edinburgh ist bei Nacht auf dem Friedhof schon gespenstisch, besonders wenn dir eine Führerin Geschichten erzählt und dich dann in das 5. Untergeschoss führt.

 

Ansonsten fand ich Loch Ness spannender als du. Die Burganlage kann man spät abends illegal kostenlos besuchen und irgendwie ist der See schon ein wenig unheimlich, denn man schaut unweigerlich immer mit einem Auge auf den See oder ins Loch. Man will den Moment nicht verpassen, wo Nessi raus schaut. Wir haben auch in Inverness geschlafen, allerdings in einer Jugendherberge mit dem katastrophalsten Durchlauferhitzer bei der Dusche, den ich je sah. Entweder man erfror oder verbrühte sich. Ist aber schon ein etwas verschlafenes Nest.


10.08.2017 12:36    |    VOLVOJ

Das ist ja ein richtiger Abenteuerurlaub!

 

Eine Panne im Norden von Schottland ist nicht lustig. Die Werkstattdichte ist dort ziemlich dünn.

 

Wir sind auf einer Reise mit dem Motorrad auf den Orkney's liegen geblieben. Die nächste Werkstatt

war auf dem "Festland" in Thurso. Diagnose: defekte Lichtmaschine, 14 Tage Reparaturdauer.

Mit der passenden Drehzahl sind wir bis zur Fähre und auch nach Hause gekommen.

 

Ich wünsche Euch eine problemlosere Weiterreise und freue mich auf die weiteren Reiseberichte.


11.08.2017 13:40    |    flo-95

@Goify Wir waren nur auf Campingplätzen (und zwei Nächte wild campen) und dort hat man sich immer verbrüht. Es gab dort keine Einstellmöglichkeiten für die Temperatur. Man hatte einfach immer sehr heißes Wasser. Daran muss man sich erstmal gewöhnen.

 

@VOLVOJ Glücklicherweise waren wir zum Zeitpunkt der Panne schon wieder südlich von Inverness, wo es mehr Zivilisation gibt, als im Norden. Insofern war das jetzt nicht das größte Problem.

Wir sind im Übrigen schon wieder zurück in Deutschland, hängen nur mit den Artikeln etwas hinterher. Einen weiteren Blogartikel wird es noch geben und dann den abschließenden Testbericht.


15.08.2017 07:46    |    bermuda.06

Man sieht auch hier wieder wie rücksichtslos ihr mit Fremden Eigentum umgeht. Ich würde niemals mit einem geliehenen City SUV mit sportlichen Alufelgen durch das Gelände fahren und einen Bachlauf durchqueren. Und Ihr würdet dies sicherlich auch nicht mit eurem Neuwagen machen.

 

Aber bei einem geliehen MT Auto kann man es ja machen. Im Video sieht man auch dass es mehr als nur Glück war, dass ihr mit dem Unterboden nicht aufgesetzt seit :rolleyes: Mal sehen ob ihr das Auto heile nach Hause bringt...wäre ja nicht das erste Mal....

 

So toll euer Trip auch ist aber das ist echt unter aller Sau :rolleyes:

Vielleicht einfach mal weniger Fernsehen schauen, ihr seid schließlich nicht von TOp Gear die mit den Autod machen können was sie wollen.


15.08.2017 09:27    |    nick_rs

Du meist wohl die Aktion mit dem ASX? Das hat nichts mit uns zu tun, Simba gehört nicht zu den Youngsters und wir haben keinerlei Kontakt. Das haben wir auch schon unzählige Male erwähnt, aber manche Leute wollen auch garkeine Fakten hören, ebenso wie hier schon erwähnt wurde, dass der Urlaub bereits zu Ende ist und das Auto ohne einen Kratzer zurückgegeben wurde.

Im Handbuch des Sportage ist sogar eine Wasserdurchfahrt beschrieben. Warum es also nicht versuchen, es ist schließlich ein TESTwagen mit dem man Tests wagen kann? ;) Wir haben den Weg zuvor zu Fuß auf Steine im tiefen Gras untersucht und den Versuch auf der anderen Seite hoch zu kommen bewusst nicht gewagt, auch wenn es hätte klappen können, da wir sehr wohl ein Interesse daran haben, dass das Auto heile bleibt.

Wäre das mein SUV, hätte ich das im Übrigen ebenso getan.

Wahrscheinlich bist du auch einer der sich in anderen Threads immer beschwert, dass SUV nur in der Stadt gefahren werden...


Bild

15.08.2017 09:55    |    bermuda.06

Testwagen bedeutet aber nicht: „Wir probieren mal alles und hoffen, dass es gut geht“. Wenn man sich das Video ansieht, wird deutlich dass es einfach nur Glück war, dass ihr die Frontschürze nicht beschädigt habt. Zudem wird deutlich, dass ihr das Gelände total unterschätzt habt. Mit euren eigenen Karren könnt ihr das ja gerne machen, aber mit fremden Eigentum sollte man noch vorsichtiger umgehen als mit seinem eigenen, aber ich habe das Gefühl, dass die Denke außer Mode ist.

 

Wenn ich einen SUV hätte, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, dann hätte ich es wahrscheinlich auch mal aus Spaß probiert, aber niemals mit einem Neuwagen und erst Recht nicht mit einem geliehenen Fahrzeug.

 

Aber auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch, dass ihr den Kia ohne Beschädigungen wieder zurückgebracht habt. Chapeau!


15.08.2017 10:36    |    Shibi_

Wir sind dort sehr vorsichtig durchgefahren, haben uns das vorher zu Fuß angeschaut und ein paar Steine die in der Mitte lagen weggeräumt damit wir auf denen nicht aufsetzen. Ich behaupte wir sind dort äußerst vorsichtig vorgegangen.

Ich würde so eine Aktion jederzeit mit einem meiner Autos machen. Ohne zu zögern. Um nicht zu sagen ähnliche Sachen habe ich auch schon das ein oder andere mal gemacht mit meinen eigenen Autos. ;)

 

An dem Punkt an dem wir uns nicht mehr sicher waren ob es das Auto unbeschadet übersteht haben wir auch direkt abgebrochen. Man wäre vermutlich schon über die Stufe rübergekommen vorne, aber dann hätte man die Frontschürze nen halben Meter weit über den Boden geschoben. Mit dem eigenen Auto hätte ich das gemacht, Kratzer an der Unterseite der Frontschürze würden mich nicht stören, da sieht man sie eh nicht solange man nicht unter dem Auto liegt und kaputt geht davon auch nichts. Aber wir haben das gelassen um das Auto eben NICHT zu beschädigen.


25.12.2017 11:33    |    Trackback

Kommentiert auf: MT-Youngsters On Tour:

 

Die Abenteuer des 400€-Mercedes - nächste (und letzte?!) Runde

 

[...] sich, mit der Panoramastraße hatten die Schotten nicht übertrieben. An einem herrlichen kleinen Strand (hier schon einmal vorgestellt), mit Schafen direkt am Meer und dem Sonnenuntergang im Hintergrund fast ein [...]

 

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